Forellenteiche
 
Die Teiche im Oberwald (Forellenteiche, Flösser-Teich, Georgs-Teich) wurden im ausgehenden Mittelalter nur angelegt, um bei der Holzflößerei genug Wasser zu haben. Die seit dem Mittelalter bestehenden Mooser Teiche - immer noch im Riedesel'schem Besitz -, dienten dagegen von Beginn an der Fischerei. Der Reichloser, Nieder- und Ober-Mooser Teich wurden seit dem ausgehenden Mittelalter von den Riedesel Freiherren zu Eisenbach als Fischteich, zur Zucht von Karpfen, Schleie, Hecht und Aal genutzt. Die Pflege war von den Mooser Bauern im Frondienst zu leisten. Im Herbst wurde bei weitgehend abgelassenem Wasser abgefischt, der Fang ging größtenteils in den Handel.

Entlang der Bäche prägten Wassermühlen lange Zeit die Randzonen des wasserreichen Mittelgebirges. Sie dienten viele Jahrhunderte lang den unterschiedlichsten Handwerken. Mit der fast unerschöpflichen Wasserkraft konnten leicht und problemlos große Werkzeuge bewegt und dauerhaft in Gang gehalten werden. Unterschiedlichste Rohstoffe wurden auf Mahlsteinen fein gemahlen (Getreide), mit Holzhämmern gestampft (Ölsamen), mit Sägeblättern gesägt (Holz), mit überdimensionalen Hämmern geschlagen und gehämmert (Metalle). Müller mahlten Getreide, Sägemühlen verarbeiteten das Holz der Region zu Balken, Latten, Brettern. Öl wurden in den Mühlen aus Samen gepresst, ja die Massenproduktion von Blechen, Bestecken oder Nägeln war erst in Hammerwerken möglich. Mit schweren Walkhämmern aus Hartholz stampfte man in "Walkmühlen" das von den Wollwebern angelieferte Tuch in einer Walklauge zur gewünschten Enddichte.
Von den zahlreichen Mühlen der Vergangenheit sind heute nur noch wenige erhalten, die bis auf Ausnahmen weiter verfallen. Ehemalige Mühlgräben und Umlaufinseln bleiben ihre Zeugen.

 

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