14. April 2019

Acht Konfirmanden eingesegnet

Nach der eine Woche zuvor im Weickartshainer Gotteshaus erfolgten Vorstellung wurden am Sonntag, 14. April 2019 sechs Konfirmandinnen und zwei Konfirmanden aus dem Kirchspiel Lardenbach in der Kirche Weickartshain konfirmiert. Den feierlichen Abendmahlgottesdienst gestaltete Pfarrerin Cordula Michaelsen. Sie erteilte dabei Michelle Appelt (Lardenbach), Antonia Pauline Roth (Klein-Eichen), Sarah Wagner (Weickartshain), Tim Appelt, Lardenbach, Merle Keilhack (Weickartshain), Elvira Fomin (Weickartshain), Hannah Langohr (Stockhausen) und Nils Rattke (Stockhausen) den Segen Gottes.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
23. März 2019

Sport für jedes Alter

Die Tätigkeitsberichte des Vorstandes und der Spartenleiter des Spiel- und Sportvereins Lardenbach /Klein-Eichen dokumentierten bei der Mitgliederversammlung die sportliche Betätigung der in allen Altersstufen vertretenen Vereinsmitglieder. So bietet der Verein mit seiner Fußballabteilung Kindern und Jugendlichen von sieben bis 18 Jahren die Möglichkeit zum Kicken.

Nach Ausführungen des Jugendwartes Stefan Weeke spielen derzeit 24 Aktive in einer Spielgemeinschaft oder sind Spieler mit Zweitspielrecht bei der JSG Grünberg. Zusammen mit den Vereinen aus Sellnrod , Groß-Eichen, Lardenbach /Klein-Eichen und Weickartshain wurden in der letzten Saison von der B- bis G-Jugend Mannschaften für die Meisterschaftsrunden, die Fairplay-Liga und die Spielstunden gemeldet. Die D-Jugend belegte in der Feldrunde den 5. Platz und kam mit zwei Teams in der Hallenrunde in die Zwischenrunde. Das Pokalendspiel gegen Alsfeld konnte nicht gewonnen werden. Den 3. Platz sicherte sich die E-Jugend in der Feld-, wie auch in der Hallenrunde. Knapp verloren wurde das Pokalendspiel gegen Altenburg. Die Abschlussfahrt mit einer Stadionführung führte nach Bochum. Die F-Junioren beteiligten sich an der Fairplay-Liga. Für die G-Junioren standen lediglich Spielstunden auf dem Programm.

Spartenleiter Frank Hollederer berichtete für die Tischtennisabteilung von der Relegationsteilnahme der in der Bezirksklasse spielenden 1. Mannschaft. Diese hatte in der vergangenen Saison 2017/18 in der Meisterschaftsrunde den 2. Platz belegt. Beste Spieler war Gunter Berg im Einzel und Daniel Berg und Frank Hollederer im Doppel. Bei den Kreispokalspielen schied man in der 2. Runde aus. Die Vorrunde der letzten Saison 2018/19 beendete die Mannschaft mit dem 4. Platz.

Die 2. Mannschaft schloss nach den Worten von Mannschaftsführer Marc Passsinger die letzte Saison mit dem 9. Platz ab. Für die laufende Spielrunde wurde aus personellen Gründen die 3. Mannschaft in die Zweite integriert. Erfolgreich waren Philipp Jochim und Marc Passinger mit dem Gewinn der Kreismeisterschaft im Doppel. Jochim wird in Kürze an der Hessenmeisterschaft teilnehmen. Beim Nachwuchs spielen eine B-Schüler-Mannschaft in der Kreisliga und eine A-Schüler-Mannschaft in der Kreisklasse. Jugendleiter Philipp Jochim stellte besonders den Gewinn des Kreispokals der B-Schüler Tom Schäfer, Lion Biedenkopf und Joey Weeke heraus. Erwähnt wurde vom Jugendleiter der Besuch der deutschen Meisterschaft in Wetzlar.

Von 41 Übungsstunden der Frauengymnastik konnte Spartenleiterin Sigrid Ruppel berichten. Hierbei standen neben der Gymnastik noch Schwimmen und Wandern auf dem Programm. Traditionell gab es einen geselligen Jahresabschluss und ein Heringsessen. Ihr Dank galt Sandra Erdmann für die Leitung der jüngeren Gymnastikdamen. Die in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule mit derzeit 14 Teilnehmern durchgeführte Männergymnastik 50plus hatte zuvor Vorsitzender Karl-Ernst Lind erwähnt. Die von Wanderwart Manfred Lind geleitete Wanderabteilung führte ihre 37. EVG-Wanderung mit 473 Teilnehmern aus 33 EVG- und 10 IVV-Vereinen durch. Bei 22 Wanderveranstaltungen mit insgesamt 101 Teilnahmen ging der SSV bei den einzelnen EVG-Wanderveranstaltungen an den Start. Die 38. EVG-Wanderung in Lardenbach findet am 1. und 2. Juni 2019 auf dem Sportgelände statt.

Den Geschäftsbericht des 230 Mitglieder zählenden Vereins übermittelte anfangs Vereinsvorsitzender Karl-Ernst Lind nach dem Gedenken an die Verstorbenen Hans-Ferdinand Mölcher , Klaus Kratz, Karl Stöhr und Anneliesel Felsing . Er erwähnte den Besuch von verschiedenen Fachseminaren und Verbands- und Delegiertenversammlungen. Ein Schwerpunkt war die Sportplatzsanierung und die Reparatur und Sicherheitsabnahme der Flutlichtanlage. Erwähnung fanden die Wanderung und die Besuche der Altherrenfußballer im Oldtimer-Museum in Dannenrod und das Frikadellen-Essen in Weickartshain . Gut angenommen wurden die vereinseigene Sauna und zum Jahresausklang der Preisskat.

Dankbar zeigte sich Lind über die finanziellen und materiellen Zuwendungen der beiden regionalen Geldinstitute und dem damit verbundenen Gewinn des Vereinsautos. Dankesworte gab es weiterhin für alle Spender, Übungsleiter und die weiteren tatkräftigen Unterstützer. Nach den Informationen zur Datenschutzgrundverordnung und zum Förderprogramm „ VereinsLiebe “ informierte Rechnerin Ingrid Reinert über die Vereinsfinanzen. Dem Bericht der Kassenprüferinnen Helma Berg und Karina Böcher folgte die Vorstandsentlastung und die Wahl von Gerhard Pernak zum neuen Kassenprüfer.

Für seine 40-jährige Mitgliedschaft wurde Peter Swoboda mit Urkunde und Vereinsnadel ausgezeichnete. 50 Jahre im Verein sind Erna Hassinger und Brunhilde Schwanke, sowie die nicht anwesenden Annita Schmidt, Rudi Schön und Ulrich Schwanke. Ihnen wird wie den entschuldigten 25-jährigen Jubilaren Michéle Frank, Vanessa Janczyk und Philipp Schombert die Ehrung nachgereicht.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
15. März 2019

JHV Obstbau- und Kelterverein

Mit jeweils einstimmigen Voten wurden in der Mitgliederversammlung die seitherigen Vorstandsmitglieder des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen in ihren Ämtern bestätigt. Somit bleibt Werner Frank Vereinsvorsitzender und Christian Ruppel dessen Stellvertreter. Weiter im Amt bleiben Rechner Michéle Frank und Schriftführer Thorsten Herdejost. Beisitzer sind Marco Biedenkopf und Uwe Hartmann.

Dem Totengedenken an den Ehrenvorsitzenden Hans-Ferdinand Mölcher und die Mitglieder Reinhard Werner und Klaus Kratz folgte der Jahresbericht von Werner Frank. Er berichtete dabei vom Ausschneiden von Obstbäumen, der Inbetriebnahme der neuen Pasteurisierungsanlage und dem Keltern mit dem Kindergarten Lardenbach. Durch die Anschaffung der Saftanlage konnte eine Steigerung bei der Nutzung der Kelteranlage erreicht werden. So wurden von 41 Mitgliedern 11.500 Liter und von 75 Nichtmitgliedern 14.500 Liter Saft erzeugt. Von dem vom Verein selbst produzierten Apfelsaft steht noch ein Teil zum Verkauf zur Verfügung. Interessenten können den Vereinsvorsitzenden ansprechen.

Durchgeführt wurde von einigen Vorstandsmitgliedern die Kelterreinigung. Eine Beteiligung gab es mit dem Anbieten von Heißgetränken und Fettebroten am Lardenbacher Adventstreff. Erwähnt wurde der Besuch der Feuerwehrhaus-Einweihung, die Nutzung des Vertikutierers und des Schlegelmähers. Frank dankte besonders dem für das Keltern von Nichtmitgliedern zuständigen Keltermeister Dieter Langohr. Für diesen muss für die neue Keltersaison jedoch ein Nachfolger gefunden werden. Sein Dank galt weiterhin allen weiteren tatkräftigen Vereinsmitgliedern für ihr Wirken. Dem Kassenbericht von Michéle Frank und dem Antrag der Kassenprüfer Andreas Ruppel und Michael Ruppel erfolgte die Wahl von Gerhard Pernak als neuen Kassenprüfer. Volle Zustimmung fand der Vorschlag einen neuen Muser anzuschaffen.

(Karl-Ernst Lind)

 
09. März 2019

Jagdgenossenschaft Stockhausen/Klein-Eichen

Erstmals versammelte sich die Jagdgenossenschaft Stockhausen und Klein-Eichen in Lardenbach im Gasthaus Dietz zur Jahreshauptversammlung. Eingeladen hatte Jagdvorsteher Jürgen Biedenkapp. Er begrüßte die 19 Jagdgenossen aus den beiden Dörfern. Somit waren an diesem Abend "248 ha" anwesend. Besser gesagt die Landbesitzer waren vor Ort.

Jagdvorsteher Biedenkapp berichtete vom vergangenen ruhigen Jahresverlauf. Wie üblich sind wieder mehrere Tonnen Schotter auf Feldwege verteilt worden. Und wie üblich beteiligte sich auch die Stadt Grünberg an diesen Kosten. In Stockhausen wurden 40 Tonnen Schotter verteilt. Dagegen ist im vergangenen Jahr in der Klein-Eichener Gemarkung kein Schotter ausgebracht worden.

Im Sommer letzten Jahres hatten die Jagdgenossen einen Tagesausflug nach Wein am Stein bei Würzburg unternommen. Der Besuch des dortigen Weingutes war der Höhepunkt des Tages. Allerdings gab Biedenkapp zu verstehen, dass nur Stockhäuser diese Fahrt mitgemacht haben. Und aus Klein-Eichen leider niemand bereit war sich anzuschließen. Aber trotzdem musste die Klein-Eichener Genossen-Kasse einen Anteil der Kosten übernehmen.

Im Oktober veranstalteten die Jagdgenossen einen Grenzgang in der Stockhäuser Gemarkung. Dabei wurde zwar der Grenze nicht konsequent gefolgt, jedoch besuchte man die Windräder im Grünberger Stadtwald nahe Weickartshain. Hierbei ging es um die Frage, ob diese technischen Einrichtungen mitten im Wald die Jagd beeinflussen. Weitere Ausführungen dazu unterließ der Jagdvorsteher.

Jagdpächter Udo Senczkowski legte die Jagdstrecke im Klein-Eichener Revier vor. Danach kamen 2 Füchse, 2 Marder, 3 Waschbären und 5 Rehe zur Strecke. Ein Reh wurde im Bereich des Buchholz auf der Sellnröder Straße von einem PKW erfasst. Helmut Nickel berichtete von den Zahlen aus Stockhausen. Vier Füchse wurden geschossen, zwei gefangen und zwei überfahren. Zwei Dachse sind in die Falle geraten. An Waschbären kamen 15 zur Strecke und Rehe 9 Stück. Beim Schwarzwild sind sieben Stück erlegt worden. Zwei Stück wurden als Fallwild gezählt.

Die Kassenberichte wurden von Kai Jochim für Stockhausen und Christian Loob für Klein-Eichen vorgetragen. Karl-Otto Bingmann und Jürgen Biedenkapp haben die Klein-Eichener Kasse geprüft. Timo Faust und Axel Roth taten dies für die Stockhäuser Kasse. Beide Kassen wurden anstandslos geführt. Auf Antrag stimmte die Versammlung einstimmig für die Entlastung des Vorstandes.

Der Jagdpachterlös wird auch in diesem Jahr zu einem großen Teil für weitere Feldweg-Schotterungen verwendet. Dann sollen auch wieder Klein-Eichener Wege bedacht werden. Zur Sprache kam auch eine evtl. Asphaltierung von Wegen. Dies kann aber nur in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung erfolgen. Ebenso gilt das für die Reinigung von Wasserläufen. Hier sollten aber auch die Ortsbeiräte aktiv werden.

Der nächste Tagesausflug steht Turnusgemäß im Jahr 2020 auf dem Programm. Wegen der Rückläufigen Teilnehmerzahl wird erwogen, solch einen Ausflug eventuell mit den Lardenbachern Jagdgenossen zusammen zu unternehmen. Hier wird der Vorstand aktiv werden. Der Termin für die Versammlung der Jagdgenossenschaft 2020 wird der 14. März sein.

Fotos

 
23. Februar 2019

Klein-Eichener Verein - Jahreshauptversammlung

Mit 15 Vereinsmitgliedern kamen am Samstag genau soviele zur Jahreshauptversammlung des Klein-Eichener Vereins, dass die Beschlußfähigkeit erreicht wurde. Erster Vorsitzender Marco Biedenkopf eröffnete die Versammlung im "Backhaus" und konnte gleich auch neue Mitglieder begrüßen. In seinem Bericht über die Vereinsaktivitäten im vergangenen Jahr erwähnte er die 7 Vorstandssitzungen bei denen die einzelnen Veranstaltungen organisiert wurden.

Die erste Feier im Jahr war wieder das Steinbruchsfest am "Vatertag". Mit dem Wetter und der Besucherzahl war man sehr zufrieden. Auf- und Abbau, sowie die Bewirtung funktionierten diesmal deutlich besser. Auch mit dem Grenzgrabenfest konnte man zufrieden sein. So war am Samstagabend die Live-Musik beim Publikum gut angekommen. Und der Sonntag war etwas besser besucht als im letzten Jahr. Die sonst übliche dritte Veranstaltung, "Weet in Flammen" im Dezember fiel dagegen erstmals in der Vereinsgeschichte aus. Krankheitsbedingter Personalmangel und vor allem das regnerische Wetter zwangen gerade zur Absage.

Vorsitzender Biedenkopf berichtete weiter von den Anschaffungen des Vereins. Diese waren fünf neue Bierzeltgarnituren, diverse elektrische Zubehörteile, Kaffeetassen und eine Sound- und Lichtanlage. Damit wird es dem Verein leichter fallen die Veranstaltungen entsprechend zu präsentieren. Seinen Dank sprach Biedenkopf nochmals allen Helfern und Gönnern aus die im vergangenen Jahr den Verein und die Veranstaltungen unterstützt haben.

Kassenwart Tom-Lucas Becker konnte in seinem Jahres-Resümee von einem erhöhten Kassenbestand berichten. Kassenprüfer Andreas Hallstein hatte mit Rüdiger Rippel eine anstandslose Kassenführung bestätigt. Und er stellte den Antrag auf Entlastung des gesamten Vorstandes. Hierüber gab die Versammlung die einstimmige Zusage ab. Die beiden Kassenprüfer werden auch die nächste Prüfung vornehmen.

Im Ausblick auf das Jahr 2019 standen die drei Veranstaltungen: Steinbruchfest am 30. Mai, Grenzgrabenfest am 7. und 8. September sowie "Weet in Flammen" am 7. Dezember. Allerdings wird das Grenzgrabenfest noch in Frage gestellt. Nach der Absage der Musikgruppe für den Termin im September, muss eine neue Programmgestaltung überlegt werden.

Der Verein wird sich weiterhin um die Mitgliedergewinnung kümmern. Ebenso stehen immer die Aussprache über die möglichen Investitionen des Vereins für das Dorf im Mittelpunkt. Von den Ausstattungen des Vereins können auch die Vereinsmitglieder profitieren. So können Tische und Bänke oder auch das Zelt gegen ein Entgelt ausgeliehen werden.

Auch nach Beendigung der Jahreshauptversammlung des Klein-Eichener Vereins blieb eine Runde im "Backhaus" versammelt und diskutierte über das Dorfleben im Gegensatz zum Stadtdasein. Worüber man von der Imkerei auf die Schweinezucht kam. Bis dann der Vorteil des Wohnklimas in Fachwerkhäusern den Abend beschloss.

Fotos

 
18. Januar 2019

Wo "Amigo" Karl-Heinz das Tor nur selten traf

Lardenbach und Klein-Eichen gehören zusammen und können stolz sein auf einen Promi, der zwar nicht als Fußballer, aber auf einem anderen Gebiet viele Erfolge feiert. So beginnt eine weitere Folge der wöchentlich in der Gießener Allgemeinen erscheinenden Serie "von oben" in der die Zeitung Luftbildaufnahmen von Manfred Henß veröffentlicht und dazu Geschichten jeweils eines Ortes aus dem Landkreis Gießen stellt. Thomas Brückner schrieb nun über Lardenbach und Klein-Eichen:

Lardenbach und Klein-Eichen sind seit jeher Nachbarn. Nur von einem Grenzgraben getrennt, ging die Bebauung vor Jahrhunderten schon ineinander über. Längst machen auch (fast) alle Vereine und seit 2007 sogar die Aktiven der Feuerwehr – die erste Fusion im Kreis! – gemeinsame Sache: Die Dörfer gehören einfach zusammen. Nur, politisch waren und sind sie bis heute getrennt. Und so hat der mit 234 Einwohnern kleinste Stadtteil Grünbergs, eben Klein-Eichen, bis heute seinen eigenen Ortsbeirat.

Diener zweier Herrschaften
 Lardenbach zählt immerhin rund 430 Bewohner. Vor allem ist es doppelt so alt wie das Nachbardorf. Die Ersterwähnung reicht ins Jahr 706 zurück. Was 1976 und 2001 Anlass für große Feiern bot. Klar, dass auch die Klein-Eichener mitfeierten, vergessen waren da längst die Animositäten, die in den 1950ern noch die Fusion der Feuerwehren verhindert hatten.
Die Grenzziehung hat – wen wundert’s – auch hier mit den Herrschaftsverhältnissen zu tun: Klein-Eichen unterstand bis zur Mediatisierung 1806 den Riedesel, jenem Adelsgeschlecht, das bei uns durch seine Besitzungen in Lauterbach bekannt ist. Die Nachbarn dagegen gehörten zur Grafschaft Solms-Laubach.

Karl-Ernst Lind darf zurecht als Dorfchronist bezeichnet werden. Erwähnt seien nur die gemeinsam mit Klein-Eichens Ortsvorsteher Werner Zimmer verfassten historischen Bildbände. Was seine enge Bindung ans Heimatdorf belegt, sind nicht zuletzt seine Ehrenämter. »Beide Dörfer«, unterstreicht der Mittsechziger, »stehen für ein hohes Maß an Gemeinsinn, ihre Bewohner packen’s an.« Beispiele sind der Bau der Grillhütte und der Friedhofshalle oder die Eigenleistungen, als vor gut 25 Jahren das gemeinsame Bürgerhaus errichtet wurde.
Nicht zu vergessen das Engagement für die Dorferneuerung, wofür an dieser Stelle nur der schön gestaltete Platz an Klein-Eichens Kirche genannt sei.

Freunde aus Lehenrotte
Der Einsatz fürs Gemeinwohl hat Tradition, reicht weit zurück: 1657 erbauten die damals gerade mal 22 Lardenbacher fast aus eigener Kraft heraus ein neues Gotteshaus. Die Ausgaben bei der Einweihung, beklagte freilich der Pfarrer, machten einen nicht unerheblichen Anteil der Gesamtkosten aus. Gefeiert wird noch heute, wenn auch mit anderen Relationen (Gegenteiliges zumindest ist nicht bekannt).

Lind, lange Jahre Wehrführer, kommt nun auf die bereits 56 Jahre alte Feuerwehr-Partnerschaft mit Lehenrotte in Österreich zu sprechen. »EU-weit einmalig.« Wie es dazu kam: Die Lardenbacher Wettkampfgruppe – später machte sie mit allein dreimal Gold bei Feuerwehrolympiaden von sich reden – startete 1963 in Bonn. »Nach einem Schiffsunglück auf dem Rhein wurden zwei Kameraden als vermisst gemeldet. Auf der Suche lernten Helmut Felsing und Burkhard Horst zwei Blauröcke aus Lehenrotte kennen.« Bald darauf besuchten sie die neuen Freunde. »Bei ihrer Ankunft landete ein Hubschrauber, wegen eines Notfalls. Einige Österreicher aber meinten: ›Do schau her, die Deutschen kommen‹.«

Grenzgrabenfest lange ein Geheimtipp
Weniger erfolgreich als die Feuerwehr-Olympioniken waren die Fußballer vom SSV Lardenbach/Klein-Eichen. Was übrigens nicht am Sportplatz lag: Auf dem klaffte eines Tages ein drei Meter tiefes Loch. Zum Glück weder in der ersten, zweiten, noch dritten Halbzeit. Ein Stolleneinbruch, kickte und kickt man doch noch heute auf dem Gelände einer alten Eisenerz-Grube. Bis in die 1940er sorgte der Bergbau auch rund im diese Dörfer für Lohn und Brot.

Wie Lind nun einräumt, schaffte der SSV auch mit einem gewissen Karl-Heinz Ulrich nicht den Aufstieg aus der B-Klasse. Der nämlich traf in zwölf Spielen nur zweimal. Der heute weithin bekannte Musiker wohnte damals in Lardenbach, trat mit seinen »Amigos« noch bis vor wenigen Jahren beim »Grenzgrabenfest« auf – so lange, bis der Geheimtipp nicht mehr geheim war. Wie das? Der verstorbene Band-Mitgründer Günter Zimmer kam aus Klein-Eichen.
Wie treffsicher jener Pastor war, den seine Mitspieler aus dem Gottesdienst weg zum Auswärtsspiel abholte, kann der heutige SSV-Vorsitzende Lind nicht sagen. Nur, dass Herr Pastor das Trikot vorsorglich schon unterm Talar getragen hatte.
Dörfliches Leben und auch die Infrastruktur sind in beiden Gemeinden noch weitgehend intakt. Dafür stehen die vielen Vereine, auch gibt es noch eine Gastwirtschaft, einige Betriebe und sogar eine Metzgerei mit dem überaus passenden Namen Kielbassa (poln. Wurst). Nur gut, dass die fernab vom Festplatz situiert ist. So konnte der Geruch nach leckerem Presskopp und Fleischkäse nicht in die Nase jenes Löwen gelangen, der dort 1989/90 mit seinem Zirkus überwinterte. Gut gebrüllt hat er trotzdem.

(tb/gaz)

Fotos

 
15. Februar 2019

Hauptversammlung "Eintracht"

Nach eingehender Diskussion beschlossen die anwesenden Vereinsmitglieder des Männergesangvereins Lardenbach/Klein-Eichen bei der Jahreshauptversammlung, den Hessischen Sängerbund zum Jahresende 2019 zu verlassen. Zur Entscheidung trug auch der als zu hoch empfundene Sängerbund-Beitrag und eine doch erkennbare fehlende Unterstützung der Gesangvereine durch den Sängerbund bei. Mit Blick auf den notwendigen Versicherungsschutz der Vereinsmitglieder wird sich der Vorstand zeitnah um eine Lösung bemühen.

Zu Versammlungsbeginn erstattete Vereinsvorsitzender Wilhelm Rummelsberger den Jahresbericht. Er erwähnte dabei mit dem Frühlingsfest, dem Dorfsingen, dem Hasenpflug’schen Chortreffen und dem Adventssingen die eigenen Veranstaltungen.
Auftritte für den Männer- und gemischten Chor gab es zudem beim Singen im Seniorenheim Grünberg, beim Frühlingsfest in Weickartshain sowie in Freienseen beim Liederabend, beim Dorfsingen und beim Seenbachtaltreffen. Zu den insgesamt 13 Auftritten mit Chorleiter Ottmar Hasenpflug und einem Auftritt mit Chorleiterin Minette Kraft gehörten drei Nachrufsingen und drei Ständchen-Singen.

Alle 33 Singstunden wurden von Hans-Joachim Siebel und Bernhard Sauer besucht. Lediglich einmal fehlten Waltraud Berkenkamp, Reiner Roth und Dieter Bergerhausen. Abschließend nannte Rummelsberger für die derzeit 26 aktiven Sangesfreunde die anstehenden Termine für 2019. Mit dem Frühlingsfest am 20. Juni, dem Dorfsingen am 18. August, einem Herbstkonzert und dem Adventskonzert wird es auch eigene Veranstaltungen geben.

Den Berichten des Kassenwartes Hans-Joachim Siebel und der Kassenprüfer Lothar Pleik und Ursula Schombert folgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes. Nachfolger für Kassenprüferin Schombert wird für die nächsten zwei Jahre Bernhard Sauer. Mit der Beschaffung einer neuen einheitlichen Sangeskleidung werden sich in Absprache mit dem Vorstand zwei Frauen des gemischten Chores beschäftigen. Angeregt wurde eine Ausflugsfahrt, nach Möglichkeit mit einem öffentlichen Auftritt des Männer- und des gemischten Chores.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
23. Januar 2019

hr3 Umwelthelden

Der Frankfurter Radiosender hr3 hat eine Aktion gestartet und will gemeinsam mit seinen Hörern versuchen, ein bisschen umweltbewusster zu leben. Der Sender sucht engagierte Menschen zu diesem Thema. Die sollen erzählen, was sie unternehmen, um die Welt zu retten!

Es gibt so viele kleine und große Dinge, meint nicht nur die hr-Redaktion, die wir in unserem Alltag machen können, um die Umwelt zu schützen: mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, kompostierbare Kaffeefilter benutzen, auf Wattepads verzichten oder mit dem Jutebeutel zum Einkaufen gehen.

Ab Januar reisen die hr3 Umweltreporter durch ganz Hessen, um Umwelthelden zu besuchen und ins hr3 Heldenteam aufzunehmen. Ganz egal, ob die Hörer sich in der Familie, in einem Verein oder für ein spezielles Umwelt-Projekt engagiert: Allen Umwelthelden, die von den Umweltreporter besucht werden, bekommen einen Umweltbonus in Höhe von 500 Euro für Ihre Projekte.

Heike aus Klein-Eichen hat zehn Hühner aus der Massentierhaltung gerettet. Die armen Tiere haben vorher zu Tausenden auf engem Raum gelebt – und als sie nicht mehr genug Eier gelegt haben, sollten sie geschlachtet werden. Dank Heike blieb ihnen dieses Schicksal erspart und sie genießen jetzt ein schönes Leben mit viel Platz!

Gesendet wurde der Beitrag u. a. am Mittwochabend.

(hr3)

Fotos

 
12. Januar 2019

Mitgliederversammlung der Feuerwehr Lardenbach/Klein-Eichen

Am Samstag fand die Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach/Klein-Eichen im Saal des Gasthauses Dietz statt. Ganze 56 Mitglieder nahmen an der Sitzung teil. Auf der Tagesordnung standen 13 Punkte die aber durch Verschiebung und eines neuen Punktes gleich zu Beginn der Sitzung angepasst wurden.

Vereinsvorsitzende Vanessa Janczyk eröffnete die Sitzung und bat die Versammlung sich zur Totenehrung zu erheben. Der Verein der Freiwilligen Feuerwehr besteht z. Zt. aus 248 Mitglieder. In ihrem Jahresrückblick berichtete die Vorsitzende auch von acht Vorstandssitzungen. Ein weiteres Thema war die Sanierung des Gerätehauses. Ebenso wie die Ankündigung der Fahrt zum 125jährigen Jubiläum der Feuerwehr in Lehenrotte.

Für die Einsatzgruppe blickte Wehrführer Christian Dittrich auf das vergangene Jahr zurück. Die Feuerwehr hatte 12 Einsätze. Unter anderem ging es dabei um einen Verkehrsunfall, Einsätze in Queckborn, Stockhausen, Stangenrod, Grünberg und Seenbrücke bei Bränden. In Klein-Eichen war die Wehr drei mal im Einsatz. Allerdings waren davon zwei ein Fehlalarm. Erfreulich sei, dass im vergangenen Jahr zwei Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen wurden. Außerdem schloss Tom-Lucas Becker erfolgreich den Gruppenführerlehrgang ab.

Der Umbau des Gerätehauses war auch für die Einsatzgruppe mit viel Arbeit verbunden. Ganz alleine in Eigenleistung kamen so für die Freiwilligen unzählige Stunden zusammen. Aus den Reihen der derzeit 27 Einsatzkräfte (16 Atemschutzgeräteträger) mussten auch noch Lehrgänge absolviert werden. Wobei sich der Wehrführer etwas mehr Pflichtbewußtsein bei den Atemschutzgeräteträgern wünschte.

Im neuen Tagesordnungspunkt wurde für den Feuerwehrausschuss Matthias Müller vorgeschlagen und gewählt. Es folgten die Berichte des Jugendfeuerwehrwartes Simon Repp und die Ausführungen der Altersabteilung von Karlheinz Erdmann.

Beförderungen innerhalb der Einsatzgruppe durch Wehrführer Christian Dittrich und dem Bürgermeister mit Stadtbrandinspektor erfuhren die Feuerwehrkameraden Tom-Lucas Becker (Löschmeister), Jan Passinger und Nick Böcher (Feuerwehrmannanwärter).

Da Bürgermeister Frank Ide den langjährigen Stadtbrandinspektor Lothar Theis auf dessen "Abschiedstour" zu gleich drei Jahreshauptversammlungen der Großgemeinde begleitete, haben die Beiden ihre Grußworte vorab gehalten. Nach 15 Jahren wird Lothar Theis im April sein Amt niederlegen.

Kassenverwalter Reiner Felsing musste über ein Defizit bei der Summe der Ein- und Ausgaben informieren. Hier spielte auch der Umbau des Gerätehauses eine Rolle. Auf Antrag der Kassenprüfer erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig die Entlastung. Zum neuen Kassenprüfer wurde Michèl Frank gewählt.

Die Ehrung langjähriger Mitglieder durch die Vereinsvorsitzende konnte lediglich Alfred Hammerschick an diesem Abend entgegen nehmen. Weitere Auszuzeichnende waren nicht erschienen.

Grußworte von den Ortsvorstehern Jürgen Hofmann und Werner Zimmer folgten gegen Ende der Jahreshauptversammlung.

Ein Antrag zur Beitragsfreistellung für über 75 Jahre alte Mitglieder wurde deutlich abgelehnt. Vielmehr wurde die Auffassung vertreten, dass ein Jahresbeitrag von 7 Euro nicht gerade viel sei. Und außerdem werde das Geld benötigt, weil die Ausstattung der Schulungsräume sowie die Anschaffung eines neuen Mannschafttransportfahrzeuges die Kasse erheblich belasten wird.

Das Singen des Deutschen Feuerwehrliedes und das traditionelle Essen auf Kosten des Vereins beendeten die Sitzung.

Fotos

 

 

back top next