31. Mai 2018

Maifest des MGV

Eher nicht musikalisch, sondern mehr genüsslich sollte es am Fronleichnamstag beim Feiern des Männergesangvereins „Eintracht“ Lardenbach/Klein-Eichen zugehen. Das erhoffte schöne Wetter hielt nur bis kurz nach Mittag. Bis dahin konnten die Sängerinnen und Sänger des Grünberger Stadtteilvereins allen Gästen vor der Grillhütte am Lardenbacher Steinbruch „Am Hilgesberg“ einige Leckerbissen vom Grill bieten.

Leider wurde ein Großteil der Besucher von aufziehenden dunklen Wolken vertrieben. Das vermeintliche Unwetter zog aber hinter dem Fortwald vorbei. Und außer einem kurzen, starken Wind und wenigen Tropfen passierte nichts. Und die Unerschrockenen verbliebenen Gäste konnten weiter zusammen den Rat halten.

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26. Mai 2018

Historienspiel - 1000 Jahre Eichen

Die Erwartungen in das Historienspiel zur 1000-Jahr-Feier wurden voll erfüllt. Gut 400 Gäste und Besucher aus Groß-Eichen und Nachbarorten hatten am Wochenende viel Spaß mit dem Stück aus der Feder von Pfarrerin Kerstin Kiehl. Es kam immer wieder zu spontanem Applaus. Szenen führten unter anderem ins Reich der Germanen und die Domstadt Mainz, als Erzbischof Erkenbald den Priester Johannes in den Vogelsberg sandte.

Es ging aber auch um die Riedesel, die Reformation, den Aufstand im Vogelsberg und den Kirchenneubau 1746. Zu den Klängen der Ouvertüre aus »Wilhelm Tell« startete die Zeitreise. Die Handlung beginnt zur Zeit der alten Germanen, als der Vogelsberg noch dicht bewaldet war und die Zuschauer wurden mitgenommen in den Alltag der damaligen Bewohner der Waldsiedlung »bey den Eychen«. Die geringe Besucherresonanz des Waldfestes am Sonnentag lässt den Druiden über die Missstände klagen, er sehnt sich nach Veränderung und frischen Wind.

In dieser Situation kommen die ersten Missionare gerade recht und die Bewohner der Waldsiedlung treten geschlossen zum christlichen Glauben über. Bonifatius wird einige Zeit später mit seinen Mitstreitern Sturmius und Gracius auf dem Weg zum Taufstein am Versammlungsplatz der Waldsiedlung eine Pause einlegen und dabei allerlei Neues über den Vogelsberg erfahren. Bonifatius: »Oh, was für ein fürchterliches Land. Sagt an, wie kann man leben in so viel Wald und mit so viel Holz? So viel Bäume kann ich gar nicht fällen, wie es gibt hier in Birdsmountain.«

Weiter geht es Amtszimmer des Erzbischofs Erkenbald in Mainz am Rhein. Er ist unzufrieden mit dem schlechten Filialnetz seiner Kirche im Vogelsberg und die mangelnde Bereitschaft des geistlichen Nachwuchses, eine Pfarrstelle auf dem Land zu übernehmen. Deshalb wird Bruder Johannes – ob er will oder nicht – zur Waldsiedlung »bey den Eychen« entsendet. Erkenbald: »Ach, diese jungen Leute! Alle wollen sie in die Stadt, keiner will aufs Land!« Johannes murrt: »Ich bin nicht für das Landleben geschaffen. Und dann noch der Vogelsberg: Wisst ihr, wie es dort zugeht? Die Sommer sind kurz, die Winter lang und kalt. Das Obst braucht an den Bäumen zwei Jahre, um zu reifen. Die Menschen sind dickköpfig und man versteht ihre Sprache nicht.«

Bald erhalten die Dorfbewohner die schöne Nachricht, dass der Erzbischof den Bau einer Kapelle auf der Waldlichtung genehmigt hat und nach der Fertigstellung selbst die Weihe vornehmen wird.

Sprung in die Reformationszeit: Dorfschultheiß Hans unterhält sich mit Schullehrer Georg über die Auswirkungen des Gedankenguts Martin Luthers. Eine Revolution bahnt sich an und nimmt ihren Lauf....

In den folgenden Jahrhunderten haben die Bewohner viel erlebt: politische Wirren, Krieg, Krankheiten und Dürren, aber immer wieder auch freudige Ereignisse. Man schreibt das Jahr 1745, die alte Kapelle aus dem 12. Jahrhundert ist baufällig und es wird ein Kirchenneubau geplant, der 1747 vollendet wird. Pläne für einen Neubau müssen bereits sehr viel früher existiert haben. Die Mittel der Landesherren waren knapp, und so musste auch in Groß-Eichen der Neubau zum größten Teil durch Spenden und Kollektensammlungen finanziert werden.

Bald nach der Weihe der Kirche, im Jahr 1806, wurde Groß-Eichen endgültig hessisch, die Riedesel verloren auch die kirchliche Herrschaft. Eine neue Zeit begann.

Man dann schreibt das Jahr 2018 und Frieda tritt auf: »Ach hallo! Ja, hier auf dem Friedhof trifft man sich!« Emma: »Ei, wo denn auch sonst? Kneipen gibt es hier ja keine mehr, und in die Kirche gehen auch immer die gleichen Leute.« Frieda: »Ja, ja, alles ist anders geworden. Jeder macht nur noch so seins. Aber schaut mal, unsere Kirche fängt auch an zu bröckeln und der Turm ist verhüllt.« Emma: »Sie stand ja die letzten Jahre und Jahrhunderte ganz gut da. Aber jetzt bröckelt nicht nur der Turm, sondern auch die Orgel ist ausgezogen.« Gretel: »Aber sag mal, wusstet ihr, dass es uns schon 1000 Jahre gibt?« Emma: »Wie? Dich? Dafür hast du dich aber gut gehalten!« Frieda: »Siehste, ich habe mich schon gewundert, aber man kriegt ja gar nicht mehr viel mit. Alles geht über Fahzebuck, Wards ab und Emil oder wie das neumodische Zeug alles heißt«.

Das große Finale wurde eingeläutet und die 22 Darsteller machten noch einmal Werbung für die kommenden Veranstaltungen der Feierlichkeiten 1000 Jahre Groß-Eichen. Das Publikum spendierte starken Applaus.

(gaz/sf)

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24. Mai 2018

Zu Gast beim Vfl Bochum

Zum Abschluss der Fußballsaison 2017/2018 wurden die E-Jugendfußballer der Jugendspielgemeinschaft Groß-Eichen, Sellnrod, Lardenbach/Klein-Eichen und Weickartshain mit einem Besuch beim Zweitligisten VfL Bochum 1848 belohnt. Zum Tagesprogramm gehörte eine vom Fanbeauftragten Dirk „Moppel“ Michalowski geleitete Besichtigung des Vonovia Ruhrstadions.

Zur Überraschung der Jugendlichen trafen sie im Kabinentrakt bei einem kurzen Gespräch auch auf dem Bochumer Trainer Robin Dutt. Bei dem anschließenden Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg unterstützten die Oberhessen im „Bobby-Block“ des Ruhrstadions dann lautstark den gastgebenden VfL Bochum. Beeindruckt von der Stadionatmosphäre und mit dem Dank an den VfL Bochum für einen abwechslungsreichen Tag traten die jungen Kicker dann wieder die Heimreise aus dem Ruhrpott nach Hessen an.

(Karl-Ernst Lind)

 
20. Mai 2018

Konfirmations-Jubiläum

Am Pfingstsonntag wurde in der Kirchengemeinde Groß-Eichen das Fest der Goldenen und der Diamantenen Konfirmation gefeiert. Wie z. Zt, durch die 1000 Jahre-Feierlichkeiten in aller Munde, gehörte vor 50 und 60 Jahren Klein-Eichen noch zum Kirchspiel Groß-Eichen. Vor 50 oder 60 Jahren war es auch ein Übergang, damals aus der Kindheit in die Zeit des Erwachsenenlebens. Dazwischen liegt eine lange Zeit. Vieles hat sich verändert, im eigenen Leben und in der Kirchengemeinde, so Pfarrerin Kerstin Kiehl im Festgottesdienst.

Sie sprach den Jubelkonfirmanden den erneuten Segen zu und alle erhielten eine Urkunde zur Erinnerung an diesen Tag. Zu den goldenen Konfirmanden zählten: Roswitha Becker (Schmerder), Birgit Schmidt (Bellof), Marita Hoderlein (Stamm), Anita Faust, Ottmar Ellrich und Manfred Bingel (li.) damals aus Klein-Eichen.

(ga/ja/Schütt-Frank)

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14. Mai 2018

Volksbank verschenkt 16 Ford Ka an Vereine

Ein vereinseigenes Auto für Fahrten zum Auswärtsspiel, für den Transport von Material, für Besorgungsfahrten der Dorfgemeinschaft, der Freiwilligen Feuerwehr oder des Kinderheims: Das wurde jetzt für 16 Vereine und soziale Initiativen im Geschäftsgebiet der Volksbank Mittelhessen Wirklichkeit.

Aus Anlass des 160-jährigen Jubiläums verloste die Bank live auf der Bühne in Wetzlar 16 Ford Ka im Wert von 12 500 Euro. Die Fahrzeuge gingen an Vereine, kirchliche oder soziale Einrichtungen, die gemeinnützig und Mitglied bei der Volksbank sind.

Zu den Gewinnern aus dem Landkreis Gießen zählen der Bowlingsportverein Pohlheim, der Dorfverein Muschenheim, der Fußball-Club Großen-Buseck, die Musik- und Kunstschule Grünberg, der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen, der Turnverein Watzenborn-Steinberg sowie der Verein zur Förderung des Basketballs in Wettenberg.

Am Montagabend war dann die offizielle Vorstellung des SSV-Ford am Helgenstock in Lardenbach. Zahlreiche Interessierte nahmen das neue Fahrzeug in Augenschein. Dazu gab es freie Getränke und eine Würstchen-Spende der Landmetzgerei Kielbassa.

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13. Mai 2018

Forellenessen beim ASV

Am Sonntag, kurz vor Mittag, begann das Fischerfest des ASV Seenbachtal an der Teichanlage zwischen Klein-Eichen und Ilsdorf. Wie all die Jahre besteht diese Aktion aus dem Verzehr von Forelle mit Sahnemeerrettich und Kartoffelsalat oder auch nur einem Würstchen vom Grill. Rund 120 Fischgerichte hat der Verein mittels Vorbestellung an die Gäste ausgegeben. Der größte Teil der Veranstaltung konnte noch vor Gewitter und Regen abgehalten werden.

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10. Mai 2018

Vatertag im Steinbruch

Die Meteorologen hatten für Christi Himmelfahrt eigentlich schlechtes Wetter vorhergesagt. Wer den Prognosen glaubte, dem entging aber ein schöner Frühlingstag im Klein-Eichener Steinbruch.

Der einzige Verein des Dorfes, K-E V, organisierte wieder die kleine Feier im Steinbruch auf dem Galgenberg. Und ganz im Sinne dieses Tages herrschte ein stetiges Kommen und Gehen. Viele Besucher waren auf ihrer Wanderschaft auch hier angekommen um zu rasten und sich zu stärken.

Dagegen gab es aber auch Gäste, die es sich den ganzen Tag an diesem schönen Plätzchen gemütlich machten. Der Klein-Eichener Verein ermöglichte das mit seinem Angebot an Getränken und Speisen Um die weitere Unterhaltung konnte jeder selber sorgen.

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10. Mai 2018

Himmelfahrtsgottesdienst

Zum alljährlichen Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt trafen sich auch diesmal wieder zahlreiche Gläubige aus dem Dekanat Grünberg Ost. Traditionsgemäß findet dieser Feiertagsgottesdienst für die Dekanatsgemeinden schon einige Jahrzehnte in Lardenbach statt. Nach den anfänglichen Durchführungen im Lardenbacher Steinbruch und dann später auf dem Sportgelände, wird er seit wenigen Jahren nunmehr auf der grünen Wiese vor der Kirche durchgeführt.

Die Gottesdienstgestaltung wird dabei abwechseln bzw. im Team von den einzelnen Seelsorgern vorgenommen. In diesem Jahr predigten die Lardenbacher Pfarrerin Cordula Michaelsen und die Groß-Eichener Pfarrerin Kerstin Kiehl über Christi Himmelfahrt aus dem Lukas-Evangelium.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von den Bläsern des Posaunenchores „Unterer Vogelsberges“ unter der Leitung von Uli Heitmann. Nach dem Gottesdienst stand bei einem gemütlichen Beisammensein für die Anwesenden noch ein von einigen Besuchern vorbereitetes Mitbring-Buffet zur Verfügung.

(Karl-Ernst Lind)

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30. April 2018

1000 Jahre Groß-Eichen - Eröffnung der Feierlichkeiten

An der Lokomotive steht er, der erste Maibaum in Groß-Eichen. Stolze 17 Meter ist er hoch. Der Kranz wurde von den Mitgliedern des Festausschusses zur 1000-Jahr-Feier gebunden. Er wird bis zum Erntedankfest stehen bleiben. Schirmherrin der Jubiläumsfeier und Pfarrerin Kerstin Kiehl eröffnete am Montagabend die erste Veranstaltung zum großen, runden Geburtstag. Nach zwei Jahren der Vorbereitungen geht es nun los.

»Dieses Jubiläum gibt uns Anlass, dankbar in die Vergangenheit zu schauen, besondere Daten und Ereignisse der Geschichte der drei damals bestehenden Siedlungen Großeneychen, Klein-Eychen und Weniger-Eychen zu beleuchten und stolz sein zu dürfen auf alte und bewährte Traditionen. Auf der anderen Seite gilt es mutig und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen und für künftige Generationen Grundlagen zu schaffen, auf denen Neues entstehen und wachsen kann«, stellte Pfarrerin Kiehl in ihrer Ansprache in Aussicht.

Wer hätte damals geahnt, dass die Weihe einer kleinen Kapelle »ad Quercus« (bey den Eychen) durch den Mainzer Erzbischof Erkenbald, dessen Amtszeit von 1011 bis 1021 dauerte, noch 1000 Jahre später eine solch grundlegende Bedeutung haben würde, fragte Kiehl in die Runde der Festversammlung. Die alte Kapelle stand nach Angaben von Kiehl vermutlich in der Nähe der heutigen Pfarrkirche, gesäumt von mächtigen Eichenbäumen. 1745 sei sie wegen Baufälligkeit abgerissen und 1746/47 durch die heutige Pfarrkirche ersetzt worden.

Die Menschen hätten in 1000 Jahren Strukturen entwickelt, mit denen viele Generationen gelebt und gearbeitet hätten. Aus der Kirchengeschichte sei eine 1000-jährige Dorfgeschichte erwachsen. »Mit allen Feiern und Veranstaltungen zum Jubiläum sollen Beiträge geleistet werden, dass die Kirchengemeinde, alle vor Ort im ökumenischen Miteinander verbundenen Konfessionen und Bekenntnisse und alle politischen Gremien, Vereine und Verbände auch in Zukunft zusammenstehen und mit allen ihren Traditionen weiter wachsen, blühen und gedeihen«, unterstrich Kiehl. Dann wurde der gewaltige Maibaum hochgehievt und fest im Loch verankert.

(Landrat Manfred Görig richtete ebenso Grußworte an die Groß-Eichener.)

»Nun bin ich mal gerade vier Wochen im Amt und kann bei solch einem Geburtstag ein Grußwort sprechen, wie ist das noch zu toppen«, leitete Bürgermeister Andreas Sommer sein Grußwort ein. »Was mag wohl in den zehn Jahrhunderten alles passiert sein«, sinnierte der Bürgermeister. Das sei immerhin eine Zeitspanne über rund 20 Generationen. Wie mag es mal ausgesehen haben im Ort, denn es habe Krieg und Leid gegeben, Tod, Hunger und Elend, aber es sei auch getanzt worden, die Menschen seien fröhlich gewesen. Ehen seien geschlossen worden, Kinder geboren und diese Fülle der Ereignisse haben dazu beigetragen, das Dorf weiterzuentwickeln. Es sei ein lebendiger Gemeinschaftssinn entwickelt worden. Sommer erinnerte auch an eine Aktion zum Jubiläum bei Eiseskälte: Vor Wochen wurden schon Eichbäume gepflanzt.

Ortsvorsteherin Petra Grün meinte, dass sich ein 1000. Geburtstag doch von anderen runden Geburtstagen abhebe. Viele Generationen hätten an der Dorfgeschichte mitgeschrieben, berühmte Bürger, einfache Bürger ihren Teil dazu geleistet. Es habe harte Zeiten und wieder Aufschwung gegeben. Das Dorf sei gewachsen, und man fühle sich mit seiner Heimat verbunden und habe eine emotionelle Verbindung zu dem Ort. Sie dankte dem Organisations-Teams und besonders Jenni Schomber als Festausschussvorsitzender.

Jenni Schomber freute sich ihrerseits, dass für den Anlass des Maibaumstellens so viele Gäste gekommen waren und lud dann zum Fassbieranstich ins Zelt auf dem Schulhof ein.
Als Schirmherrin oblag es Pfarrerin Kerstin Kiehl das Fass anzuschlagen, und Edgar Müller von der Licher Brauerei stand ihr zur Seite. Bei feiner Tanzmusik der Gruppe »Halb 6« verbrachte man einen tollen Eröffnungsabend.

(gaz/sf)

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06. Mai 2018

Alt-Herren Fußballer unterwegs

Ein besonderes Erlebnis war für die ehemaligen Altherrenfußballer des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen kürzlich der Besuch des Oldtimer-Museums in Homberg-Dannenrod. Für die Teilnehmer hieß es dabei in die Welt der eigenen Kinder- und Jugendzeit einzutauchen. So gab es bei der Führung durch Karl-Heinz Pfeffer viele Erinnerungen an die zum Teil noch selbst miterlebte Vergangenheit. Großes Interesse fanden neben den zahlreichen Oldtimerautos, Zweirädern und Traktoren besonders auch die Ausstellungstücke aus dem alltäglichen Leben früherer Zeiten. Angetan waren die Besucher zudem von den mit originalen Werkzeugen eingerichteten Schmiede- und Schusterwerkstätten, sowie den selbstgebauten Seifenkisten.

Ansehen konnten sich die Grünberger Besucher das Schärfen von Sägeblättern, die Herstellung von Zigarren und alle notwendigen Gerätschaften für die Hausschlachtung. Als sein besonderes Schmuckstück präsentierte Museumsführer Pfeffer das von ihm nachgebaute einzigartige Automobil, das bei zahlreichen Ausstellung und Festzügen stets als Höhepunkt ankommt. Nach der begeisterten Führung durch die zwei Hallen traf sich die Besuchergruppe dann im Vereinsheim der Oldtimer-Freunde Ohmtal „Glühkopf“. Dort nahm man zusammen mit dem Museumsführer und dem Vereinsvorsitzenden Werner Röhrig eine deftige Mahlzeit mit oberhessischer Wurst und entsprechenden Getränken ein.

(Karl-Ernst Lind)

 
21. April 2018

Zukunftsforschung schwieriges Terrain

Leserbrief zum Leserbrief vom 07.04.2018 im Gießener Anzeiger:

Allein aus Einwohnerstatistiken lassen sich keine Prognosen über die künftige demografische Entwicklung in Dörfern des Landkreises herleiten. Das Leben in ländlich geprägten Orten mag idyllisch sein, aber nur dann, wenn im näheren Bereich adäquate Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Für den Wissenschaftler der Kreisverwaltung, der sich mit der Demografie im Landkreis befasst, trifft es in seinem Wohnort offensichtlich zu. Als SPD-Vorsitzender von Lich dürfte er auch wissen, dass Zukunftsforschung keine praktizierte Wirtschaftsförderung ist.

Vor einem Jahr wurden von ihm die demografischen Probleme im östlichen Kreisgebiet interpretiert. Mit theoretisch möglicher Zuwanderung - ohne eine neue Schaffung passender Arbeitsplätze - lässt sich die dort festgestellte Abwanderung nicht umkehren. Wenn die Infrastruktur vor Ort rückläufig ist und Nachfolgeprobleme bei den Selbstständigen häufig auftreten, werden städtische Metropolen weiteren Zuzug aus ländlichen Gebieten bekommen - trotz der schwierigen Lage auf dem Wohnungsmarkt.

Bernd Strauch, Gießen

 
08. April 2018

Erstkommunion in Laubach

Zur ersten heiligen Kommunion gingen am weißen Sonntag fünf Mädchen und Jungen der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Elisabeth in Laubach. Gemeinsam mit Pfarrer Clemens Wunderle, Diakon Hans Joachim Schaaf und Gemeindereferentin Tanja Mohr gestalteten sie den feierlichen Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche. Unter den Kommunionkinder aus Laubach und Wetterfeld war auch Daniel Wolf aus Klein-Eichen.

(hz/gedun)

 
07. April 2018

In Sachen Demografie - Fortsetzung

Zum Artikel im Gießener Anzeiger "In Sachen Demografie viel Grün im Landkreis Gießen" vom 10. März hatte Ortsvorsteher Werner Zimmer einen Leserbrief geschrieben, der dann auch am 24. März veröffentlicht wurde (siehe hierzu auch www.klein-eichen.de). Am 31. März nun ist im Gießener Anzeiger ein Antwort-Leserbrief von Frau Edith Schmidt aus Gießen erschienen. Dieser lautet:

"Der Leserbrief hat mal wieder gezeigt, dass sich vortrefflich über Zahlen streiten lässt. Da passen einem die Ergebnisse einer Analyse nicht und schon wird von einem unpersönlichen Zahlenwerk und von doch sehr subjektiven Einschätzungen zur Lebensqualität gesprochen.
Was ist denn bitteschön Lebensqualität? Wie attraktiv ist es, in einem kleinen Dörfchen zu leben, wo die jungen Leute wegziehen, wo es keine Läden mehr gibt und wo ich obendrein noch lange in die nächste größere Stadt brauche?
Ich habe das bei allen meinen drei Enkeln erlebt. Sie sind alle Anfang zwanzig aus der Nähe von Laubach weggezogen. Wenn ich dort wohnen würde, dann wäre ich jetzt ziemlich alleine und um meine Mobilität wäre es auch nicht gut bestellt. Ich begrüße die Ergebnisse von Herrn Dr. Neubert sehr, da endlich mal die Finger in die Wunde gelegt wird und das mit Zahlen belegt wird, was man doch schon lange spürt.
Ich hoffe, dass die Politik daraus etwas macht. Wenn Herr Werner Zimmers Antwort auf diese Herausforderung ist, emotionale Begriffe wie "Unpersönlichkeit" oder "Rückständigkeit von Lebensqualität" zu bedienen, dann wird er womöglich irgendwann der Letzte sein, der in seinem Dörfchen das Licht ausmacht."

Soweit Frau Edith Schmidt in ihrem Leserbrief zu "Schlechte Zukunftsaussichten". Das Thema geht aber noch weiter. Am 7. April veröffentlichte der Gießener Anzeiger nun die Gegenantwort darauf von Werner Zimmer:

Liebe Frau Schmidt, wie mir Herr Dr. Julien Neubert bei einem Telefongespräch versichert hat, hat er tatsächlich alle Ortschaften im Landkreis besucht um seine Studie zu erstellen. Das ist sehr anerkennenswert. Dies kam allerdings im Interview nicht zur Sprache. Zahlen wurden darin als Grundlage seiner Arbeit genannt. Wenn Herr Dr. Neubert hier vor Ort richtig recherchiert hätte, dann hätte er den rund 230 Einwohner Klein-Eichens noch die ca. 380 Einwohner aus Lardenbach dazurechnen können. Damit wären 610 Einwohner nach seiner eigenen Rechnung nicht mehr im roten Bereich. Denn das Dorfleben der direkt aneinander liegenden Orte funktioniert praktisch wie eine Einheit.
Natürlich ist Lebensqualität eine subjektive Einschätzung. In einem kleinen Dörfchen zu leben ist für mich ganz toll! Die Probleme die es landauf landab gibt will ich nicht wegdiskutieren. Direkt vor Ort gibt es nicht sehr viele Arbeitsplätze. Junge Leute ziehen weg. Einkaufen kann man aber wohl noch vor Ort. Und in Gießen bin ich in diesem Jahr noch nicht gewesen.
Die Ergebnisse von Dr. Neubert, die Zahlen die das Problem der Dörfer belegen, sind nicht nur schon lange zu spüren, sondern das sind Tatsachen die nicht nur den Dörfern im Vogelsberg das Leben schwer machen. Jedoch bleibt zu hoffen, dass nicht alle Menschen die Flucht aus den Dörfern ergreifen. Vielmehr sollten Initiativen ergriffen werden um vielen das Bleiben attraktiver zu machen.
Nicht nur die Politik ist gefragt. Vielmehr ist es die Herausforderung für jeden Einzelnen etwas zu tun um die Dörfer lebenswert zu erhalten. Emotional würde es mich sehr treffen hier im Dorf als letzter das Licht aus zu machen. Aber das wird nicht passieren. Weil die Menschen auf den Dörfern nicht unpersönlich und nicht rückständig sind.
Werner Zimmer, Klein-Eichen

 
01. April 2018

Ostern mit Posaunenklängen

Es ist eine alte Tradition, den Ostersonntagmorgen mit Posaunenklängen zu begrüßen. Der Posaunenchor "Unterer Vogelsberg" unter der Leitung von Martin Brück spielte in den frühen Tagesstunden mehrere Lieder. Die ersten Lieder erklangen bereits um 5.30 Uhr an der Kirche von Freienseen beim Feuer und es wurde von den Besuchern mitgesungen. Anschließend zog man in die Kirche ein. Die Bläserschar war ebenfalls mit den Liedern in Klein-Eichen und Altenhain zu hören.

(hz/sf)

 
30. März 2018

Eintracht im Seniorenheim

Tradition und eine von dem Sangesfreunden selbst auferlegte Pflicht ist das alljährliche Singen am Karfreitag im Haus der Senioren in Grünberg. So traten die aktiven Mitglieder des Gesangvereins „Eintracht“ Lardenbach/Klein-Eichen in diesem Jahr bereits schon zum 25. Mal an diesem Feiertag die Reise nach Grünberg an. Wie gewohnt hatten sie dabei in ihren Notenmappen eine stattliche Zahl von abwechslungsreichen Chören. Zu den unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug (Laubach) vom gemischten wie auch vom Männerchor vorgetragenen Liedern waren selbstverständlich auch einige den bevorstehenden Frühling betreffende Chorsätze.

Eine gelungene Ergänzung gab es zudem noch durch zwei Gedichtvorträge von Gerhard Pernak und eine vom 1. Vorsitzenden Wilhelm Rummelsberger vorgelesene Geschichte. Dieser hatte auch zu Beginn zusammen mit dem Einrichtungsleiter Ralf Becker die über fünfzig schon mit Spannung wartenden Heimbewohner begrüßt. Am Ende gab es von Rummelsberger verbunden mit den Dankesworten für die herzliche Aufnahme noch das Versprechen auch im nächsten Jahr wieder zu kommen. Becker dankte zudem im Namen der überaus erfreuten Zuhörer für die gelungenen Sangesdarbietungen.

(Karl-Ernst Lind)

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25. März 2018

Konfirmation in Klein-Eichen

Erstmals seit 1985 fand an Palmsonntag wieder eine Konfirmation in der kleinen Kirche zu Klein-Eichen statt. Die Kirche wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts oder um 1600 in Unter-Seibertenrod errichtet und im Jahr 1738 nach Klein-Eichen versetzt. Sie gehört zu den ältesten erhaltenen Fachwerkkirchen in Hessen.

Pfarrerin Cordula Michaelsen nahm Nils Röhm (Lardenbach), Lukas Faust und Jonathan Haeske in einem feierlichen Gottesdienst mit Abendmahl in die evangelische Kirchengemeinde auf. Die Predigt wurde nach Psalm 139 gestaltet.

(gz/dos)

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24. März 2017

Müllaktion

Im zweiten Anlauf hat es geklappt - die Müllsammelaktion war leider erfolgreich. Nach frostigem Wetter letzte Woche, konnten sich am Samstag fünfzehn Teilnehmer aus Lardenbach und Klein-Eichen bei Frühlingswetter auf den Weg machen. Aufgeteilt in mehreren Gruppen waren gerade die Straßen nach Sellnrod, Ilsdorf und Stockhausen Schwerpunkte der Aktion. Bis Mittag wurden dann wieder einige Säcke voll Unrat zusammen getragen. Nie wird man es erleben, dass bei dieser jährlichen Umweltkampagne kein achtlos weggeworfener Müll sich finden lässt.

Die unter dem Motto „Sauberhaftes Hessen“ stehende und auch von der Stadt Grünberg unterstützte Aktion fand ihren Abschluss im Feuerwehrgerätehaus. Organisatorisch vor Ort tätig waren die Ortsvorsteher Jürgen Hofmann und Werner Zimmer. Für die Teilnehmer gab es als Dankeschön einen kleinen Imbiss. Dieser wurde von der Landmetzgerei Kielbassa gespendet.

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23. März 2018

Jahreshauptversammlung des Spiel- und Sportvereins

Besondere nennenswerte Punkte der Mitgliederversammlung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen waren die Meldung einer Tischtennis-Schülermannschaft B und die Einführung der Männergymnastik 50plus. Zudem waren das gute Abschneiden der Tischtennisabteilung und die Durchführung der 36. EVG-Wanderung ein weiteres Thema. Höhepunkt der Versammlung waren jedoch die Ehrungen mit Urkunde und entsprechender Vereinsnadel durch den Vereinsvorsitzenden Karl-Ernst Lind und dessen Stellvertreter Stefan Weeke für 25-, 40- und 50-jährige Mitgliedschaft der nicht alle anwesenden Jubilare.

Aus dem anfangs erfolgten Geschäftsbericht ging zudem noch das in Lardenbach von der Jugendspielgemeinschaft durchgeführte Fußballturnier, der traditionelle Preisskat, das donnerstags regelmäßige Nutzen der vereinseigenen Sauna und die Übermittlung von Glückwünschen bei Geburtstagen und Jubiläen von Mitgliedern hervor. Durch die gute Resonanz der Männergymnastik 50plus konnten auch neue Mitglieder gewonnen werden. Eine Erwähnung fand das Ableben des Gründungsmitgliedes Johann Zimmer.

Angesprochen wurden die bereits erfolgten und im Jahr 2018 noch zu tätigenden Arbeitseinsätze an der Schutzhütte und auf dem Sportgelände. So stehe unmittelbar die Sanierung des Sportplatzes und die Instandsetzung des Flutlichtes an. Vorsitzender Lind dankte abschließend den Jugendbetreuern, Vorstandsmitgliedern, Spartenleitern und den weiteren Helfern Stefan Weeke, Benjamin Schäfer, Philipp Jochim, Ingrid Reinert, Kurt Scharmann, Gunter Berg, Frank Hollederer, Sigrid Ruppel, Sandra Erdmann, Manfred Lind, Karlheinz Erdmann, Klaus Gustav Weeke, Helmut Lind, Dieter Ruppel, Lothar Pleik und Mark Passinger für die geleistete Vereinsarbeit und die Unterstützung. Ein besonderer Dank von Lind galt zudem den zahlreichen Sponsoren.

Dem Kassenbericht von Ingrid Reinert folgte auf Antrag der Prüfer Gerhard Pernak und Helma Berg die Vorstandsentlastung, sowie die Wahl von Karina Böcher zur neuen Kassenprüferin. Stefan Weeke berichtete als Fußballjugendwart von den Aktivitäten der Bambinis, der F-, der E- und der D-Junioren. In der Jugendspielgemeinschaft spielen derzeit 33 Jugendliche, wobei 18 Kicker beim SSV gemeldet sind. Die E-Junioren erreichten mit der Qualifikation die Kreisliga und in der Pokalrunde das dann leider unglücklich verlorene Endspiel.

Ein besonderes erfolgreiches Erlebnis war die Teilnahme an der Niedersachsen-Meisterschaft im Beachsoccer auf der Insel Norderney. Dort belegte das Team von 60 Mannschaften den 4. Platz. Die D-Junioren lagen am Ende der letzten Saison in der Kreisliga auf Platz sieben. Die heimischen C-, B- und A-Junioren spielen derzeit in der FSG Grünberg/Lehnheim/ Stangenrod. Mit 37 Mannschaften fand in den Altersklassen G- bis C-Junioren das 3. Jugendturnier statt. Der Jugendwart richtete an die Mitglieder einen besonderen Appell zur Ausbildung als Fußballschiedsrichter. Weeke dankte allen für den reibungslosen Ablauf sorgenden Helfern, Eltern und Spendern.

Von einer erfolgreichen Saison sprach Tischtennis-Abteilungsleiter Frank Hollederer. Die 2. Seniorenmannschaft schaffte mit der Meisterschaft den Aufstieg in die Kreisliga. Zudem wurde sie noch Kreispokalgewinner. Die 1. Mannschaft scheiterte in der Relegation zur Bezirksliga nur knapp. Die neu gemeldete junge 3. Mannschaft spielt in der 3. Kreisklasse. Vereinsmeister wurden im Einzel Frank Hollederer und im Doppel Daniel Berg und Robin Zinkowski. Erstmals gab es beim Nachwuchs wieder eine an der Meisterschaftsrunde teilnehmende Schüler B-Mannschaft.

Mit etwa 40 Übungsabende beendete die Frauengymnastik das vergangen Jahr. Dabei gab es laut Abteilungsleiterin Sigrid Ruppel neben Gymnastik und Laufen noch Spieleabende, ein Heringsessen, eine mehrtägige Berlinfahrt und die Jahresabschlussfeier. Regelmäßige Übungsstunden absolvierten die jüngeren Jahrgänge in der von Sandra Erdmann geleiteten Gymnastikgruppe.

Wanderwart Manfred Lind verwies auf das 36. EVG-Wandern mit insgesamt 586 Teilnehmern. Bei den weiteren EVG-Wanderungen starteten 91 Wanderer für den SSV. Vor dem Ausblick auf das Jahr 2018 erläuterte Vorsitzender Lind die Vorstellungen des Vorstandes zur Durchführung von diversen Gymnastikkursen. Als feste Termine wurden die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten auf dem Sportgelände, das 38. EVG-Wandern am 16. u. 17. Juni, das Jugendfußballturnier am 9. u. 10. Juni und der Preisskat am 29. Dezember erwähnt.

(Karl-Ernst Lind)

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17. März 2018

Drei Eichen

Über zehn Trauben-Eichen und die entsprechenden Pflanzpfähle freuten sich die Organisatoren der Jubiläumsfeier "1000 Jahre Groß-Eichen". Zur Pflanzung hatte der Festausschuss eingeladen und die Aktion wurde vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein unterstützt. Ortsvorsteherin Petra Grün zeigte sich erfreut darüber, dass Walter Zizka sein Privatgrundstück für drei Eichen zur Verfügung stellte. Diese drei Eichen symbolisieren die Orte Groß-Eichen, Klein-Eichen und Weniger-Eichen.

Unter tatkräftiger Mithilfe von Andreas Sommer und weiteren Aktiven konnten diese drei Bäume gepflanzt werden. Zizka hatte auch für einen Imbiss gesorgt. Die Eichbaumpflanzung soll Generationen miteinander verbinden. Bäume werden beispielsweise bei Christoph Schiller oder auch bei Karsten und Elisabeth Schott gepflanzt. Man stellte nach der Pflanzung der ersten drei symbolischen Eichbäume die Pflanzung am Samstag ein, denn es herrschten wirklich eisige Temperaturen.

(ga/ja/Schütt-Frank)

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15. März 2018

Klein-Eichens Zustand

Ganz schlecht weggekommen ist Klein-Eichen beim Demographiebeauftragten des Landkreises Gießen im Interview des Gießener Anzeiger. Die schlechtesten Zukunftsaussichten prognostizierte er im Landkreis Gießen für Winnerod, Klein-Eichen, Altenhain und Rabertshausen. Ob der Sozialwissenschaftler Dr. Julien Neubert in allen Städtchen und Dörfern des Kreises persönlich nach den Zuständen geschaut hat, darf bezweifelt werden. Vielmehr bekommt er vom kommunalen IT-Dienstleister ekom21 Rohdaten zum Beispiel zur Bevölkerungsentwicklung geliefert.

So sehen die Ergebnisse seiner Untersuchungen auch nach einem unpersönlichen digitalem Zahlenwerk aus. Gerade die Einwohnerzahlen sollen vorrangig die pessimistische Zukunftsvorhersage belegen. Mit 234 Einwohnern in 2017 hat Klein-Eichen tatsächlich etwa soviele Einwohner wie im Jahre 2000. Aber seit der Eingemeindung zur Stadt Grünberg ist diese Zahl mehr oder weniger stetig angestiegen.

Die Altersstruktur ist in allen Dörfern im Umkreis ein Problem. Junge Leute verlassen die Dörfer. Die Alten bleiben zurück. Aber es gibt sie noch die jungen Leute. Zum Beispiel werden gerade durch zwei Reitbetriebe vor Ort vermehrt junge Leute stark angezogen. Jedenfalls ist die Altersstruktur kein Alleinstellungsmerkmal für Klein-Eichen.

Ob tatsächlich Leute eher dort hinziehen, wo es ein reges Vereinsleben gibt darf in Frage gestellt werden. Klein-Eichen hat mit Lardenbach zusammen mehr als fünf Vereine oder Vereinigungen. Aber das Vereinsleben hat mittlerweilen auch hier wie überall einen schweren Stand. Der "Klein-Eichener Verein" organisiert drei Feste im Jahr - dies ist für ein kleines Dorf doch recht viel.

Orte mit vielen Leerständen sind nicht besonders attraktiv. Diese Aussage von Herrn Neubert stimmt. In Klein-Eichen gibt es z. Zt. vier Leerstände. Und die sind nur zum geringen Teil ein klassischer Leerstand. Eigentlich hat es in den letzten Jahren immer ganz gut funktioniert selbst alte Häuser wieder neu zu beleben.

Die Fahrzeiten zum nächsten Oberzentrum sind wieder ein allgemeines Problem im Vogelsberg, oder auch im gesamten Landkreis. Mehrmals am Tag wird eine Busverbindung nach Grünberg angeboten. Die meisten Leute fahren aber lieber mit dem eigenen Auto in der Gegend rum. Und ob man unbedingt immer nach Gießen zum shoppen fahren muss sei dahin gestellt. Diese 30 Kilometer dauern länger als die akzeptierten 20 Minuten. Aber wo heutzutage selbst zum Shoppen nach New York geflogen wird, scheinen die Entfernungen ein geringes Problem zu sein.

Dr. Neubert ist überzeugt, dass Kommunikation der Schlüssel zum Heil ist. Das Ziel sei, die Kommunikation in den Dörfern zu verbessern, sodass Nachbarn miteinander reden, in Kontakt kommen und sich gegenseitig helfen. Das ist ja wunderbar. Aber dies soll dann auf digitalem Weg passieren. Eine App soll programmiert werden, worüber sich die Menschen austauschen können. Das ist ein Witz! Erstens wird das leider schon viel zu häufig getan. Und außerdem sollten solche Leute wie Herr Neubert öfters mal das Haus verlassen um auf der Gasse mit den Nachbarn zu reden.

Lebensqualität besteht nicht nur aus Wachstum. Wenn alles nur zugebaut wird, wenn nur noch Autos über Dorfstraßen fahren und man keine Menschen mehr sieht ist ein Großteil der Lebensqualität dahin. Klein-Eichen bietet gerade durch seine vermeintliche "Rückständigkeit" viel von Lebensqualität. Noch gibt es viel Ruhe. Vor der Haustür ist man richtig draußen und nicht in einem verbauten urbanen Raum. Weniger ist oftmals mehr.

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10. März 2018

Schlechte Zukunftsaussichten für Klein-Eichen

Im Januar 2017 hat die Kreisregierung die Stelle des Demografiebeauftragten im Dezernat "Integration und Demografie" in der Kreisverwaltung eingerichtet und den Sozialwissenschaftler Dr. Julien Neubert mit der Aufgabe der Analyse und Bewertung der Bevölkerungsentwicklung betraut. Neubert hat im zurückliegenden Jahr unter anderem einen Zukunftsindex erarbeitet, aus dem die demografische Zukunftsfähigkeit aller Orte im Landkreis hervorgeht.

In einem Interview des Giessener Anzeiger erläutert Neubert, wie er an das Thema ran geht: Er beobachte die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis und erfasse sie durch unterschiedliche Daten. Zum Beispiel bekomme er vom kommunalen IT-Dienstleister ekom21 Rohdaten zur Bevölkerungsentwicklung geliefert. Diese Daten verdichte er und bilde einzelne Indikatoren. Die klassischen Indikatoren sind die Entwicklung der Einwohnerzahl, das Verhältnis zwischen Geburten und Sterbefällen, aber auch Wanderungsbewegungen. Das Besondere ist, dass er das kleinräumig mache, das heißt, er mache das wirklich für jedes Dorf im Landkreis und dann auch noch altersspezifisch.

Diese Daten kann man nutzen, indem Neubert anhand dieser Daten Prognosen mit unterschiedlichen Szenarien erstellt und diese Szenarien einer Plausibilitätsanalyse unterzieht. Es gibt Kommunen im Landkreis wie Linden, die sind in den vergangenen Jahren extrem angewachsen. Aber man muss bedenken, dass Linden viele seiner Siedlungspotenziale schon ausgeschöpft hat. Und die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre kann natürlich nicht konstant so weitergehen, weil es irgendwann keine Siedlungsfläche mehr gibt. Solche qualitativen Daten dürfen bei der Formulierung einer Prognose nicht einfach unter den Tisch fallen.

Die Bevölkerungsprognose ist natürlich für die Kreiskommunen von großem Interesse, zumal es da ja einige, sich mitunter widersprechende Zahlen auf dem Markt der Prognosen gibt. Die Prognosen zeigen an, wie sich die Bevölkerung bis 2030 verändert. Auf die Veränderungen müssen die Kommunen bei der künftigen Bereitstellung ihrer sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen oder verkehrlichen Infrastruktur reagieren. Die nachgefragten Themen sind weit gestreut. Das fängt bei den Kindergärten und der Entwicklung der Betreuungsnachfrage an und geht bis hin zu der Integration von Senioren. Die Frage ist hier beispielsweise, wie viele Senioren es in welcher Altersklasse geben wird und ob diese Senioren alleine leben.

Eine Prognose alleine reicht nicht aus, um die demografische Zukunftsfestigkeit einschätzen zu können. Man sieht anhand der Karte unten auf den ersten Blick, wo es im Landkreis die größten Handlungsbedarfe gibt. Solche Indizes sind ganz nützlich und werden oft angewandt, um die Entwicklung von Regionen zu vergleichen. Leider hören die allermeisten Indizes auf Landes- oder Landkreisebene auf. Für die einzelnen Städte und Gemeinde haben sie kaum eine Aussagekraft. Außerdem berücksichtigen sie meistens nur wenige Indikatoren.

Für seine Studien hat Neubert sechs Indikatoren erarbeitet. Erstens: die Größe eines Ortes. Ein Ort hat bessere Zukunftsaussichten, wenn er viele Einwohner hat, denn Orte mit nur 100 Einwohnern spüren es deutlich, wenn schon zehn Personen wegziehen. Zweitens: die Bevölkerungsentwicklung der vergangenen Jahre. Drittens: die Altersstruktur. Wenn in einem Dorf aktuell viele junge Menschen leben, ist davon auszugehen, dass die nächsten Jahre immer noch ein hoher Anteil an unter 18-Jährigen in diesem Ort sein wird. Viertens: das bürgerschaftliche Engagement. Studien zeigen, dass Leute eher dort hinziehen, wo es ein reges Vereinsleben gibt. Fünftens: Leerstände. Orte mit vielen Leerständen sind einfach nicht besonders attraktiv. Und sechstens: die Fahrzeit zum nächsten Oberzentrum. Bei uns im Landkreis ist das die Stadt Gießen. Studien zeigen, dass Fahrwege von bis zu 20 Minuten noch akzeptiert werden, ab 30 Minuten wird es schon kritisch. Damit in solche Dörfer noch jemand hinzieht, müssten die anderen Indikatoren schon stimmen.

Die Städte und Kommunen, die nah an der Stadt Gießen liegen, bezeichnet man oftmals als Speckgürtel. Hier gibt es konstante bis wachsende Einwohnerzahlen. Aber je weiter wir in den Osten gehen, umso niedriger werden die Werte im demografischen Zukunftsindex. Das sind vor allem Stadtteile von Hungen, Laubach und teilweise auch Grünberg. Die schlechtesten Zukunftsaussichten haben in Neuberts Index Winnerod, Klein-Eichen, Altenhain und Rabertshausen. Der Grund ist bei all den Dörfern die geringe Einwohnerzahl, die bei der Indexbildung ins Gewicht fällt. Dann kommen aber noch die Altersstruktur und teilweise die Leerstände erschwerend hinzu.

Um die Attraktivität der Dörfer im roten Bereich zu erhöhen, muss zum Beispiel die digitale Infrastruktur oder das Gemeinwesen angeschaut werden. Die Fragestellung, die da im Vordergrund steht, ist, inwieweit die soziale und kulturelle Integration über Gemeinwesenarbeiten in unseren Dörfern gelingt. Der Landkreis hat natürlich schon lange erkannt, dass etwas getan werden muss, und unterstützt zum Beispiel die Reaktivierung der Horlofftalbahn, wodurch die Fahrzeit von Hungen ins Rhein-Main-Gebiet kürzer werden würde. Das macht die Kommunen im ganzen Ostkreis attraktiver.

Neubert ist davon überzeugt, das Kommunikation der Schlüssel ist. In Rheinland-Pfalz gibt es zum Beispiel ein Projekt, das nennt sich Digitale Dörfer. Das Ziel ist, die Kommunikation in den Dörfern zu verbessern, sodass Nachbarn miteinander reden, in Kontakt kommen und sich gegenseitig helfen.

Im öffentlichen Diskurs wurde der demografische Wandel oft als Argument angeführt, wenn es zum Beispiel um die Anhebung des Renteneintrittsalters oder um die Rentenbeiträge ging. Die Menschen fragen sich nun mehr und mehr, was der demografische Wandel für sie persönlich und die Zukunft ihres Dorfes bedeutet, weil langsam die Auswirkungen des Wandels deutlich werden.

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10. März 2018

Mitgliederversammlung Jagdgenossenschaft

Zahlreiche Fragen gepaart mit entsprechender Kritik gab es bei der Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft Stockhausen und Klein-Eichen. Ein Thema war dabei die Nutzung eines Feldweges von Stockhausen nach Weickartshain. Dieser soll während der Brückenerneuerung in Seenbrücke durch den Busverkehr genutzt werden. Vielseitige Bedenken gab es von den Anwesenden, dass der Weg auch vom gesamten PKW-Verkehr in Anspruch genommen werde und eine angedachte dauerhafte Verkehrskontrolle nicht erfolgen würde.

Zudem stellte sich die Frage der Instandsetzung und der Kostenübernahme bei evtl. auftretenden Schäden des mit sechs zusätzlichen Haltebuchten versehenen Feldweges. Beeinträchtigungen sieht dabei auch Jagdpächter Helmut Nickel bei der Jagdausübung und der Erhaltung des Jagdwertes.

Von Nickel wurde auch die Hessische Jagdpolitik bezüglich einer eingeschränkten Bejagung der Waschbären und die Richtlinien beim Vorgehen gegen wildernde Hunde kritisiert. Eine Nachfrage zur Jagd und den Windrädern beantwortete Nickel mit dem auftretenden Lärm der rotierenden Räder der erhebliche Auswirkungen auf das Wild und auf die Jägerei habe. Eine Anfrage verbunden mit der Forderung nach entsprechenden Kontrollen gab es zur Durchsetzung der Feldwegesatzung der Stadt Grünberg. Dabei ging es auch um die umgepflügten Wege und Flächen im Bereich der "Drei Linden".

In seinem Tätigkeitsbericht des Jagdvorstehers Jürgen Biedenkapp nannte dieser die Schotterung von Feldwegen in Stockhausen (55 Tonnen) und Klein-Eichen (35 Tonnen). Desweiteren erzählte er vom Tagesausflug in das Auto- und Technikmuseum Sinsheim.

Mit 14 Stück Rehwild bei drei Fallwild wurde der Abschussplan für die beiden Jagdbezirke Stockhausen und Klein-Eichen um ein Tier verfehlt. Wie die jeweiligen Jagdpächter Helmut Nickel und Udo Senczkowski ausführten kamen acht Rehe in Stockhausen und drei in Klein-Eichen zur Strecke. Weiterhin konnten in Stockhausen 34 Wildschweine und in Klein-Eichen ein Überläuferkeiler erlegt werden. Zur weiteren Strecke gehörten in Stockhausen sieben Füchse und fünfzehn Waschbären und in Klein-Eichen ein Fuchs und ein Waschbär.

Die jeweiligen Kassenbestände legten die Rechner Kai Jochim und Christian Loob offen. Auf Antrag der Kassenprüfer Axel Roth, Udo Senczkowski, Karl-Otto Bingmann und Jürgen Biedenkapp wurde der Gesamtvorstand entlastet. Informativ und mit einigen Fragen aus den Reihen der Jagdgenossen waren die Ausführungen des Jagdpächters Helmut Nickel zur Afrikanischen Schweinepest. Beschlossen wurde die Verwendung des Jagdpachterlöses wieder für die Schotterung von Feldwegen, die Finanzierung eines Baumschnittpflege-Lehrganges und eine Tagesfahrt am 21. Juli nach Wein am Stein.

(Karl-Ernst Lind)

 
09. März 2018

Jahreshauptversammlung des MGV

Kann ein zusätzlicher Projektchor zukunftsweisend für den heimischen Chorgesang sein? Mit dieser Frage beschäftigten sich ausführlich die Mitglieder des Männergesangvereins „Eintracht“ Lardenbach/Klein-Eichen bei ihrem Rückblick auf das Jahr 2017. Nach etlichen Wortbeiträgen gab es aber am Ende trotz der zahlreichen Vorschläge jedoch keine konkreten Ansätze für einen auf längere Sicht erfolgreich zu gründenden Projektchor. Die fehlende Bereitschaft zum Chorsingen und die im Umkreis bereits vorhandenen Projektchöre dürften es nach Ansicht der Sangesfreunde diesem Vorhaben schwierig machen.

Der zuvor neugewählte Vorstand wird sich trotz der bekannten Problematik mit diesem Thema befassen und somit versuchen auch neue Sangesfreunde für den Männer- und dem gemischten Chor zu gewinnen. Bei den durchgeführten Vorstandswahlen gab es mehrere Veränderungen. Lediglich 1. Vorsitzender Wilhelm Rummelsberger und die Beisitzerin Sabine Hartmann, sowie der bisherige Schriftführer und jetzige neue Kassenwart Hans-Joachim Siebel bleiben dem neuen Vorstand erhalten. Weiterhin im Vorstand vertreten ist auch die seitherige Beisitzerin Sonja Rummelsberger als nunmehr neue Schriftführerin. Mit Dietrich Berghausen als 2. Vorsitzender, Gerhard Pernak, Jürgen Hofmann und Edwin Scharmann als Beisitzer wurden vier Vorstandsmitglieder neu gewählt.

Zu Beginn erfolgte nach dem Totengedenken der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Rummelsberger. Er erwähnte die 12 öffentlichen Auftritte und die insgesamt 37 Übungsstunden des 28 Aktive zählenden Männer- und gemischten Chores. Außerdem nannte er mit dem Frühjahrsfest, dem Dorfsingen, dem Adventssingen mit Adventstreff und die Senioren- und Weihnachtsfeier die vom Verein durchgeführten Veranstaltungen. Den eifrigsten Singstundenteilnehmer Dietrich Bergerhausen, Ernst Paha, Hans-Joachim Siebel und Sonja Rummelsberger dankte er mit einem Geschenk.

Abschließend verwies er auf die im Jahr 2018 anstehenden Auftritte und mit dem Steinbruchfest, dem Dorfsingen, dem Adventssingen und der traditionellen Senioren- und Weihnachtsfeier auf die geplanten Veranstaltungen. Die Vereinsfinanzen legte Rechnerin Barbara Erdmann offen. Auf Antrag der Kassenprüfer Ursula Schombert und Arno Böcher erhielt der Gesamtvorstand die Entlastung. Für den ausscheidenden Kassenprüfer Arno Böcher folgt für die nächsten zwei Jahre Lothar Pleik in diesem Amt.

(Karl-Ernst Lind)

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07. März 2018

Windräder bringen Geld

Wie die Gießener Allgemeine berichtet, drehen sich seit einem halben Jahr nun die drei Windräder im Wald bei Weickartshain. Und offenbar drehen sie sich oft – das macht sich vor allem in der Grünberger Stadtkasse bemerkbar. Gemäß Nutzungsvertrag – 2014 vom Stadtparlament bei wenigen Gegenstimmen beschlossen – überweist das Achener Unternehmen 4,5 Prozent der Einspeisevergütung. Bei einer Genehmigung bis Ende 2016 wären das 8,5 Cent je Kilowattstunde gewesen. Das Ziel aber wurde verfehlt, die Vergütung sank gemäß Vorgaben des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) sukzessive auf 7,9 Cent. Dieser Betrag aber ist festgeschrieben über die gesamte Laufzeit von 25 Jahren.

Zu erinnern ist auch an die Klausel, wonach Trianel in schlechten Windjahren eine Mindestpacht von 22 900 Euro je »Mühle« zahlt. Die Abschlagszahlung deutet nun darauf hin, dass in den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres der Wind kräftig und dauerhaft geblasen hat. Abzuwarten bleibt freilich die Endabrechnung für 2017.

Die Grünberger Anlagen also freuen den Kämmerer. Anders sieht es bei Bewohnern der Stadtteile aus, die in Hauptwindrichtung liegen. Bereits im Oktober hatte so der Ortsbeirat Weickartshain von Klagen von Bewohnern berichtet, die Windräder raubten ihnen den Schlaf. Trianel hatte seinerzeit auf Nachfrage angekündigt, einen unabhängigen Gutachter mit Messungen zu beauftragen. Der Auftrag, so sagte am Dienstag Pressesprecher Maik Hünefeld, sei auch erteilt worden. Das Büro habe sich mit dem RP Gießen abgestimmt, bisher aber seien die erforderlichen Witterungsverhältnisse nicht gegeben gewesen.

Beschwerden hatte es ebenso über nicht von den Rotoren verursachte Geräusche eines Windrades gegeben. Vor zwei Wochen erst seien Techniker vor Ort gewesen, sagte dazu der Pressesprecher. »Die Anlagen wurden umfänglich auf Unregelmäßigkeiten der Geräuschentwicklung geprüft – ohne Befund.«

(tb/gaz)

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24. Februar 2018

Jahreshauptversammlung K-E V

Zur Jahreshauptversammlung des Klein-Eichener Vereins kamen am Samstagabend leider nur 11 Mitglieder im "Backhaus" zusammen. Erster Vorsitzender Marco Biedenkopf eröffnet die Sitzung. Und beendete sie sogleich wieder wegen Nicht-Beschlussfähigkeit. Nach einer kurzen Pause begann dann die außerordentliche Mitgliederversammlung.

In seiner Berichtserstattung zum vergangenen Jahr erwähnte der Vorsitzende die 8 Vorstandssitzungen, in denen organisatorische Vereinsfragen geklärt wurden und die Veranstaltungen vorbereitet worden sind. Die aktuelle Mitgliederzahl beträgt z. Zt. 41.

Zum Auftakt 2017 fand im Mai die "Vatertagsfeier" im Steinbruch statt. Im September folgte das "Grenzgrabenfest" auf dem Hof Loob. Die Live Musik mit der Gruppe "Titanic" sorgte für ausgelassene Stimmung der zahlreichen Besucher im neuen Vereins-Festzelt. Leider war der Besuch am Sonntag, trotz guten Wetters, nicht sonderlich beeindruckend. Marco Biedenkopf dankte Familie Loob für die Ausrichtung des Festes auf ihrem Hof. Ebenso ging der Dank an die Spender der leckeren Kuchen. Als dritte Veranstaltung wurde im Dezember wieder "Weet in Flammen" auf dem Gelände am Löschteich ausgerichtet. Bei frostigem Wetter war der Besuch über den Abend verteilt recht ordentlich. Es zeigte sich, dass die Räumlichkeiten des ehemaligen Gefrierhauses gerade an diesem Abend gut genutzt wurden.

Der Klein-Eichener Verein hat auch in 2017 wieder eine Geldspende an den Kindergarten "Sonnenschein" gegeben. Vorsitzender Marco Biedenkopf dankt allen Helfern und Unterstützern. Dabei brachte er zum Ausdruck, dass alle Vereinsaktivitäten nach wie vor auf die Helfer baue.

Kassenwart Tom Lucas Becker berichtet vom finanziellen Stand. Simone Faust und Andreas Haeske haben die Kasse geprüft. Beide waren an diesem Abend verhindert. Daher verlas Jenni Schomber eine schriftliche Erklärung in der die ordnungsgemäße Kassenführung bestätigt wurde. Kassenwart und Vorstand bekamen von der Versammlung die einstimmig Entlastung.

Als neue Kassenprüfer werden vorgeschlagen und gewählt: Andreas Hallstein und Rüdiger Rippel. Der bisherige Vorstand wurde im "Block" einstimmig wieder gewählt: Erster Vorsitzender bleibt Marco Biedenkopf. Timo Faust ist weiterhin Stellvertreter. Kassenwart Tom-Lucas Becker und sein Stellvertreter Udo Senczkowski behalten ihr Amt. Schriftführer ist wie bisher Werner Zimmer.

Die Aktivitäten für das laufende Jahr beinhalten wieder die drei bekannten Veranstaltungen. Und wenn endlich Angebote über die Dachsanierung des ehemaligen Gefrierhauses vorliegen, dann gibt es noch einige Arbeit für den Verein.

Ein besonderer Dank wurde Doris Faust ausgesprochen. Schon mehrere Jahre bereitet sie die leckeren Schmierschel- und Zwiebelkuchen für "Weet in Flammen" zu. Für diese Arbeit hat sich der Verein nun erkenntlich gezeigt.

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24. Februar 2018

Baumfällung an der Weet

Schon im Herbst 2016 sollten die Pappeln am Löschteich eine potentielle Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen. Ein Gutachten hat angeblich die mangelhafte Standfestigkeit, zumindest von einem der zwei Bäume festgestellt. Und die Fällung eines Baumes musste unmittelbar erfolgen. Nun, nach über einem Jahr der standhaften Gefährdung ist eine Pappel am Samstag gefällt worden.

Eine Fachfirma aus Lollar sperrte die Sellnröder Straße komplett ab. Stellte einen 70-Tonnen-Kran auf und kürzte den Baum Stück für Stück runter. Dabei wurde das Geländer des Löschteiches ein Fall für die Versicherung. Bis zum Mittag war der Baum Geschichte. Im unteren Bereich hatte der Stamm einen Durchmesser von 1,2 Meter. Geschätzt wurde das Alter der Pappel auf ca. 70-80 Jahre.

Die Meinungen der umstehenden Beobachter des Geschehens waren mehrheitlich eher kritisch gegenüber der Fällaktion. Lediglich zwei Personen bekundeten Zustimmung - würde doch nun der ganze Dreck des Baumes vermieden.

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23. Februar 2018

Jahresversammlung Obstbau- und Kelterverein

Nach dem einstimmigen Beschluss der anwesenden Mitglieder des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen steht ab der kommenden Keltersaison in der vereinseigenen Kelteranlage eine Pasteurisierungsanlage zur Verfügung. Mit dem Durchlaufpasteur können dann die Kelternutzer sofort nach dem Pressen den eigenen fertigen Apfelsaft mit nach Hause nehmen. Die Anlage ermöglicht neben dem Abfüllen von Flaschen auch die Befüllung von 5-Liter Beutel.

Beschlossen wurde weiterhin mit einem freiwilligen kurzfristigen Arbeitseinsatz einzelner Mitglieder die vom Verein betreuten Obstbäume auszuschneiden. Den Beschlüssen ging nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Johann Zimmer, Walter von Wietzlow und Hans-Ferdinand Mölcher der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Werner Frank voraus. Er erwähnte die drei Vorstandssitzungen, die Besichtigungen von einigen Saftanlagen, die Teilnahme am Jubiläum des OGV Freienseen und die Umgestaltung des Kelterraumes.

Weiterhin standen das eigene Keltern von 500 Liter Most und das Reinigen der Kelteranlage auf dem Programm. Bei insgesamt 33 Füllungen mit 4000 Liter erzeugten Saft wurde die Presse von acht Mitgliedern und acht von Dieter Langohr betreuten Nichtmitgliedern genutzt. Von Mitgliedern in Anspruch genommen wurden vereinzelt der Schlegelmäher und der Vertikutierer.

Dem Kassenbericht von Michéle Frank folgte der Bericht der Kassenprüfer Michael Ruppel und Stefan Weeke, dessen Amt im nächsten Jahr Andreas Ruppel übernehmen wird. Abschließend dankte Vorsitzender Werner Frank allen Helfern und Unterstützern des 69 Mitglieder zählenden Vereins.

(Karl-Ernst Lind)

 
18. Februar 2018

Das ist Kacke!

Einsam am Wegesrand, ganz verlassen von Herrchen oder Frauchen, fand sich am Sonntag ein kleiner roter Hundekotbeutel am Köppelsweg. Wem denn der wohl gehört? Wer den denn wohl vergessen hat? Wird das rote Plastikbeutlchen schon vermisst?

Genau das ist der Grund, warum der Klein-Eichener Ortsbeirat das Aufstellen von Hundekotbeutelstationen in der Gemarkung abgelehnt hat. Von überall her hört man nur von solchen Problemen. Hundekotbeutel funktionieren nur bedingt. Womit wir bei dem irgendwie schwer erklärlichen Phänomen sind: Dass es Hundehalter gibt, die die Beutel zwar zweckbestimmt verwenden – diese dann aber in Feld und Wald zurücklassen. Was bitte soll dann überhaupt das Einsammeln der Hinterlassenschaften?!

Welche Blüten das treibt, sieht man in Grünberg: Da werden in diesem Jahr nicht mehr schwarze, sondern rote Beutel in die Spender gesteckt. Die Verwaltung setzt auf eine psychologische Wirkung des Farbwechsels. Das Rot, so die Erwartung, bewirke eine »höhere psychologische Hemmschwelle«. Aber Hundehalter können hemmungslos sein.

In Lardenbach stehen Hundekotbeutelspender. Vielleicht wurde hier der rote Beutel gezogen der nun am Wegesrand in Klein-Eichen liegt. Aber auch im Nachbarort gibt es Probleme. Nicht nur das sich die Beutel ebenfalls verstreut in der Gegend finden lassen. Unter den Spendern türmen sich gar volle Kotbeutelhaufen. Ob der Bau- und Servicehof der Stadt Grünberg die alle einsammelt?

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06. Januar 2018

Bilanz der Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Lardenbach/Klein-Eichen hatte schon am Samstag, 6. Januar ihre Mitglieder zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Der Rückblick auf das Jahr 2017 fand im Gasthaus Dietz in Lardenbach statt. Auf der Tagesordnung standen 14 Punkte die aber relativ schnell erledigt wurden.

Vereinsvorsitzende Vanessa Janczyk eröffnete die Sitzung und bat die Versammlung sich zur Totenehrung zu erheben. Ihr Tätigkeitsnachweis des Fördervereins schloss sich an. Wehrführer Christian Dittrich berichtete aus der Einsatzabteilung. Im Jahr 2017 hatte die Feuerwehr 14 Einsätze. Unter anderem waren dies Einsätze in Weitershain, Reinhardshain, Lehnheim, Stockhausen, Weickartshain, Grünberg und 4 mal in Lardenbach.

Es folgten die Berichte des Jugendfeuerwehrwartes Simon Repp und die Ausführungen der Altersabteilung von Karlheinz Erdmann. Kassenverwalter Reiner Felsing musste über ein leichten Defizit bei der Summe der Ein- und Ausgaben informieren.. Aber auf Antrag der Kassenprüfer erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig die Entlastung. Zum neuen stellvertretenden Jugendwart wurde Tom-Lucas Becker gewählt.

Die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann für Tom-Lucas Becker durch den Stadtbrandinspektor, den Bürgermeister und den Wehrführer bildete den Höhepunkt des Abends. Die weiteren Ehrungen langjähriger Mitglieder durch die Vereinsvorsitzende konnte nicht stattfinden, da keiner dieser Auszuzeichnenden sich die Ehre der Anwesenheit gab.

Grußworte von Bürgermeister Frank Ide, Stadtbrandinspektor Lothar Theis und den Ortsvorstehern Jürgen Hofmann und Werner Zimmer folgten zum Ende der Jahreshauptversammlung. Beim Singen des Deutschen Feuerwehrliedes machten nicht alle mit. Dagegen waren so ziemlich alle Anwesenden bei der Sache, als es um das ebenso traditionelle Essen ging.

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02. Januar 2018

Unfall zwischen Sellnrod und Klein-Eichen

Am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr ereignete sich auf der L3166 zwischen Mücke-Sellnrod und Grünberg-Klein-Eichen ein Verkehrsunfall, infolgedessen eine junge Frau verletzt wurde. Die Fahrerin eines Peugeots kam in Richtung Klein-Eichen fahrend nach rechts von der Straße ab. Sie überschlug sich, ihr Fahrzeug blieb auf dem Dach liegen. Durch das engagierte Eingreifen einer Ersthelferin wurde die Verunfallte rasch aus ihrer misslichen Lage befreit. Mittels eines Gurtmessers schnitt diese den Sicherheitsgurt auf und zog die Verletzte aus ihrem Fahrzeug noch bevor die acht Einsatzkräfte der FFW Klein-Eichen/Lardenbach eintrafen. Diese sicherten die Unfallstelle ab. Am Auto entstand Totalschaden. Die Fahrerin kam mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus.

(ies/ga)

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