30. März 2000

Richtfest an der Kläranlage

Investitionen für die Abwasserbeseitigung sieht der Bürger normalerweise nicht, sie werden als Kanäle und Sammler unter die Erde gebracht. Kürzlich (März 2000) wurde das Richtfest für ein deutlich sichtbares Bauwerk an der Kläranlage bei Königsaasen (zwischen Nieder-Ohmen und Burg-Gemünden) gefeiert.

Der Abwasserverband Ohm-Seenbach hat rund 510 000 DM für einen Klärschlamm-Lagerplatz investiert. Bislang hatte die Lagerkapazität nur etwa ein Zehntel des Bedarfs abgedeckt. Weil die den Klärschlamm auf ihre Ackerflächen ausbringenden Landwirte zeitlich enge Grenzen haben, muss der Klärschlamm in der übrigen Zeit gelagert werden.

Am Richtfest nahmen neben den Bauarbeitern und Bediensteten der Kläranlage die Bürgermeister Dieter Böck (Mücke) und Siegbert Damaschke (Grünberg), der Geschäftsführer des Abwasserverbandes, Friedhelm Beck, sowie Erwin Müller vom gleichnamigen Grünberger Baubüro teil.

Bürgermeister Böck äußerte in seiner Funktion als Verbandsvorsteher des Abwasserverbandes, mit der Halle sei ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung getan worden. Bislang habe der Klärschlamm entweder offen - und damit dem Regen ausgesetzt - oder in bei Landwirten angemieteten Silos gelagert. Die Bauern dürfen alle drei Jahre maximal fünf Tonnen Klärschlamm je Hektar auf die Fläche ausbringen.

Konnten bislang nur rund 160 Kubikmeter Klärschlamm gelagert werden, so werden es nach fertigstellung des Neubaues fast 2000 Kubikmeter sein. Der Hallenboden besteht aus einer Bitumen-Tragschicht, auf der der Klärschlamm bis zu drei Meter hoch gestapelt werden soll. In etwa einem Monat sollen die Arbeiten termingerecht abgeschlossen sein.

An der großen Kläranlage unterhalb von Königsassen sind die Mücker Ortsteile Flensungen, Ilsdorf, Merlau, Nieder-Ohmen, Ober-Ohmen, Ruppertenrod und Wettsaasen angeschlossen. Von Grünberg sind es die Stadtteile Weickartshain, Lardenbach, Klein-Eichen und Stockhausen.

(rs/gaz)

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26. März 2000

Verabschiedung von Organist und Kirchendienerin

Innerhalb des Gottesdienstes in der Kirche von Klein-Eichen verabschiedete Pfarrer Tilman Schmidt am vergangenen Sonntag (26. März 2000) den seitherigen langjährigen Organisten Frank Hollederer. Seit nahezu 15 Jahren hat der Klein-Eichener die Gottesdienste und weitere liturgische Veranstaltungen in der kleinen Kirche seines Heimatdorfes musikalisch begleitet. Der Hobbymusiker scheidet auf eigenen Wunsch hin aus dem Amt aus.

Wie Pfarrer Schmidt in seinen Dankesworten äußerte, sei diese vertraglich am 27. Mai 1986 begonnene Aufgabe keineswegs selbstverständlich. Frank Hollederer habe sogar schon ab dem 1. Oktober 1985 als Nachfolger von Günter Zimmer für die musikalische Umrahmung in dem Gotteshaus gesorgt.

Zum Dank für sein langjähriges Wirken erhielt Frank Hollederer neben dem von Pfarrer Schmidt ausgesprochenen Segen im Auftrag des Amtes für Kirchenmusik noch eine Urkunde. Eine weitere Urkunde der Kirchenleitung sowie ein Geschenk der Kirchengemeinde Lardenbach/Klein-Eichen waren ebenso ein äußerer Ausdruck des Dankes an den langjährigen Kirchenmusiker.

In der Kirche von Lardenbach wurde kürzlich bei einem festlichen Gottesdienst die offiziell seit 1986 für die Kirchengemeinde Lardenbach/Klein-Eichen verantwortliche Kirchendienerin Minna Lichau ebenso verabschiedet. Pfarrer Tilman Schmidt würdigte dabei die besonderen Leistungen von Minna Lichau, die schon vor der offiziellen Amtsübernahme ihre treuen Dienste der Gemeinde zur Verfügung gestellt hatte. So sorgte sie bereits in den 1970er Jahren für einen geregelten Ablauf im kirchlichen Alltag.

Neben dem Läuten der Glocken, der Reinigung des Gotteshauses und der Pflege des dazugehörigen Grundstückes zeigte sie auch Verantwortung für das Gemeindehaus. Dank sprach Pfarrer Schmidt zudem für die Unterstützung bei den verschiedensten organisatorischen Maßnahmen aus. In Anerkennung ihrer Verdienste erhielt die aus Altersgründen scheidende Kirchendienerin von Pfarrer Schmidt ein Geschenk. Gleichzeitig stellte der Pfarrer der Gemeinde die beiden Nachfolgerinnen Marie-Luise und Christa Kratz vor.

(Karl-Ernst Lind)

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25. März 2000

Umweltaktion

Zu einer neuerlichen Müllsammel-Aktion in den Gemarkungen von Lardenbach und Klein-Eichen trafen sich am vergangenen Samstag (25. März 2000) einige Einwohner beider Dörfer um aktiv zu werden. Von der Stadtverwaltung Grünberg wurden dazu Müllcontainer zur Verfügung gestellt. Am Ende der Sammlung wurde hier der angefallene Unrat entsorgt.

Unter der Leitung der beiden Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann und Manfred Daniel waren diesmal leider nicht ganz so viele freiwillige Helfer an der nunmehr schon mehrere Jahre durchgeführten Aktion beteiligt. Bemerkenswert war dagegen, dass bei dem angefallenen Müllaufkommen ein wesentlicher Rückgang deutlich wurde..

(Karl-Ernst Lind)

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10. März 2000

Mitgliederversammlung des Sportvereins

Zu der leider von den Mitgliedern nicht so gut besuchten Jahreshauptversammlung (10. März 2000) des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen konnte 1. Vorsitzender und Versammlungsleiter Thomas Mölcher auch das Ehrenmitglied Reinhard Mölcher sen. willkommen heißen. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Thomas Erdmann, Marie Kauss und Emmi Rahn (geb. Mölcher) gab der Vorsitzende ein Resümee über das vergangene Jahr.

Neben einem Discoabend und dem Ortssporttag mit Kinderfest gab es in Zusammenarbeit mit dem FC Weickartshain ein Jugendfußball-Turnier. Durchgeführt wurde wiederum das traditionelle EVG-Wandern. Ein besonderes Jubiläum gab es für die Fußballabteilung, die gegen ein Team der österreichischen Freunde aus Lehenrotte das 1000. Vereinsspiel austrug.

Erwähnt wurde vom Vorsitzenden die Anschaffung eines neuen Rasenmähers, die sich auch im Kassenbericht von Gerda Weeke niederschlug. Trotz der gestiegenen Ausgaben konnte sie von einer gesunden Kassenlage berichten. Auf Antrag der Kassenprüfer Bernhard Sauer und Dieter Kraft wurde sie wie auch der Gesamtvorstand einstimmig entlastet. Für den ausscheidenden Kassenprüfer Bernhard Sauer wurde im Laufe des Abends Ingrid Reinert als Nachfolgerin bestimmt.

Von einem überaus erfolgreichen Jahr berichtete Fußballabteilungsleiter Reinhard Mölcher jun. Die 1. Mannschaft der Spielegemeinschaft beendete die letzte Runde auf dem dritten Tabellenplatz und scheiterte sehr knapp an der Qualifikation zur Aufstiegsrunde. Die 2. Mannschaft stand zum Sasionende auf dem zweiten Platz. In Fortführung der ausgezeichneten Leistungen unter dem bisherigen Trainer Oliver Fritsch konnten sich beide Mannschaften wiederum gut behaupten, wobei die 1. Mannschaft sogar die Herbstmeisterschaft errang. Mit etwas Zuversicht auf die restlichen Spiele in der laufenden Sasion darf man sogar vom Aufstieg träumen. Zum Abschluss seines Berichtes sprach Mölcher allen Helfern und Aktiven seinen Dank aus.

Für die Altherrenfußballer konnte Eduard Schmidt Positives berichten. Bei den elf ausgetragenen Spielen wurde siebenmal nicht verloren. Sehr erfolgreich sei man zudem bei dem Hallen-Stadtpokal gewesen, wo der zweite Platz belegt werden konnte. Personelle Engpässe führen dazu, dass zukünftig die Alten Herren gemeinsam mit den Sportfreunden aus Weickartshain ihre Spiele durchführen werden.

44 gut besuchte Übungsstunden, drei Neuzugänge und die Teilnahme am Senioren-Aktionstag waren die herausragenden Schwerpunkte der Seniorengymnastikgruppe "50 Plus". Wie die Leiterin Fanny Voll weiter mitteilte, sei auch die Geselligkeit nicht zu kurz gekommen, wobei Treffen mit Gleichgesinnten aus Lehnheim und die obligatorische Weihnachtsfeier beigetragen hätten.

Von den Aktivitäten der Gymnastikabteilung, zu der neben der Damengymnastik noch die Nachwuchsgruppen "Grazy Girls" und "Power Girls" zählen, berichtete Abteilungsleiterin Sigrid Ruppel. Mit 43 Übungen bei den Damen und 39 Übungsstunden des Nachwuchses sei die Abteilung sehr rege gewesen. Auch gab es 1999 wieder verschiedene Auftritte der Sportlerinnen, wobei sich die beiden Nachwuchsgruppen beim Kinderfasching in Grünberg präsentieren konnten. Zum Jahresabschluß gab es neben den diversen Weihnachtsfeiern für Jung und Alt für die Gymnastikdamen noch ein Besuch des Kölner Weihnachtsmarktes.

Eine größere Beteiligung an den EVG-Wanderungen wünschte sich zu Beginn seines Berichtes Wanderwart Manfred Lind. Mit 173 Teilnahmen und einem 49. Platz in der EVG-Wertung konnte das vergangene Jahr abgeschlossen werden. Bei der eigenen EVG-Wanderung waren insgesamt 939 Teilnehmer nach lardenbach gekommen. Der Wanderwart dankte allen Helfern, dass diese Veranstaltung wiederum zu einem Erfolg wurde.

Anerkennung und Dank zollte Vorsitzender Thomas Mölcher den Spartenleitern. Gleichzeitig überreichte er als äußeres Zeichen eine kleine Anerkennung. Die von dem Vorsitzenden vorgesehene Ehrungen für die 25-jährige passive Mitgliedschaft von Matthias Müller und die 25-jährige aktive Vereinszugehörigkeit von Frank Hollederer konnte wegen Fehlens beider Jubilare nicht durchgeführt werden.

Zum Abschluss der Versammlung verwies Mölcher noch auf einige Termine im Jahre 2000. Auch auf die in absehbarer Zeit erscheinende Informationsbroschüre sowie auf die Durchführung der vom 31. August bis 9. September 2001 anstehende 1225-Jahrfeier Lardenbachs wurde vom Vereinsvorsitzenden verwiesen.

(Karl-Ernst Lind)

 
09. März 2000

"Vereinigung zur Förderung behinderter Kinder"

Wechsel an der Spitze der "Vereinigung zur Förderung behinderter Kinder e. V.": Nach 14 Jahren im Amt der Vorsitzenden kandidierte Lydia Müller nicht mehr, zu ihrem Nachfolger wählten die Mitglieder bei der Hauptversammlung (März 2000) in der Gallusschule nun Andreas Brandl aus Klein-Eichen. Der Wahl voraus ging die Würdigung von Lydia Müller, deren große Verdienste nicht nur mit Zahlen messbar sind.

Die Vereinigung hat sich zum Ziel gesetzt, behinderten Kindern zu helfen und sie mit guten Lernbedingungen zu fördern. Computer, Lehrmaterial oder gar ein Kleinbus für die Gallusschule wurden etwa von dem Förderverein mitfinanziert. Gerade was das Hauptanliegen angehe, die Akzeptanz behinderter Kinder in der Öffentlichkeit zu erreichen, seien engagierte Mitglieder unabdingbar, betonte nun Lydia Müller.

Der Kassenbericht von Hannelore Diegel wies eine positive Bilanz aus, und so wurde der Antrag von Kassenprüfer Gerhard Reibert auf Entlastung des Vorstandes angenommen. Das Ergebnis der dann folgenden Vorstandswahlen sah als ersten Vorsitzenden Andreas Brandl, Zweite Vorsitzende wurde Ilona Röcher, Schriftführerin Ruth Greber, Schatzmeisterin Hannelore Diegel; Beisitzer sind Klaus Dieter Müller, Karl Otto Unruh und Gerhard Reibert. Der neue Vorsitzende bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder - der Verein zählt 85 Mitglieder - und versprach sein Bestes zu geben.

(gew/gaz)

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01. März 2000

Obstbauer unterstützen Station Peiper

Eine Spende in Höhe von 1000,- DM übergab am Mittwochnachmittag (1. März 2000) erster Vorsitzender Hans Ferdinand Mölcher und Kassenwart Roland Voll vom Obstbau- und Kelterverein Lardenbach/Klein-Eichen an den Leiter der Gießener Kinderkrebsstation Peiper, Professor Dr. Alfred Reiter.

Nach Aussage der beiden Vereinsvertreter wolle sich der gemeinnützige Verein neben den Aufgaben zur Erhaltung und Pflege seiner Obstbestände und dem Mostkeltern, entsprechend den finanziellen Möglichkeiten, auch im sozialen Bereich einbringen. Durch die erfolgte Spende an das Zentrum für Kinderheilkunde erhoffe man gerade für die jungen Patienten zukünftig eine noch bessere Hilfe und letztendlich eine schnellere Genesung.

Professor Dr. Alfred Reiter betonte in seinen Dankesworten, dass die gespendeten Mittel gebunden seien und in voller Höhe der Kinderkrebs-Abteilung zur Verfügung stehen. Sie bedeuten neben den von den Krankenkassen für Behandlungen und Pflege aufgebrachten Mitteln eine zusätzliche Hilfe für die zumeist jungen Patienten und deren Eltern.

Weiterhin seien die Spenden auch eine große Unterstützung bei der Erforschung von Krebserkrankungen. Gerade auf diesem Sektor sei ein Labor im Aufbau, das Mechanismen erforschen soll, wie Abwehrsysteme auf bösartige Zellen reagieren und wie diese Mechanismen in der Behandlung von Krebs genutzt werden können.

(Karl-Ernst Lind)

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12. Februar 2000

Fremdensitzung im DGH 2000

Unter Leitung des "Dreirädchens" mit dem Sitzungspräsidenten Bernhard Sauer fand am vergangenen Samstag (12. Februar 2000) im Dorfgemeinschaftshaus die 21. Fremdensitzung der Narren aus den beiden Grünberger Stadtteilen Lardenbach und Klein-Eichen statt. Unter dem Motto "Wenn's Leben auch mal Kimmer macht - in Lardenbach man trotzdem lacht", präsentierten über 70 Aktive sowie Tontechniker Jürgen Maus und Büttenschieber Gerhard Ruppel ein sehenswertes Programm, das von zahlreichen Besuchern mit viel Beifall bedacht wurde. Unterstützt von den "Trojanos", die anschließend zum Tanz aufspielten, ließen die Freiwillige Feuerwehr und der Tischtennisclub ihre im Laufe des Abends auch die mit dem Faschingsorden ausgezeichneten Akteure in der ausverkauften Narrhalla auftreten.

Bei den dargebotenen Büttenreden, Tanzeinlagen und Gesangvorträgen wurde dem närrischen Volk so richtig eingeheizt. So eröffnete die SSV_Tanzgruppe "Grazy-Girls" mit einem Showtanz "Weltraum" den stimmungsvollen Abend. Unter der Leitung von Doris Rühl bestätigten die Nachwuchstänzerinnen Michaela Rühl, Katharina Stamm, Lena Müller, Anne-Katrin Zimmer, Nina Böcher, Liane Forgel, Jeanny Herber und Beate Dörsing, dass ihr Tanz der richtige Auftakt für diesen Abend war.

Danach nahmen Eduard Schmidt, Karlheinz Hollederer und Reiner Roth das örtliche Geschehen, verbunden mit mit etwas "großer Politik" aus "schwarzen Kassen" unter die Lupe. Im Mittelpunkt dieses Beitrages standen zudem die Maßnahmen des derzeit in beiden Dörfern durchgeführten Dorferneuerungsprogramms.

Vorgestellt wurde anschließend das Grünberger Prinzenpaar, das im Gefolge vom Hofstaat und Garde von den Narren herzlich begrüßt wurde. Mit einem sehenswerten Tanz bewiesen die "Gardemädchen" ihr Können.

Zu einem der Höhepunkte des Abends zählte der Auftritt der "Zwei Lardenbacher Rentner". Dargestellt von Jürgen Hofmann und Christian Ruppel wussten die beiden mit trefenden Worten so einiges aus dem Landleben zu berichten.

"Insider-Wissen" aus dem Feuerwehrwesen plauderte in seinem Beitrag Reiner Felsing aus. Dieser glänzend vorgetragenen Rede folgten die Karibik-Dream-Boys mit einem Showtanz, wobei die besonderers im Bauchbereich noch mit "Babyspeck" behafteten Akteure Jürgen Maus, Arno Böcher, Lothar Pleik, Gerhard Pernak, Gunter Berg und Roland Voll unter Leitung von Irmgard Pleik und mit Baströckchen bekleidet das närrische Volk zum Toben brachten.

"Ehepaar im Urlaub" hieß es danach für Cornelia Volp und Alexandra Scholler, die ihre nicht immer gemeinsamen Erlebnisse preisgaben. Einen gelungenen Tanz bei den Klängen "Berlin" zelebrierten die mit Masken verschiedener Politikergesichter ausgestattenen Damen der Gymnastikgruppe des Sportvereins. Bei dem von Sigrid Ruppel einstudierten und von Ingrid Reinert, Gerda Weeke, Annita Schmidt, Bärbel Erdmann, Beate Scharmann, Gerlinde Böcher, Heike Hofmann, Siglinde Mölcher, Waltraud Mölcher und Sigrid Ruppel vorgetragenen Tanz war der Berlin-Umzug der Politiker Inhalt gewesen.

Als geplagter Mieter stieg Hans Mölcher in die Bütt und berichtete von seinen Leiden. Schönheit und Schlachten verbanden Sigrid Ruppel und Doris Rühl in ihrem Beitrag "Die Avon-Sau". Eine Verwechslung stand dabei im Mittelpunkt und amüsierte sehr. Das Stimmungshoch gab es beim letzten Programmpunkt vor dem Finale. Hierbei traten die Sänger Hans Joachim Siebel, Gunter Berg, Karlheinz Hollederer, Karlheinz Erdmann, Reiner Felsinf, Karl-Ernst Lind, Thomas Juliusburger, Achim Rodinger und Reiner Roth einen von Ottmar Hasenpflug einstudierten musikalischen Hafenbummel an.

Mit den zum Teil als Solosängern auftretenden Seemännern trug auch Birgit Hasenpflug als Solistin zum Gelingen dieses Programmpunktes bei. Von ihrer "Lili Marleen"-Interpretation war sichtlich alles verzaubert. Mit der geforderten Solo-Zugabe von "La Boheme" ging es dann zum großen Finale über, bei dem alle Akteure auf der Bühne mit einer Rakte bedacht wurden.

(Karl-Ernst Lind)

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05. Februar 2000

Jahreshauptversammlung des MGV

In der vom Vorsitzenden Karlheinz Erdmann eröffneten und vom Männerchor unter Leitung von Minette Kraft umrahmten Mitgliederversammlung des MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen (5. Februar 2000) standen neben dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden weiterhin Wahlen des Gesamtvorstandes auf der Tagesordnung. Zunächst gedachten die Anwesenden dem verstorbenen Mitglied Fritz Schwalme.

Erdmann dankte zu Beginn seines Geschäftsberichtes allen, die den Verein im vergangenen Jahr unterstützten. Mit 33 Singstunden und 20 öffentlichen Auftritten hätten die Aktiven ein ereignisreiches Jahr absolviert. Dabei standen besonders die Auftritte beim Hasenpflugschen Chortreffen, das Singen im Seniorenheim in Grünberg, beim Erntedankfest, das Kritiksingen, das Seenbachtaltreffen und das Singen zum Volkstrauertag im Vordergrund.

Weiterhin wurden noch verschiedene Liederabende besucht und bei zahlreichen Jubiläen von Vereinsmitgliedern ein Ständchen dargeboten. Vom Verein durchgeführt wurden wiederum zusammen mit dem Kelterverein ein Sommerfest, der traditionelle weihnachtliche Familienabend und der Seniorennachmittag für die beiden Dörfer.

Einen ausführlichen über die Arbeit des im März neu gegründeten Kinderchores erstattete in Vertretung der Jugendleiterin Diana Reining Chorleiterin Minette Kraft. Nach deren Worten singen zurzeit in diesem Chor 24 Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren, die teilweise auch aus Nachbarorten kommen. Neben den Proben ist der Nachwuchs im vergangenen Jahr bereits schon zweimal aufgetreten.

Wie Kraft weiter ausführte, seien für dieses Jahr vier öffentliche Auftritte geplant, wobei die Teilnahme am Kinder-, Schul- und Jugendchor-Konzert des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes in Lauter anstehe, was zugleich auch ein Höhepunkt sein dürfte.

Über die finanzielle Lage des Vereins gab Rechner Karlheinz Hollederer Auskunft. Er verwies insbesondere auf die notwendigen Investitionen bei der Nachwuchsarbeit, die sich zurzeit auf den Kassenbestand auswirkten. Der Kassenwart und der gesamte Vorstand wurden auf Antrag der Kassenprüfer Roland Voll und Achim Rodinger einstimmig entlastet. Die Prüfung der Kasse wird am Ende des laufenden Geschäftsjahres von Achim Rodinger und Artur Kratz erfolgen.

Unter der Leitung von Reiner Roth stand die turnusgemäße Neuwahl des Vorsitzenden an. Hierbei wurde der seitherige Amtsinhaber Karlheinz Erdmann einstimmig bestätigt. Zum neuen 2. Vorsitzenden wählten die Mitglieder Kurt Scharmann. Das Amt des Rechners, des Schriftführers und des Notenwartes bleibt in den bewährten Händen von Karlheinz Hollederer, Hans-Joachim Siebel und Ernst Paha. Als Beisitzer fungieren für die nächste Wahlperiode Werner Frank, Reinhold Stumpf, Ernst Paha und Andreas Keller.

Einen besonderen Dank erfuhr im Anschluss des nicht anwesenden seitherigen aktiven Mitglied Erich Dörr, der aus gesundheitlichen Gründen am Chorgesang nicht mehr teilnehmen kann.

Nach dem Verzicht auf eine erneute Wiederwahl zum 2. Vorsitzenden ging nach 40 Jahren für den am 8. März 1960 in den Vorstand gewählten aktiven Sänger Heinz Schwanke eine Ära zu Ende. Der 20 Jahre als 2. Vorsitzender und 20 Jahre als 1. Vorsitzender tätige Sangesfreund dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Aus seiner eigenen Erfahrung sieht er die Verjüngung des Vorstandes als eine notwendige Maßnahme. Er beteuerte, auch zukünftig dem Chorgesang die Treue zu halten und "seinem Verein" jede Unterstützung zu gewähren. Zum Dank für seine hervorragende pflichtbewußte Leistung wurde ihm vom 1. Vorsitzenden Erdmann eine Ehrenurkunde und ein Geschenk überreicht.

Auszeichnungen für den regelmäßigen Singstundenbesuch erhielten Werner Frank, Lothar Hillmann, Karlheinz Hollederer, Albert Hofmann, Klaus Kratz, Karl Ruppel, Herbert Rühl, Erwin Volp und Karlheinz Erdmann. Mit dem Hinweis auf einen am 30. September geplanten Tagesausflug und auf die in diesem Jahr für den Männerchor anstehenden 33 öffentlichen Auftritten endete der offizielle Teil dieser Jahreshauptversammlung.

(Karl-Ernst Lind)

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30. Januar 2000

"Alt-Bürgermeister" feiert seinen 80., 2000

Der über die Grenzen seines Heimatdorfes hinaus bekannte Klein-Eichener Erich Funk konnte am vergangenen Sonntag (30. Januar 2000) in Anwesenheit seiner beiden Töchter mit Schwiegersöhnen, den vier Enkeln und einem Urenkel sowie zahlreicher Freunde seinen 80. Geburtstag feiern.

Zu den zahlreichen Gratulanten zählten neben dem Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke, Ortsvorsteher Manfred Daniel, der Männergesangverein und eine unter der Leitung von Otto Biedenkopf stehende Jagdhornbläsergruppe, die ein Geburtstagsständchen präsentierte.

Der seit Oktober 1983 im Ruhestand stehende rüstige Jubilar wurde am 30. Januar 1920 in Gießen geboren. Seine Kindheit verbrachte er in seiner Heimatgemeinde Klein-Eichen, von wo er die Volksschule in Lardenbach besuchte. Im Anschluss half er in der elterlichen Landwirtschaft, die er dann selbst zusammen mit seiner Ehefrau bis zum Jahre 1963 betrieb.

Anschlißend war Erich Funk bis zur Auflösung der T&N-Niederlassung Grünberg bei diesem Unternehmen beschäftigt. Danach fand er in der Verwaltung der Stadt grünberg eine neue Anstellung.

.Die Geschicke seines Heimatdorfes leitete Erich Funk erstmals ab 1952 mit der Übernahme des Amtes als Gemeindevertreter. Von 1960 bis zur Eingemeindung Klein-Eichens nach Grünberg stand Erich Funk der Gemeinde dann als Bürgermeister vor. Nach dem Zusammenschluß wurde er zum Ortsvorsteher gewählt. Dieses Ehrenamt sowie auch das Mandat als Stadtverordneter und Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses durfte er aus beruflichen Gründen jedoch nur bis zum Jahre 1976 ausüben.

Neben seinen politischen Tätigkeiten in verschiedenen Gremien war Erich Funk im Verwaltungsrat der Bezirkssparkasse Grünberg und im Schulverband der Mittelpunktschule Grünberg vertreten. Weiterhin war er Ortsgerichtsvorsteher und Schiedsmann für die Gemeinde Klein-Eichen. Zudem fungierte er als Schöffe beim Amtsgericht Gießen.

Für sein vielseitiges ehrenamtliches Bemühen zum Wohle der Bürger erhielt der im Jahre 1977 als "Stadtältester" ausgezeichnete Klein-Eichener bereits 1975 den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. Weiterhin wurde er 1973 von der Grünberger Gallmärts-Gesellschaft als "Grimmicher Wurzelbürger" aufgenommen.

Eine große Unterstützung erfahren noch heute die heimische Feuerwehr, der Spiel- und Sportvereins und der Männergesangverein. Als Mitgründer des Sportvereins und als Ehrenmitglied des Gesangvereins bietet der auch im privaten Sektor stets Hilfsbereite bei verschiedenen Veranstaltungen seine aktiven Dienste an.

(Karl-Ernst Lind)

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15. Januarr 2000

Goldene Hochzeit 2000

Auf ihren 50. Hochzeitstag können heute (15. Januar 2000) Johanna und Georg Dittrich aus Klein-Eichen blicken. Georg Dittrich wurde 1917 in Frankfurt geboren. Später dann in Hofheim wohnend, wurde der gelernte Schmied im Frühjahr 1937 zum Arbeitsdienst und im Oktober des gleichen Jahres zum Kriegsdienst verpflichtet. Dabei wurde er in Frankreich und Russland eingesetzt, wobei er im Mai 1945 für drei Jahre nach Sibirien in russische Gefangenschaft kam.

Georg Dittrich kam 1949 nach Oberhessen. Neben der Mithilfe in der Landwirtschaft der Schwiegereltern unterhielt Dittrich bis zum Erreichen des Rentenalters eine eigene Schmiede im Dorf. Das passive Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen unternimmt heute regelmäßig seinen täglichen Spaziergang und sieht das Lesen als sein größtes Hobby.

Ehefrau Johanna erblickte als geborene Dörr 1923 das Licht der Welt. Sie half nach der Schule in der elterlichen Landwirtschaft. Heute versorgt die noch rüstige Jubilarin noch immer ihren eigenen Haushalt. Daneben widmet sie sich der Hand- und Gartenarbeit. Auch nimmt sie noch an den Übungsstunden der Seniorengymnastik des Sportvereins teil.

Mit dem goldenen Hochzeitspaar werden am Sonntag neben den drei Kindern und fünf Enkeln noch zahlreiche Verwandte und Freunde das Jubiläum feiern. Glückwünsche wollen weiter Bürgermeister Damaschke und Ortsvorsteher Daniel übermitteln.

(Karl-Ernst Lind)

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08. Januar 2000

Sternsinger

Die Aktion "Dreikönigssingen 2000", die diesmal unter dem Motto "Jesus Christus - Brot des Lebens, damit Kinder heute leben können" stand und von der katholischen Pfarrgemeinde Weickartshain-Seenbrücke organisiert wurde, war wieder von Erfolg gekrönt. Bei der Solidaritäts-Aktion zu Gunsten notleidender Kinder der Dritten-Welt - diesmal war Mexiko auserkoren - konnte die Rekordsumme von 2753,- DM gesammelt werden.

Seit Jahren ziehen die Sternsinger der St.-Anna-Kirche in Seenbrücke, in diesem Jahr unter der Betreuung von Ingrid Heines, Beate Scharmann, Margaret Trüller, Waltraud Eberius, Gudrun Jung, Stefani Trüller und Ernst Paha voller Begeisterung durch die Straßen von Weickartshain, Seenbrücke, Stockhausen, Lardenbach und Klein-Eichen, um Freude und Segen zu bringen.

In vier Gruppen aufgeteilt, besuchten die 22 Kinder beider Konfessionen im Alter von fünf bis elf Jahren in eigens angefertigten Kostümen nicht nur katholische, sondern auch evangelische Familien, um den Segensspruch "C+M+B*2000" an oder über die Tür zu schreiben.

Pfarrer Alexander Vogel, der selbst eine Gruppe leitete, dankte am Samstag (8. Januar 2000) in der St.-Anna-Kirche allen Betreuern und rief den Kindern zu: "Ihr habt was riesig Großes getan, damit Kinder in der anderen Welt leben können." Nach einer Stärkung in gemeinsamer Runde klang die Aktion mit sichtlich zufriedenen Kindern aus.

(hz/gzh)

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