30. Juni 1999

Zum ersten Mal beteiligt sich Klein-Eichen an dem Wettbewerb "Unser Dorf".

Zu dem Hessischen Landesentscheid zum Bundeswettbewerb fand am 30. Juni 1999 eine Besichtigung des Ortes durch eine Bewertungskommission statt.

Bewertet wurden:

 

Allgemeine Entwicklung des Ortes
Bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen
Baugestaltung des Ortes
Grüngestaltung des Ortes
Landschaftsgestaltung des Ortes

 
Von maximal 100 Punkten erreichte Klein-Eichen 79,0. Es blieb eine Urkunde und doch einige Anregungen, die nur umgesetzt werden müssen.
 
09. April 1999

Endspurt für "Unser Dorf"

Acht Dörfer bereiten sich im Landkreis Gießen auf den Endspurt für den Wettbewerb "Unser Dorf" vor, denn Ende Juni Anfang Juli kommt die Bewertungskommission. Früher hätten gärtnerische Aspekte im Vordergrund gestanden - "Blumen und Farben, das war relativ schnell umzusetzen." So Rüdiger Baumgart, Gartenbauoberrat beim Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft in Wetzlar. Heute gehe es darum, langfristige Projekte anzugehen und bürgerschaftliche Aktivitäten zu entwickeln.

Aus dem Landkreis haben sich acht Dörfer für den Wettbewerb angemeldet: die vier Grünberger Stadtteile Klein-Eichen, Lardenbach, Lehnheim und Wetershain, außerdem Laubach-Freienseen, Pohlheim-Holzheim und die Licher Stadtteile Langsdorf und Muschenheim. Sie treten in Konkurrenz zu 36 weiteren Bewerbern aus der Gruppe Mittelhessen: 24 Dörfer aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf und zwölf aus dem Lahn-Dill-Kreis. Am 20. Juni sind die vier Grünberger Stadtteile an der Reihe.

(us/gaz)

 
02. April 1999

MGV im Altenheim

Für die Senioren, aber auch für den Männerchor Lardenbach/Klein-Eichen war der alljährliche Auftritt am Karfreitag (2. April 1999) im Seniorenheim Grünberg wieder eine große Freude. Mit Spannung wartete eine diesmal noch größere Zuhörerschar auf die Darbietung des Chores, der unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug steht.

Mit den Liedern "Im Dorf da geht die Glocke schon", "Swice moje" und "Der Schäfer" stimmten die nahezu 30 Sänger das aufmerksame Publikum auf das Frühjahr ein. Reichlichen Applaus spendeten die Senioren für die Chöre "Gürtel und Tüchlein", "Jenseits des Tales" und "Die zwölf Räuber", bei dem Reiner Roth als Solist auftrat.

Im Namen der Bewohner und der Mitarbeiter des Seniorenheimes sprach Karl-Otto Bingmann den Dank an die Sänger aus. Der Vorsitzende des MGV Lardenbach/Klein-Eichen, Karlheinz Erdmann, wünschte den Anwesenden eine glückliche und gesunde Zukunft und versprach zugleich für den Karfreitag des kommenden Jahres den nächsten Auftritt.

(Karl-Ernst Lind)

 
21. März 1999

Tischtennis

In der Bezirksklasse 2 der Herren bleibt Platz zwei in der Tabelle weiter umkämpft. Auch der TTC Ilsdorf/Lardenbach ist ein Kandidat für diesen Rang. Im Spel gegen den TSV Ober-Ohmen präsentierte sich der TTC auch diesmal wieder als kompakte Mannschaft und war vor allem im zweiten Durchgang nicht mehr zu bremsen.

Bei 20:11-Sätzen geht der Sieg (9:4) durch die Punkte von Gunter Berg/Ruppel sowie durch Gunter Berg, Jochen Hansel, Frank Hollederer, Dieter Ruppel und Daniel Berg vollkommen in Ordnung und stehen nun auf Platz 4 der Tabelle.

(ahz/gaz)

 
20. März 1999

Umwelttag

Vierzehn Personen aus Lardenbach und Klein-Eichen betätigten sich am Samstag (20. März 1999) als "Saubermänner". Bei der zum zweiten Mal durchgeführten Aktion wurde von den Helfern wieder jede Menge Unrat eingesammelt. Aufgeteilt in mehreren Gruppen, wurden von Gerhard Pernak, Lothar Pleik, Kurt Scharmann, Peter Swoboda, Herbert Seipel, Frank Pernak, Artur Kratz, Karl-Ernst Lind, Manfred Daniel, Werner Zimmer, Christoph Voll, Marco Biedenkopf, Timo Faust und Jochen Hansel die Gemarkungswege und die Ränder und Gräben der Zufahrtsstraßen beider Stadtteile von Blechdosen, Flaschen und sonstigem Müll befreit. Nach der mehrstündigen Müllsammlung spendete Metzgermeister Hans-Georg Kielbassa zur Freude und Stärkung der fleißigen Helfer ein deftiges Frühstück.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
19. März 1999

Bilanz des Obstbauvereins

Mit dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen, Hans Ferdinand Mölcher, begann am Freitag (19. März 1999) die Mitgliederversammlung. Mölcher stellte dabei die Baumpflege und das Keltern heraus und dankte neben allen Vereinshelfern besonders Karlheinz Hollederer, der im Vorjahr für einen reibungslosen Ablauf beim Keltern gesorgt habe.

Verschiedene Mitglieder nahmen auch an der Müllsammelaktion teil. Für das Gesellige im Vereinsjahr 98 habe das Sommerfest gestanden. Eine Versteigerung konnte aufgrund fehlenden Obstes nicht stattfinden. Den Kassenbericht erstattete Roland Voll. Auf Antrag der Kassenprüfer Arno Böcher und Ernst Zimmer wurde der Vorstand entlastet.

Trotz der mäßigen Obsternte wurden laut Zweitem Vorsitzenden Gerhard Pernak insgesamt 239 Füllungen mit etwa 20000 Liter Most gekeltert. Dank zollte Pernak den 20 Mitgliedern und Helfern, die an der Säuberungsaktion, dem Reinigen des Kelterraumes und der Pflege der Obstbäume beteiligt waren sowie den Verein durch anderweitige Tätigkeiten und Spenden unterstützten. Zugleich forderte er auch die Mitglieder zur Mithilfe im Jahre 1999 auf.

Laut Bericht des verhinderten Baumwartes Johann Zimmer werden derzeit 66 Obstbäume vom Verein verwaltet und größtenteils vom Baumwart versorgt. Dieser bemängelte, dass fast alle Bäume beim Bürgerhaus in Erdbodenhöhe offensichtlich bei den Grasmäharbeiten durch die Stadt stark beschädigt wurden. Weiterhin seien am Festplatz auch die Pfähle beseitigt worden, so dass die Bäume nun schief stünden.

Für die Vorbereitung und Durchführung des Sommerfestes erklärten sich Christa und Bernd sowie Klaus und Marie-Luise Kratz bereit. Unter "Verschiedenes" boten gleich mehrere Mitglieder zukünftig eine Patenschaft für verschiedene Obstbäume an. Angeregt wurde zudem eine Besichtigung einer großen Mosterei und die Anmietung eines Mähgerätes für die notwendige Wiesenpflege.

(Karl-Ernst Lind)

 
14. März 1999

Tischtennis

Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase war der TTC Ilsdorf/Lardenbach im Heimspiel der Bezirksklasse 2 Herren (7. März 1999) gegen den SV Ruppertenrod dann klar überlegen und kam mit 9:4 zu einem standesgemäßen Sieg, der den Gastgebern zunächst den dritten Tabellenplatz einbrachte. Die Doppel Gunter Berg/Ruppel und Daniel Berg/Jochen Hansel hatten für die Anfangsführung gesorgt, bevor Gunter Berg, Jochen Hansel, Frank Hollederer und Dieter Ruppel den 6:3-Pausenstand erzielten. Ein klarer und deutlicher Doppelschlag von Gunter und Daniel Berg zu Beginn der des zweiten Durchganges ergab das schnelle 8:3. Karl-Heinz Schmidt konnte gegen Jochen Hansel noch einmal verkürzen, bevor der zweite Einzelsieg von Frank Hollederer den 9:4-Endstand ergab.

Eine Woche später entwickelte sich von Anfang an eine spannende und kampfbetonte Partie zwischen dem TTC Ilsdorf/Lardenbach und der TSG Nieder-Ohmen. Die Gäste hatten zunächst den besseren Start und erspielten sich eine 2:1-Führung, Hollederer/Ulrich Hansel hatten für den TTC gepunktet. In den nachfolgenden Spielen wechselte die Führung hin und her, ohne daß sich eine Mannschaft absetzen konnte. Beim 8:7 für die Gastgeber sicherten dann Wendel/Helmich am Ende das gerechte Remis. Bei den Gastgebern hatten Gunter Berg, Frank Hollederer, Dieter Ruppel und Ulrich Hansel ihre Stärken unter Beweis stellen können. Doch rutschte der TTC in der Tabelle auf Rang 5 ab.

(gaz)

 
12. März 1999

Jahreshauptversammlung des Sportvereins

Bei der Jahresversammlung des SSV Lardenbach/Klein-Eichen gab Vorsitzender Thomas Mölcher zunächst einen Überblick über das abgelaufene Vereinsjahr. Hierbei verwies er auf die Mithilfe beim Theaterabend, auf den Ortssporttag mit Kinderfest in Verbindung mit dem Grillhüttenjubiläum sowie die EVG-Wanderung. Erfreut zeigte er sich, dass neben Damen- und Seniorengruppe sowie den "Crazy Girls" zum Jahresende noch eine Nachwuchsgruppe unter Leitung von Sandra Erdmann und Anja Mölcher gegründet wurde. Positiv fiel auch der Kassenbericht von Gerda Weeke aus. Auf Antrag der Kassenprüfer Bernhard Sauer und Gunter Berg wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Eine erfreuliche Bilanz vermeldete Fußball-Abteilungsleiter Reinhard Mölcher Nach dem 11. Platz im Vorjahr konnte die "Erste" der SG Lardenbach/Weickartshain in der laufenden Sasion zum Jahresende den 3. Platz belegen. Mölcher zollte dabei dem neuen Trainer Oliver Fritsch Anerkennung. Ebenso erfolgreich spielte die Zweite Mannschaft (derzeit 4. Platz). Dank sprach Mölcher Klaus Kratz und Rudi Hassinger aus, die durch ihre vorbildliche Arbeit Vereinsheim und Sportplatz instand hielten.

Für den verhinderten Betreuer der Altherrenmannschaft, Eduard Schmidt, berichtete Joachim Rühl: von 14 Spielen konnten immerhin fünf gewonnen werden. Die Fahrt nach Lehenrotte, wo unter Leitung von Nationalspieler Anton Pfeffer ein "Länderspiel" stattfand, war auch der gesellige Höhepunkt.

Die Leiterin der Seniorengymnastikgruppe, Fanny Voll, konnte von 40 Übungsstunden mit guter Beteiligung und der Teilnahme am Aktionstag "50 plus" berichten. Angeschnitten wurde von der nunmehr ausgebildeten Übungsleiterin die alters- und gesundheitsbedingten Ausfälle. Sie appellierte an alle, auch männlichen Mitglieder, den "Nachwuchssorgen" entgegen zu wirken.

Von vielen Aktivitäten der Damen- und der Nachwuchsgruppe "Crazy Girls" berichtete Abteilungsleiterin Sigrid Ruppel. Neben den je 45 Übungsstunden gab es jede Menge Auftritte, etwa der Damen der Gymnastikshow in Stangenrod oder bei einem Liederabend hier vor Ort sowie der "Crazy Girls" bei den Gymnastikshows in Stockhausen und Bobenhausen. Ruppel berichtete schließlich von der Gründung der Kindergruppe "Diddl's", die schon kurz nach ihrer Entstehung bei der Gymnastikshow in Lehnheim auftrat. Ruppel dankte ausdrücklich ihrer Vertreterin Marie-Luise Kratz.

Wanderwart Manfred Lind berichtete von 725 Teilnehmern an der EVG-Wanderung. Der SSV war mit 148 Meldungen bei EVG-Veranstaltungen beteiligt. Lind wünschte sich, dass mehr Mitglieder die Wanderabteilung unterstützten.

Für 15jährige aktive Mitgliedschaft wurden bzw. werden Jochen Hansel, Stefan Weeke und Armin Seipel, für 25 Jahre passive Vereinstreue Andreas Nickel, Jürgen Hofmann und Hans-Georg Kielbassa geehrt.

Das Ergebnis der problemlosen Vorstandswahlen: Vorsitzender Thomas Mölcher, Stellvertreter Thorsten Schätzle, Kassenverwalterin Gerda Weeke; Beisitzer Eduard Schmidt, Abteilungsleiter und deren Vertreter: Reinhard Mölcher jun./Joachim Rühl (Fußball), Manfred Lind/Arno Böcher (Wandern), Sigrid Ruppel/Fanny Voll (Gymnastik).

In einem Ausblick wünschte der Vorsitzende, dass ein Stauraum ans Bürgerhaus angebaut wird. Dem stetig wachsenden SSV sollten die besten Voraussetzungen gegeben sein. Weil eben die entsprechenden Sportgeräte gelagert werden müssen. Zum Abschluß verwies der Vorsitzende auf die nächsten Termine. Und er machte eine Zusage zur Unterstützung der 1225-Jahr-Feier Lardenbachs in 2001.

(Karl-Ernst Lind)

 
11. März 1999

Fußball

In der Kreisliga B Gießen Süd empfing die Spielgemeinschaft Lardenbach/Weickartshain am 7. März den MTV 1846 Gießen. Die Gastgeber starteten gut in die Partie und gingen nach drei Minuten durch Treffer von Stefan Weeke in Front, nach zehn Minuten gelang Steffan Siegel jedoch per Foulelfmeter der Ausgleich. Fünf Minuten später brachte Sven Krauss die Gastgeber zum zweiten Mal in Front und zeichnete auch für das 3:1 verantwortlich. Vier Minuten später erhöhte Uli Hansel auf 4:1, Jens Pernak machte in der 41. Minute den 5:1 Pausenstand perfekt.

Auch in der zweiten Halbzeit diktierte die SG das Spielgeschehen: Oliver Fritsch markierte per Foulelfmeter das 6:1, Jens Pernak baute den Vorsprung in der 75. Minute dann auf 7:1 aus. Steffen Siegel traf in der 81. Minute zum 2:7 für den MTV, Peter Schmitt und Thomas Mölcher sorgten dann am Ende für den auch in dieser Höhe durchaus verdienten 9:2 Heimerfolg der Spielgemeinschaft.

Am 11. März spielte die SG gegen Kurdischer FC Gießen. Die Gäste hatten zur Pause bereits durch zwei Tore von Dogan mit 2:0 in Führung gelegen. Die SG Lardenbach/Weickartshain drehte nach dem Kabinengang den Spieß um und kam durch Pernak, Schäfer und nochmals Pernak zur 3:2-Führung. Dogan mit seinem dritten Tagestreffer stellte den verdienten 3:3 Endstand her. In der Kreisliga B Gießen Süd belegt die Spielegemeinschaft Lardenbach/Weickartshain den dritten Platz.

(gaz)

 
04. März 1999

Info-Abend zur Dorferneuerung

Bereits im Januar übergab der hessische Finanzminister Karl Starzacher den Bewilligungsbescheid für die Dorferneuerung in Lardenbach und Klein-Eichen an Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke. Die beiden zusammengewachsenen Ortsteile der Gallusstadt gehören seither offiziell zu den 264 hessischen Dörfern, die über das Dorferneuerungsprogramm des Landes gefördert werden.

Am Donnerstag (4. März 1999) fanden sich rund 60 Bürger beider Orte im Dorfgemeinschftshaus zu einem Informationsabend ein. Referent war Jürgen Schneider vom Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft (ARLL) in Wetzlar. Schneider klärte die Besucher über die Struktur des Programms, die möglichen Förderungen sowie die weitere Vorgehensweise auf.

Für Lardenbach und Klein-Eichen beginnt jetzt die sogenannte "Klärungsphase", die insgesamt sechs Monate dauern und von den Moderatoren eines Fachbüros begleitet werde. Zusammen mit den Bürgern, der Gemeinde und dem ARLL werde in thematischen Arbeitsgruppen über öffentliche Projekte und ihre Durchführung diskutiert. Man müsse dabei realistisch bleiben und nicht vergessen, dass die Mittel begrenzt seien. "Wir wollen keine Luftschlößer bauen", sagte Schneider.

Gegründet werde in dieser Phase von den Bürgern, die sich aktiv an dem öffentlichen Teil der Dorferneuerung beteiligen wollen, der "Arbeitskreis Dorferneuerung". Dieser solle Informationsaufgaben übernehmen, Veranstaltungen organisieren und Entscheidungen über Planungen und Maßnahmen verantwortlich mittragen.

Ergebnis der Klärungsphase soll das örtliche Handlungskonzept sein, in dem alle anstehenden Projekte und Maßnahmen dargestellt werden. Ziel der folgenden ersten Umsetzungsphase sei die Realisierung der im örtlichen Handlungskonzept festgehaltenen Aufgaben und Maßnahmen sowie die Erarbeitung eines Dorfentwicklungsplanes. In einem zeitlichen Rahmen von acht Jahren werden weitere Umsetzungsphasen folgen.

Während kommunale Maßnahmen erst nach Aufstellung des Dorfentwicklungsplanes gefördert werden können, seien private Maßnahmen ab sofort förderungsfähig, erklärte Schneider. Unterstützt werden strukturverbessernde Maßnahmen (z. B. Umbau einer alten Scheune) sowie bauliche Maßnahmen zur Erhaltung, Gestaltung oder Verbesserung der Bausubstanz mit ortsprägendem Charakter. Die Höhe der Zuschüsse sei von der jeweiligen Maßnahme abhängig.

Jürgen Schneider wies darauf hin, dass nur solche Maßnahmen förderungsfähig seien, die vor der Antragstellung noch nicht begonnen wurden. Wer eine Maßnahme plane, solle sich zunächst mit dem ARLL in Verbindung setzen, um über die Vorgehensweise beraten zu werden. Allen Interessenten stehe ebenfalls eine unverbindliche und kostenlose Beratung durch das Fachbüro zu.

Während des Treffens informierte Schneider die Lardenbacher und Klein-Eichener ebenfalls über den Wettbewerb "Unser Dorf", an dem beide Orte teilnehmen. Anhand von Dias zeigte er Maßnahmen aus Dörfern, die erfolgreich an dem Wettbewerb teilgenommen haben.

(frz/gaz)

Fotos

 
27. Februar 1999

Mitgliederversammlung der "Eintracht"

Schwerpunktthema der vom ersten Vorsitzenden Karlheinz Erdmann geleiteten Jahreshauptversammlung des Männergesangvereins Lardenbach/Klein-Eichen im Gasthaus Dietz waren am vergangenen Samstag (27. Februar 1999) die Bemühungen um den Nachwuchs. Hierbei informierte der Vorsitzende die Mitglieder, dass nunmehr die schon lange Zeit ins Auge gefasste Gründung eines Kinderchores in die Tat umgesetzt werden konnte. Die erste Singstunde werde unter der Leitung von Minette Kraft am 8. März stattfinden. Zudem biete der kulturpflegende Verein ab Mai für derzeit alle noch unentschlossenen Sangesfreunde erstmals Schnupper-Singstunden an.

Nach der Begrüßung der Mitglieder und des Chorleiters Ottmar Hasenpflug ging Erdmann auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr ein. So berichtete er von 35 Singstunden. Bei 20 verschiedenen Anlässen sei der Chor zudem öffentlich aufgetreten. Neben dem Singen bei diversen Mitgliederjubiläen seien besonders die Auftritte beim 25jährigen Bestehen der Großgemeinde Grünberg, beim Hasenpflug'schen Chortreffen in Hattenrod, beim Seenbachtaltreffen in Weickartshain, beim Jubiläum der VdK-Ortsgruppe Lardenbach und bei den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag zu erwähnen.

Musikalische Darbietungen gab es zudem noch im Seniorenheim in Grünberg, bei einem Gottesdienst in der Kirche in Lardenbach sowie bei dem vom Verein für die öffentliche Weihnachtsfeier und den Seniorennachmittag für beide Grünberger Stadtteile. Auch als Mitveranstalter des Sommerfestes habe der Verein Mitverantwortung getragen. Abgerundet worden sei das sehr rege Jahr von dem Besuch des Sängerfestes in Ulrichstein und der Teilnahme am Kritiksingen in Grünberg.

Für die vielseitige Unterstützung und die regelmäßige Teilnahme an den Singstunden dankte Erdmann allen Mitgliedern. Außerdem zeichnete er die Sänger Werner Frank, Karlheinz Hollederer, Reiner Felsing, Herbert Rühl und Heinz Schwanke, die lediglich eine Singstunde gefehlt hatten, mit einem Geschenk aus. Ein Präsent erhielten auch Hans-Joachim Siebel, Werner Siedler, Hans-Ferdinand Mölcher, Karl-Ernst Lind und Wilfried Berg für ihren regelmäßigen Singstundenbesuch.

Den Kassenbericht verlas Rechner Karlheinz Hollederer. Er wurde wie der gesamte Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Roland Voll und Kurt Scharmann anschließend einstimmig entlastet. Für den ausscheidenden Kassenprüfer Kurt Scharmann wurde Achim Rodinger für die nächsten beiden Jahre einstimmig gewählt. Nach eingehenden Erläuterungen sprach sich die Versammlung für die Erhöhung des Jahresbeitrages um vier auf nunmehr 24 Mark aus. Bedingt durch die anlaufenden Nachwuchsförderungen gab es hier keine Gegenstimmen.

Zum Abschluß der von dem Männerchor unter Leitung von Ottmar Hasenpflug umrahmten Versammlung verwies Erdmann noch auf einige Termine im laufenden Jahr. So steht neben dem vorgesehenen Hasenpflug'schen Chortreffen die Durchführung des Sommerfestes, der öffentlichen Weihnachtsfeier und des Seniorennachmittages auf dem Programm.

(Karl-Ernst Lind)

 
07. Februar 1999

Landtagswahl 1999

Die Wahlen zum 15. Hessischen Landtag fanden am 7. Februar 1999 statt. Obwohl die Forschungsinstitute einen Wahlsieg der rot-grünen Landesregierung sowie ein Hervorgehen der SPD als stärkste Partei vorhergesagt hatten, konnte die CDU mit 43,4 % deutlich zulegen und gegenüber 1995 den Vorsprung vor der SPD ausbauen. Während letztere leichte Stimmengewinne verbuchen konnte, führten die großen Stimmenverluste der GRÜNEN dazu, dass die bisherige Landesregierung ihre Mehrheit verlor. Die FDP kam mit 5,1 % knapp über die 5%-Hürde. Den nur leichten Gewinnen der SPD standen Zugewinne von 4,2 Prozentpunkten durch die CDU gegenüber. Damit erhielten CDU und FDP eine sehr knappe Mehrheit. Neuer Ministerpräsident wurde Roland Koch (CDU).

In Klein-Eichen waren 182 Bürgerinnen und Bürger zur Wahl des Hessischen Landtages aufgerufen. Im Vorfeld haben davon 12 von der Möglichkeit der Briefwahl gebrauch gemacht. Auf den Weg zum Wahllokal im ehemaligen Backhaus machten sich 129 Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung mit den Briefwählern lag bei 77,5%. Zwei Stimmabgaben waren ungültig.

Das Ergebnis (ohne Briefwahl!):

  Klein-Eichen     Lardenbach  
Wahlberechtigt: 182     326  
Wähler: 129 70,8%   205  
Wähler (mit Briefwahl): 141 77,5%      
Ungültige Stimmen : 0 (Erststimme) 2 (Zweitstimme)      
           
Davon entfielen auf (ohne Briefwahl): Erststimme Zweitstimme   Erststimme Zweitstimme
CDU
56 (43,4%) 56 (44,1%)   57,8% 56,6%
SPD
52 (40,3%) 51 (40,2%)   34,5% 34,6%
GRÜNE
9 (7,0%) 9 (7,1%)   1,0% 0,5%
FDP
7 (5,4%) 4 (3,2%)   1,9% 4,4%
REP
5 (3,9%) 5 (3,9%)   4,9% 3,9%
Tierschutzpartei
- 0   - 0,0%
Die Frauen
- 1 (0,8%)   - 0,0%
PASS
- 0   - 0,0%
DKP
-- 0   - 0,0%
BüSo
- 0   - 0,0%
FWG
- 0   - 0,0%
PBC
0 0   0,0% 0,0%
DHP
- 0   - 0,0%
Naturgesetz
0 0   0,0% 0,0%
ödp
- 0   - 0,0%
NPD
- 1 (0,8%)   - 0,0%
BFB
- 0   - 0,0%
 
02. Februar 1999

Grünberger Umweltbericht

Die Stadt Grünberg legt nach 19995, 19996 und 97 mit dem neuen "Umweltbericht" bereits zum vierten Mal eine solche Bestandsaufnahme vor. Umweltberaterin Emma Maier hat den Maßnahmekatalog zusammengestellt, in der jüngsten Sitzung (Januar 1999) des Landwirtschafts- und Umweltausschuss präsentierte sie die "Umweltbilanz" für 1998.

Der Umweltbericht informiert über durchgeführte wie auch angestrebte Projekte. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit Maßnahmen zum Trinkwasserschutz. Grundsätzlich stellt Maier dem voran, dass in Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien Grenz- und Richtwerte für Wasserinhaltsstoffe festgelegt sind, die in Zusammenarbeit von Wasserwerken, Wissenschaft und Behörden ermittelt worden seien. Grenzwerte sind höchstzulässige Konzentrationen bestimmter Stoffe im Trinkwasser.

Um den Forderungen der Trinkwasserverordnung zu entsprechen, werde das Wasser aller sieben Brunnen in Grünberg jährlich Untersucht. Dabei habe es keinerlei Beanstandungen bezüglich der Grenzwerte gegeben. Das Wasser sei lediglich etwas aggressiv. Der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser liegt bei 50 mg/l, der Nitratgehalt des Grünberger Trinkwassers lag 1998 zwischen 16 und 25 mg/l, einzig in Harbach lag er bei 36 mg/l, wie Maier ausführt.

Das Trinkwasser hatte 1998 in den Grünberger Wassergewinnungsanlagen folgende Härten: Beltershain, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Lehnheim, Lumda, Queckborn, Reinhardshain, Stangenrod, Stockhausen und Weitershain jeweils Stufe 2 (mittel), Klein-Eichen, Lardenbach und Weickartshain 1 (weich). Verursacht wird die Härte durch die gelösten Erdkalien Calcium und Magnesium.

Der Wasserbezug Grünbergs lag im Durchschnitt der Jahre 1993 bis 1997 bei rund 948 000 cbm, die Wasserabgabe aber bei rund 790 000 cbm. Somit ergebe sich ein durchschnittlicher Wasserverlust von rund 158 000 cbm (16 Prozent des Wasserbezugs). Der Wasserbezug ist seit 1993 rückläufig. Maier: "Dieser Trend wird sich in Zukunft nicht fortsetzen. Im Jahr 2000 steigt der Wasserbedarf".

Für den untersuchten Zeitraum von 1988 bis 1997 lag der höchste Wasserbezug bei einer Gesamtmenge von 1 083 728 cbm Wasser. Danach ging die Wasserlieferung relativ kontinuierlich zurück auf 880 111 cbm im Jahr 1997. Die Eigenförderung betrug 1997 568 176 cbm, die Stadtwerke Gießen lieferten 73 660 cbm, die Gemeinde Mücke 14 524 cbm und die Dieberggruppe 223 751 cbm Wasser.

(gaz/tb)

 
29. Januar 1999

Minister übergibt Bescheid für Dorferneuerung, 1999

Seit Freitag abend (29. Januar 1999) gehören Klein-Eichen und Lardenbach offiziell zu den 264 hessischen Dörfern, die im Dorferneuerungsprogramm des Landes sind. Im Feuerwehrgerätehaus übergab der hessische Finanzminister Karl Starzacher den Bewilligungsbescheid an Bürgermeister Siegbert Damaschke. Bedingt durch die geographische Lage der beiden zusammenhängenden Ortschaften bestehe ein miteinander verflochtenes dörfliches Leben, das sich in der gemeinsamen Infrastruktur und der gemeinsamen Teilnahme am Landeswettbewerb "Unser Dorf" widerspiegele, so der Minister. Zentrale Ziele der Dorferneuerung seien Ausbau und Sanierung von Gebäuden im Ortskern zur Erhaltung des Dorflebens sowie die Ortsbildverbesserung.

Bürgermeister Damaschke dankte den Bürgern Klein-Eichens und Lardenbachs, für ihr "starkes Engagement". Ferner hoffte der Bürgermeister, dass in den nächsten Jahren auch der Grünberger Ortsteil Weitershain in das Programm aufgenommen werde. "Der erste Schritt ist gemacht. Jetzt gilt es: Ärmel hoch und auf geht's", sagte Damaschke.

Lardenbachs Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann dankte allen Helfern und äußerte den Wunsch, weiterhin so harmonisch zusammenzuarbeiten, wie bisher. Manfred Daniel, Ortsvorsteher von Klein-Eichen, sprach von einem "freudigen Tag" für beide Gemeinden. "Je mehr Mitbürger Hand anlegen, desto sinnvoller wird das Ergebnis sein", sagte Daniel.

Jürgen Schneider, Referent für Dorferneuerung beim ARLL Wetzlar: "Ich war überrascht über die enormen Aktivitäten der Lardenbacher und Klein-Eichener." Durch die Maßnahme solle, so Schneider, unter anderem die regionale Identität und das örtliche Handwerk gestärkt werden.

Auch Starzacher verwies auf die Stärkung des örtlichen Handwerks. Bei staatlichen Gesamtinvestitionen von über 569 Millionen Mark seit 1991 könne von einem Auftragsvolumen von über 2,5 Milliarden Mark für kleine und mittlere Betriebe ausgegangen werden, so Starzacher. "Wir wollen die dörfliche Tradition bewahren und gleichzeitig die Innovation in den hessischen Dörfern weiter vorantreiben", sagte der Minister zur Zielsetzung. Die Dorferneuerung sei in den letzten acht Jahren mit einem durchschnittlichen Zuschußvolumen von 60 bis 85 Millionen Mark eine "Initialzündung" für den ländlichen Raum gewesen.

Tenor am Abend: Das Dorferneuerungsprogramm läßt sich nicht auf ein "Dorfverschönerungsprogramm" reduzieren. Das Programm fördere die Entwicklung moderner Technologien ebenso wie den sozialen Zusammenhalt im Dorf.

(gaz/frz)

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24. Januar 1999

TTC Ilsdorf/Lardenbach ohne Mühe, 1999

Der TV Lich dürfte auf dem Weg zur Tischtennis-Meisterschaft der Bezirksklasse 2 wohl nicht mehr zu bremsen sein. Im Verfolgerduell bezwang der TTC Ilsdorf/Lardenbach den TSV Grünberg überaus deutlich. Das Spiel wurde zu einer unerwartetet klaren und einseitigen Angelegenheit der Gastgeber. Die hatten sich zunächst durch Gunter Berg/Ruppel und Hollederer/Uli Hansel eine 2:1-Anfangsführung erkämpft. Für Grünberg hatten in dieser Phase Krause/Scharmann, ebenfalls im dritten Satz gegen Daniel Berg/Jochen Hansel den Gegenpumkt erzielt.

Im Anschluß dominierten aber nur noch die Gastgeber. Teilweise klare Siege von Gunter Berg, Daniel Berg, Jochen Hansel, Frank Hollederer und Dieter Ruppel ergaben das 7:1, ehe im hinteren Paarkreuz Ulrich Hansel gegen Manfred Dörr den kürzeren zog. Es war aber nur Ergebniskosmetik, denn es blieb bei diesem Einzelsieg der Gäste. Gunter und Daniel Berg gewannen nun auch im umgekehrten Aufeinandertreffen gegen Daniel Kline und Thomas Krause und machten den verdienten, in der Höhe überraschenden 9:2-Sieg.

In der Tabelle der Tischtennis Bezirksklasse 2 Mitte belegen Ilsdorf/Lardenbach nach nun 13 Spielen den 5. Rang.

(gaz/ahz)

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15. Januar 1999

JHV der Feuerwehr

Zur Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen in der Gaststätte Dietz, am 15. Januar 1999, hieß Vorsitzender Dieter Faust neben weiteren 28 Mitgliedern dieser Tage auch Stadtbrandinspektor Frank Ide willkommen. Nach dem Gedenken an das verstorbene Mitglied Reinhold Bonarius verlas Schriftführer Heinz Lindenberger das Protokoll der letztjährigen Versammlung.

Wehrführer Marco Biedenkopf berichtete von der Einsatzabteilung im vergangenen Jahr. Da in 1998 keine Einsätze zu absolvieren waren; lag der Schwerpunkt bei den durchgeführten Übungen der insgesamt 18 Aktiven. Erwähnt wurde vom Wehrführer zudem, dass auch drei Frauen zum Wohle der Allgemeinheit ihren Dienst in der Feuerwehr versehen.

Stadtbrandinspektor Ide dankte den Mitgliedern der Einsatzabteilung für deren Einsatzbereitschaft. Eine positive Bilanz des 98 Mitglieder zählenden Vereins wies Kassenwart Werner Zimmer vor. Er, wie auch der gesamte weitere Vorstand, wurden auf Antrag der Kassenprüfer Axel Roth und Klaus Hansel einstimmig entlastet. Zum Nachrücker wurde für den ausscheidenden Kassenprüfer Axel Roth dann Uwe Schlegelmilch gewählt.

Den Beitrag kassieren 1999 Christoph Voll und Nadja Schmidt. Für den beruflich verhinderten Gerätewart übernahmen Christoph Voll und Timo Faust dessen Aufgaben.

(Karl-Ernst Lind)

 
10. Januar 1999

Sternsinger im Seenbachtal

Mit einem Abschlussgottesdienst am Sonntag in der St. Anna-Kirche in Seenbrücke beendeten die Kinder und Helfer der St.-Anna-Pfarrgemeinde die Sternsinger-Aktion, die in diesem Jahr unter dem Motto "Schomobeto, damit Kinder heute leben können" stand. Den Dank für ihren vorbildlichen Einsatz zollte hierbei Pfarrer Janusz Piotrowski (Laubach) den beteiligten Mädchen und Jungen Lisa Willumat, Nadja Ortmann, Julia Reitz, Marie-Christin Opper, Christiana Trüller, Stefanie Trüller, Katrin Trüller, Anna Louise Trüller, Karl Felix Trüller, Ina Schötterl, Marina Heines, Maximilian Heines und Hanna Repp.

Unterstützung erhielten die fleißigen Spendensammler in Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain durch die Betreuer Ingrid Heines, Waltraud Eberius, Margaret Trüller, Beate Scharmann, Markus Müller und Ernst Paha. Bei der auch heute wieder erfolgreichen Sammlung kamen 2300 Mark zusammen, die in voller Höhe von der Pfarrgemeinde an das zuständige Bistum weitergeleitet werden.

(Karl-Ernst Lind)

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06. Januar 1999

Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm

Zwei von vier kamen durch: Lich-Muschenheim sowie Lardenbach/Klein-Eichen (einen gemeinsamen Antrag gestellt) sind zum 1. Januar 1999 in das Landesprogramm "Dorferneuerung" aufgenommen worden. Dies bestätigte auf Nachfrage das Wirtschaftsministerium in Wiesbaden. Die drei Dörfer haben allen Grund zur Freude, zählt doch die Dorferneuerung zu einem der letzten "Füllhörner" des Landes, die noch mit erheblichen Fördersummen ausgestattet sind. Wiesbaden stellt dieses Jahr wieder über 60 Millionen Mark bereit.

Gefördert werden 264 der insgesamt rund 2400 hessischen Dörfer, auf eine regional gleichmäßige Verteilung wird geachtet. Für den Kreis Gießen, so hatte das hier federführende Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft Wetzlar denn auch im Herbst bereits klargemacht, könnten nur zwei Neuaufnahmen erwartet werden. So kam es nun auch. Was des einen - eben Muschenheim und Lardenbach/Klein-Eichen - Freud'. ist des anderen Leid: die Anträge für Langgöns-Cleeberg und Grünberg-Weitershain wurden abgelehnt.

Ziel des Landesprogramms ist grundsätzlich der Erhalt bzw. die Entwicklung der Vielfallt des dörflichen Lebens. Neben der Sicherung der Grundversorgung, der typischen Bausubstanz, von Strukturen sozialer Selbsthilfe und dörflicher Kultur stehen die Schaffung von Wohnraum und die Sicherung von Arbeitsplätzen obenan. Ferner fördert das Programm die Direktvermarktung, den Tourismus und Betriebserweiterungen. Mittel fließen in kommunale Vorhaben, vor allem aber in private Maßnahmen; die erhebliche Förderung etwa des Umbaues von Scheunen bei kostenfreien Beratung der Bauherren.

Im Bereich der Großgemeinde Grünberg war zunächst Queckborn in der Dorferneuerung, die neun Jahre dauernde Förderung für Lehnheim läuft 1999 aus. Dort wurde dank Landesförderung bisher ein Investitionsklima von über 4,5 Millionen Mark angeschoben. Nicht weniger als 65 private Maßnahmen wurden gefördert, mindestens zehn Wohnungen in ehemals landwirtschaftlichen Nebengebäuden geschaffen, und gar ein Lebensmittelladen konnte wieder eröffnet werden (Stand Mitte 1998).

Für Lardenbach und Klein-Eichen wurde von einer "Dorferneuerungs-AG" bereits eine umfassende Liste mit Vorschlägen erstellt, mit denen man sich Beiträge zum Erhalt der dörflichen Struktur sowie der "allgemeinen Lebensqualität", aber auch zur Verbesserung des Ortsbildes und zur Förderung des Fremdenverkehrs und der Freizeit- und Sportangebote erhofft.

Für Lardenbach sind danach u.a. vorgesehen: Neugestaltung des Spielplatzes, der Grünfläche am Bürgerhaus, des Bereichs am Gerätehaus sowie am Backhaus Seentalstraße (Ziel: Dorf- und Kommunikationsplatz). Mit öffentlichen Zuschüssen saniert und/oder neugestaltet werden sollten das Gerätehaus, das Mahnmal am Friedhof, der Dorfteich und die Grenzgrabenbrücke (Bruchsteinmauer als Geländer). Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung werden gefordert für die gesamte Seentalstraße sowie an deren Einmündung in die Straße "Am Larbach"; zudem Pflasterungen in Kreuzubgsbereichen und eventuell Tempo-30-Zone.

Neben der Erstellung einer historischen Schrift und Fortführung des Lardenbacher Archivs hat die "Dorferneuerungs-AG" eine bessere Nutzung der natürlichen Ressourcen der Vogelsberggemeinde für die Naherholung in ihre Wunschliste aufgenommen, dafür zum Beispiel den Ausbau der Wanderwege ins Auge gefasst.

Klein-Eichens "Dorferneuerer" schlagen unter anderem als Maßnahme zur Ortsbilderweiterung vor, den ehemaligen Dorfbrunnen in der Sellnröder Straße neu aufzubauen. Eine "einladende Atmosphäre" möchte man durch Entsiegelung, Bepflanzung und Möblierung auf der Freifläche "Kreuzung Hinterdorf" schaffen. Ebenso sollte rund um die Kirche ein "der Einrichtung würdiges Ambiente" entstehen (keine Plastikbank, Vorplatz pflastern). Der Dorfteich sollte rundum neu bepflanzt werden, das Feuerwehrgerätehaus komplett renoviert werden.

Neu errichtet sehen möchten die Klein-Eichener eine Schutzhütte. Und wie in Lardenbach legt man Wert auf die Bewahrung der dörflichen Historie: eine Chronik sollte erstellt werden. Zugunsten der Förderung eines "sanften Tourismus" schwebt den Klein-Eichenern der Bau eines "Gästehauses" mit Bewirtschaftung und Kulturraum für Besucher wie aber auch die Einwohner der beiden Dörfer vor. Fehle doch in dem Ort ein Raum "fürs Kulturelle".

Interessanter, ja spannender gestalten möchte man den Spielplatz, und auch die Klein-Eichener wünschen eine Verkehrsberuhigung: eine Allee, wie sie es dereinst schon mal gab, sollte wieder in der "Sellnröder Straße" entstehen, und das "Sellnröder Kreuz" schließlich sollte neugestaltet werden.

Welche Maßnahmen in den Dörfern letztendlich realisiert werden, das entscheidet der Dorferneuerungsbeirat und das Stadtparlament.

(gaz/tb)

Fotos

 

 

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