19. September 1998

Oberhessischer Weide-Abtrieb

Ganz groß aufgezogen wurde das Grenzgrabenfest am 19. und 20. September 1998 in Klein-Eichen. Der Stammtisch der "Grenzgrabenspritzer" organisierte zu ihrem 15. Fest einen "Oberhessischen Weide-Abtrieb". Maßgeblich beteiligt an der Organisation waren die Familien Loob und Voll. Am Samstag Mittag machten die Seenbachtaler Jagdhornbläser mit ihrem Leiter Otto Biedenkopf den Auftakt zu der bis dahin wohl größten Veranstaltung in dem kleinen Dorf. Viele Besucher aus nah und fern kamen um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Den Auftakt des Viehabtriebs machte Hermann Loob mit seiner Herde Kühe die er von den Wiesen am Buchholz über die Sellnröder Straße heim in den Stall führte. Mit etwas Abstand folgte die Schafherde von Roland Voll. Einfacher zu dirigieren waren die Pferde von Achim Rodinger und Ricarda Prados Diaz. Etwas später zog Rosi Diehl mit einigen Ziegen durch die Straßen.

In Scheunen und auf Höfen herrschte reges Markttreiben. Gruppen, Vereine oder auch heimische Betriebe stellten Waren aus oder hatten kulinarische Genüsse im Angebot. Die Gäste konnten jedenfalls von Stand zu Stand ziehen und bekamen einiges geboten. Für die Kinder gab es Karusellfahrten und Ponyreiten. Klein und Groß konnten auch mit dem Pferdewagen eine Runde drehen. An den Tieren konnte sich sowieso jeder erfreuen. An die konnte man teilweise wie in einem Streichezoo ganz nah ran kommen. Zu all dem Treiben ertönte Zigeunermusik von vier Künstlern mit Gitarre, Geige, Schifferklavier und Flöte. Im nahen Festzelt in der "Beue" spielten die Amigos zum Tanz. Dies taten sie auch zum Frühschoppen am Sonntag.

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10. April 1998

Frühlingslieder in der Senioren-Residenz

Einen musikalischen Frühlings- und Osterstrauß präsentierte am Karfreitag der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen in der Grünberger Senioren-Residenz "Am grünen Berg". Unter Leitung seines Chorleiters Ottmar Hasenpflug erfreute der Grünberger Stadtteil-Chor die Bewohner dieser Einrichtung bereits zum dritten Male.

Nach der Begrüßung durch Heimleiterin Elli Kobalzky trugen die Sänger sechs Chöre vor. Gleichzeitig übermittelte der 1. Vorsitzende Karlheinz Erdmann den Zuhörern, die viel Applaus spendeten, die besten Wünsche.

(Karl-Ernst Lind)

 
04. April 1998

Rambazamba im DGH, 1998

Zum dritten Mal stellte sich am Samstag (4. April 1998) die Theatergruppe Lardenbach/Klein-Eichen im Bürgerhaus dem Publikum vor. Mit dem Schwank "Rambazamba am Lido Makkaroni" begeisterten die neun Laienschauspieler in diesem Jahr die rund 280 Zuschauer.

In dem mit vielen Verwechslungen gespickten Schwank mit Happy-End spielt Eduard Schmidt den gutsituierten Familienvater Fritz Knorbel, der ein Ferienhaus an der Adria gemietet hat. Fritz Knorbel und Tochter Heidi (Doris Rühl) müssen zunächst mit Entsetzen feststellen, dass die Ferienwohnung am "Lido Makkaroni" von Frau Knorbel (Annita Schmidt) ohne ihr Wissen an die heimatlichen Nachbarn Schlottermann vermietet wurde. Alois und Agathe Schlottermann (Reiner Roth und Marie-Luise Kratz) sehen Tochter Heidi als Fritz Knorbels junge Liebhaberin an.

Nach dem missglückten Versuch, die unausstehlichen Schlottermanns aus dem Ferienhaus zu vertreiben, spielen Vater Knorbel und seine in Italien lebende Tochter Heidi die Rolle des Liebespaares mit; dafür hält sie nicht nur Frau Schlottermann, sondern auch deren Mutter Klementine Mitesser (Margit Müller). Mit der Gewissheit, diesen Trumpf im Kampf ums Verbleiben in der Ferienwohnung ausspielen zu können, sollen die beiden Frauen jedoch nicht die bittere Rache der Knorbels bemerken.

Klementine Mitesser und Agathe Schlottermann sind über das in ihren Augen abartige, alkoholbedingte Verhalten von Fritz Knorbel - woraus ihrer Ansicht nach auch eine Liebschaft zu einer jungen Italienerin namens Maria Ravioli (Sigrid Ruppel) resultiert - überrascht und empört. Statt des erhofften Erfolges endet die Geschichte für die beiden Frauen mit einem Reinfall.

Am Ende versöhnen sich alle. Und für den Sohn Klaus Schlottermann (Karlheinz Erdmann) und Knorbels Tochter Heidi stellt sich auch das große Glück ein. Selbst Maria Ravioli findet mit dem plötzlich auf der Bühne erscheinenden Souffleur (Ingrid Reinert) noch ein Partner fürs Leben. Womit diese Urlaubskomödie zugleich ein für alle glückliches Ende findet. Mit nur einem Dialog mit Fritz Knorbel war auch noch Gisela Langohr auf der Bühne vertreten.

Dieter Ruppel hatte für die Kulisse, Gerhard Ruppel für den Ton gesorgt. Unterstützt bei der Vorbereitung und der Aufführung selbst wurden die Akteure von weiteren Helfern des Sportvereins.

(Karl-Ernst Lind)

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03. April 1998

JHV Tischtennisclub

Über die Hälfte der 44 Mitglieder des Tischtennisclubs Ilsdorf/Lardenbach nahmen an der vom Vorsitzenden Dieter Kraft (Ilsdorf) geleiteten Jahresversammlung teil. Kraft dankte besonders den Spendern für die Unterstützung. Informiert wurden die Mitglieder über die Bemühungen in der Jugendarbeit. So finde ab sofort jeweils am Montag im DGH ein Training statt. Interessierte Jungen und Mädchen können sich dort melden und durch die aktiven Senioren gefördert werden.

Laut Vorsitzendem hat das Finanzamt inzwischen die Anerkennung als gemeinnütziger Verein erteilt. Dank zollte er zugleich den Aktiven für die gezeigten Leistungen in der letzten Sasion.

Vom Abschneiden der beiden Seniorenmannschaften gaben die Mannschaftsführer Bericht. So konnte Gunter Berg (Lardenbach) für die "Erste" von einem 7. Platz in der Bezirksklasse Mitte berichten. Nach Abschluß der aktuellen Spielrunde stehe man auf Platz 10 und dürfte wahrscheinlich knapp einem Abstieg entgangen sein.

Die zweite Mannschaft, die im letzten Jahr noch Vorletzter geworden sei, befinde sich derzeit auf dem 4. Tabellenplatz. Wie deren Mannschaftsführer Ulrich Hansel (Klein-Eichen) weiter ausführte, sei neben zwei neuen Spielern auch die ausgezeichnete Kameradschaft die Voraussetzung für den guten Erfolg gewesen.

Erfolgreich bei den Spielen um die Kreismeisterschaft und bei Ranglisten-Turnieren waren auch Gunter Berg (Lardenbach) und Frank Hollederer (Klein-Eichen). Berg konnte mit Herbert Dick aus Büßfeld die Kreismeisterschaft im Doppel gewinnen, Hollederer ging als Sieger der Rangliste B hervor.

Positive Erwähnung fand auch der Gewinn des Grünberger Stadtpokales. Nach dem Kassenbericht von Bernhard Sauer wurde dem Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Reinhard Mölcher und Jürgen Maus Entlastung erteil.

(Karl-Ernst Lind)

 
02. April 1998

Theatergruppe 1998

Nach den erfolgreichen Vorstellungen in den letzten zwei Jahren warten auch in diesem Jahr die Theaterfreunde aus Lardenbach und Klein-Eichen mit einem neuen Stück auf: Nach den mehrwöchigen Proben wird sich der Vorhang im Bürgerhaus wieder öffnen. Zur Aufführung bringen die beteiligten Akteure Reiner Roth, Doris Rühl, Sigrid Ruppel, Margit Müller, Eduard Schmidt, Annita Schmidt, Karlheinz Erdmann und Marie-Luise Kratz mit Unterstützung von Ingrid Reinert das Lustspiel "Rambazamba am Lido Makkaroni". Die neue Theater-Gala mit dem temperamentvollen und mit viel Humor bespickten Dreiakter dürfte mit Sicherheit wieder für das Publikum eine willkommene Abwechslung zum Alltagstress bieten.

(Karl-Ernst Lind)

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24. März 1998

Mitgliederversammlung Volksbank

Zur Mitgliederversammlung der Zweigstelle Lardenbach der Volksbank Gießen konnte kürzlich Beiratsmitglied Karlheinz Erdmann im DGH Lardenbach/Klein-Eichen neben den zahlreich erschienen Mitgliedern auch den Vertreter des Vorstandes, Rolf Witezek und den Verwaltungsleiter der Bank, Helmut Weber begrüßen. Sein Gruß galt auch dem seitherigen Zweigstellen-Leiter Sven Pappe und dessen Nachfolgerin Simone Horst mit deren Mitarbeiterinnen.

In seinem Bericht ging Direktor Witezek neben der allgemeinen wirtschaftlichen Lage besonders auf die Entwicklung der Volksbank Gießen ein. Hierbei konnte er von Zunahmen beim Kreditvolumen sowie auch bei den Einlagen berichten.

Der seitherige Zweigstellen-Leiter Sven Pappe konnte entsprechend der positiven Gesamtlage der Bank auch für die Zweigstelle von einer Steigerung von 3,87 Prozent beim Kreditvolumen auf 2,06 Milionen Mark berichten. Ebenso bei den Spareinlagen wurde mit 3,99 Prozent ein Plus erzielt und insgesamt 11,5 Milionen Mark von den Kunden angelegt.

Ein interessantes Referat, das die bevorstehende Einführung des Euro beinhaltete, trug Verwaltungsleiter Helmut Weber vor. Er ging hierbei in verständlicher Weise auf die auf mehrere Jahre verteilte technische Abwicklung ein. Bei der Wahl zum Beirat der Zweigstelle wurde das seitherige Mitglied Karl-Ernst Lind für die nächsten drei Jahre einstimmig wiedergewählt.

(Karl-Ernst Lind)

 
22. März 1998

Fotoausstellung und Diaschau, 1998

Nahezu 300 Besucher verzeichnete am vergangenen Sonntag (22. März 1998) die Fotoausstellung des Klein-Eichener Arbeitskreises zur Rettung der Lebensfreude (K.A.R.L.) im Dorfgemeinschaftshaus. Inspiriert von der 20jährigen Tätigkeit ihres Vorsitzenden Werner Zimmer als Hobbyfotograf stellte die Klein-Eichener Vereinigung rund 160 Fotos aus den beiden Dörfern Klein-Eichen und Lardenbach zu einer sehenswerten Ausstellung zusammen.

Verbunden mit dieser Präsentation war zudem eine Diaschau zu sehen. Bei dieser, über den gesamten Nachmittag laufenden Vorführung, wurden Reprografien alter Aufnahmen aus den Dörfern gezeigt. Dabei kamen immer wieder Erinnerungen an die ältere oder jüngere Vergangenheit zum Vorschein.

Seit zwei Jahrzehnten ist Werner Zimmer bis heute intensiv mit der Kamera in der Region unterwegs. Viele dieser Momentaufnahmen sind nicht nur persönliche Erinnerungen. Vielmehr erzählen sie so manche Geschichte, machen den Wandel der letzten 20 Jahren deutlich und dokumentieren das Leben von Land und Leuten am unteren Vogelsberg.

Neben Landschafts- und Naturaufnahmen waren es gerade die Bilder der Bevölkerung die zu den verschiedensten Anlässen angefertigt wurden, die den Besuchern besonders gefielen. Die Fotografien zeigten, dass für ein aussagefähiges Bild die Perspektive des Fotografen, der entsprechende Ausschnitt und der Standpunkt zum Motiv entscheidend sind.

Das K.A.R.L.-Team hatte für die Ausstellungsbesucher zudem Kaffee und eine Kuchentafel im Angebot.

(Karl-Ernst Lind)

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21. März 1998

Hegegemeinschaft

Bei der Hegegemeinschaft Laubach, in der 16 Reviere der Großgemeinde Laubach mit Anschlußrevieren in Lardenbach, Stockhausen, Klein-Eichen, Weickartshain sowie Altenhain und Sellnrod vertreten sind, vollzog sich in der Führungsetage am Samstag (21. März 1998) im Gasthaus "Hessenbrückenhammer" in Wetterfeld ein teilweiser Wechsel. Der seit der Gründung der Hegegemeinschaft tätige Vorsitzende Peter Pesch (Wetterfeld) teilte der Versammlung im Rahmen seines Jahresberichtes seine Rücktrittsabsicht mit.

Der Kassenbericht von Johann Buhl war zufriedenstellend und die Mitgliederbewegung mit 95 leicht ansteigend. Bei der Bläsergruppe erfolgten im heimischen Raum viele Einsätze bei Veranstaltungen, durch die die Gruppe einen guten Bekanntheitsgrad erwarb. Im Bereich des Hundewesens wurde eine Eignungsprüfung durchgeführt.Die Fallenjagd fand bei den Mitgliedern große Aufmerksamkeit. Sämtliche Totschlagfallen müssen überprüft werden. Der Besitz nicht geprüfter Fallen bedeutet eine "Ordnungswidrigkeit".

Von den Mitgliedern der Hegegemeinschaft wurde Helmut Nickel (Stockhausen) als neuer Vorsitzender einstimmig gewählt. Er wird von Uwe Beyer und Förster Krado sowie Edmund Zimmer unterstützt. Nickel dankte seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit.

Im Streckenbericht waren erschreckend die Ergebnisse bei den Hasen, die lediglich im Revier Münster mit zehn zweistellig waren. Auffallend die Zahl der erlegten Kaninchen in Röthges mit 52. Den Rekord beim Abschuss der Füchse hält die Laubacher Waldgemarkung II mit 37 Stück. Bei den Dachsen liegt mit vier Abschüssen Wetterfeld vorne. Die höchste Abschusszahl an Rehwild brachte die Gemarkung Laubach II. Bei der Schwarzwildjahresstrecke führt die Waldgemarkung I mit 134 Abschüssen die Liste an. Betrüblich der hohe Fallwildanteil. Im Bereich Laubach-Stadt ist mit 34 Stück Fallwild durch PKW die Zahl extrem hoch.

(gaz/lw)

 
21. März 1998

Trikotspende

Stolz präsentieren sich die Fußballer der 1. und 2. Mannschaft der Spielgemeinschaft Lardenbach/Klein-Eichen und Weickartshain im neuen Outfit. Je 50 Trainings- und Freizeitanzüge spendeten Karl-Otto Bingmann von der Gaststätte "Zum runden Eck" in Stockhausen und Metzgermeister Hans-Georg Kielbassa aus Lardenbach.

(gaz/ch)

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14. März 1998

"Eintracht"-Ehrungen

Der Vorsitzende des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, Dieter Ihle (Harbach), zeichnete im Rahmen des Chortreffens des Dirigenten Ottmar Hasenpflug im Gemeinschaftshaus in Hattenrod drei aktive Sänger des Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen für 25jährige Sängertätigkeit mit der silbernen Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes aus. Geehrt wurden Herbert Rühl, Hans-Joachim Siebel und Werner Frank. Ihnen sprach auch der Vorsitzende des Vereins, Karlheinz Erdmann, Dank und Anerkennung aus.

(gaz/la)

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14. März 1998

Saubere Landschaft im Seenbachtal

Zur Aktion "Saubere Landschaft" waren dieser Tage 15 Einwohner aus Lardenbach und Klein-Eichen gekommen. Mit einer groß angelegten Müll-Sammlung in den Gemarkungen der beiden Seenbachtal-Dörfer wurden die Straßenränder der Bundesstraße und Kreisstraße sowie mehrere Feldwege von Unrat gereinigt. Bei der von den Mitgliedern des örtlichen Obstbau- und Keltervereins, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Männergesangverein und dem Ortsbeirat Lardenbach vorgenommenen Landschaftspflege wurde ein von der Stadt Grünberg zur Verfügung gestellter Anhänger randvoll mit Müll beladen. Der Abfall wird dann von der Stadt entsorgt.

An der Aktion beteiligten sich Roland Voll, Karlheinz Erdmann, Karl-Ernst Lind, Jürgen Maus, Norbert Dittrich, Christian Dittrich, Hans Mölcher, Edwin Scharmann, Gerhard Pernak, Frank Pernak, Eduard Schmidt, Karlheinz Hollederer, Herbert Seipel und Reinhard Mölcher. Heimische Unternehmen stellten ihnen ein kräftiges Frühstück zur Verfügung.

(Karl-Ernst Lind)

 
13. März 1998

Obstbau- und Kelterverein JHV

Zur Mitgliederversammlung des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen hieß erster Vorsitzender Hans-Ferdinand Mölcher dieser Tage (13. März 1998) 33 Mitglieder willkommen. Aus dem Tätigkeitsbericht des 63 Mitglieder zählenden Vereins ging hervor, dass im vergangenen Jahr neben einem Heißwasser-Hochdruckgerät noch ein neuer Muser angeschafft werden konnte. Wegen der mäßigen Apfelernte war die Keltersasion sehr kurz. Keltermeister Karlheinz Brenden wird in dieser Sasion sein Amt an Karlheinz Hollederer übergeben.

Der Vereinsvorsitzende forderte in Verbindung mit der Obstbaumpflege und dem Dank an den Baumwart Johann Zimmer die Mitglieder zur verstärkten Mitarbeit auf. Er berichtet, dass eine Versteigerung der Obstbäume wegen der schlechten Ernte nicht stattgefunden habe und erinnerte an das Sommerfest.

Nach dem Kassenbericht von Roland Voll und der Stellungnahme der Kassenprüfer sowie der Wahl der neuen Kassen-Revisoren folgte der Bericht über die Kelternutzung. Baumwart Johann Zimmer bat die Mitglieder um die Entsorgung des beim Baumschnitt angefallenen Schnittgutes. Zudem informierte er über die Belegung der von ihm aufgestellten 60 Nistkästen.

Bei den Wahlen wurde 1. Vorsitzender Hans-Ferdinand Mölcher in seinem Amt bestätigt. Für Thorsten Herdejost wurde Gerhard Pernak in das Amt des 2. Vorsitzenden berufen. Mit der Wahl des Rechners Roland Voll und den beiden Beisitzern Reinhard Mölcher und Norbert Dittrich wurden die seitherigen Amtsinhaber wiedergewählt. Nach dem Verzicht von Dieter Langohr als Schriftführer übernahm Lothar Pleik diesen Posten.

Zum Abschluß verwies der Vorstand noch auf das am 20. Juni auf dem Sportgelände geplante Sommerfest. Für die Organisation zeichnen Rosi und Werner Frank sowie von Siglinde und Hans Mölcher verantwortlich.

(Karl-Ernst Lind)

 
13. März 1998

Jahreshauptversammlung Grünberger Feuerwehr

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Grünberger Feuerwehren am Freitag (13. März 1998) im Dorfgemeinschaftshaus Weitershain informierte Stadtbrandinspektor Frank Ide auch über das Wettkampfgeschehen. Er berichtete von den erfolgreichen Teilnahmen der beiden Wehren aus Lardenbach und Lehnheim bei verschiedenen internationalen Wettbewerben. Besondere Erwähnung fand dabei der Gewinn der Goldmedaille durch die Lardenbacher B-Gruppe bei der Feuerwehr-Olympiade in Dänemark.

Über den Kameradschaftsabend in Weickartshain, einen Aktionstag in Beltershain, das 25jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr Grünberg und einen "Tag der offenen Tür" in Harbach informierte Ide. Auch über Anschaffung von Mannschaftstransportwagen und die Eigenleistungen bei Renovierungsarbeiten von Gerätehäusern berichtete der Stadtbrandinspektor.

In seinem Grußwort stellte Kreisbrandinspektor Gert Battenfeld die Tatsache heraus, dass durch gravierende Mittelkürzungen die Prüfung von gemeinsamen Anschaffungen und die Zusammenarbeit der Kommunen erforderlich sei. Kritik übte er an dem mit "Oberflächlichkeit" erstellten Rechnungshof-Gutachten, das bezüglich der Auflösung von kleineren Wehren in Frage zu stellen sei.

Nach seinen Ausführungen ehrte der Kreisbrandinspektor für seine 40jährige aktive Dienstzeit im Feuerwehrwesen den Lardenbacher Wehrmann Herbert Rühl. Ihm wurde von Battenfeld das Brandschutzehrenzeichen in Gold überreicht. Diese Auszeichnung in Silber erhielt für 25jährige aktive Feuerwehrzugehörigkeit auch Ernst Zimmer aus Lardenbach.

In seiner Ansprache überbrachte Bürgermeister Siegbert Damaschke den Dank der städtischen Gremien für die geleistete Arbeit für die Mitbürger Grünbergs. Damaschke nahm im Anschluß die Vereidigung von Marco Biedenkopf zum Wehrführer der Klein-Eichener Einsatzgruppe vor. Ebenso wurde Timo Faust als dessen Stellvertreter vereidigt.

(Karl-Ernst Lind)

 
06. März 1998

Jahreshauptversammlung SSV

Seine Mitgliederversammlung hielt der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen am Freitag im Dorfgemeinschaftshaus ab. Vorsitzender Thomas Mölcher erinnerte in seinem Jahresbericht an die Durchführung des Ortssporttages mit Kinderfest und die EVG-Wanderung als besondere Veranstaltungen des letzten Jahres. Außerdem sei das zehnjährige Bestehen der Spielgemeinschaft mit den Senioren und das 20jährige der Jugenspielgemeinschaft mit dem FC Weikartshain gefeiert worden. Dank zollte Mölcher allen Helfer bei der Renovierung des Sportlerheims, für die Unterstützung bei den Veranstaltungen, der Instandhaltung des Sportgeländes sowie allen Funktionsträgern.

Eine positive Bilanz konnte Rechnerin Gerda Weeke ziehen. Sie wie der gesamte Vorstand wurden auf Antrag der Kassenprüfer Gunter Berg und Norbert Dittrich einstimmig entlastet.

Dem Bericht des Fußball-Abteilungsleiters Reinhard Mölcher jun. war zu entnehmen, dass die Erste Mannschaft die letzte Runde mit dem 7. Platz abgeschlossen hatte. Die "Zweite" landete auf dem beachtenswerten 3. Platz. Derzeit steht die Erste Mannschaft trotz erfolgreicher Vorbereitung lediglich auf dem 10. Platz, die Reserve nehme Rang 5 ein. Für den bisherigen Spieltrainer der SG, Fritz Piontek, konnte Helmut Weber als neuer Trainer verpflichtet werden. Piontek steht als Spieler weiter zur Verfügung.

Von einem erfolgreichen Jahr der Altherren-Fußballer berichtete Eduard Schmidt. Mit zwölf Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden wurde die Feldrunde beendet. Bei einem Turnier in Weickartshain belegte man den 3. Platz. Das Hallenturnier der Großgemeinde Grünberg richteten die Lardenbacher aus. Zum Abschluß forderte Schmidt die Aktiven zum verstärkten Trainingsbesuch auf.

Mit 40 Übungsstunden, der Teilnahme am Senioren-Aktionstag "50 Plus", einer Gymnastik im Freien sowie der Vorführung einer Rhythmischen Bewegung beim örtlichen Seniorennachmittag war die Senioren-Gymnastikgruppe wieder sehr rege, wie Leiterin Fanny Voll ausführte. Dazu sei noch eine Fahrt ins Blaue und eine gemeinsame Feier mit der Gruppe aus Lehnheim gekommen.

In Vertretung ihrer Leiterin Sigrid Ruppel erstatte Doris Rühl für die Damen-Gymnastikgruppe den Bericht, aus dem hervorging, dass 41 Übungsstunden mit gutem Besuch zu Buche stehen. Daneben beteiligten sich die Damen wie auch die "Crazy Girls" an einem Selbstverteidigungskurs. Erfreut sei man auch über den Zugang von vier weiteren Aktiven. Grillfest, Besuchdes Palmengartens und die Weihnachtsfeier prägten den geselligen Teil.

Mit Freude berichtete die Leiterin der "Crazy Girls", Doris Rühl, von dem Wirken der Nachwuchsgruppe. Die 14 Jugendlichen der 1996 gegründeten Tanzgruppe seien in Wetterfeld, in Lauter und in Grünberg aufgetreten. Ferner standen Flohmarkt und Weihnachtsfeier auf dem Programm. Rühl wünschte sich vom Verein für die Zukunft der Gruppe eine noch bessere finanzielle Unterstützung.

Den Wunsch für eine größere Beteiligung an den EVG-Wanderungen äußerte auch Wanderwart Manfred Lind. Mit nur 190 Teilnehmern in 1997 könne man nicht zufrieden sein. Beim eigenen Wandertag hätten sich 772 Teilnehmer auf die Strecke begeben.

Ausgezeichnet wurden an diesem Abend Gerlinde Böcher, Jürgen Schätzle, Alexander Schätzle und Thorsten Schätzle für 15jährige aktive Vereinszugehörigkeit. 1998 ist für den 31. Mai und 1. Juni der Ortssporttag in Verbindung mit der Feier des 25jährigen Bestehens der Grillhütte geplant, die 17. EVG-Wanderung findet im Juli, der Preisskat am 27. Dezember statt.

(Karl-Ernst Lind)

 
03. März 1998

Silberhochzeit

In Klein-Eichen feierten Bärbel und Hermann Loob dieser Tage (3.3.1998) Silberhochzeit. In ihrem originalen "Hochzeitsgewand" empfingen sie zuvor ihre Schulkameraden sowie die Mitglieder der Klein-Eichener "Grenzgrabenspritzer" zum Anbringen von festlichen Girlanden und Bildern jener Zeit ihrer Trauung. Meist findet dieses Ritual am Vortag des offiziellen Hochzeitstages statt. An diesem Tag, dem 3. März, feierten die "Klein-Eichener Bauersleut'" dann mit vielen Freunden ihr Ehejubiläum.

(Karl-Ernst Lind)

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28. Februar 1998

Mitgliederversammlung des MGV

Unter Leitung des Vorsitzenden Karlheinz Erdmann hielt am Samstag (28. Februar 1998)im Gasthaus Dietz der MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen seine Generalversammlung ab. Erdmann sprach von einem erfolgreichen Jahr 1997, in dem neben den 37 Singstunden noch 18 öffentliche Auftritte anstanden. Schwerpunkte bildeten dabei der Auftritt beim Hasenpflug'schen Chortreffen in Lindenstruth, das Singen im Altenheim Grünberg, die Teilnahme am OLSB-Kritiksingen sowie am Sängerjubiläum in Sellnrod und beim zehnjährigen Bestehen des Kirchenchores Lardenbach/Klein-Eichen. Zudem wurden noch ein Liederabend in Altenhain und das Seenbachtal-Treffen besucht.

Unerwähnt ließ Erdmann auch nicht die Umrahmung von Gottesdiensten und das Singen auf den Friedhöfen in Lardenbach und Klein-Eichen am Volkstrauertag. Vom Verein selbst durchgeführt wurde in Zusammenarbeit mit dem Obstbau- und Kelterverein wieder das Sommerfest. Auch für die öffentliche Weihnachtsfeier sowie für den Seniorennachmittag zeichneten die Sänger verantwortlich. Erdmann dankte allen Mitgliedern, die sich 1997 für die Belange des Vereins eingesetzt hätten.

Über die finanzielle Lage informierte Rechner Karlheinz Hollederer. Er, wie der gesamte Vorstand, wurden auf Antrag der Kassenprüfer Eduard Schmidt und Kurt Scharmann einstimmig entlastet.

Bei der auch musikalische von den Aktiven umrahmten Versammlung (Reiner Roth sprang für den erkrankten Chorleiter Ottmar Hasenpflug ein) wurden auch die eifrigsten Singstundenbesucher mit einem Geschenk bedacht. So erhielten Ernst Paha und Reiner Felsing für den Besuch aller Übungsstunden, Werner Siedler, Hans Mölcher, Karl Ruppel und Heinz Schwanke für einmaliges Fehlen sowie Erich Dörr, Hans-Joachim Siebel, Werner Frank, Heinrich Rahn, Klaus Kratz, Karl-Ernst Lind, Karlheinz Berkenkamp und Lothar Hillmann für ihre nur zweimalige Nichtteilnahme jeweils einen Weinrömer.

Im Zusammenhang mit diesen Auszeichnungen stellte Vorsitzender Erdmann nochmals den hervorragenden Singstundenbesuch heraus. Angesprochen wurden bei der Versammlung die Beteiligung der Aktiven bei verschiedenen Veranstaltungen. Ein besonderes Augenmerk wird der Vorstand in naher Zukunft aber auf die Gründung eines Jugendchores werfen. Wie der Vorsitzende mitteilte, werde man innerhalb des Vorstandes die Schaffung eines Nachwuchs-Chores ausgiebig beraten. Abschließend bat Erdmann die Mitglieder um die Mithilfe bei einer Säuberungsaktion in der Gemarkung am Samstag.

(Karl-Ernst Lind)

 
19. Februar 1998

Regenwassernutzung

Der Auftrag über die Untersuchung von Versickerungsmöglichkeiten bzw. Nutzung von Niederschlagswasser am Bürgerhaus Lardenbach/Klein-Eichen ist laut Bürgermeister Damaschke inzwischen an ein Fachbüro vergeben worden. Bekanntlich liegt dem ein Grünen-Antrag zugrunde, die Stadtverordneten einigten sich auf das DGH als Pilotprojekt.

(gaz/tb)

 
10. Februar 1998

Umweltbericht

Die Stadt Grünberg legt nach 1995 und 1996 mit dem neuen "Umweltbericht" bereits zum dritten Mal eine Bestandsaufnahme vor. Das erste Kapitel des Berichtes widmet sich dem Schutz des "Lebensmittels Nr. 1", dem Wasser. Das "Grundwasserabgabengesetz" setzt eine Zweckgebundene Abgabe ("Wasserpfennig") fest, die etwa für die Sicherstellung von Flächen für den Grundwasserschutz und für Maßnahmen zur sparsamen Verwendung von Trinkwasser verwendet werde. Aus der Grundwasserabgabe hat das Land der Stadt für 1997 eine pauschalierte Zuwendung von 132 000 Mark bewilligt.

Ein Schwerpunkt bildeten im Vorjahr die daraus geförderten Wassersparmaßnahmen. So wurde u.a. aus diesen Mittelnn für die Bestandserfassung der Wasserleitungen in Weickartshain, Lardenbach und Klein-Eichen sowie für die Erstellung eines Kartenwerks 64 000 Mark verausgabt. Zuschüsse gab es auch wieder für Regentonnen. Hier wurden 114 Tonnen abgegeben.

(tb/gaz)

 
05. Februar 1998

Neue Ortslandwirte

Nach dem Berufsstandmitwirkungsgesetz vom 15. Juli 1997 hat das Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft (ARLL) Wetzlar zum ersten Mal die Wahlen der Ortslandwirte durchgeführt. Diese Wahlen kamen jüngst zum Abschluß. Aufgabe der Ortslandwirte ist es unter anderem, die Ämter für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Sie wirken insbesondere in Angelegenheiten der Agrar- und Marktstruktur, der Landschaftspflege und des Grundstücksverkehrs durch Beratung, Stellungnahme und Erteilung von Auskünften mit. Dafür erhalten sie eine Aufwandsentschädigung.

Die neuen Ortslandwirte im Kreiß Gießen sind nun u. a. für Grünberg Walter Müller in Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain.

Am Donnerstag (5. Februar 1998) hat ARLL-Leiterin Dr. Dührßen in Langd 54 ausgeschiedene langjährige Ortslandwirte verabschiedet. Sie alle, so Dührßen, hätten über viele Jahrzehnte hinweg Landwirtschaft in Theorie und Praxis gelebt. Kreislandwirt Becker dankte den Ausscheidenden ebenfalls für ihre geleistete Arbeit. Er dankte ferner für die Unterstützung bei der Agrarwahl Ende 1997 und warnte die Öffentlichkeit davor, alle Feldwege als Wander- und Radwege zu benutzen, weil damit "die Natur durcheinander gerate" und durch Großmaschinen der Feldbearbeitung erhebliche Gefahren bestünden.

Unter den vielen ausgeschiedenen Ortslandwirte war auch Heinrich Frank aus Lardenbach mit einer Amtszeit von 20 Jahren.

(gaz/ht/gd)

 
31. Januar 1998

Fremdensitzung nach zwei Jahren Pause

Erstmals unter Leitung des Sitzungspräsidenten Bernhard Sauer fand am Samstag (31. Januar 1998) im vollbesetzten Bürgerhaus nach zwei Jahren Pause wieder eine Fremdensitzung statt. Das Motto der Sitzung lautete denn auch: "Nach zwei Jahren Pause - endlich wieder eine große Sause". Nach dem Grußwort des FF-Vereinsvorsitzenden Karl-Ernst Lind gingen traditionsgemäß die drei Wirtshausschwätzer, Reiner Roth, Heinz Schwanke und Karlheinz Hollederer humorvoll auf das Dorfgeschehen ein.

Diesem von den Einheimischen mit Spannung erwarteten Beitrag folgte eine sechsköpfige Tanzgruppe der "Grazy Girls" mit Free-Stepp-Aerobic. Zusammen mit weiteren Gruppenmitgliedern trat diese Nachwuchsgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen (Einstudiert von Doris Rühl) später noch zweimal auf. Für ihren Showtanz "Sister Act" und den Tanz "Let's go together" erhielt die Gruppe, die erstmals bei einer Fremdensitzung auftrat, neben dem Applaus auch den Lardenbacher Faschingsorden.

Dieser Orden wurde auch dem Grünberger Prinzenpaar Michael und Claudia nebst Hofstab mit Oberhofmarschal Schäfer, den Grünberger Elfern wie auch der ebenfalls auftretenden Grünberger Garde überreicht. Diese Aufgabe übernahm das Sitzungskomitee namens "Lardenbacher Dreirädchen" Bernhard Sauer, Reiner Felsing und Björn Swoboda.

Über das Problem von "Vaters Midlifecrisis" berichteten sodann Johannes Paha und Sebastian Sauer. Dem Beitrag der "Jung-Narren" folgte der Auftritt der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins. Mit dem Tanz "Rasputin" eroberten die zehn Damen die Herzen der Narren. Einstudiert hatte den Tanz Sigrid Ruppel. Einen weiteren Höhepunkt setzten die Mitglieder des Jugendclubs. Daniel Rühl, Lena Müller, Michèle Frank, Ann-Kathrin Zimmer und Mario Otto boten eine musikalische "Mülleimer-Dressur". Diese Stimmung steigerte sich dann noch bei der Büttenrede von Karlheinz Erdmann. Thema seines Vortrages war das "Loch, das stets der Rede wert ist".

Mit Margit Müller und dem Neuling Ingrid Hillmann gab es während eines "Privat-Unterrichts" auch die Rechenkünste der eher "dümmlich" wirkenden Schülerin zu bewundern. Wundern durfte sich natürlich das närrische Volk, zu dem auch der Elferrat aus Groß-Eichen zählte, über die "Amtshandlungen" einer Kfz-Zulassungsstelle. Die schon viele Jahre zum Faschings-Programm gehörenden und auch über die Ortsgrenze hinaus auftretenden Sigrid Ruppel und Doris Rühl hatten mit ihrem einmaligen Beitrag die Lacher auf ihrer Seite.

Musikalisch ging es dann nochmals hoch her: Die "Kneipenbummler" Ottmar Hasenpflug, Karlheinz Erdmann, Reiner Roth, Achim Rodinger, Hans-Joachim Siebel, Karl-Ernst Lind und Karlheinz Hollederer sowie die als "Sängers-Tochter" erscheinende Birgit Hasenpflug brachten mit ihren Liedern den Saal zum Überkochen und mussten Zugaben geben.

Bevor die "Bettschoner" zum Tanz bis in frühe Morgenstunden aufspielten und sich alle Akteure beim großen Finale unter dem verdienten Beifall auf der Bühne präsentierten, überreichte Sitzungspräsident Sauer an Tontechniker Jürgen Maus und Büttenschieber Gerhard Ruppel den Faschingsorden.

(Karl-Ernst Lind)

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22. Januar 1998

25 Jahre Großgemeinde Grünberg, 1998

Der Beifall war dem Landtagspräsidenten Klaus Peter Möller sicher, als er am Donnerstag (22. Januar 1998) in der Gallushalle während seiner Festrede zum 25jährigen Bestehen der Großgemeinde Stadt Grünberg seine Ausführungen mit wenigen Worten auf den Punkt brachte: "Grünberg mit seinen Stadtteilen ist einfach schön. Wohin man auch geht, an jeder Ecke spürt man das Erbe aus Jahrhunderten, dessen Pflege den Bürgern der Gemeinde seit ihrer Gründung immer ein besonderes Anliegen war". Lebhaft hatte Möller zuvor an eben diese Jahrhunderte erinnert, die Geschichte Grünbergs vom 12. Jahrhundert bis zum heutigen Tag skizziert, dabei freilich ein besonderes Augenmerk auf die umfassende Gebiets- und Verwaltungsreform gerichtet, in deren Folge Grünberg zwischen 1970 und 1972 insgesamt 13 Landgemeinden einbezogen hatte. Dieser damalige Entwicklungsprozess, so Möller, sei nicht immer einfach gewesen; heute jedoch präsentiere sich die "grüne Mitte Hessens" als vielfältige und facettenreiche Stadt mit Zukunft: "Grünberg hat sich hervorragend entwickelt".

Es war ein wahrhaft feierlicher Rahmen für die erste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahr, schloss sich doch der Festakt zum 25jährigen Jubiläum der Großgemeinde nahtlos an die Amtseinführung des neuen alten Bürgermeisters Siegbert Damaschke an. Landtagspräsident Möller zeigte sich erfreut, mittels seiner Festrede den zweiten Teil des Abends einleiten zu dürfen: "Es geht nicht einfach um den überschaubaren Zeitraum von 25 Jahren, sondern es geht um die Würdigung eines Grundpfeilers unserer Gesellschaft und unseres politischen Systems in Deutschland: Die kommunale Gemeinschaft, oder auch die kommunale Selbstverwaltung.

Die zwischen 1967 und 1978 in der Bundesrepublik durchgeführte Gebiets- und Verwaltungsreform, so Möller weiter, sei notwendig geworden, um vor allem die kleineren Gemeinden hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit durch eine Bündelung der Kräfte zu stärken. Doch gab es auch Probleme, die sich ehedem auftaten:"Die Zusammenlegung vormals selbständiger Gemeinden führte nicht gerade zu Begeisterungsstürmen, sie stieß zum Teil sogar auf heftigen Widerspruch". Die Schwächung der örtlichen Gemeinschaft, der Wegfall lokaler Vertretungskörperschaften sowie die größere Entfernung zum Sitz der Gemeindevertretung - diese und andere Aspekte hätten Kritiker damals geltend gemacht. Heute jedoch sei es wichtig, dass alle Stadtteile Grünbergs zur Vielfalt der Großgemeinde einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag leisten.

Nachdem Karl Bräuning, einstmals Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde Stockhausen, und Manfred Heßler, Queckborner Ortsvorsteher, über Vergangenheit und Gegenwart der Stadtteile gesprochen hatten, ergriff abschließend Bürgermeister Siegbert Damaschke das Wort. Die Gebietsreform, so sagte er, sei zwar keine Liebes-, wohl aber eine Vernunftehe gewesen - freilich auch forciert durch die für zehn Jahre erhöhte Schlüsselzuweisung, die jenen Gemeinden gewährt wurde, die sich "freiwillig" zusammenschlossen. Infolge der Reform wollte man gewisse Mindeststandards absichern, die bei sehr kleinen Gemeinden unmöglich oder aber sehr teuer waren. Auch wollte man die Leistungsfähigkeit der Verwaltung steigern.

Der Bürgermeister führte weiter aus, das alle Stadtteile von der Reform profitiert hätten. Heutzutage seien sie in allen städtischen Gremien vertreten und verfügten allesamt über Ortsbeiräte, die wichtige Bindeglieder und Entscheidungsträger seien. "Mögen sie sich manchmal auch überflüssig vorkommen, wenn man ihren Empfehlungen aus übergeordneten Gesichtspunkten nicht immer folgen kann, so ist dies eine Fehleinschätzung. Denn nach wie vor halte ich es für wichtig, dass wir die örtliche Repräsentanz und Sachkenntnis in die Entscheidung der Gemeinde einbinden", unterstrich Damaschke.

"Die Entwicklung unserer Gemeinde wurde behutsam immer unter dem Blickwinkel vorangetrieben, das Notwendige vom Wünschenswerten zu unterscheiden. Kein Stadtteil kann sich beschweren, zu kurz gekommen zu sein. Bürgermeister Damaschke schloß die Feierstunde, die vom Musikverein Grünberg, der Chorgemeinschaft Grünberg, dem Mandolinenclub Weickartshain und dem Gesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen umrahmt wurde.

(atl/gaz)

Fotos

 
22. Januar 1998

Amtseinführung zum vierten

Am Abend des 7. Septembers 1997 stand fest: Siegbert Damaschke, seit 1980 Bürgermeister von Grünberg, wird auch weiterhin im Chefsessel der Stadtverwaltung Platz nehmen dürfen. Die erste Direktwahl allerdings fiel knapper aus als von vielen erwartet; Auf den 56jährigen CDU-Politiker entfielen 57,3%, sein "Herausforderer" Freddy Kammer schaffte mit 42,7% mehr als einen Achtungserfolg. Am 22. Januar 1998 war nun die offizielle Amtseinführung in der Gallushalle.

In der vierten Amtsperiode kann sich der Bürgermeister, dank einer Spende der Sparkasse, erstmals eine Amtskette umhängen. Diese Amtseinführung sei für Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Hausmann eine angenehme Pflicht gewesen, betonte jener in seiner Rede. Nun gelte es das Erreichte zu erhalten und Neues im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten in Angriff zu nehemen. Zu den Gratulanten zählte an diesem Abend auch Landrat Marx, der in seiner Rede u. a. auch auf die neue Amtskette einging und meinte, dass man geteilter Meinung sein könne, ob solch ein Symbol der Macht noch in diese Zeit passe.

(tb/gaz)

Fotos

 
06. Januar 1998

Sternsinger im Seenbachtal unterwegs

In den ersten Januartagen waren wieder die Sternsinger der katholischen Gemeinde St. Anna Seenbrücke unterwegs, um neben den Segens- und Friedenswünschen für das neue Jahr zugleich für Kinder der "Dritten Welt" zu sammeln. In Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain nahmen neben den Kindern der St. Anna-Gemeinde auch Mädchen und Jungen aus den Ortschaften der evangelischen Pfarrei Lardenbach teil.

Bei der unter Leitung von Ingrid Heines stehenden Aktion, die von den Begleitern Gudrun Jung, Ernst Paha, Beate Scharmann, Christel Schultheiß, Klaus Lenhart, Markus Müller, Lisel Schötterl und Lydia Wolf unterstützt wurde, kamen diesmal insgesamt 2400 Mark zusammen. Die Summe wird an das zuständige Bistum weitergeleitet.

Bei einem gemeinsamen Abschluß im Gemeinderaum dankte Ingrid Heines sowie auch Pfarrer Janusz Piotrowski allen Spendern, Helfern und besonders den Kindern Katharina Ebenhöh, Marina Heines, Mareike Repp, Hannah Repp, Simon Repp, Stefanie Trüller, Christina Trüller, Anne Hartmann, Marie-Kristin Opper, Julia Reitz, Julian Schmidt, Ina Schötterl, Katharina Koch, Lisa Willumat, Lena Braach und Johannes Wolf, die ihre Freizeit für einen guten Zweck zur Verfügung stellten. Zur Belohnung und zum Dank erhielt jeder ein Geschenk.

(Karl-Ernst Lind)

 
03. Januar 1998

Auszeichnungen des SSV

Im Rahmen des Jahresabschlusses der Altherren-Mannschaft des SSV Lardenbach/Klein-Eichen ehrten die Vorsitzenden Thomas Mölcher und Thorsten Schätzle die langjährigen Spieler Eduard Schmidt und Kurt Scharmann für 500 bzw. 250 Spieleinsätze in den Seniorenmannschaften.

Der Feier war eine Winterwanderung der Altherrenspieler vorausgegangen. Dabei gab es eine Stärkung mit Glühwein und einem Eintopf von Mitsponsor Kielbassa. Fußball-Abteilungsleiter Reinhard Mölcher dankte neben den weiteren Unterstützern der Mannschaft besonders Gastgeber Bernhard Sauer und Mitorganisator Reinhold Keller für ihre Arbeit mit dieser Abschlussfeier.

Eduard Schmidt, der zunächst beim FC Wallernhausen spielte, erhielt für seinen 500. Einsatz beim SSV einen Pokal. Besondere Erwähnung fand zudem noch die langjährige Jugendarbeit und auch die Übernahme des Traineramtes der Seniorenmannschaften durch Eduard Schmidt.

Der für 250 Spiele geehrte Kurt Scharmann spielte schon in den Jugendmannschaften und diente später seinem Verein auch noch durch die Übernahme des Schiedsrichteramtes.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 

 

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