30. Juni 1999

Zum ersten Mal beteiligt sich Klein-Eichen an dem Wettbewerb "Unser Dorf".

Zu dem Hessischen Landesentscheid zum Bundeswettbewerb fand am 30. Juni 1999 eine Besichtigung des Ortes durch eine Bewertungskommission statt.

Bewertet wurden:

 

Allgemeine Entwicklung des Ortes
Bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen
Baugestaltung des Ortes
Grüngestaltung des Ortes
Landschaftsgestaltung des Ortes

 
Von maximal 100 Punkten erreichte Klein-Eichen 79,0. Es blieb eine Urkunde und doch einige Anregungen, die nur umgesetzt werden müssen.
 
29. Januar 1999

Offizieller Beginn der Dorferneuerung

Seit Freitag abend gehören Klein-Eichen und Lardenbach zu den 28 Dörfern in Hessen, die 1999 neu in das Dorferneuerungsprogramm des Landes aufgenommen wurden. Im Feuerwehrgerätehaus übergab der hessische Finanzminister Karl Starzacher den Bewilligungsbescheid an Bürgermeister Siegbert Damaschke. Bedingt durch die geographische Lage der beiden zusammenhängenden Ortschaften bestehe ein miteinander verflochtenes dörfliches Leben, das sich in der gemeinsamen Infrastruktur und der gemeinsamen Teilnahme am Landeswettbewerb "Unser Dorf" widerspiegele, so der Minister. Zentrale Ziele der Dorferneuerung seien Ausbau und Sanierung von Gebäuden im Ortskern zur Erhaltung des Dorflebens sowie die Ortsbildverbesserung.

Damaschke dankte den Bürgern Klein-Eichens und Lardenbachs für ihr "starkes Engangement". "Der erste Schritt ist gemacht. Jetzt gilt es: Ärmel hoch und auf geht's", sagte Damaschke. Lardenbachs Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann dankte allen Helfern und äußerte den Wunsch, weiterhin so harmonisch zusammenzuarbeiten, wie bisher. Manfred Daniel, Ortsvorsteher von Klein-Eichen, sprach von einem "freudigen Tag" für beide Gemeinden. "Je mehr Mitbürger Hand anlegen, desto sinnvoller wird das Ergebnis sein", sagte Daniel.

Jürgen Schneider, Referent für Dorferneuerung beim ARLL Wetzlar: "Ich war überrascht über die enormen Aktivitäten der Lardenbacher und Klein-Eichener." Durch die Maßnahme solle, so Schneider, unter anderem die regionale Identität und das örtliche Handwerk gestärkt werden. Auch Starzacher verwies auf die Stärkung des örtlichen Handwerks. Bei staatlichen Gesamtinvestitionen von über 569 Millionen Mark seit 1991 könne von einem Auftragsvolumen von über 2,5 Milliarden Mark für kleine und mittlere Betriebe ausgegangen werden, so Starzacher. "Wir wollen die dörfliche Tradition bewahren und gleichzeitig die Innovation in den hessischen Dörfern weiter vorantreiben", sagte der Minister zur Zielsetzung. Die Dorferneuerung sei in den letzten acht Jahren mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuschußvolumen von 60 bis 85 Millionen Mark eine "Initialzündung" für den ländlichen Raum gewesen.

Tenor am Abend: Das Dorferneuerungsprogramm läßt sich nicht auf ein "Dorfverschönerungsprogramm" reduzieren. Das Programm fördere die Entwicklung moderner Technologien ebenso wie den sozialen Zusammenhalt im Dorf.

(frz)

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19. September 1998

Oberhessischer Weide-Abtrieb

Ganz groß aufgezogen wurde das Grenzgrabenfest am 19. und 20. September 1998 in Klein-Eichen. Der Stammtisch der "Grenzgrabenspritzer" organisierte zu ihrem 15. Fest einen "Oberhessischen Weide-Abtrieb". Maßgeblich beteiligt an der Organisation waren die Familien Loob und Voll. Am Samstag Mittag machten die Seenbachtaler Jagdhornbläser mit ihrem Leiter Otto Biedenkopf den Auftakt zu der bis dahin wohl größten Veranstaltung in dem kleinen Dorf. Viele Besucher aus nah und fern kamen um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Den Auftakt des Viehabtriebs machte Hermann Loob mit seiner Herde Kühe die er von den Wiesen am Buchholz über die Sellnröder Straße heim in den Stall führte. Mit etwas Abstand folgte die Schafherde von Roland Voll. Einfacher zu dirigieren waren die Pferde von Achim Rodinger und Ricarda Prados Diaz. Etwas später zog Rosi Diehl mit einigen Ziegen durch die Straßen.

In Scheunen und auf Höfen herrschte reges Markttreiben. Gruppen, Vereine oder auch heimische Betriebe stellten Waren aus oder hatten kulinarische Genüsse im Angebot. Die Gäste konnten jedenfalls von Stand zu Stand ziehen und bekamen einiges geboten. Für die Kinder gab es Karusellfahrten und Ponyreiten. Klein und Groß konnten auch mit dem Pferdewagen eine Runde drehen. An den Tieren konnte sich sowieso jeder erfreuen. An die konnte man teilweise wie in einem Streichezoo ganz nah ran kommen. Zu all dem Treiben ertönte Zigeunermusik von vier Künstlern mit Gitarre, Geige, Schifferklavier und Flöte. Im nahen Festzelt in der "Beue" spielten die Amigos zum Tanz. Dies taten sie auch zum Frühschoppen am Sonntag.

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14. März 1998

"Eintracht"-Ehrungen

Der Vorsitzende des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, Dieter Ihle (Harbach), zeichnete im Rahmen des Chortreffens des Dirigenten Ottmar Hasenpflug im Gemeinschaftshaus in Hattenrod drei aktive Sänger des Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen für 25jährige Sängertätigkeit mit der silbernen Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes aus. Geehrt wurden Herbert Rühl, Hans-Joachim Siebel und Werner Frank. Ihnen sprach auch der Vorsitzende des Vereins, Karlheinz Erdmann, Dank und Anerkennung aus.

(gaz/la)

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03. März 1998

Silberhochzeit

In Klein-Eichen feierten Bärbel und Hermann Loob dieser Tage (3.3.1998) Silberhochzeit. In ihrem originalen "Hochzeitsgewand" empfingen sie zuvor ihre Schulkameraden sowie die Mitglieder der Klein-Eichener "Grenzgrabenspritzer" zum Anbringen von festlichen Girlanden und Bildern jener Zeit ihrer Trauung. Meist findet dieses Ritual am Vortag des offiziellen Hochzeitstages statt. An diesem Tag, dem 3. März, feierten die "Klein-Eichener Bauersleut'" dann mit vielen Freunden ihr Ehejubiläum.

(Karl-Ernst Lind)

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28. Februar 1998

Mitgliederversammlung des MGV

Unter Leitung des Vorsitzenden Karlheinz Erdmann hielt am Samstag (28. Februar 1998)im Gasthaus Dietz der MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen seine Generalversammlung ab. Erdmann sprach von einem erfolgreichen Jahr 1997, in dem neben den 37 Singstunden noch 18 öffentliche Auftritte anstanden. Schwerpunkte bildeten dabei der Auftritt beim Hasenpflug'schen Chortreffen in Lindenstruth, das Singen im Altenheim Grünberg, die Teilnahme am OLSB-Kritiksingen sowie am Sängerjubiläum in Sellnrod und beim zehnjährigen Bestehen des Kirchenchores Lardenbach/Klein-Eichen. Zudem wurden noch ein Liederabend in Altenhain und das Seenbachtal-Treffen besucht.

Unerwähnt ließ Erdmann auch nicht die Umrahmung von Gottesdiensten und das Singen auf den Friedhöfen in Lardenbach und Klein-Eichen am Volkstrauertag. Vom Verein selbst durchgeführt wurde in Zusammenarbeit mit dem Obstbau- und Kelterverein wieder das Sommerfest. Auch für die öffentliche Weihnachtsfeier sowie für den Seniorennachmittag zeichneten die Sänger verantwortlich. Erdmann dankte allen Mitgliedern, die sich 1997 für die Belange des Vereins eingesetzt hätten.

Über die finanzielle Lage informierte Rechner Karlheinz Hollederer. Er, wie der gesamte Vorstand, wurden auf Antrag der Kassenprüfer Eduard Schmidt und Kurt Scharmann einstimmig entlastet.

Bei der auch musikalische von den Aktiven umrahmten Versammlung (Reiner Roth sprang für den erkrankten Chorleiter Ottmar Hasenpflug ein) wurden auch die eifrigsten Singstundenbesucher mit einem Geschenk bedacht. So erhielten Ernst Paha und Reiner Felsing für den Besuch aller Übungsstunden, Werner Siedler, Hans Mölcher, Karl Ruppel und Heinz Schwanke für einmaliges Fehlen sowie Erich Dörr, Hans-Joachim Siebel, Werner Frank, Heinrich Rahn, Klaus Kratz, Karl-Ernst Lind, Karlheinz Berkenkamp und Lothar Hillmann für ihre nur zweimalige Nichtteilnahme jeweils einen Weinrömer.

Im Zusammenhang mit diesen Auszeichnungen stellte Vorsitzender Erdmann nochmals den hervorragenden Singstundenbesuch heraus. Angesprochen wurden bei der Versammlung die Beteiligung der Aktiven bei verschiedenen Veranstaltungen. Ein besonderes Augenmerk wird der Vorstand in naher Zukunft aber auf die Gründung eines Jugendchores werfen. Wie der Vorsitzende mitteilte, werde man innerhalb des Vorstandes die Schaffung eines Nachwuchs-Chores ausgiebig beraten. Abschließend bat Erdmann die Mitglieder um die Mithilfe bei einer Säuberungsaktion in der Gemarkung am Samstag.

(Karl-Ernst Lind)

 
19. Februar 1998

Regenwassernutzung

Der Auftrag über die Untersuchung von Versickerungsmöglichkeiten bzw. Nutzung von Niederschlagswasser am Bürgerhaus Lardenbach/Klein-Eichen ist laut Bürgermeister Damaschke inzwischen an ein Fachbüro vergeben worden. Bekanntlich liegt dem ein Grünen-Antrag zugrunde, die Stadtverordneten einigten sich auf das DGH als Pilotprojekt.

(gaz/tb)

 
10. Februar 1998

Umweltbericht

Die Stadt Grünberg legt nach 1995 und 1996 mit dem neuen "Umweltbericht" bereits zum dritten Mal eine Bestandsaufnahme vor. Das erste Kapitel des Berichtes widmet sich dem Schutz des "Lebensmittels Nr. 1", dem Wasser. Das "Grundwasserabgabengesetz" setzt eine Zweckgebundene Abgabe ("Wasserpfennig") fest, die etwa für die Sicherstellung von Flächen für den Grundwasserschutz und für Maßnahmen zur sparsamen Verwendung von Trinkwasser verwendet werde. Aus der Grundwasserabgabe hat das Land der Stadt für 1997 eine pauschalierte Zuwendung von 132 000 Mark bewilligt.

Ein Schwerpunkt bildeten im Vorjahr die daraus geförderten Wassersparmaßnahmen. So wurde u.a. aus diesen Mittelnn für die Bestandserfassung der Wasserleitungen in Weickartshain, Lardenbach und Klein-Eichen sowie für die Erstellung eines Kartenwerks 64 000 Mark verausgabt. Zuschüsse gab es auch wieder für Regentonnen. Hier wurden 114 Tonnen abgegeben.

(tb/gaz)

 
05. Februar 1998

Neue Ortslandwirte

Nach dem Berufsstandmitwirkungsgesetz vom 15. Juli 1997 hat das Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft (ARLL) Wetzlar zum ersten Mal die Wahlen der Ortslandwirte durchgeführt. Diese Wahlen kamen jüngst zum Abschluß. Aufgabe der Ortslandwirte ist es unter anderem, die Ämter für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Sie wirken insbesondere in Angelegenheiten der Agrar- und Marktstruktur, der Landschaftspflege und des Grundstücksverkehrs durch Beratung, Stellungnahme und Erteilung von Auskünften mit. Dafür erhalten sie eine Aufwandsentschädigung.

Die neuen Ortslandwirte im Kreiß Gießen sind nun u. a. für Grünberg Walter Müller in Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain.

Am Donnerstag (5. Februar 1998) hat ARLL-Leiterin Dr. Dührßen in Langd 54 ausgeschiedene langjährige Ortslandwirte verabschiedet. Sie alle, so Dührßen, hätten über viele Jahrzehnte hinweg Landwirtschaft in Theorie und Praxis gelebt. Kreislandwirt Becker dankte den Ausscheidenden ebenfalls für ihre geleistete Arbeit. Er dankte ferner für die Unterstützung bei der Agrarwahl Ende 1997 und warnte die Öffentlichkeit davor, alle Feldwege als Wander- und Radwege zu benutzen, weil damit "die Natur durcheinander gerate" und durch Großmaschinen der Feldbearbeitung erhebliche Gefahren bestünden.

Unter den vielen ausgeschiedenen Ortslandwirte war auch Heinrich Frank aus Lardenbach mit einer Amtszeit von 20 Jahren.

(gaz/ht/gd)

 
31. Januar 1998

Fremdensitzung nach zwei Jahren Pause

Erstmals unter Leitung des Sitzungspräsidenten Bernhard Sauer fand am Samstag (31. Januar 1998) im vollbesetzten Bürgerhaus nach zwei Jahren Pause wieder eine Fremdensitzung statt. Das Motto der Sitzung lautete denn auch: "Nach zwei Jahren Pause - endlich wieder eine große Sause". Nach dem Grußwort des FF-Vereinsvorsitzenden Karl-Ernst Lind gingen traditionsgemäß die drei Wirtshausschwätzer, Reiner Roth, Heinz Schwanke und Karlheinz Hollederer humorvoll auf das Dorfgeschehen ein.

Diesem von den Einheimischen mit Spannung erwarteten Beitrag folgte eine sechsköpfige Tanzgruppe der "Grazy Girls" mit Free-Stepp-Aerobic. Zusammen mit weiteren Gruppenmitgliedern trat diese Nachwuchsgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen (Einstudiert von Doris Rühl) später noch zweimal auf. Für ihren Showtanz "Sister Act" und den Tanz "Let's go together" erhielt die Gruppe, die erstmals bei einer Fremdensitzung auftrat, neben dem Applaus auch den Lardenbacher Faschingsorden.

Dieser Orden wurde auch dem Grünberger Prinzenpaar Michael und Claudia nebst Hofstab mit Oberhofmarschal Schäfer, den Grünberger Elfern wie auch der ebenfalls auftretenden Grünberger Garde überreicht. Diese Aufgabe übernahm das Sitzungskomitee namens "Lardenbacher Dreirädchen" Bernhard Sauer, Reiner Felsing und Björn Swoboda.

Über das Problem von "Vaters Midlifecrisis" berichteten sodann Johannes Paha und Sebastian Sauer. Dem Beitrag der "Jung-Narren" folgte der Auftritt der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins. Mit dem Tanz "Rasputin" eroberten die zehn Damen die Herzen der Narren. Einstudiert hatte den Tanz Sigrid Ruppel. Einen weiteren Höhepunkt setzten die Mitglieder des Jugendclubs. Daniel Rühl, Lena Müller, Michèle Frank, Ann-Kathrin Zimmer und Mario Otto boten eine musikalische "Mülleimer-Dressur". Diese Stimmung steigerte sich dann noch bei der Büttenrede von Karlheinz Erdmann. Thema seines Vortrages war das "Loch, das stets der Rede wert ist".

Mit Margit Müller und dem Neuling Ingrid Hillmann gab es während eines "Privat-Unterrichts" auch die Rechenkünste der eher "dümmlich" wirkenden Schülerin zu bewundern. Wundern durfte sich natürlich das närrische Volk, zu dem auch der Elferrat aus Groß-Eichen zählte, über die "Amtshandlungen" einer Kfz-Zulassungsstelle. Die schon viele Jahre zum Faschings-Programm gehörenden und auch über die Ortsgrenze hinaus auftretenden Sigrid Ruppel und Doris Rühl hatten mit ihrem einmaligen Beitrag die Lacher auf ihrer Seite.

Musikalisch ging es dann nochmals hoch her: Die "Kneipenbummler" Ottmar Hasenpflug, Karlheinz Erdmann, Reiner Roth, Achim Rodinger, Hans-Joachim Siebel, Karl-Ernst Lind und Karlheinz Hollederer sowie die als "Sängers-Tochter" erscheinende Birgit Hasenpflug brachten mit ihren Liedern den Saal zum Überkochen und mussten Zugaben geben.

Bevor die "Bettschoner" zum Tanz bis in frühe Morgenstunden aufspielten und sich alle Akteure beim großen Finale unter dem verdienten Beifall auf der Bühne präsentierten, überreichte Sitzungspräsident Sauer an Tontechniker Jürgen Maus und Büttenschieber Gerhard Ruppel den Faschingsorden.

(Karl-Ernst Lind)

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22. Januar 1998

25 Jahre Großgemeinde Grünberg, 1998

Der Beifall war dem Landtagspräsidenten Klaus Peter Möller sicher, als er am Donnerstag (22. Januar 1998) in der Gallushalle während seiner Festrede zum 25jährigen Bestehen der Großgemeinde Stadt Grünberg seine Ausführungen mit wenigen Worten auf den Punkt brachte: "Grünberg mit seinen Stadtteilen ist einfach schön. Wohin man auch geht, an jeder Ecke spürt man das Erbe aus Jahrhunderten, dessen Pflege den Bürgern der Gemeinde seit ihrer Gründung immer ein besonderes Anliegen war". Lebhaft hatte Möller zuvor an eben diese Jahrhunderte erinnert, die Geschichte Grünbergs vom 12. Jahrhundert bis zum heutigen Tag skizziert, dabei freilich ein besonderes Augenmerk auf die umfassende Gebiets- und Verwaltungsreform gerichtet, in deren Folge Grünberg zwischen 1970 und 1972 insgesamt 13 Landgemeinden einbezogen hatte. Dieser damalige Entwicklungsprozess, so Möller, sei nicht immer einfach gewesen; heute jedoch präsentiere sich die "grüne Mitte Hessens" als vielfältige und facettenreiche Stadt mit Zukunft: "Grünberg hat sich hervorragend entwickelt".

Es war ein wahrhaft feierlicher Rahmen für die erste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in diesem Jahr, schloss sich doch der Festakt zum 25jährigen Jubiläum der Großgemeinde nahtlos an die Amtseinführung des neuen alten Bürgermeisters Siegbert Damaschke an. Landtagspräsident Möller zeigte sich erfreut, mittels seiner Festrede den zweiten Teil des Abends einleiten zu dürfen: "Es geht nicht einfach um den überschaubaren Zeitraum von 25 Jahren, sondern es geht um die Würdigung eines Grundpfeilers unserer Gesellschaft und unseres politischen Systems in Deutschland: Die kommunale Gemeinschaft, oder auch die kommunale Selbstverwaltung.

Die zwischen 1967 und 1978 in der Bundesrepublik durchgeführte Gebiets- und Verwaltungsreform, so Möller weiter, sei notwendig geworden, um vor allem die kleineren Gemeinden hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit durch eine Bündelung der Kräfte zu stärken. Doch gab es auch Probleme, die sich ehedem auftaten:"Die Zusammenlegung vormals selbständiger Gemeinden führte nicht gerade zu Begeisterungsstürmen, sie stieß zum Teil sogar auf heftigen Widerspruch". Die Schwächung der örtlichen Gemeinschaft, der Wegfall lokaler Vertretungskörperschaften sowie die größere Entfernung zum Sitz der Gemeindevertretung - diese und andere Aspekte hätten Kritiker damals geltend gemacht. Heute jedoch sei es wichtig, dass alle Stadtteile Grünbergs zur Vielfalt der Großgemeinde einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag leisten.

Nachdem Karl Bräuning, einstmals Bürgermeister der selbstständigen Gemeinde Stockhausen, und Manfred Heßler, Queckborner Ortsvorsteher, über Vergangenheit und Gegenwart der Stadtteile gesprochen hatten, ergriff abschließend Bürgermeister Siegbert Damaschke das Wort. Die Gebietsreform, so sagte er, sei zwar keine Liebes-, wohl aber eine Vernunftehe gewesen - freilich auch forciert durch die für zehn Jahre erhöhte Schlüsselzuweisung, die jenen Gemeinden gewährt wurde, die sich "freiwillig" zusammenschlossen. Infolge der Reform wollte man gewisse Mindeststandards absichern, die bei sehr kleinen Gemeinden unmöglich oder aber sehr teuer waren. Auch wollte man die Leistungsfähigkeit der Verwaltung steigern.

Der Bürgermeister führte weiter aus, das alle Stadtteile von der Reform profitiert hätten. Heutzutage seien sie in allen städtischen Gremien vertreten und verfügten allesamt über Ortsbeiräte, die wichtige Bindeglieder und Entscheidungsträger seien. "Mögen sie sich manchmal auch überflüssig vorkommen, wenn man ihren Empfehlungen aus übergeordneten Gesichtspunkten nicht immer folgen kann, so ist dies eine Fehleinschätzung. Denn nach wie vor halte ich es für wichtig, dass wir die örtliche Repräsentanz und Sachkenntnis in die Entscheidung der Gemeinde einbinden", unterstrich Damaschke.

"Die Entwicklung unserer Gemeinde wurde behutsam immer unter dem Blickwinkel vorangetrieben, das Notwendige vom Wünschenswerten zu unterscheiden. Kein Stadtteil kann sich beschweren, zu kurz gekommen zu sein. Bürgermeister Damaschke schloß die Feierstunde, die vom Musikverein Grünberg, der Chorgemeinschaft Grünberg, dem Mandolinenclub Weickartshain und dem Gesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen umrahmt wurde.

(atl/gaz)

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22. Januar 1998

Amtseinführung zum vierten

Am Abend des 7. Septembers 1997 stand fest: Siegbert Damaschke, seit 1980 Bürgermeister von Grünberg, wird auch weiterhin im Chefsessel der Stadtverwaltung Platz nehmen dürfen. Die erste Direktwahl allerdings fiel knapper aus als von vielen erwartet; Auf den 56jährigen CDU-Politiker entfielen 57,3%, sein "Herausforderer" Freddy Kammer schaffte mit 42,7% mehr als einen Achtungserfolg. Am 22. Januar 1998 war nun die offizielle Amtseinführung in der Gallushalle.

In der vierten Amtsperiode kann sich der Bürgermeister, dank einer Spende der Sparkasse, erstmals eine Amtskette umhängen. Diese Amtseinführung sei für Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Hausmann eine angenehme Pflicht gewesen, betonte jener in seiner Rede. Nun gelte es das Erreichte zu erhalten und Neues im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten in Angriff zu nehemen. Zu den Gratulanten zählte an diesem Abend auch Landrat Marx, der in seiner Rede u. a. auch auf die neue Amtskette einging und meinte, dass man geteilter Meinung sein könne, ob solch ein Symbol der Macht noch in diese Zeit passe.

(tb/gaz)

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06. Januar 1998

Sternsinger im Seenbachtal unterwegs

In den ersten Januartagen waren wieder die Sternsinger der katholischen Gemeinde St. Anna Seenbrücke unterwegs, um neben den Segens- und Friedenswünschen für das neue Jahr zugleich für Kinder der "Dritten Welt" zu sammeln. In Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain nahmen neben den Kindern der St. Anna-Gemeinde auch Mädchen und Jungen aus den Ortschaften der evangelischen Pfarrei Lardenbach teil.

Bei der unter Leitung von Ingrid Heines stehenden Aktion, die von den Begleitern Gudrun Jung, Ernst Paha, Beate Scharmann, Christel Schultheiß, Klaus Lenhart, Markus Müller, Lisel Schötterl und Lydia Wolf unterstützt wurde, kamen diesmal insgesamt 2400 Mark zusammen. Die Summe wird an das zuständige Bistum weitergeleitet.

Bei einem gemeinsamen Abschluß im Gemeinderaum dankte Ingrid Heines sowie auch Pfarrer Janusz Piotrowski allen Spendern, Helfern und besonders den Kindern Katharina Ebenhöh, Marina Heines, Mareike Repp, Hannah Repp, Simon Repp, Stefanie Trüller, Christina Trüller, Anne Hartmann, Marie-Kristin Opper, Julia Reitz, Julian Schmidt, Ina Schötterl, Katharina Koch, Lisa Willumat, Lena Braach und Johannes Wolf, die ihre Freizeit für einen guten Zweck zur Verfügung stellten. Zur Belohnung und zum Dank erhielt jeder ein Geschenk.

(Karl-Ernst Lind)

 
03. Januar 1998

Auszeichnungen des SSV

Im Rahmen des Jahresabschlusses der Altherren-Mannschaft des SSV Lardenbach/Klein-Eichen ehrten die Vorsitzenden Thomas Mölcher und Thorsten Schätzle die langjährigen Spieler Eduard Schmidt und Kurt Scharmann für 500 bzw. 250 Spieleinsätze in den Seniorenmannschaften.

Der Feier war eine Winterwanderung der Altherrenspieler vorausgegangen. Dabei gab es eine Stärkung mit Glühwein und einem Eintopf von Mitsponsor Kielbassa. Fußball-Abteilungsleiter Reinhard Mölcher dankte neben den weiteren Unterstützern der Mannschaft besonders Gastgeber Bernhard Sauer und Mitorganisator Reinhold Keller für ihre Arbeit mit dieser Abschlussfeier.

Eduard Schmidt, der zunächst beim FC Wallernhausen spielte, erhielt für seinen 500. Einsatz beim SSV einen Pokal. Besondere Erwähnung fand zudem noch die langjährige Jugendarbeit und auch die Übernahme des Traineramtes der Seniorenmannschaften durch Eduard Schmidt.

Der für 250 Spiele geehrte Kurt Scharmann spielte schon in den Jugendmannschaften und diente später seinem Verein auch noch durch die Übernahme des Schiedsrichteramtes.

(Karl-Ernst Lind)

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29. Dezember 1997

70. Geburtstag von Otto Biedenkopf 1997

Der weit über die Grenzen von Mücke bekannte Otto Biedenkopf feierte jetzt seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar begrüßte viele Gäste aus nah und fern und eine große Bläserschar zur Feier in der Turnhalle Groß-Eichen; geladen waren knapp 500 Menschen.

Otto Biedenkopf wurde am 29. Dezember 1927 in Klein-Eichen geboren. Mit 16 Jahren mußte er in den Reichsarbeitsdienst einrücken, 1945 geriet er in russische Gefangenschaft. Im August 1947 kehrte er heim. 1957 heiratete er seine Elfriede aus Altenhain. Und sie bauten in Mücke ein Haus, wo Biedenkopf auch bei der Post beschäftigt war.

Schon in Jugendjahren hatte der Jubilar Verbindungen zu Jägern, ab 1968 wurde die Freundschaft durch das Jagdhornblasen erneuert. Er wurde Mitglied im Jagdverein Hubertus Gießen und Alsfeld, legte 1971 seine Jägerprüfung ab. 1976 begann er mit den drei ersten Schülern das Jagdhornblasen. Er gründete die Gruppe "Seenbachtaler Jagdhornbläser", der heute 30 Mitglieder angehören.

1970 war Biedenkopf einer der Mitbegründer und Bläser der Parforcehorngruppe Hoher Vogelsberg. Seit vielen Jahren ist er Übungsleiter mehrerer Gruppen. Mit den Seenbachtalern Jagdhornbläsern werden alljährlich viele Auftritte wahrgenommen.

(gaz)

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14. Dezember 1997

Weihnachtsfeier des MGV

Mit sichtbarer Freude gestalteten am Samstag nahezu 30 Kinder sowie Sänger aus Lardenbach und Klein-Eichen die öffentliche Weihnachtsfeier, welche seit vielen Jahrzehnten vom MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen veranstaltet wird. Die Akteure sorgten dann am Sonntag beim dritten Seniorennachmittag beider Ortschaften erneut für abwechslungsreiche Stunden.

Mit Liedern wie "Heut ist ein Tag der Freude" und der Uraufführung des "Donauwalzers" von Johann Strauß erfreute der Männerchor unter Leitung von Ottmar Hasenpflug und Klavierbegleitung von Minette Kraft an beiden Tagen die Besucher. Einen weiteren musikalischen Beitrag leisteten am Samstag noch Beate und Thorsten Herdejost, Sandra Frank, Pia Fuchs und Minette Kraft. Ebenso der Auftritt des Kirchenchores Lardenbach/Klein-Eichen (Leitung Gisela Langohr) wurde mit viel Beifall bedacht.

Eine besondere Freude brachten den Besuchern wieder die Kinder mit ihren weihnachtlichen Darbietungen. So stand neben dem gemeinsamen Singen mit dem Kirchenchor, dem Gedichtvortrag von Luisa Schombert sowie dem Flötenspiel von Vanessa Rühl das Weihnachtsspiel "Der Weihnachtsmann im Gefängnis" ganz im Vordergrund. Die Kleinen erhielten viel Beifall für das von Doris Rühl und Sigrid Ruppel einstudierte Programm. Der absolute Höhepunkt für die Jungen und Mädchen war am Samstag jedoch das Erscheinen des Nikolauses.

Am Sonntagnachmittag leistete neben den erwähnten Akteuren ferner die Seniorengymnastikgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen ihren Beitrag. Unter Leitung von Fanny Voll präsentierten die Damen eine sehenswerte "Stretchband-Gymnastik".

In seinem Grußwort stellte Stadtoberhaupt Damaschke die Frage nach der Besinnlichkeit in diesen Tagen der vorweihnachtlichen Hektik. Im Anschluß an das Programm, durch das der Vorsitzende des Männergesangvereins Lardenbach/Klein-Eichen, Karlheinz Erdmann, führte, wurden alle Gäste mit den reichlichen von heimischen Frauen gespendeten Kuchen und Kaffee verwöhnt.

(Karl-Ernst Lind)

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08. November 1997

10 Jahre Spielgemeinschaft 1997

Mit einem kleinen Fest erinnerten am Samstagabend (8. November 1997) die Verantwortlichen des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen und des FC Weickartshain an die vor zehn Jahren begründete Spielgemeinschaft. Durch den Abend führten die Vorsitzenden Uwe Neudert (FC Weickartshain) und Thomas Mölcher (SSV Lardenbach/Klein-Eichen). Beide wiesen darauf hin, dass die Vereine in Sachen Jugendarbeit schon seit zwei Jahrzehnten gemeinsame Wege gehen.

Ausschlag für die Gründung der Spielgemeinschaft war die dünne Spielerdecke beider Vereine. Die vor 20 Jahren begonnen gemeinsame Jugendarbeit trage heute Früchte, betonten die beiden Vorsitzenden. So seien derzeit 85 Jugendspieler von den Bambinos bis zur C-Jugend aktiv und auch erfolgreich. Dank galt den Jugendbetreuern Dieter Braach, Berthold Hagenbücher, Gunter Hartmann, Meik Ittershagen, Stefan Weeke und Stefan Gill. Anerkennung für seine langjährige Jugendarbeit wurde auch Eduard Schmidt zuteil.

Besonders erwähnt wurden auch die vier Schiedsrichter der Spielgemeinschaft Ulrich Schlosser, Gisbert Repp, Maik Walther und Joachim Schönhals.

Entscheidend für die gute Zusammenarbeit im Erwachsenenbereich ist der gut harmonierende Betreuerstab mit Reinhard Mölcher, Joachim Röhl, Jörg Neudert und Karsten Schäfer. Auch die ausgezeichnete Kameradschaft der alle ohne Honorar spielenden Fußballer trage zum Erfolg bei. Dieser werde besonders bei der 2. Mannschaft, die in der oberen Tabellenhälfte steht, deutlich sichtbar. Trainer der Spielgemeinschaft waren bislang Ottmar Becker, Kai Rühl, Helmut Siedler, Fritz Piontek und Karl Schäfer.

Die Verantwortlichen der Fußballabteilung und die Mitglieder des Vergnügungsausschusses Karl-Otto Bingmann, Karsten Schäfer, Stefan Weeke, Meik Ittershagen, Maik Walther und Michael Zieße erhielten Anerkennungspräsente. Ein besonderer Dank galt den Sponsoren.

Zur Unterhaltung der Gäste trugen die Mitglieder der Jazztanz-Gruppe Weickartshain unter Leitung von Maxi Bullmann und die Damen der Gymnastikgruppe des Fußballclubs Weickartshain bei. Einen Sketch spielten Gerda Weeke und Helma Berg. Bei einem Schätzspiel (es ging um die genaue Zahl der in zehn Jahren eingesetzten Spieler; korregtes Ergebnis: 101) gewann Hans-Ulrich Lampe eine Weihnachtsgans.

(Karl-Ernst Lind)

 
04. November 1997

Schließungsabsichten der Post AG von Postfilialen

Auf elf Filialen bezifferte Heinrich Wetzler, Leiter der für Gießen zuständigen Post-Niederlassung in Marburg, das "Schließungspotential" für Postfilialen im Landkreis. Welche Filialen davon betroffen sein werden, wollte Wetzler am Dienstag (4. November 1997) vor dem Wirtschaftsausschuß des Kreistages nicht nennen.

Thema der teilweise recht emotionsgeladenen Diskussion des Gremiums mit dem Vertreter der Post AG sowie mit dem Bezirkssekretär der Postgewerkschaft und Gewerkschaftsvertreter, war die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung im Postbereich.

Der Post-AG-Vertreter mußte sich mehrfach heftiger Kritik vor allem aus den Reihen der SPD und der Grünen erwehren. Er verteidigte das Konzept, statt unrentabler Filialen Agenturen einzurichten nicht nur mit der Kostenfrage, sondern auch mit der Kundenfreundlichkeit aufgrund längerer Öffnungszeiten - zum beispiel von Agenturen in Lebensmittelgeschäften.

Dagegen monierten die Gewerkschaftsvertreter und mehrere Ausschußmitglieder eine "ausgesprochene Konzeptlosigkeit" der Post bei den Umwandlungen. "Die Auswirkungen müssen die Bürger tragen", wurde angemahnt. In vielen nebenbei betriebenen Agenturen seien die Angestellten schlichtweg überfordert. Die Post habe den Auftrag, alle Bürger unter gleichen Bedingungen zu versorgen. Ungeschultes und überlastetes Personal, waren die weiteren Argumente.

Wetzler, der darauf hinwies, dass es doch die Entscheidung von Politikern gewesen sei, die Post zu privatisieren, sagte zu, die elf im Landkreis Gießen von einer Schließung bedrohten Filialen dem Kreistag so bald als möglich zu nennen.

Schon im Frühjahr hatte die Postgewerkschaft eine Liste der für 1998 anstehenden Schließungen veröffentlicht, der von der Post AG nicht widersprochen wurde. Genannt wurden damals: Fellingshausen, Rödgen, Villingen, Steinheim, Ober-Bessingen, Saasen, Bersrod, Weitershain, Lardenbach, Queckborn, Lauter, Gonterskirchen, Oberkleen, Cleeberg und Ruppertsburg.

(rüg/gaz)

 
27. September 1997

Silberhochzeit

In Klein-Eichen überraschten Freunde und Mitglieder des Kartenclubs Gudrun und Roland Voll zur Silberhochzeit: Vor der Haustür hatte man ein festlich gekleidetes Puppenpaar aufgebaut. Dem Brauch entsprechend, wollten die Freunde so das große Ereignis in der kleinen Ortschaft kundtun. Auch durch das Engagement in Vereinen, Roland Voll steht etwa als Torwart bei den Alten Herren zwischen den Pfosten, ist das Paar weithin bekannt.

(Karl-Ernst Lind)

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25. September 1997

Wasserversorgung der Stadt Grünberg

Die neue Gesetzes- bzw. Erlaßlage, keine Ausnahmen mehr bei über 10 000 Einwohnern, läßt nun auch Grünberg keinen Ausweg mehr: Wie erwartet, stimmte am Donnerstag (25. September 1997) die Stadtverordnetenversammlung für die Schaffung eines Eigenbetriebs zur Wasserversorgung. Besagte 10 000 Einwohner-Grenze gilt übrigens nicht für die Abwasserentsorgung, weswegen die "Stadtwerke Grünberg" zunächst nur auf die Wasserversorgung beschränkt bleiben.

Dem einstimmigen Stadtverordnetenbeschluß auf Einrichtung der Stadtwerke zum 1. Januar 1998 gingen kürzere Debatten um Satzungsdetails voraus. Neun Stadtverordnete bilden nun die Kommission, dass sind alle Fraktionen gemäß des Kräfteverhältnisses im Stadtparlament die in diesem Aufsichtsgremium sitzen werden. Zwei weitere Kommissionsmitglieder werden aus dem Magistrat dazu gewählt.

Die Eigenbetriebssatzung als Basisbeschluß zur Einrichtung der Stadtwerke fiel einstimmig aus. Als Stammkapital sieht die Satzung eine Summe von 1,6 Millionen Mark vor.

Der räumliche Geltungsbereich erstreckt sich auf die Kernstadt sowie die Stadtteile Göbelnrod, Harbach, Klein-Eichen, Lardenbach, Queckborn, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. In den Stadtteilen Beltershain, Lehnheim, Lumda, Reinhardshain und Stangenrod wird die Aufgabe der Wasserversorgung durch den Zweckverband Wasserversorgung Dieberggruppe erfüllt.

(tb/gaz)

 
21. September 1997

Landratswahl 1997

Die erste Landrat-Direktwahl fand im Landkreis Gießen am 7./21. September 1997 statt, aus der Willi Marx (SPD) als Sieger hervorging. Zur Stichwahl am 21. September kamen nur 89 von 195 Wahlberechtigte Klein-Eichener ins "Backhaus". Das waren etwas über 45 Prozent. Die Briefwahl nutzten 5 Wähler.

Bei der Auszählung ergab sich eine ungültige Stimme. Die 88 gültigen Stimmen verteilten sich auf:

Willi Marx, SPD 38 (43,18 %)
Wilfried Schmied, CDU 50 (56,82 %)

(ohne Briefwahl)

In Lardenbach war die Wahlbeteiligung noch geringer. Von 322 Wahlberechtigten gingen 123 (38,2%) zur Urne. Hier erreichte der eigentliche Wahlgewinner Willi Marx nur 37 Stimmen. Wilfried Schmied bekam 86 Stimmen.

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21. September 1997

10 Jahre Kirchenchor, 1997

Am Sonntag (21. September) feierte der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen sein zehnjähriges Bestehen. Neben den geladenen Gemeindegliedern waren zahlreiche Ehrengäste erschienen. So konnte Pfarrer Tilman Schmidt Dekan Paul Gerhard Weyrauch und Dekanatsmusikerin Anja Martiné begrüßen. Unter den Gästen des nahezu vollbesetzten Gemeinschaftshauses waren auch die Aktiven des MGV Lardenbach/Klein-Eichen, des Frauenchores Freienseen, des Flötenkreises Laubach mit Leiterin Christine Wilhelmi, die zudem allesamt das abwechslungsreiche Festprogramm mitgestalteten.

Eröffnet wurde der Nachmittag mit dem Auftritt des Jubiläumsvereins. Unter der Leitung von Gisela Langohr trug der Frauenchor das Lied "Dein Name sei gelobt" vor. Im vom Pfarrer Schmidt gehaltenen Gottesdienst leistete der MGV unter Leitung von Ottmar Hasenpflug mit zwei Chören musikalische Unterstützung. Der gastgebende Chor war hier nochmals mit vier Liedern zu hören. Eine instrumentale Einlage bot zweimal der Flötenkreis Laubach. Vor den Grußworten spielte zum Abschluß des Gottesdienstes Dekanatmusikerin Martiné einige Werke auf dem Klavier.

Im Rahmen der Grußworte wurden dem Jubiläumschor zahlreiche Glückwünsche überbracht. Pfarrer Schmidt übergab seitens des Kirchenvorstandes zur Erinnerung eine Ehrenurkunde und einen Gutschein für einen weihnachtlichen Chorsatz. Anerkennende Worte für das zehnjährige Wirken sprach Dekan Weyrauch den Chormitgliedern aus.

Für die beiden Gastchöre überbrachte Hans Joachim Siebel vom MGV Lardenbach/Klein-Eichen und Ilse Hofmann vom Frauenchor Freienseen Geburtstagsglückwünsche. Während des gemütlichen Beisammenseins unterhielt der über 30 Mitglieder starke, heimische Frauenchor und der Frauenchor Freienseen die zugleich mit Kaffee und Kuchen beschäftigten Gäste.

(Karl-Ernst Lind)

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15. September 1997

Fußball-Länderspiel

Am Wochenende (13. und 14. September 1997) wurde die vor über 36 Jahren von der Feuerwehr Lardenbach begründete Freundschaft mit Lehenrotte (Niederösterreich) vertieft: Die Altherrenfußballer des SSV Lardenbach/Klein-Eichen hatten im Vorjahr ein Spiel gegen die Sport- und Feuerwehrkameraden Lehenrotte ausgetragen, nun stand der Gegenbesuch an.

Offiziell im "Torkelkeller" vom SSV-Vorsitzenden Thomas Mölcher begrüßt, folgte am nächsten Morgen unter Leitung von Reinhold Keller und Kurt Scharmann ein Ausflug in den Vogelsberg. Nach der Rückkehr erwartete die Gäste eine Stärkung mit Bier und Wurst.

In einem "Ländermatch" trafen dann am Abend die Österreicher auf die Altherren des SSV. Letztere suchten die 1995 in Lehenrotte erlittene 7:4-Niederlage wieder wttzumachen, was gelang: die heimische Mannschaft siegte 5:2. Am späten Abend und am nächsten Tag besuchte man noch das 14. Klein-Eichener "Grenzgrabenfest".

Bei der Verabschiedung der Gäste am Montagmorgen sprachen diese, von der herzlichen Aufnahme begeistert, den Mitorganisatoren Reinhard Mölcher, Jürgen Maus, Karl-Ernst Lind, Joachim Rühl, Kurt Scharmann und Gunter Berg für 1998 eine Einladung für ein weiteres "Länderspiel" in Lehenrotte aus.

(Karl-Ernst Lind)

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14. September 1997

Grenzgrabenfest

Das Grenzgrabenfest fand am Samstag und Sonntag wieder bei Loobs auf dem Hof statt. Der Veranstalter, die Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer, sorgten an den zwei Tagen für die nötige Infrastruktur und Bewirtung der zahlreichen Gäste. Die kamen nicht nur aus Klein-Eichen und Lardenbach, sondern auch aus den weiteren Nachbarorten. Zum Frühschoppen am Sonntag spielten, wie schon in den Jahren zuvor, die drei Volksmusikanten der Kapelle die Amigos. In gemütlicher Bierseligkeit verbrachte man ein schönes Dorffest am Grenzgraben.

 
07. September 1997

Bürgermeisterwahl 1997

Grünbergs Amtsinhaber Bürgermeister Siegbert Damaschke ist am Sonntag (7. September 1997) erstmals durch Grünbergs Wahlvolk im Amt bestätigt worden. Zum ersten Mal ist er 1980 noch vom Stadtparlament gewählt worden. Damaschke hatte zwar gesiegt, doch Herausforderer Freddy Kammer, ein Auswärtiger der erst vor wenigen Monaten sich um das Amt beworben hat, hatte mit knapp 43 Prozent mehr als einen Achtungserfolg erzielt.

Kurz nach 18 Uhr waren im Stadthaus die ersten Ergebnisse eingetroffen. Als erstes das aus aus dem Wahllokal Grünberg-Gallushalle, dann aus Queckborn und dann das der Briefwahl. Mit 66,6 und 64 Prozent für den Amtsinhaber deutete da noch alles auf eine sehr klare Sache hin. Diesen ersten Trend bestätigte Minuten später auch die 63 Prozent aus dem Wahllokal Barfüßerkloster.

Für aufgehellte Mienen bei SPD-Chef Hans Pigors sorgte dann aber das Resultat aus Lehnheim (48,7 % für Kammer). Und vor allem das aus Göbelnrod mit 63,6%. Nach einem kleinen Durchhänger im kleinen Klein-Eichen (39%) dann aber die größte Überraschung: 71,9% in Harbach. Auch in anderen Stadtteilen ging es besser aus, als von der SPD erwartet. In vier von 14 Stadtteilen hatte der Auswärtige den Amtsbonus Damaschkes mehr als wettgemacht und lag hier vorne.

Um kurz nach 19 Uhr stand das Endergebnis fest: 57,32% für Damaschke, 42,68% für Kammer. Grünbergs Wähler hatten, wenn auch knapper als erwartet, auf Kontinuität gesetzt.

In Klein-Eichen waren 189 Wahlberechtigte registriert. Die Beteiligung an der Bürgermeisterwahl erreichte 64,55 %. Das waren dann 117 gültige Stimmen. Davon entfielen auf Damaschke 71 Stimmen (60,68%). Kammer erhielt 46 Stimmen (39,32%). In Lardenbach lag die Wahlbeteiligung bei 62,5% bei 320 Wahlberechtigten. Die 199 gültigen Stimmen verteilten sich auf 140 (70,35%) für Damaschke und 59 (29,65%) für Kammer.

(tb/gaz)

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25. August 1997

Blutspende

151 Menschen folgten am Montag (25. August 1997) dem Aufruf des DRK Weickartshain zur Blutspende in der Gallushalle, darunter auch drei Erstspender. Für ihre 50. Spende wurden Robert Weber aus Göbelnrod und Rosemarie Dörr aus Lardenbach geehrt, Friedrich Hedrich aus Grünberg wurde für die 60., Leo Müller aus Lardenbach für die 75. und Werner Siedler aus Klein-Eichen gar für seine 80. Spende ausgezeichnet. Hannelore Scharmann, Leiterin des DRK_Verpflegungszuges, würdigte die verantwortungsbewußte Haltung der langjährigen Spender.

Insgesamt 25 Helferinnen und Helfer des DRK Weickartshain trugen zu einem reibungslosen Ablauf des Blutspendetermins bei, der gewöhnlich drei bis viermal jährlich in der Gallushalle durchgeführt wird.

Geehrt wurde u. a. für die erste Spende Gerda Weeke aus Lardenbach. Eine Würdigung für die sechste Spende erhielt u. a. Ernst Zimmer aus Lardenbach.

(gaz/gni)

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14. August 1997

Bürgermeister-Wahlkampf 1997

Nach seinem Rundgang durch Klein-Eichen am Donnerstag (14. August 1997) dankte SPD-Bürgermeister-Kandidat Freddy Kammer zunächst Ortsvorsteher Manfred Daniel für die Sachkundige Führung. Die Gesprächsrunde wurde im "Backhaus" weitergeführt, das zu einem gelungenen Gemeinschaftsraum mit Nebenräumen umgestaltet worden sei.

Kammer stellte fest, dass ihm eine bürgernahe und transparente Verwaltung besonders wichtig sei. In den Bereich der Sozialarbeit seien die christlichen Kirchen mit einzubeziehen. Nicht vergessen werden dürfe die Förderung der Landwirtschaft, sei sie es doch, die durch Bewirtschaftung der Flächen in großem Maße Landschaftspflege betreibe. Die Anzahl der Betriebe nehme immer mehr ab, und es sei nicht vorstellbar, dass man Landschaftspflege kostenlos erhalten könne.

Wie man als Bürgermeister Neutralität zeigen könne, wollte ein Bürger von Kammer wissen. Dieser habe darauf dargelegt, dass man als Mitglied einer Partei bestimmte politische Vorstellungen habe. Er habe eine politische Grundhaltung, die durch sein sozialdemokratisches Elternhaus geprägt wurde und die es wert sei zu erhalten.

Seine Grundhaltung sei es, dass er stets dazu neige, dem besseren Vorschlag zuzustimmen, auch wenn dieser von einer anderen Partei komme. Ein Stück Neutralität habe Kammer dazu aus seiner Heimatgemeinde Hirzenhain aufgezeigt, in der er Fraktionsvorsitzender ist. Hier habe die SPD bei der letzten Kommunalwahl 65% erhalten, man habe aber der CDU den Vorsitz im Bauausschusß überlassen.

Bürgermeisterkandidat Kammer hatte am Vortag eine Ortsbegehung in Lardenbach unternommen. Anders als in Klein-Eichen, wo das alte Backhaus zu einem schmucken Gemeinschaftsraum umgebaut worden sei, sieht er im Nachbardorf dafür keine Chancen. Dem Wunsch des Ortsbeirates gemäß, sollte das Gebäude abgebrochen und das Grundstück mit zu einem Ortsmittelpunkt gestaltet werden.

Auch hier stellte Kammer sein Wahlprogramm vor, und ließ sich anschließend von Bürgern dazu befragen. Von einem Ortsbeiratsmitglied sei dann nochmals die "desolate Zusammenarbeit zwischen Ortsbeirat und Stadtverwaltung, ganz besonders mit dem Bauhof", aufgezeigt worden. Alle Meldungen des Ortsbeirates über die dringende Beseitigung von Schlaglöchern oder nur das Ersetzen eines Straßenschildes würden ignoriert. Für ihn sei dies unverständlich erwiederte Kammer. Und ihm sei das schon mehrmals geschildert worden.

(gaz/pm)

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10. August 1997

EVG-Wandern

Trotz der Ferienzeit und des hochsommerlichen Wetters gingen am vergangenen Wochenende 772 Wanderfreunde aus ganz Hessen bei der 16. EVG-Wanderung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen an den Start. Die dem heimischen Sportverein unterstellte Wandergruppe hatte bei ihrer diesjährigen Veranstaltung wieder drei Strecken von sieben, zwölf und 18 Kilometer Länge im Angebot.

An der nach den Richtlinien der Europäischen Volkssport-Gemeinschaft Deutschland durchgeführten Wanderung nahmen insgesamt 43 EVG-Vereine teil. Nach dem aktiven Teil der Veranstaltung wurde am Sonntag von Wanderwart Manfred Lind und Lardenbach's Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann die Siegerehrung durchgeführt. Hierbei erhielten die acht erfolgreichsten Vereine jeweils einen Pokal.

Wie bereits schon im Vorjahr setzte sich auch diesmal wieder der aus dem benachbarten Stadtteil Lehnheim kommende Jugendsportverein mit insgesamt 70 Teilnehmern an die Spitze des Feldes. Den zweiten Rang erreichten die Wanderfreunde Lindenstruth (65 Teilnehmer) vor den Berg- und Wanderfreunden Ulfa (54). Die weiteren Plätze belegten der BSC Lich vor Gießen, Niederkleen und Rüdingshausen mit 30 Wandersleuten.

(Karl-Ernst Lind)

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20. Juli 1997

Erster Flohmarkt

Der erste Flohmarkt, organisiert unter Mithilfe von Doris Rühl und Sigrid Ruppel durch die Mädchentanzgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen, war ein Erfolg. Angeboten wurden von der Tanzgruppe "1. Allgemeine Lardenbacher Verunsicherung" mit Ständen Spiel- und Freizeitartikel und Waren des täglichen Bedarfs. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

(Karl-Ernst Lind)

 
19. Juli 1997

"Mir feiern all de 10. K.A.R.L.", 1997

Der "Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude", kurz K.A.R.L., hat am Samstag (19. Juli 1997) im Klein-Eichener Steinbruch sein traditionelles Sommerfest gefeiert. Dem bescheidenen Wetter zum Trotz, strömten viele gutgelaunte Besucher zu dem Ort des Vergnügens. Man feierte ja auch das 10. Jahr des Vereins. Die aktuell zwölf aktiven Mitglieder stellten für ihre Gäste ein besonderes Programm auf die Beine.

Neben den kulinarischen Köstlichkeiten, die großen Anklang bei vielen Hungrigen fanden, gab es auch etwas für Ohr und Auge. Denn neben der Kabarettistin Christiane Weller, die in "über die Frau als solche" über alltägliche Probleme verschiedener Frauentypen berichtete, und Mr. Brown, der mit Close-up-Zauberei das Publikum in seinen Bann zog, überzeugten vor allen Dingen die Gruppe "Ben So-Sodia", die die Anwesenden mit afrikanischen Trommelrythmen in eine fremde Welt entführten.

Als Höhepunkt des Abends zeigte sich der Auftritt der "Rockin' Doctors" aus Mücke, die Rock vom Feinsten spielten. Der Abend verlief in gelöster Stimmung zur Freude der Verantwortlichen von "K.A.R.L." und des sich die Ehre gebenden Grünberger Bürgermeisters Siegbert Damaschke.

(gaz/ret)

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17. Juli 1997

Baugebiet und Haltestelle

Am Montag (7. Juli 1997) hat der Grünberger Bauausschuss neben der Errichtung der zentralen Umsteigestelle am Schloß auch einer zweiten Vorlage in Sachen "Stadtbus Grünberg" grünes Licht erteilt; Angesichts der breiten Mehrheit ist die endgültige Absegnung durchs Parlament zu erwarten. Danach stellt Grünberg insgesamt 40 746 Mark bereit, um die Haltestellen des Stadtbusses einzurichten. Dickster Brocken ist die Investition in 14 neue Wartehallen. Diese kosten 237 000 Mark, für die Stadt bliebe bei Bewilligung beantragter Zuschüsse aber nur ein Betrag von 11 870 DM. Zehn der neuen Hallen sollen in der Kernstadt, weitere in Lumda, Beltershain, Reinhardshain und Klein-Eichen (Sellnröder Straße) aufgestellt werden.

Gleich mehrere Bauleitplanungen hat der Bauausschuss an diesem Tag ebenfalls auf den Weg gebracht. Bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung wurde vom Fachgremium zunächst für die Planung "Eichwiesenfeld" in Klein-Eichen dem Stadtparlament der Entwurfs- und Offenlegungsbeschluß empfohlen. Bekanntlich hatte es hier eine Diskussion mit Grundbesitzern gegeben, die keine Bebaubarkeit ihrer Flächen wünschten. Der nun zum Beschluß empfohlene Entwurf sieht die Ausklammerung dieser Flächen (Grünflächen) sowie eine Erweiterung des "Allgemeinen Wohngebietes" gegenüber dem Urentwurf vor.

Auch der Haupt- und Finanzausschuß stimmte der Bauleitplanungen in Klein-Eichen, Weitershain und Queckborn zu.

Am Donnerstag, 17. Juli 1997 tagte dann das Stadtparlament in Weickartshain. Schnell wurden die anstehenden Beschlüsse zu den Bebauungsplanungen gefasst: Wieder bei einer Nein-Stimme und Enthaltungen wurde für den Plan "Eichwiesenfeld" in Klein-Eichen der Entwurfs- und Offenlegungsbeschluß empfohlen (inkl. Änderung, wonach der Fußweg zum Anwesen Paha entfällt). Da die Grundbesitzer keine Bebaubarkeit ihrer Flächen wünschten, werden diese Grünflächen ausgeschlossen und als unbebaubare Grünfläche ausgewiesen. Das "Allgemeine Wohngebiet" wird Richtung Stockhäuser Weg erweitert. Das Baugebiet soll eine Größe von 1,5 Hektar haben. Die ca. 16 Grundstücke werden auf eine Größe von rund 700 m² beschränkt.

Bei nur einer Enthaltung wurde auch die Erneuerung und Errichtung von Wartehallen bzw. Haltepunkten beschlossen. Hier rechnet man mit einem Landeszuschuß von 95 Prozent für die insgesamt rund 480 000 DM teuren Maßnahmen. Gemäß Ausschußvotum werden nun 18 statt zunächst 14 neue Hallen aufgebaut: eine davon wird an der Sellnröder Straße in Klein-Eichen stehen.

(gaz/tb)

 
11. Juli 1997

Sommerfest des Kindergartens

In Lardenbach stand am Samstag (11. Juli 1997) das Sommerfest des Kindergartens Lardenbach, Klein-Eichen, Weickartshain und Stockhausen unter dem Motto "Mit Tieren durch die Jahreszeiten". Unter Leitung von Ursula Seipp, den Mitarbeiterinnen des Kindergartens und der Hilfe zahlreicher Eltern erfreuten die Kinder mit einem anwechslungsreichen Programm ihre Geschwister, Eltern und Großeltern. Passend zum Motto tummelten sich Pinguine, Hasen, Schmetterlinge, Igel, Katzen, Mäuse, Frösche u. a. zu entsprechenden Liedern auf der Bühne. Für das leibliche Wohl war mit selbstgebackenem Kuchen und Würstchen vom Grill bestens gesorgt.

(gaz/ch)

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13. Juni 1997

90. Geburtstag von Berta Döhler

Ihren 90. Geburtstag konnte am 13. Juni die Klein-Eichener Bürgerin Berta Döhler geb. Schaaf, begehen. Die nach einem arbeitsreichen und nicht immer mit einem leichten Leben behaftete Jubilarin wurde im Jahre 1907 in der Vogelsberg-Gemeinde Wohnfeld geboren. Dort lebte sie auch bei ihrem Bruder auf dessen Mühle (Schaafs-Mühle). In Wohnfeld ging sie zur Schule und war auch im dortigen Gesangverein aktiv.

Im Jahre 1941 erfolgte die Hochzeit mit dem aus Sachsen kommenden Tuchfabrikanten Friedrich Moritz Döhler.

Mit ihrem in Klein-Eichen in ein Hofgut eingesetzten Ehemann, dessen erste Ehefrau (Anna Mölcher) früh verstarb, bewirtschaftete sie dann zusammen den einstigen stattlichen Grundbesitz. Hierbei versorgten sie eine große Anzahl von Tieren, wobei der ganze Stolz die auch im Ackerbau eingesetzten Pferde waren. Seit dem Tod ihres Ehemannes 1963 lebt sie mehr oder weniger alleine im eigenen Haushalt. Neben dem Sozialdienst der Johanniter kümmern sich die Mieter und Nachbarn um die geistig noch rege Frau.

Die nunmehr neue "Neunzigerin" nimmt trotz einer schweren Gehbehinderung noch am Leben in ihrer unmittelbaren Umwelt teil. Gut überstanden hat sie auch eine kürzlich erst durchgeführte Augenoperation, die ihr aber einen zwischenzeitlichen Aufenthalt im Alten- und Pflegeheim im "Haus am Schloßberg" in Ulrichstein nicht ersparte.

Zu den Gratulanten zählten neben dem Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke, Ortsvorsteher Manfred Daniel und Pfarrer Schmidt auch der Bundestagsabgeordnete Adolf Roth, der Berta Döhler mit einem Glückwunschschreiben seine besten Wünsche für die Zukunft übermittelte. Natürlich gratulierten viele Nachbarn und ihre Untermieter aus dem Haus.

Von Berta Döhler ist der Spruch überliefert: "Lieber in Klein-Eichen erschossen, als in Grünberg im Altersheim!"

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08. Juni 1997

Ortssporttag 1997

Zu einer rundum gelungenen Veranstaltung wurde am Sonntag (8.Juni 1997) ausgetragene Ortssporttag des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Im MIttelpunkt dieses schon seit vielen Jahren vom Verein ausgetragenen Familientages stand neben der Ermittlung des Siegers der Straßenmeisterschaft im Fußball auch das Kinderfest.

An dem am Vormittag ausgetragenen Straßenturnier beteiligten sich Mannschaften des Helgenstocks/Hölzchesweges, des Pappel- und Akazienweges und eine Mannschaft der Straße "Am Larbach" sowie ein Team aus Klein-Eichen, In den Begegnungen nach dem Modus "Jeder gegen Jeden" zeigte das Team aus Klein-Eichen die beste Leistung und wurde am Ende vor dem Pappel- und Akazienweg verdienter Sieger. Bei der vom Ersten Vorsitzenden Thomas Mölcher durchgeführten Siegerehrung erhielten die teilnehmenden Mannschaften jeweils einen Sachpreis.

Unter der Federführung von Doris Rühl, Sigrid Ruppel und Vereinssprecherin Gerda Weeke fand am Nachmittag der Höhepunkt für die Kinder beider Stadtteile statt. Bei den zahlreichen Spielen, bei denen sich auch Bürgermeister Damaschke und der beim Straßenteam-Turnier als Schiedsrichter fungierende Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann von der Begeisterung der Kleinen überzeugen konnten, wurden zudem noch reichlich Punkte für die spätere Gewinnvergabe gesammelt.

(Karl-Ernst Lind)

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06. Juni 1997

Selbstverteidigung für Frauen

Unter Leitung von Günter Ulbrich (Justizvollzugsbeamter aus Lollar) fanden jüngst zwei Selbstverteidigungs-Kurse für Frauen statt. Organisiert hatte dies die Leiterin der Gymnastikgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen, Sigrid Ruppel, sowie Gruppenmitglied Doris Rühl.

Ziel der Lehrgänge, an denen 13 Frauen der örtlichen Gymnastikgruppe und zwölf Mädchen des heimischen Gymnastik-Nachwuchses teilnahmen, war in erster Linie die Stärkung des Selbstvertrauens in einer Notsituation und das Abwehren von Angriffen.

Mit Judo- und Karate-Techniken wurden verschiedene Abwehrmaßnahmen erlernt. Dabei wurden von den Teilnehmerinnen keine Vorkenntnisse verlangt. Mit seinen praktischen Übungen nach eigener Zusammenstellung vermittelte Ulbrich jeder Teilbehmerin das Gefühl der Stärke von Geist und Körper. Hierbei wurde von Ulbrich, der den Schwarzgurt in Karate sein eigen nennt und seit 1990 diese Kurse anbietet, besondere Standardsituationen vorgegeben, aus denen es sich dann zu befreien galt.

(Karl-Ernst Lind)

 
01. Juni 1997

Vielfalt der Gemeindearbeit

Bei einem von den Gruppen der ev. Gemeinde Lardenbach/Klein-Eichen gestalteten Gemeindefest erlebten nahezu 200 Bürgerinnen und Bürger der beiden Stadtteile einen abwechslungsreichen Nachmittag. Die Federführung lag bei den 34 Mitgliedern des Kirchenchores. Nach dem gemeinsamen Singen mit der Klavierbegleitung von Minette Kraft hieß Pfarrer Tilmann Schmidt alle willkommen. Er sah in dieser Veranstaltung die Darstellung des Christentums in der Kirchengemeinde. Sein Dank galt besonders allen Helfern.

Unter Leitung von Gisela Langohr trug der Kirchenchor zwei Chöre vor. Hierbei stellte Elke Rühl den Frauenchor vor, der im Herbst sein 10jähriges feiern wird und für weitere Mitglieder offen ist. Einen musikalischen Beitrag leisteten auch die Kinder des Kindergottesdienstes. Die von Silvia Felsing geleiteten 20 Mädchen und Jungen trugen das "Regenbogenlied" vor. Einen Einblick in den allsonntäglichen Ablauf vermittelte Andreas Weil.

Der besonders im Herbst und Winter aktive Frauenkreis Lardenbach/Klein-Eichen wurde von Frieda Schmidt und Elli Ruschig mit einem Zwiegespräch präsentiert. Ergänzende Worte über das vielseitige Wirken der Frauen sowie auch den "Seniorenkreis Lardenbach/Klein-Eichen" brachte Pfarrer Schmidt zum Ausdruck. Für den Seniorenkreis verlas Elli Ruschig eine Kurzgeschichte über einen Lottogewinn.

Förmlich "Freude am Leben" überbrachte sodann der Kirchenchor mit dem gleichnamigen Lied und dem hervorragend dargebotenen Chor "Auf einem Baum ein Kickkuck". Diesem Auftritt folgten nochmals die Kleinen des Kindergottesdienstes.

Doris Keller stellte vor dem gemeinsamen Singen den 1995 ins Leben gerufenen "Jung-Frauenkreis" vor, erwähnte, dass diese vielseitig agierende Einrichtung neben dem Mutter-Kind-Turnen noch weitere Aktivitäten wie etwa Brotbacken durchführe. Bei diesem Gemeindefest präsentierten sich somit die verschiedenen Gruppen der ev. Kirchengemeinde.

(Karl-Ernst Lind)

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15. Mai 1997

Abwasserkataster

Gemäß Eigenkontrollverordnung des Landes wurde an ein hiesiges Ingenieurbüro der Auftrag zur Erstellung eines Abwasserkatasters für Göbelnrod, Lardenbach (inkl. Seenbrücke) und Klein-Eichen vergeben. Das Betrifft die Bestandserfassung der Wasserleitung und der Erstellung eines Kartenwerkes. Beides wird aus der Grundwasserabgabe finanziert.

(gaz)

 
10. Mai 1997

Teilkritiksingen des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes

Am Samstag (10. Mai 1997) fand in der Homberger Stadthalle das zweite Teil-Kritik-Singen '97 des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes statt. Etwa 600 Sängerinnen und Sänger kamen zusammen, die sich wiederum der fachlichen Kritik von Musik- und Chordirektor Willi Becker stellten. Beste Rahmenbedingungen waren geschaffen worden, damit die teilnehmenden 15 Vereine mit ihren 18 Chorgattungen ihre Auftritte absolvieren konnten.

OLSB-Vorsitzender Dieter Ihle stellte den Sängern zunächst Kritiker Becker vor, der sowohl im In- wie im Ausland eine anerkannte Persönlichkeit in Sachen Chorgesang sei. Becker wertete die vorgetragenen Stücke nach üblichen Kriterien. Darüber hinaus gab er eine Fülle von praxisbezogenen Hinweisen für die weitere Schulung in den heimatlichen Arbeitsfeldern. Völlig neu war für die Dirigentinnen und Dirigenten der direkte Dialog nach dem jeweiligen Gruppen-Singen, was ebenfalls zu einer guten Atmosphäre des etwa sechsstündigen Singens führte.

Am zweiten Teil-Kritik-Singen beteiligten sich u. a. auch die "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, die "Eintracht" Sellnrod und der MGV Weickartshain. Kritiker Becker riet den Verantwortlichen in den Gesangvereinen, eingefahrene Wege und Vereinsstrukturen zu überdenken und sich mit zeitgemäßer Chorliteratur der Jugend zu öffnen, wenn dies in der praktischen Umsetzung auch nidht ganz einfach sei.

(gaz/nz)

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08. Mai 1997

"Vatertag" im Steinbruch

In diesem Jahr, am 08. Mai 1997, veranstalteten die Grenzgrabenspritzer zum "Vatertag" wieder ihre Feier im Klein-Eichener Steinbruch. Das Wetter zeigte sich so früh im Monat etwas frisch. Nicht nur Väter machten sich auf den Weg über den Galgenberg.

Die Wurzeln des Vatertages liegen wie so vieles in den USA. Dort wird der Vatertag als ein Ehrentag für Väter ähnlich wie der Muttertag gefeiert. Zurückzuführen ist der Feiertag auf Väter die im Sezessionskrieg gekämpft haben. Seit den 1970er Jahren ist er ein offizieller Feiertag.

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29. April 1997

Ortsbeirat

Bei der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates Klein-Eichen wurde am Dienstag (29. April 1997) Manfred Daniel zum vierten Mal hintereinander zum Ortsvorsteher gewählt. Ebenso in ihren Ämtern bestätigt wurden sein Stellvertreter Hermann Loob und Schriftführer Werner Zimmer. Alle Abstimmungen verliefen einstimmig.

Die einzige Änderung ergibt sich durch das Ausscheiden von Dieter Bieneck, für den Armin Becker in den Ortsbeirat gekommen ist. Manfred Daniel dankte Bieneck für seine Arbeit und wünschte auch dem neuen Ortsbeirat alles Gute und viel Erfolg bei den zukünftigen Aufgaben. Er unterstrich, dass durch die Bürgerliste bürgernah gearbeitet werden könne, ohne dass parteiinterne Streitereien blockieren würden.

Weiterhin im Klein-Eichener Ortsbeirat vertreten sind Walter Müller, Eduard Schmidt und Dieter Faust.

Auch der Lardenbacher Ortsbeirat hatte seine erste Sitzung. Unter Leitung des Alterspräsidenten Arno Böcher wurde Karlheinz Erdmann einstimmig zum Ortsvorsteher wiedergewählt.

(ros/ld)

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27. April 1997

Kirchenvorstandswahl 1997

Eine insgesamt gleich hohe Wahlbeteiligung wie vor sechs Jahren und große örtliche Unterschiede kennzeichneten die Kirchenvorstandswahlen in den Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau am 27. April 1997. Auf dem Land sind wohl mehr Menschen zur Wahl gegangen als in städtisch geprägten Ortschaften.

In den Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde Lardenbach/Klein-Eichen wurden gewählt: Sabine Becker, Waltraud Berkenkamp, Ingrid Daniel, Helmut Selfing, Reiner Selfing und Annelore Roth.

 
26. April 1997

"Zweiter Frühling", Theater

In einem mit nahezu 300 Besuchern ausverkauften Bürgerhaus führte am Samstag (26. April 1997) die Theatergruppe Lardenbach/Klein-Eichen den Dreiakter "Der zweite Frühling" auf. Wie 1996 - als man erstmals aufgetreten war - nahmen die Laienspieler wieder den heuer von der FFW Klein-Eichen organisierten Vereinsabend beider Stadtteile zum Anlaß ihres Auftritts.

Die Darsteller Reiner Roth, Eduard Schmidt, Karlheinz Erdmann, Marie-Luise Kratz, Sigrid Ruppel, Annita Schmidt, Doris Rühl und Margit Müller sowie Souffleuse Ingrid Reinert hatten mehrere Wochen für das abwechslungsreiche Lustspiel geprobt. Wertvolle Hilfe beim Erstellen des Bühnenbildes erhielt man von Dieter Ruppel. Anerkennede Worte erfuhren auch die weiteren zahlreichen Helfer und Spender für ihre Unterstützung sowie Gerhard Ruppel für die Schaffung der einwandfreien Akustik.

In dem Luststück stand das Familienoberhaupt Opa Georg Wimmer (Reiner Roth) im Mittelpunkt. Nach dem Tod seiner Frau sorgten sich seine drei Kinder Hans (Eduard Schmidt), Egon (Karlhein Erdmann), die in Scheidung lebende Marianne (Sigrid Ruppel) sowie Schwiegertochter Hilde (Marie-Luise Kratz) um das Wohl des Witwers. Um Ordnung in dessen Leben zu bringen, versucht man gemeinsam, den Greis im Altersheim unterzubringen.

Nach dem Scheitern dieses Versuches steht als einzige Lösung das Anheuern einer Haushaltshilfe zur Debatte. Hierzu läßt sich besonders von seiner erbschleichenden Schwiegertochter als dumm hingestellte Opa überreden. So stellen sich dann nacheinander verschiedene Haushälterinnen vor, bei der für Opa Wimmer besonders die eher arbeitsscheue, aber dafür um so mehr figurbetonte Lilo (Annita Schmidt) in Frage kommen soll.

Doch nach Protesten seines Sohnes Hans und nach der Vorstellung der ebenfalls nicht in Frage kommenden "Pennerin" (Doris Rühl) nimmt die resolute Erna (Margit Müller) kurzerhand und gegen Opas Willen die Stellung im Hause ein. Nach mehreren Auseinandersetzungen zwischen dem sturen Alten und den Haushälterinnen gibt es am Ende große Augen bei den Kindern: Der Vater hat gemerkt, dass er ohne die gute "Hausperle" Erna nicht mehr auskommen kann.

So plant er nicht nur seine Hochzeit, im Gefühl des "zweiten Frühlings" vermacht er unter Zustimmung seiner Kinder und auch der anfangs überraschten, am Ende doch eher kleinlauten Schwiegertochter Hilde seiner Enkelin Lisa sein Häuschen. Mithin beweist er, dass der "alte Opa" wohl doch nicht, wie zumeist von seinen Mitmenschen angenommen, so dumm ist.

(Karl-Ernst Lind)

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04. April 1997

K.A.R.L. präsentiert: Musical-Highlights

Ein volles Haus und eine Superstimmung - so die wesentlichsten Merkmale einer Veranstaltung am Samstagabend (4. April 1997) in der Grünberger Gallushalle. Ausrichter des Abends mit "Musical-Highlights" war "K.A.R.L." - der "Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude", der es an diesem Tag nicht das erste Mal verstand, seinen Vereinszweck umzusetzen. Aus Anlaß des zehnjährigen Jubiläums des "Arbeitskreises" hatte man etwas besonderes bieten wollen. Und dieses Ziel wurde erreicht: Die "Musical-Highlights" boten eine außergewöhnliche Mischung aus bekannten Musical-Stücken, dank der hochkarätigen Besetzung wurde der Abend ein Genuß für alle Freunde dieses Genres.

Die Sängerinnen und Sänger zeigten in zahlreichen berühmten Musical-Stücken ihr außergewöhnliches Talent. Die Begrüßung sprach Ulrike Wyche, die für "K.A.R.L." federführend die Organisation übernommen hatte. Im Foyer der Gallushalle konnten die Besucher den Werdegang der seit einem Jahrzehnt bestehenden Gruppe "K.A.R.L." aus Klein-Eichen und umliegenden Ortschaften anhand einer Fotowand nochmals nachvollziehen. Ziel war und ist es laut Selbstverständnis der Mitglieder, "Kultur für alle aufs Land zu bringen."

Zu den "Musical-Highlights": Cornelia Drese, Steffen Friedrich und Willi Welp haben Hauptrollen unter anderem in "Cats", "Jesus Christ Superstar", "Evita", "Le Miserables", "Cyrano" und der Musicalfassung der legendären "Rocky Horror Picture Show" gespielt. Und auch die mit virtuosem, sicherem Spiel überzeugende Pianistin Marina Kommissartchik - Absolventin des Tschaikowski-Konservatoriums - hat bereits in Hamburg das "Phantom der Oper" am Flügel begleitet. Bühnenerfahrungen, die den Besuchern der Gallushalle zugute kamen. Ebenfalls vom Feinsten war die Technik. Hier wirkte mit Ulrich Frank ein hervorragender Tontechniker, der schon bei Tourneeproduktionen wie "West Side Story" für guten Ton sorgte.

Den Auftakt des bunten Reigens aus "Ohrwürmern" der bekanntesten Musicals bildete am Samstag "We go together" aus "Grease". Es folgten Stücke aus dem "Starlight Expreß", aus "Joseph", "Jekyll & Hyde", "Into the woods", "Dick Tracy", ein "Miserables-Medley", "Anatevka", "Evita", "La Cage aux folles", "Sunset Boulevard" und "Cabaret". Zwischen den einzelnen Stücken plauderten die drei Sänger zwanglos auf der Bühne und vermittelten dem Publikum so interessante Hintergrundinformationen. Nach dem grandiosen Finale mit "New York, New York" folgten Standing-Ovations des begeisterten Publikums. Zum Abschluss überreichte Ulrike Wyche gemeinsam mit der Grünberger "Märtfraa" Angelika Halbich Grimmicher Spezialitäten.

Die "Musical-Highlights" waren übrigens nur der Anfang des Jubiläumsprogramms in diesem Jahr. Es folgt noch das K.A.R.L.-Fest im Klein-Eichener Steinbruch, u. a. mit den "Rockin' Doctors" und eine Lesung im Grünberger Barfüßerkloster.

(ret/gaz)

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28 März 1997

MGV bei den Senioren

Der Gesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen stimmte die Bewohner des Hauses der Senioren auf ein besinnliches Osterfest ein. Am Karfreitag (28. März 1997) trugen rund 30 Sänger unter der Leitung des Dirigenten Ottmar Hasenpflug zahlreiche Lieder aus ihrem Repertoire vor. Bereits seit drei Jahren sorgt der Verein am Karfreitag im Haus der Senioren für musikalische Unterhaltung, auf die sich die Senioren schon lange im Voraus freuen. Zur Tradition gehört auch der gemeinsame Umtrunk im hauseigenen Cafe'.

(gaz/ma)

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14. März 1997

Generalversammlung des Obstbau- und Keltervereins

Am vergangenen Freitag (14. März 1997) zogen unter der Leitung ihres Vorsitzenden Hans Ferdinand Mölcher die Mitglieder des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen die Bilanz des abgelaufenen Jahres 1996. In seinem Tätigkeitsbericht erläuterte Mölcher den 37 anwesenden des 60 Mitglieder starken Vereins im Gasthaus Dietz die letztjährigen Maßnahmen.

Neben den zahlreichen Pflegearbeiten und dem Keltern fand im Zusammenwirken mit dem Männergesangverein auch ein Sommerfest statt. Mölcher dankte den Baumwarten, dem Keltermeister Karlheinz Brenden sowie allen Helfern für die geleistete Arbeit.

Einen positiven Kassenbericht konnte im Anschluß Rechner Roland Voll vortragen. Der gesamte Vorstand wurde sodann auf Antrag der Kassenprüfer Lothar Pleik und Edwin Scharmann einstimmig entlastet. Als neue Kassenprüfer wählten die Mitglieder anschließend Eduard Schmidt und Ernst Zimmer.

Zweiter Vorsitzender Thorsten Herdejost stellte die gute Auslastung der Kelteranlage heraus. So seien 100 Füllungen von Mitgliedern und 300 von Nichtmitgliedern zu verzeichnen gewesen. Auch der vereinseigene Schredder und der Vertikutierer wurden von den Mitgliedern in Anspruch genommen.

Bilanz zog auch Baumwart Johann Zimmer. Er benannte den derzeitigen, vom Verein betreuten Bestand mit 65 Obstbäumen und zwei Speierlingen. Von der Gesamtmenge seien 52 Bäume elf Jahre und jünger. 1996 seien auch wieder Neupflanzungen erfolgt, wobei mehrere Zwetschenbäume und zwei Apfelbäume ergänzt wurden. Leider seien mehrere Neuanpflanzungen von Unbekannten wieder entfernt worden. Erfreut zeigte sich der Baumwart degegen, dass derzeit 50 Nistkästen und ein Stönkusrohr (?) für die Vogelwelt bereitgehalten werden könnten.

Für das Jahr 1997 kündigte Vorsitzender Mölcher die Beschaffung eines neuen Musers und den Kauf eines Heißwasser-Hochdruckreinigers an. Stattfinden wird auch wieder das Sommerfest. Dieses von zwei Mitgliederfamilien organisierte Fest ist am 21. Juni vorgesehen. Angeregt wurde zudem ein Ausflug. Hierzu will sich der Vorstand Gedanken machen.

(Karl-Ernst Lind)

 
14. März 1997

Altherrenfußballer beim Rundfunk

Einer kurzfristigen Einladung des Hessischen Rundfunks zum Besuch der Sendeanstalt und zur Mitgestaltung einer Wunschsendung leisteten am Freitag (14. März 1997) zehn Mitglieder der Altherren-Fußballer des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Reinhard Mölcher, Eduard Schmidt, Karl-Ernst Lind, Rudi Felsing, Kurt Scharmann, Karlheinz Erdmann, Joachim Rühl, Wilfried Schneider, Hansjürgen Böcher und Reinhold Keller erlebten während einer Führung durch den HR-Mitarbeiter Stefan Rath die Radiomacher bei ihrer Arbeit.

Besichtigt wurden zudem die drei Fernsehstudios sowie der große Sendesaal in der Bertramstraße. Höhepunkt des Rundfunk-Besuches war jedoch am Samstag die einstündige Live-Sendung "Zu Gast bei bei Wünsch Dir was". Hierbei gaben Karl-Ernst Lind und Karlheinz Erdmann den HR 4-Hörern im ganzen Hessenland einen Einblick in das Wirken der Altherren-Kicker.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
07. März 1997

Spiel- und Sportverein Rückblick auf 1996

Der SSV Lardenbach/Klein-Eichen hielt am Freitag (07. März 1997) seine Jahreshauptversammlung ab. Erster Vorsitzender Thomas Mölcher stellte in seinem Bericht heraus, dass 1996 für den Verein ein Jahr war, das mit der 30-Jahr-Feier des SSV, dem Ortssporttag und der Renovierung der Vereinsräume seine Höhepunkte hatte. Er dankte allen Helfern und Vorstandsmitgliedern.

Einen positiven Kassenbericht konnte Rechnerin Gerda Weeke darlegen. Sie wurde - wie der gesamte Vorstand - auf Antrag der Kassenprüfer Norbert Dittrich und Sieglinde Mölcher einstimmig entlastet.

In Vertretung des Fußball-Abteilungsleiters Reinhard Mölcher jun. gab dessen Stellvertreter Joachim Rühl den Bericht der Abteilung. Danach belegte die in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Weickartshain gemeldete "Erste" zum Rundenabschluß den 8. Platz. Die Reserve landete auf dem 5. Platz. Erwähnung fanden ein Trainingslager und der 4. Platz beim Hallen-Stadtpokal. Einen besonderen Dank für die Unterstützung bei der Renovierung des Vereinsheimes richtete Rühl an Klaus Kratz und Rudolf Hassinger.

Für die Alte-Herren-Mannschaft berichtete Eduard Schmidt von neun ausgetragenen Spielen, wovon fünf gewonnen wurden. Beste Torschützen waren Joachim Volp und Rudi Felsing. In guter Erinnerung sei die Fahrt und das "Länderspiel" im österreichischen Lehnrotte geblieben.

Die Leiterin der Seniorengymnastik, Fanny Voll, stellte neben den 37 Übungsstunden auch die Teilnahme an der Jubiläumsveranstaltung "50 Jahre Sport in Hessen" und an der Gymnastikshow anläßlich des 30jährigen Vereinsbestehens heraus.

Die Gymnastikgruppe übte im vergangenen Jahr insgesamt 40 mal. Auch diese Gruppe verzeichnete nach den Worten von Spartenleiterin Sigrid Ruppel in Harbach und beim Vereinsjubiläum, an dem 18 Gruppen mit über 200 Aktiven beteiligt waren, zwei Auftritte.

Bedauert wurde, dass aufgrund des Nachwuchsmangels die Kindergruppe derzeit nicht bestehe. Erfreulich sei jedoch das Wirken der neuen Tanzgruppe, die mit ihren zwölf Mädchen als "1. Allgemeine Lardenbacher Verunsicherung" öffentlich auftrete.

Eine etwas bessere Beteiligung erhofft sich für die Zukunft Wanderwart Manfred Lind. An den EVG-Wanderungen hätten sich 180 heimische Wanderfreunde beteiligt. Mit 680 Teilnehmern konnte im Juli die eigene EVG-Wanderung durchgeführt werden.

Nach den Berichten der Abteilungsleiter nahm Vorsitzender Mölcher die Ehrung von den der Gymnastikgruppe angehörenden Gerda Weeke und Barbara Erdmann für deren 15jährige aktive Mitgliedschaft vor. Mit seinen Dankesworten übergab er neben der entsprechenden Urkunde auch die Vereinsnadel in Silber.

Zum Abschluß beschäftigte man sich noch mit der Ausstattung des Bürgerhauses mit einem Telefon.

(Karl-Ernst Lind)

 
02. März 1997

Kommunalwahl 1997

Am Wahlsonntag, dem 2. März 1997, hatten alle Wählerinnen und Wähler Stimmzettel zur Kreis-, Gemeinde- und Ortsbeiratswahl zum ankreuzen in der Wahlkabine vor sich liegen.
In Klein-Eichen fand die Wahl im ehemaligen Backhaus statt.

Ortsbeirat Klein-Eichen:
Wahlberechtigt waren 188 Bürgerinnen und Bürger. Gewählt haben 142 an der Urne. Das ist eine Wahlbeteiligung.von etwas über 75 Prozent.
Die ersten sieben Kandidaten sind im Ortsbeirat vertreten.

01 Loob, Hermann
100
 
02 Daniel, Manfred
97
 
03 Müller, Walter
68
 
04 Zimmer, Werner
64
 
05 Faust, Dieter
58
 
06 Schmidt, Eduard
56
 
07 Becker, Armin
45
 
08 Dittrich, Norbert
42
 
09 Bienek, Dieter
41
 
10 Kühn, Erwin
32
 
11 Lindenberger, Heinz
19
 
12 Weil, Andreas
15
 
13 Haeske, Erhard
14
 
14. Schildwächter, Werner
12
 

Stadtverordnetenversammlung der Stadt Grünberg:
Wahlberechtigt waren 188 Bürgerinnen und Bürger. Gewählt haben 141 an der Urne. Als gültige Stimmen gezählt wurden 134. Damit waren 7 ungültig.

CDU
60
44,8%
 
SPD
35
26,1%
 
Die Grünen
15
11,2%
 
F.D.P.
7
5,2%
 
FWG
12
9,0%
 
PBC
5
3,7%
 

Kreistag Landkreis Gießen:
Wahlberechtigte waren 188 Bürgerinnen und Bürger. Gewählt haben 142 an der Urne. 135 Stimmen waren gültig.

CDU
58
42,9%
SPD
39
28,8%
Die Grünen
12
8,8%
F.D.P
4
2,9%
REP
10
7,4%
FWG
10
7,4%
PBC
7
5,2%

Fotos

 
28. Februar 1997

Hauptversammlung des MGV

In der Mitgliederversammlung des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen konnte Vorsitzender Karlheinz Erdmann die aktiven und passiven Sangesfreunde über die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres unterrichten. Erdmann erwähnte zunächst die insgesamt 35 Singstunden und 20 öffentliche Auftritte des Männerchores. Besondere Beachtung fanden dabei das Hasenpflug'sche Chortreffen in Rüdingshausen, das Singen im Seniorenheim Grünberg, die Beteiligung beim Ortsvereinsabend, die Teilnahme am Kritiksingen in Grünberg und das Pfingstsingen in der Lardenbacher Kirche.

Weiter erwähnte der Vorsitzende das Freundschaftssingen in Bersrod sowie die Mitgestaltung der Gedenkfeiern am Volkstrauertag auf den Friedhöfen in Lardenbach und Klein-Eichen. Daneben wurde noch das Seenbachtaltreffen der Chöre im Dorfgemeinschaftshaus, die öffentliche Weihnachtsfeier, der weihnachtliche Seniorennachmittag im DGH wie auch - zusammen mit dem örtlichen Obstbau- und Kelterverein - das Sommerfest durchgeführt. Auftritte gab es zudem bei den verschiedensten Mitglieder-Jubiläen. Zum Abschluß seines Tätigkeitsberichtes nannte Karlheinz Erdmann den Besuch des Sängerfestes in Bobenhausen als weiteren Termin im Vereinskalender für 1986.

Den Kassenbericht legte im Anschluß Rechner Karlheinz Hollederer der Versammlung vor. Er, wie auch der restliche Vorstand, wurden hiernach auf Antrag der Kassenprüfer Eduard Schmidt und Werner Siedler einstimmig entlastet. Das Amt des Kassenprüfers wird neben dem im Amt bleibenden Eduard Schmidt auch noch Kurt Scharmann wahrnehmen. Für einen ordnungsgemäßen Eingang der Mitgliedsbeiträge wird im kommenden Jahr Reiner Felsing sorgen.

Bei einer Enthaltung wurde einer Änderung der Vereinssatzung im Passus der Vereinsauflösung und der damit verbundenen Verwendung des Vereinsvermögens zugestimmt.

Ohne große Probleme verliefen die Vorstandswahlen. So wurden mit einer Ausnahme für die nächsten drei Jahre alle bisherigen Amtsinhaber in ihren Funktionen bestätigt.. Somit bleibt Karlheinz Erdmann Erster Vorsitzender und Heinz Schwanke dessen Stellvertreter. Die Kassen- sowie die Schriftführung bleibt in den Händen von Karlheinz Hollederer und Hans-Joachim Siebel. Neben den seitherigen und wieder einstimmig nomimierten Beisitzern Werner Frank, Klaus Kratz und Herbert Wühl wurde Reinhold Stumpf für den nicht mehr kandidierenden Heinrich Frank neu in den Vorstand gewählt.

Mit einem Sachpreis bedacht wurden anschließend die eifrigsten aktiven Sangesfreunde des vergangenen Vereinsjahres. Dies waren Lothar Hillmann, der an allen Singstunden teilnahm. sowie Reiner Felsing, Karl-Ernst Lind, Heinz Schwanke und Karl Ruppel, die lediglich zwei Fehlstunden aufzuweisen hatten.

Mit einem Ausblick auf das im Jahre 1997 wiederum reichhaltige Programm mit zahlreichen Auftritten des Chores und weiteren Vereinsveranstaltungen wurde die Jahreshauptversammlung beendet.

(Karl-Ernst Lind)

 
17. Januar 1997

Hauptversammlung FF Klein-Eichen

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen am vergangenen Freitag im Dorfgemeinschaftshaus standen die Neuwahlen des Vereinsvorstandes. Hierbei wurde der seitherige Vorsitzende Dieter Faust in seinem Amt bestätigt. Als 2. Vorsitzender fungiert weiterhin Walter Müller, wie auch der bisherige Schriftführer Heinz Lindenberger für die nächsten Jahre seine Aufgabe wahrnehmen wird.

Als neuen Kassenwart bestimmte die Versammlung Werner Zimmer, der von Gerhard Schildwächter die Kassengeschäfte übernimmt. Zum Beisitzer wurde wiederum Hermann Loob gewählt. Als neue Kassenprüfer sind nun Bernhard Köcke und Axel Roth tätig. Mit Marco Böcher und Christoph Voll wurden für das Kassieren der Mitgliedsbeiträge ebenso zwei Verantwortliche gefunden.

Neben dem Vereinsbericht erfolgte auch der Bericht der Einsatzabteilung. Hierbei konnte Wehrführer Christian Loob von zwei Einsätzen im vergangenen Jahr berichten. Neben den 17 Übungen habe es zusammen mit den Seenbachtalgemeinden Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain eine Alarmübung gegeben. Den Dank für die Einsatzbereitschaft richtete Stadtbrandinspektor Frank Ide an die Wehrmänner von Klein-Eichen.

(Karl-Ernst Lind)

 
06. Januar 1997

Sternsinger sammelten Rekordergebnis

Beim Sternsingen der St. Anna-Kirche Seenbrücke wurde im Januar (1997) ein neues Rekordergebnis erzielt: Mit 2611,47 Mark wurde die bisherige Höchstsumme aus 1995 um mehr als 200 DM übertroffen. Unter Gesamtleitung von Ingrid Heines und den Gruppenleitern Gudrun Jung, Klaus Lenhart, Ernst Paha, Beate Scharmann, Lisel Schötterl und Markus Wünsch besuchten auch Jugendliche der ev. Gemeinden des Seenbachtals die Häuser in Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain, um neben der Überbringung des Segens für Kinder in der "Dritten Welt" zu sammeln. Zum Abschluß traf man sich in der St.-Anna-Kirche und nahm den Dank von Pfarrer Piotrowski und Ingrid Heines entgegen, die auch den Spendern dankte.

(Karl-Ernst Lind)

 
22. Dezember 1996

Adventssingen in Freienseen

Beim Adventssingen in Freienseen boten die Chöre aus dem Dorf im Seenbachtal zusammen mit Sängerinnen und Sängern aus Lardenbach und Klein-Eichen und dem Posaunenchor am Sonntag abend den vielen Besuchern in der Kirche einen besinnlichen Abend. Pfarrer Ulf Häbel ergänzte das Programm mit Gedichten und Lesungen zwischen den Liedern und Posaunenstücken.

Der Frauenchor Freienseen hatte nach Eingangsworten Häbels und einem ersten Stück des Posaunenchores mit einem Chor eröffnet. Der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen trug mit geistlichen Werken stimmungsvolle Lieder bei., ebenso wie der Männerchor aus Freienseen. Beeindruckender Abschluß der Gesangsdarbietungen war der Auftritt aller drei Chöre unter Leitung von Gisela Langohr.

(gaz/os)

 
20. Dezember 1996

Liste zur Kommunalwahl

An der Aufstellung der Kandidaten für die Ortsbeiratswahlen in Klein-Eichen am 2. März 1997 beteiligten sich am 20. Dezember 1996 im Versammlungsraum im "Backhaus" 22 Bürger. Zunächst gab Ortsvorsteher Manfred Daniel einen kurzen Überblick über die Arbeit der vergangenen vier Jahre. Die überparteiliche Zusammensetzung des Ortsbeirates und die von allen getragenen Entscheidungen seien von Vorteil für die Bürger des kleinen Grünberger Stadtteiles. Als Beispiel nannte er eben die Schaffung dieses Versammlungsraumes im ehemaligen Backhaus.

Die in geheimer Wahl aufgestellte Kandidatenliste wird von Ortsvorsteher Daniel angeführt. Es folgen Hermann Loob, Dieter Faust, Werner Zimmer, Eduard Schmidt, Walter Müller, Dieter Bienek, Armin Becker, Norbert Dittrich, Heinz Lindenberger, Erhard Haeske, Andreas Weil, Erwin Kühn und Werner Schildwächter. Aus diesem Vorschlag können die Bürger dann sieben Personen auswählen.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
15. Dezember 1996

Weihnachtsfeier des MGV

Einer jahrelangen Tradition entsprechend, gestaltete am Wochenende (14. und 15. Dezember 1996) der MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen wieder eine öffentliche Weihnachtsfeier für die beiden Dörfer. Damit verbunden war der erst seit wenigen Jahren durchgeführte Seniorennachmittag.

Schwerpunkt beider Veranstaltungen war der Gesang und der Auftritt der heimischen Kinder, die mit ihren Darbietungen viel Freude bereiteten. Bei der Weihnachtsfeier eröffnete der gastgebende Verein vor der Begrüßung durch den Vorsitzenden Karlheinz Erdmann mit "Heute ist ein Tag der Freude".

Mit gekonnt vorgetragenen Liedern folgte der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung von Gisela Langohr. Mit einem abwechslungsreichen Programm warteten dann 28 Kinder aus Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke und Stockhausen auf, um das Weihnachtsfest dem Publikum näher zu bringen.

Unter Einstuduerung von Doris Rühl und Sigrid Ruppel zeigten zunächst die kleinsten mit dem "Reigen der Tannenbäume" das Leben der Tannenbäume auf. Dem folgte das Spiel "Die vertauschten Wunschzettel", bei dem es neben der Gerechtigkeit auch um das Verzeihen und Vergeben ging.

Mit dem vorgetragenen Aerobic-Tanz "When it is Christmas Time" begeisterte die Mädchentanzgruppe die Besucher. Zum Abschluß des Kinderprogrammes führten zahlreiche Mädchen und Jungen das Spiel "Geisterstunde beim Puppendoktor" auf. Dann stieg die Spannung im Saal, bis endlich der Nikolaus erschien. Das offizielle Programm beendete die nochmals auftretenden Sänger des Männerchores.

Mit dem nahzu gleichen Programm sorgten alle Akteure am Sonntag für die Unterhaltung der Senioren der beiden Seenbachtalgemeinden. Als dankbare Ergänzung erwies sich jedoch der Auftritt der Senioren-Gymnastikgruppe, die unter Leitung von Fanny Voll ihr Können bewies. Mit dem Dank des MGV-Vorsitzenden an alle Mitwikenden, an Tontechniler Jürgen Maus und die Helfer und Kuchenspender wurde das Programm beendet.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
24. November 1996

Wochenendhausbrand

Ein Raub der Flammen wurde am Wochenende ein Wochenendhaus in dem Wochenendgebiet Klein-Eichen, das in der Nacht zum Sonntag in Brand geraten war. Gegen 3 Uhr hatte ein Anwohner den hellen Feuerschein oberhalb von Klein-Eichen entdeckt und die Polizei alarmiert. Als wenig später die Feuerwehren aus Klein-Eichen, Lardenbach und Grünberg anrückten, brannte das Haus bereits lichterloh. Für das Gebäude gab es keine Rettung mehr. Noch am Sonntag morgen waren Männer der Grünberger Feuerwehr im Einsatz, um einige Brandnester abzulöschen. Über die Brandursache und über die Höhe des Sachschadens konnte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen dauern noch an.

(gaz/tr)

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21. November 1996

Baugebiet Eichwiesenfeld

Gegen kritische Stimmen v. a. der SPD, die sich gegen eine Sonderbehandlung und Zersiedlung wandten und vor einem Präzedenzfall warnten, hat der Bauausschuss mehrheitlich empfohlen, dem Wunsch eines Anliegers im Neubaugebiet "Eichwiesenfeld" in Klein-Eichen zu entsprechen. Dieser will seine Parzelle nicht verkaufen, lieber möchte er sein Grundstück weiter landwirtschaftlich nutzen. Die Parzelle wird - sofern die Empfehlung vom Stadtparlament nachvollzogen wird - als Sonderfläche ausgewiesen und damit wäre hier keine Bebauung möglich. Als Ausgleich soll nun eine Fläche im Anschluß überplant werden, was natürlich die Erschließung verteuert. Die Alternative wäre die Umlegung gewesen, was etwa durch Einsprüche, zeitaufwändiger gewesen wäre.

Einige Tage später hat sich der Haupt- und Finanzausschuss dem Votum des Bauausschusses angeschlossen. Danach wird dem Wunsch eines Anliegers im Neubaugebiet "Eichwiesenfeld" entsprochen, sein Grundstück bleibt von der Baulandumlegung ausgeschlossen. Der Eigner möchte seine Parzelle nicht verkaufen. Die Parzelle soll nun als Sonderfläche ausgewiesen werden. Ortsvorsteher und CDU_Stadtverordneter Manfred Daniel hatte im HFA nochmals dafür plädiert, den Anliegern enzgegen zu kommen und ihnen die landwirtschaftliche Nutzung weiterhin zu ermöglichen. "Planerisch nicht sinnvoll", meinte für die SPD Jürgen Schmidt, der aber ebenso Verständnis für die Anlieger äußerte.

Ín der vom Bauausschuss geänderten Form hat die Magistratsvorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplan für die Fläche "Eichwiesenfeld" das Stadtparlament in der Sitzung vom 21. November 1996 dann passiert. Die Stadt kommt hier den Interessen eines Grundeigners entgegen. Dessen Areal wird nun nicht als Wohnbaufläche überplant, sondern bleibt als "Sonderfläche Landwirtschaft" ausgeklammert und geht mithin nicht in die Baulandumlegung ein. Als Ausgleich hat die Verwaltung Parzellen im Anschluß ans bisherige Plangebiet vorgesehen, weswegen teilweise längere Versorgungsleitungen erforderlich werden. Bei 25 Ja-Stimmen fand die Vorlage jedoch eine breite Mehrheit.

(gaz/tb)

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17. November 1996

Volkstrauertag

In einer Feier zum Volkstrauertag vor dem Ehrenmal auf dem Friedhof in Klein-Eichen gedachten zahlreiche Einwohner den Opfern der beiden Weltkriege. In der mit zwei Chören von dem Männergesangverein "Eintracht" umrahmten Veranstaltung stellte Pfarrer Tilman Schmidt in seiner Ansprache die Frage nach dem richtigen Trauern und nach der Bedeutung eines solchen Tages.

Ortsvorsteher Manfred Daniel sah in seiner Ansprache den Volkstrauertag als Tag des Nachdenkens und der Besinnung an. Zum Abschluß seiner Ausführungen legte er einen Kranz am Denkmal für die Opfer der Kriege nieder.

 
15. November 1996

Lieder im Herbst

Das Ziel. Kultur und den dörflichen Lebensraum zu verbinden, hat am Freitag (15. November 1996) der Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude (K.A.R.L.) mit seiner im Dorfgemeinschaftshaus durchgeführten Veranstaltung "Lieder im Herbst" mit dem Duo "Rapunzel" vollends erreicht.

Neben der nicht nur herbstlichen Volksmusik präsentierten die Klein-Eichener Kulturträger wieder alte Bräuche und altes Handwerk. Wobei das Spinnen und das Besenbinden von den Besuchern zu bewundern war. Viel Beachtung fanden auch die von dem K.A.R.L.-Vorsitzenden Werner Zimmer reproduzierten alten Fotos, die in einer eigenen Ausstellung die Erinnerung an das örtliche Leben in der "guten alten Zeit" aufleben ließen.

Schwerpunkt des Abends war jedoch der Auftritt des auch durch den Hessischen Rundfunk bekannten Duos "Rapunzel". Die aus Dorlar stammenden Schwestern Cornelia und Sabine Schütz begeisterten mit ihrem zum Teil auch von ihren Eltern übermittelten alten Volksliedern das Publikum und regten zugleich zum Mitsingen an.

Mit vielen mehr oder weniger bekannten Liedern aus mehreren Jahrhunderten und der eigenen Begleitung durch Querflöte und Gitarre wußten die seit zwei Jahren öffentlich auftretenden Sängerinnen in ihrer Originaltracht von der nördlichen Seite des mittleren Lahntales immer wieder zu überzeugen.

Eingerahmt waren die Liedvorträge zumeist noch durch vorgetragene Gedichte und Geschichten aus der heimischen Region. Besonders angenommen wurde die Mundart, die zudem noch das Publikum anregte, ebenfalls das Programm mitzugestalten. So traten Ingrid Blauert, Marianne Scharmann und Anni Rudolph mit weiteren Mundartbeiträgen auf und gaben diesem einmaligen Abend eine weitere besondere Note.

(Karl-Ernst Lind)

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09. November 1996

Seenbachtaltreffen

Eine Neuauflage des traditionellen Seenbachtaltreffens der Chöre aus Lardenbach, Klein-Eichen, Stockhausen, Weickartshain und Freienseen gab es am Samstag (09.November 1996) im Dorfgemeinschaftshaus. Bei den alljährlich abwechselnd in einem anderen Ort stattfindenden Chorabenden geht es stets nicht nur um die Freude am Chorgesang, vielmehr wird auch die enge Verbundenheit der Vereine gelebt.

Der gastgebende MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen (Leitung Ottmar Hasenpflug) eröffnete das Programm. Nach der Begrüßung durch den MGV-Vorsitzenden Karlheinz Erdmann zeigte sich auch Bürgermeister Damaschke über das Zusammenfinden der Vereine erfreut. Mit dem Treffen über Gemeindegrenzen hinaus werde die Verbundenheit mit dem Seenbachtal nach außen getragen.

Das musikalische Programm wurde sodann mit dem Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung von Gisela Langohr fortgesetzt. Wobei Minette Kraft mit ihrem Solo überzeugte. Unter gleicher Leitung fand sich der Männerchor des GV "Liederkranz" Freienseen auf der Bühne ein. Viel Beifall erhielten auch die Aktiven des MGV Weickartshain (Leitung Helmut Buß). Eine tänzerische Einlage präsentierten die Gymnastikgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen, die unter Leitung von Sigrid Ruppel einen Volkstanz auf das Parkett legten.

Unter ihrem neuen Dirigenten Alexandra Dick bewies der gemischte Chor des "Liederkranz" Stockhausen sein Können. Dem folgte der Frauenchor "Liederkranz" Freienseen, der mit Klavierbegleitung von Andrea Ziegler auftrat. Für eine lustige Abwechslung mit einem Sketch sorgten Gerda Weeke und Barbara Erdmann. Der musikalische Abschluß der gelungenen Veranstaltung war den Sängern aus Lardenbach und Klein-Eichen vorbehalten. Der Vorsitzende Erdmann dankte dem Programmansager Reiner Roth und dem Tontechniker Jürgen Maus sowie allen Helfern, bevor der offizielle Teil zu Ende ging.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
25. Oktober 1996

Zusammenarbeit der Wehren klappt

Eine gemeinsame Alarmübung führten am Freitag (25. Oktober 1996) die Freiwilligen Feuerwehren Lardenbach, Klein-Eichen, Stockhausen und Weickartshain durch. Annahme der alljährlich von den vier Wehren abwechselnd angesetzten Übung war diesmal ein Brand des Kindergartens in Lardenbach, bei dem mehrere Personen im Gebäude eingeschlossen waren.

Die Alarmierung der Lardenbacher und Klein-Eichener FFW erfolgte über die Sirene. Nach Erkundung der Lage wurden dann die "Brandbekämpfer" aus Weickartshain und Stockhausen durch die Leitfunkstelle zur Verstärkung angefordert. Die Lardenbacher bemühten sich sodann unter Vornahme eines C-Rohres und unter unabhängigen Atemschutz vorrangig um die Personenrettung. Hierbei erhielten sie später weitere Unterstützung durch einen Atemschutzträger der FFW Weickartshain, die zudem einen Angriff auf das brennende Gebäude vornahm.

Hierfür hatte die Wehr aus Klein-Eichen eine Wasserversorgung über den Zisternenanschluß in den Straße "Am Larbach" über die Seentalstraße bis kurz vor das Brandobjekt verlegt, die dann für den Löschangriff von den Weickartshainern genutzt wurde. Eine Brandbekämpfung mit mehreren C-Rohren nahm auch die Feuerwehr Stockhausen vor. Sie sorgte zuvor selbst für das von ihr benötigte Löschwasser, indem sie eine B-Leitung am Überflurhydranten beim Gerätehaus anschloß und bis zum brennenden Kindergarten verlegte.

Bei einer abschließenden Besprechung im Schulungsraum des Gerätehauses bedankte sich der Lardenbacher Wehrführer Karl-Ernst Lind für die Einsatzbereitschaft und das harmonische Zusammenwirken aller beteiligten Wehren.

(Karl-Ernst Lind)

 
15. Oktober 1996

Wochenendgebiet

Bürgermeister Damaschke eröffnete am 15. Oktober vom Rathausfenster den diesjährigen Gallusmarkt. Dazu hielt er auch den "Bericht zur Lage der Stadt". In dem stellte der Bürgermeister wieder seine Leistungen ins rechte Licht. Selbst eine Mauerwerkabdichtung am Kindergarten in Lardenbach fand eine Erwähnung. Und gerne wird auch die Bautätigkeit hervorgehoben. So konnte man erfahren, dass die Erschließung im Wochenendgebiet Klein-Eichen mit 600 000 DM abgeschlossen werden konnte. Von den 37 Grundstücken wurden inzwischen 29 veräußert. Einher geht damit auch die "Legalisierung" des Wochenendgebietes zu einem Wohngebiet für die Dauernutzung.

 
12. Oktober 1996

30 Jahre SSV

Ein ausverkauftes Bürgerhaus und hervorragende Leistungen der auftretenden Gruppen waren das äußere Erscheinungsbild der Gymnastik-Show, die der SSV Lardenbach/Klein-Eichen am Samstag (12.Oktober 1996) bot. Anlass war das 30jährige Bestehen des Spiel- und Sportvereins. Das nicht gerade runde Jubiläum sollte in erster Linie der Gymnastikabteilung mit ihren verschiedenen Sparten eine Darstellungsmöglichkeit geben. So war neben dem Vereinsvorstand besonders diese Abteilung für die Show verantwortlich.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Thomas Mölcher hob Bürgermeister Damaschke die Verdienste dieser Abteilung hervor; die sich neben der jungen Generation insbesondere um die älteren Mitglieder kümmere. Grußworte übermittelten weiterhin die Vorsitzenden des MGV und der örtlichen Feuerwehr.

Eingangs des Programms, durch das Alleinunterhalter Martin Eckhardt führte, präsentierten sich die drei gastgebenden Gruppen. Wobei gleich drei Generationen der beiden Dörfer auf der Bühne standen. Den Anfang machte mit einem "rythmischen Bewegungsspiel" zunächst die Seniorengruppe (Leitung Fanny Voll). Es folgte die Kindergruppe I des SV Altenhain mit einem "Westerntanz". Etwas fetziger zeigte sich danach die Kindergruppe II desselben Vereins, die ebenso unter der Leitung von Bärbel Frank und Birgit Gleske einen Discotanz zum besten gab.

Viel Beifall gab es für die Akteurinnen des SV Sellnrod (Leitung Bärbel Dörr), die mit drei Tänzen unter dem Motto "Soundmix" aufwarteten. Südländisch dann die Power-Girls aus Saasen (Leitung Ulrike Schwartz und Susanne Moldan), die nach "La Cucaracha" tanzten. Unter der Leitung von Doris Rühl präsentierte sich der Nachwuchs des JUbiläumsvereins. Als "Erste Allgemeine Lardenbacher Verunsicheung" boten die zwölf Mädchen einen Tanz nach "Coco Jambo".

Heimatliche Klänge mit einem Müllertanz erlebten die Besucher beim Auftritt der Tanzgruppe aus Altenhain (Leitung Sabine Meißner). Die Mädchen der Grünberger Karnevalistischen Vereinigung sorgten mit ihrem neuen Gardetanz für einen Höhepunkt. Unter der Leitung von Andrea Ernst gab die Gruppe des SV Harbach mit dem Tanz "They don't care about us" ihre Aufwartung.

Volkstümlich erlebten die begeisterten Gäste dann die Gymnastikgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen mit dem Tanz "Watzenborner" (Einstudierung Sigrid Ruppel). Begeisterung fanden auch die "Ettingshäusener Kümmelbeul". Erinnerungen an Frankreich wurden von den "Filous" aus Wetterfeld mit einem Cancan geweckt. Es folgte die Gymnastikgruppe II des TSV Groß-Eichen, die für einen Showtanz ebenso viel Beifall erhielten wie die Gymnastikgruppe aus Weickartshain für ihren licht-effektvollen Showtanz.

Begeisterung lösten die Gymnastikgruppen Wettsaasen, Dannenrod und Merlau aus. Den Abschluß machten die Aerobicgruppe Sellnrod sowie die "Bruchpetze Queckborn". Beim Finale wurden die Verdienste der Hauptorganisatorinnen Sigrid Ruppel und Gerda Weeke sowie des Tontechnikers Jürgen Maus gewürdigt.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
09. Oktober 1996

Ehemalige Bürgermeister aus dem Landkreis

Ehemalige und einige amtierende Bürgermeister des Landkreises kamen am 9. Oktober 1996 in Reiskirchen zusammen. Unter Leitung von Altbürgermeister Helmut Hofmann besuchen sie alljährlich eine der 17 Kreisgemeinden. 13 wurden bereits bei diesen Oktober-Treffen besichtigt, 1997 geht's nach Lollar.

Beim Besuch am Mittwoch in Reiskirchen begrüßte Bürgermeister Klaus Döring 43 ehemalige und derzeitige Verwaltungschefs, darunter als ältesten den 90jährigen Fritz Etzelmüller. Man besichtigte den Pfarrhof, stellte sich vor der Sporthalle zum Foto auf und fand sich nach einem Besuch bei der Firma Weiss zum geselligen Beisammensein in der "Bergschänke" ein.

(gl/gaz)

Fotos

 
23. September 1996

Bauland im Kreis Gießen

Im Hessischen Staatsanzeiger vom 23. September 1996 wurden die Grundstückswerte veröffentlicht. Dabei reichte die Spanne der vom Regierungspräsidium ermittelten Grundstückswerte in den Städten und Gemeinden des Landkreises Gießen von 60 Mark pro Quadratmeter baureifes Land in mäßiger Lage von Climbach oder etwa Klein-Eichen bis hin zu 440 Mark in guter Situation in Lich.

Baureifes Land in guten Lagen kostete allerdings nicht überall pro Quadratmeter mehr als 400 DM. Im Kreis Gießen traf dies, außer Lich, nur auf Großen-Linden, Leihgestern, Watzenborn-Steinberg, Wettenberg, Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar zu. Zur "guten Lage" oberhalb von 200 DM zählen u. a. Grünberg (Stadt) und Laubach (Stadt).

Den Meter Bauland in guter Lage gab es unter 100 Mark hier nur - für 90 - in den Gemeinden Stockhausen, Klein-Eichen, Lardenbach, Climbach und Altenhain. In den letztgenannten Ortschaften fand sich zudem das am niedrigsten bewertete Bauland. In "mäßiger Lage" wurden dort pro Quadratmeter 60 Mark angesetzt. Bauland im Mischgebiet bei mäßiger Lage war schon zum Preis von 40 Mark zu bekommen.

(no/gaz)

 
22. September 1996

CDU hält Bürgerfragestunde im "Backhaus"

In der Reihe "Bürger fragen, Politiker antworten" veranstaltete der CDU-Stadtverband Grünberg am Sonntag, 22. September 1996, im ehemaligen Backhaus in Klein-Eichen einen politischen Frühschoppen. Ortsvorsteher Manfred Daniel leitete das Treffen. Erstmal wurde die Renovierung und Umbau des kleinen Versammlungsraumes ausdrücklich gelobt. Kritisiert dagegen wurde das Fehlen eines Hinweisschildes nach Klein-Eichen an der Kreuzung in Seenbrücke.

An der Straßenkreuzung mitten im Dorf sei ein Verkehrsspiegel erforderlich, um gerade landwirtschaftlichen Fahrzeugen ein gefahrloses Einbiegen auf die Hauptstraße zu ermöglichen. In beiden Punkten konnte man sich nur bedingt den Gegenargumenten Bürgermeister Damaschkes anschließen. MdL Volker Bouffier, der als Gast der Veranstaltung beiwohnte, wird sich gelegentlich wegen dieser Punkte mit dem Straßenbauamt in Verbindung setzen. Zum Bauplatzmangel erläuterte Damaschke, dass es noch Verhandlungen zwecks Ankaufs bedürfe.

Diskutiert wurden hiernach Themen wie Sparpaket, Steuerreform, Subventionen und Leistungsmißbrauch im sozialen Bereich. Bouffier befürwortete eine Vereinfachung der Steuergesetzgebung sowie der Verwaltungsvorschriften. Nach Bouffier beabsichtige die CDU u. a. auch eine Verwaltungsreform mit dem Ziel, dass Gemeinden und Kreise größere Entscheidungsspielräume im Umgang mit der Sozialhilfe erhalten sollten.

(pm/gaz)

 
09. September 1996

Grenzgrabenfest

Mit einem stimmungsvollen Abend und einem zünftigen Frühschoppen, bei dem wieder die Tanzkapelle "Amigos" für Unterhaltung sorgten, begingen die Klein-Eichener "Grenzgrabenspritzer" das "Grenzgrabenfest". Die Veranstaltung am 08. und 09. September im Zelt bei Loobs auf dem Hof, direkt am Grenzgraben, verzeichnete wiederum einen guten Zuspruch. Neben dem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken erfreute am Sonntag Uli Wyche die Kinder am Schminktisch.

(Karl-Ernst Lind)

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19. August 1996

Ferienspiele mit Wolle

"Rund um das Schaf" ging es dieser Tage (19. August 1996) beim gleichnamigen Projekt der Ferienspiele im Dorfgemeinschaftshaus. 16 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren bestaunten zunächst die Schafe der Familie Voll aus Klein-Eichen auf ihrer Koppel, ehe man sich auch das Wintergemach der Schafe, den großen Stall, ansah. Als nächstes hatte jedes Kind einmal die Gelegenheit, frische Kuh- oder Schafsmilch zu kosten und miteinander zu vergleichen. Sowohl Kuh- als auch Schafsmilch schmeckte den Kindern gut, wenngleich erstere einen etwas fettigeren Eindruck hinterließ, so die Stimme einer "Probekosterin".

Nachdem man dann um die Mittagszeit ein gemeinsames Picknick veranstaltet hatte erhielt jedes Kind echte Schafwolle zum Bearbeiten: Zunächst wurde die Wolle gewaschen, ehe sie mit Hilfe von Silke Arbeiter-Löffert gesponnen wurde. Die gesponnene Wolle wurde dann mit Naturfarben gefärbt und verwoben. Die Webrahmen dazu wurden ebenfalls von den Kindern selber hergestellt. Den Stoff durften die Mädchen und Jungen dann mit nach Hause nehmen. Die Betreuerinnen Wiebke Kranz, Gabi Stephan und Lena Lauster hatten die Aufsicht über die Ferienspielkinder.

(gaz/car)

 
07. August 1996

Grünberger Zahlen

Die vor einigen Jahren vorgenommene Neukonzeption der Datenverarbeitung bei der Stadt Grünberg erlaubte es, eine umfangreiche Datensammlung zu speichern, fortzuschreiben und graphisch auszuwerten. Erstmals zusammengefasst wurde diese Sammlung 1993. Eingang darin fanden 1996 eine Reihe neuer Angaben über Ein- und Auspendler, Bodenrichtwerte oder etwa die Altstadtsanierung. Die Zahlen wurden in einem "Statistischen Jahrbuch" zusammengefasst und nun vorgestellt.

Zum Beispiel registrierte man in der Großgemeinde 2901 Arbeitsplätze (1994); die wurden von 1398 Auswertigen besetzt. Das ergab dann in der Bilanz einen Überhang von 1581 Auspendlern. Oder zur Bautätigkeit wird festgestellt, dass 1994 genau 33 Ein-, 14 Zwei- und 36 Mehrfamilienhäuser und 103 Wohnungen fertiggestellt wurden.

Dazu wurde angemerkt, dass man in der Kernstadt und auch in den Stadtteilen weitere Baugebiete neu ausweisen bzw. bestehende erweitern werde. Der Bodenrichtwert (reine Wohnbauflächen) lag übrigens in der Kernstadt bei maximal 250 DM/qm. Der niedrigste Wert wird für Lardenbach/Klein-Eichen mit 90 DM angegeben.

Die Einwohnerzahl der Grünberger stagniert: 1995 war gar ein leichter Rückgang um 52 auf 13 784 Bürger mit 1. Wohnsitz festzustellen. Die Zweitwohnsitze hinzugezählt, waren es am 31. 12. 1995 jedoch 14 248 Einwohner. Die meisten wohnten in der Kernstadt, die wenigsten in Klein-Eichen. Und der Trend zeigt, dass die Gruppe der Alten immer größer wird.

(gaz/tb)

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16. Juli 1996

Lehrer Steinmüller verabschiedet

Abschied von der Theo-Koch-Schule Grünberg: Robert Maushagen, der am 16. Juli 1996 sein 25jähriges Dienstjubiläum als Direktor dieser Schule feierte, verabschiedete an diesem Tag Lehrer Friedrich Wilhelm Steinmüller nach fast 40jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. Die Kollegen der TKS versüßten ihm den Abschied mit Gesang. Erleichtert stellte Steinmüller denn auch fest, dass er sich um die musikalische Erziehung keine Gedanken zu machen brauche. In einer kleinen Feier würdigte Maushagen Steinmüllers Engagement, dem es als Lehrer aus Leidenschaft nicht leicht gefallen sei, sich pensionieren zu lassen.

Nach der Schulzeit in Beuern begann Steinmüller eine Weißbinderlehre im elterlichen Betrieb. Bald aber erkannte er, dass er dem eingeschlagenen Berufsweg auf Dauer kein Interesse entgegenbringen werden könne. Er machte das Abitur. Schon hier habe sein besonderes der Musik und speziell dem Orgel- und Violinunterreicht gegolten, wußte Maushagen zu berichten. Im Pädagogischen Institut in Weilburg baute er dann sein Interesse zum beruflichen Schwerpunkt aus, indem er Musik als erstes Wahlfach belegte.

Station vor der TKS, an die er Ende 1967 kam, war u. a. die Leitung der Volksschule Lardenbach. Steinmüller habe stets davor gewarnt, Schule als Fortführung des Kindergartens zu sehen, sondern vielmehr als Hinführung zum Beruf und zur Arbeitswelt. Besonders erfreut habe ihn immer wieder die Zielstrebigkeit und die Bemühungen Steinmüllers um inhaltliche und formale Genauigkeit - im Fach Mathematik als auch in Musik. Sein Religionsunterricht sei vom Bestreben um den Erhalt christlicher Werte geprägt gewesen, zudem habe er auch als Kirchenvorstandsmitglied darauf geachtet, dass dieses Fach in der Schule nicht zu kurz kommt.

Durch Steinmüllers Teilnahme am kulturellen Leben und sein Bemühen, mit den Eltern seiner Schüler einen regen Gedankenaustausch zu unterhalten, genieße er nicht nur ein großes Ansehen bei der Schulgemeinde, sondern darüber hinaus von Lardenbach bis Beuern. Maushagen abschließend: " Bleiben Sie dieser Schule und mir auch weiterhin verbunden und üben sie Kritik, wann immer es Ihnen notwendig erscheint." Im Namen des Personals dankte Klaus Lenhart besonders für die Kollegialität.

(gaz/hz)

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14. Juli 1996

EVG Wanderung des SSV

Der SSV Lardenbach/Klein-Eichen e. V. veranstaltete am Wochenende (14. Juli 1996) seine nunmehr 15. EVG-Wanderung. An der auf dem Sportgelände in Lardenbach gestarteten Veranstaltung nahmen insgesamt 688 Wanderfreunde aus 41 hessischen Vereinen der Europäischen Volkssport-Gemeinschaft Deutschland teil. Bereits vor dem Beitritt zur EVG 1981 führte die auch als "Lardenbacher Speckmäuse" bekannte Wanderabteilung schon Volkswanderungen nach den Bestimmungen des Deutschen Sportbundes durch.

Bei der Wanderung mit drei Strecken über 7, 12 und 20 Kilometer gingen am Samstag 202 Teilnehmer durchs Ziel. Für die acht siegreichen und alle der EVG angehörenden Vereine stellte der Veranstalter wertvolle Pokale zur Verfügung. Bei der Siegerehrung durch den Wanderwart Manfred Lind und den 2. Vorsitzenden Thorsten Schätzle nahm den Siegerpokal der JSV Lehnheim mit 67 Teilnehmern entgegen. Auf den Plätzen landeten die Berg- und Wanderfreunde Lindenstruth und die Volkssportfreunde Gießen. Weitere Pokale gingen nochmals nach Lehnheim, Ulfa, Lich und Ober-Seibertenrod.

(Karl-Ernst Lind)

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06. Juli 1996

K.A.R.L.-Fest im DGH

"Zurück zum Steinbruch" war eigentlich das Motto für das K.A.R.L.-Fest am 6. Juli 1996. Doch das Wetter machte einen Strich durch dieses Vorhaben. Mit der Rückkehr des "Klein-Eichener Arbeitskreises zur Rettung der Lebensfreude" in den Klein-Eichener Steinbruch wurde es nichts. So wurde das Sommerfest ins Dorfgemeinschaftshaus verlegt. Das dieser Umzug dem mehr auf ein Open Air - Fest abgestimmte Programm keinen Abtrag tat, durften die Besucher am Samstagabend erleben.

So etwa bei der Premiere der Licher Formation "B 8 Lich". Mit Musical-Melodien, Chansons und Soulstücken erfreuten die acht erstmals in dieser Besetzung auftretenden Sängerinnen und Sänger das Publikum.

Für viel Stimmung sorgte "Chefkoch" Schorsch Gustl Appenzeller mit seinen zwei Leidenschaften Jonglieren und Kochen. Er beherrschte mit einer Selbstverständlichkeit das Jonglieren von Bällen, Messern und brennenden Fackeln wie auch das Balancieren dieser Gegenstände auf der Nasenspitze. Hierbei schloß er auch immer wieder die Besucher ein, die ihm bei seinen Kunststücken unterstützten.

Einen zusätzlichen Auftritt gab es durch eine Trommlergruppe, die mit afrikanischen Klängen für Begeisterung sorgte. Die zumeist aus Oberhessen kommenden und von dem in Groß-Eichen lebenden Norbert Preissler geleiteten Musiker konnten durch die Unterstützung des aus Guinea kommenden Billy Nankouoa Konate mit einem Star ihrer Musik aufwarten.

Den Höhepunkt des Abends lieferten "Medrow". Mit ihrer selbstgeschriebenen Songs zeigten die Gruppe mit Martin Buß (Schlagzeug), Heiko Schneider (Baß), Markus Pleimfeldner (Gitarre), Sonja Spasojevic (Geige) und Daniel Proske (Querflöte und Gesang) vielfältiges Können, von leisem Folk bis fetzigem Rock.

K.A.R.L. aus Klein-Eichen und Umgebung hatte sich wieder allerlei einfallen lassen, um Landleben, Kultur und Generationen unter einen Hut zu bringen.

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30. Juni 1996

Ortsdienerin legt Amt nieder

In einer kleinen Feierstunde wurde am Sonntag (30. Juni 1996) im Sitzungsraum des Ortsbeirates Klein-Eichen, im früheren Backhaus, die langjährige Ortsdienerin Berta Funk verabschiedet. In Anesenheit von Ortsvorsteher Manfred Daniel und weiterer Mitglieder des Ortsbeirates, des ehemaligen Bürgermeisters und zudem als Ortsvorsteher tätigen Erich Funk sowie weiterer Besucher würdigte Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke die Verdienste Berta Funks, die am 1. September 1960 das Amt der Ortsdienerin angetreten hatte.

Damaschke führte weiter aus, dass Frau Funk schon vor ihrer offiziellen Amtsübernahme in Vertretung ihres Ehemannes die Aufgaben eines Ortsdieners wahrgenommen habe. In den 36 Jahren habe sie bei ihrer Arbeit am ehesten den Wandel im Dorf miterlebt. Ihre auch heute noch genutzte Ortsschelle gelte somit als ein Symbol für den Wandel.

Das Stadtoberhaupt sprach in diesem Zusammenhang auch die Hoffnung aus, dass die Nachfolgerin Roselinde Haeske, trotz der heute zumeist praktizierten städtischen Briefverteilung die alte Tradition des "Ausschellens" beibehalten werde. Im Namen der städtischen Gremien überreichte er schließlich ein Geschenk.

Ortsvorsteher Manfred Daniel übergab im Namen des Ortsbeirates und zum Dank für die jahrelange gewissenhafte Erledigung ihrer Aufgaben ein Foto der wahrscheinlich ältesten Ansicht Klein-Eichens. Zudem erhielt Berta Funk eine Aufnahme, die sie bei der Ausführung ihres Amtes zeigt. Der Ortsvorsteher würdigte ebenso, dass sie ihre Amtsgeschäfte stets mit Freude und immer gewissenhaft ausgeführt habe.

In ihren Dankesworten äußerte die allseits geschätzte Ortsdienerin, dass die Erfüllung dieses Amtes für sie eine Ehre gewesen sei. Die Niederlegung des Amtes falle ihr nach 36 Jahren doch schwer. Wie sie weiter erzählte, hatte sie bis zur Eingemeindung des Dorfes Anfang der 70er Jahre "mehr zu schellen". Etwa zweimal die Woche zog sie durchs Dorf, gab Mitteilungen des Landratamtes oder des Bürgermeisters weiter, kündigte den Besuch des Stoffrestesammlers oder Bettfederreinigers an.

Auch bei der alljährlichen Viehzählung am 3. Dezember war sie damals, als noch fast jedes Haus seine Landwirtschaft hatte, sehr gefordert, mußte jedes Schwein und jede Kuh aufnotieren. Zuletzt, so Berta Funk, mußte sie nurmehr einmal im Monat zur Ortsschelle greifen. Den Großteil ihres Dienstes machte nun das Verteilen der städtischen Briefe aus.

Am Freitag nun schellte Berta Funk ihren eigenen Abschied aus. Dazu hatte sie "was Richtiges aufgesetzt": "Liebe Klein-Eichener Bürger, ich habe heute die besondere Aufgabe, Sie zu informieren, dass ich zum letzten Mal mit der Glocke durchs Dorf gehe, denn ich habe gekündigt. Es war mir immer eine Ehre, diese Arbeit zu tun." Schließlich sagte sie auch ihre Nachfolgerin an, wünschte ihr gutes Gelingen sowie allen Klein-Eichenern viel Erfolg.

(gaz/Karl-Ernst Lind/tb)

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22. Juni 1996

Sommerfest

Am Samstag (22. Juni 1996) fand in der Schutzhütte auf dem Sportgelände das traditionelle Sommerfest des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen statt. Erstmals wurde das Fest mit dem MGV Lardenbach/Klein-Eichen durchgeführt.

Bei der - bedingt auch durch das kühle Wetter - durchschnittlich besuchten Veranstaltung stand neben dem Gesang das Sonnenwendfeuer im Mittelpunkt. Trotz der kühlen Temperaturen erlebten die Besucher einen stimmungsvollen Abend, bei dem auch bestens fürs leibliche Wohl gesorgt war.

(Karl-Ernst Lind)

 
02. Juni 1996

Ortssporttag

Zum Ortssporttag (2. Juni 1996) beteiligten sich am Fußballturnier der Dorfstraßen nur drei Mannschaften. Der Spiel- und Sportverein, als ausrichtender Verein, hatte das Problem des regnerischen Wetters gegen sich. Die Straßen-Fußballspieler traten in Spielen gegeneinander an, die von Schiedsrichter Arno Böcher geleitet wurden. Als Sieger des Turniers "triumphierte" schließlich das Team der Straßen "Am Helgenstock" und "Hölzchesweg".

Der Tradition entsprechend, fand nachmittags wieder das Kinderfest statt. Die Kleinen hatten bei den allerlei angebotenen Spielen viel Spaß. Von den Verantwortlichen waren Sackhüpfen, Ringewerfen, Dosenwerfen und Eierlaufen angeboten worden. Zum Schluß erhielten die Nachwuchssportler zur aller Freude zahlreiche Preise.

(Karl-Ernst Lind)

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27. Mai 1996

Konfirmations-Jubiläum

Mit einem von Pfarrer Tilmann Schmidt gehaltenen Abendmahl-Gottesdienst begingen am Pfingstmontag 13 Konfirmanden der Jahre 1936 und 1946 ihre Diamantene bzw. Goldene Konfirmation.

Die in Lardenbach konfirmierten sowie die später nach Lardenbach und Klein-Eichen zugezogenen Jubilare gedachten an diesem Tag auf den Friedhöfen von Lardenbach und Klein-Eichen auch ihrer verstorbenen Mitkonfirmanden.

Bei einem Mittagessen und dem anschließenden Kaffeetrinken im evangelischen Gemeindehaus wurden von den Anwesenden zahlreiche Erinnerungen an die Jugendzeit ausgetauscht.

Diamantene Konfirmation feierten: Gertrud Böcher geb. Reimer, Elfriede Nickel geb. Dietrich, Dr. Rosemarie Ruppel geb. Spieker, Hedwig Kreiling geb. Keil, Tilli Lind geb. Hott, Marie Görnert geb. Müller und Anna Berg geb. Kratz.

Goldene Konfirmation feierten Karl Schneider, Hilde Frankgeb. Keller, Heinrich Frank, Elfriede Reeh, Erwin Volp und Werner Siedler.

(gaz/ld)

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16. Mai 1996

Vatertag im Steinbruch

Ein weiteres Mal veranstalten die "Grenzgrabenspritzer" im Klein-Eichener Steinbruch die Feier zum Feiertag. Alt und Jung, nicht nur aus Klein-Eichen und Lardenbach, verbringen einen schönen Tag in geselliger Runde. Auch Stockhäuser zählten zu den Besuchern. Das Wetter war noch etwas frisch mitte Mai (16.05.1996).

Zum Vatertag gehören für viele Männer feuchtfröhliche Bräuche, oft mit Bierkasten und Leiterwagen im Grünen. Schon seit einiger Zeit bieten an Christi Himmelfahrt die Klein-Eichener eine Anlaufstelle für solche im Umlauf befindliche Grüppchen. Die Mitglieder des Stammtisches der Feuerwehr versorgten alle mit reichlich Speis und Trank. Bis zum Abend wurde die Bewirtung aufrecht erhalten.

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09. Mai 1996

Jagdgenossen und die Viehwaage

Die Lardenbacher Jagdgenossen hielten am vergangenen Wochenende (9. Mai 1996) ihre Genaralversammlung ab. Dabei stellte Jagdvorsteher Heinrich Frank der Versammlung das von der Stadt Grünberg neu erstellte Jagdkataster vor. Jagdpächter Helmut Felsing berichtete vom konstanten Rehwildbestand, dessen Abschuss 1995 nach Plan erfüllt wurde.

Nach lebhafter Diskussion einigten sich die Jagdgenossen darauf, die Viehwaage vorbehaltlich einer Zustimmung der Jagdgenossen Stockhausen/Klein-Eichen gemeinschaftlich zu übernehmen da die Nutzung nun auch durch die Landwirte des Nachbarortes erfolge. Durch den Umbau des Backhauses war die Klein-Eichener Viehwaage abgebaut worden.

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01. Mai 1996

Jugendliche renovierten Domizil im Bürgerhaus

Pünktlich zum 1. Mai konnten die Renovierungsarbeiten des Jugendraumes im Bürgerhaus fertiggestellt werden. Am Donnerstag abend stellten die Jugendlichen aus Klein-Eichen und Lardenbach zusammen mit Jugendpflegerin Silke Arbeiter-Löffert Bürgermeister Siegbert Damaschke die in Eigenleistung vollbrachte Arbeit vor.

Das Stadtoberhaupt zeigte sich von der extravaganten Ausgestaltung des Raumes begeistert. Das Motiv der Raumwände - Sonne, Mond und Sterne - habe zwar anfangs große Diskussionen ausgelöst, doch konnte man sich letztlich durch geheime Abstimmung über die Ausgestaltung einigen, erklärte einer der Jugendlichen.

Damaschke nannte es als eine gute Lösung, dass die Jugendlichen die Renovierung selbst in die Hände genommen haben, denn nur so könne man größeren Anteil am Besitz gewinnen; zudem werde das Zusammenwachsen der Gruppe gefördert. Dass die Stadt ein Drittel der Gesamtkosten übernommen hat, verstehe sich da von selbst. Ein weiteres Drittel erhoffen sich die 14- bis 21jährigen nun vom Kreis.

(gaz/gni)

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27. April 1996

Fahrt mit dem Heißluftballon

Am Samstag unternahm man eine Fahrt mit dem Heißluftballon. Aufbau und Start war auf der Lang-Wiese an der Junker-Hans-Hecke. Pilot Dieter Lenz steuerte das Luftfahrzeug. Mittels des Auftriebs heißer Luft im Inneren des Ballons und des Windes ging die Fahrt gleich über die Dörfer Klein-Eichen und Lardenbach. Der Ballon machte seine Fahrt mit drei Passagieren und dem Pilot im Korb. In absoluter Ruhe ging es gemächlich in Richtung Süd-West. Der Landeplatz ergab sich dann kurz vor Münzenberg in der Wetterau.

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20. April 1996

Theater nach 35 Jahren

Eine besondere Attraktion bot sich am Samstag (20. April 1996) den Besuchern des Vereinsabends: Erstmals seit 35 Jahren fand in Lardenbach wieder eine Theateraufführung statt. Veranstalter des Abends war der MGV Lardenbach/Klein-Eichen. Vorsitzender Karlheinz Erdmann begrüßte die Gäste im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus.

Den Auftakt bildete ein gelungener Vortrag des MGV (Leitung Ottmar Hasenpflug). Eine Augenweide war der Show-Tanz der Damen des SSV (Einstudierung Sigrid Ruppel).

Dann die Premiere der Theatergruppe Lardenbach/Klein-Eichen mit ihrem Stück "Wilhelm, wou worschte geweese?". Das Besondere an diesem Schwank war, dass Herbert Lach das Stück ins Oberhessische "übersetzt" hatte. Gemeinsam war das Stück von der Gruppe erarbeitet worden. Marie Luise Kratz hatte die Aufgaben der Souffleuse und die Regie übernommen.

Die Komödie spielt im dörflichen Umfeld: Bauer Wilhelm Printel (Reiner Roth) erwacht nach durchzechter Nacht. Im Nebenzimmer findet er die aufreizende Tänzerin Fanny (Sigrid Ruppel). Unverhofft kommt Gattin Klothilde (Margit Müller) früher nach Hause. Da auch der Sohn Otto (Heinz Schwanke) mit seiner Verlobten Lorchen (Annita Schmidt) einen Besuch angekündigt hat, gibt Bauer Wilhelm Fanny als die zukünftige Schwiegertochter aus.

Knecht Karl (Eduard Schmidt) und Magd Liese (toll gespielt von Doris Rühl) wittern den Komplott. Als Sohn Otto und kurz darauf Verlobte Lorchen eintreffen, spitzt sich die Situation zu. Für Aufklärung nach allgemeiner Verwirrung sorgte zum guten Schluß Vertreter Hans Hubert Maier, der sich als Verlobter von Fanny entpuppt.

Zum Abschluß des gelungenen Programms sang nochmals der MGV. Mit Tanz und gemütlichem Beisammensein klang der Abend aus.

(ret/gaz)

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05. April 1996

MGV im Altenheim

Mit einer spannungsvollen Vorfreude warteten die Bewohner des Seniorenheimes "Am Grünen Berg" am Morgen des Karfreitags auf die Sänger des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen. Die nahezu 30 Sangesfreunde aus den beiden Grünberger Stadtteilen treten nunmehr im dritten Jahr an diesem Feiertag in dem Grünberger Altenheim auf.

Unter der Leitung des Chorleiters Ottmar Hasenpflug wurden diesmal die mit viel Beifall bedachten 7 Chöre zum Besten gegeben. Im Namen der Bewohner und der Verantwortlichen des Grünberger Seniorenheimes dankte Karl-Otto Bingmann dem Chor für seinen abwechslungsreichen Auftritt. Neben der musikalischen Darbietung wünschte zudem der Erste Vorsitzende des Gesangvereins, Karlheinz Erdmann, allen Bewohnern des Seniorenheimes ein frohes und besinnliches Osterfest.

(Karl-Ernst Lind)

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30. März 1996

JHV des Obstbau- und Keltervereins

An der vom ersten Vorsitzenden Hans Mölcher geleiteten Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Lardenbach/Klein-Eichen nahmen 31 der im Ganzen 60 Mitglieder teil. In seinem Tätigkeitsbericht stand die Anschaffung einer Motorsense und die Pflege der dem Verein übertragenen Baumstücke im Vordergrund.

Ein Höhepunkt sei wieder das Sommerfest gewesen. Für die Durchführung dankte Mölcher besonders den Familien Eduard Schmidt, Karlheinz Erdmann, Arno Böcher und Klaus Weeke. Dankesworte gingen auch an Werner Frank für einen Arbeitseinsatz und Karl-Heinz Brenden für das Abwickeln des Kelterns.

Nach der Bekanntgabe der Kassenlage durch Rechner Roland Voll wurde auf Antrag der Kassenprüfer, Bernd Kratz und Eduard Schmidt, dem Vorstand Entlastung erteilt. Zudem wählten die Mitglieder Lothar Pleik und Edwin Scharmann zu den neuen Buchprüfern.

Thorsten Herdejost gab einen Bericht über die Kelterei. Aufgrund der letztjährigen geringer ausgefallenen Obsternte wurde die Anlage nicht so stark beansprucht. Das bedeutet nichtmitglieder hatten 138 Einsätze und die Mitglieder 27 Keltervorgänge.

Im Zusammenhang mit dem Bericht über den 60 Stück umfassenden vereinsbetreuten Baumbestand forderte Mölcher die Mitglieder zur weiteren Pflege der Bäume auf. Das Sommerfest wird am 22. Juni erstmals zusammen mit dem Männergesangverein veranstaltet.

(Karl-Ernst Lind)

 
17. März 1996

Spielerehrung

Beim SSV Lardenbach/Klein-Eichen gab es vor dem Punktspiel der SG Lardenbach/Weickartshain gegen die SG Gonterskirchen/Freienseen am Sonntag eine Spielerehrung. Ausgezeichnet wurden Marcus Weeke für 250 Spiele, Frank Hollederer für 400 Spiele und Thomas Mölcher für ebenfalls 250 Spiele. Die Ehrung nahmen die Spartenleiter Rainhard Mölcher und Joachim Rühl sowie die aus ihrem Amt geschiedene 1. SSV-Vorsitzende Barbara Erdmann vor.

(Karl-Ernst Lind)

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16. März 1996

SSV Jahreshauptversammlung

In Anwesenheit des Ehrenmitgliedes Reinhard Mölcher sen. und Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann zog am vergangenen Samstag (16. März 1996) der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung der Vorsitzenden Barbara Erdmann Bilanz des vergangenen Jahres. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Markus Werner und Karl Stojanek ging die Vorsitzende auf die zahlreichen Aktivitäten des 259 Mitglieder zählenden Vereins ein. Hierbei standen der Ortsvereinsabend, der Ortssporttag und das EVG-Wandern im sportlichen Mittelpunkt. In Zusammenarbeit mit zwei weiteren örtlichen Vereinen wurde die Lardenbacher Kirmes abgehalten.

In den vom größten Ortsverein derzeit angebotenen Sparten Fußball, Gymnastik und Wandern sind 64 weibliche und 51 männliche Mitglieder aktiv.Den Kassenbericht legte Gerda Weeke vor, die ebenso wie der gesamte Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Ursula Berg und Helma Berg einstimmig entlastet wurde.

Von einem Aufschwung bei den Seniorenfußballern konnte Abteilungsleiter Reinhard Mölcher berichten. Nach dem neunten Platz in der Sasion 1994/95 verzeichnete die erste Mannschaft mit dem neuen Trainer Fritz Piontek in der B-Klasse einen guten Start und übernahm einige Spieltage sogar die Tabellenführung. Wie auch die zweite Mannschaft stehe man zur Zeit auf dem sechsten Platz. Für die Altherren-Fußballer gab es bei sechs Spielen vier Siege.

Von einer guten Beteiligung bei dem Kinderturnen berichtete Barbara Erdmann. Die regelmäßigen Übungsstunden würden den jüngsten Vereinsmitgliedern sichtlich Spaß bereiten. Von zahlreichen Auftritten und einem abwechslungsreichen Jahr der Damengymnastikgruppe informierte Waltraud Mölcher die Mitglieder. Erwähnung fanden hierbei der Auftritt beim Volksbank-Jubiläum und die Teilnahme an der Gymnastikshow in Groß-Eichen. Erfreut zeigte sich die Spartenleiterin auch über den Zugang von neuen Mitgliedern.

Von Zuwachs konnte auch die Leiterin der Seniorengymnastik, Fanny Voll, berichten. Bei den insgesamt 39 Übungsstunden hatten sich 31 Damen beteiligt. Aufgetreten sei die Gruppe zudem beim Aktionstag in Beuern, bei der Gymnastikshow in Lehnheim sowie bei weiteren innerörtlichen Veranstaltungen. Auch das gesellige Wirken in Verbindung mit Ausflügen und einer Weihnachtsfeier sei gut angenommen worden. Für die Wanderabteilung erstattete Manfred Lind den Bericht. Bei der 1995 veranstalteten EVG-Wanderung waren 569 Teilnehmer zu verzeichnen.

Aus dem Bericht des Tischtennis-Abteilungsleiters Frank Hollederer ging hervor, dass in der Sasion 1994/95 mit zwei Senioren- und einer Jugendmannschaft an den Verbandsspielen teilgenommen wurde. Hierbei sei die zweite Mannschaft in die Kreisklasse aufgestiegen. Die erste Mannschaft belegte in der Bezirksklasse Fulda West den fünften Platz. Erfolgreich sei man auch bei Grünberger Stadtpokal gewesen, wo man wiederum als Sieger hervorging.

Für 15jährige aktive Vereinszugehörigkeit wurden anschließend die nicht anwesenden Thorsten Herdejost, Markus Reining und Markus Kratz mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die gleiche Auszeichnung erhielt Lilo Müller, die dem Spiel- und Sportverein nunmehr 25 Jahre die Treue hält. Die Vereinsnadel in Gold konnte die Vorsitzende an Christel Müller, Annita Schmidt, Joachim Rühl und Jürgen Maus für 25jährige aktive Vereinszugehörigkeit verleihen. Dieses Jubiläum begingen auch die nicht anwesenden Hansjürgen Böcher, Hartmut Erdmann, Klaus Hansel, Rudi Hassinger und Dieter Kühn.

Volle Zustimmung durch die Mitglieder fand der Antrag des Vorstandes auf Änderung der Vereinssatzung im Bezug auf die Beschlußfähigkeit. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Thomas Mölcher für die nicht mehr kandidierende Barbara Erdmann zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als zweiter Vorsitzender fungiert nun Thorsten Schätzle. Einstimmig wiedergewählt wurden die Kassenwartin Gerda Weeke, Schriftführer Alexander Schätzle und Beisitzer Eduard Schmidt.

Ebenfalls gab es ein einstimmiges Votum für den Fußballspartenleiter Reinhard Mölcher und dessen Stellvertreter Joachim Rühl. In der Gymnastikgruppe übernahm Sigrid Ruppel von Waltraud Mölcher die Leitung. Stellvertreterin bleibt in dieser Sparte Fanny Voll. Als neuer Leiter der Wanderabteilung übernahm Mafred Lind diese Aufgabe, wobei dessen Stellvertreter innerhalb der Abteilung bestimmt wird.

Die Kasse wird in diesem Jahr von Norbert Dittrich und Sieglinde Mölcher geprüft. Der Abschluß der Versammlung oblag dem neuen Vorsitzenden Thomas Mölcher, der die Termine des Ortssporttages (2. Juni), der EVG-Wanderung (13. und 14. Juli) und einer aus Anlaß des 30jährigen Vereinsbestehens stattfindenden Gymnastikshow bekanntgab.

(Karl-Ernst Lind)

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09. März 1996

Hilfe für Oliver

Auch in den zurückliegenden Wochen war die Spendenbereitschaft für die Aktion "Hilfe für Oliver" ungebrochen, so dass nun schon 216 000 DM auf dem Konto eingegangen sind. Es geht um den an Leukämie erkrankten 12jährigen Oliver aus Saasen. Und es geht darum einen geeigneten Knochenmarkspender zu finden. Die Gewebetypisierungen und aller Aufwand dazu kostet Geld. Blutspende- und Geldsammelaktionen waren im großen Stil in ganz Mittelhessen im Jahre 1996 durchgeführt worden.

Nach einem Beschluß der Verantwortlichen von sechs Vereinen und Gruppierungen aus Lardenbach und Klein-Eichen haben die Freiwilligen Feuerwehren Klein-Eichen und Lardenbach, der Spiel- und Sportverein, der Männergesangverein "Eintracht", der Obst- und Kelterverein sowie die "Grenzgrabenspritzer" Klein-Eichen einen Geldbetrag zur Unterstützung Oliver Sommerlads zur Verfügung gestellt. Danit reihten sie sich ein in die lange Liste aller Unterstützer.

(gaz)

 
02. März 1996

Die letzte "Männerbräut"

Am Samstag fand unter Leitung von Forstamtmann Karlheinz Keitzer die zur Tradition gereifte Lardenbacher Holzversteigerung statt. An der Feuerstelle im Pfortwald, unweit des für die Versteigerung geschlagenen Buchenholzes, fanden sich um die Mittaggszeit wieder viele Einwohner aus Lardenbach und Klein-Eichen ein, um ihren Brennholzbedarf zu decken. In bewährter Weise sorgten Forstamtmann Keitzer, Ortsdiener Hans Mölcher, der den Zuschlag erteildende Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann sowie das Lardenbacher Auktionsbuch führende Karl-Ernst Lind für die schnelle Veräußerung des Holzes.

Nach hartem Gebot kamen bei der Versteigerung 25 Raummeter Buchenholz unter den Hammer.Entsprechend dem Brauch wurde wieder der "Erststeiger" mit einem Fichtenbruch gekört; diesmal war es Bürgermeister Siegbert Damaschke, der dem Ritual gemäß für eine Getränkespende sorgte.

Mit etwas Wehmut wurde nach der Auktion der für den Lardenbacher Wald zuständige Forstamtmann Karlheinz Keitzer nach seiner nunmehr 32. Versteigerung bei der "Männerbräut" verabschiedet. Bürgermeister Damaschke dankte Keitzer für seine geleistete Arbeit und die Durchführung dieser Veranstaltung. Mit den besten Wünschen für die Zukunft überreichte er noch ein Geschenk.

Auch Ortsvorsteher Erdmann sprach Keitzer seine Anerkennung und Dank aus. Keitzer selbst bedankte sich bei allen Helfern während seiner über drei Jahrzehnte in Lardenbach ausgeübten Dienstzeit. Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass diese "Lardenbacher Holzversteigerung" auch in Zukunft Bestand haben werde. Er selbst werde dem Wunsch des Bürgermeisters, dass der langjährige Leiter dieser langen Tradition auch in Zukunft als Gast anwesend sein werde, gerne nachkommen.

Für die nicht nur aus den beiden Stadtteilen Lardenbach und Klein-Eichen kommenden Besucher zog sich die "Männerbräut", bei der die Jugend an der Feuerstelle im Wald die Bewirtung vornahm, bis in den späten Abend hin.

(Karl-Ernst Lind)

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29. Februar 1996

"Privatstraße" aus Finanzplanung gestrichen

Wie bereits der HFA (Haushalts- und Finanzausschuss), empfahl am Mittwoch (07. Februar 1996) nun auch der Bauausschuss, die vom Magistrat eingesetzten 35000 DM für die Asphaltierung einer nur privat genutzten Straße zunächst aus dem Haushalt 1996 zu streichen. Sofern sich die drei Anlieger zur Zahlung der üblichen Beiträge (hier 90 Prozent) bereiterklärten, soll das Geld per Nachtrag etatisiert werden.

Dieser Beschlußempfehlung ans Stadtparlament vorausgegangen war die Kritik von FDP-Sprecher Trüller, der das komplette Streichen des Ansatzes gefordert hatte. "Stillschweigend", ohne dass der Ortsbeirat etwas davon wußte, habe der Magistrat hier eine "Privatstraße" auf den Weg gebracht.

"Nicht ganz richtig", hielt dem Bürgermeister Damaschke sinngemäß entgegen, zumindest ein "Teilwunsch" des Ortsbeirates werde hier erfüllt. Der habe nämlich gefordert, nur die ersten 10 bis 20 Meter an der Einmündung zur Landstraße zu befestigen. Doch das bringe nichts, und vor allem komme die vom Magistrat favorisierte Komplettbefestigung (80 bis 100 Meter) die Stadt angesichts der Anliegerbeiträge billiger.

Mit den Stimmen der bürgerlichen Mehrheit aus CDU, FWG und FDP hat die Stadtverordnetenversammlung Grünbergs am Donnerstag (29. Februar 1996) den Haushalt für das Jahr 1996 verabschiedet. Die Finanzplanung der Gallusstadt umfasst insgesamt rund 40 Millionen DM. Aus diesem Haushalt herausgenommen wurden vorerst die 35000 DM für den Ausbau der Zufahrt zum Anwesen Günther Zimmer in Klein-Eichen.

(GAZ)

 
23. Februar 1996

Generalversammlung des MGV

Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Karlheinz Erdmann hielt der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen seine Mitgliederversammlung (23.02.1996) ab. In seinem Tätigkeitsbericht ging Erdmann auf die 33 Auftritte des letzten Jahres ein. Neben zahlreichen "Ständchen" standen noch das 20jährige Chorjubiläum des Dirigenten Ottmar Hasenpflug in Lardenbach und das Hasenpflug'sche Chortreffen in Rüdingshausen an.

Weiterhin seien die Aktiven beim Volksbank-Jubiläum, beim Ortsvereinsabend, beim musikalischen Frühschoppen, beim Seenbachtaltreffen und bei der Weihnachtsfeier sowie beim Seniorennachmittag aufgetreten. Daneben standen das eigene 110jährige Jubiläum an sowie ein Konzert im Grünberger Seniorenheim. Erwähnung fanden auch die Auftritte beim Volkstrauertag und bei verschiedenen Anlässen der Kirchengemeinde. Der Vorsitzende stellte fest, dass der Chor mit seinen Auftritten die insgesamt 31 und zu über 90 Prozent von Sangesfreunden stets gut besuchten Singstunden um zwei übertroffen habe.

Die finanzielle Seite des Vereins stellte Kassenwart Karlheinz Hollederer dar, dem wie auch dem gesamten Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Werner Siedler und Leo Müller einstimmig Entlastung erteilt wurde. Beschlossen hatte dann die Versammlung, dass das Singen bei 65. Geburtstagen auch in Zukunft beibehalten werden soll.

Aufgrund des Fehlens von Manfred Reining und Bernhard Nickel konnte die Ehrung für 40jährige Vereinstreue nicht vorgenommen werden. Die heute für 25- und 40jährige Sängertätigkeit zu Ehrenden erhalten die Auszeichnung bei einer Veranstaltung in Rüdingshausen.

Größter Wunsch des Vereins ist nach wie vor die Aufstockung des Chores. Erdmann forderte hier alle Mitglieder zur Mithilfe auf. Für regelmäßigen Singstundenbesuch wurden Werner Frank, Günter Felsing, Heinz Schwanke, Ernst Paha (zweimal gefehlt), Edwin Scharmann, Werner Siedler, Hans Mölcher und Reiner Felsing (eine Fehlstunde) sowie Erich Dörr und Karl-Ernst Lind (keine Fehlstunde) mit einem Weinrömer ausgezeichnet.

Zum Abschluß der Ausblick auf 1996: Hier wird es neben Auftritten am 23. März in Rüdingshausen, am Karfreitag im Seniorenheim Grünberg, beim Ortsvereinsabend am 20. April, beim Sommerfest am 22. Juni, beim Sängerfest in Bersrod, beim Sportvereinsjubiläum am 2. Oktober und bei der Weihnachtsfeier und dem Seniorennachmittag im Dezember noch die Teilnahme am Kritiksingen in Grünberg und am Festzug beim Sängerfest in Bobenhausen geben.

(gaz/ld)

 
12. Februar 1996

Blutspende

Wie dringend Blut benötigt wird, zeigte sich am Montag beim Blutspendetermin in der Gallushalle, als bereits nach einer Stunde ein Kurier vom Blutspendedienst Frankfurt erschien, um die ersten Spenden abzuhohlen. Um so zufriedener waren dann die Verantwortlichen und Helfer des Verpflegungszuges im DRK Weickartshain, da trotz widriger Straßenverhältnisse 158 Spendenwillige den Weg in die Gallushalle gefunden hatten.

Mit dabei auch wieder viele Mehrfachspender. So konnten Hannelore Scharmann und Günter Schaplow aus Lehnheim für ihre 80. Spende, Werner Siedler aus Klein-Eichen für die 75. Spende, Heinz Schwanke aus Lardenbach für seine 70. Spende und Karl-Heinz Weber aus Grünberg für die 60. Spende besonders geehrt werden. Brigitte Ruppel aus Lardenbach u. a. bekamen für die 15. Spende die Ehrennadel in Gold.

(gaz)

Fotos

 
17. Januar 1996

Sternsinger

Zu einem großartigen Erfolg mit insgesamt über 2400 DM an Spendengeldern entpuppte sich die diesjährige Aktion des Dreikönigssingen der St.-Anna-Gemeinde Seenbrücke.

Mit den elf Jungen und Mädchen aus Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain waren heuer auch wieder Kinder der evangelischen Gemeinden unterwegs, um ihren Altersgenossen in der "Dritten Welt" und im diesmal ausgesuchten Beispielland Indonesien zu helfen.

Das Motto: "Gerechtigkeit für alle, damit Kinder heute leben können". Unter der Betreuung von Ingrid Heines, Gudrun Jung, Ulrike Koch, Klaus Lenhart, Ernst Paha und Beate Scharmann zogen Lena Braach, Manuel Heines, Katharina Koch, Markus Müller, Wotan Rau, Sonja Röhm, Stefanie Trüller, Ina Schötterl und Christina Trüller vom 4. bis 7. Januar 1996 von Haus zu Haus, um den Segen der Sternsinger zu bringen und eine Gabe der Liebe (Geld?) zu empfangen..

Bei einem Abschluß-Dankgottesdienst in der St.-Anna-Kirche wurde den Spendensammlern besonders von Pfarrer Janusz Piotrowski Anerkennung ausgesprochen. Auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Christel Schultheiß, würdigte die Bemühungen der Kinder. Während eines Neujahrsempfanges, in der sich die nach den letzten Wahlen neue Amtsinhaberin den Gemeindemitgliedern vorstellte, zollte sie auch den Betreuern besonderen Dank.

(Karl-Ernst Lind)

 
13. Januar 1996

Hauptversammlung der Feuerwehr

Zur Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen konnte am Samstag (13. Januar 1996) der Vorsitzende Dieter Faust und Wehrführer Christian Loob 30 aktive und passive Mitglieder im Dorfgemeinschaftshaus begrüßen.

In seinem Jahresbericht ging der Wehrführer auf die 17 Übungen ein, die von den Mitgliedern der Einsatzabteilung besser hätten besucht werden müssen. Einen Einsatz im Jahre 1995 habe die Stadtteilwehr nicht zu verzeichnen gehabt. Aufgrund des fehlenden Nachwuchses würden zur Wahrung des Brandschutzes jedoch besonders die älteren Jahrgänge zur Übungsbeteiligung aufgefordert.

Vereinsvorsitzender Dieter Faust erörterte die Aktivitäten des Feuerwehrvereins. Im Anschluß an den von Gerhard Schildwächter vorgelegten Kassenbericht und der auf Antrag der Kassenprüfer Eduard Schmidt und Erwin Kühn erteilten Entlastung des Vorstandes nahm Faust dann zahlreiche Ehrungen vor.

Hierbei wurden für 30jährige Mitgliedschaft Albert Zimmer und Vorsitzender Dieter Faust ausgezeichnet. Für 25jährige Vereinstreue konnten Eduard Schmidt, Thomas Zabel, Karl Volp, Dieter Bienek, Karlheinz Hollederer sowie Klaus Hansel geehrt werden.

Bei den anstehenden Wahlen zum Kassenprüfer bestimmte die Versammlung neben Eduard Schmidt noch Bernhard Köcke in das Amt. Als Beitragskassierer fungieren auch 1996 wiederum Timo Faust und Klaus-Dieter Bieneck.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 

 

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