30. Juni 1999

Zum ersten Mal beteiligt sich Klein-Eichen an dem Wettbewerb "Unser Dorf".

Zu dem Hessischen Landesentscheid zum Bundeswettbewerb fand am 30. Juni 1999 eine Besichtigung des Ortes durch eine Bewertungskommission statt.

Bewertet wurden:

 

Allgemeine Entwicklung des Ortes
Bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen
Baugestaltung des Ortes
Grüngestaltung des Ortes
Landschaftsgestaltung des Ortes

 
Von maximal 100 Punkten erreichte Klein-Eichen 79,0. Es blieb eine Urkunde und doch einige Anregungen, die nur umgesetzt werden müssen.
 
29. Januar 1999

Offizieller Beginn der Dorferneuerung

Seit Freitag abend gehören Klein-Eichen und Lardenbach zu den 28 Dörfern in Hessen, die 1999 neu in das Dorferneuerungsprogramm des Landes aufgenommen wurden. Im Feuerwehrgerätehaus übergab der hessische Finanzminister Karl Starzacher den Bewilligungsbescheid an Bürgermeister Siegbert Damaschke. Bedingt durch die geographische Lage der beiden zusammenhängenden Ortschaften bestehe ein miteinander verflochtenes dörfliches Leben, das sich in der gemeinsamen Infrastruktur und der gemeinsamen Teilnahme am Landeswettbewerb "Unser Dorf" widerspiegele, so der Minister. Zentrale Ziele der Dorferneuerung seien Ausbau und Sanierung von Gebäuden im Ortskern zur Erhaltung des Dorflebens sowie die Ortsbildverbesserung.

Damaschke dankte den Bürgern Klein-Eichens und Lardenbachs für ihr "starkes Engangement". "Der erste Schritt ist gemacht. Jetzt gilt es: Ärmel hoch und auf geht's", sagte Damaschke. Lardenbachs Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann dankte allen Helfern und äußerte den Wunsch, weiterhin so harmonisch zusammenzuarbeiten, wie bisher. Manfred Daniel, Ortsvorsteher von Klein-Eichen, sprach von einem "freudigen Tag" für beide Gemeinden. "Je mehr Mitbürger Hand anlegen, desto sinnvoller wird das Ergebnis sein", sagte Daniel.

Jürgen Schneider, Referent für Dorferneuerung beim ARLL Wetzlar: "Ich war überrascht über die enormen Aktivitäten der Lardenbacher und Klein-Eichener." Durch die Maßnahme solle, so Schneider, unter anderem die regionale Identität und das örtliche Handwerk gestärkt werden. Auch Starzacher verwies auf die Stärkung des örtlichen Handwerks. Bei staatlichen Gesamtinvestitionen von über 569 Millionen Mark seit 1991 könne von einem Auftragsvolumen von über 2,5 Milliarden Mark für kleine und mittlere Betriebe ausgegangen werden, so Starzacher. "Wir wollen die dörfliche Tradition bewahren und gleichzeitig die Innovation in den hessischen Dörfern weiter vorantreiben", sagte der Minister zur Zielsetzung. Die Dorferneuerung sei in den letzten acht Jahren mit einem durchschnittlichen jährlichen Zuschußvolumen von 60 bis 85 Millionen Mark eine "Initialzündung" für den ländlichen Raum gewesen.

Tenor am Abend: Das Dorferneuerungsprogramm läßt sich nicht auf ein "Dorfverschönerungsprogramm" reduzieren. Das Programm fördere die Entwicklung moderner Technologien ebenso wie den sozialen Zusammenhalt im Dorf.

(frz)

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19. September 1998

Oberhessischer Weide-Abtrieb

Ganz groß aufgezogen wurde das Grenzgrabenfest am 19. und 20. September 1998 in Klein-Eichen. Der Stammtisch der "Grenzgrabenspritzer" organisierte zu ihrem 15. Fest einen "Oberhessischen Weide-Abtrieb". Maßgeblich beteiligt an der Organisation waren die Familien Loob und Voll. Am Samstag Mittag machten die Seenbachtaler Jagdhornbläser mit ihrem Leiter Otto Biedenkopf den Auftakt zu der bis dahin wohl größten Veranstaltung in dem kleinen Dorf. Viele Besucher aus nah und fern kamen um sich dieses Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Den Auftakt des Viehabtriebs machte Hermann Loob mit seiner Herde Kühe die er von den Wiesen am Buchholz über die Sellnröder Straße heim in den Stall führte. Mit etwas Abstand folgte die Schafherde von Roland Voll. Einfacher zu dirigieren waren die Pferde von Achim Rodinger und Ricarda Prados Diaz. Etwas später zog Rosi Diehl mit einigen Ziegen durch die Straßen.

In Scheunen und auf Höfen herrschte reges Markttreiben. Gruppen, Vereine oder auch heimische Betriebe stellten Waren aus oder hatten kulinarische Genüsse im Angebot. Die Gäste konnten jedenfalls von Stand zu Stand ziehen und bekamen einiges geboten. Für die Kinder gab es Karusellfahrten und Ponyreiten. Klein und Groß konnten auch mit dem Pferdewagen eine Runde drehen. An den Tieren konnte sich sowieso jeder erfreuen. An die konnte man teilweise wie in einem Streichezoo ganz nah ran kommen. Zu all dem Treiben ertönte Zigeunermusik von vier Künstlern mit Gitarre, Geige, Schifferklavier und Flöte. Im nahen Festzelt in der "Beue" spielten die Amigos zum Tanz. Dies taten sie auch zum Frühschoppen am Sonntag.

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14. September 1997

Grenzgrabenfest

Das Grenzgrabenfest fand am Samstag und Sonntag wieder bei Loobs auf dem Hof statt. Der Veranstalter, die Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer, sorgten an den zwei Tagen für die nötige Infrastruktur und Bewirtung der zahlreichen Gäste. Die kamen nicht nur aus Klein-Eichen und Lardenbach, sondern auch aus den weiteren Nachbarorten. Zum Frühschoppen am Sonntag spielten, wie schon in den Jahren zuvor, die drei Volksmusikanten der Kapelle die Amigos. In gemütlicher Bierseligkeit verbrachte man ein schönes Dorffest am Grenzgraben.

 
25. August 1997

Blutspende

151 Menschen folgten am Montag (25. August 1997) dem Aufruf des DRK Weickartshain zur Blutspende in der Gallushalle, darunter auch drei Erstspender. Für ihre 50. Spende wurden Robert Weber aus Göbelnrod und Rosemarie Dörr aus Lardenbach geehrt, Friedrich Hedrich aus Grünberg wurde für die 60., Leo Müller aus Lardenbach für die 75. und Werner Siedler aus Klein-Eichen gar für seine 80. Spende ausgezeichnet. Hannelore Scharmann, Leiterin des DRK_Verpflegungszuges, würdigte die verantwortungsbewußte Haltung der langjährigen Spender.

Insgesamt 25 Helferinnen und Helfer des DRK Weickartshain trugen zu einem reibungslosen Ablauf des Blutspendetermins bei, der gewöhnlich drei bis viermal jährlich in der Gallushalle durchgeführt wird.

Geehrt wurde u. a. für die erste Spende Gerda Weeke aus Lardenbach. Eine Würdigung für die sechste Spende erhielt u. a. Ernst Zimmer aus Lardenbach.

(gaz/gni)

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14. August 1997

Bürgermeister-Wahlkampf 1997

Nach seinem Rundgang durch Klein-Eichen am Donnerstag (14. August 1997) dankte SPD-Bürgermeister-Kandidat Freddy Kammer zunächst Ortsvorsteher Manfred Daniel für die Sachkundige Führung. Die Gesprächsrunde wurde im "Backhaus" weitergeführt, das zu einem gelungenen Gemeinschaftsraum mit Nebenräumen umgestaltet worden sei.

Kammer stellte fest, dass ihm eine bürgernahe und transparente Verwaltung besonders wichtig sei. In den Bereich der Sozialarbeit seien die christlichen Kirchen mit einzubeziehen. Nicht vergessen werden dürfe die Förderung der Landwirtschaft, sei sie es doch, die durch Bewirtschaftung der Flächen in großem Maße Landschaftspflege betreibe. Die Anzahl der Betriebe nehme immer mehr ab, und es sei nicht vorstellbar, dass man Landschaftspflege kostenlos erhalten könne.

Wie man als Bürgermeister Neutralität zeigen könne, wollte ein Bürger von Kammer wissen. Dieser habe darauf dargelegt, dass man als Mitglied einer Partei bestimmte politische Vorstellungen habe. Er habe eine politische Grundhaltung, die durch sein sozialdemokratisches Elternhaus geprägt wurde und die es wert sei zu erhalten.

Seine Grundhaltung sei es, dass er stets dazu neige, dem besseren Vorschlag zuzustimmen, auch wenn dieser von einer anderen Partei komme. Ein Stück Neutralität habe Kammer dazu aus seiner Heimatgemeinde Hirzenhain aufgezeigt, in der er Fraktionsvorsitzender ist. Hier habe die SPD bei der letzten Kommunalwahl 65% erhalten, man habe aber der CDU den Vorsitz im Bauausschusß überlassen.

Bürgermeisterkandidat Kammer hatte am Vortag eine Ortsbegehung in Lardenbach unternommen. Anders als in Klein-Eichen, wo das alte Backhaus zu einem schmucken Gemeinschaftsraum umgebaut worden sei, sieht er im Nachbardorf dafür keine Chancen. Dem Wunsch des Ortsbeirates gemäß, sollte das Gebäude abgebrochen und das Grundstück mit zu einem Ortsmittelpunkt gestaltet werden.

Auch hier stellte Kammer sein Wahlprogramm vor, und ließ sich anschließend von Bürgern dazu befragen. Von einem Ortsbeiratsmitglied sei dann nochmals die "desolate Zusammenarbeit zwischen Ortsbeirat und Stadtverwaltung, ganz besonders mit dem Bauhof", aufgezeigt worden. Alle Meldungen des Ortsbeirates über die dringende Beseitigung von Schlaglöchern oder nur das Ersetzen eines Straßenschildes würden ignoriert. Für ihn sei dies unverständlich erwiederte Kammer. Und ihm sei das schon mehrmals geschildert worden.

(gaz/pm)

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10. August 1997

EVG-Wandern

Trotz der Ferienzeit und des hochsommerlichen Wetters gingen am vergangenen Wochenende 772 Wanderfreunde aus ganz Hessen bei der 16. EVG-Wanderung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen an den Start. Die dem heimischen Sportverein unterstellte Wandergruppe hatte bei ihrer diesjährigen Veranstaltung wieder drei Strecken von sieben, zwölf und 18 Kilometer Länge im Angebot.

An der nach den Richtlinien der Europäischen Volkssport-Gemeinschaft Deutschland durchgeführten Wanderung nahmen insgesamt 43 EVG-Vereine teil. Nach dem aktiven Teil der Veranstaltung wurde am Sonntag von Wanderwart Manfred Lind und Lardenbach's Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann die Siegerehrung durchgeführt. Hierbei erhielten die acht erfolgreichsten Vereine jeweils einen Pokal.

Wie bereits schon im Vorjahr setzte sich auch diesmal wieder der aus dem benachbarten Stadtteil Lehnheim kommende Jugendsportverein mit insgesamt 70 Teilnehmern an die Spitze des Feldes. Den zweiten Rang erreichten die Wanderfreunde Lindenstruth (65 Teilnehmer) vor den Berg- und Wanderfreunden Ulfa (54). Die weiteren Plätze belegten der BSC Lich vor Gießen, Niederkleen und Rüdingshausen mit 30 Wandersleuten.

(Karl-Ernst Lind)

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20. Juli 1997

Erster Flohmarkt

Der erste Flohmarkt, organisiert unter Mithilfe von Doris Rühl und Sigrid Ruppel durch die Mädchentanzgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen, war ein Erfolg. Angeboten wurden von der Tanzgruppe "1. Allgemeine Lardenbacher Verunsicherung" mit Ständen Spiel- und Freizeitartikel und Waren des täglichen Bedarfs. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

(Karl-Ernst Lind)

 
19. Juli 1997

"Mir feiern all de 10. K.A.R.L.", 1997

Der "Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude", kurz K.A.R.L., hat am Samstag (19. Juli 1997) im Klein-Eichener Steinbruch sein traditionelles Sommerfest gefeiert. Dem bescheidenen Wetter zum Trotz, strömten viele gutgelaunte Besucher zu dem Ort des Vergnügens. Man feierte ja auch das 10. Jahr des Vereins. Die aktuell zwölf aktiven Mitglieder stellten für ihre Gäste ein besonderes Programm auf die Beine.

Neben den kulinarischen Köstlichkeiten, die großen Anklang bei vielen Hungrigen fanden, gab es auch etwas für Ohr und Auge. Denn neben der Kabarettistin Christiane Weller, die in "über die Frau als solche" über alltägliche Probleme verschiedener Frauentypen berichtete, und Mr. Brown, der mit Close-up-Zauberei das Publikum in seinen Bann zog, überzeugten vor allen Dingen die Gruppe "Ben So-Sodia", die die Anwesenden mit afrikanischen Trommelrythmen in eine fremde Welt entführten.

Als Höhepunkt des Abends zeigte sich der Auftritt der "Rockin' Doctors" aus Mücke, die Rock vom Feinsten spielten. Der Abend verlief in gelöster Stimmung zur Freude der Verantwortlichen von "K.A.R.L." und des sich die Ehre gebenden Grünberger Bürgermeisters Siegbert Damaschke.

(gaz/ret)

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17. Juli 1997

Baugebiet und Haltestelle

Am Montag (7. Juli 1997) hat der Grünberger Bauausschuss neben der Errichtung der zentralen Umsteigestelle am Schloß auch einer zweiten Vorlage in Sachen "Stadtbus Grünberg" grünes Licht erteilt; Angesichts der breiten Mehrheit ist die endgültige Absegnung durchs Parlament zu erwarten. Danach stellt Grünberg insgesamt 40 746 Mark bereit, um die Haltestellen des Stadtbusses einzurichten. Dickster Brocken ist die Investition in 14 neue Wartehallen. Diese kosten 237 000 Mark, für die Stadt bliebe bei Bewilligung beantragter Zuschüsse aber nur ein Betrag von 11 870 DM. Zehn der neuen Hallen sollen in der Kernstadt, weitere in Lumda, Beltershain, Reinhardshain und Klein-Eichen (Sellnröder Straße) aufgestellt werden.

Gleich mehrere Bauleitplanungen hat der Bauausschuss an diesem Tag ebenfalls auf den Weg gebracht. Bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung wurde vom Fachgremium zunächst für die Planung "Eichwiesenfeld" in Klein-Eichen dem Stadtparlament der Entwurfs- und Offenlegungsbeschluß empfohlen. Bekanntlich hatte es hier eine Diskussion mit Grundbesitzern gegeben, die keine Bebaubarkeit ihrer Flächen wünschten. Der nun zum Beschluß empfohlene Entwurf sieht die Ausklammerung dieser Flächen (Grünflächen) sowie eine Erweiterung des "Allgemeinen Wohngebietes" gegenüber dem Urentwurf vor.

Auch der Haupt- und Finanzausschuß stimmte der Bauleitplanungen in Klein-Eichen, Weitershain und Queckborn zu.

Am Donnerstag, 17. Juli 1997 tagte dann das Stadtparlament in Weickartshain. Schnell wurden die anstehenden Beschlüsse zu den Bebauungsplanungen gefasst: Wieder bei einer Nein-Stimme und Enthaltungen wurde für den Plan "Eichwiesenfeld" in Klein-Eichen der Entwurfs- und Offenlegungsbeschluß empfohlen (inkl. Änderung, wonach der Fußweg zum Anwesen Paha entfällt). Da die Grundbesitzer keine Bebaubarkeit ihrer Flächen wünschten, werden diese Grünflächen ausgeschlossen und als unbebaubare Grünfläche ausgewiesen. Das "Allgemeine Wohngebiet" wird Richtung Stockhäuser Weg erweitert. Das Baugebiet soll eine Größe von 1,5 Hektar haben. Die ca. 16 Grundstücke werden auf eine Größe von rund 700 m² beschränkt.

Bei nur einer Enthaltung wurde auch die Erneuerung und Errichtung von Wartehallen bzw. Haltepunkten beschlossen. Hier rechnet man mit einem Landeszuschuß von 95 Prozent für die insgesamt rund 480 000 DM teuren Maßnahmen. Gemäß Ausschußvotum werden nun 18 statt zunächst 14 neue Hallen aufgebaut: eine davon wird an der Sellnröder Straße in Klein-Eichen stehen.

(gaz/tb)

 
11. Juli 1997

Sommerfest des Kindergartens

In Lardenbach stand am Samstag (11. Juli 1997) das Sommerfest des Kindergartens Lardenbach, Klein-Eichen, Weickartshain und Stockhausen unter dem Motto "Mit Tieren durch die Jahreszeiten". Unter Leitung von Ursula Seipp, den Mitarbeiterinnen des Kindergartens und der Hilfe zahlreicher Eltern erfreuten die Kinder mit einem anwechslungsreichen Programm ihre Geschwister, Eltern und Großeltern. Passend zum Motto tummelten sich Pinguine, Hasen, Schmetterlinge, Igel, Katzen, Mäuse, Frösche u. a. zu entsprechenden Liedern auf der Bühne. Für das leibliche Wohl war mit selbstgebackenem Kuchen und Würstchen vom Grill bestens gesorgt.

(gaz/ch)

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13. Juni 1997

90. Geburtstag von Berta Döhler

Ihren 90. Geburtstag konnte am 13. Juni die Klein-Eichener Bürgerin Berta Döhler geb. Schaaf, begehen. Die nach einem arbeitsreichen und nicht immer mit einem leichten Leben behaftete Jubilarin wurde im Jahre 1907 in der Vogelsberg-Gemeinde Wohnfeld geboren. Dort lebte sie auch bei ihrem Bruder auf dessen Mühle (Schaafs-Mühle). In Wohnfeld ging sie zur Schule und war auch im dortigen Gesangverein aktiv.

Im Jahre 1941 erfolgte die Hochzeit mit dem aus Sachsen kommenden Tuchfabrikanten Friedrich Moritz Döhler.

Mit ihrem in Klein-Eichen in ein Hofgut eingesetzten Ehemann, dessen erste Ehefrau (Anna Mölcher) früh verstarb, bewirtschaftete sie dann zusammen den einstigen stattlichen Grundbesitz. Hierbei versorgten sie eine große Anzahl von Tieren, wobei der ganze Stolz die auch im Ackerbau eingesetzten Pferde waren. Seit dem Tod ihres Ehemannes 1963 lebt sie mehr oder weniger alleine im eigenen Haushalt. Neben dem Sozialdienst der Johanniter kümmern sich die Mieter und Nachbarn um die geistig noch rege Frau.

Die nunmehr neue "Neunzigerin" nimmt trotz einer schweren Gehbehinderung noch am Leben in ihrer unmittelbaren Umwelt teil. Gut überstanden hat sie auch eine kürzlich erst durchgeführte Augenoperation, die ihr aber einen zwischenzeitlichen Aufenthalt im Alten- und Pflegeheim im "Haus am Schloßberg" in Ulrichstein nicht ersparte.

Zu den Gratulanten zählten neben dem Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke, Ortsvorsteher Manfred Daniel und Pfarrer Schmidt auch der Bundestagsabgeordnete Adolf Roth, der Berta Döhler mit einem Glückwunschschreiben seine besten Wünsche für die Zukunft übermittelte. Natürlich gratulierten viele Nachbarn und ihre Untermieter aus dem Haus.

Von Berta Döhler ist der Spruch überliefert: "Lieber in Klein-Eichen erschossen, als in Grünberg im Altersheim!"

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08. Juni 1997

Ortssporttag 1997

Zu einer rundum gelungenen Veranstaltung wurde am Sonntag (8.Juni 1997) ausgetragene Ortssporttag des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Im MIttelpunkt dieses schon seit vielen Jahren vom Verein ausgetragenen Familientages stand neben der Ermittlung des Siegers der Straßenmeisterschaft im Fußball auch das Kinderfest.

An dem am Vormittag ausgetragenen Straßenturnier beteiligten sich Mannschaften des Helgenstocks/Hölzchesweges, des Pappel- und Akazienweges und eine Mannschaft der Straße "Am Larbach" sowie ein Team aus Klein-Eichen, In den Begegnungen nach dem Modus "Jeder gegen Jeden" zeigte das Team aus Klein-Eichen die beste Leistung und wurde am Ende vor dem Pappel- und Akazienweg verdienter Sieger. Bei der vom Ersten Vorsitzenden Thomas Mölcher durchgeführten Siegerehrung erhielten die teilnehmenden Mannschaften jeweils einen Sachpreis.

Unter der Federführung von Doris Rühl, Sigrid Ruppel und Vereinssprecherin Gerda Weeke fand am Nachmittag der Höhepunkt für die Kinder beider Stadtteile statt. Bei den zahlreichen Spielen, bei denen sich auch Bürgermeister Damaschke und der beim Straßenteam-Turnier als Schiedsrichter fungierende Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann von der Begeisterung der Kleinen überzeugen konnten, wurden zudem noch reichlich Punkte für die spätere Gewinnvergabe gesammelt.

(Karl-Ernst Lind)

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06. Juni 1997

Selbstverteidigung für Frauen

Unter Leitung von Günter Ulbrich (Justizvollzugsbeamter aus Lollar) fanden jüngst zwei Selbstverteidigungs-Kurse für Frauen statt. Organisiert hatte dies die Leiterin der Gymnastikgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen, Sigrid Ruppel, sowie Gruppenmitglied Doris Rühl.

Ziel der Lehrgänge, an denen 13 Frauen der örtlichen Gymnastikgruppe und zwölf Mädchen des heimischen Gymnastik-Nachwuchses teilnahmen, war in erster Linie die Stärkung des Selbstvertrauens in einer Notsituation und das Abwehren von Angriffen.

Mit Judo- und Karate-Techniken wurden verschiedene Abwehrmaßnahmen erlernt. Dabei wurden von den Teilnehmerinnen keine Vorkenntnisse verlangt. Mit seinen praktischen Übungen nach eigener Zusammenstellung vermittelte Ulbrich jeder Teilbehmerin das Gefühl der Stärke von Geist und Körper. Hierbei wurde von Ulbrich, der den Schwarzgurt in Karate sein eigen nennt und seit 1990 diese Kurse anbietet, besondere Standardsituationen vorgegeben, aus denen es sich dann zu befreien galt.

(Karl-Ernst Lind)

 
01. Juni 1997

Vielfalt der Gemeindearbeit

Bei einem von den Gruppen der ev. Gemeinde Lardenbach/Klein-Eichen gestalteten Gemeindefest erlebten nahezu 200 Bürgerinnen und Bürger der beiden Stadtteile einen abwechslungsreichen Nachmittag. Die Federführung lag bei den 34 Mitgliedern des Kirchenchores. Nach dem gemeinsamen Singen mit der Klavierbegleitung von Minette Kraft hieß Pfarrer Tilmann Schmidt alle willkommen. Er sah in dieser Veranstaltung die Darstellung des Christentums in der Kirchengemeinde. Sein Dank galt besonders allen Helfern.

Unter Leitung von Gisela Langohr trug der Kirchenchor zwei Chöre vor. Hierbei stellte Elke Rühl den Frauenchor vor, der im Herbst sein 10jähriges feiern wird und für weitere Mitglieder offen ist. Einen musikalischen Beitrag leisteten auch die Kinder des Kindergottesdienstes. Die von Silvia Felsing geleiteten 20 Mädchen und Jungen trugen das "Regenbogenlied" vor. Einen Einblick in den allsonntäglichen Ablauf vermittelte Andreas Weil.

Der besonders im Herbst und Winter aktive Frauenkreis Lardenbach/Klein-Eichen wurde von Frieda Schmidt und Elli Ruschig mit einem Zwiegespräch präsentiert. Ergänzende Worte über das vielseitige Wirken der Frauen sowie auch den "Seniorenkreis Lardenbach/Klein-Eichen" brachte Pfarrer Schmidt zum Ausdruck. Für den Seniorenkreis verlas Elli Ruschig eine Kurzgeschichte über einen Lottogewinn.

Förmlich "Freude am Leben" überbrachte sodann der Kirchenchor mit dem gleichnamigen Lied und dem hervorragend dargebotenen Chor "Auf einem Baum ein Kickkuck". Diesem Auftritt folgten nochmals die Kleinen des Kindergottesdienstes.

Doris Keller stellte vor dem gemeinsamen Singen den 1995 ins Leben gerufenen "Jung-Frauenkreis" vor, erwähnte, dass diese vielseitig agierende Einrichtung neben dem Mutter-Kind-Turnen noch weitere Aktivitäten wie etwa Brotbacken durchführe. Bei diesem Gemeindefest präsentierten sich somit die verschiedenen Gruppen der ev. Kirchengemeinde.

(Karl-Ernst Lind)

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15. Mai 1997

Abwasserkataster

Gemäß Eigenkontrollverordnung des Landes wurde an ein hiesiges Ingenieurbüro der Auftrag zur Erstellung eines Abwasserkatasters für Göbelnrod, Lardenbach (inkl. Seenbrücke) und Klein-Eichen vergeben. Das Betrifft die Bestandserfassung der Wasserleitung und der Erstellung eines Kartenwerkes. Beides wird aus der Grundwasserabgabe finanziert.

(gaz)

 
10. Mai 1997

Teilkritiksingen des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes

Am Samstag (10. Mai 1997) fand in der Homberger Stadthalle das zweite Teil-Kritik-Singen '97 des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes statt. Etwa 600 Sängerinnen und Sänger kamen zusammen, die sich wiederum der fachlichen Kritik von Musik- und Chordirektor Willi Becker stellten. Beste Rahmenbedingungen waren geschaffen worden, damit die teilnehmenden 15 Vereine mit ihren 18 Chorgattungen ihre Auftritte absolvieren konnten.

OLSB-Vorsitzender Dieter Ihle stellte den Sängern zunächst Kritiker Becker vor, der sowohl im In- wie im Ausland eine anerkannte Persönlichkeit in Sachen Chorgesang sei. Becker wertete die vorgetragenen Stücke nach üblichen Kriterien. Darüber hinaus gab er eine Fülle von praxisbezogenen Hinweisen für die weitere Schulung in den heimatlichen Arbeitsfeldern. Völlig neu war für die Dirigentinnen und Dirigenten der direkte Dialog nach dem jeweiligen Gruppen-Singen, was ebenfalls zu einer guten Atmosphäre des etwa sechsstündigen Singens führte.

Am zweiten Teil-Kritik-Singen beteiligten sich u. a. auch die "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, die "Eintracht" Sellnrod und der MGV Weickartshain. Kritiker Becker riet den Verantwortlichen in den Gesangvereinen, eingefahrene Wege und Vereinsstrukturen zu überdenken und sich mit zeitgemäßer Chorliteratur der Jugend zu öffnen, wenn dies in der praktischen Umsetzung auch nidht ganz einfach sei.

(gaz/nz)

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08. Mai 1997

"Vatertag" im Steinbruch

In diesem Jahr, am 08. Mai 1997, veranstalteten die Grenzgrabenspritzer zum "Vatertag" wieder ihre Feier im Klein-Eichener Steinbruch. Das Wetter zeigte sich so früh im Monat etwas frisch. Nicht nur Väter machten sich auf den Weg über den Galgenberg.

Die Wurzeln des Vatertages liegen wie so vieles in den USA. Dort wird der Vatertag als ein Ehrentag für Väter ähnlich wie der Muttertag gefeiert. Zurückzuführen ist der Feiertag auf Väter die im Sezessionskrieg gekämpft haben. Seit den 1970er Jahren ist er ein offizieller Feiertag.

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29. April 1997

Ortsbeirat

Bei der konstituierenden Sitzung des Ortsbeirates Klein-Eichen wurde am Dienstag (29. April 1997) Manfred Daniel zum vierten Mal hintereinander zum Ortsvorsteher gewählt. Ebenso in ihren Ämtern bestätigt wurden sein Stellvertreter Hermann Loob und Schriftführer Werner Zimmer. Alle Abstimmungen verliefen einstimmig.

Die einzige Änderung ergibt sich durch das Ausscheiden von Dieter Bieneck, für den Armin Becker in den Ortsbeirat gekommen ist. Manfred Daniel dankte Bieneck für seine Arbeit und wünschte auch dem neuen Ortsbeirat alles Gute und viel Erfolg bei den zukünftigen Aufgaben. Er unterstrich, dass durch die Bürgerliste bürgernah gearbeitet werden könne, ohne dass parteiinterne Streitereien blockieren würden.

Weiterhin im Klein-Eichener Ortsbeirat vertreten sind Walter Müller, Eduard Schmidt und Dieter Faust.

Auch der Lardenbacher Ortsbeirat hatte seine erste Sitzung. Unter Leitung des Alterspräsidenten Arno Böcher wurde Karlheinz Erdmann einstimmig zum Ortsvorsteher wiedergewählt.

(ros/ld)

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27. April 1997

Kirchenvorstandswahl 1997

Eine insgesamt gleich hohe Wahlbeteiligung wie vor sechs Jahren und große örtliche Unterschiede kennzeichneten die Kirchenvorstandswahlen in den Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau am 27. April 1997. Auf dem Land sind wohl mehr Menschen zur Wahl gegangen als in städtisch geprägten Ortschaften.

In den Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde Lardenbach/Klein-Eichen wurden gewählt: Sabine Becker, Waltraud Berkenkamp, Ingrid Daniel, Helmut Selfing, Reiner Selfing und Annelore Roth.

 
26. April 1997

"Zweiter Frühling", Theater

In einem mit nahezu 300 Besuchern ausverkauften Bürgerhaus führte am Samstag (26. April 1997) die Theatergruppe Lardenbach/Klein-Eichen den Dreiakter "Der zweite Frühling" auf. Wie 1996 - als man erstmals aufgetreten war - nahmen die Laienspieler wieder den heuer von der FFW Klein-Eichen organisierten Vereinsabend beider Stadtteile zum Anlaß ihres Auftritts.

Die Darsteller Reiner Roth, Eduard Schmidt, Karlheinz Erdmann, Marie-Luise Kratz, Sigrid Ruppel, Annita Schmidt, Doris Rühl und Margit Müller sowie Souffleuse Ingrid Reinert hatten mehrere Wochen für das abwechslungsreiche Lustspiel geprobt. Wertvolle Hilfe beim Erstellen des Bühnenbildes erhielt man von Dieter Ruppel. Anerkennede Worte erfuhren auch die weiteren zahlreichen Helfer und Spender für ihre Unterstützung sowie Gerhard Ruppel für die Schaffung der einwandfreien Akustik.

In dem Luststück stand das Familienoberhaupt Opa Georg Wimmer (Reiner Roth) im Mittelpunkt. Nach dem Tod seiner Frau sorgten sich seine drei Kinder Hans (Eduard Schmidt), Egon (Karlhein Erdmann), die in Scheidung lebende Marianne (Sigrid Ruppel) sowie Schwiegertochter Hilde (Marie-Luise Kratz) um das Wohl des Witwers. Um Ordnung in dessen Leben zu bringen, versucht man gemeinsam, den Greis im Altersheim unterzubringen.

Nach dem Scheitern dieses Versuches steht als einzige Lösung das Anheuern einer Haushaltshilfe zur Debatte. Hierzu läßt sich besonders von seiner erbschleichenden Schwiegertochter als dumm hingestellte Opa überreden. So stellen sich dann nacheinander verschiedene Haushälterinnen vor, bei der für Opa Wimmer besonders die eher arbeitsscheue, aber dafür um so mehr figurbetonte Lilo (Annita Schmidt) in Frage kommen soll.

Doch nach Protesten seines Sohnes Hans und nach der Vorstellung der ebenfalls nicht in Frage kommenden "Pennerin" (Doris Rühl) nimmt die resolute Erna (Margit Müller) kurzerhand und gegen Opas Willen die Stellung im Hause ein. Nach mehreren Auseinandersetzungen zwischen dem sturen Alten und den Haushälterinnen gibt es am Ende große Augen bei den Kindern: Der Vater hat gemerkt, dass er ohne die gute "Hausperle" Erna nicht mehr auskommen kann.

So plant er nicht nur seine Hochzeit, im Gefühl des "zweiten Frühlings" vermacht er unter Zustimmung seiner Kinder und auch der anfangs überraschten, am Ende doch eher kleinlauten Schwiegertochter Hilde seiner Enkelin Lisa sein Häuschen. Mithin beweist er, dass der "alte Opa" wohl doch nicht, wie zumeist von seinen Mitmenschen angenommen, so dumm ist.

(Karl-Ernst Lind)

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04. April 1997

K.A.R.L. präsentiert: Musical-Highlights

Ein volles Haus und eine Superstimmung - so die wesentlichsten Merkmale einer Veranstaltung am Samstagabend (4. April 1997) in der Grünberger Gallushalle. Ausrichter des Abends mit "Musical-Highlights" war "K.A.R.L." - der "Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude", der es an diesem Tag nicht das erste Mal verstand, seinen Vereinszweck umzusetzen. Aus Anlaß des zehnjährigen Jubiläums des "Arbeitskreises" hatte man etwas besonderes bieten wollen. Und dieses Ziel wurde erreicht: Die "Musical-Highlights" boten eine außergewöhnliche Mischung aus bekannten Musical-Stücken, dank der hochkarätigen Besetzung wurde der Abend ein Genuß für alle Freunde dieses Genres.

Die Sängerinnen und Sänger zeigten in zahlreichen berühmten Musical-Stücken ihr außergewöhnliches Talent. Die Begrüßung sprach Ulrike Wyche, die für "K.A.R.L." federführend die Organisation übernommen hatte. Im Foyer der Gallushalle konnten die Besucher den Werdegang der seit einem Jahrzehnt bestehenden Gruppe "K.A.R.L." aus Klein-Eichen und umliegenden Ortschaften anhand einer Fotowand nochmals nachvollziehen. Ziel war und ist es laut Selbstverständnis der Mitglieder, "Kultur für alle aufs Land zu bringen."

Zu den "Musical-Highlights": Cornelia Drese, Steffen Friedrich und Willi Welp haben Hauptrollen unter anderem in "Cats", "Jesus Christ Superstar", "Evita", "Le Miserables", "Cyrano" und der Musicalfassung der legendären "Rocky Horror Picture Show" gespielt. Und auch die mit virtuosem, sicherem Spiel überzeugende Pianistin Marina Kommissartchik - Absolventin des Tschaikowski-Konservatoriums - hat bereits in Hamburg das "Phantom der Oper" am Flügel begleitet. Bühnenerfahrungen, die den Besuchern der Gallushalle zugute kamen. Ebenfalls vom Feinsten war die Technik. Hier wirkte mit Ulrich Frank ein hervorragender Tontechniker, der schon bei Tourneeproduktionen wie "West Side Story" für guten Ton sorgte.

Den Auftakt des bunten Reigens aus "Ohrwürmern" der bekanntesten Musicals bildete am Samstag "We go together" aus "Grease". Es folgten Stücke aus dem "Starlight Expreß", aus "Joseph", "Jekyll & Hyde", "Into the woods", "Dick Tracy", ein "Miserables-Medley", "Anatevka", "Evita", "La Cage aux folles", "Sunset Boulevard" und "Cabaret". Zwischen den einzelnen Stücken plauderten die drei Sänger zwanglos auf der Bühne und vermittelten dem Publikum so interessante Hintergrundinformationen. Nach dem grandiosen Finale mit "New York, New York" folgten Standing-Ovations des begeisterten Publikums. Zum Abschluss überreichte Ulrike Wyche gemeinsam mit der Grünberger "Märtfraa" Angelika Halbich Grimmicher Spezialitäten.

Die "Musical-Highlights" waren übrigens nur der Anfang des Jubiläumsprogramms in diesem Jahr. Es folgt noch das K.A.R.L.-Fest im Klein-Eichener Steinbruch, u. a. mit den "Rockin' Doctors" und eine Lesung im Grünberger Barfüßerkloster.

(ret/gaz)

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28 März 1997

MGV bei den Senioren

Der Gesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen stimmte die Bewohner des Hauses der Senioren auf ein besinnliches Osterfest ein. Am Karfreitag (28. März 1997) trugen rund 30 Sänger unter der Leitung des Dirigenten Ottmar Hasenpflug zahlreiche Lieder aus ihrem Repertoire vor. Bereits seit drei Jahren sorgt der Verein am Karfreitag im Haus der Senioren für musikalische Unterhaltung, auf die sich die Senioren schon lange im Voraus freuen. Zur Tradition gehört auch der gemeinsame Umtrunk im hauseigenen Cafe'.

(gaz/ma)

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14. März 1997

Generalversammlung des Obstbau- und Keltervereins

Am vergangenen Freitag (14. März 1997) zogen unter der Leitung ihres Vorsitzenden Hans Ferdinand Mölcher die Mitglieder des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen die Bilanz des abgelaufenen Jahres 1996. In seinem Tätigkeitsbericht erläuterte Mölcher den 37 anwesenden des 60 Mitglieder starken Vereins im Gasthaus Dietz die letztjährigen Maßnahmen.

Neben den zahlreichen Pflegearbeiten und dem Keltern fand im Zusammenwirken mit dem Männergesangverein auch ein Sommerfest statt. Mölcher dankte den Baumwarten, dem Keltermeister Karlheinz Brenden sowie allen Helfern für die geleistete Arbeit.

Einen positiven Kassenbericht konnte im Anschluß Rechner Roland Voll vortragen. Der gesamte Vorstand wurde sodann auf Antrag der Kassenprüfer Lothar Pleik und Edwin Scharmann einstimmig entlastet. Als neue Kassenprüfer wählten die Mitglieder anschließend Eduard Schmidt und Ernst Zimmer.

Zweiter Vorsitzender Thorsten Herdejost stellte die gute Auslastung der Kelteranlage heraus. So seien 100 Füllungen von Mitgliedern und 300 von Nichtmitgliedern zu verzeichnen gewesen. Auch der vereinseigene Schredder und der Vertikutierer wurden von den Mitgliedern in Anspruch genommen.

Bilanz zog auch Baumwart Johann Zimmer. Er benannte den derzeitigen, vom Verein betreuten Bestand mit 65 Obstbäumen und zwei Speierlingen. Von der Gesamtmenge seien 52 Bäume elf Jahre und jünger. 1996 seien auch wieder Neupflanzungen erfolgt, wobei mehrere Zwetschenbäume und zwei Apfelbäume ergänzt wurden. Leider seien mehrere Neuanpflanzungen von Unbekannten wieder entfernt worden. Erfreut zeigte sich der Baumwart degegen, dass derzeit 50 Nistkästen und ein Stönkusrohr (?) für die Vogelwelt bereitgehalten werden könnten.

Für das Jahr 1997 kündigte Vorsitzender Mölcher die Beschaffung eines neuen Musers und den Kauf eines Heißwasser-Hochdruckreinigers an. Stattfinden wird auch wieder das Sommerfest. Dieses von zwei Mitgliederfamilien organisierte Fest ist am 21. Juni vorgesehen. Angeregt wurde zudem ein Ausflug. Hierzu will sich der Vorstand Gedanken machen.

(Karl-Ernst Lind)

 
14. März 1997

Altherrenfußballer beim Rundfunk

Einer kurzfristigen Einladung des Hessischen Rundfunks zum Besuch der Sendeanstalt und zur Mitgestaltung einer Wunschsendung leisteten am Freitag (14. März 1997) zehn Mitglieder der Altherren-Fußballer des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Reinhard Mölcher, Eduard Schmidt, Karl-Ernst Lind, Rudi Felsing, Kurt Scharmann, Karlheinz Erdmann, Joachim Rühl, Wilfried Schneider, Hansjürgen Böcher und Reinhold Keller erlebten während einer Führung durch den HR-Mitarbeiter Stefan Rath die Radiomacher bei ihrer Arbeit.

Besichtigt wurden zudem die drei Fernsehstudios sowie der große Sendesaal in der Bertramstraße. Höhepunkt des Rundfunk-Besuches war jedoch am Samstag die einstündige Live-Sendung "Zu Gast bei bei Wünsch Dir was". Hierbei gaben Karl-Ernst Lind und Karlheinz Erdmann den HR 4-Hörern im ganzen Hessenland einen Einblick in das Wirken der Altherren-Kicker.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
07. März 1997

Spiel- und Sportverein Rückblick auf 1996

Der SSV Lardenbach/Klein-Eichen hielt am Freitag (07. März 1997) seine Jahreshauptversammlung ab. Erster Vorsitzender Thomas Mölcher stellte in seinem Bericht heraus, dass 1996 für den Verein ein Jahr war, das mit der 30-Jahr-Feier des SSV, dem Ortssporttag und der Renovierung der Vereinsräume seine Höhepunkte hatte. Er dankte allen Helfern und Vorstandsmitgliedern.

Einen positiven Kassenbericht konnte Rechnerin Gerda Weeke darlegen. Sie wurde - wie der gesamte Vorstand - auf Antrag der Kassenprüfer Norbert Dittrich und Sieglinde Mölcher einstimmig entlastet.

In Vertretung des Fußball-Abteilungsleiters Reinhard Mölcher jun. gab dessen Stellvertreter Joachim Rühl den Bericht der Abteilung. Danach belegte die in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Weickartshain gemeldete "Erste" zum Rundenabschluß den 8. Platz. Die Reserve landete auf dem 5. Platz. Erwähnung fanden ein Trainingslager und der 4. Platz beim Hallen-Stadtpokal. Einen besonderen Dank für die Unterstützung bei der Renovierung des Vereinsheimes richtete Rühl an Klaus Kratz und Rudolf Hassinger.

Für die Alte-Herren-Mannschaft berichtete Eduard Schmidt von neun ausgetragenen Spielen, wovon fünf gewonnen wurden. Beste Torschützen waren Joachim Volp und Rudi Felsing. In guter Erinnerung sei die Fahrt und das "Länderspiel" im österreichischen Lehnrotte geblieben.

Die Leiterin der Seniorengymnastik, Fanny Voll, stellte neben den 37 Übungsstunden auch die Teilnahme an der Jubiläumsveranstaltung "50 Jahre Sport in Hessen" und an der Gymnastikshow anläßlich des 30jährigen Vereinsbestehens heraus.

Die Gymnastikgruppe übte im vergangenen Jahr insgesamt 40 mal. Auch diese Gruppe verzeichnete nach den Worten von Spartenleiterin Sigrid Ruppel in Harbach und beim Vereinsjubiläum, an dem 18 Gruppen mit über 200 Aktiven beteiligt waren, zwei Auftritte.

Bedauert wurde, dass aufgrund des Nachwuchsmangels die Kindergruppe derzeit nicht bestehe. Erfreulich sei jedoch das Wirken der neuen Tanzgruppe, die mit ihren zwölf Mädchen als "1. Allgemeine Lardenbacher Verunsicherung" öffentlich auftrete.

Eine etwas bessere Beteiligung erhofft sich für die Zukunft Wanderwart Manfred Lind. An den EVG-Wanderungen hätten sich 180 heimische Wanderfreunde beteiligt. Mit 680 Teilnehmern konnte im Juli die eigene EVG-Wanderung durchgeführt werden.

Nach den Berichten der Abteilungsleiter nahm Vorsitzender Mölcher die Ehrung von den der Gymnastikgruppe angehörenden Gerda Weeke und Barbara Erdmann für deren 15jährige aktive Mitgliedschaft vor. Mit seinen Dankesworten übergab er neben der entsprechenden Urkunde auch die Vereinsnadel in Silber.

Zum Abschluß beschäftigte man sich noch mit der Ausstattung des Bürgerhauses mit einem Telefon.

(Karl-Ernst Lind)

 
02. März 1997

Kommunalwahl 1997

Am Wahlsonntag, dem 2. März 1997, hatten alle Wählerinnen und Wähler Stimmzettel zur Kreis-, Gemeinde- und Ortsbeiratswahl zum ankreuzen in der Wahlkabine vor sich liegen.
In Klein-Eichen fand die Wahl im ehemaligen Backhaus statt.

Ortsbeirat Klein-Eichen:
Wahlberechtigt waren 188 Bürgerinnen und Bürger. Gewählt haben 142 an der Urne. Das ist eine Wahlbeteiligung.von etwas über 75 Prozent.
Die ersten sieben Kandidaten sind im Ortsbeirat vertreten.

01 Loob, Hermann
100
 
02 Daniel, Manfred
97
 
03 Müller, Walter
68
 
04 Zimmer, Werner
64
 
05 Faust, Dieter
58
 
06 Schmidt, Eduard
56
 
07 Becker, Armin
45
 
08 Dittrich, Norbert
42
 
09 Bienek, Dieter
41
 
10 Kühn, Erwin
32
 
11 Lindenberger, Heinz
19
 
12 Weil, Andreas
15
 
13 Haeske, Erhard
14
 
14. Schildwächter, Werner
12
 

Stadtverordnetenversammlung der Stadt Grünberg:
Wahlberechtigt waren 188 Bürgerinnen und Bürger. Gewählt haben 141 an der Urne. Als gültige Stimmen gezählt wurden 134. Damit waren 7 ungültig.

CDU
60
44,8%
 
SPD
35
26,1%
 
Die Grünen
15
11,2%
 
F.D.P.
7
5,2%
 
FWG
12
9,0%
 
PBC
5
3,7%
 

Kreistag Landkreis Gießen:
Wahlberechtigte waren 188 Bürgerinnen und Bürger. Gewählt haben 142 an der Urne. 135 Stimmen waren gültig.

CDU
58
42,9%
SPD
39
28,8%
Die Grünen
12
8,8%
F.D.P
4
2,9%
REP
10
7,4%
FWG
10
7,4%
PBC
7
5,2%

Fotos

 
28. Februar 1997

Hauptversammlung des MGV

In der Mitgliederversammlung des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen konnte Vorsitzender Karlheinz Erdmann die aktiven und passiven Sangesfreunde über die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres unterrichten. Erdmann erwähnte zunächst die insgesamt 35 Singstunden und 20 öffentliche Auftritte des Männerchores. Besondere Beachtung fanden dabei das Hasenpflug'sche Chortreffen in Rüdingshausen, das Singen im Seniorenheim Grünberg, die Beteiligung beim Ortsvereinsabend, die Teilnahme am Kritiksingen in Grünberg und das Pfingstsingen in der Lardenbacher Kirche.

Weiter erwähnte der Vorsitzende das Freundschaftssingen in Bersrod sowie die Mitgestaltung der Gedenkfeiern am Volkstrauertag auf den Friedhöfen in Lardenbach und Klein-Eichen. Daneben wurde noch das Seenbachtaltreffen der Chöre im Dorfgemeinschaftshaus, die öffentliche Weihnachtsfeier, der weihnachtliche Seniorennachmittag im DGH wie auch - zusammen mit dem örtlichen Obstbau- und Kelterverein - das Sommerfest durchgeführt. Auftritte gab es zudem bei den verschiedensten Mitglieder-Jubiläen. Zum Abschluß seines Tätigkeitsberichtes nannte Karlheinz Erdmann den Besuch des Sängerfestes in Bobenhausen als weiteren Termin im Vereinskalender für 1986.

Den Kassenbericht legte im Anschluß Rechner Karlheinz Hollederer der Versammlung vor. Er, wie auch der restliche Vorstand, wurden hiernach auf Antrag der Kassenprüfer Eduard Schmidt und Werner Siedler einstimmig entlastet. Das Amt des Kassenprüfers wird neben dem im Amt bleibenden Eduard Schmidt auch noch Kurt Scharmann wahrnehmen. Für einen ordnungsgemäßen Eingang der Mitgliedsbeiträge wird im kommenden Jahr Reiner Felsing sorgen.

Bei einer Enthaltung wurde einer Änderung der Vereinssatzung im Passus der Vereinsauflösung und der damit verbundenen Verwendung des Vereinsvermögens zugestimmt.

Ohne große Probleme verliefen die Vorstandswahlen. So wurden mit einer Ausnahme für die nächsten drei Jahre alle bisherigen Amtsinhaber in ihren Funktionen bestätigt.. Somit bleibt Karlheinz Erdmann Erster Vorsitzender und Heinz Schwanke dessen Stellvertreter. Die Kassen- sowie die Schriftführung bleibt in den Händen von Karlheinz Hollederer und Hans-Joachim Siebel. Neben den seitherigen und wieder einstimmig nomimierten Beisitzern Werner Frank, Klaus Kratz und Herbert Wühl wurde Reinhold Stumpf für den nicht mehr kandidierenden Heinrich Frank neu in den Vorstand gewählt.

Mit einem Sachpreis bedacht wurden anschließend die eifrigsten aktiven Sangesfreunde des vergangenen Vereinsjahres. Dies waren Lothar Hillmann, der an allen Singstunden teilnahm. sowie Reiner Felsing, Karl-Ernst Lind, Heinz Schwanke und Karl Ruppel, die lediglich zwei Fehlstunden aufzuweisen hatten.

Mit einem Ausblick auf das im Jahre 1997 wiederum reichhaltige Programm mit zahlreichen Auftritten des Chores und weiteren Vereinsveranstaltungen wurde die Jahreshauptversammlung beendet.

(Karl-Ernst Lind)

 
17. Januar 1997

Hauptversammlung FF Klein-Eichen

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen am vergangenen Freitag im Dorfgemeinschaftshaus standen die Neuwahlen des Vereinsvorstandes. Hierbei wurde der seitherige Vorsitzende Dieter Faust in seinem Amt bestätigt. Als 2. Vorsitzender fungiert weiterhin Walter Müller, wie auch der bisherige Schriftführer Heinz Lindenberger für die nächsten Jahre seine Aufgabe wahrnehmen wird.

Als neuen Kassenwart bestimmte die Versammlung Werner Zimmer, der von Gerhard Schildwächter die Kassengeschäfte übernimmt. Zum Beisitzer wurde wiederum Hermann Loob gewählt. Als neue Kassenprüfer sind nun Bernhard Köcke und Axel Roth tätig. Mit Marco Böcher und Christoph Voll wurden für das Kassieren der Mitgliedsbeiträge ebenso zwei Verantwortliche gefunden.

Neben dem Vereinsbericht erfolgte auch der Bericht der Einsatzabteilung. Hierbei konnte Wehrführer Christian Loob von zwei Einsätzen im vergangenen Jahr berichten. Neben den 17 Übungen habe es zusammen mit den Seenbachtalgemeinden Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain eine Alarmübung gegeben. Den Dank für die Einsatzbereitschaft richtete Stadtbrandinspektor Frank Ide an die Wehrmänner von Klein-Eichen.

(Karl-Ernst Lind)

 
06. Januar 1997

Sternsinger sammelten Rekordergebnis

Beim Sternsingen der St. Anna-Kirche Seenbrücke wurde im Januar (1997) ein neues Rekordergebnis erzielt: Mit 2611,47 Mark wurde die bisherige Höchstsumme aus 1995 um mehr als 200 DM übertroffen. Unter Gesamtleitung von Ingrid Heines und den Gruppenleitern Gudrun Jung, Klaus Lenhart, Ernst Paha, Beate Scharmann, Lisel Schötterl und Markus Wünsch besuchten auch Jugendliche der ev. Gemeinden des Seenbachtals die Häuser in Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain, um neben der Überbringung des Segens für Kinder in der "Dritten Welt" zu sammeln. Zum Abschluß traf man sich in der St.-Anna-Kirche und nahm den Dank von Pfarrer Piotrowski und Ingrid Heines entgegen, die auch den Spendern dankte.

(Karl-Ernst Lind)

 
22. Dezember 1996

Adventssingen in Freienseen

Beim Adventssingen in Freienseen boten die Chöre aus dem Dorf im Seenbachtal zusammen mit Sängerinnen und Sängern aus Lardenbach und Klein-Eichen und dem Posaunenchor am Sonntag abend den vielen Besuchern in der Kirche einen besinnlichen Abend. Pfarrer Ulf Häbel ergänzte das Programm mit Gedichten und Lesungen zwischen den Liedern und Posaunenstücken.

Der Frauenchor Freienseen hatte nach Eingangsworten Häbels und einem ersten Stück des Posaunenchores mit einem Chor eröffnet. Der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen trug mit geistlichen Werken stimmungsvolle Lieder bei., ebenso wie der Männerchor aus Freienseen. Beeindruckender Abschluß der Gesangsdarbietungen war der Auftritt aller drei Chöre unter Leitung von Gisela Langohr.

(gaz/os)

 
20. Dezember 1996

Liste zur Kommunalwahl

An der Aufstellung der Kandidaten für die Ortsbeiratswahlen in Klein-Eichen am 2. März 1997 beteiligten sich am 20. Dezember 1996 im Versammlungsraum im "Backhaus" 22 Bürger. Zunächst gab Ortsvorsteher Manfred Daniel einen kurzen Überblick über die Arbeit der vergangenen vier Jahre. Die überparteiliche Zusammensetzung des Ortsbeirates und die von allen getragenen Entscheidungen seien von Vorteil für die Bürger des kleinen Grünberger Stadtteiles. Als Beispiel nannte er eben die Schaffung dieses Versammlungsraumes im ehemaligen Backhaus.

Die in geheimer Wahl aufgestellte Kandidatenliste wird von Ortsvorsteher Daniel angeführt. Es folgen Hermann Loob, Dieter Faust, Werner Zimmer, Eduard Schmidt, Walter Müller, Dieter Bienek, Armin Becker, Norbert Dittrich, Heinz Lindenberger, Erhard Haeske, Andreas Weil, Erwin Kühn und Werner Schildwächter. Aus diesem Vorschlag können die Bürger dann sieben Personen auswählen.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
15. Dezember 1996

Weihnachtsfeier des MGV

Einer jahrelangen Tradition entsprechend, gestaltete am Wochenende (14. und 15. Dezember 1996) der MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen wieder eine öffentliche Weihnachtsfeier für die beiden Dörfer. Damit verbunden war der erst seit wenigen Jahren durchgeführte Seniorennachmittag.

Schwerpunkt beider Veranstaltungen war der Gesang und der Auftritt der heimischen Kinder, die mit ihren Darbietungen viel Freude bereiteten. Bei der Weihnachtsfeier eröffnete der gastgebende Verein vor der Begrüßung durch den Vorsitzenden Karlheinz Erdmann mit "Heute ist ein Tag der Freude".

Mit gekonnt vorgetragenen Liedern folgte der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung von Gisela Langohr. Mit einem abwechslungsreichen Programm warteten dann 28 Kinder aus Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke und Stockhausen auf, um das Weihnachtsfest dem Publikum näher zu bringen.

Unter Einstuduerung von Doris Rühl und Sigrid Ruppel zeigten zunächst die kleinsten mit dem "Reigen der Tannenbäume" das Leben der Tannenbäume auf. Dem folgte das Spiel "Die vertauschten Wunschzettel", bei dem es neben der Gerechtigkeit auch um das Verzeihen und Vergeben ging.

Mit dem vorgetragenen Aerobic-Tanz "When it is Christmas Time" begeisterte die Mädchentanzgruppe die Besucher. Zum Abschluß des Kinderprogrammes führten zahlreiche Mädchen und Jungen das Spiel "Geisterstunde beim Puppendoktor" auf. Dann stieg die Spannung im Saal, bis endlich der Nikolaus erschien. Das offizielle Programm beendete die nochmals auftretenden Sänger des Männerchores.

Mit dem nahzu gleichen Programm sorgten alle Akteure am Sonntag für die Unterhaltung der Senioren der beiden Seenbachtalgemeinden. Als dankbare Ergänzung erwies sich jedoch der Auftritt der Senioren-Gymnastikgruppe, die unter Leitung von Fanny Voll ihr Können bewies. Mit dem Dank des MGV-Vorsitzenden an alle Mitwikenden, an Tontechniler Jürgen Maus und die Helfer und Kuchenspender wurde das Programm beendet.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
24. November 1996

Wochenendhausbrand

Ein Raub der Flammen wurde am Wochenende ein Wochenendhaus in dem Wochenendgebiet Klein-Eichen, das in der Nacht zum Sonntag in Brand geraten war. Gegen 3 Uhr hatte ein Anwohner den hellen Feuerschein oberhalb von Klein-Eichen entdeckt und die Polizei alarmiert. Als wenig später die Feuerwehren aus Klein-Eichen, Lardenbach und Grünberg anrückten, brannte das Haus bereits lichterloh. Für das Gebäude gab es keine Rettung mehr. Noch am Sonntag morgen waren Männer der Grünberger Feuerwehr im Einsatz, um einige Brandnester abzulöschen. Über die Brandursache und über die Höhe des Sachschadens konnte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen dauern noch an.

(gaz/tr)

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21. November 1996

Baugebiet Eichwiesenfeld

Gegen kritische Stimmen v. a. der SPD, die sich gegen eine Sonderbehandlung und Zersiedlung wandten und vor einem Präzedenzfall warnten, hat der Bauausschuss mehrheitlich empfohlen, dem Wunsch eines Anliegers im Neubaugebiet "Eichwiesenfeld" in Klein-Eichen zu entsprechen. Dieser will seine Parzelle nicht verkaufen, lieber möchte er sein Grundstück weiter landwirtschaftlich nutzen. Die Parzelle wird - sofern die Empfehlung vom Stadtparlament nachvollzogen wird - als Sonderfläche ausgewiesen und damit wäre hier keine Bebauung möglich. Als Ausgleich soll nun eine Fläche im Anschluß überplant werden, was natürlich die Erschließung verteuert. Die Alternative wäre die Umlegung gewesen, was etwa durch Einsprüche, zeitaufwändiger gewesen wäre.

Einige Tage später hat sich der Haupt- und Finanzausschuss dem Votum des Bauausschusses angeschlossen. Danach wird dem Wunsch eines Anliegers im Neubaugebiet "Eichwiesenfeld" entsprochen, sein Grundstück bleibt von der Baulandumlegung ausgeschlossen. Der Eigner möchte seine Parzelle nicht verkaufen. Die Parzelle soll nun als Sonderfläche ausgewiesen werden. Ortsvorsteher und CDU_Stadtverordneter Manfred Daniel hatte im HFA nochmals dafür plädiert, den Anliegern enzgegen zu kommen und ihnen die landwirtschaftliche Nutzung weiterhin zu ermöglichen. "Planerisch nicht sinnvoll", meinte für die SPD Jürgen Schmidt, der aber ebenso Verständnis für die Anlieger äußerte.

Ín der vom Bauausschuss geänderten Form hat die Magistratsvorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplan für die Fläche "Eichwiesenfeld" das Stadtparlament in der Sitzung vom 21. November 1996 dann passiert. Die Stadt kommt hier den Interessen eines Grundeigners entgegen. Dessen Areal wird nun nicht als Wohnbaufläche überplant, sondern bleibt als "Sonderfläche Landwirtschaft" ausgeklammert und geht mithin nicht in die Baulandumlegung ein. Als Ausgleich hat die Verwaltung Parzellen im Anschluß ans bisherige Plangebiet vorgesehen, weswegen teilweise längere Versorgungsleitungen erforderlich werden. Bei 25 Ja-Stimmen fand die Vorlage jedoch eine breite Mehrheit.

(gaz/tb)

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17. November 1996

Volkstrauertag

In einer Feier zum Volkstrauertag vor dem Ehrenmal auf dem Friedhof in Klein-Eichen gedachten zahlreiche Einwohner den Opfern der beiden Weltkriege. In der mit zwei Chören von dem Männergesangverein "Eintracht" umrahmten Veranstaltung stellte Pfarrer Tilman Schmidt in seiner Ansprache die Frage nach dem richtigen Trauern und nach der Bedeutung eines solchen Tages.

Ortsvorsteher Manfred Daniel sah in seiner Ansprache den Volkstrauertag als Tag des Nachdenkens und der Besinnung an. Zum Abschluß seiner Ausführungen legte er einen Kranz am Denkmal für die Opfer der Kriege nieder.

 
15. November 1996

Lieder im Herbst

Das Ziel. Kultur und den dörflichen Lebensraum zu verbinden, hat am Freitag (15. November 1996) der Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude (K.A.R.L.) mit seiner im Dorfgemeinschaftshaus durchgeführten Veranstaltung "Lieder im Herbst" mit dem Duo "Rapunzel" vollends erreicht.

Neben der nicht nur herbstlichen Volksmusik präsentierten die Klein-Eichener Kulturträger wieder alte Bräuche und altes Handwerk. Wobei das Spinnen und das Besenbinden von den Besuchern zu bewundern war. Viel Beachtung fanden auch die von dem K.A.R.L.-Vorsitzenden Werner Zimmer reproduzierten alten Fotos, die in einer eigenen Ausstellung die Erinnerung an das örtliche Leben in der "guten alten Zeit" aufleben ließen.

Schwerpunkt des Abends war jedoch der Auftritt des auch durch den Hessischen Rundfunk bekannten Duos "Rapunzel". Die aus Dorlar stammenden Schwestern Cornelia und Sabine Schütz begeisterten mit ihrem zum Teil auch von ihren Eltern übermittelten alten Volksliedern das Publikum und regten zugleich zum Mitsingen an.

Mit vielen mehr oder weniger bekannten Liedern aus mehreren Jahrhunderten und der eigenen Begleitung durch Querflöte und Gitarre wußten die seit zwei Jahren öffentlich auftretenden Sängerinnen in ihrer Originaltracht von der nördlichen Seite des mittleren Lahntales immer wieder zu überzeugen.

Eingerahmt waren die Liedvorträge zumeist noch durch vorgetragene Gedichte und Geschichten aus der heimischen Region. Besonders angenommen wurde die Mundart, die zudem noch das Publikum anregte, ebenfalls das Programm mitzugestalten. So traten Ingrid Blauert, Marianne Scharmann und Anni Rudolph mit weiteren Mundartbeiträgen auf und gaben diesem einmaligen Abend eine weitere besondere Note.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
09. November 1996

Seenbachtaltreffen

Eine Neuauflage des traditionellen Seenbachtaltreffens der Chöre aus Lardenbach, Klein-Eichen, Stockhausen, Weickartshain und Freienseen gab es am Samstag (09.November 1996) im Dorfgemeinschaftshaus. Bei den alljährlich abwechselnd in einem anderen Ort stattfindenden Chorabenden geht es stets nicht nur um die Freude am Chorgesang, vielmehr wird auch die enge Verbundenheit der Vereine gelebt.

Der gastgebende MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen (Leitung Ottmar Hasenpflug) eröffnete das Programm. Nach der Begrüßung durch den MGV-Vorsitzenden Karlheinz Erdmann zeigte sich auch Bürgermeister Damaschke über das Zusammenfinden der Vereine erfreut. Mit dem Treffen über Gemeindegrenzen hinaus werde die Verbundenheit mit dem Seenbachtal nach außen getragen.

Das musikalische Programm wurde sodann mit dem Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung von Gisela Langohr fortgesetzt. Wobei Minette Kraft mit ihrem Solo überzeugte. Unter gleicher Leitung fand sich der Männerchor des GV "Liederkranz" Freienseen auf der Bühne ein. Viel Beifall erhielten auch die Aktiven des MGV Weickartshain (Leitung Helmut Buß). Eine tänzerische Einlage präsentierten die Gymnastikgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen, die unter Leitung von Sigrid Ruppel einen Volkstanz auf das Parkett legten.

Unter ihrem neuen Dirigenten Alexandra Dick bewies der gemischte Chor des "Liederkranz" Stockhausen sein Können. Dem folgte der Frauenchor "Liederkranz" Freienseen, der mit Klavierbegleitung von Andrea Ziegler auftrat. Für eine lustige Abwechslung mit einem Sketch sorgten Gerda Weeke und Barbara Erdmann. Der musikalische Abschluß der gelungenen Veranstaltung war den Sängern aus Lardenbach und Klein-Eichen vorbehalten. Der Vorsitzende Erdmann dankte dem Programmansager Reiner Roth und dem Tontechniker Jürgen Maus sowie allen Helfern, bevor der offizielle Teil zu Ende ging.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
25. Oktober 1996

Zusammenarbeit der Wehren klappt

Eine gemeinsame Alarmübung führten am Freitag (25. Oktober 1996) die Freiwilligen Feuerwehren Lardenbach, Klein-Eichen, Stockhausen und Weickartshain durch. Annahme der alljährlich von den vier Wehren abwechselnd angesetzten Übung war diesmal ein Brand des Kindergartens in Lardenbach, bei dem mehrere Personen im Gebäude eingeschlossen waren.

Die Alarmierung der Lardenbacher und Klein-Eichener FFW erfolgte über die Sirene. Nach Erkundung der Lage wurden dann die "Brandbekämpfer" aus Weickartshain und Stockhausen durch die Leitfunkstelle zur Verstärkung angefordert. Die Lardenbacher bemühten sich sodann unter Vornahme eines C-Rohres und unter unabhängigen Atemschutz vorrangig um die Personenrettung. Hierbei erhielten sie später weitere Unterstützung durch einen Atemschutzträger der FFW Weickartshain, die zudem einen Angriff auf das brennende Gebäude vornahm.

Hierfür hatte die Wehr aus Klein-Eichen eine Wasserversorgung über den Zisternenanschluß in den Straße "Am Larbach" über die Seentalstraße bis kurz vor das Brandobjekt verlegt, die dann für den Löschangriff von den Weickartshainern genutzt wurde. Eine Brandbekämpfung mit mehreren C-Rohren nahm auch die Feuerwehr Stockhausen vor. Sie sorgte zuvor selbst für das von ihr benötigte Löschwasser, indem sie eine B-Leitung am Überflurhydranten beim Gerätehaus anschloß und bis zum brennenden Kindergarten verlegte.

Bei einer abschließenden Besprechung im Schulungsraum des Gerätehauses bedankte sich der Lardenbacher Wehrführer Karl-Ernst Lind für die Einsatzbereitschaft und das harmonische Zusammenwirken aller beteiligten Wehren.

(Karl-Ernst Lind)

 
15. Oktober 1996

Wochenendgebiet

Bürgermeister Damaschke eröffnete am 15. Oktober vom Rathausfenster den diesjährigen Gallusmarkt. Dazu hielt er auch den "Bericht zur Lage der Stadt". In dem stellte der Bürgermeister wieder seine Leistungen ins rechte Licht. Selbst eine Mauerwerkabdichtung am Kindergarten in Lardenbach fand eine Erwähnung. Und gerne wird auch die Bautätigkeit hervorgehoben. So konnte man erfahren, dass die Erschließung im Wochenendgebiet Klein-Eichen mit 600 000 DM abgeschlossen werden konnte. Von den 37 Grundstücken wurden inzwischen 29 veräußert. Einher geht damit auch die "Legalisierung" des Wochenendgebietes zu einem Wohngebiet für die Dauernutzung.

 
12. Oktober 1996

30 Jahre SSV

Ein ausverkauftes Bürgerhaus und hervorragende Leistungen der auftretenden Gruppen waren das äußere Erscheinungsbild der Gymnastik-Show, die der SSV Lardenbach/Klein-Eichen am Samstag (12.Oktober 1996) bot. Anlass war das 30jährige Bestehen des Spiel- und Sportvereins. Das nicht gerade runde Jubiläum sollte in erster Linie der Gymnastikabteilung mit ihren verschiedenen Sparten eine Darstellungsmöglichkeit geben. So war neben dem Vereinsvorstand besonders diese Abteilung für die Show verantwortlich.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Thomas Mölcher hob Bürgermeister Damaschke die Verdienste dieser Abteilung hervor; die sich neben der jungen Generation insbesondere um die älteren Mitglieder kümmere. Grußworte übermittelten weiterhin die Vorsitzenden des MGV und der örtlichen Feuerwehr.

Eingangs des Programms, durch das Alleinunterhalter Martin Eckhardt führte, präsentierten sich die drei gastgebenden Gruppen. Wobei gleich drei Generationen der beiden Dörfer auf der Bühne standen. Den Anfang machte mit einem "rythmischen Bewegungsspiel" zunächst die Seniorengruppe (Leitung Fanny Voll). Es folgte die Kindergruppe I des SV Altenhain mit einem "Westerntanz". Etwas fetziger zeigte sich danach die Kindergruppe II desselben Vereins, die ebenso unter der Leitung von Bärbel Frank und Birgit Gleske einen Discotanz zum besten gab.

Viel Beifall gab es für die Akteurinnen des SV Sellnrod (Leitung Bärbel Dörr), die mit drei Tänzen unter dem Motto "Soundmix" aufwarteten. Südländisch dann die Power-Girls aus Saasen (Leitung Ulrike Schwartz und Susanne Moldan), die nach "La Cucaracha" tanzten. Unter der Leitung von Doris Rühl präsentierte sich der Nachwuchs des JUbiläumsvereins. Als "Erste Allgemeine Lardenbacher Verunsicheung" boten die zwölf Mädchen einen Tanz nach "Coco Jambo".

Heimatliche Klänge mit einem Müllertanz erlebten die Besucher beim Auftritt der Tanzgruppe aus Altenhain (Leitung Sabine Meißner). Die Mädchen der Grünberger Karnevalistischen Vereinigung sorgten mit ihrem neuen Gardetanz für einen Höhepunkt. Unter der Leitung von Andrea Ernst gab die Gruppe des SV Harbach mit dem Tanz "They don't care about us" ihre Aufwartung.

Volkstümlich erlebten die begeisterten Gäste dann die Gymnastikgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen mit dem Tanz "Watzenborner" (Einstudierung Sigrid Ruppel). Begeisterung fanden auch die "Ettingshäusener Kümmelbeul". Erinnerungen an Frankreich wurden von den "Filous" aus Wetterfeld mit einem Cancan geweckt. Es folgte die Gymnastikgruppe II des TSV Groß-Eichen, die für einen Showtanz ebenso viel Beifall erhielten wie die Gymnastikgruppe aus Weickartshain für ihren licht-effektvollen Showtanz.

Begeisterung lösten die Gymnastikgruppen Wettsaasen, Dannenrod und Merlau aus. Den Abschluß machten die Aerobicgruppe Sellnrod sowie die "Bruchpetze Queckborn". Beim Finale wurden die Verdienste der Hauptorganisatorinnen Sigrid Ruppel und Gerda Weeke sowie des Tontechnikers Jürgen Maus gewürdigt.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
09. Oktober 1996

Ehemalige Bürgermeister aus dem Landkreis

Ehemalige und einige amtierende Bürgermeister des Landkreises kamen am 9. Oktober 1996 in Reiskirchen zusammen. Unter Leitung von Altbürgermeister Helmut Hofmann besuchen sie alljährlich eine der 17 Kreisgemeinden. 13 wurden bereits bei diesen Oktober-Treffen besichtigt, 1997 geht's nach Lollar.

Beim Besuch am Mittwoch in Reiskirchen begrüßte Bürgermeister Klaus Döring 43 ehemalige und derzeitige Verwaltungschefs, darunter als ältesten den 90jährigen Fritz Etzelmüller. Man besichtigte den Pfarrhof, stellte sich vor der Sporthalle zum Foto auf und fand sich nach einem Besuch bei der Firma Weiss zum geselligen Beisammensein in der "Bergschänke" ein.

(gl/gaz)

Fotos

 
23. September 1996

Bauland im Kreis Gießen

Im Hessischen Staatsanzeiger vom 23. September 1996 wurden die Grundstückswerte veröffentlicht. Dabei reichte die Spanne der vom Regierungspräsidium ermittelten Grundstückswerte in den Städten und Gemeinden des Landkreises Gießen von 60 Mark pro Quadratmeter baureifes Land in mäßiger Lage von Climbach oder etwa Klein-Eichen bis hin zu 440 Mark in guter Situation in Lich.

Baureifes Land in guten Lagen kostete allerdings nicht überall pro Quadratmeter mehr als 400 DM. Im Kreis Gießen traf dies, außer Lich, nur auf Großen-Linden, Leihgestern, Watzenborn-Steinberg, Wettenberg, Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar zu. Zur "guten Lage" oberhalb von 200 DM zählen u. a. Grünberg (Stadt) und Laubach (Stadt).

Den Meter Bauland in guter Lage gab es unter 100 Mark hier nur - für 90 - in den Gemeinden Stockhausen, Klein-Eichen, Lardenbach, Climbach und Altenhain. In den letztgenannten Ortschaften fand sich zudem das am niedrigsten bewertete Bauland. In "mäßiger Lage" wurden dort pro Quadratmeter 60 Mark angesetzt. Bauland im Mischgebiet bei mäßiger Lage war schon zum Preis von 40 Mark zu bekommen.

(no/gaz)

 
22. September 1996

CDU hält Bürgerfragestunde im "Backhaus"

In der Reihe "Bürger fragen, Politiker antworten" veranstaltete der CDU-Stadtverband Grünberg am Sonntag, 22. September 1996, im ehemaligen Backhaus in Klein-Eichen einen politischen Frühschoppen. Ortsvorsteher Manfred Daniel leitete das Treffen. Erstmal wurde die Renovierung und Umbau des kleinen Versammlungsraumes ausdrücklich gelobt. Kritisiert dagegen wurde das Fehlen eines Hinweisschildes nach Klein-Eichen an der Kreuzung in Seenbrücke.

An der Straßenkreuzung mitten im Dorf sei ein Verkehrsspiegel erforderlich, um gerade landwirtschaftlichen Fahrzeugen ein gefahrloses Einbiegen auf die Hauptstraße zu ermöglichen. In beiden Punkten konnte man sich nur bedingt den Gegenargumenten Bürgermeister Damaschkes anschließen. MdL Volker Bouffier, der als Gast der Veranstaltung beiwohnte, wird sich gelegentlich wegen dieser Punkte mit dem Straßenbauamt in Verbindung setzen. Zum Bauplatzmangel erläuterte Damaschke, dass es noch Verhandlungen zwecks Ankaufs bedürfe.

Diskutiert wurden hiernach Themen wie Sparpaket, Steuerreform, Subventionen und Leistungsmißbrauch im sozialen Bereich. Bouffier befürwortete eine Vereinfachung der Steuergesetzgebung sowie der Verwaltungsvorschriften. Nach Bouffier beabsichtige die CDU u. a. auch eine Verwaltungsreform mit dem Ziel, dass Gemeinden und Kreise größere Entscheidungsspielräume im Umgang mit der Sozialhilfe erhalten sollten.

(pm/gaz)

 
09. September 1996

Grenzgrabenfest

Mit einem stimmungsvollen Abend und einem zünftigen Frühschoppen, bei dem wieder die Tanzkapelle "Amigos" für Unterhaltung sorgten, begingen die Klein-Eichener "Grenzgrabenspritzer" das "Grenzgrabenfest". Die Veranstaltung am 08. und 09. September im Zelt bei Loobs auf dem Hof, direkt am Grenzgraben, verzeichnete wiederum einen guten Zuspruch. Neben dem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken erfreute am Sonntag Uli Wyche die Kinder am Schminktisch.

(Karl-Ernst Lind)

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19. August 1996

Ferienspiele mit Wolle

"Rund um das Schaf" ging es dieser Tage (19. August 1996) beim gleichnamigen Projekt der Ferienspiele im Dorfgemeinschaftshaus. 16 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren bestaunten zunächst die Schafe der Familie Voll aus Klein-Eichen auf ihrer Koppel, ehe man sich auch das Wintergemach der Schafe, den großen Stall, ansah. Als nächstes hatte jedes Kind einmal die Gelegenheit, frische Kuh- oder Schafsmilch zu kosten und miteinander zu vergleichen. Sowohl Kuh- als auch Schafsmilch schmeckte den Kindern gut, wenngleich erstere einen etwas fettigeren Eindruck hinterließ, so die Stimme einer "Probekosterin".

Nachdem man dann um die Mittagszeit ein gemeinsames Picknick veranstaltet hatte erhielt jedes Kind echte Schafwolle zum Bearbeiten: Zunächst wurde die Wolle gewaschen, ehe sie mit Hilfe von Silke Arbeiter-Löffert gesponnen wurde. Die gesponnene Wolle wurde dann mit Naturfarben gefärbt und verwoben. Die Webrahmen dazu wurden ebenfalls von den Kindern selber hergestellt. Den Stoff durften die Mädchen und Jungen dann mit nach Hause nehmen. Die Betreuerinnen Wiebke Kranz, Gabi Stephan und Lena Lauster hatten die Aufsicht über die Ferienspielkinder.

(gaz/car)

 
07. August 1996

Grünberger Zahlen

Die vor einigen Jahren vorgenommene Neukonzeption der Datenverarbeitung bei der Stadt Grünberg erlaubte es, eine umfangreiche Datensammlung zu speichern, fortzuschreiben und graphisch auszuwerten. Erstmals zusammengefasst wurde diese Sammlung 1993. Eingang darin fanden 1996 eine Reihe neuer Angaben über Ein- und Auspendler, Bodenrichtwerte oder etwa die Altstadtsanierung. Die Zahlen wurden in einem "Statistischen Jahrbuch" zusammengefasst und nun vorgestellt.

Zum Beispiel registrierte man in der Großgemeinde 2901 Arbeitsplätze (1994); die wurden von 1398 Auswertigen besetzt. Das ergab dann in der Bilanz einen Überhang von 1581 Auspendlern. Oder zur Bautätigkeit wird festgestellt, dass 1994 genau 33 Ein-, 14 Zwei- und 36 Mehrfamilienhäuser und 103 Wohnungen fertiggestellt wurden.

Dazu wurde angemerkt, dass man in der Kernstadt und auch in den Stadtteilen weitere Baugebiete neu ausweisen bzw. bestehende erweitern werde. Der Bodenrichtwert (reine Wohnbauflächen) lag übrigens in der Kernstadt bei maximal 250 DM/qm. Der niedrigste Wert wird für Lardenbach/Klein-Eichen mit 90 DM angegeben.

Die Einwohnerzahl der Grünberger stagniert: 1995 war gar ein leichter Rückgang um 52 auf 13 784 Bürger mit 1. Wohnsitz festzustellen. Die Zweitwohnsitze hinzugezählt, waren es am 31. 12. 1995 jedoch 14 248 Einwohner. Die meisten wohnten in der Kernstadt, die wenigsten in Klein-Eichen. Und der Trend zeigt, dass die Gruppe der Alten immer größer wird.

(gaz/tb)

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16. Juli 1996

Lehrer Steinmüller verabschiedet

Abschied von der Theo-Koch-Schule Grünberg: Robert Maushagen, der am 16. Juli 1996 sein 25jähriges Dienstjubiläum als Direktor dieser Schule feierte, verabschiedete an diesem Tag Lehrer Friedrich Wilhelm Steinmüller nach fast 40jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. Die Kollegen der TKS versüßten ihm den Abschied mit Gesang. Erleichtert stellte Steinmüller denn auch fest, dass er sich um die musikalische Erziehung keine Gedanken zu machen brauche. In einer kleinen Feier würdigte Maushagen Steinmüllers Engagement, dem es als Lehrer aus Leidenschaft nicht leicht gefallen sei, sich pensionieren zu lassen.

Nach der Schulzeit in Beuern begann Steinmüller eine Weißbinderlehre im elterlichen Betrieb. Bald aber erkannte er, dass er dem eingeschlagenen Berufsweg auf Dauer kein Interesse entgegenbringen werden könne. Er machte das Abitur. Schon hier habe sein besonderes der Musik und speziell dem Orgel- und Violinunterreicht gegolten, wußte Maushagen zu berichten. Im Pädagogischen Institut in Weilburg baute er dann sein Interesse zum beruflichen Schwerpunkt aus, indem er Musik als erstes Wahlfach belegte.

Station vor der TKS, an die er Ende 1967 kam, war u. a. die Leitung der Volksschule Lardenbach. Steinmüller habe stets davor gewarnt, Schule als Fortführung des Kindergartens zu sehen, sondern vielmehr als Hinführung zum Beruf und zur Arbeitswelt. Besonders erfreut habe ihn immer wieder die Zielstrebigkeit und die Bemühungen Steinmüllers um inhaltliche und formale Genauigkeit - im Fach Mathematik als auch in Musik. Sein Religionsunterricht sei vom Bestreben um den Erhalt christlicher Werte geprägt gewesen, zudem habe er auch als Kirchenvorstandsmitglied darauf geachtet, dass dieses Fach in der Schule nicht zu kurz kommt.

Durch Steinmüllers Teilnahme am kulturellen Leben und sein Bemühen, mit den Eltern seiner Schüler einen regen Gedankenaustausch zu unterhalten, genieße er nicht nur ein großes Ansehen bei der Schulgemeinde, sondern darüber hinaus von Lardenbach bis Beuern. Maushagen abschließend: " Bleiben Sie dieser Schule und mir auch weiterhin verbunden und üben sie Kritik, wann immer es Ihnen notwendig erscheint." Im Namen des Personals dankte Klaus Lenhart besonders für die Kollegialität.

(gaz/hz)

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14. Juli 1996

EVG Wanderung des SSV

Der SSV Lardenbach/Klein-Eichen e. V. veranstaltete am Wochenende (14. Juli 1996) seine nunmehr 15. EVG-Wanderung. An der auf dem Sportgelände in Lardenbach gestarteten Veranstaltung nahmen insgesamt 688 Wanderfreunde aus 41 hessischen Vereinen der Europäischen Volkssport-Gemeinschaft Deutschland teil. Bereits vor dem Beitritt zur EVG 1981 führte die auch als "Lardenbacher Speckmäuse" bekannte Wanderabteilung schon Volkswanderungen nach den Bestimmungen des Deutschen Sportbundes durch.

Bei der Wanderung mit drei Strecken über 7, 12 und 20 Kilometer gingen am Samstag 202 Teilnehmer durchs Ziel. Für die acht siegreichen und alle der EVG angehörenden Vereine stellte der Veranstalter wertvolle Pokale zur Verfügung. Bei der Siegerehrung durch den Wanderwart Manfred Lind und den 2. Vorsitzenden Thorsten Schätzle nahm den Siegerpokal der JSV Lehnheim mit 67 Teilnehmern entgegen. Auf den Plätzen landeten die Berg- und Wanderfreunde Lindenstruth und die Volkssportfreunde Gießen. Weitere Pokale gingen nochmals nach Lehnheim, Ulfa, Lich und Ober-Seibertenrod.

(Karl-Ernst Lind)

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06. Juli 1996

K.A.R.L.-Fest im DGH

"Zurück zum Steinbruch" war eigentlich das Motto für das K.A.R.L.-Fest am 6. Juli 1996. Doch das Wetter machte einen Strich durch dieses Vorhaben. Mit der Rückkehr des "Klein-Eichener Arbeitskreises zur Rettung der Lebensfreude" in den Klein-Eichener Steinbruch wurde es nichts. So wurde das Sommerfest ins Dorfgemeinschaftshaus verlegt. Das dieser Umzug dem mehr auf ein Open Air - Fest abgestimmte Programm keinen Abtrag tat, durften die Besucher am Samstagabend erleben.

So etwa bei der Premiere der Licher Formation "B 8 Lich". Mit Musical-Melodien, Chansons und Soulstücken erfreuten die acht erstmals in dieser Besetzung auftretenden Sängerinnen und Sänger das Publikum.

Für viel Stimmung sorgte "Chefkoch" Schorsch Gustl Appenzeller mit seinen zwei Leidenschaften Jonglieren und Kochen. Er beherrschte mit einer Selbstverständlichkeit das Jonglieren von Bällen, Messern und brennenden Fackeln wie auch das Balancieren dieser Gegenstände auf der Nasenspitze. Hierbei schloß er auch immer wieder die Besucher ein, die ihm bei seinen Kunststücken unterstützten.

Einen zusätzlichen Auftritt gab es durch eine Trommlergruppe, die mit afrikanischen Klängen für Begeisterung sorgte. Die zumeist aus Oberhessen kommenden und von dem in Groß-Eichen lebenden Norbert Preissler geleiteten Musiker konnten durch die Unterstützung des aus Guinea kommenden Billy Nankouoa Konate mit einem Star ihrer Musik aufwarten.

Den Höhepunkt des Abends lieferten "Medrow". Mit ihrer selbstgeschriebenen Songs zeigten die Gruppe mit Martin Buß (Schlagzeug), Heiko Schneider (Baß), Markus Pleimfeldner (Gitarre), Sonja Spasojevic (Geige) und Daniel Proske (Querflöte und Gesang) vielfältiges Können, von leisem Folk bis fetzigem Rock.

K.A.R.L. aus Klein-Eichen und Umgebung hatte sich wieder allerlei einfallen lassen, um Landleben, Kultur und Generationen unter einen Hut zu bringen.

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30. Juni 1996

Ortsdienerin legt Amt nieder

In einer kleinen Feierstunde wurde am Sonntag (30. Juni 1996) im Sitzungsraum des Ortsbeirates Klein-Eichen, im früheren Backhaus, die langjährige Ortsdienerin Berta Funk verabschiedet. In Anesenheit von Ortsvorsteher Manfred Daniel und weiterer Mitglieder des Ortsbeirates, des ehemaligen Bürgermeisters und zudem als Ortsvorsteher tätigen Erich Funk sowie weiterer Besucher würdigte Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke die Verdienste Berta Funks, die am 1. September 1960 das Amt der Ortsdienerin angetreten hatte.

Damaschke führte weiter aus, dass Frau Funk schon vor ihrer offiziellen Amtsübernahme in Vertretung ihres Ehemannes die Aufgaben eines Ortsdieners wahrgenommen habe. In den 36 Jahren habe sie bei ihrer Arbeit am ehesten den Wandel im Dorf miterlebt. Ihre auch heute noch genutzte Ortsschelle gelte somit als ein Symbol für den Wandel.

Das Stadtoberhaupt sprach in diesem Zusammenhang auch die Hoffnung aus, dass die Nachfolgerin Roselinde Haeske, trotz der heute zumeist praktizierten städtischen Briefverteilung die alte Tradition des "Ausschellens" beibehalten werde. Im Namen der städtischen Gremien überreichte er schließlich ein Geschenk.

Ortsvorsteher Manfred Daniel übergab im Namen des Ortsbeirates und zum Dank für die jahrelange gewissenhafte Erledigung ihrer Aufgaben ein Foto der wahrscheinlich ältesten Ansicht Klein-Eichens. Zudem erhielt Berta Funk eine Aufnahme, die sie bei der Ausführung ihres Amtes zeigt. Der Ortsvorsteher würdigte ebenso, dass sie ihre Amtsgeschäfte stets mit Freude und immer gewissenhaft ausgeführt habe.

In ihren Dankesworten äußerte die allseits geschätzte Ortsdienerin, dass die Erfüllung dieses Amtes für sie eine Ehre gewesen sei. Die Niederlegung des Amtes falle ihr nach 36 Jahren doch schwer. Wie sie weiter erzählte, hatte sie bis zur Eingemeindung des Dorfes Anfang der 70er Jahre "mehr zu schellen". Etwa zweimal die Woche zog sie durchs Dorf, gab Mitteilungen des Landratamtes oder des Bürgermeisters weiter, kündigte den Besuch des Stoffrestesammlers oder Bettfederreinigers an.

Auch bei der alljährlichen Viehzählung am 3. Dezember war sie damals, als noch fast jedes Haus seine Landwirtschaft hatte, sehr gefordert, mußte jedes Schwein und jede Kuh aufnotieren. Zuletzt, so Berta Funk, mußte sie nurmehr einmal im Monat zur Ortsschelle greifen. Den Großteil ihres Dienstes machte nun das Verteilen der städtischen Briefe aus.

Am Freitag nun schellte Berta Funk ihren eigenen Abschied aus. Dazu hatte sie "was Richtiges aufgesetzt": "Liebe Klein-Eichener Bürger, ich habe heute die besondere Aufgabe, Sie zu informieren, dass ich zum letzten Mal mit der Glocke durchs Dorf gehe, denn ich habe gekündigt. Es war mir immer eine Ehre, diese Arbeit zu tun." Schließlich sagte sie auch ihre Nachfolgerin an, wünschte ihr gutes Gelingen sowie allen Klein-Eichenern viel Erfolg.

(gaz/Karl-Ernst Lind/tb)

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22. Juni 1996

Sommerfest

Am Samstag (22. Juni 1996) fand in der Schutzhütte auf dem Sportgelände das traditionelle Sommerfest des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen statt. Erstmals wurde das Fest mit dem MGV Lardenbach/Klein-Eichen durchgeführt.

Bei der - bedingt auch durch das kühle Wetter - durchschnittlich besuchten Veranstaltung stand neben dem Gesang das Sonnenwendfeuer im Mittelpunkt. Trotz der kühlen Temperaturen erlebten die Besucher einen stimmungsvollen Abend, bei dem auch bestens fürs leibliche Wohl gesorgt war.

(Karl-Ernst Lind)

 
02. Juni 1996

Ortssporttag

Zum Ortssporttag (2. Juni 1996) beteiligten sich am Fußballturnier der Dorfstraßen nur drei Mannschaften. Der Spiel- und Sportverein, als ausrichtender Verein, hatte das Problem des regnerischen Wetters gegen sich. Die Straßen-Fußballspieler traten in Spielen gegeneinander an, die von Schiedsrichter Arno Böcher geleitet wurden. Als Sieger des Turniers "triumphierte" schließlich das Team der Straßen "Am Helgenstock" und "Hölzchesweg".

Der Tradition entsprechend, fand nachmittags wieder das Kinderfest statt. Die Kleinen hatten bei den allerlei angebotenen Spielen viel Spaß. Von den Verantwortlichen waren Sackhüpfen, Ringewerfen, Dosenwerfen und Eierlaufen angeboten worden. Zum Schluß erhielten die Nachwuchssportler zur aller Freude zahlreiche Preise.

(Karl-Ernst Lind)

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27. Mai 1996

Konfirmations-Jubiläum

Mit einem von Pfarrer Tilmann Schmidt gehaltenen Abendmahl-Gottesdienst begingen am Pfingstmontag 13 Konfirmanden der Jahre 1936 und 1946 ihre Diamantene bzw. Goldene Konfirmation.

Die in Lardenbach konfirmierten sowie die später nach Lardenbach und Klein-Eichen zugezogenen Jubilare gedachten an diesem Tag auf den Friedhöfen von Lardenbach und Klein-Eichen auch ihrer verstorbenen Mitkonfirmanden.

Bei einem Mittagessen und dem anschließenden Kaffeetrinken im evangelischen Gemeindehaus wurden von den Anwesenden zahlreiche Erinnerungen an die Jugendzeit ausgetauscht.

Diamantene Konfirmation feierten: Gertrud Böcher geb. Reimer, Elfriede Nickel geb. Dietrich, Dr. Rosemarie Ruppel geb. Spieker, Hedwig Kreiling geb. Keil, Tilli Lind geb. Hott, Marie Görnert geb. Müller und Anna Berg geb. Kratz.

Goldene Konfirmation feierten Karl Schneider, Hilde Frankgeb. Keller, Heinrich Frank, Elfriede Reeh, Erwin Volp und Werner Siedler.

(gaz/ld)

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16. Mai 1996

Vatertag im Steinbruch

Ein weiteres Mal veranstalten die "Grenzgrabenspritzer" im Klein-Eichener Steinbruch die Feier zum Feiertag. Alt und Jung, nicht nur aus Klein-Eichen und Lardenbach, verbringen einen schönen Tag in geselliger Runde. Auch Stockhäuser zählten zu den Besuchern. Das Wetter war noch etwas frisch mitte Mai (16.05.1996).

Zum Vatertag gehören für viele Männer feuchtfröhliche Bräuche, oft mit Bierkasten und Leiterwagen im Grünen. Schon seit einiger Zeit bieten an Christi Himmelfahrt die Klein-Eichener eine Anlaufstelle für solche im Umlauf befindliche Grüppchen. Die Mitglieder des Stammtisches der Feuerwehr versorgten alle mit reichlich Speis und Trank. Bis zum Abend wurde die Bewirtung aufrecht erhalten.

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09. Mai 1996

Jagdgenossen und die Viehwaage

Die Lardenbacher Jagdgenossen hielten am vergangenen Wochenende (9. Mai 1996) ihre Genaralversammlung ab. Dabei stellte Jagdvorsteher Heinrich Frank der Versammlung das von der Stadt Grünberg neu erstellte Jagdkataster vor. Jagdpächter Helmut Felsing berichtete vom konstanten Rehwildbestand, dessen Abschuss 1995 nach Plan erfüllt wurde.

Nach lebhafter Diskussion einigten sich die Jagdgenossen darauf, die Viehwaage vorbehaltlich einer Zustimmung der Jagdgenossen Stockhausen/Klein-Eichen gemeinschaftlich zu übernehmen da die Nutzung nun auch durch die Landwirte des Nachbarortes erfolge. Durch den Umbau des Backhauses war die Klein-Eichener Viehwaage abgebaut worden.

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01. Mai 1996

Jugendliche renovierten Domizil im Bürgerhaus

Pünktlich zum 1. Mai konnten die Renovierungsarbeiten des Jugendraumes im Bürgerhaus fertiggestellt werden. Am Donnerstag abend stellten die Jugendlichen aus Klein-Eichen und Lardenbach zusammen mit Jugendpflegerin Silke Arbeiter-Löffert Bürgermeister Siegbert Damaschke die in Eigenleistung vollbrachte Arbeit vor.

Das Stadtoberhaupt zeigte sich von der extravaganten Ausgestaltung des Raumes begeistert. Das Motiv der Raumwände - Sonne, Mond und Sterne - habe zwar anfangs große Diskussionen ausgelöst, doch konnte man sich letztlich durch geheime Abstimmung über die Ausgestaltung einigen, erklärte einer der Jugendlichen.

Damaschke nannte es als eine gute Lösung, dass die Jugendlichen die Renovierung selbst in die Hände genommen haben, denn nur so könne man größeren Anteil am Besitz gewinnen; zudem werde das Zusammenwachsen der Gruppe gefördert. Dass die Stadt ein Drittel der Gesamtkosten übernommen hat, verstehe sich da von selbst. Ein weiteres Drittel erhoffen sich die 14- bis 21jährigen nun vom Kreis.

(gaz/gni)

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27. April 1996

Fahrt mit dem Heißluftballon

Am Samstag unternahm man eine Fahrt mit dem Heißluftballon. Aufbau und Start war auf der Lang-Wiese an der Junker-Hans-Hecke. Pilot Dieter Lenz steuerte das Luftfahrzeug. Mittels des Auftriebs heißer Luft im Inneren des Ballons und des Windes ging die Fahrt gleich über die Dörfer Klein-Eichen und Lardenbach. Der Ballon machte seine Fahrt mit drei Passagieren und dem Pilot im Korb. In absoluter Ruhe ging es gemächlich in Richtung Süd-West. Der Landeplatz ergab sich dann kurz vor Münzenberg in der Wetterau.

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20. April 1996

Theater nach 35 Jahren

Eine besondere Attraktion bot sich am Samstag (20. April 1996) den Besuchern des Vereinsabends: Erstmals seit 35 Jahren fand in Lardenbach wieder eine Theateraufführung statt. Veranstalter des Abends war der MGV Lardenbach/Klein-Eichen. Vorsitzender Karlheinz Erdmann begrüßte die Gäste im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus.

Den Auftakt bildete ein gelungener Vortrag des MGV (Leitung Ottmar Hasenpflug). Eine Augenweide war der Show-Tanz der Damen des SSV (Einstudierung Sigrid Ruppel).

Dann die Premiere der Theatergruppe Lardenbach/Klein-Eichen mit ihrem Stück "Wilhelm, wou worschte geweese?". Das Besondere an diesem Schwank war, dass Herbert Lach das Stück ins Oberhessische "übersetzt" hatte. Gemeinsam war das Stück von der Gruppe erarbeitet worden. Marie Luise Kratz hatte die Aufgaben der Souffleuse und die Regie übernommen.

Die Komödie spielt im dörflichen Umfeld: Bauer Wilhelm Printel (Reiner Roth) erwacht nach durchzechter Nacht. Im Nebenzimmer findet er die aufreizende Tänzerin Fanny (Sigrid Ruppel). Unverhofft kommt Gattin Klothilde (Margit Müller) früher nach Hause. Da auch der Sohn Otto (Heinz Schwanke) mit seiner Verlobten Lorchen (Annita Schmidt) einen Besuch angekündigt hat, gibt Bauer Wilhelm Fanny als die zukünftige Schwiegertochter aus.

Knecht Karl (Eduard Schmidt) und Magd Liese (toll gespielt von Doris Rühl) wittern den Komplott. Als Sohn Otto und kurz darauf Verlobte Lorchen eintreffen, spitzt sich die Situation zu. Für Aufklärung nach allgemeiner Verwirrung sorgte zum guten Schluß Vertreter Hans Hubert Maier, der sich als Verlobter von Fanny entpuppt.

Zum Abschluß des gelungenen Programms sang nochmals der MGV. Mit Tanz und gemütlichem Beisammensein klang der Abend aus.

(ret/gaz)

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05. April 1996

MGV im Altenheim

Mit einer spannungsvollen Vorfreude warteten die Bewohner des Seniorenheimes "Am Grünen Berg" am Morgen des Karfreitags auf die Sänger des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen. Die nahezu 30 Sangesfreunde aus den beiden Grünberger Stadtteilen treten nunmehr im dritten Jahr an diesem Feiertag in dem Grünberger Altenheim auf.

Unter der Leitung des Chorleiters Ottmar Hasenpflug wurden diesmal die mit viel Beifall bedachten 7 Chöre zum Besten gegeben. Im Namen der Bewohner und der Verantwortlichen des Grünberger Seniorenheimes dankte Karl-Otto Bingmann dem Chor für seinen abwechslungsreichen Auftritt. Neben der musikalischen Darbietung wünschte zudem der Erste Vorsitzende des Gesangvereins, Karlheinz Erdmann, allen Bewohnern des Seniorenheimes ein frohes und besinnliches Osterfest.

(Karl-Ernst Lind)

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30. März 1996

JHV des Obstbau- und Keltervereins

An der vom ersten Vorsitzenden Hans Mölcher geleiteten Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Lardenbach/Klein-Eichen nahmen 31 der im Ganzen 60 Mitglieder teil. In seinem Tätigkeitsbericht stand die Anschaffung einer Motorsense und die Pflege der dem Verein übertragenen Baumstücke im Vordergrund.

Ein Höhepunkt sei wieder das Sommerfest gewesen. Für die Durchführung dankte Mölcher besonders den Familien Eduard Schmidt, Karlheinz Erdmann, Arno Böcher und Klaus Weeke. Dankesworte gingen auch an Werner Frank für einen Arbeitseinsatz und Karl-Heinz Brenden für das Abwickeln des Kelterns.

Nach der Bekanntgabe der Kassenlage durch Rechner Roland Voll wurde auf Antrag der Kassenprüfer, Bernd Kratz und Eduard Schmidt, dem Vorstand Entlastung erteilt. Zudem wählten die Mitglieder Lothar Pleik und Edwin Scharmann zu den neuen Buchprüfern.

Thorsten Herdejost gab einen Bericht über die Kelterei. Aufgrund der letztjährigen geringer ausgefallenen Obsternte wurde die Anlage nicht so stark beansprucht. Das bedeutet nichtmitglieder hatten 138 Einsätze und die Mitglieder 27 Keltervorgänge.

Im Zusammenhang mit dem Bericht über den 60 Stück umfassenden vereinsbetreuten Baumbestand forderte Mölcher die Mitglieder zur weiteren Pflege der Bäume auf. Das Sommerfest wird am 22. Juni erstmals zusammen mit dem Männergesangverein veranstaltet.

(Karl-Ernst Lind)

 
17. März 1996

Spielerehrung

Beim SSV Lardenbach/Klein-Eichen gab es vor dem Punktspiel der SG Lardenbach/Weickartshain gegen die SG Gonterskirchen/Freienseen am Sonntag eine Spielerehrung. Ausgezeichnet wurden Marcus Weeke für 250 Spiele, Frank Hollederer für 400 Spiele und Thomas Mölcher für ebenfalls 250 Spiele. Die Ehrung nahmen die Spartenleiter Rainhard Mölcher und Joachim Rühl sowie die aus ihrem Amt geschiedene 1. SSV-Vorsitzende Barbara Erdmann vor.

(Karl-Ernst Lind)

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16. März 1996

SSV Jahreshauptversammlung

In Anwesenheit des Ehrenmitgliedes Reinhard Mölcher sen. und Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann zog am vergangenen Samstag (16. März 1996) der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung der Vorsitzenden Barbara Erdmann Bilanz des vergangenen Jahres. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Markus Werner und Karl Stojanek ging die Vorsitzende auf die zahlreichen Aktivitäten des 259 Mitglieder zählenden Vereins ein. Hierbei standen der Ortsvereinsabend, der Ortssporttag und das EVG-Wandern im sportlichen Mittelpunkt. In Zusammenarbeit mit zwei weiteren örtlichen Vereinen wurde die Lardenbacher Kirmes abgehalten.

In den vom größten Ortsverein derzeit angebotenen Sparten Fußball, Gymnastik und Wandern sind 64 weibliche und 51 männliche Mitglieder aktiv.Den Kassenbericht legte Gerda Weeke vor, die ebenso wie der gesamte Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Ursula Berg und Helma Berg einstimmig entlastet wurde.

Von einem Aufschwung bei den Seniorenfußballern konnte Abteilungsleiter Reinhard Mölcher berichten. Nach dem neunten Platz in der Sasion 1994/95 verzeichnete die erste Mannschaft mit dem neuen Trainer Fritz Piontek in der B-Klasse einen guten Start und übernahm einige Spieltage sogar die Tabellenführung. Wie auch die zweite Mannschaft stehe man zur Zeit auf dem sechsten Platz. Für die Altherren-Fußballer gab es bei sechs Spielen vier Siege.

Von einer guten Beteiligung bei dem Kinderturnen berichtete Barbara Erdmann. Die regelmäßigen Übungsstunden würden den jüngsten Vereinsmitgliedern sichtlich Spaß bereiten. Von zahlreichen Auftritten und einem abwechslungsreichen Jahr der Damengymnastikgruppe informierte Waltraud Mölcher die Mitglieder. Erwähnung fanden hierbei der Auftritt beim Volksbank-Jubiläum und die Teilnahme an der Gymnastikshow in Groß-Eichen. Erfreut zeigte sich die Spartenleiterin auch über den Zugang von neuen Mitgliedern.

Von Zuwachs konnte auch die Leiterin der Seniorengymnastik, Fanny Voll, berichten. Bei den insgesamt 39 Übungsstunden hatten sich 31 Damen beteiligt. Aufgetreten sei die Gruppe zudem beim Aktionstag in Beuern, bei der Gymnastikshow in Lehnheim sowie bei weiteren innerörtlichen Veranstaltungen. Auch das gesellige Wirken in Verbindung mit Ausflügen und einer Weihnachtsfeier sei gut angenommen worden. Für die Wanderabteilung erstattete Manfred Lind den Bericht. Bei der 1995 veranstalteten EVG-Wanderung waren 569 Teilnehmer zu verzeichnen.

Aus dem Bericht des Tischtennis-Abteilungsleiters Frank Hollederer ging hervor, dass in der Sasion 1994/95 mit zwei Senioren- und einer Jugendmannschaft an den Verbandsspielen teilgenommen wurde. Hierbei sei die zweite Mannschaft in die Kreisklasse aufgestiegen. Die erste Mannschaft belegte in der Bezirksklasse Fulda West den fünften Platz. Erfolgreich sei man auch bei Grünberger Stadtpokal gewesen, wo man wiederum als Sieger hervorging.

Für 15jährige aktive Vereinszugehörigkeit wurden anschließend die nicht anwesenden Thorsten Herdejost, Markus Reining und Markus Kratz mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die gleiche Auszeichnung erhielt Lilo Müller, die dem Spiel- und Sportverein nunmehr 25 Jahre die Treue hält. Die Vereinsnadel in Gold konnte die Vorsitzende an Christel Müller, Annita Schmidt, Joachim Rühl und Jürgen Maus für 25jährige aktive Vereinszugehörigkeit verleihen. Dieses Jubiläum begingen auch die nicht anwesenden Hansjürgen Böcher, Hartmut Erdmann, Klaus Hansel, Rudi Hassinger und Dieter Kühn.

Volle Zustimmung durch die Mitglieder fand der Antrag des Vorstandes auf Änderung der Vereinssatzung im Bezug auf die Beschlußfähigkeit. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Thomas Mölcher für die nicht mehr kandidierende Barbara Erdmann zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als zweiter Vorsitzender fungiert nun Thorsten Schätzle. Einstimmig wiedergewählt wurden die Kassenwartin Gerda Weeke, Schriftführer Alexander Schätzle und Beisitzer Eduard Schmidt.

Ebenfalls gab es ein einstimmiges Votum für den Fußballspartenleiter Reinhard Mölcher und dessen Stellvertreter Joachim Rühl. In der Gymnastikgruppe übernahm Sigrid Ruppel von Waltraud Mölcher die Leitung. Stellvertreterin bleibt in dieser Sparte Fanny Voll. Als neuer Leiter der Wanderabteilung übernahm Mafred Lind diese Aufgabe, wobei dessen Stellvertreter innerhalb der Abteilung bestimmt wird.

Die Kasse wird in diesem Jahr von Norbert Dittrich und Sieglinde Mölcher geprüft. Der Abschluß der Versammlung oblag dem neuen Vorsitzenden Thomas Mölcher, der die Termine des Ortssporttages (2. Juni), der EVG-Wanderung (13. und 14. Juli) und einer aus Anlaß des 30jährigen Vereinsbestehens stattfindenden Gymnastikshow bekanntgab.

(Karl-Ernst Lind)

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09. März 1996

Hilfe für Oliver

Auch in den zurückliegenden Wochen war die Spendenbereitschaft für die Aktion "Hilfe für Oliver" ungebrochen, so dass nun schon 216 000 DM auf dem Konto eingegangen sind. Es geht um den an Leukämie erkrankten 12jährigen Oliver aus Saasen. Und es geht darum einen geeigneten Knochenmarkspender zu finden. Die Gewebetypisierungen und aller Aufwand dazu kostet Geld. Blutspende- und Geldsammelaktionen waren im großen Stil in ganz Mittelhessen im Jahre 1996 durchgeführt worden.

Nach einem Beschluß der Verantwortlichen von sechs Vereinen und Gruppierungen aus Lardenbach und Klein-Eichen haben die Freiwilligen Feuerwehren Klein-Eichen und Lardenbach, der Spiel- und Sportverein, der Männergesangverein "Eintracht", der Obst- und Kelterverein sowie die "Grenzgrabenspritzer" Klein-Eichen einen Geldbetrag zur Unterstützung Oliver Sommerlads zur Verfügung gestellt. Danit reihten sie sich ein in die lange Liste aller Unterstützer.

(gaz)

 
02. März 1996

Die letzte "Männerbräut"

Am Samstag fand unter Leitung von Forstamtmann Karlheinz Keitzer die zur Tradition gereifte Lardenbacher Holzversteigerung statt. An der Feuerstelle im Pfortwald, unweit des für die Versteigerung geschlagenen Buchenholzes, fanden sich um die Mittaggszeit wieder viele Einwohner aus Lardenbach und Klein-Eichen ein, um ihren Brennholzbedarf zu decken. In bewährter Weise sorgten Forstamtmann Keitzer, Ortsdiener Hans Mölcher, der den Zuschlag erteildende Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann sowie das Lardenbacher Auktionsbuch führende Karl-Ernst Lind für die schnelle Veräußerung des Holzes.

Nach hartem Gebot kamen bei der Versteigerung 25 Raummeter Buchenholz unter den Hammer.Entsprechend dem Brauch wurde wieder der "Erststeiger" mit einem Fichtenbruch gekört; diesmal war es Bürgermeister Siegbert Damaschke, der dem Ritual gemäß für eine Getränkespende sorgte.

Mit etwas Wehmut wurde nach der Auktion der für den Lardenbacher Wald zuständige Forstamtmann Karlheinz Keitzer nach seiner nunmehr 32. Versteigerung bei der "Männerbräut" verabschiedet. Bürgermeister Damaschke dankte Keitzer für seine geleistete Arbeit und die Durchführung dieser Veranstaltung. Mit den besten Wünschen für die Zukunft überreichte er noch ein Geschenk.

Auch Ortsvorsteher Erdmann sprach Keitzer seine Anerkennung und Dank aus. Keitzer selbst bedankte sich bei allen Helfern während seiner über drei Jahrzehnte in Lardenbach ausgeübten Dienstzeit. Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass diese "Lardenbacher Holzversteigerung" auch in Zukunft Bestand haben werde. Er selbst werde dem Wunsch des Bürgermeisters, dass der langjährige Leiter dieser langen Tradition auch in Zukunft als Gast anwesend sein werde, gerne nachkommen.

Für die nicht nur aus den beiden Stadtteilen Lardenbach und Klein-Eichen kommenden Besucher zog sich die "Männerbräut", bei der die Jugend an der Feuerstelle im Wald die Bewirtung vornahm, bis in den späten Abend hin.

(Karl-Ernst Lind)

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29. Februar 1996

"Privatstraße" aus Finanzplanung gestrichen

Wie bereits der HFA (Haushalts- und Finanzausschuss), empfahl am Mittwoch (07. Februar 1996) nun auch der Bauausschuss, die vom Magistrat eingesetzten 35000 DM für die Asphaltierung einer nur privat genutzten Straße zunächst aus dem Haushalt 1996 zu streichen. Sofern sich die drei Anlieger zur Zahlung der üblichen Beiträge (hier 90 Prozent) bereiterklärten, soll das Geld per Nachtrag etatisiert werden.

Dieser Beschlußempfehlung ans Stadtparlament vorausgegangen war die Kritik von FDP-Sprecher Trüller, der das komplette Streichen des Ansatzes gefordert hatte. "Stillschweigend", ohne dass der Ortsbeirat etwas davon wußte, habe der Magistrat hier eine "Privatstraße" auf den Weg gebracht.

"Nicht ganz richtig", hielt dem Bürgermeister Damaschke sinngemäß entgegen, zumindest ein "Teilwunsch" des Ortsbeirates werde hier erfüllt. Der habe nämlich gefordert, nur die ersten 10 bis 20 Meter an der Einmündung zur Landstraße zu befestigen. Doch das bringe nichts, und vor allem komme die vom Magistrat favorisierte Komplettbefestigung (80 bis 100 Meter) die Stadt angesichts der Anliegerbeiträge billiger.

Mit den Stimmen der bürgerlichen Mehrheit aus CDU, FWG und FDP hat die Stadtverordnetenversammlung Grünbergs am Donnerstag (29. Februar 1996) den Haushalt für das Jahr 1996 verabschiedet. Die Finanzplanung der Gallusstadt umfasst insgesamt rund 40 Millionen DM. Aus diesem Haushalt herausgenommen wurden vorerst die 35000 DM für den Ausbau der Zufahrt zum Anwesen Günther Zimmer in Klein-Eichen.

(GAZ)

 
23. Februar 1996

Generalversammlung des MGV

Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Karlheinz Erdmann hielt der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen seine Mitgliederversammlung (23.02.1996) ab. In seinem Tätigkeitsbericht ging Erdmann auf die 33 Auftritte des letzten Jahres ein. Neben zahlreichen "Ständchen" standen noch das 20jährige Chorjubiläum des Dirigenten Ottmar Hasenpflug in Lardenbach und das Hasenpflug'sche Chortreffen in Rüdingshausen an.

Weiterhin seien die Aktiven beim Volksbank-Jubiläum, beim Ortsvereinsabend, beim musikalischen Frühschoppen, beim Seenbachtaltreffen und bei der Weihnachtsfeier sowie beim Seniorennachmittag aufgetreten. Daneben standen das eigene 110jährige Jubiläum an sowie ein Konzert im Grünberger Seniorenheim. Erwähnung fanden auch die Auftritte beim Volkstrauertag und bei verschiedenen Anlässen der Kirchengemeinde. Der Vorsitzende stellte fest, dass der Chor mit seinen Auftritten die insgesamt 31 und zu über 90 Prozent von Sangesfreunden stets gut besuchten Singstunden um zwei übertroffen habe.

Die finanzielle Seite des Vereins stellte Kassenwart Karlheinz Hollederer dar, dem wie auch dem gesamten Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Werner Siedler und Leo Müller einstimmig Entlastung erteilt wurde. Beschlossen hatte dann die Versammlung, dass das Singen bei 65. Geburtstagen auch in Zukunft beibehalten werden soll.

Aufgrund des Fehlens von Manfred Reining und Bernhard Nickel konnte die Ehrung für 40jährige Vereinstreue nicht vorgenommen werden. Die heute für 25- und 40jährige Sängertätigkeit zu Ehrenden erhalten die Auszeichnung bei einer Veranstaltung in Rüdingshausen.

Größter Wunsch des Vereins ist nach wie vor die Aufstockung des Chores. Erdmann forderte hier alle Mitglieder zur Mithilfe auf. Für regelmäßigen Singstundenbesuch wurden Werner Frank, Günter Felsing, Heinz Schwanke, Ernst Paha (zweimal gefehlt), Edwin Scharmann, Werner Siedler, Hans Mölcher und Reiner Felsing (eine Fehlstunde) sowie Erich Dörr und Karl-Ernst Lind (keine Fehlstunde) mit einem Weinrömer ausgezeichnet.

Zum Abschluß der Ausblick auf 1996: Hier wird es neben Auftritten am 23. März in Rüdingshausen, am Karfreitag im Seniorenheim Grünberg, beim Ortsvereinsabend am 20. April, beim Sommerfest am 22. Juni, beim Sängerfest in Bersrod, beim Sportvereinsjubiläum am 2. Oktober und bei der Weihnachtsfeier und dem Seniorennachmittag im Dezember noch die Teilnahme am Kritiksingen in Grünberg und am Festzug beim Sängerfest in Bobenhausen geben.

(gaz/ld)

 
12. Februar 1996

Blutspende

Wie dringend Blut benötigt wird, zeigte sich am Montag beim Blutspendetermin in der Gallushalle, als bereits nach einer Stunde ein Kurier vom Blutspendedienst Frankfurt erschien, um die ersten Spenden abzuhohlen. Um so zufriedener waren dann die Verantwortlichen und Helfer des Verpflegungszuges im DRK Weickartshain, da trotz widriger Straßenverhältnisse 158 Spendenwillige den Weg in die Gallushalle gefunden hatten.

Mit dabei auch wieder viele Mehrfachspender. So konnten Hannelore Scharmann und Günter Schaplow aus Lehnheim für ihre 80. Spende, Werner Siedler aus Klein-Eichen für die 75. Spende, Heinz Schwanke aus Lardenbach für seine 70. Spende und Karl-Heinz Weber aus Grünberg für die 60. Spende besonders geehrt werden. Brigitte Ruppel aus Lardenbach u. a. bekamen für die 15. Spende die Ehrennadel in Gold.

(gaz)

Fotos

 
17. Januar 1996

Sternsinger

Zu einem großartigen Erfolg mit insgesamt über 2400 DM an Spendengeldern entpuppte sich die diesjährige Aktion des Dreikönigssingen der St.-Anna-Gemeinde Seenbrücke.

Mit den elf Jungen und Mädchen aus Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain waren heuer auch wieder Kinder der evangelischen Gemeinden unterwegs, um ihren Altersgenossen in der "Dritten Welt" und im diesmal ausgesuchten Beispielland Indonesien zu helfen.

Das Motto: "Gerechtigkeit für alle, damit Kinder heute leben können". Unter der Betreuung von Ingrid Heines, Gudrun Jung, Ulrike Koch, Klaus Lenhart, Ernst Paha und Beate Scharmann zogen Lena Braach, Manuel Heines, Katharina Koch, Markus Müller, Wotan Rau, Sonja Röhm, Stefanie Trüller, Ina Schötterl und Christina Trüller vom 4. bis 7. Januar 1996 von Haus zu Haus, um den Segen der Sternsinger zu bringen und eine Gabe der Liebe (Geld?) zu empfangen..

Bei einem Abschluß-Dankgottesdienst in der St.-Anna-Kirche wurde den Spendensammlern besonders von Pfarrer Janusz Piotrowski Anerkennung ausgesprochen. Auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Christel Schultheiß, würdigte die Bemühungen der Kinder. Während eines Neujahrsempfanges, in der sich die nach den letzten Wahlen neue Amtsinhaberin den Gemeindemitgliedern vorstellte, zollte sie auch den Betreuern besonderen Dank.

(Karl-Ernst Lind)

 
13. Januar 1996

Hauptversammlung der Feuerwehr

Zur Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen konnte am Samstag (13. Januar 1996) der Vorsitzende Dieter Faust und Wehrführer Christian Loob 30 aktive und passive Mitglieder im Dorfgemeinschaftshaus begrüßen.

In seinem Jahresbericht ging der Wehrführer auf die 17 Übungen ein, die von den Mitgliedern der Einsatzabteilung besser hätten besucht werden müssen. Einen Einsatz im Jahre 1995 habe die Stadtteilwehr nicht zu verzeichnen gehabt. Aufgrund des fehlenden Nachwuchses würden zur Wahrung des Brandschutzes jedoch besonders die älteren Jahrgänge zur Übungsbeteiligung aufgefordert.

Vereinsvorsitzender Dieter Faust erörterte die Aktivitäten des Feuerwehrvereins. Im Anschluß an den von Gerhard Schildwächter vorgelegten Kassenbericht und der auf Antrag der Kassenprüfer Eduard Schmidt und Erwin Kühn erteilten Entlastung des Vorstandes nahm Faust dann zahlreiche Ehrungen vor.

Hierbei wurden für 30jährige Mitgliedschaft Albert Zimmer und Vorsitzender Dieter Faust ausgezeichnet. Für 25jährige Vereinstreue konnten Eduard Schmidt, Thomas Zabel, Karl Volp, Dieter Bienek, Karlheinz Hollederer sowie Klaus Hansel geehrt werden.

Bei den anstehenden Wahlen zum Kassenprüfer bestimmte die Versammlung neben Eduard Schmidt noch Bernhard Köcke in das Amt. Als Beitragskassierer fungieren auch 1996 wiederum Timo Faust und Klaus-Dieter Bieneck.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
07. Januar 1996

Feuer unterm Dach

Rund 20.000 DM Sachschaden entstand am Sonntagmittag (7.1.1996) bei einem Kaminbrand in der Lardenbacher Straße in Klein-Eichen. Kurz vor 13 Uhr hatte Haubesitzer Faust starken Brandgeruch wahrgenommen: das Dachgeschoß stand in Flammen.

Der Mann griff sich einen Feuerlöscher und ging - unterstützt durch Nachbarn - gegen die Flammen vor. Noch bevor die Feuerwehren aus Lardenbach, Klein-Eichen und Grünberg anrückten, war der größte Teil des Feuers bereits gelöscht. Die Wehren nahmen dann mit Feuerlöschern Nachlöscharbeiten vor. So konnte ohne den Einsatz von Wasser der Schaden auf das Dachgeschoß begrenzt werden.

Wie die Polizei in Grünberg mitteilte, ging das Feuer von einem Räucherofen, der im Dachgeschoß an den Kamin angeschlossen ist, aus. An die Brandstelle war auch Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke geeilt, der wie viele andere anfangs davon ausgegangen war, dass ein Dachstuhl in Brand geraten sei. Dank der schnellen Hilfe der Nachbarn konnte aber ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl verhindert werden.

(GAZ)

 
10. Dezember 1995

Weihnachtsfeier und Seniorennachmittag

Mit einem nahezu zweistündigen Programm feierten am vergangenen Samstag (9. Dezember 1995) die jüngsten Einwohner sowie die Sängerinnen und Sänger Lardenbachs und Klein-Eichens ihre öffentliche Weihnachtsfeier. In der alljährlich vom Männergesangverein "Eintracht" durchgeführten Veranstaltung traten neben dem gastgebenden Chor unter Leitung von Ottmar Hasenpflug auch die Sängerinnen des Kirchenchores unter Gisela Langohr auf.

Der Männerchor brachte das Publikum im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus mit gekonnt vorgetragenen Liedern in die richtige Stimmung. Auch die vom Kirchenchor dargebotenen Chöre stimmten auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

Im Mittelpunkt des Abends standen aber die Aufführungen der Kinder. Dieses führte bei seiner Begrüßung auch der erste Vorsitzende des Vereins Karlheinz Erdmann aus. Er ging dabei auf die friedevolle Stimmung des Weihnachtsfestes ein, die dennoch von vielen Kriegsschauplätzen in der Welt gedämpft werde.

Die insgesamt 33 auftretenden Jungen und Mädchen aus den beiden Seenbachtalgemeinden präsentierten dann ein abwechslungsreiches Programm mit weihnachtlichem Akzent. Hierbei wurden die Anwesenden zunächst mit einem Gedicht bedacht. Mit seinem Keyboard sorgte dann Sebastian Sauer dafür, dass alle Gäste gemeinsam "Stille Nacht" sangen.

Viel Freude bereiteten dann nochmals Sebastian Sauer und Johannes Paha mit ihrem Sketch "Der Überfall des Santa Claus". Eine tänzerische Einlage unter dem Motto "Ein träumendes Kind" wurde anschließend von den Kindern vorgeführt. Zum Abschluss des Kinderprogrammes, das von Sigrid Ruppel und Doris Rühl einstudiert wurde, stand das Weihnachtsspiel.

Zum Höhepunkt des Abends führte der Auftritt des Nikolauses, der für die Kinder und auch für den einen oder anderen Erwachsenen ein Geschenk dabei hatte.

Für über siebzig ältere Einwohner Lardenbachs und Klein-Eichens fand dann am nächsten Tag am gleichen Ort der Seniorennachmittag statt. Bei der nun bereits zum dritten Mal durchgeführten Veranstaltung des MGV "Eintracht" sorgte der gastgebende Verein mit drei Chören für Unterhaltung. Auch die Kinder brachten mit ihrem Auftritt den Gästen viel Freude.

Als weiteren Programmpunkt boten die Damen der Senioren-Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins unter Leitung von Fanny Voll dem Publikum eine Stuhlgymnastik zum Besten. Den Abschluß an diesem Nachmittag, bei dem es auch reichlich Kuchen und Kaffee gab, machten die Sängerinnen des Kirchenchores mit zwei Liedern.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
29. November 1995

Ortsbeiratsitzung

Zufrieden mit der aktualisierten Finanzplanung der Stadt zeigte sich der Klein-Eichener Ortsbeirat bei seiner Sitzung am 29. November 1995 im "Backhaus". Der 1. Nachtragshaushalt wurde von dem vollzähligen Gremium einstimmig angenommen. Schließlich finden sich in diesem Werk die Zuschüsse für den Ausbau des ehemaligen Backhauses zum jetzigen Versammlungsort für das Dorf.

Länger diskutierte der Ortsbeirat über die Teilnahme an den Wettbewerben "Unser Dorf" und "Kinder im Dorf". Hier kam man zu dem Schluß, dass diese Projekte eine Nummer zu groß seien für einen so kleinen Ort wie Klein-Eichen.

Weiterhin wünscht sich der Ortsbeirat mehr Informationen und Mitsprache bei solchen Aktionen wie z. Zt. den Kanalarbeiten auf dem Galgenberg im Wochenendgebiet.

Der bei den Bauarbeiten am Regenwasserüberlaufbecken am Eichwiesenfeld entstandene Schaden durch unbefugtes Befahren eines privaten Grundstückes ist bis jetzt noch nicht behoben worden. Eine Schadensregulierung sollte seitens der Stadtverwaltung bald möglichst vorgenommen werden.

 
25. November 1995

Umstellung auf Ökologischen Getreideanbau

Die HZ ist im November 1995 zu Besuch bei Familie Loob in Klein-Eichen. "Einfach mal was neues ausprobieren" wollten Bärbel und Hermann Loob, als sie sich entschlossen, ihren landwirtschaftlichen Betrieb auf einen kontrolliert ökologischen Getreideanbau umzustellen. Natürlich spielten nicht nur eine gewisse Risikofreudigkeit des Vollerwerbslandwirts, sondern auch finanzielle Aspekte eine Rolle bei der Entscheidung, denn die wirtschaftliche Lage in der Landwirtschaft werde immer schwieriger. Hinzu kommt noch die zunehmende Nachfrage nach naturbelassenen Lebensmitteln aus der Bevölkerung und das gestärkte Umweltbewußtsein.

Zunächst mussten Kontakte geknüpft werden, denn ein fester Anbieter, bei der Familie Loob in Form der Oberhessischen Naturprodukte GmbH, war Voraussetzung für die Betriebsumstellung. Mit dem ökologischen Anbau begibt sich Hermann Loob auf relatives Neuland, nur wenige Landwirte haben bislang diesen Schritt der Umstellung von der konventionellen auf die extensive Landwirtschaft gewagt.

Nach einer zweijährigen Wartezeit, in der sich alle Kunstdünger-, bzw. Herbizidrückstände abgebaut haben, erhielten die Loobs ihr Zertifikat. Hierin wird von einem Institut bescheinigt, dass die Anbauflächen nach EG-Richtlinien geprüft wurden und die Kriterien für einen ökologischen Anbau erfüllen. Jedes Jahr erfolgt eine solche intensive Prüfung "bis ins Eßgefach", auf Grund dessen eine jeweils neue Prüfbescheinigung ausgestellt wird. Diese wiederum ist Voraussetzung für den Verkauf an den entsprechenden Abnehmer.

Viele Überlegungen waren notwendig, wie bei einer extensiven Landwirtschaft die 60 Hektar Ackerland und 50 Hektar Wiesen des Loob'schen Betriebes bewirtschaftet werden können. Maisanbau (für das Futter der rund 100 Stück Rindvieh) kam für Hermann Loob wegen des großen Pflegeaufwandes nicht mehr in Frage. "Ohne Unkrautvernichtungsmittel ist der Anbau von Mais im größeren Rahmen nicht möglich".

Überhaupt fordert der Getreideanbau ohne Herbizide viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung, denn das Unkraut muss mechanisch niedergehalten werden. Intensive Pflege ist also notwendig, um die Ertragsverluste, die gegenüber der konventionellen Anbaumethode ohnehin schon rund 50 Prozent betragen, möglichst gering zu halten.

Einen Ausgleich dafür erwartet Hermann Loob in den höheren Einnahmen für seine naturbelassenen Produkte. Die Düngung in der ökologischen Landwirtschaft erfolgt ausschließlich durch die auf dem Hof anfallende Gülle bzw. Fruchtfolge und Fruchtwechsel. Da der Mais als Viehfutter wegfällt, sät Hermann Loob Kleegras als Silage. Diese Zwischensaat wiederum hat den Effekt, Unkräuter zu unterdrücken und den Boden wieder für die Getreideaussaat vorzubereiten. Alle Getreidesorten baut Loob an, vorwiegend Weizen, dann Roggen, Gerste und Hafer. Neu für den aufgeschlossenen Landwirt ist der Anbau von Dinkel, über dessen gesundheitlicher Bedeutung sich die Fachleute einig sind.

Ganz in den Zuständigkeitsbereich von Bärbel Loob fällt das Melken der 47 Milchkühe. Gut zweieinhalb Stunden Arbeit erfordert ein Durchgang. "Wir versuchen schon, ab und zu ein paar Tage Urlaub zu machen. Dann teilen sich unser Sohn und ein guter Bekannter die Arbeit auf dem Hof". Das Hobby des Hausherren, für das aber nur wenig Zeit bleibt, sind seine drei Pferde.

Ein zweites Standbein, die Direktvermarktung, steckt noch in der Erprobungsphase. Rindswürste haben die Loobs bereits angeboten, die "gingen wegwie warme Semmeln". Jetzt hängt am Scheunentor des Hofes, nahe dem "berühmten" Grenzgraben, ein Schild, das auf den Verkauf von Glaswurst aus eigener Schlachtung hinweist. Sicher werden sich auch hierfür die Liebhaber bald einfinden. Sollte sich eine entsprechende Nachfrage einstellen, wollen die Eheleute das Direktvermarktungsgeschäft intensivieren. Dazu wird vermutlich die Mundpropaganda das ihre beitragen.

(HZ/ml)

Fotos

 
17. November 1995

Volkstrauertag

Im Gedenken an die Toten und Vermißten der beiden Weltkriege gedachten am Sonntagmorgen die Bürgerinnen und Bürger Klein-Eichens auf dem örtlichen Friedhof.

In seiner Ansprache ging Ortsvorsteher Manfred Daniel auf die Bedeutung dieses Gedenktages ein. Leider sei heute schon bei vielen das Leid jener Zeit vergessen. Über die auch in heutiger Zeit immer wieder auftretenden Kriege und Gewalttaten gibt es zu viele unbeantwortete Fragen. Daniel forderte, dass man sich gegen sinnlose Gewalt und für den Frieden einsetzen solle.

Auch Pfarrer Tilman Schmidt forderte zum "Aufeinanderzugehen" auf. Mit dem gemeinsamen Gespräch könnte auch in den heutigen Krisengebieten viel Blutvergießen erspart werden. Der Friede sei aber in keinem Fall käuflich.

Umrahmt wurde die Gedenkfeier von dem Männergesangverein Lardenbach/Klein-Eichen der zwei Chöre vortrug.

(gld)

 
16. November 1995

Mängel am DGH noch nicht behoben

"Dieses Haus ist eine echte Gemeinschaftsleistung. Mir ist keine Einrichtung in unserer Großgemeinde bekannt, wo so intensiv zwischen Bürgern, Ortsberäten und städtischen Gremien beraten und verhandelt wurde", dies waren die Worte von Bürgermeister Siegbert Damaschke anläßlich der Einweihung des gemeinsamen Dorfgemeinschaftshaus der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen im März 1992.

Ein ganz besonderes Lob wurde den Bürgern gezollt, die diese Begegnungsstätte wollten und auchnicht nur "mündliche" Eigenleistung angeboten haben, sondern diese auch in die Tat umsetzten. Die Bürger beider Stadtteile haben mit sehr viel Liebe an ihrem Haus gebaut. Der gesamte Innenausbau, bis auf die Putzarbeiten, haben sie in Eigenleistung erbracht.

Deshalb sei es für sie unverständlich, dass, obwohl die Mängel an der Bausubstanz dem bauleitenden Architekten bereits eine Woche nach Inbetriebnahme des Hauses bekannt waren, diese bis heute noch nicht behoben worden sind. Hier entstehe der Eindruck: Na, ja, das sind eben städtische Bauten.

Auch für Lardenbachs Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann ist jetzt, im November 1995, das Maß voll. Der Putz an der Innenwand des DGH zur Südseite bröckelt ab, da durch eine mangelnde Abdichtung der Fenster von außen das Wasser eindringt. Die Bausubstanz des Hauses ist dadurch gefährdet. Mit dem zuständigen Architekten, Helmut Opper, gab es diesbezüglich zahlreiche Telefonate seit 1992, unterstrich Erdmann.

Mehrmals sei der zuständige Architekt per Fax immer wieder auf den Schaden hingewiesen worden. In Ortsbeiratsitzungen wurde der Schaden schriftlich festgehalten und an den Bauleiter weitergegeben. Am 24. 2. 1993 erhielt der Ortsbeirat endlich einen Brief vom Architekten, daß die Mängel behoben werden. Es geschah aber nichts. Erst im August dieses Jahres (1993), also zweieinhalb Jahre später, fand ein Lokaltermin mit dem Architekten und den ausführenden Firmen statt.

Inzwischen sei es November und bis heute habe sich noch immer nichts getan. Aber dies sei noch nicht alles, so Karlheinz Erdmann. Auch die Eingangspflasterung zur Küche hin, sei abgesackt. Das Hausmeisterehepaar, Klaus und Marie-Luise Kratz, geben sich sehr viel Mühe mit der Pflege des Dorfgemeinschaftshauses. Für Erdmann ist es unverständlich, daß es so lange dauert, bis solche kleinen Mängel behoben werden. Es könne dadurch ein großer Schaden an der Bausubstanz entstehen. Auch erwiesen sich die Reparaturarbeiten im Winter als schwierig, da die Heizkörper während der Heizperiode nicht abgenommen werden können.

Auf die Frage warum es dreieinhalb Jahre und vielleicht noch länger dauert, bis die Mängel behoben werden, sagte Architekt Opper, dass es ausführlicher Prüfungen bedürfe, um eine eindeutige Schuldsituation zu erhalten. Die Mängelbehebung gehe über die Versicherung der Handwerker, und dies brauche seine Zeit. Es seien verschiedene Möglichkeiten geprüft worden. Fest stehe jetzt, dass durch starken Regen zwischen Putz und Fensterrahmen Wasser eingedrungen sei. Die Südseite des DGH werde dauerelastisch abgedichtet, was normalerweise nicht üblich sei.

Von städtischer Seite hieß es lediglich, dass die Mängel endlich behoben werden müssen.

Nachdem vor zwei Wochen (1995) in der HZ der Bericht zum DGH stand, konnte Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann berichten, daß die Pflasterung vor dem Treppenaufgang zur Küche erneuert worden sei. Auch die fehlenden Platten vor dem Haupteingang des DGH wurden verlegt. Jetzt stehe nur noch die Abdichtung der Fenster an der Südseite aus.

(HZ/mk)

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11. November 1995

Martinsumzug

Angeführt von zwei Pferden, deren Reiterinnen St. Martin darstellten, zog sich der Martinszug des Kindergartens durch Lardenbach und Klein-Eichen. Die Erzieherinnen unter Leitung von F. Seib organisierten auch dieses Jahr den Umzug. Der findet alljährlich im Wechsel in Weickartshain, Stockhausen und eben Lardenbach/Klein-Eichen statt.

Vom Bürgerhaus zogen die Kinder, nebst Eltern, Opas und Omas, mit meist selbstgebastelten Laternen durch den Ort, sangen an mehreren Stellen Lieder. Unterstützung fanden die etwa 200 Teilnehmer durch die Bevölkerung, die mit dem Aufstellen von Kerzen und Laternen in den Fenstern dem Zug eine besondere Note verliehen.

(ld)

 
28. Oktober 1995

Unser Müll

Seit gut einem Monat (Oktober 1995) herrscht zusätzliches Treiben auf Gießens "Monte Scherbelino". Die nicht wiederverwertbaren Reste der Wohlstandsgesellschaft werden einer zusätzlichen Behandlung unterzogen. Mittels einer 25 Tonnen schweren Fallplatte wird der bislang lose aufgetürmte Müll durch eine Hamburger Fachfirma weiter verdichtet. Bisher sind so 2400 Tonnen Hausmüll mittels des Fallplatten-Verfahrens "eingebaut" worden.

Eine an einem Kran hängende Stahlplatte wird auf den Müll heruntergelassen und stampft dadurch ein tiefes Loch. In dieses Loch wird Müll hineingekippt und dann wird die Platte erneut herunter gelassen. Pro Tag werden durch dieses Verfahren 200 Tonnen Abfall verdichtet.

Bei etwa durchschnittlich sechs sogenannten Verdichtungspunkten am Tage, die ungefähr eine Fläche von 75 Quadratmetern beanspruchen, will man seitens des Kreises insgesamt zusätzlich 2,5 Tonnen Hausmüll pro Quadratmeter ablagern, ohne dass die Deponie dabei weiterhin "wächst".

Die Kosten für dieses Fallplatten-Verfahren liegen bei 50 Mark pro Tonne eingebauten Materiales. In einem zweiten Schritt soll demnächst auch das obere Plateau der Deponie in Angriff genommen werden. So erhält der Landkreis Gießen als entsorgungspflichtige Körperschaft den notwendigen Spielraum um auf der Deponie weiteren Hausmüll ablagern zu können. Die Nutzung der Deponie in Reiskirchen verlängert sich dadurch um etwa fünf bis sechs Monate.

Nach Reiskirchens Bürgermeister sei dies nicht im Sinne der Gemeinde. Man hoffe aber, dass die aktive Nutzung der Deponie Ende des Jahres auslaufen würde. Festgelegt worden sei im Vertrag der Gemeinde mit dem Kreis nur die Höhe, die jetzt natürlich durch die Verdichtung des lose abgelagerten Mülls langsamer ansteigen werde.

Wenn die Deponie "voll" ist, soll der Müllkörper abgedeckt werden und umfangreiche technische Einbauten vorgenommen werden. Da sei insbesondere ein Gaserfassungssystem, bei dem Gas verbrannt wird, um Wärme für ein Fernwärmenetz in Reiskirchen zu nutzen.

(GAZ/mk)

 
18. Oktober 1995

Tierschau in der Au zum Gallusmarkt

Ein kleines Jubiläum konnte die diesjährige Bezirkstierschau feiern, die im Rahmen des 515. Grünberger Gallusmarktes (18. Oktober 1995) stattfand: Zum 15. Mal fand diese Präsentation landwirtschaftlicher Nutztiere mit dem obligatorischen Bullenschätzen in der Au statt. Allerdings hatte man diesmal auf die traditionelle Prämiierung der Tiere verzichtet und sich auf die reine Schau von Rindern, Ziegen und Schweinen beschränkt.

Anders war es bei den Pferden. Einen deutlichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr bei den Teilnehmerzahlen konnte diese Herbst-Fohlenschau des Kreispferdezuchtvereins Gießen verzeichnen. Fünfzig Tiere standen auf der Liste die dem Bewertungsteam vorgeführt wurden. Gleichzeitig bestand wieder die Möglichkeit die Fohlen mit dem Brandzeichen versehen zu lassen.

"Da diese Schau in Grünberg zugleich ein allgemeiner Nach-Brenn-Termin ist, haben wir in diesem Jahr wieder einen starken Andrang von Züchtern aus allen Teilen Hessens", erklärte sich der ehemalige Klein-Eichener Klaus Biedenkopf, Geschäftsführer des Kreispferdezuchtvereins, diesen Boom. Biedenkopf mahnte zudem, zu mehr Sorgfalt bei der Züchtung:"Es empfiehlt sich, nur noch mit bestem Stutenmaterial tätig zu werden. Das immer größer werdende Angebot führt zu einer schwierigen Lage auf dem Pferdemarkt." Insbesondere seien es die Tiere aus dem Osten, die das lukrative Züchtergeschäft kaputtmachen könnten.

Schließlich hatte man in der Au aber doch eine Reihe erfolgreicher Fohlen, die mit der Verbandsprämie des Hessischen Pferdezüchter Verbandes ausgezeichnet werden konnten. Unter anderem war auch der Klein-Eichener Werner Biedenkopf mit zwei Fohlen in der Siegerliste "Stutfohlen, Klasse II" (geboren 22.5.1995 bis 25.6.1995) zu finden.

(ret/gaz)

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07. Oktober 1995

MGV-Jubiläum 1995

Mit einem stimmungsvollen Liederabend, bei dem neben dem Chor des Jubiläumsvereins der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen, der Männergesangverein "Concordia" Rüddingshausen, der Männer- und Frauenchor "Liederkranz" Freienseen und der Gesangverein "Eintracht" Sellnrod das Programm gestalteten, beging am Samstagabend (7. Oktober 1995) der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen sein 110jähriges Bestehen.

Nach einem ersten Auftritt der Gastgeber unter Leitung von Ottmar Hasenpflug konnte der 1. Vorsitzende Karlheinz Erdmann in seiner Begrüßung auch den Grünberger Stadtrat Alfred Linker und die örtlichen Vereinsvertreter willkommen heißen. Erdmann bezog sich zudem kurz auf das 110jährige Bestehen des ältesten Vereins beider Grünberger Stadtteile.

Unter den Anwesenden konnte auch der gekonnt und mit diversen oberhessischen Mundart-Einlagen durch das Programm führende Reiner Roth die Chorleiter Gisela Langohr, Ottmar Hasenpflug und Herbert Kress sowie den örtlichen Pfarrer Tilmann Schmidt begrüßen.

Auf der Bühne waren dann zu bewundern der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen mit Dirigentin Gisela Langohr und der Männerchor aus Rüddingshausen, ebenfalls mit Dirigent Ottmar Hasenpflug. Gleich im Anschluß überbrachte Stadtrat Alfred Linker die Grüße und Glückwünsche der städtischen Gremien. Er ging kurz auf die Geschichte des Jubilars ein, wobei er feststellte, dass der Gesangverein ein Kulturträger für die ganze Gemeinde sei. Die Gründungen der Vereine zu jener Zeit hätten das Ziel zur Verbreitung des Gesanges in der Öffentlichkeit gehabt. Sein Wunsch, verbunden mit der Übergabe eines Geschenkes an den 1. Vorsitzenden, war das ohne jegliche Nachwuchssorgen fortbestehende Wirken des Vereins.

Glückwünsche übermittelte auch der Klein-Eichener Ortsvorsteher Manfred Daniel. Er dankte dem heimischen Kulturträger für seine Aktivitäten und übergab ebenfalls ein Geschenk. Diesen Glückwünschen schlossen sich die örtlichen Vereine an, wobei Barbara Erdmann für den Sportverein, Hans Mölcher für den Obstbau- und Kelterverein und Karl-Ernst Lind für die Freiwillige Feuerwehr Lardenbach Geschenke überreichten. Auch Vorsitzender Werner Thraum des Gastvereins "Eintracht" Sellnrod gratulierte und beschenkte den Geburtstagsverein. Im Anschluss hatte der Gesangverein aus dem Nachbardorf seinen Auftritt mit drei Chören.

Die Lardenbacherin Gisela Langohr dirigierte auch die Sängerinnen und Sänger aus Freienseen. Diese traten jeweils einzeln und dann zusammen mit fünf Liedern auf. Eine tänzerische Einlage erlebten die Besucher beim Auftritt der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Die unter der Leitung von Sigrid Ruppel stehenden Damen brachten den Tanz "Fröhlicher Kreis" auf die Bühne und erhielten den verdienten Applaus.

Mit weiteren Auftritten des Kirchenchores und des Männerchores Rüddimgshausen kam man zum Höhepunkt des Abends im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus. Der gastgebende Verein brachte zum Abschluss zwei temperamentvoll vorgetragene Chöre und eine vom Publikum geforderte Zugabe.

Für die Unterstützung bei den Vorbereitungen und der Durchführung dankte Vorsitzender Erdmann am Ende dem Tontechniker Jürgen Maus und allen weiteren Helfern. Am weiteren Abend sorgte Frank Richter für Tanz- und Unterhaltungsmusik.

(Karl-Ernst Lind)

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15. September 1995

Ortsbeiratsitzung

Besonders erfreulich war bei der Sitzung des Ortsbeirates die Anwesenheit von Bürgermeister Siegbert Damaschke und Stadtrat Hans Pigors.

Der Ortsbeirat bestätigte sein Votum vom Juli für eine Schulbushaltestelle vor der Halle Schildwächter in der Sellnröder Straße. Der Wunsch war von einer Elterninitiative ausgegangen. Andere Örtlichkeiten könnten nicht empfohlen werden. Leider war der Ortsbeirat an der Ortsbesichtigung und weiteren Entscheidungen nicht beteiligt. Übrigens wird die Zahl der Schüler, die hier auf den Schulbus angewiesen sind, mit mindestens 15 angegeben.

Als Ausgleichsfläche für ein Neubaugebiet in Klein-Eichen soll laut dem Ortsbeirat die Fläche "Hinterm Wäldchen" und "Am Steinbruch" vorgesehen werden. Und somit nicht zur Verpachtung seitens der Stadt angeboten werden.

Für den Etat 1996 wünscht man sich, nachdem die meisten Flächen angekauft sind, die Neuausweisung eines Baugebietes "Eichwiesenfeld", außerdem ein Gestell zum Aufbahren der Särge in der Leichenhalle sowie den Beginn der Bordstein- und Straßenreparaturen.

Ebenso sollte endlich die Asphaltierung der drei Feldwegeinmündungen in die Straße "Am Galgenbergweg" vorgenommen werden, da von den unbefestigten Wegen immer wieder loses Material auf die Fahrbahn geschleudert wird.

Weiterhin hätte man gerne die Einstellung von Mitteln für eine Straßenlampe im Bereich Ilsdorfer Straße 4a sowie einen Schrank im Sitzungsraum (Backhaus), falls der seitherige Kassenschrank nicht mehr zu transportieren ist.

Für 1997 steht die Asphaltierung eines Feldweges und die Reparaturen von Bordsteinen und Straßen an.

An den Bürgermeister gerichtet wurde die Frage, ob die Wiederaufnahme der früheren Kurhessen Buslinie durch den RMV möglich wäre. Damaschke wies auf die anstehenden Kosten von 60.000 bis 80.000 Mark hin und bezweifelte, ob diese vertretbar seien.

Ortsvorsteher Manfred Daniel übermittelte den Dank des Krankenpflegevereins für die Spende anlässlich des Backhausfestes zur Einweihung desselben.

Zur Diskussion kam das Mulchen von Böschungen und Feldwegen durch die Stadt, welches immer wieder vom Ortsbeirat angemahnt werden muß. Hier ist die Versammlung der Ansicht, diese Arbeiten an ein Privatunternehmen zu vergeben, wie dies bereits beim Schneiden der Kulturhecken auf den Friedhöfen, Spielplätzen und Kindergärten gehandhabt wird.

(mk, HZ)

 
10. September 1995

Grenzgrabenfest

Einen weiteren Höhepunkt erlebte in diesem Jahr, am 9. und 10. September, der Grenzgraben zwischen den beiden Grünberger Stadtteilen Klein-Eichen und Lardenbach. Nach dem großartigen Radio-Fest anläßlich der Live-Sendung des Hessischen Rundfunks, wurde schon wieder auf dem Hofe Loob gefeiert. Das schon traditionelle "Grenzgrabenfest" fand bereits zum 12. Male statt.

Die "Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer" boten ihren zahlreichen Gästen Unterhaltung, Tanz und kulinarische Leckerbissen. Als ganz besonderer Höhepunkt dieser eintrittsfreien Veranstaltung war wieder mal der sonntägliche Auftritt der über die heimischen Grenzen hinaus bekannten Musiker "Die Amigos". Die sorgten wie schon bei fast allen Frühschoppen dieses Festes für eine ausgezeichnete Stimmung.

(Karl-Ernst Lind)

 
09. September 1995

Auszeichnung für treue Spieler

Ausgezeichnet mit jeweils einem Ehrenpreis wurden in den vergangenen Tagen (September 1995) die beiden Fußballer des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen Dieter Kühn und Joachim Rühl. Die zwei Fußballer des Vereins SSV erhielten aus den Händen von Fußball-Spartenleiter Reinhard Mölcher und dessen Mitverantwortlichen Eduard Schmidt diese Ehrung für ihre bisherigen 500 Einsätze in den Seniorenmannschaften der Fußballabteilung. Beide Spieler, die derzeit in der Altenherren-Mannschaft spielen, begannen ihre fußballerische Laufbahn in den Jugendmannschaften des heimischen Vereins und waren zudem einige Jahre wichtige Schützen bei den Senioren in der ersten und zweiten Mannschaft.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
12. August 1995

Feuerwehr Einsatz

Zu einem "kleineren Waldbrand" wurden am Samstagabend gegen 18 Uhr die Feuerwehren aus Lardenbach und Grünberg gerufen. An der Einsatzstelle unterhalb des Wochenendgebites am Galgenberg entpuppte sich das Feuer jedoch als brennender Stoppelacker, den ein Bauer abflämmte und somit als Fehlalarm.

Der Landwirt hatte versäumt, den Vorgang beim Ordnungsamt und der Polizei anzumelden. Da keine entsprechende Meldung vorlag, alarmierte die Leitfunkstelle in Gießen, nach einem Anruf die, die Wehren. Die entstandenen Kosten wird der Landwirt nun tragen müssen. Die Feuerwehren appelieren an die Bauern, das Abflämmen der Äcker beim Ordnungsamt und der Polizei anzumelden, um in Zukunft solche vermeidbare Fehlalarmierungen zu verhindern.

(HZ/glo)

 
07. August 1995

Regenrückhaltebecken

Rund 200.000,- DM - bei rund 140.000,- DM reinen Baukosten und einem Landeszuschuß von 60 Prozent - hat der Abwasserverband Ohm/Seenbach in den Bau eines Regenwasser-Rückhaltebeckens bei Lardenbach investiert. Am Montag (7. August 1995) stellten Grünbergs Bürgermeister Damaschke und sein Amtskollege und Verbandsvorsteher Dieter Böck die nach rund dreimonatiger Bauzeit abgeschlossene Maßnahme vor.

Wie dabei seitens des Ingenieurbüros Müller erläutert wurde, machte der Bau der Abwassersammler es zugleich erforderlich, das bei Regen zu sehr verdünnte Mischwasser in Regen-Überlaufbecken zusammenzufassen und dort die Schmutzmengen zu konzentrieren. Das Schmutzwasser fließt dann über den Sammler zur Kläranlage Nieder-Ohmen. Auch das aus dem RÜB ausströmende Regenwasser wird konzentriert und an einer Stelle in den Vorfluter eingeleitet: dies war bisher der Larbach.

Solche Einleitung umfasst oft, vor allem an den Oberläufen, eine weit größere Menge, als die in den Bach fließende Wassermenge. Die Berechnungen zeigten im Falle Lardenbachs ferner, dass durch den Ausbau der Kanäle das Wasser aus dem Einzugsgebiet schnell dem Vorfluter zugeführt wird: Der Bach wird in kurzer Zeit mit einer Flutwelle belastet, die die Hochwasserwelle zusätzlich verstärkt.

Durch den Bau dieses Regenrückhaltebeckens (ein Erdbecken mit einem Inhalt von 800 cbm) wird das Wasser zwischengespeichert und langsam in einer wesentlich verringerten Menge dem Bach zugeführt. Der Speicher trägt somit dazu bei, die Flutwelle im Larbach und dem nachfolgenden Seenbach zu verringern und letzlich die Abflußverhältnisse zu normalisieren. Von daher, so die Planer weiter, bringe das Rückhaltebecken bei Hochwasser schon eine Entlastung. Die kurzzeitig einfließende Wassermenge beträgt zirca 1800 Liter/Sekunde, die abfließende Menge 480 Liter.

Wie Bürgermeister Damaschke anmerkte, war die Konzentration des bisher dem Larbach zugeleiteten Regenwassers für diesen nicht schädlich. Auch äußerte er seine Zweifel an dem von den Landesbehörden gesehenen "hydraulischen Streß", dem die Kleinlebewesen bei der stoßweisen Einleitung ausgesetzt seien.

Wie er, verwies jedoch auch Verbandsvorsteher Böck auf den Zwang, trotz starker Zweifel an der Notwendigkeit, sich solcher Forderungen zu beugen, die Investitionen vorzunehmen. Laufe man doch sonst Gefahr, den Bau später auferlegt zu bekommen: dann aber ohne 60-Prozent-Zuschuß.

Das gleiche Becken wie am Auslauf der Kanalisation in Lardenbach wird zur Zeit auch für Weickartshain gebaut. Im Beckenbereich wird auf eine Aussaat verzichtet, man erhoffte die sukzessive, natürliche Entwicklung einer höheren Artenvielfalt von Pflanzen als bisher.

(tb/GAZ)

Übrigens war dies eine der letzten Maßnahmen in Bezug auf den Anschluss des Abwassers an die Kläranlage Nieder-Ohmen. Die meisten Bauwerke (unter der Erde) dazu wurden diesseits des Grenzgrabens errichtet. Auch das Regenrückhaltebecken befindet sich am Klein-Eichener-Eichwiesenfeld.

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26. Juli 1995

Geschichten von hüben und drüben

Für eine Stunde, am 26. Juli 1995, waren die beiden Grünberger Ortsteile Lardenbach und Klein-Eichen ab 16.00 Uhr "grenzenlos live" auf hr4 in geschätzten 250.000 Haushalten zu hören.Über 500 Zuschauer hatten sich auf dem Grenzgraben, der natürlichen Grenze zwischen den beiden Orten, versammelt, um bei der Direktübertragung des Radiosenders mit seiner Sommertour "Grenzgeschichten aus dem Herzen Hessens" dabei zu sein. Pünktlich um 16.04 Uhr ging man auf Sendung, und die Jagdhornbläser des Seenbachtals schmetterten zum Auftakt ihr Kommando "Die Sau ist tot" ins Horn. Für die beiden Moderatoren Marina Gust und Werner Lohr war diese Sendung in gewisser Weise eine Premiere, denn sie hatten noch nie von zwei Orten aus gleichzeitig gesendet.

Der Lardenbacher Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann und sein Kollege aus Klein-Eichen, Manfred Daniel, erklärten den vielen Gästen und den Leuten vor den Radios, dass zwischen den beiden Dörfern zwar eine natürliche Grenze verliefe, aber ansonsten seien die beiden Orte "ein Herz und eine Seele". Das sei aber nicht immer so gewesen. Vor dem 30jährigen Krieg habe sich Klein-Eichen mit seinen sechs Familien eineinhalb Kilometer weiter nördlich befunden und die Rivalität habe so weit gereicht, dass man sich gegenseitig das Heu gestohlen habe. Die Grenzstreitigkeiten seien schon lange vorbei, versicherten die Ortsvorsteher.

Grenzenlos glücklich waren vor allem die weiblichen Zuschauer, als Schlagerstar Bernd Clüver die Bühne betrat und "Der Junge mit der Mundharmonika" zum Besten gab. Auch nach fast 25 Jahren ist er noch beliebt wie einst. Die weiblichen Fans gerieten auch ins Schwitzen, als Michael Birkenfeld sein Lied "Alles geben" ins Mikrofon hauchte. Ansonsten sorgte das tolle Sommerwetter dafür das allen recht warm war.

Grenzenlose Information im Ort stellten die beiden Ortsdiener Berta Funk aus Klein-Eichen und Hans Mölcher aus Lardenbach vor. Sie hatten nämlich ihre Glocke mitgebracht, mit der sie auch noch heute durch die Straßen ziehen, um über das neueste Dorfgeschehen zu berichten. Einem riesigen Volksfest glich der Grenzgraben bei den weiteren Auftritten von Bernd Clüver und Michael Birkenfeld. Überall wurde geklatscht und gesungen.

Vielleicht auch über die Grenzen von Hessen hinaus erfuhren die Zuschauer am Radio das Rezept für die "Hessische Pizza". Karin Kratz vom Haxen-Stammtisch Lardenbach, verriet nämlich ihr Rezept für den Schmierschelkuchen.

Nach einem gehauchten "Ich liebe dich" von Bernd Clüver kam Werner Zimmer von K.A.R.L. an die Reihe. Mit der lockeren "Klein-Eichener Arbeitsgruppe zur Rettung der Lebensfreude" geht er allerdings nicht über die Ortsgrenze hinaus. Immer in Klein-Eichen im "Heebchen" bietet die Gruppe bei ihrem Sommerfest Artistik, Kabarett und Musik auf dem Land, so dass die Dorfbewohner nicht die Grenzen ihres Ortes verlassen müssen, um Kultur zu erleben, plauderte der Klein-Eichener.

Viel zu schnell ging die Stunde um, als zum Abschluß die Seenbachtaler Jagdhornbläser dem Dorfbekannten Reinhard Mölcher zu seinem 80. Geburtstag ein Ständchen bliesen. Die Jagdhornbläser sind übrigens weit über die Grenze der Gemeinde Grünberg hinaus bekannt, denn sie sind schon dreimal deutscher Meister geworden, wie ihr Leiter Otto Biedenkopf im Interview mitteilte.

Nach vielen Grenzgeschichten und Musikverabschiedete sich das 15köpfige hr4-Team von den Zuhörern an den Radios. Doch die Gäste vor Ort feierten noch lange ihr großes Volksfest an dem heißen Mittwoch im Juli, der bestimmt in die Geschichte der beiden Dörfer eingehen wird.

(T. S.)

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15. Juli 1995

EVG-Wandern

Bei ausgezeichnetem Wetter und insgesamt drei herrlichen Strecken beteiligten sich am vergangenen Wochenende (15. und 16. Juli 1995) 569 Wanderfreunde aus 36 EVG-Vereinen bei der 14. EVG-Wanderung. Bei der Veranstaltung, die von der Wanderabteilung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen organisiert und durchgeführt wurde, standen den Teilnehmern am Samstag eine sieben und eine 13 Kilometer-Strecke zur Verfügung. Ergänzt wurden diese am Sonntag mit einer durch die oberhessische Natur führende 20 Kilometer-Strecke. Die auch von 55 Wandergesellen genutzt wurde.

Start und Ziel waren wieder das DGH. Hier wurde am Sonntag auch die Siegerehrung vorgenommen. Zusammen mit dem Wanderwart Arno Böcher konnte die 1. Vorsitzende des Spiel- und Sportvereins, Barbara Erdmann an die acht Erstplatzierten EVG-Vereine Ehrenpreise übergeben. Mit insgesamt 45 teilnehmenden Wanderern belegten die Berg- und Wanderfreunde Lindenstruth vor dem Jugendsportverein Lehnheim mit 41 Teilnehmern den ersten Platz. Auf den nächsten Plätzen folgten Wanderer aus Lich, Rüddingshausen, Gießen, Rüdigheim.und aus Ulfa.

(Karl-Ernst Lind)

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14. Juli 1995

Ortsbeirat fordert Haltestelle

In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates (14. Juli 1995) ging es um ein Schreiben einer Elterninitiativgruppe, die eine Schulbushaltestelle in Klein-Eichen fordert. Neben dem Prinzip der Gleichbehandlung aller Stadtteile begründet man den Wunsch vor allem mit dem Hinweis auf den langen, aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens auch gefährlichen Weg zur Haltestelle Lardenbach. Gerade für die Schulanfänger erachten es die Eltern als dringend notwendig, eine Haltestelle in Klein-Eichen einzurichten. Als Standort wird der Platz vor der Halle Schildwächter in der Sellnröder Straße vorgeschlagen; alternativ das Anwesen Dieter Faust in der Lardenbacher Straße. Der Ortsbeirat unterstützte einstimmig den Wunsch, plädierte allerdings für die Sellnröder Straße als Standort.

Etwas verwundert über das Elternbegehren zeigte sich auf Anfrage Bürgermeister Damaschke. Er gab zu bedenken, dass die Klein-Eichener Schüler schließlich viele Jahrzehnte in die Schule nach Lardenbach gingen. Das Verkehrsaufkommen sei seither zwar gestiegen, jedoch noch immer nicht als "hoch" einzustufen. Das zeigten die städtischen Messungen. Der Bürgermeister sicherte dennoch eine Prüfung zu, wobei festzustellen sei, wie viele Kinder und zu welchen Zeiten diese unterwegs seien. Damaschke verwies abschließend auf die auch hier angezeigte Wahrung der Verhältnismäßigkeit, so sei der Schulweg für die Kinder vom Ziegelberg weiter und führe an der B49 entlang.

Weiteres Thema der Ortsbeiratsitzung war der Fortgang der Arbeiten zur Abwasserentsorgung des Wochenendgebietes "Am Galgenberg". Die 32 Grundstücke, bisher von der Stadt verpachtet, sollen mit der Kanalverlegung an die Nutzer verkauft werden. Bisher haben 23 eine Parzelle gekauft, sechs wollen weiterhin nur pachten, mit drei Nutzern werden noch Gespräche geführt. Die Baumaßnahme läuft seit etwa vier Wochen.

Wie Ortsvorsteher Manfred Daniel weiter das Gremium informierte, geht es auch mit dem geplanten Neubaugebiet "Eichwiesenfeld" voran. Bis auf einen hätten alle Grundbesitzer an die Stadt verkauft. Mit diesem einen wolle die Verwaltung ein weiteres Gespräch anberaumen und danach andere Schritte überlegen, um dennoch die Erschließung in die Wege leiten zu können.

An den Ortsvorsteher traten Klein-Eichener mit der Bitte heran, sich für die Wiederaufnahme der früheren Kurhessen-Buslinie durch den RMV einzusetzen. Dem schloß sich der Ortsbeirat an; der Magistrat soll sich für die Wiederinbetriebnahme der Linie Grünberg - Weickartshain - Lardenbach - Stockhausen - Mücke bemühen.

Der seit über einem Jahr vom Stadtteilgremium gewünschte Belegungsplan für den Friedhof liege jetzt vor. Der Ortsbeirat stimmte dem mit der Maßgabe zu, dass sich die Bauabteilung auch an die vorgeschlagene Reihenfolge hält.

Im weiteren ging es um die Frage, ob und wann die Bauabteilung gedenke, Feldwege und Böschungen zu mulchen. Ebenso bat man darum, die Räumung des Grenzgrabens von der Brücke bis zur Straße, die nach Sellnrod führt, schnellstens in Angriff zu nehmen.

(hz/tb)

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17. Juni 1995

"Gedeetz im Hebche"

Gedöns im Höfchen, wie der des Oberhessischen nicht mächtige sagen würde, machten am Samstagabend (17. Juni 1995) der Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude, kurz K.A.R.L. Und wenn die Klein-Eichener "Gedeetz" machen, so haben die K.A.R.L.-Feste seit der Gründung der Gruppe 1987 gezeigt, erwartet die Besucher stets eine bio-dynamische Mischung aus Musik, Kabarett und Varieté.

Diesmal stand stand das Fest ganz im Zeichen der Veranstaltungsreihe "Kultur und Tour" des Mittelhessischen Kultursommers, die auch vor dem kleinsten Grünberger Stadtteil nicht haltmachte. Inmitten des 220 Einwohner kleinen Ortes pulsierte trotz des prasselnden Regens das pralle Leben, ganz so, wie es der Intention von K.A.R.L. entspricht.

Für ironisch-humorvolle Unterhaltung sorgten unter anderem die "(B)Ohrwürmer" mit Szenen aus ihrem neuen Programm "Wo, bitte, geht es hier bergauf?" Dabei bewies das Grünberger Lehrer-Kabarett, dass es auch im zehnten Jahr seines Bestehens nach wie vor zu den Aushängeschildern der heimischen Kulturszene gehört. Mit einer Auswahl von Sketches und Songs nahmen sie aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft aufs Korn.

Mit Blues-, Funk-, Rock- und Soul-Eigenkompositionen heizten die Bandmitglieder von "Choice-Quality" die Atmosphäre im "Hebchen" an. Als der Sound der sechs jungen Musiker aus dem heimischen Raum durchs verregnete Klein-Eichen hallte, groovten sogar die durchnässten Zeltplanen im eingängigen Rythmus der Lieder.

Gnadenlos skurril präsentierte sich der Aktionskünstler, Artist und Straßenmusiker "Enrico", dessen außergewöhnliche Showeinlagen das Programm umrahmten. In phantasievolle Kostüme gehüllt, bezauberte "Enrico" mit seinem eindrucksvollen komödiantischen Talent. Stelzentheater, Zauberei, Feuereffekte und allerlei Nonsens begeisterten die Besucher.

"Das Ziel wurde wieder einmal erreicht", könnte man unter dem Aspekt, den K.A.R.L. bei seinen Happenings stets in den Vordergrund stellt, resümieren, nämlich, Kultur und dörflichen Lebensraum über alle Altersgrenzen hinweg miteinander zu verbinden.

(glb)

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16. Juni 1995

"Gedeetz im Hebche" Auftakt

In Zusammenarbeit mit dem Kulturförderverein Mittelhessen und der Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie der Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen findet zur Zeit (1995) der dritte mittelhessische Kultursommer statt. Im Rahmen der zahlreichen Veranstaltungen macht die "Kultur auf Tour" am Sammstag, dem 17. Juni auch in Grünbergs kleinstem Stadtteil Klein-Eichen Station.

In der Dorfmitte, im "Hebchen" unter freiem Himmel bietet der "Klein-Eichener-Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude" (K.A.R.L.) für seine Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Kabarett und Varietè. Neben dem Grünberger Kabarett "Die (B)Ohrwürmer" wird einer der Höhepunkte Enrico der Straßenmusikant sein. Mit Blues, Funk, Soul und Rock wird "Choice Quality" ihren Auftritt haben.

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10. Juni 1995

Ortsvereinsabend

Zu dem in diesem Jahr von dem Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen ausgetragenen Ortsvereinsabend konnte der erste Vorsitzende des gastgebenden Vereins eine vollbesetzte Schutzhütte auf dem Sportgelände begrüßen. Auch Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke fand man unter den Besuchern.

Eröffnet wurde der Abend durch den Auftritt des Männerchores Lardenbach/Klein-Eichen. Dieser trug drei Chöre vor. Mit einer Radioreportage von Eduard Schmidt, Ute Bukow und Bärbel Loob präsentierten sich die Grenzgrabenspritzer aus Klein-Eichen.

Mit der Darbietung einer Rollen-Gymnastik präsentierten sich unter der Leitung von Fanny Voll die Damen der Seniorengruppe, die auf Wunsch des Publikums zugleich noch eine Zugabe geben mussten. Artur Kratz und Karl-Ernst Lind vertraten mit einem Verkaufsgespräch im Buchladen an diesem Abend die Freiwillige Feuerwehr Lardenbach.

Viel Beifall bekamen die Aktiven des Kirchenchores Lardenbach/Klein-Eichen. Unter der Leitung von Gisela Langohr stellte sich der Frauenchor mit drei Liedern vor. Um den Genuss der letzten Flasche "Äppelwoi" ging es bei dem Sketch des Obstbau- und Keltervereins. Bei dem Karlheinz Hollederer, Hans Mölcher und Eduard Schmidt die Anwesenden zu begeistern wussten.

Eine weitere tänzerische Einlage boten danach die Frauen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins. Unterder Einstudierung von Sigrid Ruppel zeigten die Damen zu den Klängen von "Money, Money" eine gelungene Darbietung. Den Abschluss des offiziellen Teiles machte dann eine Gerichtsverhandlung, bei der der Gerichtsvorsitzende Reiner Roth, der mit neuen Schuen erscheinende Gerichtsschreiber Lothar Pleik, die Klägerin Margit Müller, der Angeklagte Heinz Schwanke, der Verteidiger Reiner Felsing und der Zeuge Bernd Kratz in einer unterhaltsamen Weise auftraten.

(Karl-Ernst Lind)

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25. Mai 1995

"Vatertag" im Steinbruch

Ein weiteres Mal veranstalten die "Grenzgrabenspritzer" im Klein-Eichener Steinbruch die Feier zum Feiertag. Alt und Jung, nicht nur aus Klein-Eichen und Lardenbach, verbringen einen schönen Tag in geselliger Runde. Seit über 10 Jahren ist es nun schon längst eine Tradition auf den Galgenberg zu wandern um den "Vatertag" draußen in der Natur zu erleben.

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21. Mai 1995

Silberhochzeit

Verbunden mit der Überbringung der Glückwünsche zur Silberhochzeit ihres Mitgliedes Eduard Schmidt und dessen Ehefrau Annita Schmidt setzten am vergangenen Sonntag (21. Mai 1995) die Klein-Eichener "Grenzgrabenspritzer" dem Silberpaar ein Hochzeitspaar vor den Hauseingang.

Erfreut und mit einer gewissen Vorahnung der zu erwartenden Gäste hatte das Jubiläumspaar seine Gratulanten zunächst jedoch überrascht, indem sich beide in ihrem 25 Jahre alten "Hochzeitsgewand" bei Ankunft der anschleichenden Gäste wie Puppen bereits vor ihrem Haus plaziert hatten. Nach dieser gelungenen Überraschung durch die im Mai 1970 getrauten Eheleute, ging es dann zum feucht-fröhlichen Feiern über.

(Karl-Ernst Lind)

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06. Mai 1995

Backhaus wurde zum Versammlungsraum

Mit einem vom Magistrat der Stadt Grünberg und vom Ortsbeirat Klein-Eichen organisierten Fest wurde am Samstagnachmittag (6. Mai 1995) in Anwesenheit zahlreiche Gäste der nach längerer Bauzeit aus dem ehemaligen Back- und Wiegehaus entstandene Versammlungsraum eingeweiht.

Neben Bürgermeister Siegbert Damaschke, der in Begleitung seiner Amtskollegin aus der polnischen Partnerstadt Mragowo erschienen war, konnte Ortsvorsteher Manfred Daniel noch die Stadträte Gerhard Lange, Gerhold Knöß, Werner Sann und Hartmut Schmidt willkommen heißen. Weiterhin begrüßte der Ortsvorsteher seinen Lardenbacher Amtskollegen Karlheinz Erdmann, die Ortsbeiratsmitglieder von Klein-Eichen und Lardenbach, die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, den ehemaligen Klein-Eichener Bürgermeister Erich Funk und den Gemeindeältesten Heinrich Zimmer. Daniel hieß auch die Vertreter der örtlichen Vereine und die Musiker der Seenbachtaler Bläsergruppe, die unter der Leitung von Otto Biedenkopf für die musikalische Umrahmung sorgten, herzlich willkommen.

In seiner Ansprache ging der Ortsvorsteher auf die Geschichte dieses nunmehr im neuen Glanz erscheinenden Gebäudes ein. Er nannte das Jahr 1806 als mögliches Entstehungsjahr des Backhauses. Im Jahre 1838 wurde in dem Gebäude ein neuer Backofen eingebaut. Nach mündlicher Überlieferung sei wahrscheinlich im April 1964 letztmalig gebacken worden. Die sich bisher direkt am Backhaus anschließende Viehwaage war laut den überlieferten Unterlagen einst die Schmiede von Johann Karl Dörr. Mit den Umbauarbeiten sei aus diesem Teil nach einer am 16. Mai 1994 gefassten Entscheidung nunmehr ein WC-Bereich mit Lagerraum entstanden. Manfred Daniel dankte besonders den städtischen Gremien und Familie Dittrich für die Unterstützung. Seine Anerkennung sprach er auch dem Ortsbeiratmitglied Werner Zimmer aus, der für die Zusammenstellung der begleitenden Ausstellung über das Backhaus sorgte.

Bürgermeister Damschke sah die Durchführung dieser Maßnahme als richtig an. Man habe hierbei an den Bedürfnissen für den Stadtteil geplant. Die Nutzung dieses Raumes liege nun ganz alleine bei den Klein-Eichenern. Die Materialkosten bezifferte das Stadtoberhaupt mit 36.113,- DM, wobei noch von der Jagdgenossenschaft Klein-Eichen/Stockhausen eine Spende für die Anschaffung des Ofens erfolgte. Zugleich dankte Damaschke neben den städtischen Gremien und den Mitgliedern des Bauhofes besonders dem Ortsbeirat Klein-Eichen für die Unterstützung bei Planung und Ausführung.

Mit dem Auftritt der Kultur-Gruppe K.A.R.L., die mit der eigenen Mundartkomposition "Doas Deerf is moi Deerf" und mit einem Gedicht, ebenfalls in Mundart, von Erika Bienek wurden die Gäste bestens von heimischen Künstlern unterhalten. Den Abschluss des offiziellen Teiles machten nochmals die Jagdhornbläser, denen zuvor deren Leiter Otto Biedenkopf einige anmerkende Worte zu dem Backhaus seines einstigen Heimatortes Klein-Eichen voranstellte.

(Karl-Ernst Lind)

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23. April 1995

Rallyefahrer des AMC-Grünberg

Ihre erste Bewährungsprobe hatten die Nachwuchsfahrer des AMC-Grünberg schon im März bei der ADAC-Rallye Ostwestfalen-Lippe bestanden. Sven Keller (Lardenbach) und Co-Pilot Claus Peter Wacker starteten um den Gruppe H Cup 1995 auf dem Truppenübungsplatz in Augustdorf. Die beiden Rallyefahrer mit ihrem etwa 200 PS starken Opel Manta 200i werden unterstützt von ihrem Serviceteam Jens Daniel (Klein-Eichen) und Peter Jung (Freienseen). Am 23. April 1995 präsentierte sich das Rallyeteam des AMC-Grünberg bei der Neuwagenausstellung an der Grünberger Gallushalle. Dabei konnten sie den interessierten Besuchern fachkundige Auskunft geben.

(HZ)

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07. April 1995

Volksbank-Jubiläum

Mit einem Festakt und einem abwechslungsreichen Programm feierten am Freitag, dem 7. April 1995 die Mitglieder der Volksbank Gießen das 75jährige Bestehen der Zweigstelle, die sich nach der 1920 als Landwirtschaftliche Bezugs- und Kreditgenossenschaft gegründeten Einrichtung vor 24 Jahren der Volksbank in Gießen anschloß.

Zu der Feier konnte das örtliche Beiratsmitglied Karlheinz Erdmann den Grünberger ersten Stadtrat Gerhard Lange, den Ortsvorsteher aus Klein-Eichen Manfred Daniel sowie die Mitglieder der beiden Ortsbeiräte und auch die Vorsitzenden der örtlichen Vereine willkommen heißen. Sein Gruß galt auch Bankdirektor Herbert Mack und dem Aufsichtsratsmitglied Rudolf Velten.

Bevor Beiratsmitglied Erdmann einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung der von 65 Landwirten gegründeten Bezug- und Kreditgenossenschaft vermittelte, trug der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen drei Chöre vor.

Wie der Chronik zu entnehmen war, lag der Schwerpunkt der Genossenschaft zunächst auf dem Verkauf von landwirtschaftlichen Verbrauchsstoffen und Erzeugnissen. Jedoch konnten die Mitglieder auch Vorschüsse, wie Kredite zu jener Zeit genannt wurden, nehmen. Als erster Vorsitzender wurde der Klein-Eichener Karl Müller gewählt und als Rechner und Lagerhalter bestellte man Christian Schmidt II., der vor Amtsantritt eine Sicherheitsleistung bringen musste.

Die Notwendigkeit einer eigenen Kasse im Dorf schlug sich in den Folgejahren deutlich in den Mitgliederzahlen nieder. So waren 1937 einhundert Mitglieder zu verzeichnen. Im Jahre 1950 wurde im Nachbarort Freienseen ein Zweitlager eröffnet, das von August Jung geleitet wurde. Es begann die Epoche des im Dorf als der "Große Wilhelm" bekannten Wilhelm Schmidt, der das Lager von seinem Vater übernahm.

Der Änderung der Geschäftstätigkeit kam die Mitgliederversammlung im Jahre 1958 nach, wo die Umformierung in die Spar- und Darlehnskasse vollzogen wurde. 1962 übernahm Albert Müller den Vorsitz des Institutes und Ernst Lind leitete dann ab 1966 das Geld- und Warengeschäft.

Aus wirtschaftlichen Gründen und wegen des größer werdenden Kostendruckes im Kreditwesen, wurde am 25. Februar 1971 von den Mitgliedern der Zusammenschluss mit der Volksbank in der Westanlage in Gießen beschlossen. Nach der Pensionierung von Ernst Lind im Jahre 1978 wurde Dieter Stroh Zweigstellenleiter. Dieser konnte am 25. Oktober 1980 in das neu errichtete Bankgebäude in der Seentalstraße einziehen.

In seiner Festrede ging Bankdirektor Herbert Mack auf die 75jährige genossenschaftliche Arbeit vor Ort ein. Er sprach von den Jahren des Fortschritts in der Technik, aber auch von der Tragik und verhängnisvoller Irrtümer in dieser Zeit. Ziel dieser in Lardenbach und Klein-Eichen im Gegensatz zu anderen Gemeinden schon frühzeitigerfolgten Gründung sei die genossenschaftliche Selbsthilfe bei der Beschaffung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und die Gewährung von Krediten gewesen.

Mack nannte die geschlossene Ehe zwischen der Spar- und Darlehenskasse Lardenbach und der Volksbank Gießen ein sich bis heute bewährter Zusammenschluss. Auch in einer von der Technik bestimmten Zeit bleibe der Mensch das Maß aller Dinge und der Händedruck am Bankschalter mit ein wesentliches Merkmal bei der Dienstleistung der Volksbank Gießen.

Grüße und Glückwünsche der städtischen Gremien überbrachte anschließend Grünbergs erster Stadtrat Gerhard Lange. Er stellte das genossenschaftliche Handeln der Gründer und die Gemeinsamkeit der Mitglieder in den Vordergrund. Aus den Händen von Direktor Mack konnte er sodann auch eine speziell für Lardenbach gedachte Zuwendung entgegennehmen.

Für die örtlichen Vereine gratulierte Karl-Ernst Lind. Er gab zugleich der Hoffnung Ausdruck, dass die bisher gute Zusammenarbeit mit den Vereinen sowie der Service der Volksbank Gießen auch in Zukunft für die Vereinsmitglieder erhalten bleibe. Sein Dank, der verbunden war mit der Übergabe eines Erinnerunggeschenkes an Direktor Herbert Mack, galt auch für die von dem Kreditunternehmen bisher geleistete Unterstützung der Vereine.

Für die weitere Programmgestaltung des Abends sorgte dann die unter Leitung von Sigrid Ruppel auftretenden Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen mit einer Tanzanlage. Als Land- und Stadtmaus präsentierten Doris Rühl und Sigrid Ruppel dann einen gekonnt vorgetragenen und mit viel Beifall bedachten Sketch.

Den Abschluß des Abends machte vor dem Aufspielen der bekannten Kapelle "Die Amigos" die Gruppe "Heinrich", die mit ihrem musikalischen Jubiläumsstrauß diesem Jubiläum im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus einen weiteren Höhepunkt verlieh.

(Karl-Ernst Lind)

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17. März 1995

Neuwahlen beim Obstbau- und Kelterverein

Der 60 Mitglieder zählende Obstbau- und Kelterverein Lardenbach/Klein-Eichen führte am Freitag, dem 17. März 1995 seine alljährliche Mitgliederversammlung, zu der auch die Familienangehörigen der Vereinsmitglieder geladen waren, durch.

Vereinsvorsitzender Hans Mölcher stellte in seinem Jahresbericht die letzte Mitgliederversammlung und die Durchführung des traditionellen Sommerfestes in den Vordergrund. Sein Dank galt dem örtlichen Sportverein für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und zudem auch dem Keltermeister Karlheinz Brenden für die Durchführung der Kelterei.

Mölcher führte weiter aus, dass in diesem Jahr die Instandsetzung der Kelteranlage vorgesehen sei. Anerkennung sprach er dem Mitglied Johann Zimmer aus, der sich besonders der Baumpflege gewidmet habe.

Einen positiven Kassenbericht vermittelte Rechner Roland Voll. Er, sowie auch der gesamte Vorstand wurden auf Antrag der Kassenprüfer Eduard Schmidt und Heinz Schwanke einstimmig von der Versammlung entlastet.

Der zweite Vorsitzende Uwe Hartmann informierte die Mitglieder, dass im letzten Jahr die Kelteranlage insgesamt 520 Mal genutzt worden sei. Hierbei standen die Kelter 420 Mal den Nichtmitgliedern zur Verfügung. Insgesamt wurden 52.000 Liter Most gewonnen. Das Ausleihen des vereinseigenen Schredders und des Vertikutierers sei zwei bis dreimal erfolgt.

Einen Einblick in den zu betreuenden Baumbestand gab Baumwart Johann Zimmer. Er führte aus, dass sich 27 Apfelbäume auf dem Galgenberg, 24 am Freienseener Weg und 14 beim Dorfgemeinschaftshaus befänden. Weiterhin stünden zwei Speierlinge zur Verfügung. Der Baumwart wie auch erster Vorsitzender Mölcher appellierten an die Mitglieder, sich verstärkt der Baumpflege zu widmen und die notwendigen vom Verein anberaumten Arbeitseinsätze durchzuführen.

Das diesjährige Sommerfest findet den Worten von Mölcher nach dem 24. Juni statt und wird von den Ehepaaren Weeke, Böcher, Erdmann und Schmidt organisiert.

Bei den anschließenden Neuwahlen gab es nur eine Veränderung. So wurde Hans Mölcher einstimmig als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Ebenso bleiben Kassenwart Roland Voll, Schriftführer Dieter Langohr und die Beisitzer Norbert Dittrich und Reinhard Mölcher jun. in ihren Ämtern. Lediglich der zweite Vorsitzende wurde für den nicht mehr kandidierenden Uwe Hartmann mit Thorsten Herdejost neu gewählt. Die Kasse prüfen in diesem Jahr Eduard Schmidt und Bernd Kratz.

(Karl-Ernst Lind)

 
10. März 1995

Sportverein 1995 im Gasthaus

Im Gasthaus Bukow eröffnete am vergangenen Freitag (10. März 1995) die 1. Vorsitzende des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen, Barbara Erdmann, die turnusgemäße Jahreshauptversammlung. Ihr besonderer Gruß galt den beiden Ortsvorstehern Manfred Daniel und Karlheinz Erdmann.

Nach dem Gedenken an das verstorbene Ehrenmitglied Ernst Keller legte die 1. Vorsitzende ihren Tätigkeitsbericht vor. Hierbei erwähnte sie, dass von den derzeitigen 262 Mitgliedern fast die Hälfte im Verein sportlich aktiv seien. Sie stellte zudem fest, dass der Verein mit seinen Sparten auch für jedes Alter die Möglichkeit zur körperlichen Betätigung biete.

Als herausragende Veranstaltung nannte sie die Durchführung der 13. EVG-Wanderung. Der vom Verein geplante Ortssporttag habe aus Witterungsgründen leider ausfallen müssen. Sie dankte zum Abschluß ihrer Ausführungen allen Aktiven sowie den Funktionsträgern und den Abteilungsleitern, denen sie ein kleines Geschenk für die geleistete Arbeit überreichte.

Einen positiven Kassenbericht legte Gerda Weeke vor, der bei den Mitgliedern Zustimmung fand und auf Antrag der Kassenprüfer Gerhard Pernak und Ursula Berg zur einstimmigen Entlastung des Vorstandes führte.

Für die Fußballabteilung gab sodann Reinhard Mölcher den Bericht, aus dem hervorging, dass die erste wie auch die zweite Mannschaft der Spielegemeinschaft Lardenbach/Klein-Eichen/Weickartshain in der letzten Sasion den neunten Platz belegten. Zur Zeit stehen die Senioren auf Platz zehn und Platz acht, wobei die erste Mannschaft das Ziel, sich unter den ersten zehn zu halten, anstrebe. Teilgenommen hätten die Fußballer noch am Stadtpokal in Stangenrod.

Von vier Spielen mit drei Siegen der Altherren-Mannschaft berichtete Eduard Schmidt. Er hoffe, dass in diesem Jahr mehr Spiele ausgetragen werden können.

Von einem überaus erfolgreichen Wirken der Tischtennis-Abteilung konnte deren Leiter Frank Hollederer berichten. Die erste Mannschaft habe zum Sasionende auf Rang fünf gelegen, die zweite Mannschaft belegte den letzten Platz und stieg in die zweite Kreisklasse ab. Die Jugendmannschaft belegte am Ende der Runde den 7. Platz. Zur Zeit steht die erste Mannschaft ebenfalls auf Platz fünf.

Die zweite Mannschaft steht in ihrer Klasse ganz vorne und konnte zudem auch den Kreispokal holen. Als bester Einzelspieler in der Bezirksklasse Fulda West ging Gunter Berg hervor. Einen weiteren Erfolg konnte die Tischtennisabteilung mit dem Gewinn des Grünberger Stadtpokals erreichen. Bei der Kreisrangliste der Jugend konnte Ulrich Hansel Platz eins und bei der Bezirksrangliste Platz acht belegen. Bei den Spielen der Kreisrangliste der Senioren standen am Ende Jochen Hansel auf Platz fünf und Gunter Berg auf Platz 1. Beide Spieler waren auch bei den Kirtorfer Stadtmeisterschaften erfolgreich.

Von einem Aufschwung des unter der Leitung von Sabine Hartmann stehenden Kinderturnens berichtete Vorsitzende Barbara Erdmann. Zur Zeit beteiligten sich etwa 15 Kinder an den Übungsstunden. Ein umfangreiches Programm absolvierten die Damen der Gymnastikgruppe. Wie Abteilungsleiterin Waltraud Mölcher bekundete, habe man unter der Führung von Sigrid Ruppel im letzten Jahr mehrere Auftritte, die zusätzliches Üben notwendig machten, durchgeführt. So seien Auftritte in Bobenhausen, beim heimischen Ortsvereinsabend und beim Fasching zu verzeichnen.

Mit einem sportlichen Programm der drei "S", die für Sport und Spannung, Spiel und Bewegung sowie für Spaß und Freude stünden, führte nach den Worten ihrer Leiterin Fanny Voll die Seniorengymnastikgruppe ihr umfangreiches Programm im Jahre 1994 durch. Bei den 41 Übungsstunden und dem Aktionstag in Staufenberg, bei zwei Tagesfahrten nach Heidelberg und zur Loreley und bei der Weihnachtsfeier erlebten die insgesamt 30 Aktiven viel Freude. Die Übungsleiterin dankte ausdrücklich dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit.

Seinen Dank an alle Unterstützer richtete auch Wanderwart Arno Böcher aus. Er nannte die eigene EVG-Wanderung am 15. und 16. Juli 1995 und mit der Aufforderung, sich verstärkt an den einzelnen EVG-Wanderungen zu beteiligen, endeten die Berichte der Spartenleiter.

Es schloss sich die Wahl des Kassenprüfers Thorsten Schätzle für den ausscheidenden Vorgänger Gerhard Pernak an.

Geehrt wurden nun für 15 Jahre aktive Vereinsmitgliedschaft das anwesende Mitglied Helma Berg sowie die verhinderte Karin Fitzthum. Ebenfalls nicht anwesend waren Inge Nickel und Rudolf Schön, die für ihre 25jährige passive Vereinstreue mit Ehrennadel und Urkunde bedacht werden sollten.

(Karl-Ernst Lind)

 
07. März 1995

Ortsbeirat

Ortsvorsteher Manfred Daniel weist darauf hin, dass die heutige Sitzung im "Backhaus" die erste Sitzung eines Klein-Eichener Gemeinde- oder Ortsbeirates ist, die in eigenen öffentlichen Räumlichkeiten stattfinden kann. Einig sind sich die Ortsbeiratsmitglieder, dass das ehemalige Klein-Eichener Backhaus, trotz seiner neuen Nutzung, für die Ortsbevölkerung immer das "Backhaus" bleiben wird.

In dieser Ortsbeiratsitzung ging es vor allem um die Vorschläge für das Ortsgericht sowie den Termin für die Einweihung des neuen Sitzungsraumes. Für das Ortsgericht schlug man Ortsvorsteher Manfred Daniel und Werner Zimmer vor. Der Termin für die Einweihungsfeier wurde auf den 6. Mai gelegt.

 
23. Februar 1995

Einführung der Bio-Tonne

"Wir schließen den Kreislau!" Mit diesen Worten übernahm am Donnerstagvormittag (23. Februar 1995) der hauptamtliche Erste Kreisbeigeordnete Wilfried Schmied, der in der Kreisverwaltung für die Abfallwirtschaft zuständig ist, an seinem Wohnort die grüne Bio-Tonne. 37.000 Bio-Tonnen für 50.000 Haushalte im Landkreis Gießen hat das Zentrum für Arbeit und Umwelt Gießen (ZAUG) seit Herbst 1994 verteilt.

In zwölf Städten und Gemeinden mit 77 Stadt- und Ortsteilen des Landkreises sind nun die verbliebenen Haushalte ebenfalls an den Wiederverwertungskreislauf angeschlossen: Die grünen Abfälle kommen in die Bio-Tonne und werden somit getrennt gesammelt und zu Gießener Kompost verarbeitet.

Im Vorfeld der Verteilung wurden vor neun Monaten von 85 Austrägerinnen und Austrägern, vom Schüler bis zum Rentner, Informationsmaterial über den genauen Ablauf des Verfahrens und über die Nutzung der Bio-Tonne verteilt. Alle Eigentümerinnen und Eigentümer der Grundstücke in den zwölf Kommunen erhielten weitere Nachrichten und persönlich an sie adressierte Briefe. Auch für die mündliche Nachfragen gab es ein "Kompost-Telefon"

Am Beispiel Bio-Tonne werde das wachsende Umweltbewußtsein innerhalb der Bevölkerung und damit verbunden die zunehmende Bereitschaft, sich aktiv an der Verringerung des Müllvolumens zu beteiligen, deutlich. Ein Beleg dieser These ist für den Abfallwirtschaftsdezernenten deshalb auch die Tatsache, dass die Anschlußquote bei den Grundstücken in allen Städten und Gemeinden durchweg über 90 Prozent ausmacht.

(HZ)

 
19. Februar 1995

Landtagswahl 1995

Die Wahlen zum 14. Hessischen Landtag fanden am 19. Februar 1995 bzw. in einem Wahlkreis am 5. März 1995 statt. Zugleich mit der Landtagswahl wurde eine Volksabstimmung (obligatorisches Referendum) über die Annahme der Senkung des passiven Wahlalters durchgeführt, die von der Mehrheit der Abstimmenden verworfen wurde. Bei der Landtagswahl wurde die CDU stärkste Partei, die regierende Koalition aus SPD und Grünen aber bestätigt.

In Klein-Eichen waren 183 Einwohner zur Wahl des Hessischen Landtages aufgerufen. Im Vorfeld haben davon 7 von der Möglichkeit der Briefwahl gebrauch gemacht. Auf den Weg zum Wahllokal in das Gasthaus Bukow machten sich 125 Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung mit den Briefwählern lag bei 72%.

Bei der Volksabstimmung über das Gesetz zur Änderung des Artikels 75 der Verfassung des Landes Hessen in dem es um das Wählbarkeitsalter geht, haben 41 mit Ja gestimmt und 76 mit Nein. Damit wurde die Wählbarkeit mit 18 Jahren, wie im Land, abgelehnt.

 

Das Ergebnis (ohne Briefwahl!):

Wahlberechtigt: 183  
Wähler: 125 68,3%
Wähler (mit Briefwahl): 7 72,1%
Ungültige Stimmen : 4 (Erststimme) 2 (Zweitstimme)
     
Davon entfielen auf (ohne Briefwahl): Erststimme Zweitstimme
SPD
50 (41,3%) 43 (34,4%)
CDU
59 (48,8%) 62 (49,6%)
GRÜNE
4 (3,3%) 13 (10,4%)
FDP
4 (3,3%) 2 (1,6%)
ÖDP
- -
REP
2 (1,7%) 1 (0,8%)
DKP
- -
NPD
- -
Naturgesetz
- -
PBC
2 (1,7%) 2 (1,6%)
 
17. Februar 1995

MGV "Eintracht" 1995

Nach der Begrüßung der Mitglieder und des Chorleiters Ottmar Hasenpflug durch den Vereinsvorsitzenden Karlheinz Erdmann gedachten zu Beginn der diesjährigen (17. Feb. 1995) Jahreshauptversammlung des Männergesangvereins Lardenbach/Klein-Eichen die 38 anwesenden Mitglieder den verstorbenen Mitgliedern Ernst Keller und Berta Plenge.

Im direkten Anschluß gab der Vorsitzende seinen Tätigkeitsbericht ab. Aus dem ging hervor, dass der Chor im letzten Jahr 35 Singstunden und 20 öffentliche Auftritte absolvierte. Neben den Ständchen bei zahlreichen Mitgliederjubiläen standen das Singen in der Kirche und im Seniorenheim Grünberg sowie die Auftritte beim Feuerwehrjubiläum als auch beim Seenbachtaltreffen in Weickartshain auf der Tagesordnung.

Erwähnung fand in der Rückschau von Erdmann auch die traditionelle Weihnachtsfeier und der Seniorennachmittag wie auch der Besuch der Sängerfeste von den befreundeten Vereinen Harbach und Weickartshain.

Einen ausführlichen Kassenbericht erstattete danach Rechner Karlheinz Hollederer, dem, wie auch dem gesamten Vorstand, auf Antrag der Kassenprüfer Albert Hofmann und Leo Müller einstimmig Entlastung erteilt wurde. Zum Nachfolger im Amt des Kassenprüfers wurde Werner Siedler für den ausgeschiedenen Albert Hofmann bestimmt.

Für den regelmäßigen Besuch aller Singstunden wurden Heinz Schwanke, Karl-Ernst Lind und Erich Dörr sowie die nur einmal fehlenden Reiner Felsing, August Erdmann und Werner Siedler mit einem Weinrömer ausgezeichnet. Diese Ehrung wurde ebeneso Reiner Roth, Klaus Kratz und Erwin Volp zuteil, die lediglich zweimal fehlten.

Nach ausführlicher Diskussion fand bei den Mitgliedern ein vorliegender Antrag auf eine Beitragserhöhung keine Mehrheit.

Zum Abschluß der Versammlung gab Vorsitzender Erdmann noch die im Jahre 1995 anstehenden Termine bekannt, wobei neben den umfangreichen, nicht nur bei Mitgliederjubiläen, anstehenden Auftritten besonders das eigene 110jährige Vereinsbestehen am 7. Oktober 1995 und das am 6. Mai in Grünberg stattfindende Kritiksingen im Vordergrund stehen.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
28. Januar 1995

Faschingssitzung im DGH

Mit einem abwechslungsreichen Programm in einem vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus feierten am Samstag (28. Januar 1995) die Lardenbacher und Klein-Eichener ihren diesjährigen Fasching. In Regie der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach sorgten die Akteure mit ihren Vorträgen und Darbietungen für eine ausgezeichnete Stimmung.

Zu Beginn der Sitzung, die von dem "Lardenbacher Dreirädchen" mit Sitzungspräsident Jürgen Hofmann geleitet wurde, begrüßte der 1. Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr, Karl-Ernst Lind, auch Stadtrat Gerhold Knöß und die Elferratsmitglieder der Groß-Eichener Fassenacht.

Mit Spannung erwartet wurden Eduard Schmidt, Heinz Schwanke und Karlheinz Hollederer, die als der "alte Ortsdiener und seine zwei Stammtischfreunde" das Ortsgeschehen der beiden Grünberger Stadtteile durchleuchteten.

Im direkten Anschluss folgte dann der Einmarsch des Grünberger Prinzenpaares Gaspare I. und seiner Lieblichkeit Ellen I., die unterstützt von ihrem Hofstaat an die Mitglieder des Dreirädchens Jürgen Hofmann, Karl-Ernst Lind und Reiner Felsing sowie an Doris Rühl, Sigrid Ruppel, Jürgen Maus und Thomas Zabel auch den Prinzenorden verliehen.

Mit dem Lardenbacher Faschingsorden, den neben allen Aktiven des Abends auch Tontechniker Jürgen Maus und die Büttenschieber Reinhard Mölcher und Björn Swoboda sowie das Groß-Eichener Elferradsmitglied Lewandowski erhielten, wurden vom Dreirädchen dann auch das Prinzenpaar und die Mitglieder des Hofstaates bedacht.

Nach dem sehenswerten und mit viel Beifall bestaunten Auftritt der Prinzengarde mit dem Gardetanz erschienen Ute Bukow und Britta Fischer als zwei "Wirtshausgängerinnen" auf der Bühne. Mit ihrem "Weibergeschwätz" standen sie ihren männlichen Stammtischbrüdern in keiner Weise nach.

Eine tänzerische Einlage boten die Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Zusammen mit ihrer Leiterin Sigrid Ruppel kamen die als Seemänner kostümierten Karin Kratz, Barbara Erdmann, Waltraud Mölcher, Sandra Schwanke, Cornelia Dietz, Sieglinde Mölcher, Gerlinde Böcher, Gerda Weeke und Heike Hofmann dem von dem Narrenvolk geforderten Wunsch nach einer Zugabe umgehend nach.

Als amtierender Ortsdiener von Lardenbach plauderte hiernach Hans Mölcher zwar keine Amtsgeheimnisse aus, doch ließ er so manches örtliche Erlebnis und auch besonders die Eigenheiten der derzeitigen Lardenbacher Straßenbaumaßnahmen jedem zu Ohren kommen.

Mit Artur Kratz erlebte die Narrhalla dann einen "Millionär", der trotz seines Reichtums am Ende doch ein "Lardenbacher" bleiben wollte.

Mit ihrem Auftritt als eine "Heiratswillige" sorgte Margit Müller vor dem Standesbeamten Eduard Schmidt für viel Gelächter im Saal. Hatte die etwas naiv wirkende und mit einigen Fressalien ausgerüstete zukünftige Ehefrau doch ernsthaft geglaubt, dass sie selbst anstatt des Aufgebotes in den Aushangkasten müsse.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends folgte mit dem nochmaligen Auftritt der Grünberger Garde, die, geschminkt von Mario Siedler, mit ihrem dargebotenen Cancan für die Anwesenden eine Augenweide waren. So wurden sie auch nach ihrer Zugabe mit einer Rakete verabschiedet.

Anschließend hatte sich das närrische Volk mit dem Besuch einer "Außerirdischen" zu befassen. Hierbei überzeugten Doris Rühl und Sigrid Ruppel in ihrer bekannten Art und sorgten für einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung.

Mit dem Auftreten der "Dorfsinger" Edwin Scharmann, Kurt Scharmann, Hans-Joachim Siebel, Gunter Berg, Karlheinz Erdmann, Karlheinz Hollederer, Karl-Ernst Lind, Hans Mölcher und Bernd Kratz unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug wurde zur Freude der nun auch mitsingenden Narrhalla in musikalischer Form das eine oder andere Dorfereignis wiedergegeben.

Mit dem großen Finale, das von den auch zum anschließenden Tanz aufspieldenden "Trojanos" eingeleitet wurde und bei dem alle Akteure nochmals die Bühne betraten, endete eine mit zahlreichen Höhepunkten ausgestattete Veranstaltung, die auch dem etwas später eintreffenden Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke das eine oder andere Lachen entlockt haben dürfte.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
13. Januar 1995

Ortsbeirat

Der Ortsbeirat Klein-Eichen hält seine letzte Sitzung in der Gaststätte Bukow ab. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Punkte Haushaltsplan 1995 und die Renovierung des ehemaligen Backhauses. Hier stehen nun die Innenputz- und Fliesarbeiten an.

 
07. Januar 1995

20 Jahre Chorleiter

Das 20jährige Chorleiterjubiläum in Lardenbach/Klein-Eichen und zugleich drei weitere Jubilaren von aktiven Sängern waren am Samstagabend (7. Jan. 1995) der Anlaß für den Männergesangverein Lardenbach/Klein-Eichen, im Dorfgemeinschaftshaus einen Liederabend durchzuführen. Zu dieser Jubiläumsveranstaltung konnte der 1. Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Karlheinz Erdmann, neben den Sangesfreunden aus Saasen auch den Vorsitzenden des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, Siegfried Wegener (Ruppertenrod) begrüßen.

Höhepunkte dieses musikalisch abwechslungsreichen Abends waren die Ehrungen, die seitens des Vereins sowie durch den Sängerbund durchgeführt wurden. So konnte Vorsitzender Karlheinz Erdmann und dessen Stellvertreter Heinz Schwanke dem Chorleiter Ottmar Hasenpflug den Dank für dessen 20jährige Chorarbeit beim Männergesangverein aussprechen. Schwanke würdigte besonders die Verdienste des Dirigenten Hasenpflug, der durch sein Können und sein Wirken bei dem Lardenbacher und Klein-Eichener Kulturträger für einen enormen Leistungsaufschwung gesorgt habe.

Ottmar Hasenpflug, der neben der Würdigung seiner Arbeit auch mit einem Erinnerungsgeschenk und Blumen bedacht wurde, sprach in seinen Dankesworten dem Chor seine Anerkennung aus. Hierbei stellte er besonders die Aufgeschlossenheit und die Unterstützung seitens der Sänger heraus. Sein besonderer Wunsch sei jedoch für die Zukunft die Aufstockung des Chores mit weiteren Sangesfreunden.

Glückwünsche und ein Geschenk zu dem Dirigentenjubiläum überbrachte auch der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach, Karl-Ernst Lind, der zudem Hasenpflug für die mehrmalige musikalische Mitwirkung bei den Faschingsveranstaltungen dankte. Weitere Anerkennung wurde dem Jubilar auch durch Siegfried Wegener vom Ohm-Lumdatal-Sängerbundes zuteil. Er erwähnte besonders die bisherige 20jährige von Harmonie geprägte Tätigkeit bei dem Grünberger Stadtteilverein.

Weiterhin würdigte Wegener die Leistung des Sangesfreund August Erdmann, der seit 1994 auf seine 60jährige Sangestätigkeit blicken kann. 1934 im Gesangverein Merlau beginnend, wechselte der zweite Tenor im Jahre 1948 nach Lardenbach. Wegener verlieh dem Jubilar die Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes in Gold mit Schleife. Auch vom Verein wurde Erdmann mit einer Auszeichnung bedacht.

Die Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes erhielten zugleich auch Richard Dietz und Karlheinz Erdmann, die sich beide seit 25 Jahren aktiv dem Chorgesang verschrieben haben. Beiden Sängern wurde ebenfalls eine Vereinsehrung zuteil.

Den musikalischen Rahmen dieses festlichen Abends eröffnete unter der Leitung des Jubilars Ottmar Hasenpflug der gastgebende Verein. Diesem Auftritt folgten die Sänger des Männerchores "Eintracht" aus Saasen. Unter der Leitung von Gisela Langohr bewies dann der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen sein Können.

Geleitet von Siegrid Ruppel traten dann die Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen mit einem Tanz auf. Das Programm setzte der Frauenchor der "Eintracht" Saasen und nochmals der Kirchenchor mit Klavierbegleitung von Heiko Rühl fort. Zum Abschluss stand der gastgebende Männerchor wieder auf der Bühne.

(gld)

 
06. Januar 1995

JHV 1995, Freiwillige Feuerwehr Klein-Eichen

Zur Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen konnte am Freitag (6. Januar 1995) der erste Vorsitzende Dieter Faust 39 der 85 Vereinsmitglieder begrüßen. Sein Willkommen galt auch dem Grünberger Stadtbrandinspektor Frank Ide und Ortsvorsteher Manfred Daniel.

Im Anschluss an seinen Tätigkeitsbericht ehrte der Vorsitzende die Mitglieder Hermann Loob, Walter Müller, Werner Siedler, Erwin Roth und Erhard Haeske sowie die nicht anwesenden Theo Hermann und Gerhard Träger für zum Teil 30 und mehr Jahre Mietgliedschaft in der Stadtteilwehr. Den Jubilaren überreichte Faust jeweils einen Ehrenteller mit Urkunde.

Dem Tätigkeitsbericht des Wehrführers Christian Loob war zu entnehmen, dass es im letzten Jahr für die "Blauröcke" in Klein-Eichen keine Einsätze gab. Mit 20 Übungen und einer Nachtalarmübung habe man die notwendige Ausbildung durchgeführt.

Stadtbrandinspektor Frank Ide überbrachte Grüße und zollte den Aktiven der Wehr für die Einsatzbereitschaft und die geleistete Arbeit seinen Dank.

Kassenwart Gerhard Schildwächter informierte die Mitglieder über die finanzielle Lage des Vereins. Dem Bericht der Kassenprüfer Walter Bingel und Erwin Kühn folgte die Entlastung des Vorstandes und die Neuwahl von Eduard Schmidt als neuen Kassenprüfer für den in diesem Amt ausscheidenden Walter Bingel. Zu Beitragskassierern wurden Timo Faust und Marco Biedenkopf bestimmt.

(Karl-Ernst Lind)

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06. Janauar 1995

Sternsinger unterwegs

Auch in diesem Jahr waren wieder die Sternsinger der "St. Anna Gemeinde" Seenbrücke in den fünf Grünberger Stadtteilen Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain unterwegs, um zum einen den Bewohnern für das neue Jahr den Segen und Frieden zu überbringen und zugleich mit dieser Aktion Mittel für die Unterstützung notleidender Kinder dieser Erde zu sammeln.

Unter dem Leitwort "Heimat für alle, damit Kinder heute leben können" und mit Unterstützung ihrer Betreuer Waltraud Eberius, Ingrid Heines, Peter Hirt, Anne Lenhart, Klaus Lenhart, Ernst Paha und Beate Scharmann zogen die diesjährigen Sternsinger Manuel Heines, Marina Heines, Karina Kleinert, Markus Müller, Lena Müller, Nadja Müller, Carsten Lampe, Thomas Lampe, Johannes Paha, Sona Röhm, Stefanie Trüller und Julia Wingefeld von Haus zu Haus und sammelten auch diesmal wieder weit über 2000 DM.

Dieses Geld wird, wie der zuständige Jugendreferent Peter Hirt, der auch zum Abschluß der diesjährigen Aktion mit den Sternsingern und Helfern in der St. Anna Kirche Seenbrücke einen Dankgottesdienst hielt, durch die Weiterleitung an das Kindermissionswerk Aachen wieder gleich mehreren Projekten bei der Bewältigung notwendiger Hilfe zugute kommen.

Im Anschluß an den Gottesdienst fand für alle Beteiligte in den Räumen des Gemeindehauses eine gemeinsame Feier mit einer reichlichen Kaffee- und Kuchentafel statt. Mit dabei war auch die langjährige Betreuerin Christel Schultheiß, welche ihre vor elf Jahren begonnene Sternsinger-Aktion bei den derzeitigen Betreuern selbstverständlich in guten Händen sieht.

(gld)

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11. Dezember 1994

Seniorennachmittag des MGV

Eine weihnachtliche Stimmung erlebten am Sonntag (11. Dezember 1994) zahlreiche Senioren aus den beiden Grünberger Stadtteilen Lardenbach und Klein-Eichen beim zweiten Seniorennachmittag im neuen Dorfgemeinschaftshaus. Als federführender Verein hatte diesmal wieder der Männergesangverein Lardenbach/Klein-Eichen zu einem abwechslungsreichen Programm mit anschließender Kaffeetafel eingeladen.

Die Programmgestaltung wurde neben den Auftritten des Männerchores, der unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug auftrat, überwiegend von Kindern aus Lardenbach, Klein-Eichen und Seenbrücke vorgenommen. Die Einstudierung der 26 Jungen und Mädchen, die am Abend zuvor mit zusätzlichen acht Akteuren schon einen Auftritt absolvierten, lag in den Händen von Sigrid Ruppel und Doris Rühl. Mit ihren zahlreichen Vorträgen und einem Weihnachtsspiel erfreuten die jungen Künstler die Anwesenden und ernteten hierfür verdienten Applaus.

Eine Programmbereicherung war der Auftritt des Kirchenchores. Unter Leitung von Minette Kraft taten die Sängerinnen ebenfalls gekonnt die festliche Zeit kund.

Als besondere Einlage boten die Frauen der Seniorengymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen unter der Leitung von Fanny Voll den älteren Mitbürgern eine Ballgymnastik, der auf Wunsch des Publikums als Zugabe noch eine weitere rythmische Darstellung folgte.

Mit dem Spielen eines Sketches, bei dem es um das Lösen einer Rechenaufgabe ging, sorgten Margit Müller, Ingrid Daniel und Karlheinz Hollederer dafür, dass auch der Humor an diesem Nachmittag nicht zu kurz kam.

Der 1. Vorsitzende des Männergesangvereins, Karlheinz Erdmann, konnte auch den Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke und den Ortsvorsteher von Klein-Eichen, Manfred Daniel, willkommen heißen. Erdmann ging in seiner Ansprache auf die hektische Zeit vor dem Weihnachtsfest ein.

Auch Bürgermeister Damaschke wünschte sich in seinem Grußwort eher eine besinnlichere Zeit, als die derzeitige mit etwa fünfzig Kriegsschauplätzen und eine mehr vom Frieden geprägte Weihnachtszeit. Er freute sich zudem über diese Veranstaltung in Lardenbach, die auch erst durch das vorhandene Dorfgemeinschaftshaus ermöglicht wurde und sprach den Veranstaltern seinen Dank aus.

(gld)

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12. November 1994

Ortsvereine feiern gemeinsam

In einem vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus fand am Samstag (12. Nov. 1994) der im dörflichen Leben von Lardenbach und Klein-Eichen einen festen Platz einnehmende Ortsvereinsabend statt. Als ausrichtender Verein trugen in diesem Jahr die Motorradfreunde Lardenbach/Mücke mit einem abgerundeten Programm viel für die ausgezeichnete Stimmung bei.

Jürgen Hofmann, welcher durch das Programm führte, konnte neben den beiden Ortsvorstehern Karlheinz Erdmann und Manfred Daniel auch den örtlichen Pfarrer Tilmann Schmidt willkommen heißen. Er freute sich über die Anwesenheit aller fünf örtlichen Vereine und der weiteren acht Vereinigungen beider Grünberger Stadtteile. In seiner Ansprache stellte er auch das positive Zusammenarbeiten der Gruppen heraus. Diese Harmonie wirke sich entscheidend auf das Dorfleben aus, wobei man letztlich sagen könne: "Unser Dorf lebt".

Mit dem Auftritt des Kirchenchores Lardenbach/Klein-Eichen, der unter der Leitung von Gisela Langohr zwei Chöre vortrug, begann die Programmfolge. Hiernach präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Lardenbach durch ihren Vorsitzenden Karl-Ernst Lind dem Publikum ein Ratespiel, bei dem die vier mitwirkenden Kandidaten zur Belustigung im Saal beitrugen. Unter der Leitung ihres Dirigenten Ottmar Hasenpflug traten dann die Sänger des Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen mit zwei Chören auf die Bühne.

Einen Tüchertanz legten die Gymnastikdamen des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen auf die Bretter. Unter der Leitung von Sigrid Ruppel präsentierten sie auch noch eine ebenfalls mit viel Beifall geforderte Zugabe. Mit einem gesungenen Mundart-Vortrag erlebten die Gäste der Veranstaltung K.A.R.L., den Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude. Das selbst verfasste Klein-Eichen Lied "Des Derf is doi Derf" trugen die sechs K.A.R.L.-Mitglieder nach der Musik von Woody Guthrie vor.

In dem vom Alleinunterhalter Roger Stacy, der nach dem offiziellen Teil auch für die notwendige Tanzmusik sorgte, zwischendurch immer wieder musikalisch untermalten Programm folgten dann die Grenzgrabenspritzer aus Klein-Eichen mit Margit Müller, Ingrid Daniel und Karlheinz Hollederer. Diese drei Akteure spielten gekonnt einen Sketch, der neben der am Ende doch wahrlich überzeugenden "Rechenkünste" der Darsteller für viel Stimmung sorgte. Zum Abschluss durften sich die Anwesenden nochmals über den Auftritt des Männerchores freuen.

(ld)

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19. Oktober 1994

Militärischer Nachtflug-Korridor

Die Bürgermeister der von der Änderung des Nachtflug-Streckensystems betroffenen Städte und Gemeinden wurden am 14. Oktober per Fax zu einer Informationsveranstaltung am 19. Oktober 1994 ins Fuldaer Stadtschloß eingeladen. Reichlich spät, so der Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke, denn auch die Verwaltungschefs von Laubach, Pohlheim und Lich hatten wegen bereits anderweitig zugesagter Termine Vertreter nach Fulda geschickt. Auch der Bürgermeister von Mücke, Dieter Böck, war unter den Tagungsteilnehmern, denn der größte Teil der Großgemeinde wird weiterhin von den Düsenjets "voll abgedeckt".

Grund für die, so Damaschke, "Alibitagung" war die Änderung der bereits seit Bestehen der Tiefflugaktionen überflogenen Trasse (siehe Skizze). Die Aufteilung in neue Flugkorridore wird notwendig durch die Einbeziehung der neuen Bundesländer in den Übungsbetrieb.

Die Abteilung Flugbetrieb im Luftwaffenamt der Bundeswehr teilt dazu folgendes mit: Der Flugbetrieb mit strahlgetriebenen Kampfflugzeugen der früheren UdSSR wurde mit dem 15. 7. 1994 endgültig eingestellt. Dadurch wurde es der deutschen Luftwaffe ermöglicht, das Korridorsystem in den neuen Bundesländern, das den Flugbetrieb der Bundeswehr von dem der sowjetischen Luftstreitkräfte trennte, aufzuheben.

Für die Teile, der Bevölkerung, die bisher vom Flugbetrieb betroffen waren, wird sogar eine spürbare Erleichterung eintreten. Andererseits werden Bewohner von Gebieten, in denen bisher kein militärischer Flugbetrieb durchgeführt wurde, einen Teil der Lärmbelästigung mittragen müssen. Nach Abschluß der Strukturmaßnahmen der Luftwaffe wird in den nächsten Jahren insgesamt eine deutliche Reduzierung fliegerischer Aktivitäten in ganz Deutschland zu erwarten sein.

Die Kernstadt Laubach wird nach den neuen Plänen auch weiterhin in der Tiefflugzone liegen. Neu hinzugekommen sind hier die Stadtteile Ruppertsburg und Gonterskirchen, wogegen sich Lauter nun außerhalb der "Geräuschkulisse" befindet. Die Kerngemeinde Grünberg und ein großer Teil der Stadtteile fallen weitgehend heraus. Nur die seither schon betroffenen Seenbachtaldörfer Weickartshain, Stockhausen, Lardenbach und Klein-Eichen, müssen auch zukünftig mit den Tiefflügen leben. Für die Bürger der Großgemeinde Mücke ist keine Änderung in Sicht. Da sich hier der neue und alte Tiefflugkorridor kreuzen, muß der allergrößte Teil der Mücker weiterhin mit den Belästigungen durch den nächtlichen Fluglärm leben.

Bürgermeister Damaschke informierte die HZ darüber, dass er den Leiter der Staatlichen Abteilung beim Landratsamt in Gießen gebeten habe, die neuen Streckenplanung zu überprüfen, da die Region bereits durch den Zivilflugverkehr (Warteschleifen vor Landung auf dem Rhein/Main) belastet sei. Die Mindesthöhe sei bereits vor der Wiedervereinigung Deutschlands vom Verteidigungsminister von 150 Metern auf 300 Meter heraufgesetzt worden. Die Grundlage hierfür bildeten die höchsten Erhebungen des überflogenen Gebiets.

Von vormals 130.000 Flugstunden reduzierten sich die Übungsaktivitäten bis zum nächsten Jahr auf rund 16.000 Stunden, Feiertage und Wochenenden seien von Flugbetrieb ausgenommen. Die neue, an der früheren Zonengrenze entlang führende, Tiefflugzone werde, so Damaschke vorwiegend in den Wintermonaten von montags bis donnerstags genutzt und der Flugbetrieb werde bis 24 Uhr beendet sein. Da in den Wintermonaten der Nachtflugbetrieb früher aufgenommen werden könne, gehe das Bundesverteidigungsministerium davon aus, dass der Übungsbetrieb um 22 Uhr beendet sein werde.

In circa einem Jahr soll nach Auskunft des Bürgermeisters die Informationsveranstaltung wiederholt werden, um mit den Verwaltungschefs der betroffenen Kommunenen die gewonnenen Erfahrungen auszutauschen.

(HZ)

Fotos

 
16. Oktober 1994

Bundestagswahl 1994

Bei der zweiten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 kann sich die Regierungskoalition knapp behaupten. CDU/CSU erreichen 41,5 Prozent, die FDP 6,9 Prozent der Stimmen. Die Union erziehlt damit ihr schlechtestes Bundestagswahlergebnis seit 1949., auch die FDP verliert Stimmen. Später wird Helmut Kohl mit 338 gegen 333 Stimmen erneut zum Kanzler gewählt.

Die SPD, mit Spitzenkandidat Rudolf Scharping, erziehlt 36,4 Prozent. Der neue Zusammenschluß Bündniss 90/Die Grünen ist mit 7,3 Prozent drittstärkste Kraft. Die PDS scheitert an der Fünfprozenthürde, erreicht aber vier Direktmandate und zieht dank Grundmandatsregel mit 30 Abgeordneten in den Bundestag ein.

Die Ergebnisse aus Klein-Eichen: Die Wahlbeteiligung im Dorf war mit rund 88 Prozent gut gewesen. Wahlberechtigt waren 185 Wählerinnen und Wähler. Gewählt haben 156 Stimmberechtigte. Von der Briefwahl machten 8 Gebrauch. Ungültig war nur eine Stimme.

1994
1990
1983
1980
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
CDU
76/77
78/81
95/95
81/79
SPD
61/53
41/43
33/24
45/45
FDP
7/8
12/11
4/7
3/6
GRÜNE
7/13
10/10
11/18
-
REP
2/3
-
-
-
PBC
2/1
-
-
-
 
11. September 1994

Grenzgrabenfest

Nach dem Jubiläumsfest zum 10jährigen im letzten Jahr, fand das Grenzgrabenfest 1994 am 10. und 11. September wieder bei Loobs auf dem Hof statt. Der Veranstalter, die Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer, sorgten an den zwei Tagen für die nötige Infrastruktur und Bewirtung der zahlreichen Gäste. Die kamen nicht nur aus Klein-Eichen und Lardenbach, sondern auch aus den weiteren Nachbarorten. Zum Frühschoppen am Sonntag spielten, wie schon in den Jahren zuvor, die drei Volksmusikanten der Kapelle die Amigos. In gemütlicher Bierseligkeit verbrachte man ein schönes Dorffest am Grenzgraben.

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23. Juli 1994

"Es Hebche lebt!"

Tot war das "Hebche" in Klein-Eichen nicht, als K.A.R.L., der Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude, mit seinem mittlerweile achten Sommerfest unter dem obigen Motto am Wochenende für jede Menge Action sorgte. Eine große Anzahl von Besuchern bevölkerte das romantische Höfchen für einen Abend und genoss eine bunte Mischung qualitativ hochwertiger regionaler Kleinkunst.

Auf der professionellen Bühne waren eine Menge verschiedener Kunst-Genres vertreten und sorgten so für reichlich Abwechslung. Michael Roth führte durch das Programm. Mit dabei war in diesem Jahr die neu gegründete Jazzband "Pepper Jam" aus dem Raum Grünberg/Marburg, die um Bandleader Charly Schneider unter anderem ambitionierten Jazz der Swing Ära zum besten gaben.

Weiterhin stand die heimische Entertainerin Minette auf der Bühne, die mit ihrem Gesang und eigener Keyboard-Begleitung zu gefallen wusste.

Kunst einer ganz anderen Machart präsentierten die bekannten Grünberger Magier "Pinetty und Chris". Mit ihren verblüffenden Tricks versetzten die Beiden das Publikum ins Staunen.

"Pepper Jam" standen immer wieder auf der Bühne, bis spät in die Nacht. Und dann sorgten die Feuerschlucker noch für einen weiteren Höhepunkt - ohne das die Feuerwehr ausrücken musste.

(ret)

Fotos

 
12. Mai 1994

Vatertag im Steinbruch

Auch in diesem Jahr, am 12. Mai 1994, veranstalteten die Grenzgrabenspritzer zum "Vatertag" wieder ihre Feier im Klein-Eichener Steinbruch. Das Wetter zeigte sich ebenfalls wieder von seiner besten Seite. Nicht nur Väter machten sich auf den Weg auf den Galgenberg. Vielmehr ist es ein ruhiger geselliger Tag für die ganze Familie.

Fotos

 
30. März 1994

Ortsbeirat Klein-Eichen

Der Bürgermeister und Gemeindewahlleiter S. Damaschke gibt bekannt, dass das gewählte Mitglied des Ortsbeirates Klein-Eichen, Herbert Kühn, mit sofortiger Wirkung aus dem Ortsbeirat Klein-Eichen ausgeschieden ist.

Als nächstes, noch nicht berufenes Mitglied des gemeinsamen Wahlvorschlages wird daher Dieter Bienek in den Ortsbeirat berufen.

(HZ)

 
4. März 1994

Rückschau des SSV

Die gut besuchte Mitgliederversammlung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen am vergangenen Freitag in der Gaststätte Bukow gedachte nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Barbara Erdmann ihren verstorbenen Mitgliedern Erwin Groß und Wilhelm Lichau.

In ihrem Tätigkeitsbericht stellte die Vorsitzende das 12. EVG-Wandern in den Vordergrund. Trotz schlechten Wetters könne man mit der Veranstaltung noch zufrieden sein. Barbara Erdmann zollte zum Ende ihrer Ausführungen allen aktiven und passiven Mitgliedern für die Unterstützung ihren Dank.

Einen zufriedenstellenden Bericht über die finanzielle Lage gab hiernach Kassenwartin Gerda Weeke. Auf Antrag der Kassenprüfer Lothar Pleik und Gerhard Pernak wurde nach deren Bericht dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt.

Reinhard Mölcher als Spartenleiter der Fußball-Abteilung berichtete von einem vorletzten Platz der 1. Mannschaft in der Sasion 1992/93. Die 2. Mannschaft belegte den 7. Tabellenplatz. Mit einem neuen Trainer begann die Spielgemeinschaft Lardenbach/Klein-Eichen/Weickartshain dann mit verschiedenen Spielen und Turnieren. In der laufenden Runde stehe die 1. sowie auch die 2. Mannschaft derzeit auf Platz 10.

Die Alte-Herren-Mannschaft bestritt im letzten Jahr sechs Spiele, wobei nach den Worten von Mölcher auch das Gesellige nicht zu kurz gekommen sei. Für die Zukunft erhoffe sich der Abteilungsleiter für alle Mannschaften den notwendigen Erfolg.

Vom Aufstieg der 1. Tischtennis-Mannschaft in die Bezirksklasse mit 12 Punkten Vorsprung konnte Tischtennis-Abteilungsleiter Frank Hollederer berichten. Als erfolgreichster Spieler aus der gesamten Gruppe ging Gunter Berg hervor. Ebenfalls waren die beiden Doppel noch die Besten in dieser Meisterschaftsrunde. Aufgestiegen war ebenfalls die 2. Mannschaft, die derzeit in der B-Klasse spielt. Nicht ganz so erfolgreich steht derzeit die Jugendmannschaft da. Sie liegt zur Zeit am Tabellenende.

Neben der Durchführung der Vereinsmeisterschaft, bei der Gunter Berg im Einzel und Gerhard Ruppel/Frank Hollederer im Doppel Sieger wurden, richtete die Tischtennisabteilung auch den Grünberger Stadtpokal aus. Von großartigen Erfolgen bei den Kreismeisterschaften, wo Gunter Berg, Jochen Hansel und Daniel Berg ausgezeichnet abschnitten, konnte der Abteilungsleiter ebenfalls berichten.

Aus dem Geschehen der Gymnastikabteilung berichtete zunächst Barbara Erdmann von dem Kinderturnen. Hierbei stellte sie fest, dass die Beteiligung bei den von Sabine Hartmann und Irmgard Pleik betreuten Mädchengruppen wieder angestiegen sei. Bei der Damengymnastik hat es im letzten Jahr nach den Worten von Spartenleiterin Waltraud Mölcher wieder viel Abwechslung gegeben. Neben zahlreichen Auftritten beim Sängertreffen, bei der Gymnastikschau in Stockhausen, beimOrtsvereinsabend, beim Fasching und bei zahlreichen privaten Jubiläen fand auch die Geselligkeit innerhalb der Gruppe ihre Geltung. Zudem gab es noch einen Ausflug zur Bundesgartenschau und eine Weihnachtsfeier. Dank sprach die Leiterin Sigrid Ruppel aus, die als Übungsleiterin die zahlreichen Tänze einstudiert habe.

Einen positiven Rückblick statte auch Fanny Voll als Leiterin der Seniorengymnastik der Versammlung ab. Hierbei stellte sie die Teilnahme am Aktionstag in Wettenberg sowie die Beteiligung mit einer rhythmischen Gymnastik beim Hessentag in Lich ganz vorne an. Zudem gab es noch bei weiteren zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen Auftritte. Neben den sportlichen Aktionen standen auch hier die geselligen Unternehmungen wie Ausflüge und Treffen mit der Seniorengruppe aus Lehnheim zu Buche. Zum Abschluß ihrer Ausführungen hegte die Rednerin auch den Wunsch einer "Sie und Er-Gymnastik".

Das Ende der Abteilungsberichte machte Wanderwart Arno Böcher. Er führte aus, dass insgesamt 328 Wanderer an 47 EVG-Wanderungen teilnahmen. Bei der Landesverbandswanderung in Ober-Seibertenrod beteiligte sich die Abteilung mit 46 Teilnehmern. Dort wurde Karl Stojanek für 15.000 absolvierte Kilometer bei EVG-Wanderungen mit der Verbands-Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Zum Abschluss verwies Arno Böcher auf die am 16. und 17. Juli in Lardenbach stattfindende 13. EVG-Wanderung. Die 1. Vorsitzende Barbara Erdmann dankte allen Spartenleitern für ihre Arbeit und überreichte zudem eine kleine Anerkennung.

Bei den nun folgenden Ehrungen wurden Ursula Berg und Joachim Erdmann für ihre 15jährige aktive Vereinstreue ausgezeichnet. Mit der Vereinsnadel in Silber ausgezeichnet wurden in Abwesenheit Ulrike Forgel und Horst Schüler für ihre 25jährige Vereinszugehörigkeit. Eine besondere Ehrung erfuhren jedoch Reiner Roth und Eduard Schmidt, die aufgrund ihrer 25jährigen aktiven Vereinstreue die Ehrennadel in Gold verliehen bekamen.

Bei der anstehenden Neuwahl für den ausscheidenden Kassenprüfer Lothar Pleik wurde hiernach Ursula Berg für dieses Amt bestimmt. Mit Hinweis der Vereinsvorsitzenden auf den Ortssporttag am Pfingstmontag, die gemeinsam von drei Vereinen geplante Kirmes und das EVG-Wandern endete diese Mitgliederversammlung.

(ld, HZ)

 
19. Februar 1994

Neuer Vorsitzender des MGV

Nach der Begrüßung der anwesenden Mitglieder, der Ehrenmitglieder und des Chorleiters Ottmar Hasenpflug durch den 1. Vorsitzenden Heinz Schwanke gedachte die Mitgliederversammlung des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen den im letzten Jahr verstorbenen Vereinsmitgliedern Ernst Knöß, Wilhelm Lein, Erwin Groß und Wilhelm Lichau.

In seinem Tätigkeitsbericht sprach Vorsitzender Schwanke von einem arbeitsreichen Jahr, das mit insgesamt 37 Übungsabenden und mehreren öffentlichen Auftritten verbunden war. So habe man neben dem Singen bei der Jahreshauptversammlung, beim Hasenpflug'schen Sängertreffen, einem Kritiksingen, dem Singen im Altersheim Laubach und dem Auftritt beim Seenbachtaltreffen noch zwei Gottesdienste der Kirchengemeinde mitgestaltet.

Auch zum Programm beim Ortsvereinsabend hätten die Aktiven des Vereins beigetragen. Weiterhin wurde vom Männergesangverein die öffentliche Weihnachtsfeier und zum zweitenmal auch einen Seniorennachmittag durchgeführt, wo ebenfalls mit dem Auftraten der Aktiven ein wesentlicher Beitrag geleistet wurde. Erstmals habe man mit Erfolg einen musikalischen Frühschoppen durchgeführt, der auch im Jahre 1994 wieder stattfinden soll.

Umrahmt wurde von den Sängern auch die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag auf den Friedhöfen in Lardenbach und in Klein-Eichen. Dem Nachruf-Singen für die vier verstorbenen Sangesfreunde sei man nachgekommen. Weiterhin wurde bei den zahlreichen Geburtstagen, Hochzeiten, Silber- und Goldhochzeiten den Jubilaren ein Ständchen gebracht.

Wie der Vorsitzende am Ende seiner Ausführungen mitteilte, nahm der Verein auch am Festzug beim Jubiläum des Nachbarvereins Freienseen teil. Er dankte allen aktiven Sängern sowie den zahlreichen Helfern und dem Chorleiter Hasenpflug, die im vergangenen Jahr ihre Unterstützung zuteil werden ließen.

Dank sprach danach Kassenwart Karlheinz Hollederer dem Beitragskassierer Ulrich Rabenau aus. Der Vereinsrechner gab der Versammlung einen ausführlichen Bericht über die finanzielle Lage. Auf Antrag der Kassenprüfer Albert Hofmann und Walter Müller wurde im Anschluß die Vereinsführung einstimmig entlastet. Für den ausscheidenden Kassenprüfer Walter Müller wurde Leo Müller als Nachfolger gewählt.

Geehrt und mit einem Weinrömer ausgezeichnet wurden sodann Erich Dörr, Werner Frank, August Erdmann, Richard Dietz, Karl Ruppel, Günter Felsing, Klaus Kratz, Heinrich Rahn, Ernst Paha, Herbert Rühl, Heinz Schwanke, Werner Siedler und Karl Krämer, die jedesmal bzw. bis zu zweimal nicht an den Übungsstunden teilnahmen.

Aufgrund der noch zufriedenstellenden finanziellen Lage des Vereins und der nicht so allgemein günstigen wirtschaftlichen Lage sahen die Mitglieder von einem vorliegenden Antrag zur Beitragserhöhung ab.

Bei den nunfolgenden Vorstandswahlen stellte sich der seit 19 Jahren amtierende 1. Vorsitzende Heinz Schwanke für diese Position nicht mehr zur Verfügung. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde unter dem Wahlleiter Edwin Scharmann, Karlheinz Erdmann zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt. Der jedoch schon insgesamt 33 Jahre im Vorstand tätige Heinz Schwanke wurde einstimmig als Stellvertreter des Vorsitzenden berufen.

Bei der Position des Kassenwartes und des Schriftführers, die mit Karlheinz Hollederer und Hans-Joachim Siebel besetzt sind, gab es keine Veränderungen. Die Wahl der Beisitzer soll durch die Aktiven innerhalb der nächsten Übungsstunden erfolgen.

Für die langjährige und unermüdliche geleistete Arbeit Schwankes dankte der neue Vorsitzende seinem Vorgänger. Dank für die fast 20jährige ausgezeichnete Zusammenarbeit sprach auch Chorleiter Ottmar Hasenpflug dem bisherigen Vereinsvorsitzenden aus. Er wünschte zugleich dem neuen Vorstand bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben eine glückliche Hand.

(ld, HZ)

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15. Februar 1994

Klein-Eichener Narren in Freienseen

Stark vertreten war Klein-Eichen beim Fastnachtsumzug im Nachbarort Freienseen. Die "Grenzgrabenspritzer" und Mitglieder der Rallye-Scheune beteiligten sich bei der 24. Auflage des Umzuges 1994. Für Freienseen ist es ein Höhepunkt der Kampagne, bei dem das Seenbachtaldorf ihr närrisches Talent unter Beweis stellt. Mit dabei waren wieder viele Ortsvereine und eben auch einige Teilnehmer aus Nachbargemeinden. Das bunte Spektakel mit viel Lokalkolorit begeisterte das Publikum mit Motivwagen und Fußgruppen die durch Straßen und Gassen zogen. Und zum Abschluss des Tages versammeln sich alle in der Turnhalle.

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22. Januar 1994

Stimmung und Humor zur Faschingssitzung

Auch in diesem Jahr konnte der 1. Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach, Karl-Ernst Lind, am Samstag wieder zu der traditionellen Fremdensitzung im Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen ein volles Haus begrüßen. Unter den zahlreichen Gästen aus den beiden Stadtteilen Lardenbach und Klein-Eichen sowie weiterer Nachbarorten weilten auch Mitglieder des Karnelvalvereins Grünberg und des Elferrates aus Groß-Eichen.

In einem abwechslungsreichen Programm, durch das von dem "Dreirädchen" mit Jürgen Hofmann, Karl-Ernst Lind und Mark Langohr geführt wurde, traten als erstes Heinz Schwanke, Eduard Schmidt und Karlheinz Hollederer als die "Drei Stammtischbrüder" auf. Erwartungsgemäß ließen diese drei wieder die heimischen Vorkommnisse des vergangenen Jahres der Öffentlichkeit zuteil werden, wobei so mancher Einwohner mit nicht immer angenehmen Dingen in Erscheinung trat.

Als nächstes nahm Ursula Rathke die Bühne ein. Mit ihrem Beitrag als "Hebamme" wußte sie gleich zu Beginn die anwesenden Narren was zu erzählen. Musikalisch und zugleich auch Sehenswertes boten die diesmal unter der Leitung von Sigrid Ruppel stehenden Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen, die als "Zillertaler Schürzenjäger" auftanzten. Hierbei mussten die als Trachtenpaar gekleideten Sieglinde Mölcher, Sigrid Ruppel, Gerda Weeke, Barbara Erdmann, Gerlinde Böcher, Karin Kratz, Ursula Berg, Waltraud Mölcher, Brigitte Ruppel und Helma Berg gleich noch eine Zugabe geben.

Als geplagter und bereuender "Aktiver von der Fassenoacht" erlebte das Publikum Hans Mölcher. Auch er erhielt entsprechend seines begeisternden Vortrages den verdienten Beifall. Mit Cornelia Nickel und Alexandra Rössler präsentierten sich der Lardenbacher Narrenschar nun ein "Fotograf mit seinem Opfer". Dieses Gespann ließ mit seinen Dialogen die Stimmung im Saal ungemein ansteigen.

Als "Die Sänger vom finsteren Walde" eroberten Ottmar Hasenpflug, Hans-Joachim Siebel, Edwin Scharmann, Gunter Berg, Karlheinz Hollederer, Karl-Ernst Lind, Hans Mölcher und Reiner Roth die Herzen der toll mitgehenden Anwesenden. Die mit Akkordeonbegleitung auftretenden und von Chorleiter Ottmar Hasenpflug auch einstudierten Sangesfreunde des Männergesangvereins Lardenbach/Klein-Eichen durften ohne geforderte Zugabe die Bühne nicht verlassen.

Förmlich in die Bütt stürmte dann der schon langjährige Aktivist Artur Kratz. Als "Aalt Werreboarde" wußte auch er, was das Narrenvolk gerne hört und sprach beiden Geschlächtern einmal so richtig aus der Seele. Nach längerer Pause trat wie eh und jeh Rudi Hassinger diesmal als "Landarzt" auf. Aus der Bütt heraus erzählte er zur Belustigung aller Narren von seiner doch recht abwechslungsreichen Tätigkeit als Doktor.

Einfallsreichtum und Können waren wieder einmal Trumpf von Sigrid Ruppel und Doris Rühl, auch ein Aushängeschild des Lardenbacher Karnevals. Als "Zwei Mäuse" zogen sie in so manches heimische, privilegierte Haus und berichteten von ihrem Lauschen und Wirken. Auch diese beiden erhielten wie alle anderen Akteure den Faschingsorden. Dieser wurde zudem noch von dem "Lardenbacher Dreirädchen" dem Tontechniker Jürgen Maus und dem Büttenschieber Reiner Felsing verliehen.

Als weiterer Höhepunkt des Abends erfolgte dann unter den Klängen des "Narrhallamarsches" der an diesem Abend ausgezeichnet spielenden "Trojanos" der Einzug des Grünberger Prinzenpaares Petra II. und Werner III. in die Lardenbacher Narrhalla. Nach einem Grußwort an die "Untertanen" durch das Prinzenpaar und durch den Vorsitzenden des KVG Grünberg Peter Walper präsentierte sich die ebenfalls einmarschierte und von Kerstin Handstein einstudierte Prinzengarde mit einem sehenswerten Gardetanz, dem sodann noch eine geforderte Zugabe folgte.

Nach der Ordensverleihung an Prinzenpaar, Hofmatschall und Garde trat dann schon, sehnlichst erwartet, "Is Feuerwehr" in Erscheinung. Unter Leitung von Hauptmann "Beck" Reiner Roth standen bei diesem Auftritt von Heinz Schwanke, Herbert Rühl, Leo Müller, Gunter Berg, Bernd Kratz, Karlheinz Erdmann, Eduard Schmidt, Arno Böcher, Artur Kratz und Reiner Roth wieder viel Unterhaltsames aus Text und Gesang auf dem Programm. Für das närrische Volk war auch dieser gelungene Auftritt ein Leckerbissen.

Den Sclußpunkt vor dem großen Finale, bei dem alle Aktiven auf der Bühne aufmarschierten und den Saal mit einigen Stimmungsliedern richtig einheizten, setzte dann nochmals die Grünberger Garde mit einem flotten Südamerikanischen Tanz.

(ld)

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14. Januar 1994

JHV der Klein-Eichener Feuerwehr

Die Ehrungen der heute noch sechzehn lebenden Gründungsmitglieder waren der Höhepunkt bei der Jahreshauptversammlung der vor 40 Jahren gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen am vergangenen Freitag (14. Jan. 1994) im Gasthaus Bukow.

In Anwesenheit des Grünberger Stadtbrandinspektor Ernst-Ludwig Ide konnte der 1. Vorsitzende Dieter Faust zusammen mit dem Wehrführer Christian Loob den Jubilaren den Dank und die Anerkennung aussprechen. Gleichzeitig wurde als äusseres Zeichen den anwesenden Gründern Walter Bingel, Georg Dittrich, Manfred Daniel, Erich Funk, Wilhelm Funk, Erwin Kühn, Ernst Lein, Albert Müller, Erwin Volp und Heinrich Zimmer eine Urkunde und eine Ehrengabe überreicht. Zu den Gründern zählen weiterhin die an diesem Abend nicht erschienenen Werner Biedenkopf, Wilhelm Gerbig, Herbert Loob, Horst Otto und Werner Schildwächter.

Besonders hob Vorsitzender Faust hervor, dass mit Manfred Daniel heute noch ein Gründungsmitglied in der Einsatzabteilung aktiv sei, der mit seinem Eintreten für die Wehr und für seinen Heimatort für den Nachwuchs als Vorbild gelte. Die Wehr selbst wurde laut den noch vorhandenen Unterlagen nach 1933 und den Kriegswirren offiziell im Jahre 1954 wieder ins Leben gerufen.

Nach dem Verlesen des Protokolls durch Schriftführer Heinz Lindenberger gab der 1. Vorsitzende einen Überblick über die Vereinsaktivitäten des letzten Jahres. Wehrführer Christian Loob berichtete hiernach aus der Einsatzabteilung von einem Ernstfall. Zudem wurden regelmäßig die Übungen und Schulungen durchgeführt, deren ausgezeichneter Besuch besonders anerkannt wurde.

Seinen sowie den Dank der städtischen Gremien für die geleistete Arbeit und die stete Einsatzbereitschaft richtete Grünbergs Stadtbrandinspektor Ernst-Ludwig Ide an die aktiven Kameraden aus Klein-Eichen.

Kassenwart Gerhard Schildwächter unterrichtete die Mitglieder über die finanzielle Lage des Vereins. Nach dem Bericht der Kassenprüfer Walter Bingel und Jürgen Müller wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt und zugleich für den ausscheidenden Kassenprüfer Walter Bingel, Erwin Kühn als Nachfolger in dieses Amt gewählt.

In einem Ausblick auf das Jahr 1994 erhoffen sich die Klein-Eichener "Blauröcke" die Auslieferung des von der Stadt Grünberg vorgesehenen und im Haushaltsplan 1993 aufgeführten neuen Tragkraftspritzen-Anhängers. Weiterhin wurde noch festgelegt, dass man im Juni den Kreisverbandstag in Annerod besuchen will.

(ld)

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08. Januar 1994

Kirchenbetrieb 1994

Die evangelische Fachwerkkirche in Lardenbach wird künftig nur noch alle vier Wochen als Gottesdienstraum genutzt. So berichtete die Heimat Zeitung im Januar 1994 über die Sitzung des Gesamtkirchenvorstandes der Pfarrei Lardenbach mit den angeschlossenen Orten Klein-Eichen, Stockhausen und Weickartshain. Seit Anfang Januar wurde die Zahl der Gottesdienste in den betroffenen Gemeinden reduziert.

In einer Sitzung des Kirchenvorstandes, die bereits im November vergangenen Jahres stattfand, begründete der zuständige Dekan Ernst Rink (Queckborn) die Entscheidung für weniger Gottesdienste: Zum einen müsste man dem Gesundheitszustand des seit 1. März 1979 tätigen Seelsorgers Tilman Schmidt Rechnung tragen. Zum anderen habe sich die Zahl der Lektoren im Dekanat Grünberg verringert oder "sie sind nicht immer greifbar", schreibt Ortspfarrer Schmidt in den jüngsten Gemeindemitteilungen.

Für eine Erprobung eines vierzehntägigen Wechsels hat sich der Kirchenvorstand einstimmig ausgesprochen, zunächst ist die Probphase auf ein Jahr befristet. Im einzelnen: Lardenbach und Klein-Eichen werden wie eine Gemeinde behandelt. Jeweils im Wechsel ist dort vierzehntägig Gottesdienst angesetzt, das bedeutet, einen Sonntag im Monat wird der Kirchendiener nun die Türe zum Gotteshaus aufschließen. Beide Kirchen liegen nur rund 400 Meter voneinander entfernt.

In Stockhausen bleibt alles beim Alten. Dort wurde auch in den vergangenen Jahren vierzehntägig Gottesdienst angeboten. Die Weickartshainer Kirchenmitglieder müssen sich nun von dem ehemals wöchentlichen Rhythmus an die vierzehntägige Predigtfolge umgewöhnen. Nach wie vor wird also in zwei der vier zur Pfarrei Lardenbach gehörenden Orte sonntags die Kanzel besetzt sein.

(lr)

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