19. Januar 1989

Keine Gemeinschaftsliste 1989

Ortsvorsteher Manfred Daniel hatte die Bürger Klein-Eichens am Freitag (6. Januar 1989) zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Ziel der Veranstaltung war die Erstellung einer Gemeinschaftsliste - hier vor Ort seit 1949 üblich - zur Wahl des Ortsbeirates am 12. März. In der Versammlung wollten die Mitglieder des Ortsbeirates auch über ihre bisherige Arbeit berichten.

Eine Überraschung stellte sich freilich bei der Diskussion um die Listenaufstellung ein: eine Gemeinschaftsliste ist danach wahrscheinlich nicht möglich. Ein Grünen-Vertreter (Stephan Volp) hatte erklärt, seine Partei wolle eine eigene örtliche Liste aufstellen. Diese Ankündigung rief bei einigen Bürgern Enttäuschung hervor.

Es waren jetzt auch nicht mehr alle anderen Teilnehmer der Versammlung bereit, sich an der Gemeinschftsliste zu beteiligen. Sie meinten, die bei einer solchen Liste mögliche Auswahl sei jetzt nicht mehr gegeben. Diese Gruppe, einer ihrer Sprecher kandidierte 1985 noch auf der Gemeinschaftsliste, kündigte an, eine dritte Liste aufzustellen.

Die Mehrheit der Versammlung entschied sich dann, statt der Gemeinschaftsliste die Liste "Bürgerblock Klein-Eichen" zusammenzustellen. Nach den Ergebnissen der Wahl stehen auf dieser Liste in folgender Reihenfolge neun Kandidaten zur Wahl: Manfred Daniel, Hermann Loob, Dieter Faust, Thomas Zabel, Walter Müller, Dieter Bienek, Bernhard Bunke, Heinz Lindenberger und Karl-Heinz Braam.

Wie Ortsvorsteher Daniel feststellte, sind auf der Liste fast alle Berufe und Altersgruppen vertreten. Ein Programm über ihre zukünftige Tätigkeit konnte die Liste noch nicht vorlegen. Der Punkt 2 der Tagesordnung "Bericht über die vergangene Arbeit des Ortsbeirates" fiel wegen der fortgeschrittenen Zeit aus.

(st/gaz)

Am gleichen Ort, am 19. Januar 1989, gab es eine Einladung an die Dorfbevölkerung um die dritte Liste zu Ortsbeiratswahl aufzustellen. Die "Freie Bürgergemeinschaft Klein-Eichen" hatte sich formiert und konnte fristgerecht an diesem Abend die Kandidaten zusammenstellen. Auf der Liste der "FBG" stehen für die Wahl im März Gerhard Schildwächter, Herbert Kühn, Werner Zimmer und Wolfgang Wollmann.

 
13. Januar 1989

Bürgerhaus Standort

Die Verwaltung der Stadt Grünberg wird den Bau des Bürgerhauses für die beiden Stadtteile Klein-Eichen und Lardenbach an dem vorgesehenen Standort im Akazienweg weiterverfolgen. Dies ist das Ergebnis einer von der Bauabteilung veranlaßten Schürfung, die dieser Tage (Januar 1989) vorgenommen wurde. Die vom Bergamt Weilburg erhobenen Bedenken, das Gebäude würde auf unsicherem, da verfülltem Gelände errichtet, konnten mit der Bodenuntersuchung ausgeräumt werden.

Wie Bürgermeister Siegbert Damaschke erläuterte, befindet sich die Abbruchkante - der Übergang von gewachsenem Boden zu dem ehemaligen Schlammteich - nicht an der von den Karten des Bergamtes ausgewiesenen Stelle. Die Schürfungen hätten vielmehr bestätigt, dass der Verlauf der Abbruchkante "etwas versetzt" verläuft, von der in den Karten angegebenen Linie abweicht.

Klein-Eichens Ortsvorsteher Manfred Daniel sah ebenso in den Ergebnissen der Schürfung eine Bestätigung für die Richtigkeit der Standortwahl. Um eine zusätzliche und ausreichende Gewährleistung der Bausicherheit zu erreichen, sei die Errichtung einer stärkeren Bodenplatte zu erwägen. Ein Statiker habe dies bestätigt. Der Ortsbeirat habe sich aufgrund oben genannter Ergebnisse gegen weitergehende Probebohrungen ausgesprochen, könne doch für dieses Geld bereits die Bodenplatte bezahlt werden.

Im übrigen verwies Ortsvorsteher Daniel nochmals auf die Vorteile des von den Ortsbeiräten beider Stadtteile ausgesuchten Standortes. Dass sich das Gelände bereits in städtischem Besitz befinde, sei nur ein Vorzug gegenüber dem vom Bergamt empfohlenen benachbarten privaten Gartenland.

(tb/gaz)

Fotos

 
06. Januar 1989

Sternsinger im Seenbachtal

Mit der Hoffnung auf eine Welt, in der Kinder leben können, beendeten am vergangenen Freitag die zwölf Sternsinger der Katholischen Kirche St. Anna Seenbrücke ihr diesjähriges Sternsingen, dessen Erlös den in Not lebenden Kindern der "Dritten Welt" zugute kommen wird. Neben der Hoffnung auf eine bessere Welt wollten die Sternsinger Anke Hartmann, Mark Schötterl, Nicole Domnowski, Claudia Klös, Natalie Domnowski, Katrin Siedler, Jasmin Sürken, Christina Schultheiß, Annette Mrosek, Miche'le Bräuning, Mario Mrosek und Anne Lenhart, auch den heimischen Familien mit dem Segensspruch "19*C+M+B 89" - "Christus Mansionem Benedicat" - Christus segne diese Wohnung" - ein segensreiches 1989 wünschen.

Die Sternsinger, unter ihenen auch Kinder evangelischer Konfession, unter der Leitung von Christel Schultheiß wollten mit ihrem Einsatz Hoffnung geben und selbst etwas gegen Not in der Welt tun. Im Mittelpunkt stand die "gute Tat", die sich auch als finanzielle Hilfe für notleidende Jungen und Mädchen in der dritten Welt ausgezahlt haben dürfte.

Die Sternsinger haben somit für leidgeplagte Kinder die Hoffnung "für eine Welt, in der sie leben können" geweckt und ihnen zugleich auch einen "Rettungsanker" zugeworfen. So kann am Ende des Sternsingens, das von den Kindern in Aufopferung ihrer Ferien und Freizeit in den Seenbachtalgemeinden Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain durchgeführt wurde, dem Missionswerk der Kinder eine stattliche Summe zur Verfügung gestellt werden.

(Karl-Ernst Lind)

 

 

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