24. Februar 1989

Wahlveranstaltung im Gasthaus

In einer Wahlveranstaltung in der Gasstätte Dietz kritisierte Bürgermeister Siegbert Damaschke dieser Tage (Ende Februar 1989) die Wahlkampagne der SPD, die hauptsächlich Bundesthemen aufgreife. Auf Kreisebene sei die SPD mit dem Slogan "Arbeit und Umwelt" angetreten. In beiden Bereichen habe sie jedoch nichts vorzuweisen. In der Umweltpolitik zeichne sich für den Kreis ein Müllnotstand ab, falls der bisherige Landrat im Amt bleibe. Veit habe ebenfalls auf dem Sektor der Arbeit versagt.

Selbst die SPD-Fraktion im Kreistag habe ihn in der letzten Sitzung aufgefordert, sich durch Gespräche mit entsprechenden Stellen für eine verstärkte Arbeitsplatzförderung im Bereich Gießen einzusetzen. ZAUG, das "Millionen-Ding", sei ein völlig ungeeignetes Mittel, die Probleme des Arbeitsmarktes im mittelhessischen Bereich anzugehen. Bedauerlicherweise sei man abgewichen von den bewährten Methoden der CDU-FWG-Kreisregierung, die Betriebe gezielt förderte, wenn sie verstärkt Jugendliche einstellten.

Im weiteren verwies Bürgermeister Damaschke auf die großen Investitionen in den letzten Jahren in Grünberg, die sich seit 1981 auf 38 Millionenen beliefen. Dabei sei mit 2,4 Millionen (6,4 Prozent) die Verschuldung als sehr gering anzusehen. Lediglich in Lardenbach und Klein-Eichen fehle noch ein Dorfgemeinschaftshaus. Dieses werde in der kommenden Legislaturperiode errichtet. Der von den Ortsbeiräten Klein-Eichen und Lardenbach gewünschte Standort könne nach Aussagen von Fachleuten beinehalten werden.

Die Wasserversorgung sei derzeit gesichert, auch wenn in Zukunft Arbeiten am Hochbehälter notwendig werden. Die Kläranlage für die Seentalgemeinden befinde sich derzeit im Bau und werde noch 1989 fertiggestellt. Mit dem Anschluß sei in den nächsten drei bis vier Jahren zu rechnen. Schließlich unterstrich Damaschke auch die Bedeutung der Ortsbeiräte, die ein notwendiges Bindeglied zur Verwaltung darstellten.

(cdu/gaz)

 
18. Februar 1989

Mitgliederversammlung der "Eintracht"

Mit einem überaus zufriedenen Jahresbericht wartete dieser Tage (18. Februar 1989) in der Gaststätte Dietz der 1. Vorsitzende des Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, Heinz Schwanke, bei der Generalversammlung auf. Nach der Begrüßung der aktiven und passiven Mitglieder sowie des Chorleiters Ottmar Hasenpflug (Saasen) und der Totenehrung berichtete Schwanke von insgesamt 40 Übungsstunden und von 15 öffentlichen Auftritten.

Hierbei standen neben dem Singen bei der Jahreshauptversammlung und dem Singen bei den verschiedensten Anlässen der Mitglieder besonders das Hasenpflug'sche Chortreffen, das Singen im Laubacher Stift, das Kritiksingen in Grünberg, beim Sängerfest in Nieder-Gemünden, das Seenbachtaltreffen, beim Volkstrauertag und bei der öffentlichen Weihnachtsfeier im Vordergrund.

Dank zollte der Vorsitzende dem Chorleiter, durch dessen Wirken der Männerchor derzeit von vielen Freunden des Chorgesanges mit hervorragenden Kritiken bedacht werde. Er dankte auch den Sangesfreunden. Der Verein unternahm im letzten Herbst einen Ausflug an die Nahe, hielt die örtliche Kirmes ab und besuchte zudem noch die Sängerfeste in Bernsfeld und Villingen. Mit der Hoffnung, dass die Mitglieder und Sänger, die diese Versammlung mit sechs Chören umrahmten, auch in der Zukunft zu dem Verein stehen werden, beendete Schwanke seinen Tätigkeitsbericht.

Dem positiven Bericht des Kassenwartes Karlheinz Hollederer folgte der Bericht der Kassenprüfer Hermann Loob und Dieter Bienek. Zu neuen Kassenprüfern wählte im Anschluß die Versammlung Erich Dörr und Bruno Trapp. Mit einem Geschenk bedacht wurden Karl Krämer als eifrigster Singstundenbesucher für die Teilnahme an jeder Übungsstunde sowie Werner Frank, Erwin Volp, Emil Mölcher, Karl Ruppel und Gerhard Pernak mit einem einmaligen Fehlen. Zweimal fehlten August Erdmann, Klaus Kratz, Karlheinz Erdmann, Albert Roth, Erwin Groß und Hans Mölcher.

Nach den Ausführungen des Vereinsvorsitzenden stehen auch im Jahre 1989 wieder zahlreiche Auftritte und Veranstaltungen auf dem Programm. So wäre da das Hasenpflug'sche Chortreffen, Ostersingen in der Kirche, Kritiksingen in Grünberg, Sängerfeste in Rüdingshausen, Odenhausen, Hattenrod, Ruppertsburg und in Weitershain.

(Karl-Ernst Lind)

 
10. Februar 1989

Ehrungen DRK-Ortsgruppe

Die Ehrungen einer großen Anzahl von langjährigen Mitgliedern durch den DRK-Kreisverband standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsverbandes am Freitagabend (10. Februar 1989) in der Sporthalle in Queckborn. Breiten Raum nahm auch der Jahresbericht ein, den Vorsitzender Wolfgang Pfeiffer den zahlreich anwesenden Mitgliedern vorlegte. Derzeit hat man 817 Mitglieder, wovon 108 aus Queckborn und die übrigen aus der Großgemeinde Grünberg kommen.

Groß war die Zahl derer, die für 25 Jahre und mehr Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Unter anderen waren dies aus Lardenbach: Ernst Böcher, Reinhold Pleik, Manfred Reining, Robert Metzger, Karl Rühl, Albert Hofmann, Annelore Rühl, Helmut Felsing, Heinrich Rahn, Karl Krämer, Margret Siebel, Willi Lichau, Bruno Trapp, Karl Ruppel, Edwin Scharmann, Ernst Lerch und Otto Groß. Und aus Klein-Eichen geehrt wurden: Erich Funk, Margarete Felsing, Ernst Lein und Richard Träger.

(tr/gaz)

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07. Februar 1989

Bei den Narrenfröschen in Freienseen 1989

"20 Jahre Fassenachtsumzug", unter diesem Motto beteiligten sich zahlreiche Grüppchen, Clübchen und Vereine an der lustigen Tradition in Freienseen. Auch hier hatte Petrus Einsehen mit Teilnehmern und Besuchern, die zu Hunderten am Straßenrand (7. Februar 1989) standen. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein waren die besten Voraussetzungen für den Jubiläumsumzug.

Die Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer machten bei dem Umzug in Freienseen auch wieder mit. Ihr Motivwagen nahm einen kleinen Vorfall im Stall von Bauer Loob zum Anlass, diesen dem Fußvolk im Nachbardorf zu präsentieren.

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05. Februar 1989

Kinderfasching

Viel Spaß bereitete dieser Tage der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen mit einem Kinderfasching den jungen und alten Einwohnern der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen. Das Programm, durch das die Leiterin der Gymnastikabteilung, Bärbel Erdmann, führte, wurde von den Kindern gestaltet, die mit Beiträgen, die von Bärbel Erdmann und Gerda Weeke geschrieben wurden, hervorragend ankamen. Die technische Regie lag in den Händen von Karlheinz Erdmann.

Lakai Thilo Berg trat in die Bütt und belustigte mit seinem Beitrag die Anwesenden. Als Fußball-Schiedsrichter klagte Stefan Weeke sein Leid. Seine Erfahrung als Frauensachverständiger plauderte im Anschluß Björn Swoboda heraus, dessen Worte von so manchem Ehemann eine Bestätigung erfuhren. Mit Nadja Schmidt erlebte das mit Beifall nicht geizende Publikum dann in der Bütt eine emanzipierte Dame.

Nicht um eine Zugabe herum kamen Manuela und Stefanie Kubala, Sonja und Tanja Fitzthum, Simone Pleik, Sabrina Schneider, Katrin Maus und Stefanie Berg, die als Tanzgruppe aus dem Wilden Westen die Narrhalla begeisterten. Mit besonderen Heilmitteln wußte hiernach Sascha Herber als "Dr. Eisenbart" seine Patienten zu heilen.

Von einem abenteurlichen Picknick mit Mutter, Auto und noch mehr berichtete Stefanie Berg und erfreute das närrische Volk. Vor dem Finale, bei dem allen Mitwirkenden, die zu den Klängen der "Nordseeküste" schunkelten, der 1. Vereinsvorsitzende Arno Böcher seinen Dank aussprach, betrat mit Frank Pernak als Fußballstar der jüngste Akteur die Bütt, um vielleicht auch seinem Trainer wieder Hoffnung für den nächsten Sieg zu geben.

(Karl-Ernst Lind)

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02. Februar 1989

Stadtparlament und Bürgermeister über Projekte vor Ort

Ausführliche Informationen zum überarbeiteten Landschaftsplan bestimmten die Stadtverordnetensitzung am Donnerstag in der Gallushalle. Mit dem nun vorliegenden Landschaftsplan, mit seiner Koordinierung von Bebauungs- und Landschaftsplanung müssen sich die Ausschüsse des neuzuwählenden Stadtparlamentes und die Ortsbeiräte befassen. Weiterhin wurde der Beschluß zu dem Bebauungsplan "Am Triesch" für das Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen getroffen.

Schon im Januar hatte Bürgermeister Siegbert Damaschke in der Bilanz zur "Halbzeit" seiner zweiten Amtsperiode festgestellt, dass jeder Stadtteil Grünbergs nun über ein Bürgerhaus verfüge - bis auf Klein-Eichen und Lardenbach eben. Der Bürgermeister kündigte auch für 199ß/91 die Abwasserklärung für Lardenbach und Klein-Eichen an.

(gaz/tb)

 
19. Januar 1989

Keine Gemeinschaftsliste 1989

Ortsvorsteher Manfred Daniel hatte die Bürger Klein-Eichens am Freitag (6. Januar 1989) zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Ziel der Veranstaltung war die Erstellung einer Gemeinschaftsliste - hier vor Ort seit 1949 üblich - zur Wahl des Ortsbeirates am 12. März. In der Versammlung wollten die Mitglieder des Ortsbeirates auch über ihre bisherige Arbeit berichten.

Eine Überraschung stellte sich freilich bei der Diskussion um die Listenaufstellung ein: eine Gemeinschaftsliste ist danach wahrscheinlich nicht möglich. Ein Grünen-Vertreter (Stephan Volp) hatte erklärt, seine Partei wolle eine eigene örtliche Liste aufstellen. Diese Ankündigung rief bei einigen Bürgern Enttäuschung hervor.

Es waren jetzt auch nicht mehr alle anderen Teilnehmer der Versammlung bereit, sich an der Gemeinschftsliste zu beteiligen. Sie meinten, die bei einer solchen Liste mögliche Auswahl sei jetzt nicht mehr gegeben. Diese Gruppe, einer ihrer Sprecher kandidierte 1985 noch auf der Gemeinschaftsliste, kündigte an, eine dritte Liste aufzustellen.

Die Mehrheit der Versammlung entschied sich dann, statt der Gemeinschaftsliste die Liste "Bürgerblock Klein-Eichen" zusammenzustellen. Nach den Ergebnissen der Wahl stehen auf dieser Liste in folgender Reihenfolge neun Kandidaten zur Wahl: Manfred Daniel, Hermann Loob, Dieter Faust, Thomas Zabel, Walter Müller, Dieter Bienek, Bernhard Bunke, Heinz Lindenberger und Karl-Heinz Braam.

Wie Ortsvorsteher Daniel feststellte, sind auf der Liste fast alle Berufe und Altersgruppen vertreten. Ein Programm über ihre zukünftige Tätigkeit konnte die Liste noch nicht vorlegen. Der Punkt 2 der Tagesordnung "Bericht über die vergangene Arbeit des Ortsbeirates" fiel wegen der fortgeschrittenen Zeit aus.

(st/gaz)

Am gleichen Ort, am 19. Januar 1989, gab es eine Einladung an die Dorfbevölkerung um die dritte Liste zu Ortsbeiratswahl aufzustellen. Die "Freie Bürgergemeinschaft Klein-Eichen" hatte sich formiert und konnte fristgerecht an diesem Abend die Kandidaten zusammenstellen. Auf der Liste der "FBG" stehen für die Wahl im März Gerhard Schildwächter, Herbert Kühn, Werner Zimmer und Wolfgang Wollmann.

 
14. Januar 1989

Faschingssitzung 1989

Der Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach für die Faschingssitzung im Gasthaus Dietz dieser Tage (14. Januar 1989) waren wieder nicht nur zahlreiche Narren aus den beiden Dörfern Klein-Eichen und Lardenbach gefolgt. Neben dem Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke konnte der 1. Vorsitzende Karl-Ernst Lind und der Sitzungspräsident Hans Mölcher auch den Elferrat aus der Nachbargemeinde Groß-Eichen willkommen heißen.

Das kontrastreiche stimmungsvolle Programm wurde auch gleich von Annita Schmidt und Artur Kratz, die als "alte Jugendliebe" in die Bütt' stiegen, gestartet. Für den zum Teil auch örtliche Probleme betreffenden Beitrag erhielten beide neben dem Beifall dann auch von dem "Lardenbacher Dreirädchen" den von dem Sitzungspräsidenten selbst gefertigten "Lardenbacher Faschingsorden 1989" überreicht. Diesen Orden erhielten im Verlaufe des Abends dann auch alle Akteure und Helfer auf und hinter der Bühne.

Traditionsgemäß erlebte das "närrische Volk" den Auftritt der drei Wirtshausgänger Karlheinz Hollederer, Reiner Roth und Heinz Schwanke, die das Dorfgeschehen der letzten zwölf Monate unter die Lupe nahmen. Hierbei wurde zum Vergnügen der Narrhalla so mancher und manches durch den Kakao gezogen. "Bühne frei" hieß es, als Karin Kratz, Christa Kratz, Marie-Luise Kratz, Ursula Berg, Helma Berg, Annelore Roth, Sigrid Ruppel, Gerlinde Böcher, Gerda Weeke, Marita Pernak. Waltraud Mölcher und deren Leiterin Bärbel Erdmann als Mitglieder der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen gekonnt einen Westerntanz boten.

Hiernach stand Karlheinz Erdmann als Playboy in der Bütt. Zünftig ging es dann beim Erscheinen der "fünf wilden Naturburschen" zu. Hierbei gelangen Sandra Schwanke, Kerstin Müller, Cornelia Dietz, Sabine Hansel und Anette Neuß mit ihrem "bayrischen Kulturprogramm" ein stimmungsvoller Auftritt. Als Zugabe wurde von dem erstmals auftretenden Nachwuchs noch ein Jodler vorgetragen.

Hiernach erfolgte im Programm die medizinische Abteilung, bei der "zwei Weiber im Arzt-Wartezimmer" (Sigrid Ruppel und Doris Rühl) mit ihrem Auftritt die Lacher auf ihrer Seite hatten. Von den Leiden eines "Dauerpatienten" klagte im Anschluß Hans Mölcher in der Bütt'. Mit dem Auftritt des altbewährten Duos Inge und Cornelia Nickel stieg die Stimmung im Saal weiter an, die auch nach dem Auftritt der "elf Feuerwehrmänner", die mit Text- und Liedbeiträgen aufwarteten, weiter anhielt.

Hierbei wurden von Reiner Roth, Karlheinz Hollederer, Heinz Schwanke, Herbert Rühl, Leo Müller, Bernd Kratz, Karlheinz Berkenkamp, Artur Kratz, Karl-Ernst Lind und Bernhard Nickel, die von Gisela Langohr am Klavier begleitet wurden, neben örtlichen Problemen auch eine Modenschau präsentiert, die mit den neuesten ausgefallenen Modellen "a la Lardenbach" bestückt war.

Afrikanische Klänge ertönten beim letzten Auftritt vor dem großen Finale. Die "BlackMagic Dancers" (Kerstin Müller, Sandra Schwanke, Cornelia Dietz, Sabine Hansel, Anette Neuß, Annita Schmidt, Doris Rühl, Ernst Zimmer, Joachim Rühl und Helmut Fitzthum) sorgten mit ihrem von Annita Schmidt einstudierten Tanz "Afrika" für ein Überkochen im Saal, das sich auch beim Finale, vor dem noch der Tontechniker Jürgen Maus, an "Dreirad"-Mitglied Eduard Schmidt, Kulissenschieber Reinhard Mölcher und Lakai Mark Langohr mit dem Faschingsorden bedacht wurden, fortgesetzt. Zu den Klängen des Trios "Les Gitanes", das dann anschließend zum Tanz aufspielte, sangen alle Mitwirkenden den Stimmungssong vom "Eiermann", bei dem dann auch von demselbigen Willi Stühler Eier unter das Volk geworfen wurden.

(Karl-Ernst Lind)

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13. Januar 1989

Bürgerhaus Standort

Die Verwaltung der Stadt Grünberg wird den Bau des Bürgerhauses für die beiden Stadtteile Klein-Eichen und Lardenbach an dem vorgesehenen Standort im Akazienweg weiterverfolgen. Dies ist das Ergebnis einer von der Bauabteilung veranlaßten Schürfung, die dieser Tage (Januar 1989) vorgenommen wurde. Die vom Bergamt Weilburg erhobenen Bedenken, das Gebäude würde auf unsicherem, da verfülltem Gelände errichtet, konnten mit der Bodenuntersuchung ausgeräumt werden.

Wie Bürgermeister Siegbert Damaschke erläuterte, befindet sich die Abbruchkante - der Übergang von gewachsenem Boden zu dem ehemaligen Schlammteich - nicht an der von den Karten des Bergamtes ausgewiesenen Stelle. Die Schürfungen hätten vielmehr bestätigt, dass der Verlauf der Abbruchkante "etwas versetzt" verläuft, von der in den Karten angegebenen Linie abweicht.

Klein-Eichens Ortsvorsteher Manfred Daniel sah ebenso in den Ergebnissen der Schürfung eine Bestätigung für die Richtigkeit der Standortwahl. Um eine zusätzliche und ausreichende Gewährleistung der Bausicherheit zu erreichen, sei die Errichtung einer stärkeren Bodenplatte zu erwägen. Ein Statiker habe dies bestätigt. Der Ortsbeirat habe sich aufgrund oben genannter Ergebnisse gegen weitergehende Probebohrungen ausgesprochen, könne doch für dieses Geld bereits die Bodenplatte bezahlt werden.

Im übrigen verwies Ortsvorsteher Daniel nochmals auf die Vorteile des von den Ortsbeiräten beider Stadtteile ausgesuchten Standortes. Dass sich das Gelände bereits in städtischem Besitz befinde, sei nur ein Vorzug gegenüber dem vom Bergamt empfohlenen benachbarten privaten Gartenland.

(tb/gaz)

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06. Januar 1989

Sternsinger im Seenbachtal

Mit der Hoffnung auf eine Welt, in der Kinder leben können, beendeten am vergangenen Freitag die zwölf Sternsinger der Katholischen Kirche St. Anna Seenbrücke ihr diesjähriges Sternsingen, dessen Erlös den in Not lebenden Kindern der "Dritten Welt" zugute kommen wird. Neben der Hoffnung auf eine bessere Welt wollten die Sternsinger Anke Hartmann, Mark Schötterl, Nicole Domnowski, Claudia Klös, Natalie Domnowski, Katrin Siedler, Jasmin Sürken, Christina Schultheiß, Annette Mrosek, Miche'le Bräuning, Mario Mrosek und Anne Lenhart, auch den heimischen Familien mit dem Segensspruch "19*C+M+B 89" - "Christus Mansionem Benedicat" - Christus segne diese Wohnung" - ein segensreiches 1989 wünschen.

Die Sternsinger, unter ihenen auch Kinder evangelischer Konfession, unter der Leitung von Christel Schultheiß wollten mit ihrem Einsatz Hoffnung geben und selbst etwas gegen Not in der Welt tun. Im Mittelpunkt stand die "gute Tat", die sich auch als finanzielle Hilfe für notleidende Jungen und Mädchen in der dritten Welt ausgezahlt haben dürfte.

Die Sternsinger haben somit für leidgeplagte Kinder die Hoffnung "für eine Welt, in der sie leben können" geweckt und ihnen zugleich auch einen "Rettungsanker" zugeworfen. So kann am Ende des Sternsingens, das von den Kindern in Aufopferung ihrer Ferien und Freizeit in den Seenbachtalgemeinden Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain durchgeführt wurde, dem Missionswerk der Kinder eine stattliche Summe zur Verfügung gestellt werden.

(Karl-Ernst Lind)

 

 

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