06. Juli 1989

Radrundwanderwegeplan

In der Bürgerversammlung am Donnerstag wurde der Entwurf der Verwaltung für ein Radrundwanderwegenetz vorgestellt. Für das in den kommenden "drei bis vier Jahren zu verwirklichende Netz" (Bürgermeister Damaschke) sind die Bürger aufgerufen, Verbesserungsvorschläge zu machen. In den einzelnen Streckenvorschlägen ist auch ein Rundweg mit Start und Ziel am Gerätehaus in Lardenbach vorgesehen. Die Strecke soll dann über Klein- und Groß-Eichen, Ilsdorf, Flensungen und Stockhausen über eine Länge von 10 Kilometer führen.

(tb/gaz)

 
30. Juni 1989

Ortsbeirat

Der Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan ist beim Klein-Eichener Ortsbeirat auf einhellige Ablehnung gestoßen. Moniert wurde zunächst, dass keine Erläuterungen von Planer- oder städtischer Seite bei der Sitzung dieser Tage (30. Juni 1989) gegeben wurden. Zudem seien im Plan weder die Ortsgrenzen noch Feuerwehrgerätehaus, Gefrierhaus und weitere Flächen eingezeichnet worden. Nicht mal der Ortsnamen Klein-Eichen ist aufgeführt. Auf Mißbilligung stieß auch, dass keine weiteren Bauplätze vorhanden seien. Das Gremium schraffierte eine Fläche, die als Bauerwartungsland in Frage käme.

In Klein-Eichen, am Eingang des Hinterdorfes, sollten Altglascontainer aufgestellt werden, war eine weitere Forderung. Gerade Älteren sei es oft nicht möglich, den Container in Lardenbach aufzusuchen. Ortsvorsteher Daniel rief dazu auf, bei der Suche nach einer Person für Pflegearbeiten unter anderem für den Friedhof behilflich zu sein.

Weitere Themen der Sitzung waren der geplante Rundweg auf dem Friedhof und die baufällige Mauer an der Innenseite des Feuerlöschteiches. Dies sei durch den derzeit niedrigen Wasserstand gut sichtbar. Die Bauabteilung möge sich diese ansehen.

Den Bau einer Schutzhütte im ehemaligen Steinbruch hatte die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis (UNB) mit der Begründung des schutzwürdigen Geländes abgelehnt. Der Ortsbeirat hält aber an diesem Gelände fest, da die Ortsbesichtigung der UNB zu einem Termin erfolgte, der dem Beirat nicht mitgeteilt wurde und keine Begründung der Schutzwürdigkeit bisher erfolgte.

Bei der Sitzung in der Gaststätte Bingel waren die Ortsbeiratsmitglieder Manfred Daniel, Hermann Loob, Gerhard Schildwächter Stephan Volp und Thomas Zabel anwesend. Gefehlt hat Dieter Faust.

(Karl-Ernst Lind)

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25. Juni 1989

Feuerwehrfest in Ilsdorf

Anlässlich des Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Ilsdorf nahmen am Festumzug am Sonntag (25. Juni 1989) auch die umliegenden Nachbardörfer teil. So marschierte die Klein-Eichener Feuerwehr mit zwei Zugnummern durch Ilsdorf. Das waren zum einen die Einsatzgruppe mit neun Mann und der Feuerwehrstammtisch mit acht Mann.

Die Teilnehmer: Herbert Kühn, Jürgen Müller, Dieter Kühn, Andreas Biedenkopf, Thilo Daniel, Jens Daniel, Gerhard Schildwächter, Erwin Kühn und Bernhard Köcke. Mit dem alten Schlauchwagen waren unterwegs: Manfred Daniel, Hermann Loob, Walter Müller, Erwin Roth, Bernhard Bunke, Dieter Bienek, Eduard Schmidt und Klaus Hansel.

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18. Juni 1989

Europawahl

Trotz neuerlicher schwerer Verluste sind CDU und CSU bei der Europawahl (18. Juni 1989) vor der SPD stärkste Partei geblieben. Nutznießer der Unionseinbußen waren vor allem die ultrarechten Republikaner, die mit mehr als sieben Prozent auf Anhieb ins Europaparlament einzogen. Sie überrundeten die FDP, die aber mit rund 5,5 Prozent nach fünfjähriger Abwesenheit ins Straßburger Parlament zurückkehrte. Während die Grünen geringfügig zulegen konnten, erlitt die SPD wider Erwarten leichte Einbußen.

In Klein-Eichen waren 175 Einwohner zur Wahl des Europäischen Parlaments am 18. Juni aufgerufen. Im Vorfeld hatten davon vier Wahlberechtigte von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht. Auf den Weg zum Wahlraum im Wahllokal der Gastwirtschaft Bingel machten sich 111 Wahlberechtigte. Das war eine Wahlbeteiligung von über 63 Prozent. In der Großgemeinde Grünberg gingen 60 Prozent der Wahlberechtigten zu den Urnen.

Das Ergebnis:

Wahlberechtigt: 175  
Wähler: 111 63,4 %
Wähler (mit Briefwahl): 4 2,3 %
Ungültige Stimmen: 1  
Gültige Stimmen: 110 62,8 %
     
Davon entfielen auf (ohne Briefwahl):    
SPD
39 35,1 %
CDU
45 40,5 %
GRÜNE
12 10,8 %
FDP
2 1,8 %
ZENTRUM
- -
ÖDP
- -
Mündige Bürger
- -
BP
- -
BSA
- -
LIGA
- -
CM
- -
DKP
- -
ÖKO-Union
- -
DVU
- -
REP
12 10,8 %
FAP
- -
Für das Europa der ... Demokratie
- -
HP
- -
MLPD
- -
Bewußtsein
- -
Patrioten
- -
     

Fotos

 
13. Juni 1989

Stadtbuslinie zum 1. August 1989

Die Zeiten, da nicht für jeden Stadtteilbürger ein öffentliches Transportmittel ins Einkaufs- und Behördenzentrum Grünberg führte, sind aller Voraussicht nach dem 1. August vorbei. Der Regierungspräsident Gießen hat einem örtlichen Privatunternehmer die auf acht Jahre begrenzte Konzession für eine Stadtbuslinie erteilt, lediglich Fahrplandetails und Tarifkoordinierungen mit den anderen beiden Busunternehmen Regionalverkehrsverband Kurhessen (RKV) und Hessische Landesbahn (Butzbach-Licher) sind noch zu klären. Diese Mitteilung machte gestern (13. Juni 1989) die Behörde des RP bei einer Pressekonferenz, zu der Bürgermeister Siegbert Damaschke eingeladen hatte.

Das Stadtoberhaupt begrüßte das Ergebnis siebenmonatiger Planungen, die Schaffung eines "Bürgerservices", der eine attraktive Anbindung der Stadtteile durch öffentlichen Personennahverkehr gewährleiste. Die Attraktivität der Stadtbuslinie resultiere nicht allein aus der Möglichkeit, von Montag bis Freitag morgens die Schulbusse mitbenutzen zu können, sondern vielmehr aus dem ebenso ganzjährigen Angebot von zwei Anfahrten am Nachmittag. Je nach Resonanz stehe der ÖPNV-Versuch für Erweiterungen offen.

Für nächsten Monat wurde die Vorlage eines endgültigen Fahrplans wie auch der Tarife avisiert. Voraussichtlich werden auf drei Routen morgens drei und nachmittags zwei Anfahrten erfolgen, wird der Fahrpreis vermutlich je nach Entfernung zwischen 1,50 DM und 2,80 DM liegen.

Künftig das ganze Jahr über - mit Reduzierungen in den Ferien und nicht an schulfreien Samstagen - wird fünf- bis sechsmal am Tag, zwischen 7.30 Uhr und 18.30 Uhr, unter anderem der Stadtbus auch auf der Route Grünberg - Stangenrod - Lehnheim - Stockhausen - Lardenbach - Seenbrücke - Weickartshain - TKS - AW-Siedlung fahren. Allen Benutzern wird Gelegenheit gegeben, an der Höfetränke und am Bahnhof ein- und auszusteigen.

(tb/gaz)

 
02. Juni 1989

Landesehrenbrief an 16 Bürger

Volker .Bouffier, Staatssekretär im hessischen Justitzministerium, überreichte gestern abend (2. Juni 1989) im Barfüßer-Kloster 15 Bürgern der Stadt als Anerkennung ihrer Verdienste um das Gemeinwohl den Ehrenbrief des Landes Hessen. In seiner Lobrede mochte er hie und da geäußerte Kritik an der Vergabepraxis dieser Auszeichnung nicht gelten lassen. Bouffier verwies denn auch auf das gewaltige Maß an persönlichem Verzicht, das mit Ehrenämtern verbunden sei. Man könne stolz sein auf solche Bürger, die sich zum Teil über 30 Jahre lang den Anliegen des Allgemeinwohls gewidmet haben. Der Staatssekretär abschließend: "Die Stadt braucht dieses Engagement, sowohl in der Kommunalpolitik als auch im Vereinsleben".

Neben den 15 gestern mit dem Landesehrenbrief bedachten Bürgern - der 16. war wegen Krankheit verhindert - dankte die Stadt erstmals in einer Feier im Kloster den nach der Kommunalwahl ausgeschiedenen Mandatsträgern; nicht nur mit Lobesworten des Bürgermeisters, sondern auch mit einem Geschenk: Für die Herren gab es den "Grünberger-Schlips", für die Damen eine Blumenvase.

Die Begrüßung der zahlreichen Gäste hatte Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Schmidt übernommen. Eine gute Idee sei gewesen, zur Feierstunde ins Barfüßer-Kloster einzuladen, hätten doch einige ihm gegenüber eingestanden, erstmals den Veranstaltungsort für Grünbergs Kleinkultur betreten zu haben. Sein besonderer Dank gehe freilich an die zu Ehrenden, womit er das Wort an den Bürgermeister übergab.

Seine Laudatio eröffnete Damaschke mit der Feststellung, dass alle - sowohl die ausgeschiedenen Stadtverordneten, Ortsbeiratsmitglieder als auch die Empfänger der Ehrenbriefe - eines verbinde, nämlich der Einsatz für das Allgemeinwohl. Deren Bereitschaft, Verantwortung und damit zuweilen auch unangenehme Pflichten zu übernehmen, sei Voraussetzung für ein funktionierendes Gemeinschaftsleben. Damaschke appelierte dazu, selbst die Initiative zu ergreifen, gerade der Kulturförderkreis "Barfüßer" sei da ein gutes Beispiel.

Mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet wurde unter anderen auch Ottmar Behrendt. Er war 1977 bis 1989 Mitglied und gleichzeitig Schriftführer im Ortsbeirat Klein-Eichen. Nach der Kommunalwahl aus ihren Ämtern ausgeschieden sind u. a. Ottmar Behrendt, Herbert Kühn und Walter Müller aus Klein-Eichen, Aus Lardenbach waren dies: Heinz Schwanke, Günter Felsing und Heinrich Frank.

(tb/gaz)

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29. Mai 1989

Bauleitplanungen 1989

Erstmals unter Leitung der neuen rot/grünen Mehrheit trat am Mittwoch (17. Mai 1989) der Haupt- und Finanzausschuß zusammen. Neben der Annahme des Waldwirtschaftsplanes wurde u. a. die Bebauungsplanung für das Areal des Neubaues Bürgerhaus Lardenbach/Klein-Eichen durch Änderungsempfehlungen vorangebracht. Zustimmung gab es auch für die Erweiterung der Erddeponiefläche in Lardenbach.

Machtwechsel auch in der Exekutive: Die neue rot-grüne Mehrheit in Grünbergs Stadtverordneten-Versammlung hat sich nun auch im Magistrat das Sagen gesichert. SPD und Grüne setzten bei der Montagssitzung (29. Mai 1989) des Stadtparlaments in der Gallushalle eine Änderung der Hauptsatzung durch, wonach sich künftig der Magistrat aus zehn statt bisher neun ehrenamtlichen Stadträten zusammensetzt. Der zehnte Stadtrat wird dann Hans Pigors, SPD sein - er wurde dann auch der beratende Vertreter des Magistrates beim Ortsbeirat Klein-Eichen.

Nach weiteren Wahlen von Vertretern der Stadt für verschiedene Verbandsversammlungen, wurden in dieser zweiten Stadtverordnetensitzung nach der Kommunalwahl, einige von den Ausschüssen vorbereitete Vorlagen zu Bauleitplanungen ohne Gegenstimmen beschlossen. Darunter war auch der Änderungsbeschluß für den Bebauungs- und Flächennutzungsplan "Am Triesch" in Lardenbach für das neue Bürgerhaus. Und zur Erweiterung der Bauschuttdeponie in Lardenbach wurde beschlossen, ein weiteres Grundstück von 8900 qm anzukaufen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Gebührenordnung zu überarbeiten. Von Seiten der Grünen wurde eine Überwachung gefordert, da hier eine Ablagerung von Haus- und Sondermüll festgestellt worden sei.

(tb/gaz)

 
21. Mai 1989

Diamantene und Goldene Konfirmation 1989

Mit einem Gottedienst und einer gemeinsamen Feier begingen am vergangenen Sonntag (21. Mai 1989) zwölf der insgesamt vierzehn Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jahrgänge 1939 und 1929 ihre Goldene und Diamantene Konfirmation. Der Gottesdienst wurde von dem Pfarrer der Kirchengemeinde Lardenbach/Klein-Eichen, Tilman Schmidt, gehalten. Hierbei nahmen die Jubilare auch am heiligen Abendmahl teil.

Im Anschluß gedachten die Konfirmanden mit ihren Angehörigen auf den Friedhöfen von Klein-Eichen und Lardenbach der verstorbenen Alterskameraden und -kameradinnen. Einem gemeinsamen Mittagessen folgte am Nachmittag eine Kaffeetafel, bei der zahlreiche Erinnerungen der Jugendzeit ausgetauscht wurden.

Das Foto zeigt die Jubilare Erna Gabriel (geb. Becker), Ernst Böcher, Otto Keller, Karl Ruppel, Frieda Koch (geb. Ruppel), Marie Kauß (geb. Schwanke), Harmina Braam (geb. Dröst) und Ilse Darga (geb. Opper), die alle vor fünfzig Jahren konfirmiert wurden.

In der ersten Reihe sitzen Reinhard Mölcher, Emma Jahnke (geb. Rühl), Anna Kratz (geb. Groß) und Martha Hamel (geb. Zeiler), die 1929 konfirmiert wurden. Im Hintergrund Pfarrer Tilman Schmidt. An dem Jubiläum nicht teilnehmen konnten Anna Stein (geb. Rinow) und Johanna Leßmann (geb. Rahn).

(Karl-Ernst Lind)

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04. Mai 1989

"Vatertag" im Steinbruch

Zum "Vatertag" am 4. Mai hatten die "Grenzgrabenspritzer" wieder in den Steinbruch eingeladen. Bei passendem Wetter spazierten nicht nur Klein-Eichener auf den Galgenberg. In geselliger Runde verbrachte man einige Zeit mit dem Austausch von Neuigkeiten und sonstiger Unterhaltung. Für Getränke und Speisen war gesorgt. Im Steinbruch war der "Vatertag" eher ein Familientag.

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30. April 1989

Vereinsabend und Ortssporttag

In Verbindung mit dem traditionellen Ortssporttag führte der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen am vergangenen Wochenende (29. April 1989) zum ersten Mal einen Vereinsabend sowie eine Zelt-Disco aus. Zum Vereinsabend am Samstag konnte der 1. Vorsitzende des gastgebenden Vereins Arno Böcher neben dem Lardenbacher Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann auch die Vereinsvorsitzenden der örtlichen Vereine sowie deren Mitglieder empfangen. Sein Willkommensgruß galt auch der Bevölkerung der beiden Grünberger Stadtteile Klein-Eichen und Lardenbach.

In einem von Reiner Roth geführten abwechslungsreichen Programm beteiligten sich fast alle örtlichen Vereine an der Gestaltung des Abends. Zu Beginn trat die Freiwillige Feuerwehr Klein-Eichen mit einer Jagdhorn-Bläsergruppe und Michael Roth, Herbert Kühn und Timo Faust als "Holzhacker-Buam" auf. Mit seinen gekonnt vorgetragenen Liedern folgte im Anschluß der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen. Mit einem "Zigeunertanz" zeigten die Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins ihr Können und ernteten ebenso viel Beifall wie die Tischtennis-Jugendspieler Stefan Weeke, Markus Kratz, Jochen Hansel und Jens Pernak die anschließend die Gäste im beheizten Zelt mit einigen Tischtennis-Kabinett-Stückchen überraschten.

Als Vertreterinnen der "Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer" führten Annita Schmidt und Margit Müller in einem Sketch ein Gespräch, das die Lachmuskeln der Besucher in Bewegung brachte. Für ihren Gesangsbeitrag "Babylon" heimsten sich Sandra Schwanke und Kerstin Müller eine wahre Beifallsovation ein und kamen zugleich auch nicht um eine Zugabe herum.

Begeistert wurde von den Anesenden der zweite Auftritt des Männerchores, der unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug stand, mit zwei weiteren Liedern aufgenommen. Eine weitere Tanzeinlage boten dann nochmals die unter der Leitung von Bärbel Erdmann stehenden Damen der Gymnastikgruppe "Senioritas". Einen Höhepunkt durfte dann das vollbesetzte Zelt erleben, als Arno Böcher und Ernst Zimmer vom Feuerwehr-Stammtisch in einem Verkaufsgespräch den Erwerb einer Flasche Pommes vorspielten.

Zum Abschluß des abwechslungsreichen Programmes präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Lardenbach mit ihrem Saufbrett ein neues Löschgerät, bei dem jedoch neben den Mitgliedern des Feuerwehrstammtisches noch Ortsvorsteher Erdmann und weitere Gäste zum Vergnügen des Publikums kein Löschmittel Bier, sondern Milch schlucken mußten.

Am zweiten Tag dieser Veranstaltung, am Sonntag (30. April 1989), standen zunächst sportliche Aspekte im Vordergrund. So spielten sechs Mannschaften, die aus den verschiedenen Straßen der beiden Orte zusammengestellt waren, um die Straßenmeister im Fußball. Bei den spannenden und fairen Spielen setzte sich am Ende doch der Favorit "Am Larbach" vor dem Team "Hölzchesweg/Bodenweg" mit knappem Ergebnis durch. Auf den weiteren Plätzen folgten der Pappelweg und die Seentalstraße sowie die beiden punktgleichen Mannschaften aus Klein-Eichen.

Im Rahmen dieses sportlichen Tages wurde von den Damen der Gymnastikgruppe auch wieder ein Kinderfest ausgeführt. Hierbei konnten die Kleinen bei zahlreichen Spielen wie Stelzenlaufen, Pfeilewerfen, Eierlaufen, Büchsenwerfen und Ringewerfen wieder zahlreiche Preise gewinnen.

Den Abschluß dieser bei der jungen und älteren Generation gut angekommenen Veranstaltung auf dem Sportgelände machte dann auch der am Sonntagabend stattfindende Disco-Abend in den Mai mit der im heimischen Raum bekannten Star-Disco. Auch hierbei war das Interesse von seiten der Besucher sehr groß.

(Karl-Ernst Lind)

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27. April 1989

Neuer Ortsbeirat

Zu seiner konstituierenden Sitzung hat sich am Donnerstag (27. April 1989) der Klein-Eichener Ortsbeirat in der Gaststätte Bingel versammelt. Dem neuen Ortsbeirat gehören an: Manfred Daniel, Dieter Faust, Hermann Loob, Gerhard Schildwächter und Stephan Volp. Mit dabei ist Stadtrat Gerhold Knöß. Gleich zu Beginn der Sitzung werden die bisherigen Ortsbeiratsmitglieder Herbert Kühn und Walter Müller durch den bisherigen Ortsvorsteher Manfred Daniel verabschiedet. Daniel würdigt die kommunalpolitische Tätigkeit der beiden mit einem Präsent.

Zur Wahl des neuen Ortsvorstehers wird Manfred Daniel vorgeschlagen und in geheimer Abstimmung wieder gewählt. Zum Stellvertreter des Ortsvorstehers wird ebenfalls in geheimer Wahl Hermann Loob gewählt. In einer weiteren geheimen Abstimmung wird Gerhard Schildwächter Schriftführer des Gremiums.

Im Anschluß geht der Ortsbeirat gleich zur weiteren Tagesordnung über und stimmt den Anpflanzungen von Obstbäumen durch den Obst- und Kelterverein zu, sofern dieser das in Frage kommende Grundstück auch sauber hält. Weiterhin wird die Liste des Wahlvorstandes für die Europawahl aufgestellt. Einem Wunsch nach Nutzung der Wiese oberhalb des Feuerlöschteiches für den Auslauf von Geflügel stimmt der Ortsbeirat ebenfalls zu.

Ortsvorsteher Daniel bittet die OB-Mitglieder sich an der Vorstellung und Diskussion des überarbeiteten Landschaftsplanes in der Gallushalle zu beteiligen. Wie Manfred Daniel mitteilt ist von der Unteren Naturschutzbehörde die Errichtung einer Schutzhütte im Steinbruch abgelehnt worden. Und bei einer Begehung des Kinderspielplatzes wurde festgestellt, dass die Geräteausstattung nicht mehr den heutigen Standards entspricht. Daher werden Maßnahmen gefordert diesen Zustand zu beheben.

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23. April 1989

Ausstellung im Gemeindehaus

Am vergangenen Sonntagnachmittag (23. April 1989) präsentierte der Bastelkreis der evangelischen Kirchengemeinde Lardenbach/Klein-Eichen innerhalb einer Ausstellung im Gemeindehaus mit zahlreichen Schmuckstücken auf. Es wurden Arbeiten gezeigt, die von den Frauen bei den wöchentlichen Treffs gefertigt wurden. Dabei waren auch Stücke die nach Anleitung in Bastelstunden zu Hause entstanden. Beachtung fanden bei den zahlreichen Besuchern die gefertigten Teile der Hessenstickerei, der Hardangerstickerei, die vielen Stricksachen, die Rupfenpuppen, die Stickerei- und Häkelarbeiten, die Glasritz- und Seidenmalereien, die Bauernmalerei sowie die Blumengestecke.

Mit dieser Ausstellung erhoffen sich die Frauen des Bastelkreises für die Zukunft eine regere Beteiligung. Vor der Ausstellungseröffnung hatte Pfarrer Tilman Schmidt einen Familiengottesdient gehalten, zu dessen Gestaltung auch der Frauenchor und Kinder des Kindergottesdienstes beitrugen. Schließlich gab es auch eine mit zahlreichen Preisen ausgestattete Tombola, deren Erlös der Renovierung des Gemeindehauses zugute kommen soll.

(Karl-Ernst Lind)

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16. April 1989

Nachwuchssportler auf großer Fahrt

Zu einem Erlebnis wurde am vergangenen Wochenende (16. April 1989) für die 24 Nachwuchssportler des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen die von dem Verein organisierte Dreitagesfahrt in die Jugenherberge Waldeck. Die Jungen, die zumeist bei dem Sportverein Fußballer und Tischtennisspieler sind und mit drei Ausnahmen alle aus Lardenbach und Klein-Eichen stammen, begannen ihre Fahrt am Freitagnachmittag. Reiseziel war die direkt am Edersee gelegene Jugendherberge Waldeck.

Bei dem dreitägigen Aufenthalt in Nordhessen wurden neben der sportlichen Betätigung auch eine Wanderung rund um den Edersee unternommen. Hierbei wurde die Staumauer sowie auch der in unmittelbarer Nähe liegende Tierpark mit seinen zahlreichen Tierarten besichtigt. Viel Spaß bereitete den Teilnehmern zwischen neun und achtzehn Jjahren eine gemeinsame Schiffsfahrt auf dem Stausee sowie das Tret- und Motorbootfahren in kleineren Gruppen. Interessiert zeigten sich die Jungen, die von den Jugendleitern, Betreuern und Vorstandsmitgliedern begleitet wurden, auch bei der Besichtigung des Schlosses Waldeck.

(Karl-Ernst Lind)

 
25. März 1989

Osterei

30 Jahre altes Osterei - Zu Ostern 1989 wurde auf das Ei die Klein-Eichener Kirche gemalt. Die Dekoeier sind frisch.

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24. März 1989

MGV singt im Stift

So wie in den vergangenen Jahren trat auch in diesem Jahr wiederum am Karfreitag (24. März 1989) der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen mit einigen Kostproben seines Könnens im Altersheim des Laubacher Stiftes auf. Die Sänger, die unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug (Saasen) stehen, wollten mit diesem Auftritt auch diesmal die Bewohner erfreuen. Daneben sollte den älteren und zumeist pflegebedürftigen Heimbewohnern gezeigt werden, dass sie entgegen vieler Vorurteile von der jungen Generation doch nicht ganz vergessen sind. So fanden dann auch die vorgetragenen Chöre "Stern auf den ich schaue", "Abendfrieden", "Der Schäfer", "Hymne", "s'Herz", "Leuchtet der Morgen" und "La Pastorella" bei den mit Begeisterung lauschenden Bewohnern und Bediensteten viel Anerkennung.

(Karl-Ernst Lind)

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22. März 1989

Die neuen Mandatsträger nach der Wahl

Nach den Kommunalwahlen stellt die CDU künftig in der Stadtverordnetenversammlung 12 (seither 14) Mandatsträger. Die SPD wird 15 (seither 14), die FDP keinen (seither 2), die Grünen 4 (seither 3) und die FWG 6 (seither 4) Vertreter in das Parlament entsenden.

Folgende Bewerber sind in den Ortsbeirat Klein-Eichen gewählt worden: Grüne: Stephan Volp; Bürgerblock: Manfred Daniel, Hermann Loob, Dieter Faust, Thomas Zabel; Freie Bürgergemeinschaft: Gerhard Schildwächter.

In Lardenbach wurde gewählt nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl: Karl-Ernst Lind, Edwin Scharmann, Lothar Pleik, Reinhard Mölcher, Karlheinz Erdmann, Klaus Weeke und Ernst Zimmer.

In ihrer ersten Sitzung werden doe Ortsbeiräte die Ortsvorsteher, Schriftführer und deren Stellvertreter wählen.

(gaz)

 
18. März 1989

Treffen der Hasenpflug-Chöre

Beim Treffen der Hasenpflugschen Chöre aus Lindenstruth, Hattenrod, Rüddingshausen und Lardenbach/Klein-Eichen in der Gaststätte Dietz am Samstag (18. März 1989) wurde erneut der hohe Leistungsstand der von Ottmar Hasenpflug (Saasen) geleiteten Vereine unter Beweis gestellt. Durch sein Können und seinen Ansporn motiviert, präsentierten die Chöre zahlreiche musikalische Glanzpunkte.

Dankesworte für sein Wirken wurden Hasenpflug durch den 1. Vorsitzenden des gastgebenden Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, Heinz Schwanke, zuteil. Dieser hatte eingangs der Veranstaltung und nach dem Liedvortrag der "Eintracht" die Gäste begrüßt. Anerkennende Worte sprach auch der 1. Vorsitzende des Ohm-Lumdatal-Säbgerbundes Siegfried Wegener (Ruppertenrod), der im Anschluß an einen weiteren Vortrag des gastgebenden Männerchores einige Ehrungen verdienter Sänger vornahm.

Wegener stellte das Engagement des Chorleiters in den Vordergrund, der allen vier Vereinen zu einem höheren Leistungstand verholfen habe. Dank sprach er auch Karl Krämer, Karl Ruppel, Albert Hofmann für 40 Jahre sowie Werner Siedler für 25 Jahre Sängertätigkeit bei dem Männerchor der "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen aus. Im Auftrag des Hessischen Sängerbundes überreichte er den Jubilaren die silberne beziehungsweise die Ehrennadel des hessischen Sängerbundes. Eine Urkunde verlieh den Sängern auch der Vorsitzende Heinz Schwanke.

Im weiteren Verlauf des Abends, durch den in gekonnter Weise Reiner Roth als Ansager führte, bot der Männerchor mit dem Lied "Dunkle Augen, roter Mund" noch eine Premiere. Ebenfalls zum ersten Mal öffentlich vorgetragen - am Klavier von Bettina Wießner begleitet - wurde von dem gemischten Chor "Germania" Lindenstruth das Lied "An der schönen blauen Donau". Diesem Beitrag war zuvor noch der Chor von Mendelssohn-Bartholdy "Hebe deine Augenauf" vorausgegangen.

Ihr Können dokumentierten hiernach die Männer der "Concordia" Rüddingshausen mit drei Beiträgen. Ein Höhepunkt war der Soloauftritt des Hattenröder Sängers Harald Stark, der in Klavierbegleitung mit dem "Wolgalied" die Zuhörer begeisterte. Diesem Auftritt folgte der gemischte Chor der "Eintracht" Hattenrod mit drei Liedern. Den gesanglichen Abschluß dieser für die Freunde des Chorgesanges ansprechenden Veranstaltung machten die Männerchöre aus Rüddingshausen und Lardenbach/Klein-Eichen mit dem gemeinsamen Auftritt mit den Liedern "Gürtel und Tüchlein" und "La Pastorella".

Unter der Leitung von Bärbel Erdmann traten gleich zweimal die Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen auf, die mit ihrer tänzerischen Einlage ebenfalls zu dem Programmablauf beitrugen.

(Karl-Ernst Lind)

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12. März 1989

Kommunalwahl 1989

Die CDU ist klarer Verlierer der hessischen Kommunalwahl: Sie wurde nur noch von rund einem Drittel der Wahlberechtigten gewählt. Der Wahlgang am Sonntag (12. März 1989) zeigte ein Ausweichen vieler Wähler auf Parteien am linken und rechten Rand des politischen Spektrums. Weder SPD noch FDP konnten von den Verlusten der Union profitieren, während die Grünen ebenso Stimmengewinne verbuchten wie rechtsextreme Parteien dort, wo sie antraten.

Die Kreistagswahl (Gießen) brachte erwartungsgemäß eine Zunahme der Stimmen für SPD und Grüne. Die meisten Gewinne hatte jedoch die FWG zu verzeichnen. Die CDU und FDP hatten abermals schmerzliche Verluste hinzunehmen. Bei frühlingshaftem Wetter war die Wahlbeteiligung mit rund 79 Prozent besser als 1985.

Sehr viel schwieriger wird künftig die Arbeit für den Grünberger Bürgermeister, denn er hat es nunmehr mit einer rot-grünen Mehrheit zu tun, die ihm die Arbeit kaum erleichtern dürfte.

Der Ortsbeirat in Klein-Eichen wurde erstmals nicht durch eine Gemeinschaftsliste gewählt. Nachdem die Grünen eine Liste aufgestellt hatten, bildeten sich zwei weitere Listen. Von den 138 Wählerinnen und Wähler haben ganze 15 ungültige Stimmen abgegeben.

Die Abstimmung der Klein-Eichener zum Kreistag:

Klein-Eichen
1989
1985
 
Wahlberechtigte
179
187
 
Wähler
138
140
 
 
 
CDU
63
73
 
SPD
45
32
 
Grüne
16
16
 
FDP
3
8
 
FWG
9
9
 
Friedensliste
-
1
 

 

Die Abstimmung der Klein-Eichener und Lardenbacher zur Grünberger Stadtverordnetenversammlung:

Klein-Eichen
1989
1985
 
Lardenbach
1989
1985
Wahlberechtigte
179
187
 
Wähler
138
140
 
265
 
 
CDU
62
70
 
CDU
103
124
SPD
39
32
 
SPD
93
87
Grüne
20
18
 
Grüne
21
14
FDP
4
10
 
FDP
13
12
FWG
11
8
 
FWG
25
9

 

Ortsbeiratswahl in Klein-Eichen:

Klein-Eichen
1989
 
Wahlberechtigte
179
 
Wähler
138
 
 
Stimmen
 
Grüne

 

Stephan Volp

 

30
 
Bürgerblock

 

Manfred Daniel

Hermann Loob

Dieter Faust

Thomas Zabel

Walter Müller

 

66
 
Freie Bürgergemeinschaft

 

Gerhard Schildwächter

Herbert Kühn

Werner Zimmer

Wolfgang Wollmann

 

27
 
 
 

Fotos

 
11. März 1989

JHV des SSV

In der Mitgliederversammlung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen berichtete der 1. Vorsitzende Arno Böcher dieser Tage im Gasthaus Bingel von einem ereignisreichen Jahr mit zahlreichen sportlichen Veranstaltungen der einzelnen Abteilungen. In diesem Jahr werde der Ortssporttag am 30. April in Verbindung mit einem örtlichen Vereinsabend und einem Tanzabend in den Mai stattfinden. Veranstaltet wurde auch wieder der Kinderfasching.

Einen positiven Kassenbericht erstattete Gerda Weeke. Zu neuen Kassenprüfern bestimmten die Mitglieder Artur Kratz und Frank Hollederer. Reinhard Mölcher von der Fußballabteilung berichtete, dass die 1. Mannschaft, die in Spielgemeinschaft mit dem FC Weickartshain steht, in der Sasion 87/88 den 10. Platz belegte. Die 2. Mannschaft habe zum Abschluß auf Rang 8 gelegen. Beim Landratspokal sei man in der 2. Runde ausgeschieden. Erfolgreich seien die Fußballer dagegen beim Stadtpokal, wo dieser sogar gewonnen werden konnte.

Nachwuchssorgen führten auch bei den Jugendmannschaften zu einer Spielgemeinschaft. So stehen heute, nach Aussage des Jugendleiters Joachim Rühl, neben Jugendlichen aus Lardenbach/Klein-Eichen und Weickartshain auch noch Spieler aus Lehnheim und Stangenrod in den einzelnen Mannschaften, die auch erfolgreich sind. Es gab zusammen mit dem JSV Lehnheim eine Ausflugsfahrt nach Ungarn, ferner die obligatorische Weihnachtsfeier. Nach Aussage des Jugendleiters ist für Mitte April eine Fahrt in die Jugendherberge nach Waldeck vorgesehen. An dieser Fahrt werden auch die Nachwuchssportler der anderen Abteilungen des Vereins teilnehmen.

Von der Tischtennisabteilung berichtete Spartenleiter Gerhard Ruppel. Er führte aus, dass die letzte Runde von der 1. Mannschaft in der Bezirksklasse Fulda-West mit dem 9. Platz beendet wurde. Erfolgreich sei jedoch eine Mannschaft bei den Spielen um den Stadtpokal gewesen, wo zum zweitenmal Platz eins und somit der Wanderpokal gewonnen werden konnte.

Von einer erfolgreichen Jugenarbeit berichtet der Tischtennis-Jugendwart Klaus Kratz. Die Jugendmannschaft stehe nach dem Erreichen des 10. Platzes in der letzten Runde in diesem Jahr nun auf Platz 6. Nach einer ungeschlagenen Rückrunde wurde in der Schülerklasse der Sasion 87/88 der 2. Platz erreicht, wobei Jens Pernak als bester Einzelspieler hervorstach. In diesem Jahr wurde dieses Team gar Gruppensieger und spielt nun um die Kreismeisterschaft.

Über einen guten Besuch in der Damengymnastik informierte Spartenleiterin Bärbel Erdmann. Sie ging auf zahlreiche Auftritte wie beim 75jährigen Jubiläum des TSV Groß-Eichen oder beim Fasching der Freiwilligen Feuerwehr ein. Dank sprach der Wanderwart des Vereins Klaus Weeke allen Wanderfreunden und den Helfern bei der letztjährigen EVG-Wanderung, die über achthundert Teilnehmer zu verzeichnen hatte, aus. Er hoffe auch für die am 21. und 22. Oktober anstehende Wanderveranstaltung wieder mit der Unterstützung der Mitglieder.

Im Anschluß ehrte Vereinsvorsitzender Arno Böcher die seit 15 Jahren im Verein aktiven Mitglieder Annelore Roth, Karin Kratz, Ernst Zimmer, Gerhard Pernak und Bernd Irlmeier mit der silbernen Vereinsnadel und einer Urkunde. Geehrt wurden auch die drei Ersten der Vereinsjugendmeisterschaft im Tischtennis. Hierbei erhielten Jochen Hansel, Stefan Weeke und der nicht anwesende Jens Pernak jeweils eine Urkunde vom Vorsitzenden Böcher und Jugendleiter Kratz überreicht.

Ein wichtiger Punkt war die Gründung eines Festausschusses für das anstehende 25jährige Vereinsjubiläum. Neben den Vorstandsmitgliedern wurden noch Jürgen Maus, Ulrich Rabenau, Artur Kratz, Bernd Kratz, Leo Müller, Heinz Schwanke, Herbert Rühl und Karlheinz Hollederer in das Gremium berufen.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
11. März 1989

Kinder bedanken sich für Spende

Mit einer selbstgemalten und von allen Kindern unterzeichneten Karte dankten die etwa 40 Kinder eines Kinderheimes in Danzig den Sternsingern der Katholischen Kirche "St. Anna" Seenbrücke für Geschenke, die in Haushalten der Seenbachtalgemeinden Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain gesammelt worden waren. Die Spende bestand zum größten Teil aus Lebens- und Genußmitteln.

Das von den zwölf Sternsigern beim Dreikönigssingen ebenfalls gesammelte Geld wurde inzwischen durch das Bistum an notleidende Kinder der Dritten Welt weitergeleitet.

Besonders gefreut haben sich über die Karte die Sternsinger und deren Betreuerin Christel Schultheiß, zumal die Kinder aus Polen, die fast alle behindert sind, die Karte selbst malten und zudem noch persönlich unterzeichneten. Die Grünberger Kinder hoffen, dass sie, unterstützt von der Bevölkerung, weitere Hilfe leisten können.

(Karl-Ernst Lind)

 
10. März 1989

Jahreshauptversammlung des Obstbau- und Keltervereins

Der Obstbau- und Kelterverein Lardenbach/Klein-Eichen traf sich dieser Tage (10. März 1989) zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Dietz. Der Bericht des Kassenwartes Hans Mölcher und der Kassenprüfer Bernd Kratz und Reinhard Werner waren positiv, Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig erteilt. Einen Bericht erstattete ebenfalls Hans Mölcher über die Nutzung der Kelteranlage. Hierbei stellte er fest, dass im letzten Jahr mit 45 000 Liter gepressten Saft eine enorme Steigerung erzielt werden konnte.

Dank zollte Mölcher den beiden Verantwortlichen Philipp Frank und Albert Roth, die für einen reibungslosen Kelterablauf gesorgt haatten. Neben dem Keltern seien auch in den letzten zwei Jahren von den Mitgliedern 175 Arbeitsstunden bei der Pflege und Erhaltung des Obstbaumbestandes und bei sonstigen den Verein betreffenden Arbeiten geleistet worden.

Erfreuliches konnte im Anschluß der 1. Vorsitzende Edwin Scharmann berichten. So ging aus dem Tätigkeitsbericht hervor, dass im letzten Jahr ein neues Mitglied beigetreten und der Verein somit auf 49 Mitglieder angewachsen sei. Ein Lichtbildervortrag und zwei praktische Übungen zum Obstbaumschnitt, die bei den Mitgliedern großes Interesse fanden, zählten zum Vereinsprogramm in 1988. Gut sei auch das von drei Mitgliedern organisierte Sommerfest am 17. Juni angekommen. Eine Abordnung nahm auch teil an den Feierlichkeiten zu den Jubiläen des Kreisverbandes und des Ortsverbandes Grünberg.

Bei den Vorstandswahlen kandidierte der seit sechs Jahren an der Vereinsspitze stehende 1. Vorsitzende Edwin Scharmann aus beruflichen Gründen nicht mehr. So erklärte sich dann Johann Zimmer bereit, dieses Amt für die nächsten drei Jahre zu übernehmen. Dafür votierten die Mitglieder dann einstimmig. Dem Vorstand gehören weiterhin Bernhard Nickel als 2. Vorsitzender, Hans Mölcher als Kassenwart, Richard Dietz und Reinhard Mölcher als Maschinisten an. Für den seitherigen Schriftführer und nunmehr neuen Vorsitzenden Johann Zimmer wurde Dieter Langohr von der Versammlung zum Schriftführer bestimmt.

Unter dem Punkt "Verschiedenes" erklärten sich wieder drei Familien für die Durchführung des Sommerfestes am 17. Juni in der Grillhütte bereit. Hierbei ist auch eine Flur- und Walswanderung für die Bevölkerung geplant. Teilnehmen werden die Naturfreunde auch am Festzug zur 750-Jahr-Feier in Gonterskirchen. Ab sofort steht den Mitgliedern wie auch Nichtmitgliedern in Lardenbach und Klein-Eichen der vom Verein angeschaffte Vertikutierer zur Verfügung. Weiterhin gibt es Zuschüsse für die Neupflanzung von Obstbäumen, deren Zahl im letzten Jahr nur bei sieben Stück gelegen habe.

(Karl-Ernst Lind)

 
08. März 1989

Pressegespräch zum Wahlkampf

In einem Wahlkampfauftritt des Bürgermeisters Siegbert Damaschke, der als Pressegespräch deklariert wurde, zeigte sich Damaschke zufrieden, dass dem Bemühen der Stadt um die Sanierung seitens Regierungspräsident und Land Rechnung getragen wurde und der Förderungsantrag nicht zusammengestrichen wurde. Die bewilligte Summe von 2,1 Millionen wird zu 700 000 DM vom Bund und zu 685 000 DM vom Land Hessen bereitgestellt, die Stadtkasse wird den Restbetrag von 735 000 DM tragen.

Unter den vielen nun anstehenden Maßnahmen ist für 1990/91 die öffentliche Baumaßnahme Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen vorgesehen. Vom Magistrat wurde am Montag der entsprechende Bebauungsplan beschlossen, nachdem städtischerseits veranlaßte Schürfungen die Standortwahl gegen Bedenken des Bergamtes Weilburg abgesichert hatten. Der Bürgermeister räumte ein, man habe das Bergamt von Forderungen freigestellt.

(tb/gaz)

 
05. März 1989

Jahreshauptversammlung der VdK-Ortsgruppe 1989

Die VdK-Ortsgruppe Lardenbach traf sich zur Jahreshauptversammlung am Sonntag (5. März 1989). In seinem Tätigkeitsbericht zeichnete Vorsitzender Edmund Glapa die Aktivitäten des vergangenen Jahres nach. Er erinnerte an Fahrten in den Vogelsberg und nach Bad Vilbel, Ausflüge und Veranstaltungen des Kreisverbandes und des Bereiches, eine Weihnachtsfeier sowie Sammlungen und Erholungsmaßnahmen.

Die Kranken und Alten erfuhren eine intensive Betreuung. Die Nachfolge der verstorbenen langjährigen Betreuerin Johanna Schätzle übernahm Hannelore Klös. Einstimmig wurde Elli Ruschig zur neuen Kassiererin gewählt.

Nach drei Neubeitritten gehören der Gruppe nun 33 Mitglieder an. Bei den Ehrungen wurden für 40jährige Mitgliedschaft Elisabeth Mertens, Lina Daniel, Marie Mahal, Johanna Dörr, Andreas Ebenhöh, Heinz Willert, Gottlieb Hertle und Marie Schmidt mit der entsprechenden Treuenadel ausgezeichnet.

In einem ausführlichen Referat informierte Kreisvorsitzender Karl Zipse über die eingetretenen Änderungen in der Rentenversicherung und über die Neuerungen der Gesundheitsreform.

(zw/gaz)

Fotos

 
04. März 1989

Holzstrich

Traditionsgemäß fand am vergangenen Samstag (4. März 1989) im Lardenbacher Wald die auch als "Lardenbacher Männerbräut" bekannte Holzversteigerung statt. Bei der Holzauktion wurden in diesem Jahr unter der Leitung des zuständigen Revierförsters Karlheinz Keitzer (Forstamt Grünberg), dem Auktionator Emil Mölcher II. und dem Lardenbacher Ortsvorsteher Heinz Schwanke wieder nahezu 40 Festmeter Buchenholz veräußert.

Bei dem Feiertag der "Lardenbacher Männerbräut", die nach dem Holzstrich in fröhlicher Runde bei Speis und Trank so manches "zusammenbraut", war auch zwischendurch Bürgermeister Siegbert Damaschke anwesend. Er würdigte ebenso wie Ortsvorsteher Schwanke und Forstoberinspektor Keitzer diese Veranstaltung als eine auch in Zukunft fortzuführende Tradition. Er bedankte sich besonders bei den Männern aus Lardenbach und Klein-Eichen, die diesen Tag aufrechterhalten.

Besonders erfreut zeigte sich das Stadtoberhaupt über die nunmehr 25jährige Durchführung der Versteigerung durch den zuständigen Förster Karlheinz Keitzer. Er würdigte dessen Verdienste um die 1955 erstmals wieder vom damaligen Bürgermeister Reinhard Mölcher sen. ins Leben gerufenen "Lardenbacher Männerfeiertag".

Bereits seit 35 Jahren hat der Lardenbacher Emil Mölcher II. das Amt des Autionators inne. Für diese einmalige Leistung, die ebenfalls von Bürgermeister und Ortsvorsteher Anerkennung fand, wurden beiden zum Dank und zur Erinnerung an dieses einmalige Jubiläum der Weinbecher der Stadt Grünberg überreicht.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
02. März 1989

Wahlveranstaltung im Gasthaus Bingel

In der Kommunalpolitik habe die SPD anscheinend kaum etwas aufzuweisen, da sie den Wahlkampf mit bundespolitischen Themen versuche zu bestreiten und die kommunalpolitik ganz außeracht lasse, führte Bürgermeister Damaschke bei einer Wahlveranstaltung der CDU, am Donnerstag (2. März 1989) in der Gaststätte Bingel, aus. Hierbei wiederholte er seine Wahlkampfrede die er schon in Lardenbach zum Besten gab.

Weiter führte Damaschke aus, dass die Landschafts- und Flächennutzungsplanung die neuen Ortsbeiräte intensiv beschäftigen werde, um die kommenden Naturschutzmaßnahmen rechtlich abzusichern. Die restlichen Kläreinrichtungen für die Großgemeinde würden in den kommenden vier Jahren errichtet. Für Klein-Eichen sei die Kläranlage derzeit im Bau. Neben der Heranführung der Kanäle verlange die Sanierung der bestehenden Kanäle große Aufwendungen.

Die Familie stehe im Mittelpunkt der Sozialpolitik der CDU. Die Grundversorgung mit Kindergartenplätzen sei in Grünberg gesichert. In Einzelfällen jedoch gelte es, Ergänzungsmaßnahmen durchzuführen, wie etwa im Kindergarten Lehnheim. Die Kinder der Aussiedler gelte es, durch eine Zusatzbetreuung schnell an das Leben bei uns heranzuführen.

Die Ferienspiele müssten so gestaltet werden, das neue soziale Gruppen von Jugendlichen herangeführt werden. Die Jugend-Arbeit der Vereine bedürfe besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Die freien Jugendclubs könnten sich weiterhin frei entfalten. Die Bemühungen der Arbeiterwohlfahrt um benachteiligte Jugendgruppen habe man mit Nachdruck unterstüzt.

"Die ältere Generation soll ihren Lebensabend nach Möglichkeit in der Nähe ihrer Familie verbringen können. Auch im Alter soll niemand unsere liebenswerte Stadt verlassen müssen. Aus diesem Grund unterstützt die CDU die Errichtung eines Altenwohn- und Pflegeheimes. Was mit caritativen Einrichtungen nicht geschaffen werden konnte, wird nunmehr für alle Bürger durch privates Engagement erreicht."

Ein Dienstleistungssystem für betagte Mitbürger wird angestrebt. Unsere Sozialstation hat sich in der Vergangenheit bewährt. Sie wird den jeweiligen sozialen Bedürfnissen angepasst.

Über den weiteren Verlauf des Abends liegen keine Details vor.

(-/gaz)

 
24. Februar 1989

Wahlveranstaltung im Gasthaus

In einer Wahlveranstaltung in der Gasstätte Dietz kritisierte Bürgermeister Siegbert Damaschke dieser Tage (Ende Februar 1989) die Wahlkampagne der SPD, die hauptsächlich Bundesthemen aufgreife. Auf Kreisebene sei die SPD mit dem Slogan "Arbeit und Umwelt" angetreten. In beiden Bereichen habe sie jedoch nichts vorzuweisen. In der Umweltpolitik zeichne sich für den Kreis ein Müllnotstand ab, falls der bisherige Landrat im Amt bleibe. Veit habe ebenfalls auf dem Sektor der Arbeit versagt.

Selbst die SPD-Fraktion im Kreistag habe ihn in der letzten Sitzung aufgefordert, sich durch Gespräche mit entsprechenden Stellen für eine verstärkte Arbeitsplatzförderung im Bereich Gießen einzusetzen. ZAUG, das "Millionen-Ding", sei ein völlig ungeeignetes Mittel, die Probleme des Arbeitsmarktes im mittelhessischen Bereich anzugehen. Bedauerlicherweise sei man abgewichen von den bewährten Methoden der CDU-FWG-Kreisregierung, die Betriebe gezielt förderte, wenn sie verstärkt Jugendliche einstellten.

Im weiteren verwies Bürgermeister Damaschke auf die großen Investitionen in den letzten Jahren in Grünberg, die sich seit 1981 auf 38 Millionenen beliefen. Dabei sei mit 2,4 Millionen (6,4 Prozent) die Verschuldung als sehr gering anzusehen. Lediglich in Lardenbach und Klein-Eichen fehle noch ein Dorfgemeinschaftshaus. Dieses werde in der kommenden Legislaturperiode errichtet. Der von den Ortsbeiräten Klein-Eichen und Lardenbach gewünschte Standort könne nach Aussagen von Fachleuten beibehalten werden.

Die Wasserversorgung sei derzeit gesichert, auch wenn in Zukunft Arbeiten am Hochbehälter notwendig werden. Die Kläranlage für die Seentalgemeinden befinde sich derzeit im Bau und werde noch 1989 fertiggestellt. Mit dem Anschluß sei in den nächsten drei bis vier Jahren zu rechnen. Schließlich unterstrich Damaschke auch die Bedeutung der Ortsbeiräte, die ein notwendiges Bindeglied zur Verwaltung darstellten.

(cdu/gaz)

 
18. Februar 1989

Mitgliederversammlung der "Eintracht"

Mit einem überaus zufriedenen Jahresbericht wartete dieser Tage (18. Februar 1989) in der Gaststätte Dietz der 1. Vorsitzende des Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, Heinz Schwanke, bei der Generalversammlung auf. Nach der Begrüßung der aktiven und passiven Mitglieder sowie des Chorleiters Ottmar Hasenpflug (Saasen) und der Totenehrung berichtete Schwanke von insgesamt 40 Übungsstunden und von 15 öffentlichen Auftritten.

Hierbei standen neben dem Singen bei der Jahreshauptversammlung und dem Singen bei den verschiedensten Anlässen der Mitglieder besonders das Hasenpflug'sche Chortreffen, das Singen im Laubacher Stift, das Kritiksingen in Grünberg, beim Sängerfest in Nieder-Gemünden, das Seenbachtaltreffen, beim Volkstrauertag und bei der öffentlichen Weihnachtsfeier im Vordergrund.

Dank zollte der Vorsitzende dem Chorleiter, durch dessen Wirken der Männerchor derzeit von vielen Freunden des Chorgesanges mit hervorragenden Kritiken bedacht werde. Er dankte auch den Sangesfreunden. Der Verein unternahm im letzten Herbst einen Ausflug an die Nahe, hielt die örtliche Kirmes ab und besuchte zudem noch die Sängerfeste in Bernsfeld und Villingen. Mit der Hoffnung, dass die Mitglieder und Sänger, die diese Versammlung mit sechs Chören umrahmten, auch in der Zukunft zu dem Verein stehen werden, beendete Schwanke seinen Tätigkeitsbericht.

Dem positiven Bericht des Kassenwartes Karlheinz Hollederer folgte der Bericht der Kassenprüfer Hermann Loob und Dieter Bienek. Zu neuen Kassenprüfern wählte im Anschluß die Versammlung Erich Dörr und Bruno Trapp. Mit einem Geschenk bedacht wurden Karl Krämer als eifrigster Singstundenbesucher für die Teilnahme an jeder Übungsstunde sowie Werner Frank, Erwin Volp, Emil Mölcher, Karl Ruppel und Gerhard Pernak mit einem einmaligen Fehlen. Zweimal fehlten August Erdmann, Klaus Kratz, Karlheinz Erdmann, Albert Roth, Erwin Groß und Hans Mölcher.

Nach den Ausführungen des Vereinsvorsitzenden stehen auch im Jahre 1989 wieder zahlreiche Auftritte und Veranstaltungen auf dem Programm. So wäre da das Hasenpflug'sche Chortreffen, Ostersingen in der Kirche, Kritiksingen in Grünberg, Sängerfeste in Rüdingshausen, Odenhausen, Hattenrod, Ruppertsburg und in Weitershain.

(Karl-Ernst Lind)

 
10. Februar 1989

Ehrungen DRK-Ortsgruppe

Die Ehrungen einer großen Anzahl von langjährigen Mitgliedern durch den DRK-Kreisverband standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsverbandes am Freitagabend (10. Februar 1989) in der Sporthalle in Queckborn. Breiten Raum nahm auch der Jahresbericht ein, den Vorsitzender Wolfgang Pfeiffer den zahlreich anwesenden Mitgliedern vorlegte. Derzeit hat man 817 Mitglieder, wovon 108 aus Queckborn und die übrigen aus der Großgemeinde Grünberg kommen.

Groß war die Zahl derer, die für 25 Jahre und mehr Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Unter anderen waren dies aus Lardenbach: Ernst Böcher, Reinhold Pleik, Manfred Reining, Robert Metzger, Karl Rühl, Albert Hofmann, Annelore Rühl, Helmut Felsing, Heinrich Rahn, Karl Krämer, Margret Siebel, Willi Lichau, Bruno Trapp, Karl Ruppel, Edwin Scharmann, Ernst Lerch und Otto Groß. Und aus Klein-Eichen geehrt wurden: Erich Funk, Margarete Felsing, Ernst Lein und Richard Träger.

(tr/gaz)

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07. Februar 1989

Bei den Narrenfröschen in Freienseen 1989

"20 Jahre Fassenachtsumzug", unter diesem Motto beteiligten sich zahlreiche Grüppchen, Clübchen und Vereine an der lustigen Tradition in Freienseen. Auch hier hatte Petrus Einsehen mit Teilnehmern und Besuchern, die zu Hunderten am Straßenrand (7. Februar 1989) standen. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein waren die besten Voraussetzungen für den Jubiläumsumzug.

Die Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer machten bei dem Umzug in Freienseen auch wieder mit. Ihr Motivwagen nahm einen kleinen Vorfall im Stall von Bauer Loob zum Anlass, diesen dem Fußvolk im Nachbardorf zu präsentieren.

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05. Februar 1989

Kinderfasching

Viel Spaß bereitete dieser Tage der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen mit einem Kinderfasching den jungen und alten Einwohnern der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen. Das Programm, durch das die Leiterin der Gymnastikabteilung, Bärbel Erdmann, führte, wurde von den Kindern gestaltet, die mit Beiträgen, die von Bärbel Erdmann und Gerda Weeke geschrieben wurden, hervorragend ankamen. Die technische Regie lag in den Händen von Karlheinz Erdmann.

Lakai Thilo Berg trat in die Bütt und belustigte mit seinem Beitrag die Anwesenden. Als Fußball-Schiedsrichter klagte Stefan Weeke sein Leid. Seine Erfahrung als Frauensachverständiger plauderte im Anschluß Björn Swoboda heraus, dessen Worte von so manchem Ehemann eine Bestätigung erfuhren. Mit Nadja Schmidt erlebte das mit Beifall nicht geizende Publikum dann in der Bütt eine emanzipierte Dame.

Nicht um eine Zugabe herum kamen Manuela und Stefanie Kubala, Sonja und Tanja Fitzthum, Simone Pleik, Sabrina Schneider, Katrin Maus und Stefanie Berg, die als Tanzgruppe aus dem Wilden Westen die Narrhalla begeisterten. Mit besonderen Heilmitteln wußte hiernach Sascha Herber als "Dr. Eisenbart" seine Patienten zu heilen.

Von einem abenteurlichen Picknick mit Mutter, Auto und noch mehr berichtete Stefanie Berg und erfreute das närrische Volk. Vor dem Finale, bei dem allen Mitwirkenden, die zu den Klängen der "Nordseeküste" schunkelten, der 1. Vereinsvorsitzende Arno Böcher seinen Dank aussprach, betrat mit Frank Pernak als Fußballstar der jüngste Akteur die Bütt, um vielleicht auch seinem Trainer wieder Hoffnung für den nächsten Sieg zu geben.

(Karl-Ernst Lind)

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02. Februar 1989

Stadtparlament und Bürgermeister über Projekte vor Ort

Ausführliche Informationen zum überarbeiteten Landschaftsplan bestimmten die Stadtverordnetensitzung am Donnerstag in der Gallushalle. Mit dem nun vorliegenden Landschaftsplan, mit seiner Koordinierung von Bebauungs- und Landschaftsplanung müssen sich die Ausschüsse des neuzuwählenden Stadtparlamentes und die Ortsbeiräte befassen. Weiterhin wurde der Beschluß zu dem Bebauungsplan "Am Triesch" für das Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen getroffen.

Schon im Januar hatte Bürgermeister Siegbert Damaschke in der Bilanz zur "Halbzeit" seiner zweiten Amtsperiode festgestellt, dass jeder Stadtteil Grünbergs nun über ein Bürgerhaus verfüge - bis auf Klein-Eichen und Lardenbach eben. Der Bürgermeister kündigte auch für 199ß/91 die Abwasserklärung für Lardenbach und Klein-Eichen an.

(gaz/tb)

 
19. Januar 1989

Keine Gemeinschaftsliste 1989

Ortsvorsteher Manfred Daniel hatte die Bürger Klein-Eichens am Freitag (6. Januar 1989) zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Ziel der Veranstaltung war die Erstellung einer Gemeinschaftsliste - hier vor Ort seit 1949 üblich - zur Wahl des Ortsbeirates am 12. März. In der Versammlung wollten die Mitglieder des Ortsbeirates auch über ihre bisherige Arbeit berichten.

Eine Überraschung stellte sich freilich bei der Diskussion um die Listenaufstellung ein: eine Gemeinschaftsliste ist danach wahrscheinlich nicht möglich. Ein Grünen-Vertreter (Stephan Volp) hatte erklärt, seine Partei wolle eine eigene örtliche Liste aufstellen. Diese Ankündigung rief bei einigen Bürgern Enttäuschung hervor.

Es waren jetzt auch nicht mehr alle anderen Teilnehmer der Versammlung bereit, sich an der Gemeinschftsliste zu beteiligen. Sie meinten, die bei einer solchen Liste mögliche Auswahl sei jetzt nicht mehr gegeben. Diese Gruppe, einer ihrer Sprecher kandidierte 1985 noch auf der Gemeinschaftsliste, kündigte an, eine dritte Liste aufzustellen.

Die Mehrheit der Versammlung entschied sich dann, statt der Gemeinschaftsliste die Liste "Bürgerblock Klein-Eichen" zusammenzustellen. Nach den Ergebnissen der Wahl stehen auf dieser Liste in folgender Reihenfolge neun Kandidaten zur Wahl: Manfred Daniel, Hermann Loob, Dieter Faust, Thomas Zabel, Walter Müller, Dieter Bienek, Bernhard Bunke, Heinz Lindenberger und Karl-Heinz Braam.

Wie Ortsvorsteher Daniel feststellte, sind auf der Liste fast alle Berufe und Altersgruppen vertreten. Ein Programm über ihre zukünftige Tätigkeit konnte die Liste noch nicht vorlegen. Der Punkt 2 der Tagesordnung "Bericht über die vergangene Arbeit des Ortsbeirates" fiel wegen der fortgeschrittenen Zeit aus.

(st/gaz)

Am gleichen Ort, am 19. Januar 1989, gab es eine Einladung an die Dorfbevölkerung um die dritte Liste zu Ortsbeiratswahl aufzustellen. Die "Freie Bürgergemeinschaft Klein-Eichen" hatte sich formiert und konnte fristgerecht an diesem Abend die Kandidaten zusammenstellen. Auf der Liste der "FBG" stehen für die Wahl im März Gerhard Schildwächter, Herbert Kühn, Werner Zimmer und Wolfgang Wollmann.

 
14. Januar 1989

Faschingssitzung 1989

Der Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach für die Faschingssitzung im Gasthaus Dietz dieser Tage (14. Januar 1989) waren wieder nicht nur zahlreiche Narren aus den beiden Dörfern Klein-Eichen und Lardenbach gefolgt. Neben dem Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke konnte der 1. Vorsitzende Karl-Ernst Lind und der Sitzungspräsident Hans Mölcher auch den Elferrat aus der Nachbargemeinde Groß-Eichen willkommen heißen.

Das kontrastreiche stimmungsvolle Programm wurde auch gleich von Annita Schmidt und Artur Kratz, die als "alte Jugendliebe" in die Bütt' stiegen, gestartet. Für den zum Teil auch örtliche Probleme betreffenden Beitrag erhielten beide neben dem Beifall dann auch von dem "Lardenbacher Dreirädchen" den von dem Sitzungspräsidenten selbst gefertigten "Lardenbacher Faschingsorden 1989" überreicht. Diesen Orden erhielten im Verlaufe des Abends dann auch alle Akteure und Helfer auf und hinter der Bühne.

Traditionsgemäß erlebte das "närrische Volk" den Auftritt der drei Wirtshausgänger Karlheinz Hollederer, Reiner Roth und Heinz Schwanke, die das Dorfgeschehen der letzten zwölf Monate unter die Lupe nahmen. Hierbei wurde zum Vergnügen der Narrhalla so mancher und manches durch den Kakao gezogen. "Bühne frei" hieß es, als Karin Kratz, Christa Kratz, Marie-Luise Kratz, Ursula Berg, Helma Berg, Annelore Roth, Sigrid Ruppel, Gerlinde Böcher, Gerda Weeke, Marita Pernak. Waltraud Mölcher und deren Leiterin Bärbel Erdmann als Mitglieder der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen gekonnt einen Westerntanz boten.

Hiernach stand Karlheinz Erdmann als Playboy in der Bütt. Zünftig ging es dann beim Erscheinen der "fünf wilden Naturburschen" zu. Hierbei gelangen Sandra Schwanke, Kerstin Müller, Cornelia Dietz, Sabine Hansel und Anette Neuß mit ihrem "bayrischen Kulturprogramm" ein stimmungsvoller Auftritt. Als Zugabe wurde von dem erstmals auftretenden Nachwuchs noch ein Jodler vorgetragen.

Hiernach erfolgte im Programm die medizinische Abteilung, bei der "zwei Weiber im Arzt-Wartezimmer" (Sigrid Ruppel und Doris Rühl) mit ihrem Auftritt die Lacher auf ihrer Seite hatten. Von den Leiden eines "Dauerpatienten" klagte im Anschluß Hans Mölcher in der Bütt'. Mit dem Auftritt des altbewährten Duos Inge und Cornelia Nickel stieg die Stimmung im Saal weiter an, die auch nach dem Auftritt der "elf Feuerwehrmänner", die mit Text- und Liedbeiträgen aufwarteten, weiter anhielt.

Hierbei wurden von Reiner Roth, Karlheinz Hollederer, Heinz Schwanke, Herbert Rühl, Leo Müller, Bernd Kratz, Karlheinz Berkenkamp, Artur Kratz, Karl-Ernst Lind und Bernhard Nickel, die von Gisela Langohr am Klavier begleitet wurden, neben örtlichen Problemen auch eine Modenschau präsentiert, die mit den neuesten ausgefallenen Modellen "a la Lardenbach" bestückt war.

Afrikanische Klänge ertönten beim letzten Auftritt vor dem großen Finale. Die "BlackMagic Dancers" (Kerstin Müller, Sandra Schwanke, Cornelia Dietz, Sabine Hansel, Anette Neuß, Annita Schmidt, Doris Rühl, Ernst Zimmer, Joachim Rühl und Helmut Fitzthum) sorgten mit ihrem von Annita Schmidt einstudierten Tanz "Afrika" für ein Überkochen im Saal, das sich auch beim Finale, vor dem noch der Tontechniker Jürgen Maus, an "Dreirad"-Mitglied Eduard Schmidt, Kulissenschieber Reinhard Mölcher und Lakai Mark Langohr mit dem Faschingsorden bedacht wurden, fortgesetzt. Zu den Klängen des Trios "Les Gitanes", das dann anschließend zum Tanz aufspielte, sangen alle Mitwirkenden den Stimmungssong vom "Eiermann", bei dem dann auch von demselbigen Willi Stühler Eier unter das Volk geworfen wurden.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
13. Januar 1989

Bürgerhaus Standort

Die Verwaltung der Stadt Grünberg wird den Bau des Bürgerhauses für die beiden Stadtteile Klein-Eichen und Lardenbach an dem vorgesehenen Standort im Akazienweg weiterverfolgen. Dies ist das Ergebnis einer von der Bauabteilung veranlaßten Schürfung, die dieser Tage (Januar 1989) vorgenommen wurde. Die vom Bergamt Weilburg erhobenen Bedenken, das Gebäude würde auf unsicherem, da verfülltem Gelände errichtet, konnten mit der Bodenuntersuchung ausgeräumt werden.

Wie Bürgermeister Siegbert Damaschke erläuterte, befindet sich die Abbruchkante - der Übergang von gewachsenem Boden zu dem ehemaligen Schlammteich - nicht an der von den Karten des Bergamtes ausgewiesenen Stelle. Die Schürfungen hätten vielmehr bestätigt, dass der Verlauf der Abbruchkante "etwas versetzt" verläuft, von der in den Karten angegebenen Linie abweicht.

Klein-Eichens Ortsvorsteher Manfred Daniel sah ebenso in den Ergebnissen der Schürfung eine Bestätigung für die Richtigkeit der Standortwahl. Um eine zusätzliche und ausreichende Gewährleistung der Bausicherheit zu erreichen, sei die Errichtung einer stärkeren Bodenplatte zu erwägen. Ein Statiker habe dies bestätigt. Der Ortsbeirat habe sich aufgrund oben genannter Ergebnisse gegen weitergehende Probebohrungen ausgesprochen, könne doch für dieses Geld bereits die Bodenplatte bezahlt werden.

Im übrigen verwies Ortsvorsteher Daniel nochmals auf die Vorteile des von den Ortsbeiräten beider Stadtteile ausgesuchten Standortes. Dass sich das Gelände bereits in städtischem Besitz befinde, sei nur ein Vorzug gegenüber dem vom Bergamt empfohlenen benachbarten privaten Gartenland.

(tb/gaz)

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06. Januar 1989

Sternsinger im Seenbachtal

Mit der Hoffnung auf eine Welt, in der Kinder leben können, beendeten am vergangenen Freitag die zwölf Sternsinger der Katholischen Kirche St. Anna Seenbrücke ihr diesjähriges Sternsingen, dessen Erlös den in Not lebenden Kindern der "Dritten Welt" zugute kommen wird. Neben der Hoffnung auf eine bessere Welt wollten die Sternsinger Anke Hartmann, Mark Schötterl, Nicole Domnowski, Claudia Klös, Natalie Domnowski, Katrin Siedler, Jasmin Sürken, Christina Schultheiß, Annette Mrosek, Miche'le Bräuning, Mario Mrosek und Anne Lenhart, auch den heimischen Familien mit dem Segensspruch "19*C+M+B 89" - "Christus Mansionem Benedicat" - Christus segne diese Wohnung" - ein segensreiches 1989 wünschen.

Die Sternsinger, unter ihenen auch Kinder evangelischer Konfession, unter der Leitung von Christel Schultheiß wollten mit ihrem Einsatz Hoffnung geben und selbst etwas gegen Not in der Welt tun. Im Mittelpunkt stand die "gute Tat", die sich auch als finanzielle Hilfe für notleidende Jungen und Mädchen in der dritten Welt ausgezahlt haben dürfte.

Die Sternsinger haben somit für leidgeplagte Kinder die Hoffnung "für eine Welt, in der sie leben können" geweckt und ihnen zugleich auch einen "Rettungsanker" zugeworfen. So kann am Ende des Sternsingens, das von den Kindern in Aufopferung ihrer Ferien und Freizeit in den Seenbachtalgemeinden Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain durchgeführt wurde, dem Missionswerk der Kinder eine stattliche Summe zur Verfügung gestellt werden.

(Karl-Ernst Lind)

 

 

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