24. März 1989

Osterei

30 Jahre altes Osterei - Zu Ostern 1989 wurde auf das Ei die Klein-Eichener Kirche gemalt. Die Dekoeier sind frisch.

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22. März 1989

Die neuen Mandatsträger nach der Wahl

Nach den Kommunalwahlen stellt die CDU künftig in der Stadtverordnetenversammlung 12 (seither 14) Mandatsträger. Die SPD wird 15 (seither 14), die FDP keinen (seither 2), die Grünen 4 (seither 3) und die FWG 6 (seither 4) Vertreter in das Parlament entsenden.

Folgende Bewerber sind in den Ortsbeirat Klein-Eichen gewählt worden: Grüne: Stephan Volp; Bürgerblock: Manfred Daniel, Hermann Loob, Dieter Faust, Thomas Zabel; Freie Bürgergemeinschaft: Gerhard Schildwächter.

In Lardenbach wurde gewählt nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl: Karl-Ernst Lind, Edwin Scharmann, Lothar Pleik, Reinhard Mölcher, Karlheinz Erdmann, Klaus Weeke und Ernst Zimmer.

In ihrer ersten Sitzung werden doe Ortsbeiräte die Ortsvorsteher, Schriftführer und deren Stellvertreter wählen.

(gaz)

 
20. März 1999

Treffen der Hasenpflug-Chöre

Als eine Bereicherung erwies sich beim Treffen der Chöre von Ottmar Hasenpflug die Mitwirkung der Gastvereine aus Groß-Eichen und Hopfmannsfeld. Der MGV Lardenbach/Klein-Eichen hatte als diesjähriger Gastgeber die gemischten Chöre aus Lindenstruth und Hattenrod in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen.

Nach der Begrüßung des MGV-Vorsitzenden Karlheinz Erdmann wurde der stimmungsvolle Abend.durch den gastgebenden Männerchor eröffnet, der gleich zwei Lieder darbot. Danach nahm Gudrun Mueller-Eckhardt (OLSB) gleich zwei besondere Ehrungen für 50jährige Sangestätigkeit vor: Karl Ruppel und Albert Hofmann zeichnete sie namens des Deutschen Sängerbundes mit der Ehrennadel in Gold und entsprechender Urkunde aus.

Ebenso erhielten Ruppel und Hofmann den mit besonderen Vergünstigungen ausgestatteten Ausweis des Deutschen Sängerbundes. Mueller-Eckhardt dankte den Beiden für ihre Treue zum Gesang, die letztendlich auch eine Verpflichtung darstelle. Da heutzutage die Jugend nicht gerade zahlreich am Chorgesang teilhabe, seien besonders die altgedienten Sänger als Stützen gefragt. In ihrer Laudatio begrüßte sie es im weiteren, dass solche Freundschaftssingen auf die Beine gestellt werden.

Den Glückwunsch des Männergesangvereins Lardenbach/Klein-Eichen an die Jubilare Karl Ruppel und Albert Hofmann übermittelte im Anschluß Erter Vorsitzender Erdmann.

In dem von Reiner Roth angesagten und mit "oberhessischen Anekdoten" angereicherten Programm präsentierte sich zunächst der gemischte Chor aus Lindenstruth mit zei Stücken dem Publikum. Viel Beifall für ihre zwei Lieder erntete der unter Leitung von Otto Peter stehende gemischte Chor aus Groß-Eichen. Im anschließenden Vortrag des Männerchores mit Klavierbegleitung durch den Dirigenten Peter wurde der "Nachtgesang im Walde" von Franz Schubert intoniert.

Danach nahm der Männerchor aus Hpfmannsfeld die Bühne ein und trug unter Leitung von Hartmut Frank mit zwei Chören zum abwechslungsreichen Programm bei.

Eine sportliche Einlage bot sodann die Tanzgruppe "Crazy Girls" des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Für die Mädchen um Doris Rühl gab es am Ende nochmals einen verdienten Applaus. Mit zwei stimmungsvollen Liedern, die auch vom Chorleiter auf dem Schifferklavier begleitet wurden, bewies Hasenpflug das Können des gemischten Chores aus Hattenrod.

Eine weitere Kostprobe boten nochmals die Sänger aus Hopfmannsfeld. Bevor zum Abschluß eines gelungenen Liederabends der hiesige Chor des MGV das Publikum im vollbesetzten Bürgerhaus mit zwei weiteren Stücken erfreute. Dabei begleitete Minette Kraft auf dem Klavier die Sänger. Für Kurzweil bis in den Morgen sorgte der Alleinunterhalter Gerhold Bomball.

(Karl-Ernst Lind)

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18. März 1989

Treffen der Hasenpflug-Chöre

Beim Treffen der Hasenpflugschen Chöre aus Lindenstruth, Hattenrod, Rüddingshausen und Lardenbach/Klein-Eichen in der Gaststätte Dietz am Samstag (18. März 1989) wurde erneut der hohe Leistungsstand der von Ottmar Hasenpflug (Saasen) geleiteten Vereine unter Beweis gestellt. Durch sein Können und seinen Ansporn motiviert, präsentierten die Chöre zahlreiche musikalische Glanzpunkte.

Dankesworte für sein Wirken wurden Hasenpflug durch den 1. Vorsitzenden des gastgebenden Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, Heinz Schwanke, zuteil. Dieser hatte eingangs der Veranstaltung und nach dem Liedvortrag der "Eintracht" die Gäste begrüßt. Anerkennende Worte sprach auch der 1. Vorsitzende des Ohm-Lumdatal-Säbgerbundes Siegfried Wegener (Ruppertenrod), der im Anschluß an einen weiteren Vortrag des gastgebenden Männerchores einige Ehrungen verdienter Sänger vornahm.

Wegener stellte das Engagement des Chorleiters in den Vordergrund, der allen vier Vereinen zu einem höheren Leistungstand verholfen habe. Dank sprach er auch Karl Krämer, Karl Ruppel, Albert Hofmann für 40 Jahre sowie Werner Siedler für 25 Jahre Sängertätigkeit bei dem Männerchor der "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen aus. Im Auftrag des Hessischen Sängerbundes überreichte er den Jubilaren die silberne beziehungsweise die Ehrennadel des hessischen Sängerbundes. Eine Urkunde verlieh den Sängern auch der Vorsitzende Heinz Schwanke.

Im weiteren Verlauf des Abends, durch den in gekonnter Weise Reiner Roth als Ansager führte, bot der Männerchor mit dem Lied "Dunkle Augen, roter Mund" noch eine Premiere. Ebenfalls zum ersten Mal öffentlich vorgetragen - am Klavier von Bettina Wießner begleitet - wurde von dem gemischten Chor "Germania" Lindenstruth das Lied "An der schönen blauen Donau". Diesem Beitrag war zuvor noch der Chor von Mendelssohn-Bartholdy "Hebe deine Augenauf" vorausgegangen.

Ihr Können dokumentierten hiernach die Männer der "Concordia" Rüddingshausen mit drei Beiträgen. Ein Höhepunkt war der Soloauftritt des Hattenröder Sängers Harald Stark, der in Klavierbegleitung mit dem "Wolgalied" die Zuhörer begeisterte. Diesem Auftritt folgte der gemischte Chor der "Eintracht" Hattenrod mit drei Liedern. Den gesanglichen Abschluß dieser für die Freunde des Chorgesanges ansprechenden Veranstaltung machten die Männerchöre aus Rüddingshausen und Lardenbach/Klein-Eichen mit dem gemeinsamen Auftritt mit den Liedern "Gürtel und Tüchlein" und "La Pastorella".

Unter der Leitung von Bärbel Erdmann traten gleich zweimal die Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen auf, die mit ihrer tänzerischen Einlage ebenfalls zu dem Programmablauf beitrugen.

(Karl-Ernst Lind)

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12. März 1989

Kommunalwahl 1989

Die CDU ist klarer Verlierer der hessischen Kommunalwahl: Sie wurde nur noch von rund einem Drittel der Wahlberechtigten gewählt. Der Wahlgang am Sonntag (12. März 1989) zeigte ein Ausweichen vieler Wähler auf Parteien am linken und rechten Rand des politischen Spektrums. Weder SPD noch FDP konnten von den Verlusten der Union profitieren, während die Grünen ebenso Stimmengewinne verbuchten wie rechtsextreme Parteien dort, wo sie antraten.

Die Kreistagswahl (Gießen) brachte erwartungsgemäß eine Zunahme der Stimmen für SPD und Grüne. Die meisten Gewinne hatte jedoch die FWG zu verzeichnen. Die CDU und FDP hatten abermals schmerzliche Verluste hinzunehmen. Bei frühlingshaftem Wetter war die Wahlbeteiligung mit rund 79 Prozent besser als 1985.

Sehr viel schwieriger wird künftig die Arbeit für den Grünberger Bürgermeister, denn er hat es nunmehr mit einer rot-grünen Mehrheit zu tun, die ihm die Arbeit kaum erleichtern dürfte.

Der Ortsbeirat in Klein-Eichen wurde erstmals nicht durch eine Gemeinschaftsliste gewählt. Nachdem die Grünen eine Liste aufgestellt hatten, bildeten sich zwei weitere Listen. Von den 138 Wählerinnen und Wähler haben ganze 15 ungültige Stimmen abgegeben.

Die Abstimmung der Klein-Eichener zum Kreistag:

Klein-Eichen
1989
1985
 
Wahlberechtigte
179
187
 
Wähler
138
140
 
 
 
CDU
63
73
 
SPD
45
32
 
Grüne
16
16
 
FDP
3
8
 
FWG
9
9
 
Friedensliste
-
1
 

 

Die Abstimmung der Klein-Eichener und Lardenbacher zur Grünberger Stadtverordnetenversammlung:

Klein-Eichen
1989
1985
 
Lardenbach
1989
1985
Wahlberechtigte
179
187
 
Wähler
138
140
 
265
 
 
CDU
62
70
 
CDU
103
124
SPD
39
32
 
SPD
93
87
Grüne
20
18
 
Grüne
21
14
FDP
4
10
 
FDP
13
12
FWG
11
8
 
FWG
25
9

 

Ortsbeiratswahl in Klein-Eichen:

Klein-Eichen
1989
 
Wahlberechtigte
179
 
Wähler
138
 
 
Stimmen
 
Grüne

 

Stephan Volp

 

30
 
Bürgerblock

 

Manfred Daniel

Hermann Loob

Dieter Faust

Thomas Zabel

Walter Müller

 

66
 
Freie Bürgergemeinschaft

 

Gerhard Schildwächter

Herbert Kühn

Werner Zimmer

Wolfgang Wollmann

 

27
 
 
 

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11. März 1989

JHV des SSV

In der Mitgliederversammlung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen berichtete der 1. Vorsitzende Arno Böcher dieser Tage im Gasthaus Bingel von einem ereignisreichen Jahr mit zahlreichen sportlichen Veranstaltungen der einzelnen Abteilungen. In diesem Jahr werde der Ortssporttag am 30. April in Verbindung mit einem örtlichen Vereinsabend und einem Tanzabend in den Mai stattfinden. Veranstaltet wurde auch wieder der Kinderfasching.

Einen positiven Kassenbericht erstattete Gerda Weeke. Zu neuen Kassenprüfern bestimmten die Mitglieder Artur Kratz und Frank Hollederer. Reinhard Mölcher von der Fußballabteilung berichtete, dass die 1. Mannschaft, die in Spielgemeinschaft mit dem FC Weickartshain steht, in der Sasion 87/88 den 10. Platz belegte. Die 2. Mannschaft habe zum Abschluß auf Rang 8 gelegen. Beim Landratspokal sei man in der 2. Runde ausgeschieden. Erfolgreich seien die Fußballer dagegen beim Stadtpokal, wo dieser sogar gewonnen werden konnte.

Nachwuchssorgen führten auch bei den Jugendmannschaften zu einer Spielgemeinschaft. So stehen heute, nach Aussage des Jugendleiters Joachim Rühl, neben Jugendlichen aus Lardenbach/Klein-Eichen und Weickartshain auch noch Spieler aus Lehnheim und Stangenrod in den einzelnen Mannschaften, die auch erfolgreich sind. Es gab zusammen mit dem JSV Lehnheim eine Ausflugsfahrt nach Ungarn, ferner die obligatorische Weihnachtsfeier. Nach Aussage des Jugendleiters ist für Mitte April eine Fahrt in die Jugendherberge nach Waldeck vorgesehen. An dieser Fahrt werden auch die Nachwuchssportler der anderen Abteilungen des Vereins teilnehmen.

Von der Tischtennisabteilung berichtete Spartenleiter Gerhard Ruppel. Er führte aus, dass die letzte Runde von der 1. Mannschaft in der Bezirksklasse Fulda-West mit dem 9. Platz beendet wurde. Erfolgreich sei jedoch eine Mannschaft bei den Spielen um den Stadtpokal gewesen, wo zum zweitenmal Platz eins und somit der Wanderpokal gewonnen werden konnte.

Von einer erfolgreichen Jugenarbeit berichtet der Tischtennis-Jugendwart Klaus Kratz. Die Jugendmannschaft stehe nach dem Erreichen des 10. Platzes in der letzten Runde in diesem Jahr nun auf Platz 6. Nach einer ungeschlagenen Rückrunde wurde in der Schülerklasse der Sasion 87/88 der 2. Platz erreicht, wobei Jens Pernak als bester Einzelspieler hervorstach. In diesem Jahr wurde dieses Team gar Gruppensieger und spielt nun um die Kreismeisterschaft.

Über einen guten Besuch in der Damengymnastik informierte Spartenleiterin Bärbel Erdmann. Sie ging auf zahlreiche Auftritte wie beim 75jährigen Jubiläum des TSV Groß-Eichen oder beim Fasching der Freiwilligen Feuerwehr ein. Dank sprach der Wanderwart des Vereins Klaus Weeke allen Wanderfreunden und den Helfern bei der letztjährigen EVG-Wanderung, die über achthundert Teilnehmer zu verzeichnen hatte, aus. Er hoffe auch für die am 21. und 22. Oktober anstehende Wanderveranstaltung wieder mit der Unterstützung der Mitglieder.

Im Anschluß ehrte Vereinsvorsitzender Arno Böcher die seit 15 Jahren im Verein aktiven Mitglieder Annelore Roth, Karin Kratz, Ernst Zimmer, Gerhard Pernak und Bernd Irlmeier mit der silbernen Vereinsnadel und einer Urkunde. Geehrt wurden auch die drei Ersten der Vereinsjugendmeisterschaft im Tischtennis. Hierbei erhielten Jochen Hansel, Stefan Weeke und der nicht anwesende Jens Pernak jeweils eine Urkunde vom Vorsitzenden Böcher und Jugendleiter Kratz überreicht.

Ein wichtiger Punkt war die Gründung eines Festausschusses für das anstehende 25jährige Vereinsjubiläum. Neben den Vorstandsmitgliedern wurden noch Jürgen Maus, Ulrich Rabenau, Artur Kratz, Bernd Kratz, Leo Müller, Heinz Schwanke, Herbert Rühl und Karlheinz Hollederer in das Gremium berufen.

(Karl-Ernst Lind)

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11. März 1989

Kinder bedanken sich für Spende

Mit einer selbstgemalten und von allen Kindern unterzeichneten Karte dankten die etwa 40 Kinder eines Kinderheimes in Danzig den Sternsingern der Katholischen Kirche "St. Anna" Seenbrücke für Geschenke, die in Haushalten der Seenbachtalgemeinden Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain gesammelt worden waren. Die Spende bestand zum größten Teil aus Lebens- und Genußmitteln.

Das von den zwölf Sternsigern beim Dreikönigssingen ebenfalls gesammelte Geld wurde inzwischen durch das Bistum an notleidende Kinder der Dritten Welt weitergeleitet.

Besonders gefreut haben sich über die Karte die Sternsinger und deren Betreuerin Christel Schultheiß, zumal die Kinder aus Polen, die fast alle behindert sind, die Karte selbst malten und zudem noch persönlich unterzeichneten. Die Grünberger Kinder hoffen, dass sie, unterstützt von der Bevölkerung, weitere Hilfe leisten können.

(Karl-Ernst Lind)

 
10. März 1989

Jahreshauptversammlung des Obstbau- und Keltervereins

Der Obstbau- und Kelterverein Lardenbach/Klein-Eichen traf sich dieser Tage (10. März 1989) zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Dietz. Der Bericht des Kassenwartes Hans Mölcher und der Kassenprüfer Bernd Kratz und Reinhard Werner waren positiv, Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig erteilt. Einen Bericht erstattete ebenfalls Hans Mölcher über die Nutzung der Kelteranlage. Hierbei stellte er fest, dass im letzten Jahr mit 45 000 Liter gepressten Saft eine enorme Steigerung erzielt werden konnte.

Dank zollte Mölcher den beiden Verantwortlichen Philipp Frank und Albert Roth, die für einen reibungslosen Kelterablauf gesorgt haatten. Neben dem Keltern seien auch in den letzten zwei Jahren von den Mitgliedern 175 Arbeitsstunden bei der Pflege und Erhaltung des Obstbaumbestandes und bei sonstigen den Verein betreffenden Arbeiten geleistet worden.

Erfreuliches konnte im Anschluß der 1. Vorsitzende Edwin Scharmann berichten. So ging aus dem Tätigkeitsbericht hervor, dass im letzten Jahr ein neues Mitglied beigetreten und der Verein somit auf 49 Mitglieder angewachsen sei. Ein Lichtbildervortrag und zwei praktische Übungen zum Obstbaumschnitt, die bei den Mitgliedern großes Interesse fanden, zählten zum Vereinsprogramm in 1988. Gut sei auch das von drei Mitgliedern organisierte Sommerfest am 17. Juni angekommen. Eine Abordnung nahm auch teil an den Feierlichkeiten zu den Jubiläen des Kreisverbandes und des Ortsverbandes Grünberg.

Bei den Vorstandswahlen kandidierte der seit sechs Jahren an der Vereinsspitze stehende 1. Vorsitzende Edwin Scharmann aus beruflichen Gründen nicht mehr. So erklärte sich dann Johann Zimmer bereit, dieses Amt für die nächsten drei Jahre zu übernehmen. Dafür votierten die Mitglieder dann einstimmig. Dem Vorstand gehören weiterhin Bernhard Nickel als 2. Vorsitzender, Hans Mölcher als Kassenwart, Richard Dietz und Reinhard Mölcher als Maschinisten an. Für den seitherigen Schriftführer und nunmehr neuen Vorsitzenden Johann Zimmer wurde Dieter Langohr von der Versammlung zum Schriftführer bestimmt.

Unter dem Punkt "Verschiedenes" erklärten sich wieder drei Familien für die Durchführung des Sommerfestes am 17. Juni in der Grillhütte bereit. Hierbei ist auch eine Flur- und Walswanderung für die Bevölkerung geplant. Teilnehmen werden die Naturfreunde auch am Festzug zur 750-Jahr-Feier in Gonterskirchen. Ab sofort steht den Mitgliedern wie auch Nichtmitgliedern in Lardenbach und Klein-Eichen der vom Verein angeschaffte Vertikutierer zur Verfügung. Weiterhin gibt es Zuschüsse für die Neupflanzung von Obstbäumen, deren Zahl im letzten Jahr nur bei sieben Stück gelegen habe.

(Karl-Ernst Lind)

 
08. März 1989

Pressegespräch zum Wahlkampf

In einem Wahlkampfauftritt des Bürgermeisters Siegbert Damaschke, der als Pressegespräch deklariert wurde, zeigte sich Damaschke zufrieden, dass dem Bemühen der Stadt um die Sanierung seitens Regierungspräsident und Land Rechnung getragen wurde und der Förderungsantrag nicht zusammengestrichen wurde. Die bewilligte Summe von 2,1 Millionen wird zu 700 000 DM vom Bund und zu 685 000 DM vom Land Hessen bereitgestellt, die Stadtkasse wird den Restbetrag von 735 000 DM tragen.

Unter den vielen nun anstehenden Maßnahmen ist für 1990/91 die öffentliche Baumaßnahme Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen vorgesehen. Vom Magistrat wurde am Montag der entsprechende Bebauungsplan beschlossen, nachdem städtischerseits veranlaßte Schürfungen die Standortwahl gegen Bedenken des Bergamtes Weilburg abgesichert hatten. Der Bürgermeister räumte ein, man habe das Bergamt von Forderungen freigestellt.

(tb/gaz)

 
05. März 1989

Jahreshauptversammlung der VdK-Ortsgruppe 1989

Die VdK-Ortsgruppe Lardenbach traf sich zur Jahreshauptversammlung am Sonntag (5. März 1989). In seinem Tätigkeitsbericht zeichnete Vorsitzender Edmund Glapa die Aktivitäten des vergangenen Jahres nach. Er erinnerte an Fahrten in den Vogelsberg und nach Bad Vilbel, Ausflüge und Veranstaltungen des Kreisverbandes und des Bereiches, eine Weihnachtsfeier sowie Sammlungen und Erholungsmaßnahmen.

Die Kranken und Alten erfuhren eine intensive Betreuung. Die Nachfolge der verstorbenen langjährigen Betreuerin Johanna Schätzle übernahm Hannelore Klös. Einstimmig wurde Elli Ruschig zur neuen Kassiererin gewählt.

Nach drei Neubeitritten gehören der Gruppe nun 33 Mitglieder an. Bei den Ehrungen wurden für 40jährige Mitgliedschaft Elisabeth Mertens, Lina Daniel, Marie Mahal, Johanna Dörr, Andreas Ebenhöh, Heinz Willert, Gottlieb Hertle und Marie Schmidt mit der entsprechenden Treuenadel ausgezeichnet.

In einem ausführlichen Referat informierte Kreisvorsitzender Karl Zipse über die eingetretenen Änderungen in der Rentenversicherung und über die Neuerungen der Gesundheitsreform.

(zw/gaz)

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04. März 1989

Holzstrich

Traditionsgemäß fand am vergangenen Samstag (4. März 1989) im Lardenbacher Wald die auch als "Lardenbacher Männerbräut" bekannte Holzversteigerung statt. Bei der Holzauktion wurden in diesem Jahr unter der Leitung des zuständigen Revierförsters Karlheinz Keitzer (Forstamt Grünberg), dem Auktionator Emil Mölcher II. und dem Lardenbacher Ortsvorsteher Heinz Schwanke wieder nahezu 40 Festmeter Buchenholz veräußert.

Bei dem Feiertag der "Lardenbacher Männerbräut", die nach dem Holzstrich in fröhlicher Runde bei Speis und Trank so manches "zusammenbraut", war auch zwischendurch Bürgermeister Siegbert Damaschke anwesend. Er würdigte ebenso wie Ortsvorsteher Schwanke und Forstoberinspektor Keitzer diese Veranstaltung als eine auch in Zukunft fortzuführende Tradition. Er bedankte sich besonders bei den Männern aus Lardenbach und Klein-Eichen, die diesen Tag aufrechterhalten.

Besonders erfreut zeigte sich das Stadtoberhaupt über die nunmehr 25jährige Durchführung der Versteigerung durch den zuständigen Förster Karlheinz Keitzer. Er würdigte dessen Verdienste um die 1955 erstmals wieder vom damaligen Bürgermeister Reinhard Mölcher sen. ins Leben gerufenen "Lardenbacher Männerfeiertag".

Bereits seit 35 Jahren hat der Lardenbacher Emil Mölcher II. das Amt des Autionators inne. Für diese einmalige Leistung, die ebenfalls von Bürgermeister und Ortsvorsteher Anerkennung fand, wurden beiden zum Dank und zur Erinnerung an dieses einmalige Jubiläum der Weinbecher der Stadt Grünberg überreicht.

(Karl-Ernst Lind)

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02. März 1989

Wahlveranstaltung im Gasthaus Bingel

In der Kommunalpolitik habe die SPD anscheinend kaum etwas aufzuweisen, da sie den Wahlkampf mit bundespolitischen Themen versuche zu bestreiten und die kommunalpolitik ganz außeracht lasse, führte Bürgermeister Damaschke bei einer Wahlveranstaltung der CDU, am Donnerstag (2. März 1989) in der Gaststätte Bingel, aus. Hierbei wiederholte er seine Wahlkampfrede die er schon in Lardenbach zum Besten gab.

Weiter führte Damaschke aus, dass die Landschafts- und Flächennutzungsplanung die neuen Ortsbeiräte intensiv beschäftigen werde, um die kommenden Naturschutzmaßnahmen rechtlich abzusichern. Die restlichen Kläreinrichtungen für die Großgemeinde würden in den kommenden vier Jahren errichtet. Für Klein-Eichen sei die Kläranlage derzeit im Bau. Neben der Heranführung der Kanäle verlange die Sanierung der bestehenden Kanäle große Aufwendungen.

Die Familie stehe im Mittelpunkt der Sozialpolitik der CDU. Die Grundversorgung mit Kindergartenplätzen sei in Grünberg gesichert. In Einzelfällen jedoch gelte es, Ergänzungsmaßnahmen durchzuführen, wie etwa im Kindergarten Lehnheim. Die Kinder der Aussiedler gelte es, durch eine Zusatzbetreuung schnell an das Leben bei uns heranzuführen.

Die Ferienspiele müssten so gestaltet werden, das neue soziale Gruppen von Jugendlichen herangeführt werden. Die Jugend-Arbeit der Vereine bedürfe besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Die freien Jugendclubs könnten sich weiterhin frei entfalten. Die Bemühungen der Arbeiterwohlfahrt um benachteiligte Jugendgruppen habe man mit Nachdruck unterstüzt.

"Die ältere Generation soll ihren Lebensabend nach Möglichkeit in der Nähe ihrer Familie verbringen können. Auch im Alter soll niemand unsere liebenswerte Stadt verlassen müssen. Aus diesem Grund unterstützt die CDU die Errichtung eines Altenwohn- und Pflegeheimes. Was mit caritativen Einrichtungen nicht geschaffen werden konnte, wird nunmehr für alle Bürger durch privates Engagement erreicht."

Ein Dienstleistungssystem für betagte Mitbürger wird angestrebt. Unsere Sozialstation hat sich in der Vergangenheit bewährt. Sie wird den jeweiligen sozialen Bedürfnissen angepasst.

Über den weiteren Verlauf des Abends liegen keine Details vor.

(-/gaz)

 
24. Februar 1989

Wahlveranstaltung im Gasthaus

In einer Wahlveranstaltung in der Gasstätte Dietz kritisierte Bürgermeister Siegbert Damaschke dieser Tage (Ende Februar 1989) die Wahlkampagne der SPD, die hauptsächlich Bundesthemen aufgreife. Auf Kreisebene sei die SPD mit dem Slogan "Arbeit und Umwelt" angetreten. In beiden Bereichen habe sie jedoch nichts vorzuweisen. In der Umweltpolitik zeichne sich für den Kreis ein Müllnotstand ab, falls der bisherige Landrat im Amt bleibe. Veit habe ebenfalls auf dem Sektor der Arbeit versagt.

Selbst die SPD-Fraktion im Kreistag habe ihn in der letzten Sitzung aufgefordert, sich durch Gespräche mit entsprechenden Stellen für eine verstärkte Arbeitsplatzförderung im Bereich Gießen einzusetzen. ZAUG, das "Millionen-Ding", sei ein völlig ungeeignetes Mittel, die Probleme des Arbeitsmarktes im mittelhessischen Bereich anzugehen. Bedauerlicherweise sei man abgewichen von den bewährten Methoden der CDU-FWG-Kreisregierung, die Betriebe gezielt förderte, wenn sie verstärkt Jugendliche einstellten.

Im weiteren verwies Bürgermeister Damaschke auf die großen Investitionen in den letzten Jahren in Grünberg, die sich seit 1981 auf 38 Millionenen beliefen. Dabei sei mit 2,4 Millionen (6,4 Prozent) die Verschuldung als sehr gering anzusehen. Lediglich in Lardenbach und Klein-Eichen fehle noch ein Dorfgemeinschaftshaus. Dieses werde in der kommenden Legislaturperiode errichtet. Der von den Ortsbeiräten Klein-Eichen und Lardenbach gewünschte Standort könne nach Aussagen von Fachleuten beibehalten werden.

Die Wasserversorgung sei derzeit gesichert, auch wenn in Zukunft Arbeiten am Hochbehälter notwendig werden. Die Kläranlage für die Seentalgemeinden befinde sich derzeit im Bau und werde noch 1989 fertiggestellt. Mit dem Anschluß sei in den nächsten drei bis vier Jahren zu rechnen. Schließlich unterstrich Damaschke auch die Bedeutung der Ortsbeiräte, die ein notwendiges Bindeglied zur Verwaltung darstellten.

(cdu/gaz)

 
18. Februar 1989

Mitgliederversammlung der "Eintracht"

Mit einem überaus zufriedenen Jahresbericht wartete dieser Tage (18. Februar 1989) in der Gaststätte Dietz der 1. Vorsitzende des Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, Heinz Schwanke, bei der Generalversammlung auf. Nach der Begrüßung der aktiven und passiven Mitglieder sowie des Chorleiters Ottmar Hasenpflug (Saasen) und der Totenehrung berichtete Schwanke von insgesamt 40 Übungsstunden und von 15 öffentlichen Auftritten.

Hierbei standen neben dem Singen bei der Jahreshauptversammlung und dem Singen bei den verschiedensten Anlässen der Mitglieder besonders das Hasenpflug'sche Chortreffen, das Singen im Laubacher Stift, das Kritiksingen in Grünberg, beim Sängerfest in Nieder-Gemünden, das Seenbachtaltreffen, beim Volkstrauertag und bei der öffentlichen Weihnachtsfeier im Vordergrund.

Dank zollte der Vorsitzende dem Chorleiter, durch dessen Wirken der Männerchor derzeit von vielen Freunden des Chorgesanges mit hervorragenden Kritiken bedacht werde. Er dankte auch den Sangesfreunden. Der Verein unternahm im letzten Herbst einen Ausflug an die Nahe, hielt die örtliche Kirmes ab und besuchte zudem noch die Sängerfeste in Bernsfeld und Villingen. Mit der Hoffnung, dass die Mitglieder und Sänger, die diese Versammlung mit sechs Chören umrahmten, auch in der Zukunft zu dem Verein stehen werden, beendete Schwanke seinen Tätigkeitsbericht.

Dem positiven Bericht des Kassenwartes Karlheinz Hollederer folgte der Bericht der Kassenprüfer Hermann Loob und Dieter Bienek. Zu neuen Kassenprüfern wählte im Anschluß die Versammlung Erich Dörr und Bruno Trapp. Mit einem Geschenk bedacht wurden Karl Krämer als eifrigster Singstundenbesucher für die Teilnahme an jeder Übungsstunde sowie Werner Frank, Erwin Volp, Emil Mölcher, Karl Ruppel und Gerhard Pernak mit einem einmaligen Fehlen. Zweimal fehlten August Erdmann, Klaus Kratz, Karlheinz Erdmann, Albert Roth, Erwin Groß und Hans Mölcher.

Nach den Ausführungen des Vereinsvorsitzenden stehen auch im Jahre 1989 wieder zahlreiche Auftritte und Veranstaltungen auf dem Programm. So wäre da das Hasenpflug'sche Chortreffen, Ostersingen in der Kirche, Kritiksingen in Grünberg, Sängerfeste in Rüdingshausen, Odenhausen, Hattenrod, Ruppertsburg und in Weitershain.

(Karl-Ernst Lind)

 
10. Februar 1989

Ehrungen DRK-Ortsgruppe

Die Ehrungen einer großen Anzahl von langjährigen Mitgliedern durch den DRK-Kreisverband standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsverbandes am Freitagabend (10. Februar 1989) in der Sporthalle in Queckborn. Breiten Raum nahm auch der Jahresbericht ein, den Vorsitzender Wolfgang Pfeiffer den zahlreich anwesenden Mitgliedern vorlegte. Derzeit hat man 817 Mitglieder, wovon 108 aus Queckborn und die übrigen aus der Großgemeinde Grünberg kommen.

Groß war die Zahl derer, die für 25 Jahre und mehr Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Unter anderen waren dies aus Lardenbach: Ernst Böcher, Reinhold Pleik, Manfred Reining, Robert Metzger, Karl Rühl, Albert Hofmann, Annelore Rühl, Helmut Felsing, Heinrich Rahn, Karl Krämer, Margret Siebel, Willi Lichau, Bruno Trapp, Karl Ruppel, Edwin Scharmann, Ernst Lerch und Otto Groß. Und aus Klein-Eichen geehrt wurden: Erich Funk, Margarete Felsing, Ernst Lein und Richard Träger.

(tr/gaz)

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07. Februar 1989

Bei den Narrenfröschen in Freienseen 1989

"20 Jahre Fassenachtsumzug", unter diesem Motto beteiligten sich zahlreiche Grüppchen, Clübchen und Vereine an der lustigen Tradition in Freienseen. Auch hier hatte Petrus Einsehen mit Teilnehmern und Besuchern, die zu Hunderten am Straßenrand (7. Februar 1989) standen. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein waren die besten Voraussetzungen für den Jubiläumsumzug.

Die Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer machten bei dem Umzug in Freienseen auch wieder mit. Ihr Motivwagen nahm einen kleinen Vorfall im Stall von Bauer Loob zum Anlass, diesen dem Fußvolk im Nachbardorf zu präsentieren.

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05. Februar 1989

Kinderfasching

Viel Spaß bereitete dieser Tage der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen mit einem Kinderfasching den jungen und alten Einwohnern der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen. Das Programm, durch das die Leiterin der Gymnastikabteilung, Bärbel Erdmann, führte, wurde von den Kindern gestaltet, die mit Beiträgen, die von Bärbel Erdmann und Gerda Weeke geschrieben wurden, hervorragend ankamen. Die technische Regie lag in den Händen von Karlheinz Erdmann.

Lakai Thilo Berg trat in die Bütt und belustigte mit seinem Beitrag die Anwesenden. Als Fußball-Schiedsrichter klagte Stefan Weeke sein Leid. Seine Erfahrung als Frauensachverständiger plauderte im Anschluß Björn Swoboda heraus, dessen Worte von so manchem Ehemann eine Bestätigung erfuhren. Mit Nadja Schmidt erlebte das mit Beifall nicht geizende Publikum dann in der Bütt eine emanzipierte Dame.

Nicht um eine Zugabe herum kamen Manuela und Stefanie Kubala, Sonja und Tanja Fitzthum, Simone Pleik, Sabrina Schneider, Katrin Maus und Stefanie Berg, die als Tanzgruppe aus dem Wilden Westen die Narrhalla begeisterten. Mit besonderen Heilmitteln wußte hiernach Sascha Herber als "Dr. Eisenbart" seine Patienten zu heilen.

Von einem abenteurlichen Picknick mit Mutter, Auto und noch mehr berichtete Stefanie Berg und erfreute das närrische Volk. Vor dem Finale, bei dem allen Mitwirkenden, die zu den Klängen der "Nordseeküste" schunkelten, der 1. Vereinsvorsitzende Arno Böcher seinen Dank aussprach, betrat mit Frank Pernak als Fußballstar der jüngste Akteur die Bütt, um vielleicht auch seinem Trainer wieder Hoffnung für den nächsten Sieg zu geben.

(Karl-Ernst Lind)

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02. Februar 1989

Stadtparlament und Bürgermeister über Projekte vor Ort

Ausführliche Informationen zum überarbeiteten Landschaftsplan bestimmten die Stadtverordnetensitzung am Donnerstag in der Gallushalle. Mit dem nun vorliegenden Landschaftsplan, mit seiner Koordinierung von Bebauungs- und Landschaftsplanung müssen sich die Ausschüsse des neuzuwählenden Stadtparlamentes und die Ortsbeiräte befassen. Weiterhin wurde der Beschluß zu dem Bebauungsplan "Am Triesch" für das Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen getroffen.

Schon im Januar hatte Bürgermeister Siegbert Damaschke in der Bilanz zur "Halbzeit" seiner zweiten Amtsperiode festgestellt, dass jeder Stadtteil Grünbergs nun über ein Bürgerhaus verfüge - bis auf Klein-Eichen und Lardenbach eben. Der Bürgermeister kündigte auch für 199ß/91 die Abwasserklärung für Lardenbach und Klein-Eichen an.

(gaz/tb)

 
19. Januar 1989

Keine Gemeinschaftsliste 1989

Ortsvorsteher Manfred Daniel hatte die Bürger Klein-Eichens am Freitag (6. Januar 1989) zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Ziel der Veranstaltung war die Erstellung einer Gemeinschaftsliste - hier vor Ort seit 1949 üblich - zur Wahl des Ortsbeirates am 12. März. In der Versammlung wollten die Mitglieder des Ortsbeirates auch über ihre bisherige Arbeit berichten.

Eine Überraschung stellte sich freilich bei der Diskussion um die Listenaufstellung ein: eine Gemeinschaftsliste ist danach wahrscheinlich nicht möglich. Ein Grünen-Vertreter (Stephan Volp) hatte erklärt, seine Partei wolle eine eigene örtliche Liste aufstellen. Diese Ankündigung rief bei einigen Bürgern Enttäuschung hervor.

Es waren jetzt auch nicht mehr alle anderen Teilnehmer der Versammlung bereit, sich an der Gemeinschftsliste zu beteiligen. Sie meinten, die bei einer solchen Liste mögliche Auswahl sei jetzt nicht mehr gegeben. Diese Gruppe, einer ihrer Sprecher kandidierte 1985 noch auf der Gemeinschaftsliste, kündigte an, eine dritte Liste aufzustellen.

Die Mehrheit der Versammlung entschied sich dann, statt der Gemeinschaftsliste die Liste "Bürgerblock Klein-Eichen" zusammenzustellen. Nach den Ergebnissen der Wahl stehen auf dieser Liste in folgender Reihenfolge neun Kandidaten zur Wahl: Manfred Daniel, Hermann Loob, Dieter Faust, Thomas Zabel, Walter Müller, Dieter Bienek, Bernhard Bunke, Heinz Lindenberger und Karl-Heinz Braam.

Wie Ortsvorsteher Daniel feststellte, sind auf der Liste fast alle Berufe und Altersgruppen vertreten. Ein Programm über ihre zukünftige Tätigkeit konnte die Liste noch nicht vorlegen. Der Punkt 2 der Tagesordnung "Bericht über die vergangene Arbeit des Ortsbeirates" fiel wegen der fortgeschrittenen Zeit aus.

(st/gaz)

Am gleichen Ort, am 19. Januar 1989, gab es eine Einladung an die Dorfbevölkerung um die dritte Liste zu Ortsbeiratswahl aufzustellen. Die "Freie Bürgergemeinschaft Klein-Eichen" hatte sich formiert und konnte fristgerecht an diesem Abend die Kandidaten zusammenstellen. Auf der Liste der "FBG" stehen für die Wahl im März Gerhard Schildwächter, Herbert Kühn, Werner Zimmer und Wolfgang Wollmann.

 
14. Januar 1989

Faschingssitzung 1989

Der Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach für die Faschingssitzung im Gasthaus Dietz dieser Tage (14. Januar 1989) waren wieder nicht nur zahlreiche Narren aus den beiden Dörfern Klein-Eichen und Lardenbach gefolgt. Neben dem Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke konnte der 1. Vorsitzende Karl-Ernst Lind und der Sitzungspräsident Hans Mölcher auch den Elferrat aus der Nachbargemeinde Groß-Eichen willkommen heißen.

Das kontrastreiche stimmungsvolle Programm wurde auch gleich von Annita Schmidt und Artur Kratz, die als "alte Jugendliebe" in die Bütt' stiegen, gestartet. Für den zum Teil auch örtliche Probleme betreffenden Beitrag erhielten beide neben dem Beifall dann auch von dem "Lardenbacher Dreirädchen" den von dem Sitzungspräsidenten selbst gefertigten "Lardenbacher Faschingsorden 1989" überreicht. Diesen Orden erhielten im Verlaufe des Abends dann auch alle Akteure und Helfer auf und hinter der Bühne.

Traditionsgemäß erlebte das "närrische Volk" den Auftritt der drei Wirtshausgänger Karlheinz Hollederer, Reiner Roth und Heinz Schwanke, die das Dorfgeschehen der letzten zwölf Monate unter die Lupe nahmen. Hierbei wurde zum Vergnügen der Narrhalla so mancher und manches durch den Kakao gezogen. "Bühne frei" hieß es, als Karin Kratz, Christa Kratz, Marie-Luise Kratz, Ursula Berg, Helma Berg, Annelore Roth, Sigrid Ruppel, Gerlinde Böcher, Gerda Weeke, Marita Pernak. Waltraud Mölcher und deren Leiterin Bärbel Erdmann als Mitglieder der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen gekonnt einen Westerntanz boten.

Hiernach stand Karlheinz Erdmann als Playboy in der Bütt. Zünftig ging es dann beim Erscheinen der "fünf wilden Naturburschen" zu. Hierbei gelangen Sandra Schwanke, Kerstin Müller, Cornelia Dietz, Sabine Hansel und Anette Neuß mit ihrem "bayrischen Kulturprogramm" ein stimmungsvoller Auftritt. Als Zugabe wurde von dem erstmals auftretenden Nachwuchs noch ein Jodler vorgetragen.

Hiernach erfolgte im Programm die medizinische Abteilung, bei der "zwei Weiber im Arzt-Wartezimmer" (Sigrid Ruppel und Doris Rühl) mit ihrem Auftritt die Lacher auf ihrer Seite hatten. Von den Leiden eines "Dauerpatienten" klagte im Anschluß Hans Mölcher in der Bütt'. Mit dem Auftritt des altbewährten Duos Inge und Cornelia Nickel stieg die Stimmung im Saal weiter an, die auch nach dem Auftritt der "elf Feuerwehrmänner", die mit Text- und Liedbeiträgen aufwarteten, weiter anhielt.

Hierbei wurden von Reiner Roth, Karlheinz Hollederer, Heinz Schwanke, Herbert Rühl, Leo Müller, Bernd Kratz, Karlheinz Berkenkamp, Artur Kratz, Karl-Ernst Lind und Bernhard Nickel, die von Gisela Langohr am Klavier begleitet wurden, neben örtlichen Problemen auch eine Modenschau präsentiert, die mit den neuesten ausgefallenen Modellen "a la Lardenbach" bestückt war.

Afrikanische Klänge ertönten beim letzten Auftritt vor dem großen Finale. Die "BlackMagic Dancers" (Kerstin Müller, Sandra Schwanke, Cornelia Dietz, Sabine Hansel, Anette Neuß, Annita Schmidt, Doris Rühl, Ernst Zimmer, Joachim Rühl und Helmut Fitzthum) sorgten mit ihrem von Annita Schmidt einstudierten Tanz "Afrika" für ein Überkochen im Saal, das sich auch beim Finale, vor dem noch der Tontechniker Jürgen Maus, an "Dreirad"-Mitglied Eduard Schmidt, Kulissenschieber Reinhard Mölcher und Lakai Mark Langohr mit dem Faschingsorden bedacht wurden, fortgesetzt. Zu den Klängen des Trios "Les Gitanes", das dann anschließend zum Tanz aufspielte, sangen alle Mitwirkenden den Stimmungssong vom "Eiermann", bei dem dann auch von demselbigen Willi Stühler Eier unter das Volk geworfen wurden.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
13. Januar 1989

Bürgerhaus Standort

Die Verwaltung der Stadt Grünberg wird den Bau des Bürgerhauses für die beiden Stadtteile Klein-Eichen und Lardenbach an dem vorgesehenen Standort im Akazienweg weiterverfolgen. Dies ist das Ergebnis einer von der Bauabteilung veranlaßten Schürfung, die dieser Tage (Januar 1989) vorgenommen wurde. Die vom Bergamt Weilburg erhobenen Bedenken, das Gebäude würde auf unsicherem, da verfülltem Gelände errichtet, konnten mit der Bodenuntersuchung ausgeräumt werden.

Wie Bürgermeister Siegbert Damaschke erläuterte, befindet sich die Abbruchkante - der Übergang von gewachsenem Boden zu dem ehemaligen Schlammteich - nicht an der von den Karten des Bergamtes ausgewiesenen Stelle. Die Schürfungen hätten vielmehr bestätigt, dass der Verlauf der Abbruchkante "etwas versetzt" verläuft, von der in den Karten angegebenen Linie abweicht.

Klein-Eichens Ortsvorsteher Manfred Daniel sah ebenso in den Ergebnissen der Schürfung eine Bestätigung für die Richtigkeit der Standortwahl. Um eine zusätzliche und ausreichende Gewährleistung der Bausicherheit zu erreichen, sei die Errichtung einer stärkeren Bodenplatte zu erwägen. Ein Statiker habe dies bestätigt. Der Ortsbeirat habe sich aufgrund oben genannter Ergebnisse gegen weitergehende Probebohrungen ausgesprochen, könne doch für dieses Geld bereits die Bodenplatte bezahlt werden.

Im übrigen verwies Ortsvorsteher Daniel nochmals auf die Vorteile des von den Ortsbeiräten beider Stadtteile ausgesuchten Standortes. Dass sich das Gelände bereits in städtischem Besitz befinde, sei nur ein Vorzug gegenüber dem vom Bergamt empfohlenen benachbarten privaten Gartenland.

(tb/gaz)

Fotos

 
06. Januar 1989

Sternsinger im Seenbachtal

Mit der Hoffnung auf eine Welt, in der Kinder leben können, beendeten am vergangenen Freitag die zwölf Sternsinger der Katholischen Kirche St. Anna Seenbrücke ihr diesjähriges Sternsingen, dessen Erlös den in Not lebenden Kindern der "Dritten Welt" zugute kommen wird. Neben der Hoffnung auf eine bessere Welt wollten die Sternsinger Anke Hartmann, Mark Schötterl, Nicole Domnowski, Claudia Klös, Natalie Domnowski, Katrin Siedler, Jasmin Sürken, Christina Schultheiß, Annette Mrosek, Miche'le Bräuning, Mario Mrosek und Anne Lenhart, auch den heimischen Familien mit dem Segensspruch "19*C+M+B 89" - "Christus Mansionem Benedicat" - Christus segne diese Wohnung" - ein segensreiches 1989 wünschen.

Die Sternsinger, unter ihenen auch Kinder evangelischer Konfession, unter der Leitung von Christel Schultheiß wollten mit ihrem Einsatz Hoffnung geben und selbst etwas gegen Not in der Welt tun. Im Mittelpunkt stand die "gute Tat", die sich auch als finanzielle Hilfe für notleidende Jungen und Mädchen in der dritten Welt ausgezahlt haben dürfte.

Die Sternsinger haben somit für leidgeplagte Kinder die Hoffnung "für eine Welt, in der sie leben können" geweckt und ihnen zugleich auch einen "Rettungsanker" zugeworfen. So kann am Ende des Sternsingens, das von den Kindern in Aufopferung ihrer Ferien und Freizeit in den Seenbachtalgemeinden Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain durchgeführt wurde, dem Missionswerk der Kinder eine stattliche Summe zur Verfügung gestellt werden.

(Karl-Ernst Lind)

 

 

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