19. September 1982

An diesem Wochenende im September findet das erste Grenzgrabenfest statt.
Ein kleines Kirmeszelt mit Theke, Tischen und Bänken wird bei Loobs auf dem Hof aufgebaut.
Als "Schirmherr" der Veranstaltung tritt Herbert Loob auf.
Aus diesem Fest enstehen im nächsten Jahr die "Grenzgrabenspritzer".

 

 
00. September 1982

Der Plattenweg wird geteert.

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19. März 1982

Jagdgenossenschafts-Tagung

Am 19. März 1982 tagte unter Vorsitz von Jagdvorsteher Karl Bräuning (Stockhausen) und im Beisein der Jagdpächter Dr. Rolf Burk (Weilburg) und H. Jüngst (Mücke) die Jagdgenossenschaft Stockhausen/Klein-Eichen in der Gaststätte "Sonnenhof". In seinem Jahresbericht stellte Bräuning fest, dass mit dem vorjährigen Jagdpachterlös verschiedene Feldwege in beiden Gemarkungen instand gesetzt worden seien; unglücklicherweise hätten US-Panzerverbände die Arbeiten im Herbst 1981 zunichte gemacht. Jetzt müßten die Wirtschaftswege erneut für den landwirtschaftlichen Betrieb befahrbar gemacht werden. Leider wären die Manöverschäden noch nicht abgegolten worden.

Otto Reitz, Rechner der Jagdgenossenschaft, unterrichtete die Versammlung über die Rechnungsergebnisse 1981/82. Seine Kassen- und Buchführung fanden die beiden Rechnungsprüfer in Ordnung. Auf Antrag von W. Funk erteilte man Reitz und dem Jagdvorsteher Entlastung. Über die Verwendung des Jagderlöses 1081 entspann sich eine rege Diskussion. Schließlich einigte man sich wiederum darauf, den Pachtschilling für landwirtschaftliche Zwecke zu verwenden, nachdem auch die Möglichkeit einer Räumung des Seenbaches und anderer Vorflutgräben in Erwägung gezogen worden waren.

Den Bericht der Jagdpächter erstattete Dr. Burk. Er ließ erkennen, dass das Niederwild in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen war. Fasanen und Rebhühner gebe es in beiden Gemarkungen praktisch nicht mehr. Mehrere Stücke Rehwild seien dem Verkehr auf der Bundesstraße 276 zum Opfer gefallen.

Die Jagdgenossen kritisierten in diesem Zusammenhang die immer mehr um sich greifende Unsitte, in Feld und Wald die Hunde frei laufenzulassen. Nur eine drastische Erhöhung der Hundesteuer könnte vielleicht den "Überhang" der Hunde verringern und auch manchen Hundebesitzer zur Vernunft bringen.

Vertreter des Forstamtes Grünberg referierten über die Wildäsungsverbesserung und über das Feldholzinselprogramm. Letzterem sollten die Jagdgenossen mehr Aufmerksamkeit widmen. Zur Vorführung kamen nach Abschluss der Regularien zwei Tonfilme über Tollwut und Wildfütterungsmaßnahmen. Umrahmt wurde die Versammlung von der Jagdhornbläsergruppe unter Leitung von Otto Biedenkopf.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

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13. März 1982

Sängertreffen

Eine gute Stimmung und Freude für alle Freunde des Chorgesanges brachte am Samstag (13. März 1982) der Liederabend der Hasenpflugschen Gesangvereine. In diesem Jahr hatte der Verein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen zu diesem alljährlichen Treffen in die Gaststätte Dietz eingeladen.

Der 1. Vorsitzende des gastgebenden Vereins Heinz Schwanke freute sich über die Resonanz der Veranstaltung. Mit herzlichem Applaus wurden die beiden Chorleiter Ottmar Hasenpflug (Saasen) und Erhard Münch (Bernsfeld) empfangen. Nach seiner Rede, die mit zwei Chören vom Gesangverein Lardenbach/Klein-Eichen umrahmt wurde, ehrte der Vereinsvorsitzende die Sänger Edwin Scharmann und Erwin Groß für 25jährige Sangestätigkeit.

Auch durch den Ohm-Lumdatal-Sängerbund wurden beide Sänger geehrt. Im Namen dieses Bundes, sowie des Deutschen und des Hessischen Sängerbundes überbrachte der Vorsitzende Heinrich Jäger Grüße und Glückwünsche, wobei er auch die silberne Ehrennadel des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes an beide Jubilare übereichte.

Dem Chor "Aca" unter Leitung von Dirigent Ottmar Hasenpflug, vorgetragen vom Gastgeberverein, folgte der gemischte Chor "Eintracht" Hattenrod mit "Hochamt im Wald" und "Canzonetta" ebenfalls unter Leitung von Hasenpflug. Mit dem Lied "Groß an Kiel", gespielt von der Akkordeongruppe Saasen unter Leitung von Hasenpflug, begann nun ein Block mit Instrumental-Musik.

Hierzu gehörte auch ein Klavierduett (Regine Döring und Sylvia Schepp) mit dem "Ungarischen Tanz" und das "Lied der Jugend", sowie ein Akkordeonduett (Ria Glatthaar und Anette Loth) mit "Wiener Grüße" und "Rosamunde". Zum Abschluß dieser Vorträge spielte noch einmal die Akkordeongruppe das Lied "Der verliebte Schornsteinfeger".

Ein interessiertes Publikum fand dann auch der Männergesangverein "Concordia" Rüddingshausen bei seinem Auftritt mit zwei Chören. Hiernach gestalteten unter Leitung von Dirigent Erhard Münch gleich drei Chöre aus Saasen das Programm. Zunächst trat der Frauenchor mit Unterstützung von Regina Münch am Klavier mit zwei Chören auf. Dem folgte sodann der Männerchor mit zwei Liedern.

Das Gastsingen des Gesangvereins "Eintracht" Saasen beendete der Gemischte Chor mit zwei Vorträgen. Den Schlußpunkt dieser Veranstaltung setzten die beiden Vereine aus Rüddingshausen und Lardenbach/Klein-Eichen mit dem gemeinsamen Vortrag der Chöre "Gürtel und Tüchlein" und "La Pastorella".

Dieser Auftritt hatte eine gute Resonanz, dass mit dem Chor "Pferde zu vieren traben" noch eine Zugabe hinzukam. In seinem Schlußwort dankte Heinz Schwanke, der unterstützt von Reiner Roth durch das Programm führte, allen Mitwirkenden des Abends und wünschte allen Gästen für die weiteren Stunden bei den Klängen des Horlofftal-Trios gute Unterhaltung.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 
11. März 1982

Bürgeranhörung

Zur letzten Bürgeranhörung besuchte Bürgermeister Damaschke den Stadtteil Klein-Eichen am 11. März 1982. Ortsvorsteher Günther Zimmer konnte in dem kleinsten Stadtteil Grünbergs mit ca. 230 Einwohnern 39 Mitbürger begrüßen. Er zeigte sich sehr erfreut über dieses Interesse der Bevölkerung.

Bürgermeister Damaschke gab seiner Freude Ausdruck, dass er an diesem Abend auch eine Reihe von Frauen begrüßen könne. Er bedauerte, dass ansonsten fast ausnahmslos nur Männer an den Bürgeranhörungen teilnehmen. Er würde sich freuen, wenn dieses Beispiel in anderen Stadtteilen aufgegriffen würde.

In Klein-Eichen würdigte Bürgermeister Damaschke den städt. Haushalt als einen der wirtschaftlichen Stabilität. Immerhin seien im kommenden Haushaltsjahr Investitionen von 4,3 Mill. DM vorgesehen. Magistrat und Stadtverordneten sind bereit, mit diesen Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze im heimischen Raum beizutragen. Dies hat allerdings zur Folge, dass eine Neuverschuldung von ca. 1 Mill. DM eintreten wird. Jedoch erscheine diese im Hinblick auf die Situation des Arbeitsmarktes verantwortbar und angebracht, zumal die Stadt Grünberg in dem letzten Jahr eine starke Zurückhaltung bei der Kreditaufnahme geübt hat.

Der wesentliche Anteil der Investitionen erfolge in der Ausweisung von Baugebieten. Hierdurch soll es einmal den Bürgern, besonders in den Stadtteilen, ermöglicht werden, preiswertes Bauland zu erwerben, zum anderen sollen für die Industrie- und Gewerbebetriebe Anreize zur Ansiedlung geboten werden, indem das Industriegebiet weiter ausgebaut wird.

Der Haushalt 1982 sei darüber hinaus ein Haushalt der Realistik stellte Bürgermeister Damaschke fest. Man sei den Angaben und Empfehlungen des Landes nicht gefolgt und habe z. B. die Gewerbesteuer um 1% erhöht, vielmehr habe man diesen Ansatz um mehr als 10% auf 2,5 Mill. gekürzt, um möglichst auf der sicheren Seite zu sein. Dies habe allerdings zur Folge gehabt, dass man den Haushalt nur über eine Rücklageentnahme habe ausgleichen können. Dieses Verfahren ist für die Verantwortlichen unbequemer, es führt jedoch nicht zur vermeintlichen Selbsttäuschung über die Haushaltslage.

Die wahre Bewährungsprobe für die Kommunen wird erst das Jahr 1983 und evtl. 1984 bringen, da sich in diesen Haushalten erst die wirtschaftlichen Rückschläge voll auswirken werden. Aus diesem Grunde müssen auch die Ortsbeiräte und Stadtverordneten erneut die Prioritäten prüfen. Insgesamt wurden Investitionswünsche für die Jahre 1982 bis 1985 in Höhe von 22 Mill. DM durch die Ortsbeiräte gemeldet.

Dies bedeutet, dass in jedem Jahr 5,5 Mill. DM neu investiert werden müßten, um allen Forderungen gerecht werden zu können. Dies ist jedoch unrealistisch in der jetzigen Haushaltssituation. So wird in Zukunft noch stärker zwischen Notwendigem und Wünschenswertem unterschieden werden müssen, um die Investitionen im vertretbaren Rahmen halten zu können, betonte der Bürgermeister.

In der ausführlichen Diskussion zeigte man sich befriedigt darüber, dass in diesem Jahr die Hecken im gewünschten Maße zurückgeschnitten werden konnten und darüber hinaus die Viehwaage wieder instandgesetzt wurde. Weiterhin wurde begrüßt, dass das Backhaus instandgesetzt und ein Feldweg weiter ausgebaut werden soll. Es wurde gebeten, die Manöverschäden so bald wie möglich zu beseitigen. Außerdem wurde bedauert, dass nach den großen Manövern im Herbst mittlerweile erneut im gleichen Gebiet Manöver durchgeführt werden.

Dem Wunsch der Bevölkerung Klein-Eichens, den Bach weiter mit Halbschalen auszubauen wird leider nicht entsprochen werden können, da hierzu in Zukunft von übergeordneten Behörden keine Genehmigung mehr erteilt wird.

Weiterhin wurde der Wunsch geäußert, den Feuerlöschteich, auch wenn er als Biotop angesehen wird, zu räumen. Ihn zu verfüllen, gehe nicht an, da er nach wie vor als Rückstaubecken eine wesentliche Funktion wahrzunehmen hat und die nächste Brandreserve darstelle. Der Bürgersteigausbau am Kahlsberg sowie die Schotterung von weiteren Wegen gaben zur Diskussion Anlass. In Frage gestellt wurde, ob die Datenverarbeitung und darüber hinaus die Technisierung der heutigen Zeit eine größere Bürgernähe biete oder nicht, zumal sie alle Bürger über den gleichen Leisten schere und stets säumige Zahler gleichbehandele wie Bürger, die einmal einen Termin übersehen oder evtl. sogar keinen Bescheid erhalten hätten.

Bedauert wurde seitens der Anwesenden, dass das Wasser in Klein-Eichen und Lardenbach weiterhin gechlort würde. Damascke bedauerte, dass die Verwaltung hierzu gezwungen sei, da die Brunnen sich im letzten Jahr als nicht ganz einwandfrei gezeigt hätten. Es werde im kommenden Jahr geprüft, ob die Brunnen, die keine Tiefbrunnen sind, sondern größtenteils Oberflächenwasser führen, so ausgebaut werden, dass eine Chlorung nicht mehr notwendig sei.

Die Möglichkeit eines Anschlusses an die Überlandleitung der OVAG sei derzeit nicht gegeben, da erst im kommenden Herbst umfangreiche Pumpversuche durchgeführt werden können, in denen festgestellt werden soll, ob und in welchem Umfang Wasser durch die OVAG gefördert werden kann.

Für die Stadt Grünberg bedeutet dies, dass sie ihre Brunnen in dieser Zeit besonders kritisch beobachten wird, um negative Auswirkungen für die eigene Wasserversorgung verhindern zu können. Als dritte Möglichkeit wird ein Anschluß an den Brunnen Weickartshain geprüft werden, der eine so gute Schüttung aufweist, dass er Lardenbach und Klein-Eichen mitversorgen könnte. Welche Lösung zum Tragen kommen wird, kann erst eine nähere Gegenüberstellung der verschiedenen Vorschläge erbringen.

Abschließend stellte Bürgermeister Damaschke fest, dass er in nunmehr fast allen Bürgeranhörungen habe feststellen können, dass, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, alle Bürger bereit waren, alle Probleme sachlich auszudiskutieren. Erfreulich war es, festzustellen, dass auch keine unangemessenen Forderungen und Wünsche gestellt wurden, sondern man sich der finanziellen Situation der öffentlichen Hand bewusst ist und Bereitschaft zeigt, die entstandene Situation der öffentlichen Hand bewusst ist und Bereitschaft zeigt, die entstandene Situation gemeinsam zu meistern.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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06. Februar 1982

Lardenbacher Karneval

Beim diesjährigen Lardenbacher Karneval (am 6. Februar 1982 im Saale Dietz) herrschte von Anfang an wieder eine Bombenstimmung, die mit dem Auftreten von Gottlieb Wendehals (Reiner Roth) und seiner Polonaise einen absoluten Höhepunkt erreichte.

Schon das zu Beginn geführte Wirtschaftsgespräch dreier Thekensteher (Eduard Schmidt, Heinz Schwanke und Reiner Roth) setzte den Narren die Lachmuskel in Bewegung. Amüsant war auch die Unterhaltung von Hanni Felsing und Waltraud Berkenkamp, die als Frauen von Stammtischbrüdern so richtig ihr Leid klagten.

Als ein geborener "Optimist" erwies sich Günter Gleibs in seiner Büttenrede, dem Reiner Roth als eingefleischter "Saunagänger" ebenfalls viel Aufmerksamkeit folgen ließ. Über Erlebnisse von Gemahl und Schwiegersohn während eines Aufenthaltes in Frankfurt wußte Inge Nickel zu berichten.

Mit einer tänzerischen Einlage präsentierte sich dann zum erstenmal die Gymnastikgruppe des Sportvereins, die in gekonnter Weise einen Schweinetanz hinlegte. Danach folgte in der Bütt ein Vortrag von Ilse Hansel über das "herrliche Ritterleben".

Unter tobendem Beifall, besonders für die Männer der Nacht, ließ "Miss Eddiva" einen Striptease folgen. Hierbei zeigte Eduard Schmidt sehr gekonnt, was Männerherzen höher schlagen läßt. Danach wurde die Narhalla zu einem Heilzentrum, wobei Lothar Pleik als "Heiler" und Karl-Ernst Lind als "Masseur" den närrischen Zuschauern ihre Dienste anboten.

Vor dem großen Finale traten dann nochmals die als Schneemänner verkleideten Frauen der Gymnastikgruppe zu den Klängen des "Schneewalzers" auf und heizten die Stimmung weiter an, die dann der Lardenbacher "Wendehals" zum Überkochen brachte.

(Karl-Ernst Lind)

 
03. Februar 1982

Stadtverordnetensitzung

Die Stadt Grünberg wird wegen der hervorragenden Qualität ihres Wassers von vielen Besuchern beneidet, dies stellte Bürgermeister Damaschke auf eine entsprechende Anfrage im Magistrat fest. Im Vorfeld der Stadtverordnetensitzung in der Gallushalle am 3. Februar 1982 betonte Damaschke weiter, dass derzeit keine Chlorungen vorgenommen werden. Im Herbst sei es zwar vorgekommen, dass in einem Brunnen einzelne Kolibakterien festgestellt wurden, daraufhin wurde sofort das Wasser dieses Brunnens gechlort und aus der Versorgung des Netzes herausgenommen.

Immer wieder wird es vorkommen, dass Kolibakterien in den Wasserversorgungsanlagen auftreten, das war in der Vergangenheit so und wird auch in Zukunft so bleiben, da die Ursache hierfür letztendlich nie eindeutig festgestellt werden kann. Manche Bürger sind beunruhigt, wenn sie einen entsprechenden Hinweis in der Zeitung lesen. Diese Beunruhigung ist jedoch nicht notwendig.

Leider ist die Stadt seit 1975 verpflichtet, entsprechende Meldungen zu veröffentlichen. Auch in der Vergangenheit traten Kolibakterien von Zeit zu Zeit in den Brunnen auf. Nur waren damals die Vorschriften nicht so streng wie heute. Niemand erfuhr davon, da keine Veröffentlichungspflicht bestand. Bei einer Besichtigung der Wasserversorgungsanlagen wurde von verschiedenen Teilnehmern bestätigt, dass sich die Wasserversorgungsanlagen der Stadt Grünberg in hervorragendem Zustand befinden und zu keiner Klage Anlass geben.

In der Stadtverordnetensitzung nun verlief die Diskussion zum Haushalt 1982 in erstaunlich friedlicher Atmosphäre. Dass allen anfänglichen Befürchtungen zum Trotz für den Grünberger Etat doch noch ein Ausgleich möglich wurde, sei dem konsequenten Sparwillen und einer Rücklagenentnahme zu verdanken. Mit der vorgesehenen Kreditaufnahme von netto 1,1 Mill. DM erreicht die Gesamtverschuldung ca. 20 000 DM, das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von ca. 1670 DM (Einwohnerzahl 11 960).

Erfreut zeigte sich Bürgermeister Damaschke darüber, dass alle Ortsbeiräte - bis auf einen - dem Haushalt zugestimmt hätten. (Auch der Klein-Eichener Ortsbeirat war sich über den Haushalt nicht einig: 3 Zustimmungen bei 4 Enthaltungen). Der Bürgermeister appelliere auch an die Vereine zu größerer Sparsamkeit bei den öffentlichen Einrichtungen 18-19 Grad Raumtemperatur genügten vollkommen, statt 23 bis 24 Grad.

Das seit 1979 in der Planung befindliche 3,2-Millionen-Objekt einer Tiefgarage mit Schutzraum am Renthof "für Fremde" erfreut sich keiner großen Beliebtheit. Wenn es "atomwaffengefährlich" wird, dann ist der Schutzraum nur für augenblickliche Besucher da und nicht für die Bürger selbst? Deshalb auch die Abänderung des Beschlußvorschlages, in dem es nun heißt: Die Tiefgarage ist als Mehrzweckbau zu planen (nicht zu erstellen). Ein öffentlicher Schutzraum ist zu integrieren.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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23. Januar 1982

Bürgermeister vor den Ortsbeiräten

Zu einem Gespräch mit den Ortsbeiräten anläßlich der Haushaltsplanberatungen 1982 hatte Bürgermeister Damaschke (im Januar 1982) die Ortsbeiratsvorsitzenden und die Ortsbeiräte in die Gallushalle Grünberg eingeladen. Er dankte den Ortsbeiräten für die Zusammenarbeit in dem abgelaufenen Jahr und betonte, dass er ihre Arbeit für wertvoll erachtet, da hierdurch eine noch engere Verbindung zu den Bürgern in den einzelnen Stadtteilen gewährleistet sei.

Die Arbeit der Ortsbeiräte sei sowohl für die Stadtverordnetenversammlung als auch für die Stadtverwaltung sehr wertvoll. Auch wenn dies nicht immer so deutlich werde, zumal man nicht allen Empfehlungen der Ortsbeiräte folgen könne, da man die Auswirkungen eines Einzelbeschlusses auf alle Stadtteile gleichzeitig bedenken müsse.

Sodann erläuterte Bürgermeister Damaschke den Haushaltsplanentwurf 1982. Der Gesamthaushalt 1982 liegt leicht unter dem Ansatz des Nachtragshaushaltes 1981 und beträgt 20 480 163 DM. Der Magistrat hat somit einen Haushalt vorgelegt, der vom Sparwillen geprägt ist. Es ist gelungen, diesen Haushaltsplan auszugleichen. Hierzu war allerdings eine Rücklagenentnahme von 479 000 DM notwendig.

Zur Finanzierung des mit 5,7 Millionen DM veranschlagten Vermögenshaushaltes muß eine Netto-Neuverschuldung von ca. 1 Million DM in Kauf genommen werden. Da wesentliche Positionen aller Haushaltspläne auf Annahmen und Schätzungen beruhen, ist zu hoffen, dass hier nicht noch weitere Verschlechterungen in den Einnahmepositionen auftreten werden.

Die inzwischen seit Jahren geltenden Steuersätze werden auch im neuen Haushaltsjahr unverändert belassen. Eine Erhöhung wollen wir unseren Bürgern und Betrieben nicht zumuten. Andererseits sahen wir bei der jetzigen Haushaltslage aber keine Möglichkeit, eine Senkung bei der Grundsteuer A oder der Gewerbesteuer vorzunehmen.

Der diesjährige Vermögenshaushalt, der 5,7 Millionen DM ausweist, enthalte Maßnahmen für Neuinvestitionen in Höhe von ca. 4,3 Millionen DM. Diese Investitionen gliedern sich in solche für 1,9 für die Stadtteile und 1,96 für die Kernstadt. Der Magistrat hatte sich bemüht, die Wünsche der Ortsbeiräte zu berücksichtigen, konnte dies jedoch nicht immer in vollem Umfang realisieren.

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
17. Januar 1982

Geburtstag des Briefträgers

Der gebürtige Lardenbacher Wilhelm Kauß feierte am Sonntag (17. Januar 1982) bei guter Gesundheit seinen 95. Geburtstag. Der rüstige "Neunziger", der noch regen Anteil am Zeitgeschehen nimmt, begann einst seine berufliche Tätigkeit im Sägewerk und übernahm später vertretungsweise die Postagentenstelle in seiner Heimatgemeinde. Danach arbeitete er als Gelegenheitsarbeiter im Freienseener Tagebau.

Am Ersten Weltkrieg nahm er als Marine-Infanterist teil und arbeitete nach Kriegsende im Erzbau in Lardenbach. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Jubilar wieder im Postdienst eingesetzt und beförderte täglich mit einer Pferdedroschke die Postsendungen.

1952 trat Wilhelm Kauß in den Ruhestand, 1963 feierte er mit seiner Frau Goldene Hochzeit. Zwei Jahre später starb seine Lebensgefährdin. Der einzige Sohn kam 1978 bei einem Arbeitsunfall ums Leben. Der Jubilar verbringt seinen Lebensabend im Hause der Schwiegertochter.

Zum 95. gratulierte nicht nur ein großer Verwandten- und Bekanntenkreis sondern auch seine beiden Enkel und die offiziellen Vertreter des Landkreises und der Stadt Grünberg..

(Grünberger Heimat Zeitung)

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02. Januar 1982

SSV Hauptversammlung

Gut besucht war am Samstag (2. Januar 1982) die Hauptversammlung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen, die 1. Vorsitzender Reiner Roth mit seinem Geschäftsbericht über das vergangene Jahr eröffnete.

Wie dem Bericht zu entnehmen war, gab es im letzten Jahr wieder zahlreiche Aktivitäten des Vereins, die nicht nur sportlicher Natur waren. Im Vordergrund stand 1981 jedoch wieder die Jugendarbeit mit verschiedenen Ausflügen. Herausragend waren dabei der Besuch des "Sportkalenders" im Funkhaus Frankfurt, die Fahrt der A-Jugend nach Österreich, sowie die Röhnfahrt der E- und D-Jugend.

In diesem Zusammenhang sprach der Vorsitzende allen Betreuern, Helfern und Eltern Dank für die Hilfe bei der Durchführung dieser Fahrten aus. Auch in diesem Jahr 1982 wird es wieder Ausflüge für die jungen Sportler des Vereins geben.

Mit wechselndem Erfolg führte man zwei Wanderveranstaltungen durch. Zum einen richtete der Verein die Sternwanderung der Stadt Grünberg aus. Desweiteren fand das traditionelle Volkswandern mit dem kostenlosen Kinderfest statt. Nach den Worten von Roth war die Gründung der Wanderabteilung im letzten Jahr ein richtiger Schritt zur Förderung des Breitensports.

Dieses ging aus dem Bericht des Spartenleiters Bernhard Nickel hervor, der allen Wanderfreunden dankte, die an den 38 Wanderungen mit 1416 Meldungen teilgenommen hatten. Dabei habe es siebzehn Pokale und fünf Ehrenpreise gegeben. Auch hat der Sportverein 1981 wieder einen Ausflug für seine Mitglieder durchgeführt. Die Mehrtagesfahrt führte nach Hirschegg im Kleinwalsertal.

Eingehend auf Investitionen führte Reiner Roth den Schutzhüttenbau auf dem Sportgelände an, der den Verein finanziell doch sehr belastet habe. Zusätzlichen Sachspenden von Freunden und Gönnern sei es zu verdanken, dass der Abschluß der Bauarbeiten zügig vorangegangen sei. Am Ende seiner Ausführungen dankte Roth allen, die in irgendeiner Weise dem Verein Unterstützung gewährten.

Den Berichten der Abteilungsleiter Reinhard Mölcher (Fußball, Senioren) und Karlheinz Erdmann (Fußball, Jugend) war zu entnehmen, dass auf sportlichem Sektor das gesteckte Ziel nicht erreicht werden konnte. Dies sei aber besonders durch die dünne Spielerdecke bedingt.

Die Tischtennismannschaft schloß die Runde 1980/81 mit dem 7. Platz in der Bezirksklasse Fulda ab. Zur Zeit steht diese Mannschaft, den Ausführungen von Spartenleiter Gerhard Ruppel nach, ebenfalls auf Platz sieben. Erfreulich bewertete der Abteilungsleiter das Abschneiden der Jugendmannschaft, die von vierzehn Mannschaften den 3. Platz belegte. In der laufenden Saison liegt sie auf Platz zwei.

Für die Gymnastikgruppe verlas deren Leiterin Ida Psiorz den Bericht, dem zu entnehmen war, dass regelmäßig mit durchschnittlicher Beteiligung Übungsstunden abgehalten wurden. Für die gezeigte Treue lobte sie alle Damen. Viel Spaß hatte man bei einem gemeinsamen Ausflug im Oktober.

Nach der Wahl der Abteilungsleiter und deren Stellvertreter, die alle in ihren Ämtern bestätigt wurden, nahm Vorsitzender Roth die Ehrung von Frau Ida Psiorz vor, die nach einem Vorstandsbeschluß zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Die Leiterin der Gymnastikgruppe führt nun seit elf Jahren diese Abteilung vorbildlich. Gleichzeitig erhielt sie auch die Vereinsnadel in Gold überreicht.

Mit einer weiteren Ehrung wurden für fünfzehnjährige aktive sportliche Tätigkeit im SSV Gunter Berg, Gerhard Ruppel, Bernhard Sauer, Dieter Kraft, Helmut Lind, Dieter Ruppel, Siegfried Böcher, Karl-Ernst Lind, Rudi Felsing, Klaus Weeke, Reinhard Mölcher jun., Karlheinz Erdmann und Klaus Kratz mit der silbernen Vereinsnadel ausgezeichnet.

(Karl-Ernst Lind)

 

 

 

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