14. Juli 1981

Aus dem Magistrat

Allen auswärtigen Interessenten werden künftig lediglich noch Baugrundstücke aus den Baugebieten "Stockhäuser Hof" in der Gemarkung Stockhausen sowie "Auf den Rödern" in der Gemarkung Stangenrod veräußert. Dies beschloß der Magistrat der Stadt in seiner letzten Sitzung.

Grünberg habe im Laufe der letzten Jahre in nahezu allen Stadtteilen Baugebiete ausgewiesen und auch erschlossen, erläuterte Bürgermeister Damaschke. Nachdem im Baugebiet der Kernstadt bereits im vergangenen Jahr alle städtischen Bauplätze veräußert worden seien, habe man den Interessenten in den letzten beiden Jahren verstärkt Baugrundstücke in Baugebieten der anderen Stadtteile angeboten.

Im städtischen Besitz befänden sich derzeit noch Baugrundstücke in Beltershain, Lumda, Lardenbach, Reinhardshain, Weickartshain und Queckborn, sowie "Am Kahlsberg" in Klein-Eichen. Die wenigen, in den einzelnen Stadtteilen noch zur Verfügung stehenden Bauplätze, sollten zunächst dem Eigenbedarf vorbehalten bleiben, da sonst die Stadt Grünberg kurzfristig gehalten wäre, erneut Baugelände in den dortigen Gemarkungen ausweisen und erschließem zu müssen.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 
27. Mai 1981

Stadtverordnetenversammlung im Gemeinschaftshaus

Zu Beginn der Sitzung hatten Bürgermeister Siegbert Damaschke und Stadtverordnetenvorsteher Ingo Berner eine ganze Reihe ausgeschiedener Stadtverordnete, Stadträte, Ortsvorsteher und Ortsbeiratsmitglieder geehrt und ihnen für ihre Bereitschaft, sich für die Allgemeinheit zu engagieren, gedankt. Unter den geehrten waren auch der Lardenbacher Reinhold Pleik für 13 Jahre in der Gemeindevertretung und im Ortsbeirat und Dieter Faust aus Klein-Eichen für vier Jahre im Ortsbeirat.

(gs/Gießener Allgemeine Zeitung)

 
22. Mai 1981

Ortsbeirat zu einem Bauantrag

Die Mitglieder des Ortsbeirates Klein-Eichen wurden zu einer Sitzung in der Gaststätte Bingel am Freitag, dem 22. Mai 1981, von Ortsvorsteher Günther Zimmer eingeladen. Auf der Tagesordnung stand ein Bauantrag eines Mücker Bienenzüchters zur Errichtung eines Bienenhauses auf dem Galgenberg. Vorausgegangen war bereits eine Bauvoranfrage bei der Bauabteilung der Stadt Grünberg, die von dieser Stelle ihre Zustimmung fand.

Auf dem nördlich vom Wochenendgebiet liegenden höchsten Gelände stehen heute bereits zirka zwanzig Bienenstöcke mit einer notdürftigen Bedachung. Der Ortsbeirat, der zuvor einen Lokaltermin wahrnahm, sieht nach Auskunft seines Vorsitzenden Günther Zimmer keinerlei Beeinträchtigungen der Landschaft für eine solche Errichtung. Er erkennt in dem Bauvorhaben im Gegenteil sogar einen Vorteil, da eine Befruchtung der dort stehenden Obstbäume von großem Nutzen wäre.

Auch für die derzeitigen Anwohner des Wochenendgebietes gibt es nach Auskunft des Ortsvorstehers ebenfalls keine Nachteile. Selbst für die Zukunft besteht für die Bewohner keine Gefahr, da eine Erweiterung des Erholungsgebietes nicht vorgesehen ist. Seine Zustimmung erteilte der Ortsbeirat jedoch nur unter der Auflage, dass das bereits von der Stadt Grünberg an den Bienenhalter verpachtete Land eine der Landschaft angepasste Umzäunung erhält.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stand nochmals die Neuanpflanzung der Friedhofshecke an. Über die vorgesehenen Maßnahmen wird Ortsvorsteher Günther Zimmer mit der städtischen Bauabteilung zur baldigen Erledigungen der Arbeiten erneut in Verbindung treten.

(Grünberger Heimat Zeitung)

Fotos

 
17. Mai 1981

Konfirmanden 1981

Am Sonntag, dem 17. Mai 1981, war der Konfirmationstag in der Klein-Eichener Kirche. Konfirmiert wurden von Pfarrer Tilman Schmidt: Thilo Daniel (Sellnröder Straße), Claudia Faust (Lardenbacher Straße), Tatjana Kopf (Sellnröder Straße), Steffen Kretz (Am Kahlsberg) und Martin Zimmer (Ilsdorfer Straße).

(Grünberger Heimat Zeitung)

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05. April 1981

Günther Zimmer wieder Ortsvorsteher

Zur ersten Ortsbeiratssitzung in Klein-Eichen nach der Kommunalwahl begrüßte der seitherige Stadtverordnete und Ortsvorsteher Günther Zimmer neben dem Vertreter des Magistrates Alfred Jochim auch den ehemaligen Bürgermeister Erich Funk und einige interessierte Bürger des kleinsten Grünberger Stadtteils. Die Einladung erfolgte ungewöhnlich für den Sonntag (5. April 1981) um 10.30 Uhr im Gasthaus Bingel.

Als Haupttagesordnungspunkt stand die Wahl des neuen Ortsvorstehers an. Der älteste im Ortsbeirat, Erwin Kühn, übernahm die Durchführung der Wahl. Hierbei gab es mit Günther Zimmer lediglich einen Vorschlag. Bei der geheimen Wahl wurde er dann auch wieder zum Ortsvorsteher gewählt. Als sein Stellvertreter löst Walter Müller den seitherigen Erwin Kühn in diesem Amt ab. Wiedergewählt wurde auch Ottmar Behrend als Schriftführer.

Stadtrat Jochim überbrachte im Namen des Magistrats die Glückwünsche an die neu gewählten Ortsvertreter. Er hob besonders die positive Arbeit des Klein-Eichener Ortsbeirates hervor. Gleichzeitig verabschiedete er den aus dem Ortsbeirat ausgeschiedenen Dieter Faust. Dem am 22. März gewählten Ortsbeirat gehören somit Günther Zimmer, Walter Müller, Ottmar Behrend, Erwin Kühn, Hermann Loob, Thomas Zabel und der neugewählte Stadtverordnete Manfred Daniel an.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Anfragen und Mitteilungen" wurde nochmals die Erneuerung der Friedhofshecke und die Räumung des Grenzgrabens im unteren Verlauf angesprochen. Stadtrat Jochim will sich hier der baldigen Erledigung annehmen. Mit einem gemütlichen Beisammensein endete die konstituierende Sitzung des Klein-Eichener Ortsbeirates.

Schon am 24. März 1981 wurde in Lardenbach Heinz Schwanke als neuer Ortsvorsteher gewählt. In Anwesenheit von Bürgermeister Siegbert Damaschke wurde auch der ehemalige Bürgermeister und spätere Ortsvorsteher Reinhard Mölcher aus dem Ortsbeirat verabschiedet.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
25. März 1981

Mißstände bei Schüler-Beförderung

120 Millionen DM bezahlte das Land Hessen alleine 1980 für die durch die Landesregierung betriebene Zentralisierung des Schulwesens notwendige Beförderung von Kindern und Jugendlichen in Schüler-Omnibussen. 118 Eltern aus den Grünberger Ortsteilen Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain haben jetzt in einer Resolution die negativen Erfahrungen ihrer Kinder zusammengefaßt. Den Eltern kommt es darauf an, auf Mißstände beim Schülertransport aufmerksam zu machen, die in anderen Teilen des Landkreises Gießen ebenfalls vorhanden sind.

Dietmar Salziger aus Grünberg nahm am 25. Februar an einer Schulomnibussfahrt der Linie 3/4 für Grundschüler teil. Zusammen mit 89 Kinder der Klassen 1 bis 4 aus Lumda, Stangenrod, Lehnheim, Stockhausen, Lardenbach, Klein-Eichen, Seenbrücke und Weickartshain quetschte er sich in das Fahrzeug. "Ein unvostellbares Gedränge im Omnibus. Nur etwa die Hälfte der Kinder hat einen Sitzplatz. Die anderen stehen, liegen, hocken, knäulen sich zusammen, werden in Kurven hin- und hergeschoben."

Nach solchen und weiteren Schilderungen, entschlossen sich die Eltern der Grund- und Gesamtschulen in Grünberg zu der Resolution an den hauptamtlichen Kreisbeigeordneten R. Bouffier. In dem Schreiben heißt es: "Wir fordern maximale Fahrzeit von Schulbeginn und nach Schulschluß von 20 Minuten, Festsetzung der Kapazität der Omnibusse nach der Zahl der Fahrgäste (statt nach Gewicht) analog der Regelungen bei öffentlich betriebenen Omnibussen, pünktliches Einhalten der Fahrpläne, strengere Kontrolle der Fahrzeuge und ihrer Fahrer."

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 
24. März 1981

Endgültiges Wahlergebnis Kommunalwahl

Der Wahlausschuß hat in einer öffentlichen Sitzung am 24. März 1981 ein endgültiges Wahlergebnis in Grünberg festgestellt. Die gültigen Stimmen und Sitze verteilen sich danach auf die Parteien und Wählergruppen: CDU 16 Sitze, SPD 13 Sitze, FDP 3 Sitze und FWG 5 Sitze. Unter anderem sitzen für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung Helmut Felsing aus Lardenbach und Manfred Daniel aus Klein-Eichen.

Im Ortsbeirat Klein-Eichen werden die gewählten Bewerber Manfred Daniel, Günther Zimmer, Hermann Loob, Ottmar Behrendt, Walter Müller, Erwin Kühn und Thomas Zabel vertreten sein. Der Lardenbacher Ortsbeirat besteht aus: Helmut Felsing, Heinz Schwanke, Edwin Scharmann, Jürgen Maus, Karl-Ernst Lind, Günther Felsing und Karl-Heinz Berkenkamp.

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
22. März 1981

Kommunalwahl

Am Sonntag (22. März 1981) haben die Bürger im mittelhessischen Raum die neuen Kommunalparlamente (Kreistag, Stadtverordnetenversammlung, Ortsbeiräte) gewählt. Welche der drei parlamentarischen Stufen die bedeutendste sei, kommt sicherlich ganz auf den Standpunkt des einzelnen Bürgers oder Wählers an. Fest steht, dass die Ortsbeiräte nur eine beratende und empfehlende Funktion eines "Beirates" haben.

Konkret wird es schon in den Gemeindevertretungen oder Stadtverordnetenversammlungen, denn hier fallen für die Bürger verbindliche kommunale Beschlüsse, etwa über Steuern, Gebühren, Hebesätze, aber auch über vieles andere mehr, wie Flächennutzungsplanung, Bebauungsplanung, Bauinvestitionen und anderes.

Der Kreistag schließlich, das höchste parlamentarische Gremium im Kreis Gießen, berät und beschließt über viele Maßnahmen, die einzelne Gemeinden nicht zu leisten vermag, die nur im Gemeindeverband des Kreises gelöst werden können. Bei seiner Einwohnerzahl von (232 000) steht dem Kreis ein Parlament, der Kreistag, mit 81 Abgeordneten zu.

Die Zusammensetzung des Kreistages spielt eine sehr wesentliche Rolle hinsichtlich der Gewichtung bestimmter öffentlicher Belange. Aus dem Inhalt der Kreistagsbeschlüsse erwachsen Sachverhalte, die den einzelnen Bürger angenehm oder unangenehm berühren. Mit wiederum 37 Sitzen stärkste Fraktion ist die CDU. Mit 34 Sitzen diesmal zweitstärkste Fraktion (bisher mit39 Sitzen stärkste) ist die SPD. Drittstärkste Gruppe im Kreistag ist die FWG. Sie hat diesmal sechs statt bisher fünf Sitze. Nach vierjähriger Pause erstmalig wieder in den Kreistag zieht die FDP mit vier Mandaten ein.

Kreistag:

Klein-Eichen
1981
  Lardenbach
1981
Wahlberechtigte
165
  Wahlberechtigte
307
Wähler
?
  Wähler
?
       
CDU
80
  CDU
146
SPD
21
  SPD
64
FDP
1
  FDP
6
Grüne
1
  Grüne
5
FWG
11
  FWG
9
 
   

In der Grünberger Stadtverordnetenversammlung ist die CDU mit 2824 Stimmen und wieder 16 Sitzen stärkste Fraktion. Die SPD erhält in der Großgemeinde 2163 Stimmen und bleibt bei 13 Sitzen. Ebefalls gleich viele Sitze wie 1977, nämlich drei, erreicht die FDP mit 495 Stimmen. Auch die FWG behält die gleiche Anzahl von 5 Sitzen mit 880 Stimmen.

Stadtverordnetenversammlung:

Klein-Eichen
1981
  Lardenbach
1981
Wahlberechtigte
165
  Wahlberechtigte
307
Wähler
?
  Wähler
?
       
CDU
76
  CDU
143
SPD
24
  SPD
65
FDP
1
  FDP
7
FWG
12
  FWG
9
 
   

Die Ortsbeiräte in Klein-Eichen und Lardenbach wurden mittels Mehrheitswahl (Gemeinschaftsliste) festgestellt. Wahlberechtigt waren in Klein-Eichen 165 und in Lardenbach 307 Wählerinnen und Wähler. Die Zahl der abgegebenen Stimmen betrug in Klein-Eichen 117, in Lardenbach 233. Gültige Stimmen davon waren 117 und 231.

Ortsbeirat:

  Klein-Eichen     Lardenbach
Ortsbeirat
Stimmen
  Ortsbeirat
Stimmen
1
Manfred Daniel
68
  Helmut Felsing
194
2
Günther Zimmer
66
  Heinz Schwanke
155
3
Hermann Loob
64
  Edwin Scharmann
147
4
Ottmar Behrendt
54
  Jürgen Maus
137
5
Walter Müller
50
  Karl-Ernst Lind
119
6
Erwin Kühn
45
  Günther Felsing
95
7
Thonas Zabel
41
  Karl-Heinz Berkenkamp
94
8
Dieter Faust
29
  Reinhard Mölcher
66
9
Roland Voll
19
  Helmut Fitzthum
58
10
Albert Zimmer
16
  Klaus Weeke
42
11
Eduard Schmidt
12
  Werner Frank
36
12
Dieter Bienek
8
  Arno Böcher
35
13
Gerhard Schildwächter
6
   
14
Erika Bienek
5
   

 

(Grünberger Heimat Zeitung/Gießener Allgemeine Zeitung)

 
24. Februar 1981

Bekanntmachung von Wahlvorschläge

Der Gemeinde-Wahlausschuß hat in seiner Sitzung am 18.2.1981 folgende Wahlvorschläge für die Wahl (Kommunalwahl am 22. März 1981) zum Ortsbeirat des Ortsteils Klein-Eichen im Wahlbezirk Grünberg zugelassen, die hiermit bekanntgegeben werden.

Überparteiliche Liste:

01. Behrendt, Ottmar
02. Zimmer, Günther
03. Daniel, Manfred
04. Loob, Hermann
05. Müller, Walter
06. Kühn, Erwin
07. Faust, Dieter
08. Zabel, Thomas
09. Schmidt, Eduard
10. Zimmer, Albert
11. Voll, Roland
12. Bienek, Erika
13. Bienek, Dieter
14. Schildwächter, Gerhard

Für den Ortsbeirat Lardenbach wurden folgende Wahlvorschläge bekannt gegeben:

Überparteiliche Liste:

01. Felsing, Helmut
02. Schwanke, Heinz
03. Scharmann Edwin
04. Maus, Jürgen
05. Lind, Karl-Ernst
06. Berkenkamp, Karl Heinz
07. Fitzthum, Helmut
08. Felsing, Günther
09. Weeke, Klaus
10. Böcher, Arno
11. Mölcher, Reinhard
12. Frank, Werner

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
21. Februar 1981

Narrenrausch

Eine ausverkaufte Narhalla im Gasthaus Dietz sorgte mit für eine großartige Stimmung bei der Faschingsveranstaltung am vergangenen Samstag (21. Februar 1981). Nach langen, mageren Jahren zog auch in Lardenbach in diesem Jahr Prinz Karneval mit Erfolg ein.

Als Kapitän Helmut Felsing das Ruder des Schiffes in die Hand nahm und zusammen mit dem "Horlofftal-Trio" die ersten Akteure des Abends aufmarschieren ließ, war für Stimmung schon gesorgt.

Mit einem schönen feuchten "5 Uhr-Dämmerschoppen, wobei das örtliche Geschehen im Vordergrund stand, brachten Heinz Schwanke, Reiner Roth und Eduard Schmidt die Lachmuskeln zum erstenmal in Bewegung. Hierbei mußte jedoch der eine oder andere Einheimische so manches einstecken.

Im Anschluß gab dann der Ansager des Abends Reiner Roth die Bütt frei. Als eine großartige Autofahrerin zeigte sich Annita Schmidt, die gekonnt mit Helm und Tretauto auf die Bühne kam und die Narren so richtig zum Lachen brachte.

Wie schwer es eine geplagte Fußballer-Ehefrau heute hat, wußte Ilse Hansel zu berichten. Sie begeisterte den ganzen Saal, als sie am Schluß ihres Vortrages im Fußballtrikot vor dem Publikum stand.

Ungeachtet des Ladenschlußgesetzes präsentierte sich Karl-Ernst Lind als Hüllenverkäufer. Durch seinen Beitrag und den mitgebrachten BH's wuchs die ausgezeichnete Stimmung weiter.

Gekonnt zeigten sich dann die Gäste aus Saasen dem Narrenvolk. Mit Iris Hasenpflug als Ehefrau eines Dirigenten mußte sie einiges Leid klagen. Mit ihrem herrlichen Beitrag kam auch sie großartig bei den Zuhörern an.

Als eine Wirtsfrau mit viel Sachverstand trat dann der junge Michael auf. Es war ein Genuß diesen Vortrag zu höhren.

Bombenstimmung kam dann auf - es war als wollte der Saal explodieren - als die "Singenden Schlafwandler" aus Saasen unter Leitung von Ottmar Hasenpflug im Kerzenlicht aufmarschierten. Mit ihren Liedvorträgen begeisterten sie alles Narrenvolk so, dass sie ohne Zugaben nicht von der Bühne kamen.

Nach einem Finale aller Aktiven des Abends sorgte dann das "Horlofftal-Trio" dafür, dass die närrische Stimmung bis in den frühen Morgen anhielt.

(Karl-Ernst Lind)

 
04. Februar 1981

Empfang zum 75.

Am Empfang zum 75. Geburtstag für Altbürgermeister Karl Anschütz am Mittwoch im Rathaus nahmen auch die ehemaligen Bürgermeister der Umlandgemeinden teil, die "am Bau der Großgemeinde" mitbeteiligt waren.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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31. Januar 1981

Jahreshauptversammlung des Sportvereins

Mit dem Bericht über das abgelaufene Jahr eröffnete am Samstag (31. Januar 1981) im Gasthaus Bingel der Vorsitzende des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen, Reiner Roth, die ordentliche Jahreshauptversammlung. Wie dem bericht zu entnehmen war, lag ein besonderer Schwerpunkt des Vereins auf der Jugendarbeit. So habe man mit den A- und C-Jugendfußballern auch 1980 wieder ein Bundesliga-Spiel in Frankfurt besucht.

Als ein erlebnisreiches Abenteuer bezeichnete der Vorsitzende eine Mehrtagesfahrt der E- und D-Jugend in die Jugendherberge Gersfeld/Röhn. Spieler und Betreuer wären von dieser Fahrt gleichermaßen angetan gewesen. Auch für alle nicht fußballspielenden Kinder bot der Sportverein 1980 wieder ein kostenloses Kinderfest an. Dieses wurde in Verbindung mit dem Volkswandern am zweiten Pfingsttag erfolgreich durchgeführt.

Auch dem Wandern habe sich der Verein im vergangenen Jahr wieder gewidmet. So nahm eine Wandergruppe mit Erfolg an der von der Stadt Grünberg durchgeführten Sternwanderung teil. Die Gruppe gewann den dritten Platz und holte gleichzeitig noch die Ausrichtung der Veranstaltung für 1981 nach Lardenbach.

Neben den sportlichen Aufgaben betätigte sich der Verein, in Zusammenarbeit mit den anderen örtlichen Vereinen, noch am Festzug des Grünberger Hessentages.

Zum Abschluß seiner Ausführungen dankte Reiner Roth allen Helfern, die den Spiel- und Sportverein unterstützt haben. Seine besondere Anerkennung galt den Mitgliedern, die sich am Bau der vereinseigenen Schutzhütte auf dem Sportgelände tatkräftig beteiligt hatten. Aufgrund der finanziellen Lage des Vereins stimmte die Hauptversammlung einer Empfehlung des Vorstandes zu, den Mitgliedbeitrag der Zeit anzupassen.

Den Ausführungen der Spartenleiter war zu entnehmen, dass das letzte Jahr sportlich nicht ganz zufriedenstellend war. So konnte Fußball-Abteilungsleiter Reinhard Mölcher jun. lediglich von einem zehnten Tabellenplatz der I. und II. Mannschaft in der Abschlußtabelle der letzten Sasion berichten. Die II. konnte sich auf einen derzeitigen vierten Platz spielen.

Bei der mit dem FC Weickartshain geschlossenen Jugendspielgemeinschaft geht es nach den Worten des Jugendleiters Karlheinz Erdmann weiter aufwärts. Wenn auch keine vorderen Plätze in den Spielrunden zu verzeichnen sind, so sei aber in der Halle eine Steigerung bei der von Lardenbach zu betreuenden E- und D-Jugend zu verzeichnen. Auch er verwies nochmals auf die Jugendfreizeit in Gersfeld, die Ende April für die jungen Fußballer wieder durchgeführt werden soll. Zum Abschluß forderte er die Eltern auf, sich verstärkt an den Fahrten zum Training und zu den Spielen zu beteiligen.

Die Tischtennisabteilung berichtete von Aufstellungsschwierigkeiten bei der II. Mannschaft, so dass diese vorzeitig zurückgezogen werden mußte. Die in der Bezirksklasse Fulda spielende I. Garnitur hingegen belegte einen vierten Tabellenplatz. Auch in der Jugendarbeit war der Verein sehr erfolgreich. Die neuformierte B-Jugend steht in ihrer ersten Sasion nach dreizehn Spielen auf dem ausgezeichneten dritten Platz.

In der Damen-Gymnastikabteilung gab es, neben den regelmäßigen Übungsstunden, einen Ausflug an den Rhein, eine Durchwanderung des Grünberger Brunnentals und eine lustige Weihnachtsfeier.

Dem Wunsch vieler Wanderfreunde kamen die Mitglieder mit der Gründung einer Wanderabteilung nach. Die Aufgabe dieser Sparte soll die Teilnahme an verschiedenen Wanderungen sein. Der Verein wird sich auch der EVG anschließen, da verstärkt viele Mitglieder an internationalen Wandertagen teilnehmen.

In Anbetracht seiner Verdienste um den Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen ernannte Vorsitzender Roth das langjährige Mitglied Wilhelm Funk zum Ehrenmitglied. Gleichzeitig wurde er mit der Vereinsnadel in Gold ausgezeichnet.

Bei den Vorstandswahlen gab es innerhalb des geschäftsführenden Vorstandes keine Veränderungen. So wurden ohne Gegenstimmen Reiner Roth (1. Vorsitzender), Arno Böcher (2. Vorsitzender), Klaus Weeke (Kassenwart), Karl-Ernst Lind (Schriftführer) und Siegfried Böcher (Beisitzer) wieder gewählt. Auch die Abteilungsleiter und deren Stellvertreter wurden mit zwei Ausnahmen wieder gewählt. So stehen Reinhard Mölcher, Eduard Schmidt (Abt. Fußball); Gerhard Ruppel, Bernhard Sauer (Abt. Tischtennis); Ida Psiorz, Annita Schmidt (Gymnastik-Abt.) und für die neue Wanderabteilung Bernhard Nickel und Wilfried Berg den einzelnen Abteilungen vor.

(Karl-Ernst Lind)

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17. Januar 1981

Hauptversammlung des Gesangvereins

Sehr harmonisch, umrahmt mit vier Chören, verlief am vergangenen Samstag (17. Januar 1981) im Gasthaus Dietz die Hauptversammlung des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen. Hierzu begrüßte 1. Vorsitzender Heinz Schwanke neben den Mitgliedern und Ehrenmitgliedern auch Chorleiter Ottmar Hasenpflug (Saasen).

Als überaus arbeitsreiches Jahr mit 36 durchgeführten Singstunden und 17 öffentlichen Auftritten stellte der Vereinsvorsitzende 1980 heraus. So habe der Chor auch bei der Langspielplatte anlässlich des Grünberger Hessentages mitgewirkt. Auch den Traditionen des Vereins wie das Singen im Altersheim Laubach, der Teilnahme beim Seental-Treffen, dem Dorfsingen in der Adventszeit, sowie der öffentlichen Weihnachtsfeier seien die Sänger wieder alle nachgekommen. Zusätzlich standen ein Kritiksingen. sowie der Besuch des Sängerfestes in Ober-Ofleiden auf dem Programm. Heinz Schwanke dankte hier allen, die den Verein unterstützten, wenn auch der Singstundenbesuch manchmal nur befriedigend war.

Schwankes Dank galt auch dem Mitglied Edwin Scharmann, der das vereinseigene Klavier restaurierte. Weiterhin fertigte Scharmann eine Ehrentafel an, auf der alle geehrte aktive Mitglieder für jahrelange Treue zum Singen vermerkt sind.

Aus den Vorstandswahlen ging Heinz Schwanke wieder als 1. Vorsitzendeer einstimmig hervor. Da der 2. Vorsitzende Reiner Roth abdankte, bestimmte die Versammlung Karlheinz Berkenkamp als dessen Nachfolger. Bei dem Schriftführer, Kassenwart und Beisitzern gab es nur eine Veränderung. So wurden Karlheinz Hollederer, Albert Hofmann, Herbert Rühl, Erich Dörr, Heinrich Rahn und Albert Roth einstimmig gewählt. Als neue Vereinsdiener stehen nun Uli Rabenau und Stefan Hassinger zur Verfügung. Zu den Kassenprüfern wurden Klaus Müller und Peter Keller ernannt.

Zum Abschluss der Versammlung gab Heinz Schwanke noch einen Überblick auf das Jahr 1981. So wird es auch diesmal für die Sänger wieder zahlreiche Auftritte geben. Als eine große Aufgabe betrachtet der Verein die im August abzuhaltende Kirmes in Lardenbach.

(Karl-Ernst Lind)

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16. Januar 1981

Wer schob den Schnee?

Wie ein Schildbürgerstreich hörte sich eine Meldung der Bild-Zeitung vom 16. Januar 1981 an. Dem Zeitungsbericht nach waren die beiden Ortschaften Groß-Eichen und Lardenbach daran Schuld, dass deren Nachbarort Sellnrod von der Außenwelt abgeschnitten war. So sollen nach Angaben der Zeitung die Schneepflüge aus Lardenbach und Groß-Eichen den Schnee nach Sellnrod geschoben haben und dort zu einer drei Meter hohen Wand getürmt haben. Dadurch habe dann der ortsansässige Bäckermeister Schmidt seine 1000 Brötchen nicht ausliefern können.

Eine schöne Geschichte der "Münchhausen-Zeitung". Sie klingt nach dem Märchen vom "Bösen Wolf und dem braven Geißlein". Doch nun vom Märchen zur Wirklichkeit. Sellnrod war tatsächlich für mehrere Stunden von der Außenwelt abgeschnitten und nicht zu erreichen. Dies war aber durch den starken Schneefall und die damit auftretenden Schneeverwehungen der Zufahrtsstraßen in den oberhessischen Ort bedingt. Erschwerend kommt hinzu, dass durch die Zuständigkeit von drei Straßenmeistereien in diesem Kreisgrenzgebiet eine schnellere Räumung der Straßen wahrscheinlich nicht möglich ist.

Das der erwähnte Bäckermeister hierdurch bei der Auslieferung seiner Backwaren behindert wurde, mag zutreffen. Doch ist hierbei zu bedenken, dass er gar keine Brötchen zu diesem Zeitpunkt backen konnte. In Sellnrod war ebenso wie in anderen Gemeinden dieser Gegend in dieser Nacht ein Stromausfall zu verzeichnen, was ein Anheizen des Backofens unmöglich machte.

Würde die Aussage der Bild-Zeitung zutreffen, dann hätten die Lardenbacher sich selbst geschadet. Sie werden nämlich auch gerade von jenem Bäcker mit dem täglichen Brot versorgt.

(Karl-Ernst Lind)

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13. Januar 1981

Ortsbeiratssitzung

Die Mitglieder des Ortsbeirates Klein-Eichen wurden für den heutigen Abend zu einer öffentlichen Sitzung eingeladen. Die Tagesordnung umfasste nach der Begrüßung durch Ortsvorsteher Günther Zimmer den Punkt Kommunalwahl und die Investitionsmaßnahmen für die 1980er Jahre.

(Grünberger Heimat Zeitung)

 

 

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