22. April 1951

Unfall mit Motorrad

In der Autoreparaturwerkstatt Amend hatte am Sonntagvormittag (22. April 1951) ein gebrauchtes Leichtmotorrad (125 ccm) den Besitzer gewechselt. Käufer war ein Mann aus Weickartshain, Verkäufer ein Klein-Eichener, der mit seinem Schwager nach Grünberg gekommen war. Dieser, ein 19jähriger junger Mann aus Klein-Eichen namens Heinz Heiderich (Bruder von Elli Zimmer, geb. Heiderich), setzte sich ohne Wissen und Willen der Beteiligten und ohne im Besitz eines Führerscheins zu sein, auf das Rad, um rasch einmal eine Spritzfahrt in Richtung Grünberger Stadtwald zu unternehmen.

Auf der Rückfahrt sah er sich nach einigen Grünbergern, die sich zu Fuß auf dem Weg nach dem Sportplatz befanden, um, und schon war das Unglück geschehen: Mit voller Wucht sauste er mit dem rechten Knie gegen einen Straßenbaum. Kniescheibe und Oberschenkelknochen zersplitterten, ein Oberschenkelknochen drang tief in den Baum ein, so dass große Knochensplitter darin stecken blieben. Der Verunglückte trug außerdem einen Bruch des rechten Arms davon.

Zwei Grünberger Ärzte, die auf Veranlassung der Fußgänger telefonisch herbeigerufen wurden, leisteten die erste Hilfe und sorgten dafür, dass er in die Gießener Klinik transportiert wurde. Das Kraftrad wurde schwer beschädigt. Der Käufer, der es eine halbe Stunde vorher erstanden hatte, erkannte es nicht wieder, als er auf dem Heimweg nach Weickartshain an der Unfallstelle vorüberkam.

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
14. April 1951

Sturz in den Dorfweiher

Der dreijährige Dieter Müller entfernte sich am Samstagnachmittag (14. April 1951) von seiner Mutter, die mit Arbeiten am Backhaus beschäftigt war. In einem unbeobachteten Augenblick stürzte der Junge in den etwa 80 Meter entfernten, 50 Zentimeter tiefen Dorfweiher ("Wäsch-Weet") und ertrank. Obwohl ein hinzukommender Einwohner den im Wasser treibenden Jungen erblickte und ihn herauszog, hatten sofort angestellte Wiederbelebungsversuche keinen Erfolg.
So berichtete die Giessener Freie Presse in der Dienstagausgabe.

Die nur unwesentlich ältere Erika Funk hat den Vorfall eventuell miterlebt. Jedenfalls ist sie einem Einwohner aufgefallen wie das Mädchen als ins Wasser starrte. Daraufhin bemerkte dieser den Jungen und holte ihn aus dem Wasser. Mittlerweilen kamen weitere Leute hinzu. Auch wurde Lucy Müller geholt. Den Jungen legte man bei der Hofauffahrt von Samese zu Boden. Pfarrer Weinberger machte den "Wasserglas-Test". Doch nichts bewegte sich.
Auszugsweise berichtete dies Elisabeth Schildwächter.

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10. März 1951

Hauptversammlung des Gesangvereins, 1951

Mit zwei Chören eröffnete der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen seine diesjährige Generalversammlung (9. oder 10. März 1951). Nach Erledigung der Jahresberichte fand die Vorstandswahl mit folgendem Ergebnis statt: 1. Vorsitzender K. Dietrich, 2. Vorsitzender A. Sauer, Schriftführer W. Momberger, Rechner E. Kratz, Beisitzer K. Biedenkopf, H. Frank, Bürgermeister Felsing. Ein geselliges Beisammensein schloß sich an.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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24. Februar 1951

Bauernkundgebung des Evangelischen Männerwerks

Mit dem vom Musikverein Grünberg begleiteten Lied "Rüstet euch, ihr Christenleute" begann am Samstagnachmittag (24. Februar 1951) eine von etwa 70 Personen besuchte Bauernkundgebung des Evangelischen Männerwerks. Nach kurzer Begrüßung durch den Beauftragten des Männerwerkes im Dekanat Grünberg, Pfarrer Schatz (Grünberg), hieß Bürgermeister Anschütz (Grünberg) die "Kleine Schar" mit ermutigenden Worten herzlich willkommen.

Pfarrer Winter (Dietenhofen) verstand es, in einstündigen Ausführungen die Gefahr der Versteppung der Heimatnatur durch Absinken des Grundwasserspiegels infolge Rückgangs der Wälder und der Gletscher (!) eindrucksvoll in Zusammenhang zu bringen zur geistigen Versteppung der Menschen infolge der in erschreckendem Maße bei allen Bevölkerungskreisen zu beobachtenden Abkehr von Gott. (...) Dem Zerfall der christlichen Familie auf dem Land widmete Pfarrer Winter ausführliche Betrachtungen (Jagd nach dem Geld, Vergnügungssucht der Jugend, schlechtes Beispiel verheirateter Männer, Untreue der Dienstboten).

Bürgermeister Stauch (Katzenelnbogen) (...) stellte seine düsteren Betrachtungen zur politischen Lage dar. Er gedachte der starken russischen und noch stärkeren amerikanischen Aufrüstung, wies darauf hin, dass wir heute von der Gnade des Siegers und nicht von der eigenen Weisheit leben (...). Zur inneren Einkehr mahnte er mit den Sätzen: In der letzten Strecke eures Lebens ist keine Familie, kein Sparkassenbuch, kein Traktor mehr bei euch. (...)

Probstt Weinberger (Gießen), der im Pfarrhaus des nahen Dorfes Lardenbach aufgewachsen und mit dem Leben des oberhessischen Bauern aufs engste vertraut ist, bezeichnete diesen Nachmittag in seinem Schlußwort trotz des verhältnismäßig geringen Besuchs als ungeheuer wertvoll. (...) Die Kirche mit ihrem Turm rage zwar noch wie vor Jahrhunderten als baulicher Mittelpunkt des Dorfes gen Himmel, sei aber nicht mehr das Zentrum allen Lebens. "Die Augen der Bauern starren auf die Gasse, auf die Menschen." Das Dorf wachse, die Technisierung wachse, wie das Reich vor 1945 gewachsen sei. Wie dieses seien die Dörfer zur Auflösung bestimmt, da auch ihre inneren Organe zu verkümmern drohen. Wer nicht auf Gott höre, werde abhängig von dem Urteil der Menschen. (...)

(Grünberger Heimat Zeitung)

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19. Februar 1951

Erster Spatenstich Schulhausneubau

Am 19. Februar 1951 versammelten sich die Bürgermeister und Gemeinderäte.der Gemeinden Lardenbach und Klein-Eichen, Lehrer Becker mit den Schülern der Oberklasse und Architekt Bleska als Vertreter von Architekt Silß (Laubach) auf der Stätte, auf der die neue Volksschule erstehen soll.

Nach einem Lied der Schulkinder ("Im schönen Wiesengrunde") hielt Lehrer Becker eine Ansprache. Er selbst, vier Knaben, zwei Mädchen, die Bürgermeister von Lardenbach (Felsing) und Klein-Eichen (Eckhardt) und Architekt Bleska taten dann die ersten Spatenstiche. Am Tag darauf wurde mit der Ausschachtung begonnen.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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06. Februar 1951

Bauernversammlung

In Lardenbach fand für die Bauern der Gemeinden Lardenbach und Klein-Eichen (Anfang Februar 1951) eine Versammlung statt. Es sprachen der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Gießen, Landwirt Fenchel, und der Kreisgeschäftsführer Menges. Während der erstere die Agrar- und Preispolitik des Bauernverbandes behandelte, indem er besonders auf Fragen der Milchwirtschaft einging, referierte letzterer über Agrar- und Preispolitik des Bauernverbandes behandelte, indem er besonders auf Fragen der Milchwirtschaft einging, referierte letzterer über Agrar- und Steuerrecht. Angeregt durch praktische Beispiele zog sich die Diskussion bis über Mitternacht hinaus. Aus dem Kreis der anwesenden Bauern wurde ein noch engerer Zusammenschluß aller Berufskameraden in der Berufsorganisation gefordert.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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27. Januar 1951

Maskenball

Am Samstag fand in Lardenbach der erste große Maskenball statt. In buntgeschmücktem Saale tanzten die Maskierten zu den Klängen der Kapelle der Teddis. Nach der Demaskierung um 24 Uhr erhielten die fünf schönsten Masken Preise.

(Heimat Zeitung)

 
26. Januar 1951

Geburtstag

Am 26. Januar feierte die älteste Einwohnerin Klein-Eichens, Wilhelmine Felsing, geb. Triebert, ihren 86. Geburtstag. Sie führt noch den Haushalt und sitzt noch täglich am Spinnrad.
Wilhelmine Triebert wurde am 26. Januar 1865 in Kirschgarten geboren. Sie heiratete am 25. Januar 1894 in Groß-Eichen den Klein-Eichener Heinrich Felsing. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Die Tochter Emilie heiratete auf den Stockhäuser Hof. Der Sohn hieß ebenfalls Heinrich und verblieb auf dem elterlichen Hof in Klein-Eichen (Woarsch-Heinrich).

(Grünberger Heimat Zeitung)

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14. Januar 1951

Unterhaltungsabend des MGV

Am Sonntag (14. Januar 1951) hielt der Männergesangverein "Eintracht" seinen diesjährigen Unterhaltungsabend mit Musik- und Chorvorträgen unter Leitung von Ernst Nicolai (Großen-Buseck) und einem vieraktigen Theaterstück: "Von Gott gerichtet". Der Vorsitzende, K. Dittrich, konnte in seiner Begrüßungsansprache auch Mitglieder der Nachbarvereine willkommen heißen.

Die Wirkung des mit großem Beifall aufgenommenen Theaterstückes erhöhte das von Wilhelm Psiorz gemalte Bühnenbild. Schriftführer W. Momberger überreichte allen Mitspielern zum Schluß ein kleines Geschenk. Bei guter Laune tanzte man schließlich bis zum frühen Morgen.

(z/Grünberger Heimatzeitung)

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7. Januar 1951

Geburtstage Januar

Am 2. Januar 1951 feiert in Lardenbach Fräulein Maria Keller II. ihren 82. Geburtstag, der Neubürger Hermann Höhne seinen 83. Geburtstag, die Neubürgerin Maria Brixen als älteste Einwohnerin Lardenbachs ihren 87. Geburtstag. Am 4. Januar feiert Landwirt Karl Keil seinen 79. Geburtstag. Er ist auch Mitglied des Kirchenvorstandes in Lardenbach.
Am 7. Januar 1951 wird die Klein-Eichener Maria Wundrack 81. Jahre alt. Am kommenden Samstag (6. Januar) feiert die Lardenbacher Neubürgerin Fräulein Maria Nöhrig ihren 74. Geburtstag.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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