01. Februar 1950

Selbstmord

Ergebnislos blieb eine am Mittwoch (1. Februar 1950) durchgeführte Suchaktion nach dem vermißten Flüchtling H. Sperba. Er wurde nunmehr von einem holzsammelnden Flüchtling im Stichswald, zwischen Groß- und Klein-Eichen erhängt aufgefunden. Die Groß-Eichener Gendarmerie veranlaßte die Überführung in die dortige Leichenhalle. Es wird angenommen, dass Sperba, der seine Frau und einen erwachsenen Sohn hinterläßt, Selbstmord infolge geistiger Umnachtung begangen hat.

(hz)

 
11. Januar 1950

Neue Gendarmeriestation in Freienseen

Durch das Kreiskommisariat Gießen wurde mit Wirkung vom 11. Januar 1950 in Freienseen, das seither zum Gendarmeriebezirk Laubach gehörte, eine eugene Gendarmeriestation eingerichtet.

Gendarmeriemeister Görnert versieht den Dienst in diesem neuen Bezirk, zu dem auch die Ortschaften Lardenbach, Klein-Eichen, Weickartshain und Stockhausen gehören.

(r/hz)

Fotos

 
09. Januar 1950

Willkommen in der Heimat

Ungefähr zwei Millionen Gefangene kehrten aus der Sowjetunion zurück; 1,3 Millionen Gefangene gelten als verstorben oder vermisst.

Als Spätheimkehrer werden vom Gesetzgeber alle ehemaligen Kriegsgefangenen bezeichnet, die nach dem 31. Dezember 1946 entlassen wurden.
Sie erhielten nach dem Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz eine Entschädigung von 30 DM je Gefangenschaftsmonat ab dem 1. Januar 1947 und 60 DM pro Gefangenschaftsmonat ab dem 1. Januar 1950.

Die ersten Freigelassenen aus der Sowjetunion wurden vielerorts feierlich empfangen; später ließ die öffentliche Aufmerksamkeit nach. In der Sowjetischen Besatzungszone (ab 7. Oktober 1949 DDR) war es den ehemaligen Gefangenen verboten, über ihre Lagererlebnisse zu berichten, um kein schlechtes Licht auf die Sowjetunion zu werfen.

In seiner Silvesteransprache 1949 ermahnte Bundespräsident Theodor Heuss seine Mitbürger, „gerade den späten Heimkehrern eine sonderliche Stütze zu geben, damit ihre Hoffnung auf das neue und freie Leben nicht in Enttäuschungen zerrieben werde“.

Am 9. Januar 1950 wurde u. a. aus dem Lager "Waldschenke" bei Hersfeld Ernst Schwarzbach in die Heimat nach Klein-Eichen entlassen. Das heißt, eigentlich nicht in die Heimat, sondern in das Dorf im Vogelsberg nachdem dort seine Familie als Flüchtlinge untergekommen waren. Ernst Schwarzbach war im russischen Saratow in Gefangenschaft. Dies ist eine Stadt in der gleichnamigen russischen Oblast. Und liegt am rechten, sogenannten „Bergufer“ der mittleren Wolga.

(wiki/hz)

 

 

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