12. Dezember 1992

Weihnachtsfeier des MGV

Mit einem beeindruckenden Programm, das neben den Auftritten des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen und der Frauen des Kirchenchores hauptsächlich von den Kindern beider Stadtteile gestaltet wurde, fand am Samstag, dem 12. Dezember 1992 die traditionelle Weihnachtsfeier des örtlichen Gesangvereins statt.

Im vollbesetzten neuen Dorfgemeinschaftshaus begrüßte der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke neben den beiden Chorleitern Gisela Langohr und Ottmar Hasenpflug besonders auch die Kinder, die ihre Vorträge mit Sigrid Ruppel und Doris Rühl einstudiert hatten. In seiner Ansprache ging Schwanke auf die immer wieder angeführte friedevolle Advent's- und Weihnachtszeit ein, die jedoch in unserer Zeit den Frieden vermissen lasse.

An diesem Abend standen der Männerchor und der Kirchenchor mit ihren Weihnachtsliedern auf der Bühne. Das Kinderprogramm eröffneten Sebastian Sauer und Johannes Paha mit dem Zwiegespräch "Wendelin und Valentin". Auch die jungen Akteure gaben Weihnachtslieder zum Besten. Advent's- und Weihnachtsgedichte folgten. Dargeboten von Miriam Schmidt, Ann-Katherin Zimmer, Daniel Schmidt, Andreas Ruppel, Andre Frank, Marcel Wagner, Liane Forgel, Stefanie Bukow, Michaela Rühl, Nina Böcher, Marina Heines und Manuel Heines, Jennifer Herber, Anne Hartmann, Johanna Herdejost, Anika Sauer, Katharina Stamm, Ann-Kristin Baron, Eric Hartmann, Jonas Herdejost, Katharina Staiger, Jan Schmidt, Wotan Raum, Oliver Sauer und Vanessa Rühl.

Weiter ging es mit Tanz und Spiel mit weiteren Kindern, bis dann endlich der Nikolaus schwer beladen seinen Auftritt hatte und Geschenke verteilte. Zum Abschluss traten beide Chöre nochmals auf.

Am folgenden Sonntagnachmittag fand an gleicher Stelle der 1. Seniorennachmittag Lardenbachs und Klein-Eichens statt. Dieser wurde ebenfalls vom Männergesangverein ausgerichtet. Mit einem von den Chören und mehr als zwanzig Kindern aus beiden Stadtteilen zusammengestellten Programm erfreute man die über 120 Besucher. Ebenfalls eine Darbietung gab es von der Seniorengymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins. Marianne Scharmann und Waltraud Berkenkamp hatten mit einem Sketch über geplagte Hausfrauen die Lacher auf ihrere Seite.

Bei einer Kaffe- und Kuchentafel konnten die Gäste sich der Unterhaltung zuwenden. Mit einem weiteren Auftritt des Frauen- und Männerchores beschloss das offizielle Programm.

(ld)

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28. Oktober 1992

Ortsbeiratsitzung vom 28. Oktober 1992

Am Mittwochabend hatte sich der Klein-Eichener Ortsbeirat in der Gaststätte Bukow zu einer Sitzung eingefunden. Unter Leitung von Ortsvorsteher Manfred Daniel, waren alle sechs Mitglieder (M. Daniel, D. Faust, H. Loob, H. Kühn, S. Volp und T. Zabel) anwesend.

Die Stellungnahme zum Nachtragshaushalt wurde nach langer und intensiver Beratung einstimmig angenommen. Auch über Richtlinien zur Veräußerung von Baugrundstücken der Großgemeinde konnten sich die Anwesenden einigen. Hierzu behielt man sich vor, sollte in Klein-Eichen wieder Bauland zur Verfügung stehen, dass man neu beraten wolle.

Der dann neu auf der Tagesordnung stehende Punkt erregte die Gemüter des Ortsbeirates doch sehr. In einem Schreiben des Wahlleiters der Stadt Grünberg an die beiden Ortsvorsteher von Klein-Eichen und Lardenbach wurde der Vorschlag unterbreitet, ob es nicht sinnvoll sei, für beide Stadtteile das Wahllokal zur bevorstehenden Kommunalwahl im neuen Dorfgemeinschaftshaus einzurichten. Dabei sollten beide Wahlbezirke, Wahlvorstände und auch getrennte Stimmangabe erhalten bleiben.
Die Ablehnung dieses Vorschlages erfolgte in energischem Ton! Außerdem wollte Gastwirt Bukow auch weiterhin seine Räumlichkeiten zu Verfügung stellen. Das der Weg bis zum DGH dann gerade älteren Bürgern schwerfallen würde, zog man ebenfalls in Betracht. Der Wahlbeteiligung in Klein-Eichen dürfte die Umsetzung solcher Vorschläge nicht dienlich sein.
Also blieb alles beim alten.

 
14. November 1992

Chorgesang der Seenbachtal-Vereine

Ihr können stellten am Samstag wieder einmal die Gesangvereine des Seenbachrales bei dem alljährlichen Treffen unter Beweis. Als gastgebender Verein konnte der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen neben den Vereinen aus Stockhausen und Weickartshain erstmals den Gesangverein Freienseen und den Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen begrüßen.

Der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke hieß zudem noch die Chorleiter Gisela Langohr, Helmut Buß, Werner Berk und Ottmar Hasenpflug sowie die beiden Ortsvorsteher Manfred Daniel (Klein-Eichen) und Karlheinz Erdmann (Lardenbach) wie auch Pfarrer Tilmann Schmidt willkommen. Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke und der 1. Vorsitzende des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes Siegfried Wegener (Ruppertenrod) konnten vom Vorsitzenden ebenfalls begrüßt werden.

Nach den Worten von Schwanke dient dieses traditionelle Treffen neben dem gemütlichen Zusammensein hauptsächlich der Verpflichtung, das vererbte Liedgut weiter zu pflegen. Sein besonderes Augenmaß galt der Nachwuchsarbeit, für die man seitens der Vereine jedoch noch keine Patentlösung gefunden habe. Seiner Auffassung nach müsse aber bereits in der Schule hiermit begonnen werden.

Musikalisch eröffnet wurde der Abend durch die Akteure des Gastgebers, die unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug zwei Chöre vortrugen. Als nächstes folgte der gemischte Chor "Liederkranz" Stockhausen, der unter Werner Berk ebenfalls zwei Lieder präsentierte. Ebenfalls mit zwei Chören war der Männergesangverein Weickartshain zu hören. Chorleiterin Gisela Langohr leitete danach mit den Sängerinnen des hiesigen Kirchenchores und dem Frauenchor vom "Liederkranz" Freienseen die nächsten zwei Auftritte. Sogleich danach folgte Auftritt Nummer drei von Frau Langohr mit dem Männerchor aus Freienseen.

Für eine schwungvolle Abwechslung sorgten im Programmablauf die Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen, die unter der Leitung von Annita Schmidt mit einem effektvoll vorgetragenen Tanz auftraten.

Nach dem zweiten Auftritt des "Liederkranzes" Stockhausen, folgte ein Höhepunkt des Abends, bei dem langjährige Sangesfreunde von dem Vorsitzenden des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes Siegfried Wegener geehrt wurden. Edmund Glapa vom MGV Weickartshain und Heinz Schwanke von der "Eintracht" wurde für 40 Jahre aktives Singen die Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes überreicht. In seiner Ansprache würdigte Wegener besonders, dass beide Jubilare neben ihrer Freude am Singen schon lange Jahre als Vereinsvorsitzende tätig sind. Für 25jährige aktive Sangestätigkeit zeichnete Wegener die Weickartshainer Norbert Rahn und Ulrich Werner aus.

Es folgten weitere Auftritte aller Chöre, wobei die beiden Frauenchöre aus Freienseen und Lardenbach/Klein-Eichen auch gemeinsam auf der Bühne standen. Dankesworte von Reiner Roth und Heinz Schwanke gingen an alle Sangesfreunde und Unterstützer des Abends. Zum Abschluß erfolgte das Grußwort des Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke. Er zeigte sich dabei erfeut, dass auch Vereine aus Freienseen an diesem Seenbachtal-Treffen teilnehmen konnten und somit über Stadtgrenzen hinaus die Zusammengehörigkeit der "Seenbachtaler" dokumentierten.

(ld)

 
10. Oktober 1992

Ortsvereinsabend

Unter Beteiligung fast aller örtlicher Vereine fand am Samstag, dem 10.10.1992 im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus der diesjährige Ortsvereinsabend der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen statt. Begrüßen zu dieser schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung konnte der 1. Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach Karl-Ernst Lind neben den Vereinsmitgliedern und der Bevölkerung auch den Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke, die beiden Ortsvorsteher Manfred Daniel, Klein-Eichen und Karlheinz Erdmann, Lardenbach. Willkommen hieß Lind auch den Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Schmidt, Pfarrer Tilmann Schmidt und den Chorleiter Ottmar Hasenpflug. Sein besonderer Willkommensgruß galt aber den Damen und Herren aus dem früheren Sensburg und dem heutigen Mragowo, die anlässlich der Partnerschaftsunterzeichnung derzeit in der oberhessischen Fachwerkstadt weilen.

Der Vereinsvorsitzende ging u. a. auf das Verhältnis der Vereine untereinander ein. Er erhoffe sich dabei auch, dass die ausgezeichnete Zusammenarbeit der letzten Jahre in Zukunft Bestand heben mag. Sein Dank galt zugleich den Vereinen und Vereinigungen, die diesen Vereinsabend mitgestalteten. Bevor dann der Ansager des Abends Reiner Roth seine Aufgabe wahrnahm, tauschten der Lardenbacher Feuerwehrvorsitzende und der Bürgermeister von Mragowo Gastgeschenke aus.

Eröffnet wurde hiernach das Programm von dem Männergesangverein Lardenbach/Klein-Eichen,der unter Leitung von Ottmar Hasenpflug mit zwei Chören erfreute. Ein Novum war im Anschluss der Auftritt der Senioren Gymnastik-Gruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen, die mit ihrer gekonnt vorgetragenen Darbietung unter der Leitung von Fanny Voll nicht um eine Zugabe herumkam.

Viel Interesse und Beifall fand als nächstes der Dia-Vortrag der Klein-Eichener Freiwilligen Feuerwehr und des Klein-Eichener Vereins zur Rettung der Lebensfreude (K.A.R.L.) mit z. T. nicht alltäglichen Bildern aus den beiden Orten, die von Werner Zimmer ins rechte Licht gesetzt wurden.

Viel Spaß bereiteten sodann Margit Müller und Eduard Schmidt von den Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer den Gästen mit ihrem Sketch Ehestreit, der keine Lachmuskel im Saal ohne Anspannung ließ. Viel für das Auge boten nun die Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen unter der Leitung von Annita Schmidt mit einer Tanzdarbietung, die ebenfalls mit viel Applaus bedacht wurde.

Recht lustig ging es bei dem Beitrag der Motorradfreunde Lardenbach/Mücke zu, die mit ihrem Sketch das beschwerliche Leben eines Fahrlehrers während einer Unterrichtsstunde dokumentierte. Zum Abschluss des Abends traten nochmals die Männer des Gesangvereins Eintracht auf, die mit weiteren drei Chören ihr Können unter Beweis stellten.

In seinem Grußwort zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich der Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke bei allen Akteuren und bei den Vereinen, die diesen herrlichen Abend gestalteten. Seine besondere Anerkennung fanden hierbei die Damen der Seniorengymnastik, die trotz ihrer Lebensjahre im örtlichen Vereinsleben eine Bereicherung darstellten.

(ld)

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06. September 1992

Grenzgrabenfest

Am 5. und 6. September 1992 fand das Grenzgrabenfest statt. Der Stammtisch der Feuerwehr, die Grenzgrabenspritzer, feierten wieder bei Loobs auf dem Hof. Hier einige Bilder vom Samstagabend, an dem der Besucherandrang leicht das kleine Zelt füllte. Am Sonntag war dann wieder der Frühschoppen.

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08. August 1992

K.A.R.L.-Fest

An einem Samstag im August 1992 wurde das kleine Festival "Klein-Eichen bei Nacht" ein heißes Fest. Zu seiner sechsten Veranstaltung hatte der Klein-Eichener Arbeitskreis "Karl" in den Steinbruch eingeladen. Mit ein wenig Verspätung eröffneten die Jazzfreunde aus Lich bei hochsommerlichen Temperaturen das Programm. Nach und nach hatten sich zahlreiche Besucher aus nah und fern eingefunden, worunder auch ältere Bürger aus Klein-Eichen und Lardenbach zählten, die den Weg in den Steinbruch am Galgenberg nicht scheuten.

Dies wurde dann auch von der Nachwuchsgruppe die "Rollin Popcorns" belohnt. Mit fetziger Rock´n Roll Musik sorgten sie für Schwung. Die erst zwölfjährigen Musiker beherrschten ihre Instrumente fast schon wie alte Herren und übertrugen ihre gute Stimmung auf das Publikum. Passend zur warmen Sommernacht spielte Jupp Thorn auf, der mit melodischem Blues und Swing Stücken gut ankam. Bis in die frühen Morgenstunden ging es dann im Steinbruch noch "heiß" zu bei Musik und Tanz.

(ld)

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28. Mai 1992

"Vatertag" im Steinbruch

Bei bestem Wetter feierten die Klein-Eichener am "Vatertag" in ihrem Steinbruch auf dem Galgenberg. Wie schon in den Jahren zuvor hatten an diesem Feiertag (28. Mai) die Grenzgrabenspritzer wieder eingeladen. Auch Besucher aus den Nachbardörfern waren gekommen. Die Mitglieder des Stammtisches der Feuerwehr versorgten alle mit reichlich Speis und Trank.

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10. April 1992

Gemeinsame Ortsbeiratssitzung

Vor und während des Baues des Dorfgemeinschaftshauses fanden einige gemeinsame Sitzungen der Ortsbeiräte Lardenbach und Klein-Eichen statt. Nun, nach der Einweihung des DGH, traf man sich wieder zu einer Sitzung am 10. April 1992 beider Gremien, eben im DGH.

Diskutiert und Beraten wurde über die Inneneinrichtung des Gemeinschaftshauses. Anhand einer Wunschliste sollen vor allem weitere Ausstattungen für die Küche und eine Garderobe angeschafft werden. Die Finanzierung könnte durch die Einnahmen vom "Tag der offenen Tür" erfolgen. Aber die Stadt Grünberg soll für andere Anschaffungen aufkommen.

Beschlossen bei einer Enthaltung wurde von den Ortsbeiräten, dass die Außenanlagen in Eigenleistung hergerichtet werden sollen. Hierzu machte die Stadtverwaltung bereits die Zusage von diversen Unterstützungen. Zu welchem Zeitpunkt der Jugendraum genutzt werden kann steht noch nicht fest.

Nach der eigentlichen Sitzung der Ortsbeiräte und als ein Abschluss des Projektes Dorfgemeinschaftshaus gab es ein Abendessen. Dieses wurde von den Stadträten Gerold Knöß und Hans Pigors im Namen des Magistrates als Anerkennung für die gute Zusammenarbeit gespendet.

An der Sitzung nahmen diese Ortsbeiratsmitglieder teil: Manfred Daniel, Karlheinz Erdmann, Karl-Ernst Lind, Hermann Loob, Lothar Pleik, Klaus Weeke, Edwin Scharmann, Stephan Volp, Reinhard Mölcher, Ernst Zimmer, Herbert Kühn, Dieter Faust und Thomas Zabel.

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27. März 1992

JHV des Obst- und Kelterverein

Bis zu den anstehenden Neuwahlen des Vorstandes verlief die diesjährige vom 1. Vorsitzenden Johann Zimmer geleitete Hauptversammlung des Obst- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen am Freitag (27. März 1992) im Gasthaus Dietz sehr harmonisch. Lediglich die notwendigen Vorstandswahlen, bei denen verschiedene Vorstandsmitglieder aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierten, bereitete den 41 anwesenden Mitgliedern einige Sorgen.

Unter Reiner Roth als Wahlleiter wurde dann aber nach mehreren Vorschlägen mit dem seitherigen Kassenwart Hans Mölcher ein neuer 1. Vorsitzender gewählt. Dessen Stellvertreter ist nun Uwe Hartmann, der den Posten von Bernhard Nickel übernahm. Einstimmig wurde auch der neue Kassenwart Roland Voll und der bisherige Schriftführer Dieter Langohr in den Vorstand gewählt.

Als Beisitzer und zugleich für für die technische Wartung der Kelteranlage verantwortlich fungieren nun Reinhard Mölcher jun. und Norbert Dittfich, der für den ausscheidenden Richard Dietz für die nächsten drei Jahre nachrückte. Zu neuen Kassenprüfern bestimmte die Versammlung einmütig Herbert Seipel und Werner Frank.

Aus dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Johann Zimmer ging hervor, dass der Verein zurzeit 54 Mitglieder hat. Aufgrund des fehlenden Obstes seien im letzten Jahr beim Keltern lediglich 66 Füllungen gekeltert worden, wobei diese aber zügig und reubungslos von Anton Revelant durchgeführt worden sei.

Dank zollte Zimmer auch den Familien Heinz Schwanke, Leo Müller und Herbert Rühl, die für die Durchführung des Sommerfestes verantwortlich waren. Diskutiert wurde auch die Lagerung der zum Schreddern bestimmten Abfälle, wobei der Vorsitzende forderte, dass auf dem vorgesehenen Platz bei der Gemeindehalle keine herkömmlichen Gartenabfälle hingehören.

Angesprochen wurde auch das Flächenfeuer auf dem Galgenberg, das aus bisher noch unbekannten Gründen entstanden sei, aber nur geringen Schaden an den Obstbäumen verursacht habe. Mit der Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses könne nun auch in absehbarer Zeit der neue Kelterraum in Betrieb genommen werden. Hierbei bedankte sich Johann Zimmer bei den Ortsvorstehern und den Gremien für die Erfüllung der einst geäußerten Wünsche sowie bei allen Helfern, die tatkräftig den Ausbau vollzogen.

Zu der Obstbaumpflege berichtete Zimmer dass neben den zumeist 18 alten ertragreichen Obstbäumen noch weitere 40 selbstgepflanzte Apfelbäume von dem Verein betreut werden. Gerade im letzten Jahr habe man wegen der Trockenheit fünfmal alle Bäume gewässert. Der Ertrag sei jedoch sehr gering gewesen, so dass auch keine Obstversteigerung stattgefunden habe. Die vereinseigenen Häcksler und Vertikutierer seien von insgesamt 20 Mitgliedern gebutzt worden.

Dem positiven Kassenbericht von Hans Mölcher folgten die Kassenprüfer Karl-Heinz Hollederer und Karlheinz Erdmann mit ihrem Prüfungsergebnis und dem daraus einstimmig angenommenen Antrag zur Entlastung des Vorstandes.

Zum Abschluß der Versammlung, bei der besonders den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern und dem 1. Vorsitzenden Johann Zimmer von den Mitgliedern für die geleistete Arbeit gedankt wurde, stand noch die Bekanntgabe der Termine an.

(Karl-Ernst Lind)

 
14. März 1992

Eröffnung des Dorfgemeinschaftshauses

Die beiden Ortsvorsteher von Lardenbach und Klein-Eichen, Karlheinz Erdmann und Manfred Daniel, hatten "eine Menge" zu tun, als sie die Liste der Ehrengäste vortrugen, die zur Einweihung des neuen Lardenbach/Klein-Eichener Dorfgemeinschaftshauses am 14. März gekommen waren. So richteten sie vor allem Grüße an Bürgermeister Siegbert Damaschke, an die Mitglieder des Magistrates, den Stadtverordnetenvorsteher, die Fraktionsvorsitzenden, die Ortsbeiratsmitglieder, den Bauamtsleiter, den Architekten und an den Ortspfarrer. Und die vielen Gruß- und Dankesworte kamen nicht von ungefähr; Schließlich konnte man doch durch das harmonische Zusammenwirken aller Beteiligten in nur 13 Monaten das "optisch ansprechende und funktionelle" DGH bauen.

Eingeleitet wurden die Grußworte von Karlheinz Erdmann und Manfred Daniel auf musikalische Weise, und zwar vom Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, der unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug steht. Und nach der Begrüßung hatten die Kleinsten ihren Auftritt: die Kinder des Kindergartens führten einen Tanz auf.

Voll des Lobes war Bürgermeister Siegbert Damaschke für die Bürger: "Die Gemeinschaft ist hier noch intakt", attestierte er den Bewohnern der beiden Dörfer. Das erkenne man an der Art und Weise, wie das Projekt angegangen wurde. Zugleich sei das neuerrichtete DGH auch eine "Investition in die Zukunft", damit die Gemeinschaft auch weiterhin so intakt bleibe. Denn in unserer Zeit, in der das "Dorf längst nicht mehr Lebensmittelpunkt ist", sei es wichtig, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl durch Vereine - und natürlich auch geeignete Räumlichkeiten - gestärkt werde. "Jedermann kann das DGH nutzen, und jedermann soll es nutzen ... Das DGH sei ein "Haus für die Bürger durch die Bürger, eine echte Gemeinschaftsleistung", so der Bürgermeister weiter. Dieses siebte DGH in der Großgemeinde Grünberg sei einzigartig, weil "mir keine Einrichtung in unserer Großgemeinde bekannt ist, wo so intensiv zwischen Bürgern, Ortsbeirat und städtischen Gremien beraten und verhandelt wurde". Dank zollte Damaschke den beteiligten Kommunalpolitikern, den Handwerkern und den am Bau beteiligten Firmen sowie den Architekten. Und ein ganz besonderes Dankeschön ging an die Adresse der Ortsvorsteher, "die die Motoren für das Vorhaben waren".

Eine musikalische Einlage bot dann der Frauenchor der Kirchengemeinde Lardenbach/Klein-Eichen, der von Gisela Langohr dirigiert wird. Grußworte gab es noch einmal von Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Schmidt, der die Grüße "seines" Parlaments übermittelte und sich ebenfalls für die gute kommunalpolitische Zusammenarbeit während der Planungs- und Bauphase bedankte. Dass das DGH tatsächlich ein "Haus der Gemeinschaft" ist, "hat sich bereits im Vorfeld gezeigt". Als Geschenk brachte er alte Fotografien mit, die das Lardenbach der 20er Jahre zeigten.

Die Grüße der Kirchengeminden übermittelte der Lardenbacher Pfarrer Tilmann Schmidt, der hofft, "dass dieses Haus aus toten Steinen bald lebendig wird durch die Gemeinschaft der Bevölkerung".

Dann kam man zum "wichtigsten" Teil der Einweihungsfeier: zur Übergabe des symbolischen Schlüssels an die Ortsvorsteher. Sie erhielten ihn aus den Händen von Architekt Helmut Opper und Bürgermeister Siegbert Damaschke.

Unter der Leitung von Annita Schmidt führte die Gymnastikgruppe des Sportvereins eine Tanzdarbietung vor, die sich als wahrer Augenschmaus entpuppte - das Publikum dankte es nach so vielen Reden mit reichlich Applaus.

Eine Foto-Dokumentation über die Entstehung und den Bau des DGH konnten die Besucher daraufhin in Form eines Dia-Vortrags sehen: Werner Zimmer hatte das gesamte Projekt vom ersten Spatenstich bis zur Einweihung mit der Kamera begleitet.

Die positiven Auswirkungen des DGH auf die Vereine und das dörfliche Leben strich Barbara Erdmann stellvertretend für alle Vereine hervor. Frisch motiviert durch die harmonische Zusammenarbeit beim Bau des DGH wolle man auch in Zukunft die ausgezeichnete Kooperation fortsetzen, erklärte die Vereinsvertreterin.

Bevor der Männergesangverein zum Abgesang der Feier anstimmte, sprachen die Ortsvorsteher noch ihr Schlußwort und luden zum anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Imbiß und Umtrunk ein.

Bereits am darauffolgenden Sonntag stand das Dorfgemeinschaftshaus allen Bürgern offen, sie waren eingeladen, beim "Tag der offenen Tür" bei Kaffee und Kuchen alles genauestens zu inspizieren.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

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13. März 1992

Jahreshauptversammlung des SSV Lardenbach/Klein-Eichen

Zu der gut besuchten Jahresversammlung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen am 13. März im Gasthaus Bingel konnte die 1. Vorsitzende Barbara Erdmann neben den Ortsvorstehern Manfred Daniel (Klein-Eichen) und Karlheinz Erdmann (Lardenbach) im Laufe des Abends auch den Schirmherren des letztjährigen Vereinsjubiläums, Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke willkommen heißen.

Vor dem Tätigkeitsbericht der 1. Vorsitzenden gedachte die Versammlung den verstorbenen Mitgliedern Ida Psiorz und Ernst Kratz. Als ein besonderes Ereignis im Vereinsleben bezeichnete Erdmann die Feiern zum 25-jährigen Bestehen im Juli des vergangenen Jahres. Dank zollte sie in diesem Zusammenhang auch besonders der Vereinsrechnerin Gerda Weeke, die wie der gesamte Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Dieter Kraft und Marie-Luise Kratz von den Mitgliedern entlastet wurde.

Nicht ganz so positiv fiel hiernach die Bilanz des Fußball-Abteilungsleiters Reinhard Mölcher aus. Er berichtete von dem letzten Tabellenplatz der letzten Sasion. In dieser Runde stehe die 1. Mannschaft der Spielgemeinschaft Lardenbach/Klein-Eichen/Weickartshain etwas besser da. Die 2. Mannschaft beendete die Runde mit dem 7. Platz. In Rüdingshausen und Merlau habe man an Turnieren teilgenommen. Beim Stadtpokal in Lehnheim konnte in der Gruppe der 3. Platz belegt werden. Mölcher sah auf Grund des fehlenden Nachwuchses für die Zukunft keine so gute Aussichten. Erstmals habe im letzten Jahr eine Altherren-Mannschaft mit Erfolg einige Spiele ausgetragen.

Nicht viel besser sieht es beim Nachwuchs nach Aussage des Jugendleiters Eduard Schmidt aus. Aus den beiden Stadtteilen Klein-Eichen und Lardenbach spielten derzeit nur fünf Jungen aktiv Fußball, wobei man mit mehreren Nachbarvereinen eine Spielgemeinschaft bilde. Die Erfolge der verschiedenen Jugendmannschaften seien wechselhaft, wobei die C-Jugend in der Kreisklasse in der vergangenen Sasion als Meister hervorgegangen sei.

Tischtennis-Abteilungsleiter Gerhard Ruppel konnte von einem 6. Platz der 1. Mannschaft in der Kreisliga und einem 11. Platz der 2. Mannschaft in der Kreisklasse in der vergangenen Sasion berichten. Den Titel beim Stadtpokal habe man nicht verteidigen können. Und beim Kreispokal sei die 1. Mannschaft in der 2. Runde ausgeschieden. Wohingegen die 2. Mannschaft unter die letzten Acht gekommen sei. Derzeit spielen zwei Senioren- und eine Jugendmannschaft, die laut dem Jugendleiter Klaus Kratz in der letzten Runde den 2. Platz belegte und in diesem Jahr nur den letzten Platz belege.

Von einem vollen Programm im vergangenen Jahr bei den Gymnastikfrauen konnte deren Leiterin Annita Schmidt berichten. Neben zahlreichen Auftritten bei Veranstaltungen und Gymnastikshows habe man auch beim eigenen Jubiläum eine Veranstaltung mit großem Erfolg durchgeführt. Die Leiterin bedankte sich bei den Damen für die stets rege Beteiligung. Dank sprach auch Fanny Voll den Teilnemerinnen der Seniorengymnastikgruppe aus. Die Beteiligung sei erfreulich groß. Nun wünsche sie sich, dass auch Herren beitreten mögen.

Den Abschluß der Spartenleiter-Berichte machte Ernst Zimmer von der Wanderabteilung. Hierbei erfuhr die Versammlung, dass bei den insgesamt 54 EVG-Wanderungen des letzten Jahres 407 Teilnehmer vom SSV teilgenommen hatten. Das bedeutete in der Wertung der EVG den 39. Platz. Für ihre Berichte dankte Vereinsvorsitzende Barbara Erdmann allen Abteilungsleitern und überreichte eine kleine Anerkennung.

Für 15-jährige aktive Mitgliedschaft wurden Waltraud Mölcher und Kurt Scharmann sowie Ralf Mölcher mit der silbernen Vereinsnadel und Urkunde ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung nahm im Auftrag des Hessischen Tischtennis-Verbandes Gerhard Ruppel vor. Für 25 Jahre aktive Tischtennisspielen zeichnete er Gunter Berg mit der goldenen Ehrennadel und Urkunde aus. Mit der Bekanntgabe von Terminen beendete die Vereinsvorsitzende den offiziellen Teil. Zuvor dankte sie noch Werner Zimmer, der zum Abschluß der Versammlung einen Dia-Vortrag mit Bildern aus Klein-Eichen und Lardenbach sowie von dem letztjährigen Vereinsjubiläum zeigte.

(Karl-Ernst Lind)

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12. März 1992

Dorfgemeinschaftshaus vor der Eröffnung

Der Standort war lange umstritten, nun hat das Dorfgemeinschaftshaus für Lardenbach und Klein-Eichen einen Platz gefunden und kann nach gut einjähriger Bauzeit eingeweiht werden. Die Bürger beider Stadtteile haben viel Eigenleistung erbracht, unter Federführung der Ortsbeiräte über 1000 Arbeitsstunden in "ihr" gemeinsames Haus investiert.

Bürgermeister Siegbert Damaschke rief nochmals die recht lange Entstehungsgeschichte des Dorfgemeinschaftshauses in Erinnerung. Bereits 1980 reichte man eine erste Bedarfsanmeldung beim Land ein, 1985 wurde in Abstimmung mit Land und Kreis ein erster Antrag abgegeben.

Ein Jahr später trafen sich Ortsbeiräte und Vereinsvertreter zu einem Gespräch. Ergebnis war ein "gemeinsamer Antrag der Ortsbeiräte Lardenbach und Klein-Eichen zum Bau eines DGH". Im Februar 1988 brachte die Abschaffung der Einzelförderung die Pläne etwas durcheinander, doch sagte der Bürgermeister in einer Bürgeranhörung zu, dass in ein bis zwei Jahren gebaut werden könne, die Standortfrage war allerdings immer noch offen.

Die Entscheidung fiel schließlich zugunsten des Geländes Akazienweges in Lardenbach, dort sah man die besten Realisationschancen. Gemeinsam mit Bürgern und Vereinen entwickelten die Ortsbeiräte ein Raumprogramm, ganz auf die beiden Stadtteile zugeschnitten. So kam es, dass in dem Dorfgemeinschaftshaus auch ein Kelterraum eingeplant wurde, den der Kelterverein demnächst noch in Eigenleistung ausbauen wird.

Zwischen Februar 1990 und Januar 1991 folgten dann die Beauftragung des Architekten, Konkretisierung des Raumprogramms, Bauantrag und fünf Monate später Baugenehmigung sowie der erste Spatenstich. Da das Gebäude an der Grenze zu einer ehemaligen Grube steht, wurde das Fundament vertieft. Außerdem entschied man sich für eine Teilunterkellerung, um das natürliche Gefälle zu nutzen.

Nach dem Richtfest im Mai vergangenen Jahres begann der Innenausbau, im Juli/August wurde die Dachfläche eingedeckt. Deckenverkleidungen und Innenausbauarbeiten wurde von den Bürgern weitgehend in Eigenleistung vorgenommen. Nachdem im Februar noch Gardinen und der Bühnenvorhang angebracht wurden, präsentiert sich das Dorfgemeinschaftshaus nun in einem einladenden Zustand.

Da auch die Zapfanlage den Probelauf kürzlich bestanden hat, steht den Feierlichkeiten nichts mehr im Wege. Mit rund 1,1 Millionen DM blieb der Bau übrigens etwa im vorgegebenen Kostenrahmen, die endgültige Kostenaufstellung liegt allerdings noch nicht vor.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

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03. März 1992

Fassenachtsumzug in Freienseen, 1992

Der Fassenachtsumzug in Freienseen begeisterte auch im 22. Jahr die vielen Besucher. Bereits seit 1969 schlängelt sich der Faschingsumzug durch den Laubacher Ortsteil. Gut gelaunt, teils kostümiert und mit viel Helau treiben es die Narren auf den Straßen. Am Umzug am Dienstag (3. März 1992) nahmen auch Akteure aus umliegenden Dörfer teil. Wie schon öfters waren die Klein-Eichener "Grenzgrabenspritzer" wieder dabei. Der Motivwagen bezog sich auf den neuen Wirt des örtlichen Gasthauses. Den Mittelpunkt des Zuges bildete das Prinzenpaar Stephan I. und Bianca I. und die Prinzengarde. Und immer zieht die bunte Gesellschaft im Anschluss an den Umzug in die Mehrzweckhalle um dort kräftig den Kehraus zu feiern.

Die Narren aus dem ehemals freien Reichsdorf Freienseen nahmen sich u. a. eines Themas an, das seit Monaten die Bürger bewegt: Ein Motivwagen stellte die unter Denkmalschutz stehende Zwangsbaracke dar, in der ein Trägerverein eine Gedenkstätte einrichten will. Ein Vorhaben, das auf Widerstand im Dorf trifft.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

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19. Februar 1992

Gemeinsame Ortsbeiratssitzung

Zu einer gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte Klein-Eichen und Lardenbach versammelte man sich am Mittwoch in der Gaststätte Bukow. Beraten wurde über den Programmablauf der Eröffnungsfeier des Dorfgemeinschaftshauses am 14. März. Der Ablauf der Einweihungsfeier, die um 15.30 Uhr beginnen soll, umfasst 13. Programmpunkte.

Anwesend waren: Manfred Daniel, Karlheinz Erdmann, Karl-Ernst Lind, Hermann Loob, Lothar Pleik, Klaus Weeke, Edwin Scharmann, Stefan Volp, Reinhard Mölcher, Ernst Zimmer und Herbert Kühn. Als Vertreter des Magistrates waren Bürgermeister Siegbert Damaschke und Gerhold Knöß anwesend. Auch Architekt Opper und einige Bürger geselten sich zur Runde.

 

 
15. Februar 1992

Jahreshauptversammlung FF-Klein-Eichen

Am 15. Februar 1992 fand die jährliche Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen in der Gaststätte Bukow statt. Vereinsvorsitzender und Wehrführer Herbert Kühn leidete die Versammlung und berichtete aus dem Vereinsjahr 1991. Der Kassenbericht wurde von Gerhard Schildwächter verlesen. Der Kassenbestand betrug 1815,31 DM. Auf Antrag der Kassenprüfer Manfred Daniel und Jürgen Müller stimmten die anwesenden Vereinsmitglieder der Entlastung von Rechner und Vorstand zu.

Eine rege Diskussion entwickelte sich im weiteren Verlauf der Sitzung, als Vorsitzender Herbert Kühn die zu geringe Beteiligung der Aktiven an den Feuerwehrübungen kritisierte. Er ging dabei sogar so weit, den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen in Frage zu stellen. Wie oft in solchen Situationen verschob man eine Entscheidung. Man wollte die Entwicklung der Besuche bei den Übungen im nun folgenden Zeitraum eines Jahres abwarten, und dann erst, je nach Stand der Dinge, eventuelle Maßnahmen ergreifen. Die Abstimmung darüber erfolgte mit 26 Ja-Stimmen bei 3 Enthaltungen.

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08. Februar 1992

Faschingssitzung

Zu ihrer 11. Faschingssitzung hatte in diesem Jahr (8. Februar 1992) die Freiwillige Feuerwehr Lardenbach alle Freunde des Faschings geladen. In einer ausverkauften Narhalla (Saal Dietz) konnte der 1. Vorsitzende Karl-Ernst Lind auch den Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke und den Elferrat aus Groß-Eichen begrüßen. Weiterhin hieß der an diesem Abend durch das Programm führende Sitzungspräsident vom "Lardenbacher Dreirädchen" Reiner Roth den zuständigen Stadtrat Gerold Knöß sowie die aufspielenden "Golden Stars" herzlich willkommen.

Das Programm begann gleich mit dem Auftritt von Babett und Schorsch (Margit Müller und Gerda Weeke), die zum Gaudi des Publikums eine Entscheidung über die Mit- bzw. Nichtmitnahme eines Regenschirmes suchten. Mit Spannung wurde dann von Karlheinz Hollederer, Eduard Schmidt und Heinz Schwanke, die als Ortsdiener und Stammtischbrüder das Dorfgespräch mit den Geschehnissen der vergangenen zwei Jahren führten, von den Gästen verfolgt.

Etwas für das Auge boten die aktiven Mitglieder der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen Bärbel Erdmann, Marita Pernak, Gerda Weeke, Sigrid Ruppel, Helma Berg, Ursula Berg, Rosa Knöll, Karin Kratz, Sieglinde Mölcher, Waltraud Mölcher, Gerlinde Böcher und Annita Schmidt, die als Leiterin den Tanz "Babitschka" auch einstudiert hatte.

Artur Kratz trat als "Silberbräutigam" in die Bütt und munterte das Narrenvolk mit seinem Vortrag auf. Richtig urig ging es im Anschluß bei den vier "Urviechern aus Bayern" Sandra Schwanke, Kerstin Müller, Kornelia Dietz und Cornelia Nickel zu. Mit ihren Text- und Liedbeiträgen heizten sie die Stimmung im Saal weiter an.

Unter der Leitung des Chorleiters des Gesangvereins Ottmar Hasenpflug erlebten die Narren dann die Sangesfreunde Edwin Scharmann, Hans-Joachim Siebel, Karlheinz Erdmann, Klaus Kratz, Hans Mölcher, Reiner Roth und Bernd Kratz, die mit zwei stimmungsvollen Liedern den ersten Teil des Programmablaufes bildeten.

Nicht minder war dann die Stimmung im zweiten Programmteil, wo zunächst Hans Mölcher als erfahrener Freizeitgestalter mit seinen lediglich zwei Steckenpferden Kegeln und Fernsehen in die Bütt trat und dann auch wie alle Aktiven den "Lardenbacher Faschingsorden" erhielt. Dieser wurde auch dem Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke, dem Stadtrat Gerold Knöß und dem verantwortlichen und ausgezeichnet arbeitenden Tontechniker Jürgen Maus sowie dem Kulissenschieber Reiner Felsing verliehen.

Mit viel Beifall bedacht wurden die "Flash-Dancer" Sandra Schwanke, Kerstin Müller, Kornelia Dietz, Cornelia Nickel, Pia Scharmann sowie Natalie und Lilie Knöll, die in überwältigender Weise mit ihrer Leistung begeisterten.

Es folgte "Ihs Feuerwehr", die nach ihrem Aufmarsch in alten Uniformen sich schnell zu einer Schulklasse formierte. Hierbei brachten die Schüler Bernd Kratz, Eduard Schmidt, Karlheinz Erdmann, Artur Kratz, Herbert Rühl, Heinz Schwanke, Gunter Berg und Dieter Kraft ihren Lehrer Karlheinz Hollederer des Öfteren, zur Freude des Publikums, zum Verzweifeln.

Können und Beine standen hiernach beim Auftritt der Garde aus Groß-Eichen im Vordergrund. Die von Herta Sauer geleiteten neun Tänzerinnen kamen um eine Zugabe nicht herum.

Den Abschluß vor dem großen Finale, das von der Sängergruppe des MGVs geprägt war und bei dem alle Mitwirkenden nochmals auf die Bühne kamen, machten Doris Rühl und Sigrid Ruppel, die als kleine Kundin und als Bäckersfrau ein besonderes Verkaufsgespräch führten.

(Karl-Ernst Lind)

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01. Februar 1992

Gaststätte Bukow, 1992

Die Neueröffnung der Gaststätte "Zur Erholung" in Klein-Eichen wurde am 1. Februar 1992 gefeiert. Damit einher ging die Übergabe an die neuen Wirtsleute Ute und Herbert Bukow. Aufgebaut und betrieben hatten die Gaststätte am Galgenbergsweg seit 1967 Irmtraud und Walter Bingel. Zu Beginn war sogar eine Bäckerei integriert.

Nun übernimmt Tochter und Schwiegersohn die Klein-Eichener Dorfkneipe. An diesem Samstagabend kamen zahlreiche Gäste, auch aus Lardenbach, um sich das Ereignis nicht entgehen zu lassen. Vorneweg machte der Stammtisch der Feuerwehr, "die Grenzgrabenspritzer", der Gastwirtschaft ihre Aufwartung. Neben diesem Stammtisch, werden wohl weiterhin öffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen hier stattfinden. So von der Feuerwehr, dem Sportverein und des Ortsbeirates. Auch wird das Lokal wieder das einzige echte Wahllokal im Kreis sein.

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26. Januar 1992

Hauptversammlung des MGV

Zur ordentlichen Hauptversammlung des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen am Samstag (26. Januar 1992) im Gasthaus Dietz konnte der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke neben den vollzählig erschienen aktiven Sänger, den Chorleiter Ottmar Hasenpflug und die Ehrenmitglieder sowie die passiven Mitglieder begrüßen.

Nach dem Totengedenken der verstorbenen Vereinsmitglieder Klemens Merkle und Ernst Kratz erstattete der Vorsitzende den Tätigkeitsbericht. Hieraus ging hervor, dass die Aktiven im Jahre 1991 neben den 41 Singstunden noch 17 öffentliche Auftritte absolviert haben. Schwanke nannte das Auftreten beim Chorgruppentreffen in Rüddingshausen, das Singen im Altenheim des Laubacher Stiftes, den Auftritt beim Ortsvereinsabend, ein Dorfsingen in Lardenbach und Klein-Eichen sowie die Mitgestaltung des Programmes anlässlich des Sportvereinsjubiläums.

Daneben habe der Chor bei verschiedenen Jubiläen von aktiven und passiven Vereinsmitgliedern gesungen. Auftritte gab es auch in Freienseen und auf beiden Friedhöfen am Volkstrauertag. Selbst habe der Verein wieder die Gestaltung der öffentlichen Weihnachtsfeier vorgenommen. Als einen Höhepunkt des letzten Jahres bezeichnete Schwanke die Konzertreise nach Bad Salzschlirf mit einem Auftritt des Chores und einer Ausflugfahrt.

Der Dank des Vorsitzenden galt zum Abschluss den Sangesbrüdern und dem Chorleiter, die mit ihrem Wirken für eine Verbesserung des Ausbildungsstandes beigetragen hätten sowie allen Mitgliedern und Freunden, die sich der "Sängersache" angenommen hätten.

Nach dem Kassenbericht des Rechners Karl-Heinz Hollederer stimmten die Mitglieder auf Antrag der Kassenprüfer Gerhard Pernak und Reinhard Mölcher jr. für die Entlastung des Vorstandes. Als neue Kassenprüfer gewählt wurden Gerhard Pernak und Walter Müller.

Im Anschluss ehrte der Vereinsvorsitzende die fleißigsten Singstundenteilnehmer. Hier erhielten August Erdmann, Karl Krämer und Karl Ruppel für die stetige Teilnahme ein Geschenk. Weiterhin konnten Erich Dörr, Heinrich Frank, Emil Mölcher, Heinz Schwanke, Werner Siedler, Wilfried Berg, Günter Felsing, Ernst Paha und Herbert Rühl, die nur einmal bzw. zweimal gefehlt hatten, ausgezeichnet werden.

In Zusammenhang mit diesen Ehrungen appellierte Vorsitzender Schwanke und auch Chorleiter Hasenpflug, umgehend neue aktive Sänger für den Chor anzuwerben. Der ausgezeichnete Leistungsstand könne aufgrund des altersbedingten Ausscheidens von Sängern und durch das Fehlen des Nachwuchses in absehbarer Zeit nicht gehalten werden. Der Chorleiter forderte die Vereinsführung zum sofortigen Handeln und die bisherigen passiven Mitglieder zum Mitsingen auf.

Unter Punkt "Verschiedenes" gab der Vereinsvorsitzende die zahlreichen Termine für das Jahr 1992 bekannt. Festgelegt wurden von der Versammlung die Richtlinien für das Singen bei Jubiläen von Vereinsmitgliedern. Diskussion fand auch ein Antrag zur Beitragserhöhung, über den aber bei der nächsten Hauptversammlung abgestimmt werden soll.

Musikalisch umrahmt wurde diese Versammlung durch den Chor, der gleich vier Lieder darbot.

(Karl-Ernst Lind)

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22. Januar 1992

Ortsbeiratssitzung im Januar

Am 22. Januar begrüßte Ortsvorsteher Manfred Daniel, bei der Sitzung in der Gastwirtschaft Bukow, das neue Ortsbeiratsmitglied Herbert Kühn auf das herzlichste. Die Wahl eines Schriftführers war nach dem Ausscheiden von Gerhard Schildwächter erforderlich geworden. Es gab nur einen Vorschlag für dieses Amt, nämlich Herbert Kühn. Und einstimmig wurde er dann auch von dem Gremium gewählt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung widmete man sich dem Etatentwurf 1992. Nach gründlicher Diskussion stellte man fest, dass einige wichtige Anliegen nicht berücksichtigt sind. Zum einen handelt es sich um das Asphaltieren von drei Feldwegeinmündungen "Am Galgenbergsweg". Ferner wurde die Schaffung eines Versammlungsraumes, wenn Bedarf besteht, aus dem Investitionsprogramm herausgenommen.

Für 1993 war die Erschließung eines Baugebietes vorgesehen. Da aber inzwischen nur noch ein Bauplatz zur Verfügung steht, wünscht man diese Maßnahme bereits für dieses Jahr 1992. Durch diese Mißachtungen stimmte der Ortsbeirat dem Haushaltsentwurf nicht zu.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Stand der Bauarbeiten am gemeinsamen Dorfgemeinschaftshaus Klein-Eichen/Lardenbach. Im Moment geht man davon aus, dass die Arbeiten bis März vollendet sind. Der 14. März wird daher als Einweihungstermin genannt.

Zur Einweihung der Gaststätte Bukow wird der Ortsbeirat ein Geschenk überreichen. Hierzu stellte man fest, dass der neue Inhaber der Gaststätte "Zur Erholung" Herbert Bukow, genauso wie die Vorgänger Irmtraud und Walter Bingel, die Räumlichkeiten zur Ortsbeiratssitzung sowie den Wahlen weiterhin zu Verfügung stellen wird.

Bei der Sitzung anwesend waren Manfred Daniel, Hermann Loob, Thomas Zabel und Herbert Kühn. Gefehlt haben Dieter Faust und Stephan Volp.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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16. Januar 1992

Ortsbeirat Klein-Eichen

Der Bürgermeister und Gemeindewahlleiter Damaschke lässt am 16. Januar 1992 in der Grünberger Heimat Zeitung veröffentlichen: Das gewählte Mitglied des Ortsbeirates Klein-Eichen, Herr Gerhard Schildwächter, muss aus Gründen des $ 37 HGO (Hinterungsgründe) aus dem Ortsbeirat Klein-Eichen mit sofortiger Wirkung ausscheiden.

Als nächstes, noch nicht berufenes Mitglied des Wahlvorschlages Liste 6 - FBG - wurde Herr Herbert Kühn in den Ortsbeirat Klein-Eichen berufen. Das Ausscheiden und das Nachrücken wird gemäß $ ... festgestellt und gemäß $ ... bekannt gemacht.

In der nächsten Ortsbeiratsitzung wird Herbert Kühn auch als Nachfolger von Gerhard Schildwächter zum Schriftführer gewählt.

 

 

 

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