| 22. Dezember 1996 | Adventssingen in FreienseenBeim Adventssingen in Freienseen boten die Chöre aus dem Dorf im Seenbachtal zusammen mit Sängerinnen und Sängern aus Lardenbach und Klein-Eichen und dem Posaunenchor am Sonntag abend den vielen Besuchern in der Kirche einen besinnlichen Abend. Pfarrer Ulf Häbel ergänzte das Programm mit Gedichten und Lesungen zwischen den Liedern und Posaunenstücken. Der Frauenchor Freienseen hatte nach Eingangsworten Häbels und einem ersten Stück des Posaunenchores mit einem Chor eröffnet. Der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen trug mit geistlichen Werken stimmungsvolle Lieder bei., ebenso wie der Männerchor aus Freienseen. Beeindruckender Abschluß der Gesangsdarbietungen war der Auftritt aller drei Chöre unter Leitung von Gisela Langohr. (gaz/os) |
| 20. Dezember 1996 | Liste zur KommunalwahlAn der Aufstellung der Kandidaten für die Ortsbeiratswahlen in Klein-Eichen am 2. März 1997 beteiligten sich am 20. Dezember 1996 im Versammlungsraum im "Backhaus" 22 Bürger. Zunächst gab Ortsvorsteher Manfred Daniel einen kurzen Überblick über die Arbeit der vergangenen vier Jahre. Die überparteiliche Zusammensetzung des Ortsbeirates und die von allen getragenen Entscheidungen seien von Vorteil für die Bürger des kleinen Grünberger Stadtteiles. Als Beispiel nannte er eben die Schaffung dieses Versammlungsraumes im ehemaligen Backhaus. Die in geheimer Wahl aufgestellte Kandidatenliste wird von Ortsvorsteher Daniel angeführt. Es folgen Hermann Loob, Dieter Faust, Werner Zimmer, Eduard Schmidt, Walter Müller, Dieter Bienek, Armin Becker, Norbert Dittrich, Heinz Lindenberger, Erhard Haeske, Andreas Weil, Erwin Kühn und Werner Schildwächter. Aus diesem Vorschlag können die Bürger dann sieben Personen auswählen. (Karl-Ernst Lind) |
| 15. Dezember 1996 | Weihnachtsfeier des MGVEiner jahrelangen Tradition entsprechend, gestaltete am Wochenende (14. und 15. Dezember 1996) der MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen wieder eine öffentliche Weihnachtsfeier für die beiden Dörfer. Damit verbunden war der erst seit wenigen Jahren durchgeführte Seniorennachmittag. Schwerpunkt beider Veranstaltungen war der Gesang und der Auftritt der heimischen Kinder, die mit ihren Darbietungen viel Freude bereiteten. Bei der Weihnachtsfeier eröffnete der gastgebende Verein vor der Begrüßung durch den Vorsitzenden Karlheinz Erdmann mit "Heute ist ein Tag der Freude". Mit gekonnt vorgetragenen Liedern folgte der Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung von Gisela Langohr. Mit einem abwechslungsreichen Programm warteten dann 28 Kinder aus Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke und Stockhausen auf, um das Weihnachtsfest dem Publikum näher zu bringen. Unter Einstuduerung von Doris Rühl und Sigrid Ruppel zeigten zunächst die kleinsten mit dem "Reigen der Tannenbäume" das Leben der Tannenbäume auf. Dem folgte das Spiel "Die vertauschten Wunschzettel", bei dem es neben der Gerechtigkeit auch um das Verzeihen und Vergeben ging. Mit dem vorgetragenen Aerobic-Tanz "When it is Christmas Time" begeisterte die Mädchentanzgruppe die Besucher. Zum Abschluß des Kinderprogrammes führten zahlreiche Mädchen und Jungen das Spiel "Geisterstunde beim Puppendoktor" auf. Dann stieg die Spannung im Saal, bis endlich der Nikolaus erschien. Das offizielle Programm beendete die nochmals auftretenden Sänger des Männerchores. Mit dem nahzu gleichen Programm sorgten alle Akteure am Sonntag für die Unterhaltung der Senioren der beiden Seenbachtalgemeinden. Als dankbare Ergänzung erwies sich jedoch der Auftritt der Senioren-Gymnastikgruppe, die unter Leitung von Fanny Voll ihr Können bewies. Mit dem Dank des MGV-Vorsitzenden an alle Mitwikenden, an Tontechniler Jürgen Maus und die Helfer und Kuchenspender wurde das Programm beendet. (Karl-Ernst Lind) |
| 24. November 1996 | WochenendhausbrandEin Raub der Flammen wurde am Wochenende ein Wochenendhaus in dem Wochenendgebiet Klein-Eichen, das in der Nacht zum Sonntag in Brand geraten war. Gegen 3 Uhr hatte ein Anwohner den hellen Feuerschein oberhalb von Klein-Eichen entdeckt und die Polizei alarmiert. Als wenig später die Feuerwehren aus Klein-Eichen, Lardenbach und Grünberg anrückten, brannte das Haus bereits lichterloh. Für das Gebäude gab es keine Rettung mehr. Noch am Sonntag morgen waren Männer der Grünberger Feuerwehr im Einsatz, um einige Brandnester abzulöschen. Über die Brandursache und über die Höhe des Sachschadens konnte die Polizei am Sonntag noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen dauern noch an. (gaz/tr) |
| 21. November 1996 | Baugebiet EichwiesenfeldGegen kritische Stimmen v. a. der SPD, die sich gegen eine Sonderbehandlung und Zersiedlung wandten und vor einem Präzedenzfall warnten, hat der Bauausschuss mehrheitlich empfohlen, dem Wunsch eines Anliegers im Neubaugebiet "Eichwiesenfeld" in Klein-Eichen zu entsprechen. Dieser will seine Parzelle nicht verkaufen, lieber möchte er sein Grundstück weiter landwirtschaftlich nutzen. Die Parzelle wird - sofern die Empfehlung vom Stadtparlament nachvollzogen wird - als Sonderfläche ausgewiesen und damit wäre hier keine Bebauung möglich. Als Ausgleich soll nun eine Fläche im Anschluß überplant werden, was natürlich die Erschließung verteuert. Die Alternative wäre die Umlegung gewesen, was etwa durch Einsprüche, zeitaufwändiger gewesen wäre. Einige Tage später hat sich der Haupt- und Finanzausschuss dem Votum des Bauausschusses angeschlossen. Danach wird dem Wunsch eines Anliegers im Neubaugebiet "Eichwiesenfeld" entsprochen, sein Grundstück bleibt von der Baulandumlegung ausgeschlossen. Der Eigner möchte seine Parzelle nicht verkaufen. Die Parzelle soll nun als Sonderfläche ausgewiesen werden. Ortsvorsteher und CDU_Stadtverordneter Manfred Daniel hatte im HFA nochmals dafür plädiert, den Anliegern enzgegen zu kommen und ihnen die landwirtschaftliche Nutzung weiterhin zu ermöglichen. "Planerisch nicht sinnvoll", meinte für die SPD Jürgen Schmidt, der aber ebenso Verständnis für die Anlieger äußerte. Ín der vom Bauausschuss geänderten Form hat die Magistratsvorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplan für die Fläche "Eichwiesenfeld" das Stadtparlament in der Sitzung vom 21. November 1996 dann passiert. Die Stadt kommt hier den Interessen eines Grundeigners entgegen. Dessen Areal wird nun nicht als Wohnbaufläche überplant, sondern bleibt als "Sonderfläche Landwirtschaft" ausgeklammert und geht mithin nicht in die Baulandumlegung ein. Als Ausgleich hat die Verwaltung Parzellen im Anschluß ans bisherige Plangebiet vorgesehen, weswegen teilweise längere Versorgungsleitungen erforderlich werden. Bei 25 Ja-Stimmen fand die Vorlage jedoch eine breite Mehrheit. (gaz/tb) |
| 17. November 1996 | VolkstrauertagIn einer Feier zum Volkstrauertag vor dem Ehrenmal auf dem Friedhof in Klein-Eichen gedachten zahlreiche Einwohner den Opfern der beiden Weltkriege. In der mit zwei Chören von dem Männergesangverein "Eintracht" umrahmten Veranstaltung stellte Pfarrer Tilman Schmidt in seiner Ansprache die Frage nach dem richtigen Trauern und nach der Bedeutung eines solchen Tages. Ortsvorsteher Manfred Daniel sah in seiner Ansprache den Volkstrauertag als Tag des Nachdenkens und der Besinnung an. Zum Abschluß seiner Ausführungen legte er einen Kranz am Denkmal für die Opfer der Kriege nieder. |
| 15. November 1996 | Lieder im HerbstDas Ziel. Kultur und den dörflichen Lebensraum zu verbinden, hat am Freitag (15. November 1996) der Klein-Eichener Arbeitskreis zur Rettung der Lebensfreude (K.A.R.L.) mit seiner im Dorfgemeinschaftshaus durchgeführten Veranstaltung "Lieder im Herbst" mit dem Duo "Rapunzel" vollends erreicht. Neben der nicht nur herbstlichen Volksmusik präsentierten die Klein-Eichener Kulturträger wieder alte Bräuche und altes Handwerk. Wobei das Spinnen und das Besenbinden von den Besuchern zu bewundern war. Viel Beachtung fanden auch die von dem K.A.R.L.-Vorsitzenden Werner Zimmer reproduzierten alten Fotos, die in einer eigenen Ausstellung die Erinnerung an das örtliche Leben in der "guten alten Zeit" aufleben ließen. Schwerpunkt des Abends war jedoch der Auftritt des auch durch den Hessischen Rundfunk bekannten Duos "Rapunzel". Die aus Dorlar stammenden Schwestern Cornelia und Sabine Schütz begeisterten mit ihrem zum Teil auch von ihren Eltern übermittelten alten Volksliedern das Publikum und regten zugleich zum Mitsingen an. Mit vielen mehr oder weniger bekannten Liedern aus mehreren Jahrhunderten und der eigenen Begleitung durch Querflöte und Gitarre wußten die seit zwei Jahren öffentlich auftretenden Sängerinnen in ihrer Originaltracht von der nördlichen Seite des mittleren Lahntales immer wieder zu überzeugen. Eingerahmt waren die Liedvorträge zumeist noch durch vorgetragene Gedichte und Geschichten aus der heimischen Region. Besonders angenommen wurde die Mundart, die zudem noch das Publikum anregte, ebenfalls das Programm mitzugestalten. So traten Ingrid Blauert, Marianne Scharmann und Anni Rudolph mit weiteren Mundartbeiträgen auf und gaben diesem einmaligen Abend eine weitere besondere Note. (Karl-Ernst Lind) |
| 09. November 1996 | SeenbachtaltreffenEine Neuauflage des traditionellen Seenbachtaltreffens der Chöre aus Lardenbach, Klein-Eichen, Stockhausen, Weickartshain und Freienseen gab es am Samstag (09.November 1996) im Dorfgemeinschaftshaus. Bei den alljährlich abwechselnd in einem anderen Ort stattfindenden Chorabenden geht es stets nicht nur um die Freude am Chorgesang, vielmehr wird auch die enge Verbundenheit der Vereine gelebt. Der gastgebende MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen (Leitung Ottmar Hasenpflug) eröffnete das Programm. Nach der Begrüßung durch den MGV-Vorsitzenden Karlheinz Erdmann zeigte sich auch Bürgermeister Damaschke über das Zusammenfinden der Vereine erfreut. Mit dem Treffen über Gemeindegrenzen hinaus werde die Verbundenheit mit dem Seenbachtal nach außen getragen. Das musikalische Programm wurde sodann mit dem Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung von Gisela Langohr fortgesetzt. Wobei Minette Kraft mit ihrem Solo überzeugte. Unter gleicher Leitung fand sich der Männerchor des GV "Liederkranz" Freienseen auf der Bühne ein. Viel Beifall erhielten auch die Aktiven des MGV Weickartshain (Leitung Helmut Buß). Eine tänzerische Einlage präsentierten die Gymnastikgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen, die unter Leitung von Sigrid Ruppel einen Volkstanz auf das Parkett legten. Unter ihrem neuen Dirigenten Alexandra Dick bewies der gemischte Chor des "Liederkranz" Stockhausen sein Können. Dem folgte der Frauenchor "Liederkranz" Freienseen, der mit Klavierbegleitung von Andrea Ziegler auftrat. Für eine lustige Abwechslung mit einem Sketch sorgten Gerda Weeke und Barbara Erdmann. Der musikalische Abschluß der gelungenen Veranstaltung war den Sängern aus Lardenbach und Klein-Eichen vorbehalten. Der Vorsitzende Erdmann dankte dem Programmansager Reiner Roth und dem Tontechniker Jürgen Maus sowie allen Helfern, bevor der offizielle Teil zu Ende ging. (Karl-Ernst Lind) |
| 25. Oktober 1996 | Zusammenarbeit der Wehren klapptEine gemeinsame Alarmübung führten am Freitag (25. Oktober 1996) die Freiwilligen Feuerwehren Lardenbach, Klein-Eichen, Stockhausen und Weickartshain durch. Annahme der alljährlich von den vier Wehren abwechselnd angesetzten Übung war diesmal ein Brand des Kindergartens in Lardenbach, bei dem mehrere Personen im Gebäude eingeschlossen waren. Die Alarmierung der Lardenbacher und Klein-Eichener FFW erfolgte über die Sirene. Nach Erkundung der Lage wurden dann die "Brandbekämpfer" aus Weickartshain und Stockhausen durch die Leitfunkstelle zur Verstärkung angefordert. Die Lardenbacher bemühten sich sodann unter Vornahme eines C-Rohres und unter unabhängigen Atemschutz vorrangig um die Personenrettung. Hierbei erhielten sie später weitere Unterstützung durch einen Atemschutzträger der FFW Weickartshain, die zudem einen Angriff auf das brennende Gebäude vornahm. Hierfür hatte die Wehr aus Klein-Eichen eine Wasserversorgung über den Zisternenanschluß in den Straße "Am Larbach" über die Seentalstraße bis kurz vor das Brandobjekt verlegt, die dann für den Löschangriff von den Weickartshainern genutzt wurde. Eine Brandbekämpfung mit mehreren C-Rohren nahm auch die Feuerwehr Stockhausen vor. Sie sorgte zuvor selbst für das von ihr benötigte Löschwasser, indem sie eine B-Leitung am Überflurhydranten beim Gerätehaus anschloß und bis zum brennenden Kindergarten verlegte. Bei einer abschließenden Besprechung im Schulungsraum des Gerätehauses bedankte sich der Lardenbacher Wehrführer Karl-Ernst Lind für die Einsatzbereitschaft und das harmonische Zusammenwirken aller beteiligten Wehren. (Karl-Ernst Lind) |
| 15. Oktober 1996 | WochenendgebietBürgermeister Damaschke eröffnete am 15. Oktober vom Rathausfenster den diesjährigen Gallusmarkt. Dazu hielt er auch den "Bericht zur Lage der Stadt". In dem stellte der Bürgermeister wieder seine Leistungen ins rechte Licht. Selbst eine Mauerwerkabdichtung am Kindergarten in Lardenbach fand eine Erwähnung. Und gerne wird auch die Bautätigkeit hervorgehoben. So konnte man erfahren, dass die Erschließung im Wochenendgebiet Klein-Eichen mit 600 000 DM abgeschlossen werden konnte. Von den 37 Grundstücken wurden inzwischen 29 veräußert. Einher geht damit auch die "Legalisierung" des Wochenendgebietes zu einem Wohngebiet für die Dauernutzung. |
| 12. Oktober 1996 | 30 Jahre SSVEin ausverkauftes Bürgerhaus und hervorragende Leistungen der auftretenden Gruppen waren das äußere Erscheinungsbild der Gymnastik-Show, die der SSV Lardenbach/Klein-Eichen am Samstag (12.Oktober 1996) bot. Anlass war das 30jährige Bestehen des Spiel- und Sportvereins. Das nicht gerade runde Jubiläum sollte in erster Linie der Gymnastikabteilung mit ihren verschiedenen Sparten eine Darstellungsmöglichkeit geben. So war neben dem Vereinsvorstand besonders diese Abteilung für die Show verantwortlich. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Thomas Mölcher hob Bürgermeister Damaschke die Verdienste dieser Abteilung hervor; die sich neben der jungen Generation insbesondere um die älteren Mitglieder kümmere. Grußworte übermittelten weiterhin die Vorsitzenden des MGV und der örtlichen Feuerwehr. Eingangs des Programms, durch das Alleinunterhalter Martin Eckhardt führte, präsentierten sich die drei gastgebenden Gruppen. Wobei gleich drei Generationen der beiden Dörfer auf der Bühne standen. Den Anfang machte mit einem "rythmischen Bewegungsspiel" zunächst die Seniorengruppe (Leitung Fanny Voll). Es folgte die Kindergruppe I des SV Altenhain mit einem "Westerntanz". Etwas fetziger zeigte sich danach die Kindergruppe II desselben Vereins, die ebenso unter der Leitung von Bärbel Frank und Birgit Gleske einen Discotanz zum besten gab. Viel Beifall gab es für die Akteurinnen des SV Sellnrod (Leitung Bärbel Dörr), die mit drei Tänzen unter dem Motto "Soundmix" aufwarteten. Südländisch dann die Power-Girls aus Saasen (Leitung Ulrike Schwartz und Susanne Moldan), die nach "La Cucaracha" tanzten. Unter der Leitung von Doris Rühl präsentierte sich der Nachwuchs des JUbiläumsvereins. Als "Erste Allgemeine Lardenbacher Verunsicheung" boten die zwölf Mädchen einen Tanz nach "Coco Jambo". Heimatliche Klänge mit einem Müllertanz erlebten die Besucher beim Auftritt der Tanzgruppe aus Altenhain (Leitung Sabine Meißner). Die Mädchen der Grünberger Karnevalistischen Vereinigung sorgten mit ihrem neuen Gardetanz für einen Höhepunkt. Unter der Leitung von Andrea Ernst gab die Gruppe des SV Harbach mit dem Tanz "They don't care about us" ihre Aufwartung. Volkstümlich erlebten die begeisterten Gäste dann die Gymnastikgruppe des SSV Lardenbach/Klein-Eichen mit dem Tanz "Watzenborner" (Einstudierung Sigrid Ruppel). Begeisterung fanden auch die "Ettingshäusener Kümmelbeul". Erinnerungen an Frankreich wurden von den "Filous" aus Wetterfeld mit einem Cancan geweckt. Es folgte die Gymnastikgruppe II des TSV Groß-Eichen, die für einen Showtanz ebenso viel Beifall erhielten wie die Gymnastikgruppe aus Weickartshain für ihren licht-effektvollen Showtanz. Begeisterung lösten die Gymnastikgruppen Wettsaasen, Dannenrod und Merlau aus. Den Abschluß machten die Aerobicgruppe Sellnrod sowie die "Bruchpetze Queckborn". Beim Finale wurden die Verdienste der Hauptorganisatorinnen Sigrid Ruppel und Gerda Weeke sowie des Tontechnikers Jürgen Maus gewürdigt. (Karl-Ernst Lind) |
| 09. Oktober 1996 | Ehemalige Bürgermeister aus dem LandkreisEhemalige und einige amtierende Bürgermeister des Landkreises kamen am 9. Oktober 1996 in Reiskirchen zusammen. Unter Leitung von Altbürgermeister Helmut Hofmann besuchen sie alljährlich eine der 17 Kreisgemeinden. 13 wurden bereits bei diesen Oktober-Treffen besichtigt, 1997 geht's nach Lollar. Beim Besuch am Mittwoch in Reiskirchen begrüßte Bürgermeister Klaus Döring 43 ehemalige und derzeitige Verwaltungschefs, darunter als ältesten den 90jährigen Fritz Etzelmüller. Man besichtigte den Pfarrhof, stellte sich vor der Sporthalle zum Foto auf und fand sich nach einem Besuch bei der Firma Weiss zum geselligen Beisammensein in der "Bergschänke" ein. (gl/gaz) |
| 23. September 1996 | Bauland im Kreis GießenIm Hessischen Staatsanzeiger vom 23. September 1996 wurden die Grundstückswerte veröffentlicht. Dabei reichte die Spanne der vom Regierungspräsidium ermittelten Grundstückswerte in den Städten und Gemeinden des Landkreises Gießen von 60 Mark pro Quadratmeter baureifes Land in mäßiger Lage von Climbach oder etwa Klein-Eichen bis hin zu 440 Mark in guter Situation in Lich. Baureifes Land in guten Lagen kostete allerdings nicht überall pro Quadratmeter mehr als 400 DM. Im Kreis Gießen traf dies, außer Lich, nur auf Großen-Linden, Leihgestern, Watzenborn-Steinberg, Wettenberg, Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar zu. Zur "guten Lage" oberhalb von 200 DM zählen u. a. Grünberg (Stadt) und Laubach (Stadt). Den Meter Bauland in guter Lage gab es unter 100 Mark hier nur - für 90 - in den Gemeinden Stockhausen, Klein-Eichen, Lardenbach, Climbach und Altenhain. In den letztgenannten Ortschaften fand sich zudem das am niedrigsten bewertete Bauland. In "mäßiger Lage" wurden dort pro Quadratmeter 60 Mark angesetzt. Bauland im Mischgebiet bei mäßiger Lage war schon zum Preis von 40 Mark zu bekommen. (no/gaz) |
| 22. September 1996 | CDU hält Bürgerfragestunde im "Backhaus"In der Reihe "Bürger fragen, Politiker antworten" veranstaltete der CDU-Stadtverband Grünberg am Sonntag, 22. September 1996, im ehemaligen Backhaus in Klein-Eichen einen politischen Frühschoppen. Ortsvorsteher Manfred Daniel leitete das Treffen. Erstmal wurde die Renovierung und Umbau des kleinen Versammlungsraumes ausdrücklich gelobt. Kritisiert dagegen wurde das Fehlen eines Hinweisschildes nach Klein-Eichen an der Kreuzung in Seenbrücke. An der Straßenkreuzung mitten im Dorf sei ein Verkehrsspiegel erforderlich, um gerade landwirtschaftlichen Fahrzeugen ein gefahrloses Einbiegen auf die Hauptstraße zu ermöglichen. In beiden Punkten konnte man sich nur bedingt den Gegenargumenten Bürgermeister Damaschkes anschließen. MdL Volker Bouffier, der als Gast der Veranstaltung beiwohnte, wird sich gelegentlich wegen dieser Punkte mit dem Straßenbauamt in Verbindung setzen. Zum Bauplatzmangel erläuterte Damaschke, dass es noch Verhandlungen zwecks Ankaufs bedürfe. Diskutiert wurden hiernach Themen wie Sparpaket, Steuerreform, Subventionen und Leistungsmißbrauch im sozialen Bereich. Bouffier befürwortete eine Vereinfachung der Steuergesetzgebung sowie der Verwaltungsvorschriften. Nach Bouffier beabsichtige die CDU u. a. auch eine Verwaltungsreform mit dem Ziel, dass Gemeinden und Kreise größere Entscheidungsspielräume im Umgang mit der Sozialhilfe erhalten sollten. (pm/gaz) |
| 09. September 1996 | GrenzgrabenfestMit einem stimmungsvollen Abend und einem zünftigen Frühschoppen, bei dem wieder die Tanzkapelle "Amigos" für Unterhaltung sorgten, begingen die Klein-Eichener "Grenzgrabenspritzer" das "Grenzgrabenfest". Die Veranstaltung am 08. und 09. September im Zelt bei Loobs auf dem Hof, direkt am Grenzgraben, verzeichnete wiederum einen guten Zuspruch. Neben dem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken erfreute am Sonntag Uli Wyche die Kinder am Schminktisch. (Karl-Ernst Lind) |
| 19. August 1996 | Ferienspiele mit Wolle"Rund um das Schaf" ging es dieser Tage (19. August 1996) beim gleichnamigen Projekt der Ferienspiele im Dorfgemeinschaftshaus. 16 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren bestaunten zunächst die Schafe der Familie Voll aus Klein-Eichen auf ihrer Koppel, ehe man sich auch das Wintergemach der Schafe, den großen Stall, ansah. Als nächstes hatte jedes Kind einmal die Gelegenheit, frische Kuh- oder Schafsmilch zu kosten und miteinander zu vergleichen. Sowohl Kuh- als auch Schafsmilch schmeckte den Kindern gut, wenngleich erstere einen etwas fettigeren Eindruck hinterließ, so die Stimme einer "Probekosterin". Nachdem man dann um die Mittagszeit ein gemeinsames Picknick veranstaltet hatte erhielt jedes Kind echte Schafwolle zum Bearbeiten: Zunächst wurde die Wolle gewaschen, ehe sie mit Hilfe von Silke Arbeiter-Löffert gesponnen wurde. Die gesponnene Wolle wurde dann mit Naturfarben gefärbt und verwoben. Die Webrahmen dazu wurden ebenfalls von den Kindern selber hergestellt. Den Stoff durften die Mädchen und Jungen dann mit nach Hause nehmen. Die Betreuerinnen Wiebke Kranz, Gabi Stephan und Lena Lauster hatten die Aufsicht über die Ferienspielkinder. (gaz/car) |
| 07. August 1996 | Grünberger ZahlenDie vor einigen Jahren vorgenommene Neukonzeption der Datenverarbeitung bei der Stadt Grünberg erlaubte es, eine umfangreiche Datensammlung zu speichern, fortzuschreiben und graphisch auszuwerten. Erstmals zusammengefasst wurde diese Sammlung 1993. Eingang darin fanden 1996 eine Reihe neuer Angaben über Ein- und Auspendler, Bodenrichtwerte oder etwa die Altstadtsanierung. Die Zahlen wurden in einem "Statistischen Jahrbuch" zusammengefasst und nun vorgestellt. Zum Beispiel registrierte man in der Großgemeinde 2901 Arbeitsplätze (1994); die wurden von 1398 Auswertigen besetzt. Das ergab dann in der Bilanz einen Überhang von 1581 Auspendlern. Oder zur Bautätigkeit wird festgestellt, dass 1994 genau 33 Ein-, 14 Zwei- und 36 Mehrfamilienhäuser und 103 Wohnungen fertiggestellt wurden. Dazu wurde angemerkt, dass man in der Kernstadt und auch in den Stadtteilen weitere Baugebiete neu ausweisen bzw. bestehende erweitern werde. Der Bodenrichtwert (reine Wohnbauflächen) lag übrigens in der Kernstadt bei maximal 250 DM/qm. Der niedrigste Wert wird für Lardenbach/Klein-Eichen mit 90 DM angegeben. Die Einwohnerzahl der Grünberger stagniert: 1995 war gar ein leichter Rückgang um 52 auf 13 784 Bürger mit 1. Wohnsitz festzustellen. Die Zweitwohnsitze hinzugezählt, waren es am 31. 12. 1995 jedoch 14 248 Einwohner. Die meisten wohnten in der Kernstadt, die wenigsten in Klein-Eichen. Und der Trend zeigt, dass die Gruppe der Alten immer größer wird. (gaz/tb) |
| 16. Juli 1996 | Lehrer Steinmüller verabschiedetAbschied von der Theo-Koch-Schule Grünberg: Robert Maushagen, der am 16. Juli 1996 sein 25jähriges Dienstjubiläum als Direktor dieser Schule feierte, verabschiedete an diesem Tag Lehrer Friedrich Wilhelm Steinmüller nach fast 40jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. Die Kollegen der TKS versüßten ihm den Abschied mit Gesang. Erleichtert stellte Steinmüller denn auch fest, dass er sich um die musikalische Erziehung keine Gedanken zu machen brauche. In einer kleinen Feier würdigte Maushagen Steinmüllers Engagement, dem es als Lehrer aus Leidenschaft nicht leicht gefallen sei, sich pensionieren zu lassen. Nach der Schulzeit in Beuern begann Steinmüller eine Weißbinderlehre im elterlichen Betrieb. Bald aber erkannte er, dass er dem eingeschlagenen Berufsweg auf Dauer kein Interesse entgegenbringen werden könne. Er machte das Abitur. Schon hier habe sein besonderes der Musik und speziell dem Orgel- und Violinunterreicht gegolten, wußte Maushagen zu berichten. Im Pädagogischen Institut in Weilburg baute er dann sein Interesse zum beruflichen Schwerpunkt aus, indem er Musik als erstes Wahlfach belegte. Station vor der TKS, an die er Ende 1967 kam, war u. a. die Leitung der Volksschule Lardenbach. Steinmüller habe stets davor gewarnt, Schule als Fortführung des Kindergartens zu sehen, sondern vielmehr als Hinführung zum Beruf und zur Arbeitswelt. Besonders erfreut habe ihn immer wieder die Zielstrebigkeit und die Bemühungen Steinmüllers um inhaltliche und formale Genauigkeit - im Fach Mathematik als auch in Musik. Sein Religionsunterricht sei vom Bestreben um den Erhalt christlicher Werte geprägt gewesen, zudem habe er auch als Kirchenvorstandsmitglied darauf geachtet, dass dieses Fach in der Schule nicht zu kurz kommt. Durch Steinmüllers Teilnahme am kulturellen Leben und sein Bemühen, mit den Eltern seiner Schüler einen regen Gedankenaustausch zu unterhalten, genieße er nicht nur ein großes Ansehen bei der Schulgemeinde, sondern darüber hinaus von Lardenbach bis Beuern. Maushagen abschließend: " Bleiben Sie dieser Schule und mir auch weiterhin verbunden und üben sie Kritik, wann immer es Ihnen notwendig erscheint." Im Namen des Personals dankte Klaus Lenhart besonders für die Kollegialität. (gaz/hz) |
| 14. Juli 1996 | EVG Wanderung des SSVDer SSV Lardenbach/Klein-Eichen e. V. veranstaltete am Wochenende (14. Juli 1996) seine nunmehr 15. EVG-Wanderung. An der auf dem Sportgelände in Lardenbach gestarteten Veranstaltung nahmen insgesamt 688 Wanderfreunde aus 41 hessischen Vereinen der Europäischen Volkssport-Gemeinschaft Deutschland teil. Bereits vor dem Beitritt zur EVG 1981 führte die auch als "Lardenbacher Speckmäuse" bekannte Wanderabteilung schon Volkswanderungen nach den Bestimmungen des Deutschen Sportbundes durch. Bei der Wanderung mit drei Strecken über 7, 12 und 20 Kilometer gingen am Samstag 202 Teilnehmer durchs Ziel. Für die acht siegreichen und alle der EVG angehörenden Vereine stellte der Veranstalter wertvolle Pokale zur Verfügung. Bei der Siegerehrung durch den Wanderwart Manfred Lind und den 2. Vorsitzenden Thorsten Schätzle nahm den Siegerpokal der JSV Lehnheim mit 67 Teilnehmern entgegen. Auf den Plätzen landeten die Berg- und Wanderfreunde Lindenstruth und die Volkssportfreunde Gießen. Weitere Pokale gingen nochmals nach Lehnheim, Ulfa, Lich und Ober-Seibertenrod. (Karl-Ernst Lind) |
| 06. Juli 1996 | K.A.R.L.-Fest im DGH"Zurück zum Steinbruch" war eigentlich das Motto für das K.A.R.L.-Fest am 6. Juli 1996. Doch das Wetter machte einen Strich durch dieses Vorhaben. Mit der Rückkehr des "Klein-Eichener Arbeitskreises zur Rettung der Lebensfreude" in den Klein-Eichener Steinbruch wurde es nichts. So wurde das Sommerfest ins Dorfgemeinschaftshaus verlegt. Das dieser Umzug dem mehr auf ein Open Air - Fest abgestimmte Programm keinen Abtrag tat, durften die Besucher am Samstagabend erleben. So etwa bei der Premiere der Licher Formation "B 8 Lich". Mit Musical-Melodien, Chansons und Soulstücken erfreuten die acht erstmals in dieser Besetzung auftretenden Sängerinnen und Sänger das Publikum. Für viel Stimmung sorgte "Chefkoch" Schorsch Gustl Appenzeller mit seinen zwei Leidenschaften Jonglieren und Kochen. Er beherrschte mit einer Selbstverständlichkeit das Jonglieren von Bällen, Messern und brennenden Fackeln wie auch das Balancieren dieser Gegenstände auf der Nasenspitze. Hierbei schloß er auch immer wieder die Besucher ein, die ihm bei seinen Kunststücken unterstützten. Einen zusätzlichen Auftritt gab es durch eine Trommlergruppe, die mit afrikanischen Klängen für Begeisterung sorgte. Die zumeist aus Oberhessen kommenden und von dem in Groß-Eichen lebenden Norbert Preissler geleiteten Musiker konnten durch die Unterstützung des aus Guinea kommenden Billy Nankouoa Konate mit einem Star ihrer Musik aufwarten. Den Höhepunkt des Abends lieferten "Medrow". Mit ihrer selbstgeschriebenen Songs zeigten die Gruppe mit Martin Buß (Schlagzeug), Heiko Schneider (Baß), Markus Pleimfeldner (Gitarre), Sonja Spasojevic (Geige) und Daniel Proske (Querflöte und Gesang) vielfältiges Können, von leisem Folk bis fetzigem Rock. K.A.R.L. aus Klein-Eichen und Umgebung hatte sich wieder allerlei einfallen lassen, um Landleben, Kultur und Generationen unter einen Hut zu bringen. |
| 30. Juni 1996 | Ortsdienerin legt Amt niederIn einer kleinen Feierstunde wurde am Sonntag (30. Juni 1996) im Sitzungsraum des Ortsbeirates Klein-Eichen, im früheren Backhaus, die langjährige Ortsdienerin Berta Funk verabschiedet. In Anesenheit von Ortsvorsteher Manfred Daniel und weiterer Mitglieder des Ortsbeirates, des ehemaligen Bürgermeisters und zudem als Ortsvorsteher tätigen Erich Funk sowie weiterer Besucher würdigte Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke die Verdienste Berta Funks, die am 1. September 1960 das Amt der Ortsdienerin angetreten hatte. Damaschke führte weiter aus, dass Frau Funk schon vor ihrer offiziellen Amtsübernahme in Vertretung ihres Ehemannes die Aufgaben eines Ortsdieners wahrgenommen habe. In den 36 Jahren habe sie bei ihrer Arbeit am ehesten den Wandel im Dorf miterlebt. Ihre auch heute noch genutzte Ortsschelle gelte somit als ein Symbol für den Wandel. Das Stadtoberhaupt sprach in diesem Zusammenhang auch die Hoffnung aus, dass die Nachfolgerin Roselinde Haeske, trotz der heute zumeist praktizierten städtischen Briefverteilung die alte Tradition des "Ausschellens" beibehalten werde. Im Namen der städtischen Gremien überreichte er schließlich ein Geschenk. Ortsvorsteher Manfred Daniel übergab im Namen des Ortsbeirates und zum Dank für die jahrelange gewissenhafte Erledigung ihrer Aufgaben ein Foto der wahrscheinlich ältesten Ansicht Klein-Eichens. Zudem erhielt Berta Funk eine Aufnahme, die sie bei der Ausführung ihres Amtes zeigt. Der Ortsvorsteher würdigte ebenso, dass sie ihre Amtsgeschäfte stets mit Freude und immer gewissenhaft ausgeführt habe. In ihren Dankesworten äußerte die allseits geschätzte Ortsdienerin, dass die Erfüllung dieses Amtes für sie eine Ehre gewesen sei. Die Niederlegung des Amtes falle ihr nach 36 Jahren doch schwer. Wie sie weiter erzählte, hatte sie bis zur Eingemeindung des Dorfes Anfang der 70er Jahre "mehr zu schellen". Etwa zweimal die Woche zog sie durchs Dorf, gab Mitteilungen des Landratamtes oder des Bürgermeisters weiter, kündigte den Besuch des Stoffrestesammlers oder Bettfederreinigers an. Auch bei der alljährlichen Viehzählung am 3. Dezember war sie damals, als noch fast jedes Haus seine Landwirtschaft hatte, sehr gefordert, mußte jedes Schwein und jede Kuh aufnotieren. Zuletzt, so Berta Funk, mußte sie nurmehr einmal im Monat zur Ortsschelle greifen. Den Großteil ihres Dienstes machte nun das Verteilen der städtischen Briefe aus. Am Freitag nun schellte Berta Funk ihren eigenen Abschied aus. Dazu hatte sie "was Richtiges aufgesetzt": "Liebe Klein-Eichener Bürger, ich habe heute die besondere Aufgabe, Sie zu informieren, dass ich zum letzten Mal mit der Glocke durchs Dorf gehe, denn ich habe gekündigt. Es war mir immer eine Ehre, diese Arbeit zu tun." Schließlich sagte sie auch ihre Nachfolgerin an, wünschte ihr gutes Gelingen sowie allen Klein-Eichenern viel Erfolg. (gaz/Karl-Ernst Lind/tb) |
| 22. Juni 1996 | SommerfestAm Samstag (22. Juni 1996) fand in der Schutzhütte auf dem Sportgelände das traditionelle Sommerfest des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen statt. Erstmals wurde das Fest mit dem MGV Lardenbach/Klein-Eichen durchgeführt. Bei der - bedingt auch durch das kühle Wetter - durchschnittlich besuchten Veranstaltung stand neben dem Gesang das Sonnenwendfeuer im Mittelpunkt. Trotz der kühlen Temperaturen erlebten die Besucher einen stimmungsvollen Abend, bei dem auch bestens fürs leibliche Wohl gesorgt war. (Karl-Ernst Lind) |
| 02. Juni 1996 | OrtssporttagZum Ortssporttag (2. Juni 1996) beteiligten sich am Fußballturnier der Dorfstraßen nur drei Mannschaften. Der Spiel- und Sportverein, als ausrichtender Verein, hatte das Problem des regnerischen Wetters gegen sich. Die Straßen-Fußballspieler traten in Spielen gegeneinander an, die von Schiedsrichter Arno Böcher geleitet wurden. Als Sieger des Turniers "triumphierte" schließlich das Team der Straßen "Am Helgenstock" und "Hölzchesweg". Der Tradition entsprechend, fand nachmittags wieder das Kinderfest statt. Die Kleinen hatten bei den allerlei angebotenen Spielen viel Spaß. Von den Verantwortlichen waren Sackhüpfen, Ringewerfen, Dosenwerfen und Eierlaufen angeboten worden. Zum Schluß erhielten die Nachwuchssportler zur aller Freude zahlreiche Preise. (Karl-Ernst Lind) |
| 27. Mai 1996 | Konfirmations-JubiläumMit einem von Pfarrer Tilmann Schmidt gehaltenen Abendmahl-Gottesdienst begingen am Pfingstmontag 13 Konfirmanden der Jahre 1936 und 1946 ihre Diamantene bzw. Goldene Konfirmation. Die in Lardenbach konfirmierten sowie die später nach Lardenbach und Klein-Eichen zugezogenen Jubilare gedachten an diesem Tag auf den Friedhöfen von Lardenbach und Klein-Eichen auch ihrer verstorbenen Mitkonfirmanden. Bei einem Mittagessen und dem anschließenden Kaffeetrinken im evangelischen Gemeindehaus wurden von den Anwesenden zahlreiche Erinnerungen an die Jugendzeit ausgetauscht. Diamantene Konfirmation feierten: Gertrud Böcher geb. Reimer, Elfriede Nickel geb. Dietrich, Dr. Rosemarie Ruppel geb. Spieker, Hedwig Kreiling geb. Keil, Tilli Lind geb. Hott, Marie Görnert geb. Müller und Anna Berg geb. Kratz. Goldene Konfirmation feierten Karl Schneider, Hilde Frankgeb. Keller, Heinrich Frank, Elfriede Reeh, Erwin Volp und Werner Siedler. (gaz/ld) |
| 16. Mai 1996 | Vatertag im SteinbruchEin weiteres Mal veranstalten die "Grenzgrabenspritzer" im Klein-Eichener Steinbruch die Feier zum Feiertag. Alt und Jung, nicht nur aus Klein-Eichen und Lardenbach, verbringen einen schönen Tag in geselliger Runde. Auch Stockhäuser zählten zu den Besuchern. Das Wetter war noch etwas frisch mitte Mai (16.05.1996). Zum Vatertag gehören für viele Männer feuchtfröhliche Bräuche, oft mit Bierkasten und Leiterwagen im Grünen. Schon seit einiger Zeit bieten an Christi Himmelfahrt die Klein-Eichener eine Anlaufstelle für solche im Umlauf befindliche Grüppchen. Die Mitglieder des Stammtisches der Feuerwehr versorgten alle mit reichlich Speis und Trank. Bis zum Abend wurde die Bewirtung aufrecht erhalten. |
| 09. Mai 1996 | Jagdgenossen und die ViehwaageDie Lardenbacher Jagdgenossen hielten am vergangenen Wochenende (9. Mai 1996) ihre Genaralversammlung ab. Dabei stellte Jagdvorsteher Heinrich Frank der Versammlung das von der Stadt Grünberg neu erstellte Jagdkataster vor. Jagdpächter Helmut Felsing berichtete vom konstanten Rehwildbestand, dessen Abschuss 1995 nach Plan erfüllt wurde. Nach lebhafter Diskussion einigten sich die Jagdgenossen darauf, die Viehwaage vorbehaltlich einer Zustimmung der Jagdgenossen Stockhausen/Klein-Eichen gemeinschaftlich zu übernehmen da die Nutzung nun auch durch die Landwirte des Nachbarortes erfolge. Durch den Umbau des Backhauses war die Klein-Eichener Viehwaage abgebaut worden. (-) |
| 01. Mai 1996 | Jugendliche renovierten Domizil im BürgerhausPünktlich zum 1. Mai konnten die Renovierungsarbeiten des Jugendraumes im Bürgerhaus fertiggestellt werden. Am Donnerstag abend stellten die Jugendlichen aus Klein-Eichen und Lardenbach zusammen mit Jugendpflegerin Silke Arbeiter-Löffert Bürgermeister Siegbert Damaschke die in Eigenleistung vollbrachte Arbeit vor. Das Stadtoberhaupt zeigte sich von der extravaganten Ausgestaltung des Raumes begeistert. Das Motiv der Raumwände - Sonne, Mond und Sterne - habe zwar anfangs große Diskussionen ausgelöst, doch konnte man sich letztlich durch geheime Abstimmung über die Ausgestaltung einigen, erklärte einer der Jugendlichen. Damaschke nannte es als eine gute Lösung, dass die Jugendlichen die Renovierung selbst in die Hände genommen haben, denn nur so könne man größeren Anteil am Besitz gewinnen; zudem werde das Zusammenwachsen der Gruppe gefördert. Dass die Stadt ein Drittel der Gesamtkosten übernommen hat, verstehe sich da von selbst. Ein weiteres Drittel erhoffen sich die 14- bis 21jährigen nun vom Kreis. (gaz/gni) |
| 27. April 1996 | Fahrt mit dem HeißluftballonAm Samstag unternahm man eine Fahrt mit dem Heißluftballon. Aufbau und Start war auf der Lang-Wiese an der Junker-Hans-Hecke. Pilot Dieter Lenz steuerte das Luftfahrzeug. Mittels des Auftriebs heißer Luft im Inneren des Ballons und des Windes ging die Fahrt gleich über die Dörfer Klein-Eichen und Lardenbach. Der Ballon machte seine Fahrt mit drei Passagieren und dem Pilot im Korb. In absoluter Ruhe ging es gemächlich in Richtung Süd-West. Der Landeplatz ergab sich dann kurz vor Münzenberg in der Wetterau. |
| 20. April 1996 | Theater nach 35 JahrenEine besondere Attraktion bot sich am Samstag (20. April 1996) den Besuchern des Vereinsabends: Erstmals seit 35 Jahren fand in Lardenbach wieder eine Theateraufführung statt. Veranstalter des Abends war der MGV Lardenbach/Klein-Eichen. Vorsitzender Karlheinz Erdmann begrüßte die Gäste im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus. Den Auftakt bildete ein gelungener Vortrag des MGV (Leitung Ottmar Hasenpflug). Eine Augenweide war der Show-Tanz der Damen des SSV (Einstudierung Sigrid Ruppel). Dann die Premiere der Theatergruppe Lardenbach/Klein-Eichen mit ihrem Stück "Wilhelm, wou worschte geweese?". Das Besondere an diesem Schwank war, dass Herbert Lach das Stück ins Oberhessische "übersetzt" hatte. Gemeinsam war das Stück von der Gruppe erarbeitet worden. Marie Luise Kratz hatte die Aufgaben der Souffleuse und die Regie übernommen. Die Komödie spielt im dörflichen Umfeld: Bauer Wilhelm Printel (Reiner Roth) erwacht nach durchzechter Nacht. Im Nebenzimmer findet er die aufreizende Tänzerin Fanny (Sigrid Ruppel). Unverhofft kommt Gattin Klothilde (Margit Müller) früher nach Hause. Da auch der Sohn Otto (Heinz Schwanke) mit seiner Verlobten Lorchen (Annita Schmidt) einen Besuch angekündigt hat, gibt Bauer Wilhelm Fanny als die zukünftige Schwiegertochter aus. Knecht Karl (Eduard Schmidt) und Magd Liese (toll gespielt von Doris Rühl) wittern den Komplott. Als Sohn Otto und kurz darauf Verlobte Lorchen eintreffen, spitzt sich die Situation zu. Für Aufklärung nach allgemeiner Verwirrung sorgte zum guten Schluß Vertreter Hans Hubert Maier, der sich als Verlobter von Fanny entpuppt. Zum Abschluß des gelungenen Programms sang nochmals der MGV. Mit Tanz und gemütlichem Beisammensein klang der Abend aus. (ret/gaz) |
| 05. April 1996 | MGV im AltenheimMit einer spannungsvollen Vorfreude warteten die Bewohner des Seniorenheimes "Am Grünen Berg" am Morgen des Karfreitags auf die Sänger des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen. Die nahezu 30 Sangesfreunde aus den beiden Grünberger Stadtteilen treten nunmehr im dritten Jahr an diesem Feiertag in dem Grünberger Altenheim auf. Unter der Leitung des Chorleiters Ottmar Hasenpflug wurden diesmal die mit viel Beifall bedachten 7 Chöre zum Besten gegeben. Im Namen der Bewohner und der Verantwortlichen des Grünberger Seniorenheimes dankte Karl-Otto Bingmann dem Chor für seinen abwechslungsreichen Auftritt. Neben der musikalischen Darbietung wünschte zudem der Erste Vorsitzende des Gesangvereins, Karlheinz Erdmann, allen Bewohnern des Seniorenheimes ein frohes und besinnliches Osterfest. (Karl-Ernst Lind) |
| 30. März 1996 | JHV des Obstbau- und KeltervereinsAn der vom ersten Vorsitzenden Hans Mölcher geleiteten Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Lardenbach/Klein-Eichen nahmen 31 der im Ganzen 60 Mitglieder teil. In seinem Tätigkeitsbericht stand die Anschaffung einer Motorsense und die Pflege der dem Verein übertragenen Baumstücke im Vordergrund. Ein Höhepunkt sei wieder das Sommerfest gewesen. Für die Durchführung dankte Mölcher besonders den Familien Eduard Schmidt, Karlheinz Erdmann, Arno Böcher und Klaus Weeke. Dankesworte gingen auch an Werner Frank für einen Arbeitseinsatz und Karl-Heinz Brenden für das Abwickeln des Kelterns. Nach der Bekanntgabe der Kassenlage durch Rechner Roland Voll wurde auf Antrag der Kassenprüfer, Bernd Kratz und Eduard Schmidt, dem Vorstand Entlastung erteilt. Zudem wählten die Mitglieder Lothar Pleik und Edwin Scharmann zu den neuen Buchprüfern. Thorsten Herdejost gab einen Bericht über die Kelterei. Aufgrund der letztjährigen geringer ausgefallenen Obsternte wurde die Anlage nicht so stark beansprucht. Das bedeutet nichtmitglieder hatten 138 Einsätze und die Mitglieder 27 Keltervorgänge. Im Zusammenhang mit dem Bericht über den 60 Stück umfassenden vereinsbetreuten Baumbestand forderte Mölcher die Mitglieder zur weiteren Pflege der Bäume auf. Das Sommerfest wird am 22. Juni erstmals zusammen mit dem Männergesangverein veranstaltet. (Karl-Ernst Lind) |
| 17. März 1996 | SpielerehrungBeim SSV Lardenbach/Klein-Eichen gab es vor dem Punktspiel der SG Lardenbach/Weickartshain gegen die SG Gonterskirchen/Freienseen am Sonntag eine Spielerehrung. Ausgezeichnet wurden Marcus Weeke für 250 Spiele, Frank Hollederer für 400 Spiele und Thomas Mölcher für ebenfalls 250 Spiele. Die Ehrung nahmen die Spartenleiter Rainhard Mölcher und Joachim Rühl sowie die aus ihrem Amt geschiedene 1. SSV-Vorsitzende Barbara Erdmann vor. (Karl-Ernst Lind) |
| 16. März 1996 | SSV JahreshauptversammlungIn Anwesenheit des Ehrenmitgliedes Reinhard Mölcher sen. und Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann zog am vergangenen Samstag (16. März 1996) der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung der Vorsitzenden Barbara Erdmann Bilanz des vergangenen Jahres. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Markus Werner und Karl Stojanek ging die Vorsitzende auf die zahlreichen Aktivitäten des 259 Mitglieder zählenden Vereins ein. Hierbei standen der Ortsvereinsabend, der Ortssporttag und das EVG-Wandern im sportlichen Mittelpunkt. In Zusammenarbeit mit zwei weiteren örtlichen Vereinen wurde die Lardenbacher Kirmes abgehalten. In den vom größten Ortsverein derzeit angebotenen Sparten Fußball, Gymnastik und Wandern sind 64 weibliche und 51 männliche Mitglieder aktiv.Den Kassenbericht legte Gerda Weeke vor, die ebenso wie der gesamte Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Ursula Berg und Helma Berg einstimmig entlastet wurde. Von einem Aufschwung bei den Seniorenfußballern konnte Abteilungsleiter Reinhard Mölcher berichten. Nach dem neunten Platz in der Sasion 1994/95 verzeichnete die erste Mannschaft mit dem neuen Trainer Fritz Piontek in der B-Klasse einen guten Start und übernahm einige Spieltage sogar die Tabellenführung. Wie auch die zweite Mannschaft stehe man zur Zeit auf dem sechsten Platz. Für die Altherren-Fußballer gab es bei sechs Spielen vier Siege. Von einer guten Beteiligung bei dem Kinderturnen berichtete Barbara Erdmann. Die regelmäßigen Übungsstunden würden den jüngsten Vereinsmitgliedern sichtlich Spaß bereiten. Von zahlreichen Auftritten und einem abwechslungsreichen Jahr der Damengymnastikgruppe informierte Waltraud Mölcher die Mitglieder. Erwähnung fanden hierbei der Auftritt beim Volksbank-Jubiläum und die Teilnahme an der Gymnastikshow in Groß-Eichen. Erfreut zeigte sich die Spartenleiterin auch über den Zugang von neuen Mitgliedern. Von Zuwachs konnte auch die Leiterin der Seniorengymnastik, Fanny Voll, berichten. Bei den insgesamt 39 Übungsstunden hatten sich 31 Damen beteiligt. Aufgetreten sei die Gruppe zudem beim Aktionstag in Beuern, bei der Gymnastikshow in Lehnheim sowie bei weiteren innerörtlichen Veranstaltungen. Auch das gesellige Wirken in Verbindung mit Ausflügen und einer Weihnachtsfeier sei gut angenommen worden. Für die Wanderabteilung erstattete Manfred Lind den Bericht. Bei der 1995 veranstalteten EVG-Wanderung waren 569 Teilnehmer zu verzeichnen. Aus dem Bericht des Tischtennis-Abteilungsleiters Frank Hollederer ging hervor, dass in der Sasion 1994/95 mit zwei Senioren- und einer Jugendmannschaft an den Verbandsspielen teilgenommen wurde. Hierbei sei die zweite Mannschaft in die Kreisklasse aufgestiegen. Die erste Mannschaft belegte in der Bezirksklasse Fulda West den fünften Platz. Erfolgreich sei man auch bei Grünberger Stadtpokal gewesen, wo man wiederum als Sieger hervorging. Für 15jährige aktive Vereinszugehörigkeit wurden anschließend die nicht anwesenden Thorsten Herdejost, Markus Reining und Markus Kratz mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die gleiche Auszeichnung erhielt Lilo Müller, die dem Spiel- und Sportverein nunmehr 25 Jahre die Treue hält. Die Vereinsnadel in Gold konnte die Vorsitzende an Christel Müller, Annita Schmidt, Joachim Rühl und Jürgen Maus für 25jährige aktive Vereinszugehörigkeit verleihen. Dieses Jubiläum begingen auch die nicht anwesenden Hansjürgen Böcher, Hartmut Erdmann, Klaus Hansel, Rudi Hassinger und Dieter Kühn. Volle Zustimmung durch die Mitglieder fand der Antrag des Vorstandes auf Änderung der Vereinssatzung im Bezug auf die Beschlußfähigkeit. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Thomas Mölcher für die nicht mehr kandidierende Barbara Erdmann zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als zweiter Vorsitzender fungiert nun Thorsten Schätzle. Einstimmig wiedergewählt wurden die Kassenwartin Gerda Weeke, Schriftführer Alexander Schätzle und Beisitzer Eduard Schmidt. Ebenfalls gab es ein einstimmiges Votum für den Fußballspartenleiter Reinhard Mölcher und dessen Stellvertreter Joachim Rühl. In der Gymnastikgruppe übernahm Sigrid Ruppel von Waltraud Mölcher die Leitung. Stellvertreterin bleibt in dieser Sparte Fanny Voll. Als neuer Leiter der Wanderabteilung übernahm Mafred Lind diese Aufgabe, wobei dessen Stellvertreter innerhalb der Abteilung bestimmt wird. Die Kasse wird in diesem Jahr von Norbert Dittrich und Sieglinde Mölcher geprüft. Der Abschluß der Versammlung oblag dem neuen Vorsitzenden Thomas Mölcher, der die Termine des Ortssporttages (2. Juni), der EVG-Wanderung (13. und 14. Juli) und einer aus Anlaß des 30jährigen Vereinsbestehens stattfindenden Gymnastikshow bekanntgab. (Karl-Ernst Lind) |
| 09. März 1996 | "Hilfe für Oliver" 1996Nach einem übereinstimmenden Beschluß der Verantwortlichen von sechs Vereinen und Gruppierungen aus Lardenbach und Klein-Eichen haben die Freiwillige Feuerwehr Klein-Eichen, die Freiwillige Feuerwehr Lardenbach, der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen, der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, der Obstbau- und Kelterverein Lardenbach/Klein-Eichen sowie die "Grenzgraben-Spritzer" aus Klein-Eichen einen Geldbetrag zur Unterstützung des an Blutkrebs erkrankten Saasener Schüler Oliver Sommerlad zur Verfügung gestellt. Die Vorstände und Mitglieder der örtlichen Vereine der beiden Grünberger Stadtteile hoffen, daß mit dem inzwischen auf eines der Spendenkonten eingezahlten Betrag dem jungen Patienten die notwendige Hilfe und somit auch eine hoffnungsvolle Zukunft zuteil wird. (Karl-Ernst Lind)
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| 08. März 1996 | Feuerwehren der Stadt GrünbergIn der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Grünberg am Freitag (8. März 1996) erinnerte Stadtbrandinspektor Frank Ide noch einmal an die Einsätze und Veranstaltungen des Jahres 1995. In den Wehren sind 309 Männer und vier Frauen aktiv. Diese Frauen und Männer hatten im Berichtsjahr 142 Einsätze zu bewältigen. Von den Ernstfällen entfielen auf Lardenbach zwei Einsätze. Die Wehr aus Klein-Eichen konnte sich auf den Übungsdienst beschränken. Die Feuerwehr aus Lardenbach nahm an Internationalen Wettkämpfen teil. Bürgermeister Damaschke vereidigte den neugewählten Wehrführer Rainer M. Mebus (Queckborn) und ernannte ihn zum Ehrenbeamten. Den Lardenbacher Wehrführer Karl-Ernst Lind beförderte der Bürgermeister und Stadtbrandinspektor zum Oberlöschmeister. Kreisbrandinspektor Battenfeld überreichte das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25jährigen aktiven Dienst u. a. an Gunter Berg aus Lardenbach. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 02. März 1996 | Die letzte "Männerbräut"In Anwesenheit des Grünberger Bürgermeisters Siegbert Damaschke, des Stadtrats Gerhold Knöß, des Lardenbacher Ortsvorstehers Karlheinz Erdmann sowie des Forstamtmanns Hans Beier fand am vergangenen Samstag (2. März 1996) unter der Leitung von Forstamtmann Karlheinz Keitzer erneut die inzwischen fest zur Tradition gewordene Lardenbacher Holzversteigerung statt. An der Feuerstelle im Pfortwald, unweit des eigens für die Versteigerung geschlagenen Buchenholzes, versammelten sich zur Mittagszeit zahlreiche Einwohner aus Lardenbach und Klein-Eichen, um sich auch in diesem Jahr mit den bereitstehenden 25 Raummetern Brennholz einzudecken. Für einen zügigen Ablauf sorgten wie gewohnt Forstamtmann Keitzer, Ortsdiener Hans Mölcher, Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann, der die Zuschläge erteilte, sowie Karl-Ernst Lind, der das alte Auktionsbuch führte. Dem Brauch entsprechend wurde auch diesmal wieder der „Erststeigerer“ in Form eines Fichtenbruches gekürt. Diese Ehre fiel Bürgermeister Siegbert Damaschke zu, der anschließend – wie es das Ritual vorsieht – eine Getränkespende übernahm. Mit etwas Wehmut verabschiedete die Lardenbacher „Männerbräut“ im Anschluss an die Versteigerung den für den Lardenbacher Wald zuständigen Forstamtmann Karlheinz Keitzer, der nach nunmehr 32 Holzauktionen seinen Dienst in Lardenbach beendet. Bürgermeister Damaschke dankte ihm für seine langjährige Arbeit und die verlässliche Durchführung dieser für Lardenbach bedeutsamen Veranstaltung und überreichte ihm ein Geschenk mit den besten Wünschen für die Zukunft. Auch Ortsvorsteher Erdmann würdigte Keitzers Engagement. Keitzer selbst bedankte sich bei allen Helfern, die ihn, während seiner über drei Jahrzehnte währenden Dienstzeit unterstützt hatten. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass diese Holzversteigerung auch künftig Bestand haben werde. Dem Wunsch des Bürgermeisters, der langjährige Leiter möge der Veranstaltung weiterhin als Gast verbunden bleiben, wolle er gern nachkommen. Für die Besucher aus Lardenbach, Klein-Eichen und der Umgebung zog sich die „Lardenbacher Männerbräut“, bei der die Lardenbacher Jugend an der Brandstelle im Wald die Bewirtung übernahm, bis in den späten Abend hinein. (Karl-Ernst Lind) |
| 29. Februar 1996 | "Privatstraße" aus Finanzplanung gestrichenWie bereits der HFA (Haushalts- und Finanzausschuss), empfahl am Mittwoch (07. Februar 1996) nun auch der Bauausschuss, die vom Magistrat eingesetzten 35000 DM für die Asphaltierung einer nur privat genutzten Straße zunächst aus dem Haushalt 1996 zu streichen. Sofern sich die drei Anlieger zur Zahlung der üblichen Beiträge (hier 90 Prozent) bereiterklärten, soll das Geld per Nachtrag etatisiert werden. Dieser Beschlußempfehlung ans Stadtparlament vorausgegangen war die Kritik von FDP-Sprecher Trüller, der das komplette Streichen des Ansatzes gefordert hatte. "Stillschweigend", ohne dass der Ortsbeirat etwas davon wußte, habe der Magistrat hier eine "Privatstraße" auf den Weg gebracht. "Nicht ganz richtig", hielt dem Bürgermeister Damaschke sinngemäß entgegen, zumindest ein "Teilwunsch" des Ortsbeirates werde hier erfüllt. Der habe nämlich gefordert, nur die ersten 10 bis 20 Meter an der Einmündung zur Landstraße zu befestigen. Doch das bringe nichts, und vor allem komme die vom Magistrat favorisierte Komplettbefestigung (80 bis 100 Meter) die Stadt angesichts der Anliegerbeiträge billiger. Über den Haushalt der Stadt Grünberg mit einem Gesamtvolumen von 40 Millionen DM hatten die Stadtparlamentarier am Donnerstag abend (29. Februar 1996) zu entscheiden. Es wurde festgestellt, daß der Haushalt eine Erhöhung der Schlüsselzuweisung und eine Senkung der Kreisumlage aufweise. Dazu unterstrich Bürgermeister Siegbert Damaschke, daß dies nicht die Großzügigkeit des Kreises sei, sondern, weil Grünberg finanziell nicht mehr so gut dastehe. Letztendlich wurde der Haushalt 1996 mit 21 Ja-Stimmen von CDU, FWG und FDP gegen 14 Nein-Stimmen seitens SPD und Grüne verabschiedet. Aus diesem Haushalt herausgenommen wurden vorerst die 35.000 DM für den Ausbau der Zufahrt zum Anwesen Günther Zimmer in Klein-Eichen. (Grünberger Heimat Zeitung/Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 23. Februar 1996 | Rückschau des GesangvereinsIn der gut besuchten Mitgliederversammlung (23. Februar 1996) des Männergesangvereins „Eintracht“ Lardenbach/Klein-Eichen, die vom 1. Vorsitzenden Karlheinz Erdmann geleitet wurde, gedachte man zu Beginn der verstorbenen Mitglieder Karl Stojanek, Karl Dörr und Emil Mölcher. Erdmann blickte anschließend in seinem Tätigkeitsbericht auf insgesamt 33 Auftritte des vergangenen Jahres zurück. Neben zahlreichen Ständchen prägten das 20‑jährige Chorjubiläum von Dirigent Ottmar Hasenpflug in Lardenbach/Klein-Eichen sowie das Hasenpflug’sche Chortreffen in Rüdingshausen das Vereinsjahr. Auch der musikalische Frühschoppen, das Seenbachtaltreffen, die öffentliche Weihnachtsfeier und der Seniorennachmittag gehörten zu den festen Programmpunkten. Darüber hinaus feierte der Verein sein 110‑jähriges Bestehen und gestaltete ein Konzert im Grünberger Seniorenheim. Ebenso beteiligte sich der Chor am Volkstrauertag und an verschiedenen kirchlichen Anlässen. Erdmann stellte abschließend fest, dass die Zahl der Auftritte die insgesamt 31 Singstunden, die zu über 90 Prozent besucht wurden, sogar übertroffen habe. Kassenwart Karl Heinz Hollederer erläuterte im Anschluss die finanzielle Lage des Vereins. Auf Antrag der Kassenprüfer Werner Siedler und Leo Müller wurde ihm sowie dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Die Versammlung beschloss außerdem, dass bereits praktizierte Singen zu 65. Geburtstagen weiterhin beizubehalten. Da die Jubilare Manfred Reining und Bernhard Nickel nicht anwesend waren, konnten die Ehrungen für 40‑jährige aktive Sangestätigkeit nicht persönlich vorgenommen werden. Beide erhalten ihre Auszeichnungen durch den Sängerbund und den Verein im Rahmen einer Veranstaltung in Rabenau‑Rüdingshausen. Ein wichtiges Anliegen bleibt weiterhin die Verstärkung des Chores, wozu Erdmann alle Mitglieder eindringlich aufrief. Für ihren regelmäßigen Singstundenbesuch wurden mehrere Sänger besonders gewürdigt. Werner Frank, Günter Felsing, Heinz Schwanke und Ernst Paha fehlten lediglich zweimal, während Edwin Scharmann, Werner Siedler, Hans Mölcher und Reiner Felsing nur eine Singstunde versäumten. Erich Dörr und Karl‑Ernst Lind nahmen sogar an allen Singstunden teil. Als Anerkennung erhielten alle Geehrten einen Weinrömer. Die Versammlung wurde vom Chor unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug mit drei Liedern musikalisch umrahmt. Zum Abschluss gab Erdmann einen Ausblick auf die bevorstehenden Aufgaben des Jahres 1996. (nach Karl-Ernst Lind)
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| 18. Februar 1996 | Fußball AH-StadtpokalMit einem Sieg des SV Harbach endete das Fußball-Hallenturnier (18. Februar 1996) um den Grünberger Stadtpokal, an dem acht AH-Teams aus Grünberg und den Ortsteilen mitwirkten. Der SSV Lardenbach/Klein-Eichen verlor allerdings seine drei Spiele in der Vorrunde. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 17. Februar 1996 | TischtennisZur ersten Mitgliederversammlung des im letzten Jahr gegründeten Tischtennisclubs Ilsdorf/Lardenbach konnte der kommisarisch eingesetzte Vorsitzende Dieter Kraft fast alle Mitglieder willkommen heißen. Im Anschluß an den Bericht des 39 Mitglieder zählenden Vereins bedankte sich Kraft besonders bei den zahlreichen fördernden Mitgliedern für die Unterstützung. Einen positiven Bericht erstattete auch Kassenwart Bernhard Sauer. Über die sportlichen Aktivitäten des jungen Vereins informierte Gunter Berg für die in der Bezirksklasse Mitte Gruppe zwei spielende erste Mannschaft, die derzeit mit zwei Punkten Rückstand zum Tabellenersten auf Platz zwei steht. Die zweite Mannschaft kämpft derzeit nach den Worten von deren Sprecher Karsten Berg um den Klassenerhalt in der Kreisklasse. Bei den Wahlen wurde der bisherige, die Vereinsgeschäfte wahrnehmende und im Jahre 1995 zuvor eingesetzte Vorstand, einstimmig gewählt. So bleibt das Amt des ersten Vorsitzenden in den Händen von Dieter Kraft. Dessen Stellvertreter ist Gunter Berg. Das Amt des Kassenwartes und das des Schriftführers führen weiterhin Bernhard Sauer und Frank Hollederer. Als Beisitzer fungiert Dieter Ruppel für die nächsten drei Jahre. Zu Kassenprüfern bestimmten die Mitglieder Klaus Weeke und Reinhard Mölcher jun. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 13. Februar 1996 | StandesamtnachrichtDie Standesamtnachrichten, veröffentlicht am 13. Februar 1996, führt unter Geburten für den 25.1. Ruben Thomas, Sohn von Barbara Schnorr-Weil und Andreas Weil, Am Kahlsberg in Grünberg - Klein-Eichen auf. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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| 12. Februar 1996 | 158 BlutspenderWie dringend Blut benötigt wird, zeigte sich am Montag (12. Februar 1996) beim Blutspendetermin in der Gallushalle, als bereits nach einer Stunde ein Kurier vom Blutspendedienst Frankfurt erschien, um die ersten Spenden abzuholen. Um so zufriedener waren dann auch die Verantwortlichen und Helfer des Verpflegungszuges im DRK Weickartshain, da trotz widriger Straßenverhältnisse 158 Spendenwillige, darunter zwölf Erstspender, den Weg in die Gallushalle gefunden hatten. Auch viele Mehrfachspender waren wieder erschienen. So konnten von Hannelore Scharmann u. a. Werner Siedler aus Klein-Eichen mit 75 Spenden und Heinz Schwanke aus Lardenbach mit 70 Spenden besonders geehrt werden. Brigitte Ruppel aus Lardenbach kam zur 15. Spende. Sie erhielt, wie auch andere Spender, die Ehrennadel in Gold. (Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 10. Februar 1996 | WasserverbrauchDie Umweltberaterin der Stadt Grünberg befasst sich auch mit der Trinkwasserversorgung und -qualität. Die Stadt Grünberg besitzt folgende eigene Fördereinrichtungen: Zwei Brunnen in Grünberg, Lardenbach, Quellgebiet Wohnfeld, Weickartshain und Weitershain. Die Stadtteile Göbelnrod und Klein-Eichen werden mitversorgt. Das Wasserwerk Mücke versorgt Stockhausen mit Trinkwasser, die Dieberggruppe beliefert beliefert mit Trinkwasser die Stadtteile Beltershain, Stangenrod, Lehnheim, Lumda und Reinhardshain, die Stadtwerke Gießen versorgen Queckborn. Seit 1993 ist ein merklicher Rückgang des Wasserbedarfs festzustellen. Sicherlich hat eine Bewußtseinsveränderung in der Bevölkerung stattgefunden. Die Mittelwerte der Parameter von Trinkwasseranalysen der einzelnen Brunnen zeigen, dass das Grünberger Trinkwasser recht gut einzustufen ist. In der Trinkwasserverordnung wurde der Nitratgehalt auf 50 mg/l festgelegt. Dieser Wert wird bei dem in Grünberg an die Verbraucher abgegebenen Trinkwasser weit unterschritten. Der Nitratgehalt liegt zwischen 5 - 36 mg/l. In der folgenden Aufstellung werden die Mittelwerte des Nitratgehaltes im Rohwasser dargestellt: Brunnen:
Abwasserentsorgung 1996Kommunales Abwasser setzt sich aus häuslichem Schmutzwasser und dem Abwasser der Gewerbebetriebe zusammen. Die jährliche Abwasseruntersuchung der Betriebe im Rahmen der Eigenkontrollverordnung werden von einem Institut für Wasser-, Abwasser- und Umweltfragen durchgeführt. Aufgrund der geänderten gesetzlichen Bestimmungen wurde auch die Abwassersatzung der Stadt Grünberg 1995 überarbeitet. Inzwischen sind ca. 88 Prozent der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Das städtische Kanalnetz ist überwiegend im Mischsystem angelegt, d. h. Schmutz- und Regenwasser werden in den gleichen Kanal eingeleitet und abgeführt. Das städtische Kanalnetz vergrößert sich Jahr für Jahr durch Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete. Um eine unwirtschaftliche Überdimensionierung von Kanalisation und Kläranlage zu vermeiden, werden Regenüberlaufbecken angeordnet, über die bei starken Regenfällen ein Teil des verdünnten Mischwassers in die Gewässer abgeleitet wird, so wie in dem neuen Überlaufbecken am Eichwiesenfeld in Klein-Eichen. (Grünberger Heimat Zeitung)
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| 07. Februar 1996 | Empfehlung der AusschüsseEine Deckung der 20 000-DM-Mehrausgabe für die Erschließungsplanung in Göbelnrod könnte aus Klein-Eichen kommen: Wie bereits der HFA, empfahl am Mittwoch (7.2.1996) nun auch der Bauausschuß, vom Magistrat eingesetzte 35 000 DM für die Asphaltierung einer nur privat genutzten Straße aus dem Haushalt 1996 zu streichen. Dieser Beschlußempfehlung ans Stadtparlament vorausgegangen war die Kritik, die das komplette Streichen des Ansatzes gefordert hatte. Stillschweigend, ohne das der Ortsbeirat etwas davon wußte, habe der Magistrat hier eine "Privatstraße" auf den Weg gebracht. "Nicht ganz richtig", hielt der Bürgermeister entgegen, zumindest ein "Teilwunsch" des Ortsbeirats werde hier erfüllt. Der habe nämlich gefordert, nur die ersten 10, 20 Meter an der Einmündung zur Landstraße zu befestigen. Doch das bringe nichts, und vor allem komme die vom Magistrat favorisierte Komplettbefestigung die Stadt angesichts der Anliegerbeiträge billiger. (Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 06. Februar 1996 | Windräder im VogelsbergDie im Vogelsberg in den letzten Jahren stark angestiegene Anzahl von Windkraftanlagen führt in der Bevölkerung zunehmend zu Diskussionen über Sinn und Zweck, Nutzen sowie finanzielle und ästhetische Auswirkungen dieser Technologie in der Landschaft des Vogelsberger Gebirgsmassivs. Wie der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Dr. Hans Heuser (Sellnrod), mitteilte, habe sich in ihrer letzten Sitzung die CDU mit dieser Thematik beschäftigt. Dabei sei das Für und Wider der Windräder im Vogelsberg diskutiert worden. Als Ergebnis dieser Beratungen werde die CDU-Fraktion für die Kreistagssitzung eine schriftliche Anfrage in den Kreistag einbringen. In dieser Anfrage werde gefragt, wieviele Windkraftanlagen im Vogelsberg aufgestellt worden sind. Bekanntlich war die Anlage in Grebenhain-Hartmannshain die erste dieser Art im Hessenlande gewesen. Weiter will die CDU-Fraktion wissen, für welche Standorte und für was für Anlagen im Vogelsbergkreis derzeit Genehmigungsverfahren laufen und ob im Jahre 1996 weitere Windräder aufgestellt werden sollen. Und die CDU war der Meinung, dass in den Kreisgremien überlegt werden müsse, ob und in welchem Umfang weitere Windkraftanlagen im Vogelsberg genehmigt werden können. (Grünberger Heimat Zeitung) |
| 25. Januar 1996 | Ehrung für LardenbacherAus Anlaß seiner 40 Jahre dauernden Tätigkeit als Ehrenbeamter in zahlreichen Funktionen und für verschiedene Dienstherren wurde am Montag (22. Januar 1996) im Grünberger Rathaus Helmut Felsing durch den Amtsrat Reiner Roth vom Amtsgericht Gießen geehrt. In Anwesenheit des Grünberger Bürgermeisters Siegbert Damaschke nannte Roth das Wirken von Helmut Felsing als aufopfernd und immer für das Gemeinwohl bedacht. So stand er bereits schon im Jahre 1952 an der Spitze der Lardenbacher Feuerwehr. Neben dem bis 1984 begleiteten Amt des Wehrführers setzte er sich auch zwischen 1972 und 1984 als stellvertretender Stadtbrandinspektor für die Feuerwehren der Großgemeinde ein. Trotz der Feuerwehraufgaben habe sich Helmut Felsing vom 26. Februar 1976 an auch noch das anspruchsvolle Amt des Ortsgerichtsvorstehers des Ortsgerichts Grünberg V für die Seenbachtalgemeinden Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain ausgeführt. Verbunden mit dem Dank und der Anerkennung überreichte Roth im Namen des Präsidenten des Amtsgerichts Gießen eine Ehrenurkunde. Dazu händigte er auch eine Ehrengabe des Landes Hessen an den Ehrenbeamten Helmut Felsing aus. Auch Bürgermeister Damaschke gratulierte dem immer hilfsbereiten Ortsgerichtsvorsitzenden. Nach den Ausführungen des Stadtoberhauptes sei dieses Amt als ortsnaher Ansprechpartner sehr wichtig. (Karl-Ernst Lind) |
| 19. Januar 1996 | Ortsbeiratssitzung am 19. Januar 1996Am Freitagabend, dem 19. Januar 1996, kamen alle sieben Mitglieder des Ortsbeirats im Backhaus zusammen: Dieter Bienek, Manfred Daniel, Dieter Faust, Hermann Loob, Walter Müller, Eduard Schmidt und Werner Zimmer. Die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan der Stadt Grünberg für das Jahr 1996 wurden ausführlich durchgesehen und besprochen. Stadtrat Linker und Ortsvorsteher Daniel beantworteten offene Fragen und gaben Erläuterungen. Die Investitionswünsche des Ortsbeirats wurden berücksichtigt. Bei der Abstimmung über die Stellungnahme zum Haushaltsplan stimmten sechs Mitglieder dafür, eines dagegen. Im November des Vorjahres hatte eine „kleine Verkehrsschau“ am Galgenbergsweg stattgefunden, ausgelöst durch den Wunsch nach einer Tempo‑30‑Regelung. Anwesend waren Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei und der Straßenmeisterei. Manfred Daniel verlas das Ergebnisprotokoll, in dem unter anderem festgehalten ist: „Im Galgenbergsweg ist nur Anliegerverkehr. Die Straße selbst hat nur ca. sieben Häuser. Eine Beschilderung ist nicht notwendig.“ Der Ortsbeirat nahm das Protokoll zur Kenntnis und stellte klar, dass er an diesem Verfahren nicht beteiligt war. Nach Auffassung des Gremiums soll die bestehende Halteverbotsbeschilderung im Galgenbergsweg bestehen bleiben. Die Stadtverwaltung teilte dem Ortsbeirat schriftlich mit, dass in der Lardenbacher Straße keine Bushaltestelle eingerichtet wird. Stattdessen soll die Schulbushaltestelle in der Sellnröder Straße vor der Maschinenhalle Schildwächter entstehen. Diese Entscheidung wird vom Ortsbeirat begrüßt. Am ehemaligen Standort der im Dezember 1995 abgebauten Telefonzelle ist eine flache Vertiefung zurückgeblieben. Da keine neue Telefonzelle vorgesehen ist, soll die Stelle ausgebessert werden – entweder durch eine Asphaltschicht oder durch das Aufstellen eines Blumenkübels. Zudem wird angeregt zu prüfen, ob sich dieser Platz künftig als Standort für den Weihnachtsbaum eignen könnte. (nach Protokoll) |
| 13. Januar 1996 | Feuerwehr LardenbachUnter den Anwesenden der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach konnte am Samstag (13. Janauar 1996) im Gasthaus Dietz erster Vorsitzender und Wehrführer Karl-Ernst Lind auch den Ehrenwehrführer Helmut Felsing und das Gründungsmitglied Reinhard Mölcher sen. willkommen heißen. Sein Gruß galt weiterhin den beiden Beitragskassiererinnen Annelore Rühl und Brunhilde Schwanke. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder Markus Werner, Herbert Wallenfels, Karl Stojanek, Karl Dörr und Emil Mölcher ging der Wehrführer in seinem Bericht auf das Geschehen im Jahre 1995 ein. Auf eine überaus positive Bilanz konnte Vorsitzender Lind im Bereich der Wettkämpfe hinweisen. Einen positiven Bericht vermittelte Kassenwart Herbert Rühl. Auf Antrag der Kassenprüfer Heinrich Frank und Dieter Ruppel wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Für den ausscheidenden Dieter Ruppel bestimmten die Mitglieder Reiner Roth zum neuen Kassenprüfer. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Jürgen Maus nahm die Ehrungen von Rudi Felsing, Helmut Lind und Karl-Ernst Lind für 25jährige Vereinstreue vor. Neben einer Urkunde verlieh er den drei Jubilaren auch die silberne Vereinsnadel. Befördert zu Feuerwehrmännern wurden vom Wehrführer Michelè Frank und Frank Pernak. (Karl-Ernst Lind) |
| 13. Januar 1996 | Hauptversammlung der FeuerwehrZur Mitgliederversammlung im Dorfgemeinschaftshaus der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen konnte am Samstag (13. Januar 1996) der Vorsitzende Dieter Faust und Wehrführer Christian Loob 30 aktive und passive Mitglieder im Dorfgemeinschaftshaus begrüßen. In seinem Jahresbericht ging der Wehrführer auf die 17 Übungen ein, die von den Mitgliedern der Einsatzabteilung besser hätten besucht werden müssen. Einen Einsatz im Jahre 1995 habe die Stadtteilwehr nicht zu verzeichnen gehabt. Aufgrund des fehlenden Nachwuchses würden zur Wahrung des Brandschutzes jedoch besonders die älteren Jahrgänge zur Übungsbeteiligung aufgefordert. Vereinsvorsitzender Dieter Faust erörterte die Aktivitäten des Feuerwehrvereins. Im Anschluß an den von Gerhard Schildwächter vorgelegten Kassenbericht und der auf Antrag der Kassenprüfer Eduard Schmidt und Erwin Kühn erteilten Entlastung des Vorstandes nahm Faust dann zahlreiche Ehrungen vor. Hierbei wurden für 30jährige Mitgliedschaft Albert Zimmer und Vorsitzender Dieter Faust ausgezeichnet. Für 25jährige Vereinstreue konnten Eduard Schmidt, Thomas Zabel, Karl Volp, Dieter Bienek, Karlheinz Hollederer sowie Klaus Hansel geehrt werden. Bei den anstehenden Wahlen zum Kassenprüfer bestimmte die Versammlung neben Eduard Schmidt noch Bernhard Köcke in das Amt. Als Beitragskassierer fungieren auch 1996 wiederum Timo Faust und Klaus-Dieter Bienek. (Karl-Ernst Lind) |
| 07. Januar 1996 | SternsingerZu einem großartigen Erfolg mit insgesamt über 2400 DM an Spendengeldern entpuppte sich die diesjährige Aktion des Dreikönigssingen der St.-Anna-Gemeinde Seenbrücke. Mit den elf Jungen und Mädchen aus Klein-Eichen, Lardenbach, Seenbrücke, Stockhausen und Weickartshain waren heuer auch wieder Kinder der evangelischen Gemeinden unterwegs, um ihren Altersgenossen in der "Dritten Welt" und im diesmal ausgesuchten Beispielland Indonesien zu helfen. Das Motto: "Gerechtigkeit für alle, damit Kinder heute leben können". Unter der Betreuung von Ingrid Heines, Gudrun Jung, Ulrike Koch, Klaus Lenhart, Ernst Paha und Beate Scharmann zogen Lena Braach, Manuel Heines, Katharina Koch, Markus Müller, Wotan Rau, Sonja Röhm, Stefanie Trüller, Ina Schötterl und Christina Trüller vom 4. bis 7. Januar 1996 von Haus zu Haus, um den Segen der Sternsinger zu bringen und eine Gabe der Liebe (Geld?) zu empfangen. Bei einem Abschluß-Dankgottesdienst in der St.-Anna-Kirche wurde den Spendensammlern besonders von Pfarrer Janusz Piotrowski Anerkennung ausgesprochen. Auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Christel Schultheiß, würdigte die Bemühungen der Kinder. Während eines Neujahrsempfanges, in der sich die nach den letzten Wahlen neue Amtsinhaberin den Gemeindemitgliedern vorstellte, zollte sie auch den Betreuern besonderen Dank. (Karl-Ernst Lind) |
| 07. Januar 1996 | KaminbrandRund 20 000 DM Sachschaden entstand am Sonntagmittag (7. Januar 1996) bei einem Kaminbrand in der Lardenbacher Straße in Klein-Eichen. Kurz vor 13 Uhr hatte Hausbesitzer Dieter Faust starken Brandgeruch wahrgenommen: das Dachgeschoß stand in Flammen. Dieter griff sich einen Feuerlöscher und ging - unterstützt durch Nachbarn, die weitere Feuerlöscher mitbrachten - gegen die Flammen vor. Noch bevor die Feuerwehren aus Lardenbach, Klein-Eichen und Grünberg anrückten, war der größte Teil des Feuers bereits gelöscht. Die Wehren nahmen dann mit Feuerlöschern Nachlöscharbeiten vor. So konnte ohne den Einsatz von Wasser der Schaden auf das Dachgeschoß begrenzt werden. Wie die Polizei in Grünberg mitteilte, ging das Feuer von einem Räucherofen, der im Dachgeschoß an den Kamin angeschlossen ist, aus. An die Brandstelle war auch Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke geeilt, der wie viele andere anfangs davon ausgegangen war, daß ein Dachstuhl in Brand geraten sei. Dank der schnellen Hilfe der Nachbarn konnte aber ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl verhindert werden. (Gießener Allgemeine Zeitung) |
| 04. Januar 1996 | Gebietsreform vor 25 JahrenDie Gebietsreform erhitzte vor einem Vierteljahrhundert die Gemüter. Ein Jahrzehnt voller Turbulenzen und einiger Mißerfolge war nötig, bis 1979 die Landkarte neu geordnet war. Erst nach der Auflösung der Stadt Lahn zum 1. August 1979 erhielt der Landkreis Gießen jenen Zuschnitt, der bis heute Bestand hat. Er umfaßt neben Gießen weitere 17 Städte und Gemeinden. Anfang der 70er Jahre sah das noch ganz anders aus: Ehe vor genau 25 Jahren, zur Jahreswende 1970/71, mit der Gründung der Großgemeinden Grünberg, Hungen, Laubach, Lich, Pohlheim und Reiskirchen die erste große Welle der Gebietsreform ins Rollen kam, zählte der Kreis 85 selbständige Gemeinden. Bis Silvester 1970 verringerte sich diese Zahl auf 53. Und noch ein Jahr später, Ende 1971, hatte der damalige Landrat Ernst Türk den vorläufigen Abschluß der freiwilligen Gemeindezusammenschlüsse und Eingliederungen vor Augen. Nur 18 Gemeinden, sagte er damals in einem Interview, hätten sich noch nicht im Sinne des Modellplanes für die Gebietsreform entschieden. Die 85 selbständigen Gemeinden, die zu Beginn des Jahres 1970 zum Landkreis Gießen gehörten, waren von ganz unterschiedlicher Größe: die winzigste, Winnerod, zählte nicht einmal 100 Einwohner. Klein-Eichen hatte damals 201 Einwohner und Lardenbach 418. Die meisten Kommunen bewegten sich irgendwo zwischen 200 und 1500 Einwohnern und waren damit immer noch zu klein, um aus eigener Kraft eine effektive Verwaltung und eine moderne Infrastruktur auf die Beine stellen zu können. Diesem Manko sollte die Gebietsreform abhelfen, deren Ziele Ministerpräsident Georg August Zinn 1967 in seiner Regierungserklärung formuliert hatte: "Es müssen ... entweder durch Zusammenarbeit oder durch Zusammenfassungen der Gemeinden neue Wege gefunden werden, um ihre Verwaltungskraft zu verbessern. (...) Es wird Sache der Gemeinden sein, sich zunächst selbst untereinander ... über die zweckmäßigste Form ihrer Zusammenarbeit zu verständigen." Ein Prinzip der Reform war die Freiwilligkeit; die Kommunen sollten sich nach Möglichkeit selbst zusammenraufen. Um ihnen dafür einen Anreiz zu geben, lockte das Land mit finanzieller Förderung. Der Kreisentwicklungsplan von 1968 nahm die heutige Gliederung des Kreises grob vorweg. Er enthielt Vorschläge zur Bildung von neun Großgemeinden mit so poetischen Namen wie etwa "Altes Waldrevier" (Raum Laubach) oder "Am Pfahlgraben" (Raum Pohlheim/Langgöns). Dem Namen nach ist nur eine der damals anvisierten Kommunen Realität geworden: Rabenau. 1969 folgte ein weiterer Vorschlag zur Raumordnung: Kreisverwaltung und hessisches Innenministerium hatten gemeinsam eine Modellplanung erarbeitet, die Landrat Türk am 18. Juli vorstellte. Sie stellte die Kommunen vor die Wahl: Zusammenschluß oder Verwaltungsgemeinschaft. Empfohlen wurden zwölf Gemeindegruppen als starke Verwaltungseinheiten, zudem sollte die Zahl der Kommunen um 30 Prozent reduziert werden. "Der vorgelegte Plan stelle kein Gesetz dar, sondern sei lediglich ein Angebot", zitierte die "Allgemeine Zeitung" damals Landrat Türk. Doch ganz so unverbindlich waren die Vorschläge dann doch nicht: Als Langsdorf 1971 Stadtteil von Hungen werden wollte, legte die Landesregierung ihr Veto ein. Argument: Diese Eingliederung entspreche nicht den Vorstellungen des Modellplanes für die Gemeindegebietsreform. In anderen Fällen waren Abweichungen aber doch möglich: So kam es etwa zur Bildung der Großgemeinde Staufenberg, die im Modell überhaupt nicht vorgesehen war. Unter allen Kommunen im damaligen Kreis Gießen hatten Heuchelheim und das bis dahin zum benachbarten Kreis Wetzlar zählende Kinzenbach als erste die Zeichen der Zeit erkannte: Sie schlossen sich schon am 1. April 1967 zusammen. Der erste große Schub der Gebietsreform jedoch erfolgte vor genau 25 Jahren: Zur Jahreswende 1970/71 wurden die sechs Großgemeinden Grünberg, Hungen, Laubach, Lich, Pohlheim und Reiskirchen ins Leben gerufen. Ein Jahr darauf folgten Allendorf/Lumda, Fernwald, Lollar und Rabenau mit sämtlichen Ortsteilen. Die Geburtsstunde der Stadt Staufenberg in ihrer heutigen Form schlug am 1. Juli 1974. Die letzte Welle der Zusammenschlüsse datiert vom 1. Januar 1977: Damals entstanden Buseck, Langgöns, Linden - und natürlich die Stadt Lahn, die allerdings nur 30 Monaten überdauern sollte. Nicht anders der Lahn-Dill-Großkreis, der sich von Inheiden im Südwesten bis hinauf nach Haiger an der Grenze zum Siegerland erstreckte. Beider schnelles Ende markierte den Anfang des Kreises Gießen in seiner heutigen Form: Seit dem 1. August 1979 gehören das bereits zum 1. Dezember 1970 gegründete Biebertal hinzu, dass in der Zeit vor dem Großkreis noch zum Kreis Wetzlar gezählt hatte, und Wettenberg, das - wie Heuchelheim - zu Lahn gehört hatte und dessen drei Ortsteile bis Ende 1976 eigenständige "WZ"-Kommunen gewesen waren. (Gießener Allgemeine Zeitung) |