12. Dezember 1992

Weihnachtsfeier des MGV

Mit einem beeindruckenden Programm, das neben den Auftritten des Männergesangvereins "Eintracht" und der Frauen des Kirchenchores hauptsächlich von den Kindern beider Dörfer gestaltet wurde, fand am vergangenen Samstagabend (12. Dezember 1992) die öffentliche, vom Gesangverein ausgerichtete Weihnachtsfeier statt.

Im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus begrüßte der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke neben den beiden Chorleitern Gisela Langohr und Ottmar Hasenpflug besonders auch die Kinder, die ihre Vorträge mit Sigrid Ruppel und Doris Rühl einstudiert hatten. In seiner Ansprache ging Schwanke auf die immer wieder angeführte friedvolle Advents- und Weihnachtszeit ein, die jedoch in unserer Zeit selbst in Europa den Frieden vermissenlasse.

Eröffnet wurde der Abend von den Aktiven des Männerchores, die den Zuhörern zwei Lieder vortrugen. Unter der Leitung von Gisela Langohr trat hiernach der Kirchenchor mit ebenfalls zwei Beiträgen auf. Das danach folgende Kinderprogramm wurde von Sebastian Sauer und Johannes Paha mit einem beim Publikum sehr gut ankommenden Zwiegespräch als "Wendelin und Valentin" eröffnet.

Es erklang dann von allen jungen Akteuren gemeinsam gesungen das Weihnachtslied "Kling Glöckchen", dem von Miriam Schmidt, Ann-Kathrin Zimmer, Daniel Schmidt, Andreas Ruppel, Andre Frank, Marcel Wagner, Liane Forgel, Stefanie Bukow, Michaela Rühl, Nina Böcher, Marina Heines und Manuel Heines dargebotene Advents- und Weihnachtsgedichte folgten.

Optisch erlebten die begeisterten und in weihnachtliche Stimmung versetzten Besucher nun einen von Jennifer Herber, Anne Hartmann, Johannes Herdejost, Anika Sauer, Katharina Stamm, Ann-Kristin Baron, Eric Hartmann, Daniel Schmidt, Jonas Herdejost, Marina Heines und Katharina Staiger dargebotenen Tanz in Weihnachtsmann-Verkleidung.

Mit dem Spiel "Der Weihnachtsbaum" überzeugten als nächstes wieder Ann-Katharina Zimmer, Jan Schmidt, Liane Forgel, Michaela Rühl, Wotan Rauh, Andrè Frank, Manuel Heines, Miriam Schmidt, Daniel Rühl, Nina Böcher, Marcel Wagner, Sebastian Sauer, Oliver Sauer, Andreas Ruppel, Jonas Herdejost sowie als Schneeflocken auftretenden Vanessa Rühl, Jennifer Herber, Anne Hartmann, Johanna Herdejost, Anika Sauer, Katharina Stamm, Ann-Kristin Baron, Marina Heines und Katharina Staiger, sie bekamen den entsprechenden Beifall.

Zum Abschluß des Kinderprogramms und bevor der Nikolaus schwer beladen mit Geschenken den Saal betrat, sangen die Kleinen in Klavierbegleitung von Gisela Langohr das zum Stück passende "O Tannenbaum". Nachdem der Nikolaus alle seine Geschenke verteilt hatte, beendeten die Frauen des Kirchenchores mit zwei Stücken und der Männerchor mit zwei Stücken den offiziellen Teil der Weihnachtsfeier.

Viel Abwechslung und weihnachtliche Stimmung kennzeichneten am Sonntag (13. Dezember 1992) den 1. Seniorennachmittag für die älteren Einwohner von Klein-Eichen und Lardenbach im Dorfgemeinschaftshaus. Ausrichter war ebenfalls der MGV "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen. Mit einem von dem Kirchenchor und mehr als 20 Kindern gestalteten Programm erfreute man die mehr als 120 Besucher.

Programmeinlagen gaben zudem die Seniorengymnastikgruppe des Sportvereins unter Leitung von Fanny Voll sowie Marianne Scharmann und Waltraud Berkenkamp mit ihrem Sketch "Geplagte Hausfrauen". Eröffnet wurde das Programm vom Kirchenchor, der unter der Leitung von Gisela Langohr zwei Chöre vortrug. In seiner Begrüßung ging der 2. Vorsitzende des Gesangvereins, Karlheinz Erdmann, auf die heutige Zeit mit Kriegen, aber auch den Alltagssorgen der Menschen ein, die man mit einigen frohen Stunden vergessen machen möchte.

Diesen Wunsch setzten sodann die Aktiven des Männerchores in die Tat um und boten unter Leitung von Ottmar Hasenpflug gekonnt zwei Lieder dar. Welche Freude das "Freude bereiten" den Kindern machte, bewiesen diese, als sie mit Liedern und Gedichten auf das Weihnachtfest einstimmten. Von Sigrid Ruppel und Doris Rühl eingeübt, erhielten sie den verdienten Applaus. Nach dem Kaffe, bei dem von den Ehefrauen der Sangesfreunde Kuchen gereicht wurde, beschlossen der Frauen- und der Männerchor mit einem weiteren Auftritt das Programm.

(Karl-Ernst Lind)

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8. Dezember 1992

Bauausschuß tagt

Aller Vorraussicht nach wird der vom Magistrat festgestellte Etatentwurf 1993 mit breiter Mehrheit vom Stadtparlament verabschiedet werden. Nach Sozial- und Umweltausschuß segnete am Dienstag auch der Bauausschuß einstimmig die Finanzplanung ab.

Unter anderem gab es kritische Anfragen von Grünen und SPD wiederum zum Ansatz Benutzungsgebühren der Deponie Lardenbach. Die Reduzierung von 100 000 auf 50 000 DM sei nicht nachvollziehbar, die Kontrolle der Anlieferer mangelhaft. Laut dem Bürgermeister sei eine Neuorganisation in Arbeit, und bei einzelnen Anlieferern war man wohl zu gutgläubig.

Auf Nachfrage erläuterte Damaschke, daß 93 Bebauungspläne für Queckborn, Harbach, Göbelnrod, Stangenrod, Weitershain, Lardenbach, Klein-Eichen und eventuell in Beltershain aufgestellt werden sollen.

(tb/Gießener Allgemeine Zeitung)

 
5. Dezember 1992

Obermeister der Fotografen-Innung

Die Fotografen-Innung Mittelhessen mit Sitz in Gießen hat einen neuen Vorstand mit einem neuen Obermeister an der Spitze gewählt. Dem neu gewählten Vorstand der Fotografen-Innung, deren Bezirk den Kreis Gießen, den Lahn-Dill-Kreis, den Kreis Limburg-Weilburg, den Vogelsbergkreis und den Wetteraukreis umfaßt, gehören Marlies Amling (Weilburg), Susanne Hofmann (Gießen), Alois Rödl (Dillenburg) und Richard Stephan (Gießen) an. Neuer Obermeister für den aus diesem Amt scheidenden Karl-Heinz Brunk (Gießen) ist Thomas Zabel (Alsfeld-Grünberg-Klein-Eichen).

Obermeister Thomas Zabel (46) geboren in Frankfurt, kam 1962 nach Grünberg, lernte Drogist und anschließend Fotograf. Er arbeitete in einigen Industriebetrieben und bestand 1973 in Frankfurt die Meisterprüfung im Fotografenhandwerk. 1974 eröffnete er sein erstes Fotoatelier in Grünberg. Ein zweites Studio folgte 1975 in Gießen, das er zugunsten eines modernen neuen Studios in Alsfeld im Jahre 1981 aufgab.

Wenngleich die Portraitfotografie das Steckenpferd von Thomas Zabel ist, beschäftigt er sich in seinen beiden Studios in Alsfeld und Grünberg/Klein-Eichen auch intensiv mit der Fremdenverkehrs- und Industriefotografie sowie Modeaufnahmen. Er gehört seit 1988 dem Innungsvorstand an und ist seit 1980 Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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27. Nov. 1992

Kandidaten der CDU

Bei der Mitgliederversammlung am Freitag ist Grünbergs CDU-Vorsitzender Wolfgang Hausmann zum Spitzenkandidaten für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung gewählt worden. Auf den weiteren Plätzen der Liste finden sich auch Manfred Daniel (Klein-Eichen), Karlheinz Erdmann (Lardenbach) und Karlheinz Berkenkamp (Lardenbach).

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 
22. Nov. 1992

Advents-Ausstellung

Im Dorfgemeinschaftshaus war am Sonntag eine gut besuchte Ausstellung mit Advents- und Weihnachtsartikeln. Gedrechselte Kerzen- und Blumenständer, Keramik- und andere Arbeiten der Klein-Eichener Künstlerin Christina Staiger-Volp sowie Seidenmalereien von Friederike Staiger und Beate Herdejost galt das Interesse der Besucher.

Ein festliches Flair erhielt die Ausstellung durch die 200 handgefertigten Gestecke sowie die verschiedensten Adventskränze und Tischdekorationen. Für das leibliche Wohl sorgten die Frauen des Kirchenchores mit selbstgebackenen Kuchen und Kaffee.

(Karl-Ernst Lind)

 
20. Nov. 1992

90. Geburtstag

Ihren 90. Geburtstag feierte am 20. November (1992) in Lardenbach Sophie Keller. Die in Klein-Eichen geborene Jubilarin war die älteste Tochter von Wilhelm und Wilhelmine Eckhardt. Ihr Bruder Wilhelm war nach dem Krieg Bürgermeister in Klein-Eichen. Nach ihrer Schulzeit arbeitete Sophie in der elterlichen Landwirtschaft. Nach ihrer Eheschließung im Jahr 1925 mit Reinhard Keller betrieb sie mit ihrem Ehemann eine eigene Landwirtschaft in Lardenbach.

Heute lebt die sehr rüstige Rentnerin, die noch regen Anteil am aktuellen Zeitgeschehen nimmt, im Haushalt ihrer Tochter Hilde (Die wiederum einen Klein-Eichener, Heinrich Frank, heiratete). Zu ihrem Geburtstag gratulierten neben zahlreichen Verwandten und Bekannten auch ihre drei Kinder, acht Enkel und sieben Urenkel. Die Glückwünsche der Stadt Grünberg übermittelte Bürgermeister Siegbert Damaschke, die des Ortsbeirates Ortsvorsteher Karlheinz Erdmann. Der evangelische Kirchenchor brachte Sophie Keller ein Ständchen.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

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15. Nov. 1992

VDK ehrt Mitglieder

Verdiente langjährige ehrenamtliche Mitarbeiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) zeichnete der Vorsitzende des Kreisverbandes Gießen-Land, Landrat a. D. Ernst Klingelhöfer, in einer kleinen Feierstunde im Anschluß an die Gedenkstunde aus Anlaß des Volkstrauertages in Kloster Arnsburg aus.

Ohne die tatkräftige Mithilfe dieser vielen ehrenamtlichen Funktionäre seien die Erfolge des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge nicht möglich gewesen, erklärte Klingelhöfer. Diese Organisation bemühe sich vor allem um die Anlegung und Pflege von Soldatenfriedhöfen in ganz Europa.

Die silberne Ehrennadel wurde u. a. an Erich Funk aus Klein-Eichen verliehen.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 
14. November 1992

Seenbachtaltreffen

Ihr Können stellten am Samstag (14. November 1992) einmal mehr die Gesangvereine des Seenbachtales bei ihrem Treffen im Dorfgemeinschaftshaus unter Beweis. Als gastgebender Verein konnte der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen neben den Vereinen aus Stockhausen und Weickartshain erstmals auch den Gesangverein Freienseen und den Kirchenchor Lardenbach/Klein-Eichen begrüßen.

Der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke hieß zudem noch die Chorleiter Gisela Langohr, Helmut Buß, Werner Berk und Ottmar Hasenpflug sowie die beiden Ortsvorsteher Manfred Daniel (Klein-Eichen) und Karlheinz Erdmann (Lardenbach) wie auch Pfarrer Tilmann Schmidt willkommen. Auch der später eintreffende Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke und der 1. Vorsitzende des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes Siegfried Wegener (Ruppertenrod) wurden begrüßt.

Musikalisch eröffnet wurde der Abend durch die Akteure des Gastgebers, die unter Leitung von Ottmar Hasenpflug zwei Chöre vortrugen. Als nächstes folgte der gemischte Chor "Liederkranz" Stockhausen, der unter Werner Berk auch zwei Chöre folgen ließ. Unter der Leitung von Helmut Buß brachte dann der Männergesangverein Weickartshain ebenfalls zwei Chöre zu Gehör. Nicht minder begeisterten im Anschluß dann unter der Leitung von Gisela Langohr die Sängerinnen des Kirchenchores Lardenbach/Klein-Eichen mit zwei Liedern. Auch der "Liederkranz" Freienseen und der Männerchor Freienseen wurden von Gisela Langohr dirigiert. Für eine schwungvolle Abwechslung sorgten im Programmablauf die Damen der Gymnastikgruppe des Sportvereins, die unter Leitung von Annita Schmidt mit einem Tanz auftraten. Zum zweitenmal erlebten die Besucher dann den "Liederkranz" Stockhausen.

Es folgte der Höhepunkt des Abends, bei dem langjährige Sänger von dem Vereinsvorsitzenden des Sängerbundes geehrt wurden. Hierbei erhielten Edmund Glapa vom Männergesangverein Weickartshain und Heinz Schwanke von der "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen für 40 Jahre aktives Singen die Ehrennadel des Hessischen Sängerbundes überreicht. In seiner Ansprache würdigte Wegener besonders, daß beide Jubilare neben ihrer Freude am Singen schon lange Jahre als Vereinsvorsitzende tätig sind. Des weiteren zeichnete Wegener noch die Aktiven Norbert Rahn und Ulrich Werner aus Weickartshain für deren 25jährige Sangestätigkeit aus. Eine Auszeichnung nahm auch der 2. Vorsitzende des MGV Lardenbach/Klein-Eichen, Karlheinz Erdmann und der Schriftführer des MGV Weickartshain Klaus Biedenkopf vor.

Mit glanzvollen Auftritten, die die Zuhörer immer wieder begeisterten traten der Männerchor Weickartshain sowie der Frauenchor Freienseen im weiteren Programmverlauf auf. Dem gemeinsamen Auftritt der Frauenchöre aus Freienseen und Lardenbach/Klein-Eichen folgte die musikalische Einlage des Männerchores Freienseen. Zum Schluß gab es wieder einen Auftritt des Gastgeberchores.

Es folgten Dankesworte von Reiner Roth und des 1. Vorsitzenden Heinz Schwanke. Bürgermeister Siegbert Damaschke zeigte sich erfreut, daß auch der Verein aus Freienseen an diesem Seenbachtal-Treffen teilnahm und somit über Stadtgrenzen hinaus die Zusammengehörigkeit der "Seenbachtaler" dokumentiere. Schon immer habe diese Region gemeinsame Interessen und auch Freude am Lied gehabt. Er hoffe, daß die hervorragenden Aktivitäten der Vereine Ansporn für die Jugend seien.

(Karl-Ernst Lind)

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13. Nov. 1992

FWG Kandidaten

Am Freitag trafen sich die Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft Grünberg, um ihre Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung, die Ortsbeiräte und den Kreistag aufzustellen. Die erstellte Liste umfasst 43 Kandidaten. Unter ihnen befindet sich auch Thomas Zabel aus Klein-Eichen.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 
04. Nov. 1992

Blutspende Auszeichnungen

Trotz umfassender Fußballübertragungen waren am Mittwoch in der Gallushalle 136 Personen dem Aufruf des DRK zum Blutspenden gefolgt. Für einen reibungslosen Ablauf zeichnete der Verpflegungszug des DRK Weickartshain verantwortlich. Neben zwei Erstspendern konnte für seine 50. Spende Friedel Hedrich (Grünberg) mit Nadel und Urkunde sowie einem Zinnteller ausgezeichnet werden.

Weitere Mehrfachspender waren u. a. Werner Siedler (Klein-Eichen, 65. Spende), Bernhard Horst (Lardenbach, 64. Spende), Heinz Schwanke (Lardenbach, 61. Spende) und Gunter Berg (Lardenbach, 25. Spende).

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 
01. Nov. 1992

Pferde Herbstschau

Zu einem bedeutenden züchterischen Ereignis wurde wiederum die 44. Herbst-Kreispferdeschau des Kreispferdezuchtvereins Gießen, die traditionell in Verbindung mit dem Allerheiligenmarkt am Sonntag in Hungen stattfand. Zum zweiten Male waren die heimischen Pferdezüchter Gast in der Reithalle des Reit- und Fahrvereins Horlofftal Hungen.

Mit gewohnter Routine sorgte Geschäftsführer Klaus Biedenkopf für einen präzisen Ablauf. Im Hintergrund stellte Dagmar Biedenkopf in der Meldestelle die Weichen für einen zügigen Ablauf. Im Ergebniss der Klasse VI: 7- bis 12jährige Stuten wurde Werner Biedenkopf aus Klein-Eichen mit Id prämiert.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 
28. Oktober 1992

Ortsbeiratssitzung

Am Mittwochabend (28. Oktober 1992) fand in Klein-Eichen eine Ortsbeiratssitzung unter Leitung von Ortsvorsteher Manfred Daniel statt. Nach eingehender Beratung wurde die 1. Nachtragshaushaltssatzung 1992 mit dem Nachtragshaushaltsplan einstimmig angenommen. Dies schon wegen dem rund 200 000 DM hohen "Nachschlag" fürs Dorfgemeinschaftshaus. Der Ortsbeirat weist aber darauf hin, dass die vorgesehenen Maßnahmen auch umgesetzt werden.

Weiter beschäftigte man sich mit den Vergaberichtlinien für Bauland. In der Vorlage noch enthalten, aber bereits aus dem Geschäftsgang genommen waren die von der Verwaltung favorisierten Extra-Richtlinien fürs "Baumgartenfeld". Der Ortsbeirat sprach sich dennoch und "bewußt" für die Alternative II aus, die für verschiedene Interessensgruppen je fünf Bauplätze im "Baumgartenfeld" vorsieht. Dies auch, um eine schnellere Vergabe zu erreichen.

Was die Bauerei in Klein-Eichen anbelangt, sollten Vergaberichtlinien erst dann beraten werden, wenn wieder öffentliches Bauland in dem Stadtteil zur Verfügung steht.

Als neuer Punkt auf der Tagesordnung stand die Kommunalwahl 1993. Hier ging es insbesondere um den Standort des Wahllokals. Der Ortsbeirat wurde vom Grünberger Wahlleiter angesprochen, ob die Klein-Eichener ihr Wahllokal nicht nach Lardenbach ins neue DGH verlegen könnten. Da der bisherige Gastwirt in Klein-Eichen aber weiterhin seine Räume zur Verfügung stellen will, kam es zu einer energischen Ablehnung durch den Ortsbeirat. Es wurde hier besonders an die älteren Bürger gedacht, denen oft schon kurze Wege schwerfallen.

Unter Mitteilungen gab der Ortsvorstehrs bekannt, dass die Bäume am Dorfgemeinschaftshaus noch nicht gepflanzt sind. Dies werde aber nachgeholt, und zwar in Eigenleistung durch beide Ortsbeiräte und weitere Helfer. Auch werde für das DGH eine Kaffeemaschine angeschafft.

Bei dieser Sitzung des Ortsbeirates in der Gaststätte Bukow waren anwesend: Manfred Daniel, Hermann Loob, Thomas Zabel, Herbert Kühn, Dieter Faust und Stefan Volp.

(Grünberger Heimat Zeitung/Gießener Allgemeine Zeitung)

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23. Oktober 1992

Kandidatenliste der SPD

Am Freitag fand im Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen eine Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Grünberg statt, die ganz im Zeichen der Kommunalwahl 1993 stand. Kandidaten aus Klein-Eichen oder Lardenbach stehen nicht auf der Liste.

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
14. Oktober 1992

Bezirkstierschau zum Gallusmarkt

Herrliches Wetter, gute Zuchtergebnisse und einige tausend Besucher, so die zusammengefasste Bilanz für die 12. Bezirkstierschau, die gestern im Rahmen des 512. Gallusmarktes in der "Au" stattfand. Allein 88 "gemischte Rinder" und 56 Schafe waren bei dieser im Kreis Gießen einzigartigen Schau zu sehen. Angeschlossen war auch ein Pferde-, Rindvieh-, Schweine- und Ferkelmarkt.

Unter den Preisträgern der Tierschau waren u. a. auch Roland und Gudrun Voll aus Klein-Eichen für die beste Altschafsammlung Schwarzköpfige Fleischschafe.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

 
10. Oktober 1992

Ortsvereinsabend

Unter Beteiligung fast aller örtlicher Vereine fand am Samstag, dem 10.10.1992 im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus der diesjährige Ortsvereinsabend der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen statt. Begrüßen zu dieser schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung konnte der 1. Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach Karl-Ernst Lind neben den Vereinsmitgliedern und der Bevölkerung auch den Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke, die beiden Ortsvorsteher Manfred Daniel, Klein-Eichen und Karlheinz Erdmann, Lardenbach. Willkommen hieß Lind auch den Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Schmidt, Pfarrer Tilmann Schmidt und den Chorleiter Ottmar Hasenpflug. Sein besonderer Willkommensgruß galt aber den Damen und Herren aus dem früheren Sensburg und dem heutigen Mragowo, die anlässlich der Partnerschaftsunterzeichnung derzeit in der oberhessischen Fachwerkstadt weilen.

Der Vereinsvorsitzende ging u. a. auf das Verhältnis der Vereine untereinander ein. Er erhoffe sich dabei auch, dass die ausgezeichnete Zusammenarbeit der letzten Jahre in Zukunft Bestand heben mag. Sein Dank galt zugleich den Vereinen und Vereinigungen, die diesen Vereinsabend mitgestalteten. Bevor dann der Ansager des Abends Reiner Roth seine Aufgabe wahrnahm, tauschten der Lardenbacher Feuerwehrvorsitzende und der Bürgermeister von Mragowo Gastgeschenke aus.

Eröffnet wurde hiernach das Programm von dem Männergesangverein Lardenbach/Klein-Eichen,der unter Leitung von Ottmar Hasenpflug mit zwei Chören erfreute. Ein Novum war im Anschluss der Auftritt der Senioren Gymnastik-Gruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen, die mit ihrer gekonnt vorgetragenen Darbietung unter der Leitung von Fanny Voll nicht um eine Zugabe herumkam.

Viel Interesse und Beifall fand als nächstes der Dia-Vortrag der Klein-Eichener Freiwilligen Feuerwehr und des Klein-Eichener Vereins zur Rettung der Lebensfreude (K.A.R.L.) mit z. T. nicht alltäglichen Bildern aus den beiden Orten, die von Werner Zimmer ins rechte Licht gesetzt wurden.

Viel Spaß bereiteten sodann Margit Müller und Eduard Schmidt von den Klein-Eichener Grenzgrabenspritzer den Gästen mit ihrem Sketch Ehestreit, der keine Lachmuskel im Saal ohne Anspannung ließ. Viel für das Auge boten nun die Damen der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen unter der Leitung von Annita Schmidt mit einer Tanzdarbietung, die ebenfalls mit viel Applaus bedacht wurde.

Recht lustig ging es bei dem Beitrag der Motorradfreunde Lardenbach/Mücke zu, die mit ihrem Sketch das beschwerliche Leben eines Fahrlehrers während einer Unterrichtsstunde dokumentierte. Zum Abschluss des Abends traten nochmals die Männer des Gesangvereins Eintracht auf, die mit weiteren drei Chören ihr Können unter Beweis stellten.

In seinem Grußwort zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich der Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke bei allen Akteuren und bei den Vereinen, die diesen herrlichen Abend gestalteten. Seine besondere Anerkennung fanden hierbei die Damen der Seniorengymnastik, die trotz ihrer Lebensjahre im örtlichen Vereinsleben eine Bereicherung darstellten.

(Karl-Ernst Lind)

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01. Oktober 1992

Etatvolumen in Grünberg steigt

Die Finanzplanung der Stadt enthält eine "historische Marke": Erstmals übersteigt das Haushaltsvolumen die 40-Millionen-DM-Grenze, dies präsentierte gestern abend (1. Oktober 1992) der Bürgermeister den Stadtverordneten. Gegenüber dem "ordentlichen" Haushalt 1992 ist dies eine Erhöhung um nicht weniger als 4,1 Millionen DM auf 40,804 Millionen DM. Ein Zuwachs, der Ergebnis von höheren Investitionen wie höheren Ausgaben für die laufende Verwaltung sowie höheren Steuereinnahmen ist.

Der Bürgermeister führt unter anderem aus, dass die höheren Einnahmen aus den Abwassergebühren nicht für die Nachzahhlung an den Abwasserverband Ohm/Seenbach reichten. Die Mehreinnahmen aus dem Wassergeld von 60 000 DM werden laut Damaschke durch die Vorauszahlung auf die Grundwasserabgabe in etwa kompensiert. Die neu geschaffene Grundwasserabgabe war Anlass, kürzlich das Wassergeld um 0,55 DM auf 1,75 DM zu erhöhen.

250 000 DM müssen für das Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen nachfinanziert werden.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

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06. September 1992

Grenzgrabenfest

Am 5. und 6. September 1992 findet wieder das Grenzgrabenfest statt. Der Stammtisch der Feuerwehr, die Grenzgrabenspritzer, feiern bei Loobs auf dem Hof. Am Samstagabend füllt der Besucherandrang leicht das kleine Zelt. Das Tanzbein wird geschwungen und an Unterhaltung fehlt es nicht. Der Sonntag ist wieder dem Frühschoppen und den Amigos vorbehalten.

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29. August 1992

Internationaler Feuerwehrwettkampf

Am Samstag (29. August 1992) stand Lardenbach ganz im Zeichen eines großen Wettkampfes der Feuerwehren. Sechsundsechzig Gruppen mit insgesamt ca. 650 Feuerwehrleuten gaben sich auf dem Sportplatz ein Stelldichein, um ihre Leistungsstärke zu beweisen. Neben Teilnehmern aus den alten und neuen Bundesländern traten auch drei Gruppen aus Niederösterreich an.

Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Siegbert Damaschke galt es zunächst einen trockenen Löschangriff zu absolvieren. Bei dieser Übung mußte von jeweils einer Gruppe, bestehend aus neun Wehrleuten, eine mit Zubehör bereitstehende Tragkraftspritze zusammengesetzt und einsatzbereit gemacht werden. Dabei wurde von den Wettkampfrichtern die benötigte Zeit und die verursachten Fehler nach international anerkannten Richtlinien bewertet.

Der von Helmut Felsing vorbereitete und geleitete Wettkampf sah als zweiten Programmteil einen Staffellauf vor. Hierbei mußten von jeder Gruppe insgesamt 450 Meter zurückgelegt werden.

Bei der anschließenden Siegerehrung durch den Wehrführer der Lardenbacher Wehr, Karl-Ernst Lind, konnte die Wehr aus Eichen mit 421,80 Punkten den großen Pokal in Empfang nehmen. Zweiter wurde eine Mannschaft der Ausrichter, nämlich die Gruppe 1 aus Lardenbach mit 420,29 Punkten. In der Wertung mit Alterspunkten hatten ebenfalls die Eichener "die Nase vorn", gefolgt von den Lardenbachern. Bei den vier teilnehmenden Damenmannschaften wurde die Gruppe aus Bienenbüttel mit 392,63 Punkten Sieger.

Im Namen des Landrats dankte Kreisbrandinspektor Gert Battenfeld für die gezeigten Leistungen und gratulierte den Siegern. Nach den Ehrungen und Dankesworten kam natürlich auch die Geselligkeit nicht zu kurz.

(en/Grünberger Heimat Zeitung)

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25. August 1992

Zustand Backhaus August

Etwa 40 Jahre lang wird im Klein-Eichener Backhaus kein Brot und auch kein Kuchen mehr gebacken. Die Hälfte des unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkgebäudes, da wo der Backofen eingebaut ist, wird all die Jahre so gut wie nicht beachtet. Lediglich die Viehwaage im vorderen Teil wird z. Zt. noch genutzt.

Im November 1991 schließt sich der Ortsbeirat der Meinung der Bauabteilung im Rathaus an, den mittlerweile zusammengefallenen Backofen auszubauen und die Fachwerkwände zu sanieren. Über die weitere Nutzung des Gebäudes soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Schon seit Mai 1987 spricht sich der Ortsbeirat, trotz der da schon anlaufenden Planungen für ein Dorfgemeinschaftshaus, für einen extra Versammlungsraum in Klein-Eichen aus. Immer wieder wird dieser Wunsch in Grünberg vorgetragen. So auch im Januar 1992, als die Schaffung eines öffentlichen Versammlungsraumes gefordert wird, Und dies für den Fall, sollte es mal keine Gaststätte mehr im Dorf geben.

Im Juli 1992 hieß es dann: "Das Backhaus soll baulich so gesichert werden, daß eine spätere Nutzung als Backhaus oder eine andersartige Nutzung möglich ist." Offiziell war noch keine Rede davon in diesem Gebäude einen öffentlichen Versammlungsraum unterzubringen. Im August dann rückte der städtische Bauhof an und hat den Ofen mit Kamin abgebrochen.

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20. August 1992

Grünberger Stadtparlament tagte

Ziemlich friedfertig verhielten sich die Parlamentarier bei der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend (20. August 1992) in der Gallushalle. Mit großer Mehrheit fiel das Votum für eine Partnerschaft mit der polnischen Stadt Mragowo aus - 28 Ja-Stimmen, zwei Nein und vier Enthaltungen. Die Erklärung der Stadt Grünberg zur ABC-waffenfreien Zone ist hinfällig geworden im Hinblick auf die Entwicklung Ost und West und wurde von den antragstellenden Fraktionen, SPD und Grüne, zurückgenommen.

Die Satzung zur Erhebung von Erschließungs- und Straßenbeiträgen wird jetzt, laut Willens des Parlaments, der neuen Rechtsprechung angepasst. Hier geht es um Beiträge in Neubaugebieten und für die Erneuerung von bestehenden Straßen. Höhere Belastungen sollen dadurch nicht auf die Bürger zukommen.

Bei 31 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen wird das Wassergeld ab dem 1.1.1993 von 1,20 DM/cbm auf 1,75 DM/cbm erhöht. Dies resultiert daraus, dass das Land Hessen eine Grundwasserabgabe von den Gemeinden von 20 Pfennig pro Kubikmeter verlangt und jetzt der Bürger für die höhere Ausgabe mit aufzukommen hat.

Nach sechs Jahren Kampf ist es so weit: Das Parlament genehmigte die letzten Änderungen des Flächennutzungsplanes der Großgemeinde, der nun Rechtskraft erhält. Allerdings ohne das Klein-Eichener Wochenendgebiet "Galgenberg", das man herausnehmen und in einem eigenen Verfahren ordnen will. (Das "Wochenendgebiet" in Klein-Eichen wird auch heute noch zum einen vom Kreisbauamt in Gießen und zum anderen von der Bauabteilung im Rathaus unterschiedlich eingestuft.)

(mk/Grünberger Heimat Zeitung)

 
20. August 1992

Offizielle Einweihung der ersten Windräder im Vogelsberg

Der Windenergiepark Vogelsberg (Hartmannshain) wurde 1990 als erster deutscher Windpark in einem Mittelgebirge errichtet und diente jahrelang als Versuchsgelände und Testfeld dem vergleichenden Betrieb von Windkraftanlagen verschiedener Hersteller. Zugleich war der WEPV auch der erste Windpark in Hessen

Mit dem Windenergiepark Vogelsberg hat Umweltminister Fischer (Grüne) den größten Windenergiepark eines bundesdeutschen Binnenlandes (im August 1992) eingeweiht. Doch das sechs Millionen Mark teure, vom Land und den Oberhessischen Versorgungsbetrieben (OVAG) finanzierte Pilotprojekt blieb bislang hinter den Erwartungen seiner Betreiber zurück.

Nicht alle Räder, aber immerhin sechs von neun Windkraftanlagen standen still, als Fischer dem Energiepark "steifen Wind, störungsfreien Betrieb und vor allem zahlreiche Nachahmer" wünschte. Derzeit mangelt es aber noch an all diesen Dingen.

Mit einer Jahresproduktion von 1,038 Millionen Kilowattstunden ist die von Fischer angestrebte Schwelle der Wirtschaftlichkeit noch nicht in Sicht, der Preis für die Kilowattstunde mit 45 Pfennigen viermal höher, als der von traditionell erzeugtem Strom.

Nicht nur niedrige Windstärken im vorigen Jahr, auch technische Probleme an einigen Geräten und ein Blitzschlag, der im Juni vier Windräder lahmlegte, verdarben dem Windenergiepark die Bilanz.

OVAG-Experten gehen davon aus, dass die zwischen 22 und 30 Meter hohen Masten der im Vogelsberg erbauten Windkraftanlagen in Mittelgebiergslagen zu niedrig sind. Erst in 40 bis 50 Metern Höhe bläst der Wind in ausreichender Zeit mit mehr als 4,5 Meter in der Sekunde - das ist der Grenzwert, ab dem Windenergie rentabel wird.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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08. August 1992

K.A.R.L.-Fest

Am Samstag (8. August 1992) wurde das kleine Festival "Klein-Eichen bei Nacht" ein heißes Fest. Zu seiner sechsten Veranstaltung hatte der Klein-Eichener Arbeitskreis "K.A.R.L.l" in den Steinbruch eingeladen. Mit ein wenig Verspätung eröffneten die Jazzfreunde aus Lich bei hochsommerlichen Temperaturen das Programm. Nach und nach hatten sich zahlreiche Besucher aus nah und fern eingefunden, wozu auch ältere Bürger aus Klein-Eichen und Lardenbach zählten, die den Weg in den Steinbruch am Galgenberg nicht scheuten.

Dies wurde dann auch von der Nachwuchsgruppe die "Rollin Popcorns" belohnt. Mit fetziger Rock´n Roll Musik sorgten sie für Schwung. Die erst zwölfjährigen Musiker beherrschten ihre Instrumente fast schon wie alte Herren und übertrugen ihre gute Stimmung auf das Publikum. Passend zur warmen Sommernacht spielte Jupp Thorn auf, der mit melodischem Blues und Swing Stücken gut ankam. Bis in die frühen Morgenstunden ging es dann im Steinbruch noch "heiß" zu bei Musik und Tanz.

(Karl-Ernst Lind)

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29. Juli 1992

Ortsbeiratssitzung am 29. Juli 1992

Am Mittwochabend tagte der Klein-Eichener Ortsbeirat in der Gaststätte Bukow. Auf der Tagesordnung standen die jährlichen Wünsche des Rates für den Haushaltsplanentwurf. Oben auf der Liste stand die bauliche Sicherung des Backhauses. Diese sollte so ausfallen, dass eine spätere andersartige Nutzung möglich sei. Für das Wochenendgebiet wird der Anschluß an die Kanalisation gewünscht. Da keine öffentlichen Bauplätze in Klein-Eichen mehr vorhanden sind, soll eine Planung und Ausweisung eines neuen Baugebietes erfolgen.

Unterstützt wird ein Antrag des Lardenbacher Ortsbeirates den Weg vom Akazienweg zum Parkplatz des DGH auszubauen. Die Einmündungen der Feldwege zum Galgenbergsweg sollten nach Ansicht der Versammlung asphaltiert werden. Weitere Wünsche sind die Räumung des Grenzgrabens bis zum Seenbach hin, die Sanierung des Ehrenmals und der Grünanlage auf dem Friedhof und die Anschaffung von zwei neuen Spielgeräten für den Kinderspielplatz.

Des Weiteren soll sich die Stadtverwaltung beim Landkreis für eine komplette Erneuerung der Ortsdurchfahrt einsetzen. Die Fortschreibung eines Betrages zur Schaffung eines öffentlichen Versammlungsraumes im Dorf wird ebenfalls in die Liste aufgenommen. Und wie in jedem Jahr soll ein Betrag von 1 Mill. DM für den Bau eines neuen Hochbehälters vorgesehen werden.

Der Ortsbeirat formulierte auch einige Fragen an die Bauabteilung: Wann werden die Maßnahmen, die für das Jahr 1992 vorgesehen waren, denn endlich ausgeführt? Und man wünscht sich Informationen über den Stand des Bebauungsplanes für das Wochenendgebiet. Nach Ansicht des Ortsbeirates muss dieser immer über Bauvorhaben im Außenbereich informiert werden Dies war bei einem aktuellen Projekt nicht geschehen.

Ortsvorsteher Daniel teilt mit, dass beim neuen Dorfgemeinschaftshaus im Herbst Bäume durch freiwillige Helfer gepflanzt werden sollen. Zukünftig werden Gerhard Schildwächter und Stefan Volp als Schöffen zur Verfügung stehen. Thomas Zabel überreicht ein Fotoalbum zur Entstehung des Dorfgemeinschaftshauses. Bei der Erstellung dieses Albums waren er selbst, seine Tochter Melanie Zabel und Werner Zimmer beteiligt.

Bei dieser Ortsbeiratssitzung anwesend waren Ortsvorsteher Manfred Daniel, Hermann Loob, Thomas Zabel, Herbert Kühn, Dieter Faust, Stefan Volp und Stadtrat Hans Pigors.

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26. Juli 1992

11. EVG-Wanderung

Trotz der in Hessen noch wenige Tage anhaltenden Ferienzeit nahmen am Wochenende (26. Juli 1992) bei der 11. EVF-Wanderung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen insgesamt 814 Wanderfreunde teil. Diese kamen aus 38 hessischen Vereinen, durchwanderten bei herrlichem Wetter die von dem Ausrichter angebotenen Strecken über 6, 12 und 20 Kilometer durch die schöne oberhessische Natur. Hier konnte besonders das Seental in Augenschein genommen werden. Besonders reizvoll war die 20 Kilometerstrecke, die durch das Freienseener Mühlental führte.

Am Start und Ziel auf dem Sportgelände des SSV sowie bei drei weiteren Kontrollpunkten auf der Strecke, konnten sich die Wandergesellinen und Wandergesellen mit von den Helfern angebotenen Speisen und Getränke stärken. Auch wurde dort durch die Ortsgruppe Queckborn des Deutschen Roten Kreuzes für die medizinische Hilfe gesorgt.

Bei der Siegerehrung, die am Sonntagmittag von der 1. Vorsitzenden des Spiel- und Sportvereins Barbara Erdmann und dem Wanderwart Ernst Zimmer vorgenommen wurde, erhielten die ersten acht Bestplacierten jeweils einen Pokal überreicht. Als erfolgreichstes Team konnte der KSV Ober-Seibertenrod mit insgesamt 96 Teilnehmern den 1. Platz belegen. Es folgten die Wanderer aus Lehnheim, Lindenstruth, Rüddingshausen, Göbelnrod und Ulfa.

(Karl-Ernst Lind)

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26. Juli 1992

Motorradtreffen

Etwa 400 Motorradfahrer aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen am Wochenende (26. Juli 1992) im Steinbruch bei Lardenbach an einem Treffen der Zweiradfahrer teil. Dienen sollte dieses zum zweitenmal an gleicher Stelle stattfindende Zusammenkommen besonders der Freundschaft und dem Erfahrungsaustausch der von den Motorsportfreunden Lardenbach/Mücke kommenden Motorradfans mit Gleichgesinnten anderer Orte.

So machten neben Teams aus verschiedenen Bundesländern auch heimische Clubs wie der MC Buseck, der MC Harbach und die MF Saasen an der Grillhütte Station. Selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht mit dem Motorrad anreisende Sportfreunde aus dem bayrischen Rosshaupten ließen es sich nicht nehmen und kamen eigens mit einem PKW nach Oberhessen.

Anteil an dem Geschehen nahm auch die Bevölkerung aus Klein-Eichen und Lardenbach, die sich neben dem Interesse an den verschiedenen "Feuerstühlen" auch für den zugleich stattfindenden Wettbewerb der Motorradfreunde begeisterten. Bei den Spielen, bei denen Schnelligkeit und Geschicklichkeit gefragt waren, wurde neben einer Einzelwertung auch das gesamte Team gewertet.

Es standen nicht nur den Siegern dieser Wettkämpfe Pokale zur Verfügung. Auch die weiteste Anreise, die Monika Wittinger aus Garmisch hinter sich hatte, wurde mit einem Pokal bedacht. Selbst die teilnehmerstärksten Clubs, zu denen der MC Buseck mit 17 Motorrädern, der MC Faulbach (13), der MC Helmstadt und der MC Harbach mit je 13 Teilnehmern zählte, wurden mit Pokal oder Freundschaftspreis bedacht.

Sieger bei den Spielen, bei denen Slalom- und Hindernisläufe zu absolvieren waren, wurde in der Mannschaftswertung der MC Harbach vor dem MC Schwaben aus Aulendorf bei Ravensburg und dem MC Helmstadt. In der Einzelwertung dieser Diszilinen wurde bei den Männern Martin Stark vom MC Helmstadt vor Jörg Spieker vom MC Harbach. Bei den Frauen, die diesen Bewerb ebenfalls mit Erfolg durchführten, errang Karin William aus Ludwigsburg den Siegerpokal.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
25. Juni 1992

Bodenrichtwerte

Bodenrichtwerte zum Stichtag 31.12.1991

In dem amtlichen Mitteilungsblatt der Stadt Grünberg (Heimat Zeitung), werden am 25. Juni 1992 die ermittelten Bodenrichtwerte für die Kernstadt Grünberg und Stadtteile veröffentlicht. Die Richtwerte mit der Bezeichnung "ebf" enthalten die Erschließungsbeiträge.

Bodenrichtwert in DM/qm

 

Art der baulichen Nutzung

Richtwerte für

 
Wohnflächen (W)
Gem. Baufläche (M)
Gewerbl. Baufläche
GI/GE)
Sonderbaufl. (SO
mäßig/mittel/gut

baureifes Land

von - bis

DM/qm

Rohbau-
land

von - bis

DM/qm

Bau-erwartungs-land
von - bis

DM/qm

Beltershain

W

 

20

 

 

Göbelnrod
W
 
20 - 40
 
Grünberg
W
33 -140
 
Grünberg
M
ebf.
70 - 120
   
Grünberg
GE/GI
 
7,50
   
Harbach
W
 
20 - 40
 
Harbach
M
ebf.
30 - 40
   
Klein-Eichen
W
 
20
 
Lardenbach
W
 
20
 
Lehnheim
W
 
20
   
Lehnheim
M
ebf.
25 - 30
 
Lumda
W
20
 
Queckborn
W
20
 
Queckborn
M
ebf.
25 - 50
   
Reinhardshain
W
 
20 - 40
 
Stangenrod
W
 
20 - 40
 
Stockhausen
W
 
20
 
Weickartshain
W
 
25
 
Weitershain
W
 
20
 
           

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
13. Juni 1992

Vor 25 Jahren Landschulreform

Mit der Einweihung der Mittelpunktschule vor 25 Jahren begann die Landschulreform in Grünberg für die Theo-Koch-Schule, daran zu erinnern und das Jubiläum gebührend zu feiern. Grünberg hat sich damals als Standort für eine große Mittelpunktschule und damit für den Beginn der Landschulreform geradezu angeboten, denn es bestand hier, bezieht man auch die kurzzeitige Auslagerung der Universität Marburg in das Grünberger Schul- und Bildungswesen mit ein, schon jahrhundertelang ein Bildungszentrum.

Vor mehr als 25 Jahren hatten sich 18 Gemeinden zu einem Zweckverband zusammengeschlossen, um für die Kinder dieser Gegend eine Bildungsstätte zu schaffen, die sie bestmöglichst auf Beruf und Leben vorbereiten sollte. Das Architekturbüro Jean und Wolf, Himbach, hatte die Schule geplant und gebaut, in der dann neben der Volksschule eine Sonderschule, eine Realschule und eine Berufsfachschule untergebracht wurden.

In der Mittelpunktschule konnte die gesamte Arbeit mehr den Lebens- und Arbeitsverhältnissen und den bestehenden Gesellschaftsstrukturen angepasst werden. Mit fortschritlichen kulturpolitischen Maßnahmen wurde es auch möglich, den Kindern aus den "Dörfern" die ihrer Begabung entsprechende Ausbildung zu gewähren und das ländliche Bildungsreservoir auszuschöpfen.

"Begegnung" heißt das Motto unter dem das Jubiläum der Landschulreform an der Theo-Koch-Schule in Grünberg vom 11. Juni bis 13. Juni gefeiert wurde. Mit einem Programm für Schülerinnen und Schüler, für Eltern und Ehemalige, haben die Verantwortlichen der Elternschaft und des Kollegiums eine attraktive Schule gezeigt.

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
09. Juni 1992

Neue Spielsachen für den Kindergarten

Auf Anregung der drei Kindergärtnerinnen Seipp, Ruyten und Hammer sowie des Elternbeirates war der Seenbachtal-Kindergarten in Lardenbach erstmals mit einem Stand auf dem Himmelfahrtsmarkt vertreten. In Zusammenarbeit mit Eltern der Kindergartenkinder konnte man selbstgefertigte Einladungskarten, Stifte, Mäuschen, Kuchen, Marmelade und ein Backbuch mit erprobten Rezepten anbieten, was alles reißenden Absatz fand.

Besonderen Zuspruch erfreute sich auch die Tombola, wo jedes Los einen Gewinn brachte. Dies war allerdings nur deshalb möglich, weil sich die heimischen Geschäftsleute besonders spendenwillig gezeigt hatten. Der ansehnliche Gewinn, den man beim Himmelfahrtsmarkt erzielt hat, soll fpr die Anschaffung neuer Spielsachen und Fahrzeuge benutzt werden, die durch den täglichen Gebrauch einem hohen Verschleiß unterliegen.

Dass man sich langgehegte Wünsche endlich erfüllen kann, ist allerdings nur der Mithilfe vieler engagierter Eltern, dem Einsatz der Kindergärtnerinnen selbst und den zahlreichen Spendern zu verdanken. Solch uneigennützige und unentgeltliche Hilfsbereitschaft verbunden mit Eigeninitiative und Zeitaufwand ist heute keineswegs selbstverständlich, selbst wenn es um die eigenen Kinder geht.

Bleibt nur zu hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt und das Wohl der Kinder immer an erster Stelle steht.

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
28. Mai 1992

Vatertag im Steinbruch

Zum "Vatertag" am 28. Mai hatten die "Grenzgrabenspritzer" wieder in den Steinbruch eingeladen. Bei passendem Wetter spazierten nicht nur Klein-Eichener auf den Galgenberg. In geselliger Runde verbrachte man einige Zeit mit dem Austausch von Neuigkeiten und sonstiger Unterhaltung. Für Getränke und Speisen war gesorgt. Im Steinbruch war der "Vatertag" eher ein Familientag.

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19. Mai 1992

Freie Wähler vor Ort

Zu einer Ortsbegehung hatten die Freie Wählergemeinschaft Grünberg (im Mai) in die beiden Seenbachtal-Dörfer Klein-Eichen und Lardenbach geladen. Neben dem Fraktionssprecher Gerhard Klöß nahmen die Stadtverordneten und Parteimitglieder Karl-Otto Peppler, Armin Keil, Lothar Ehleben, Willi Stühler, Ulrike Zimmer und Wolfgang Pfeiffer sowie der 1. Vorsitzende Thomas Kreuder teil. Mit dabei waren auch die beiden Ortsvorsteher Manfred Daniel (Klein-Eichen) und Karlheinz Erdmann (Lardenbach), ebenso wie weitere Ortsbeiratsmitglieder.

Nach Aussage des Parteivorsitzenden Thomas Kreuder dienen diese Ortsbesichtigungen, die in einer Legislaturperiode einmal in allen Stadtteilen von der FWG vorgenommen werden, der Information und der Meinungs- bzw. Entscheidungsbildung für die parlamentarische Arbeit. Auch werde dabei der Kontakt zu den Ortsbeiräten und zu den Bürgerinnen und Bürger gepflegt.

In Klein-Eichen stand zunächst das dortige Backhaus zur Ansicht. Hier sollte nach Auffassung der FWG-Politiker der Backofen erneuert und das gesamte Gebäude einer Sanierung unterzogen werden. Ein weiteres Problem in dem kleinsten Grünberger Stadtteil sei, dass zur Zeit keine weiteren Bauplätze mehr vorhanden sind. Die FWG werde einer weiteren Bauland-Ausweisung im Baugebiet "Kahlsberg" auf jeden Fall unterstützen. Begutachtet wurde bei der Begehung auch die laufenden Anschlußarbeiten an der Kläranlage. In diesem Zusammenhang wurde auch das Problem der Abwasserentsorgung auf dem Galgenberg angesprochen.

In Lardenbach begann die Besichtigung auf dem Friedhof, bei der zugleich die bereits im Haushalt vorgesehene und noch nicht durchgeführte Schaffung von Parkplätzen festgestellt wurde. Bemängelt wurde in diesem Zusammenhang vom Ortsbeirat die noch nicht vollständig abgeschlossenen Renovierungsarbeiten am Denkmal und das schon mehrmals bei der Stadt rekalmierte Ergänzen der Hecke. Zum Thema "Leichenhalle" vertraten die Freien Wähler die Meinung, dass hier in Zukunft eine bauliche Veränderung sinnvoll sei. Überrascht zeigten sie sich von einem vom Ortsbeirat gestellten, ihnen aber nicht bekannten Dringlichkeitsantrag zur Reparatur des Backhauses "Am Larbach"; Die FWG-Politiker versprachen der Sache nachzugehen.

Als nicht korrekt fand man die Ausführung der Arbeiten am Bürgersteig im Bodenweg; in diesem Zustand könnten sie von den Anliegern nicht gepflegt werden. Auch die vom Ortsbeirat schon viele Male angeprangerten Rabatte in der Seentalstraße müssten umgehend aufgefüllt und neu eingesät werden. Einen positiven Eindruck machte dagegen der von der Freiwilligen Feuewehr un Eigenleistung ausgebaute Schulungsraum sowie das neue Dorgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen. Hierbei stellte Fraktionssprecher Gerhard Klöß zum Abschluss der Ortsbegehung fest, dass das gemeinsame kulturelle und gesellige Leben in beiden Stadtteilen und die Bereitschaft zur Eigenleistung gerade hier wieder deutlich sichtbar sei. Klöß' Resümee: In beiden Stadtteilen gibt es zur Zeit keine größeren Probleme. Die bei dem Rundgang angeführten Arbeiten seien alle zum größten Teil vom städtischen Bauhof zu lösen.

(Karl-Ernst Lind)

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10. April 1992

Gemeinsame Ortsbeiratssitzung

Vor und während des Baues des Dorfgemeinschaftshauses fanden einige gemeinsame Sitzungen der Ortsbeiräte Lardenbach und Klein-Eichen statt. Nun, nach der Einweihung des DGH, traf man sich wieder zu einer Sitzung am 10. April 1992 beider Gremien, eben im DGH.

Diskutiert und Beraten wurde über die Inneneinrichtung des Gemeinschaftshauses. Anhand einer Wunschliste sollen vor allem weitere Ausstattungen für die Küche und eine Garderobe angeschafft werden. Die Finanzierung könnte durch die Einnahmen vom "Tag der offenen Tür" erfolgen. Aber die Stadt Grünberg soll für andere Anschaffungen aufkommen.

Beschlossen bei einer Enthaltung wurde von den Ortsbeiräten, dass die Außenanlagen in Eigenleistung hergerichtet werden sollen. Hierzu machte die Stadtverwaltung bereits die Zusage von diversen Unterstützungen. Zu welchem Zeitpunkt der Jugendraum genutzt werden kann steht noch nicht fest.

Nach der eigentlichen Sitzung der Ortsbeiräte und als ein Abschluss des Projektes Dorfgemeinschaftshaus gab es ein Abendessen. Dieses wurde von den Stadträten Gerold Knöß und Hans Pigors im Namen des Magistrates als Anerkennung für die gute Zusammenarbeit gespendet.

An der Sitzung nahmen diese Ortsbeiratsmitglieder teil: Manfred Daniel, Karlheinz Erdmann, Karl-Ernst Lind, Hermann Loob, Lothar Pleik, Klaus Weeke, Edwin Scharmann, Stephan Volp, Reinhard Mölcher, Ernst Zimmer, Herbert Kühn, Dieter Faust und Thomas Zabel.

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27. März 1992

JHV des Obst- und Kelterverein

Bis zu den anstehenden Neuwahlen des Vorstandes verlief die diesjährige vom 1. Vorsitzenden Johann Zimmer geleitete Hauptversammlung des Obst- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen am Freitag (27. März 1992) im Gasthaus Dietz sehr harmonisch. Lediglich die notwendigen Vorstandswahlen, bei denen verschiedene Vorstandsmitglieder aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierten, bereitete den 41 anwesenden Mitgliedern einige Sorgen.

Unter Reiner Roth als Wahlleiter wurde dann aber nach mehreren Vorschlägen mit dem seitherigen Kassenwart Hans Mölcher ein neuer 1. Vorsitzender gewählt. Dessen Stellvertreter ist nun Uwe Hartmann, der den Posten von Bernhard Nickel übernahm. Einstimmig wurde auch der neue Kassenwart Roland Voll und der bisherige Schriftführer Dieter Langohr in den Vorstand gewählt.

Als Beisitzer und zugleich für für die technische Wartung der Kelteranlage verantwortlich fungieren nun Reinhard Mölcher jun. und Norbert Dittfich, der für den ausscheidenden Richard Dietz für die nächsten drei Jahre nachrückte. Zu neuen Kassenprüfern bestimmte die Versammlung einmütig Herbert Seipel und Werner Frank.

Aus dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Johann Zimmer ging hervor, dass der Verein zurzeit 54 Mitglieder hat. Aufgrund des fehlenden Obstes seien im letzten Jahr beim Keltern lediglich 66 Füllungen gekeltert worden, wobei diese aber zügig und reubungslos von Anton Revelant durchgeführt worden sei.

Dank zollte Zimmer auch den Familien Heinz Schwanke, Leo Müller und Herbert Rühl, die für die Durchführung des Sommerfestes verantwortlich waren. Diskutiert wurde auch die Lagerung der zum Schreddern bestimmten Abfälle, wobei der Vorsitzende forderte, dass auf dem vorgesehenen Platz bei der Gemeindehalle keine herkömmlichen Gartenabfälle hingehören.

Angesprochen wurde auch das Flächenfeuer auf dem Galgenberg, das aus bisher noch unbekannten Gründen entstanden sei, aber nur geringen Schaden an den Obstbäumen verursacht habe. Mit der Fertigstellung des Dorfgemeinschaftshauses könne nun auch in absehbarer Zeit der neue Kelterraum in Betrieb genommen werden. Hierbei bedankte sich Johann Zimmer bei den Ortsvorstehern und den Gremien für die Erfüllung der einst geäußerten Wünsche sowie bei allen Helfern, die tatkräftig den Ausbau vollzogen.

Zu der Obstbaumpflege berichtete Zimmer dass neben den zumeist 18 alten ertragreichen Obstbäumen noch weitere 40 selbstgepflanzte Apfelbäume von dem Verein betreut werden. Gerade im letzten Jahr habe man wegen der Trockenheit fünfmal alle Bäume gewässert. Der Ertrag sei jedoch sehr gering gewesen, so dass auch keine Obstversteigerung stattgefunden habe. Die vereinseigenen Häcksler und Vertikutierer seien von insgesamt 20 Mitgliedern gebutzt worden.

Dem positiven Kassenbericht von Hans Mölcher folgten die Kassenprüfer Karl-Heinz Hollederer und Karlheinz Erdmann mit ihrem Prüfungsergebnis und dem daraus einstimmig angenommenen Antrag zur Entlastung des Vorstandes.

Zum Abschluß der Versammlung, bei der besonders den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern und dem 1. Vorsitzenden Johann Zimmer von den Mitgliedern für die geleistete Arbeit gedankt wurde, stand noch die Bekanntgabe der Termine an.

(Karl-Ernst Lind)

 
14. März 1992

Eröffnung des Dorfgemeinschaftshauses

Die beiden Ortsvorsteher von Lardenbach und Klein-Eichen, Karlheinz Erdmann und Manfred Daniel, hatten "eine Menge" zu tun, als sie die Liste der Ehrengäste vortrugen, die zur Einweihung des neuen Lardenbach/Klein-Eichener Dorfgemeinschaftshauses am 14. März gekommen waren. So richteten sie vor allem Grüße an Bürgermeister Siegbert Damaschke, an die Mitglieder des Magistrates, den Stadtverordnetenvorsteher, die Fraktionsvorsitzenden, die Ortsbeiratsmitglieder, den Bauamtsleiter, den Architekten und an den Ortspfarrer. Und die vielen Gruß- und Dankesworte kamen nicht von ungefähr; Schließlich konnte man doch durch das harmonische Zusammenwirken aller Beteiligten in nur 13 Monaten das "optisch ansprechende und funktionelle" DGH bauen.

Eingeleitet wurden die Grußworte von Karlheinz Erdmann und Manfred Daniel auf musikalische Weise, und zwar vom Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen, der unter der Leitung von Ottmar Hasenpflug steht. Und nach der Begrüßung hatten die Kleinsten ihren Auftritt: die Kinder des Kindergartens führten einen Tanz auf.

Voll des Lobes war Bürgermeister Siegbert Damaschke für die Bürger: "Die Gemeinschaft ist hier noch intakt", attestierte er den Bewohnern der beiden Dörfer. Das erkenne man an der Art und Weise, wie das Projekt angegangen wurde. Zugleich sei das neuerrichtete DGH auch eine "Investition in die Zukunft", damit die Gemeinschaft auch weiterhin so intakt bleibe. Denn in unserer Zeit, in der das "Dorf längst nicht mehr Lebensmittelpunkt ist", sei es wichtig, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl durch Vereine - und natürlich auch geeignete Räumlichkeiten - gestärkt werde. "Jedermann kann das DGH nutzen, und jedermann soll es nutzen ... Das DGH sei ein "Haus für die Bürger durch die Bürger, eine echte Gemeinschaftsleistung", so der Bürgermeister weiter. Dieses siebte DGH in der Großgemeinde Grünberg sei einzigartig, weil "mir keine Einrichtung in unserer Großgemeinde bekannt ist, wo so intensiv zwischen Bürgern, Ortsbeirat und städtischen Gremien beraten und verhandelt wurde". Dank zollte Damaschke den beteiligten Kommunalpolitikern, den Handwerkern und den am Bau beteiligten Firmen sowie den Architekten. Und ein ganz besonderes Dankeschön ging an die Adresse der Ortsvorsteher, "die die Motoren für das Vorhaben waren".

Eine musikalische Einlage bot dann der Frauenchor der Kirchengemeinde Lardenbach/Klein-Eichen, der von Gisela Langohr dirigiert wird. Grußworte gab es noch einmal von Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Schmidt, der die Grüße "seines" Parlaments übermittelte und sich ebenfalls für die gute kommunalpolitische Zusammenarbeit während der Planungs- und Bauphase bedankte. Dass das DGH tatsächlich ein "Haus der Gemeinschaft" ist, "hat sich bereits im Vorfeld gezeigt". Als Geschenk brachte er alte Fotografien mit, die das Lardenbach der 20er Jahre zeigten.

Die Grüße der Kirchengeminden übermittelte der Lardenbacher Pfarrer Tilmann Schmidt, der hofft, "dass dieses Haus aus toten Steinen bald lebendig wird durch die Gemeinschaft der Bevölkerung".

Dann kam man zum "wichtigsten" Teil der Einweihungsfeier: zur Übergabe des symbolischen Schlüssels an die Ortsvorsteher. Sie erhielten ihn aus den Händen von Architekt Helmut Opper und Bürgermeister Siegbert Damaschke.

Unter der Leitung von Annita Schmidt führte die Gymnastikgruppe des Sportvereins eine Tanzdarbietung vor, die sich als wahrer Augenschmaus entpuppte - das Publikum dankte es nach so vielen Reden mit reichlich Applaus.

Eine Foto-Dokumentation über die Entstehung und den Bau des DGH konnten die Besucher daraufhin in Form eines Dia-Vortrags sehen: Werner Zimmer hatte das gesamte Projekt vom ersten Spatenstich bis zur Einweihung mit der Kamera begleitet.

Die positiven Auswirkungen des DGH auf die Vereine und das dörfliche Leben strich Barbara Erdmann stellvertretend für alle Vereine hervor. Frisch motiviert durch die harmonische Zusammenarbeit beim Bau des DGH wolle man auch in Zukunft die ausgezeichnete Kooperation fortsetzen, erklärte die Vereinsvertreterin.

Bevor der Männergesangverein zum Abgesang der Feier anstimmte, sprachen die Ortsvorsteher noch ihr Schlußwort und luden zum anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Imbiß und Umtrunk ein.

Bereits am darauffolgenden Sonntag stand das Dorfgemeinschaftshaus allen Bürgern offen, sie waren eingeladen, beim "Tag der offenen Tür" bei Kaffee und Kuchen alles genauestens zu inspizieren.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

Fotos

 
13. März 1992

Jahreshauptversammlung des SSV Lardenbach/Klein-Eichen

Zu der gut besuchten Jahresversammlung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen am 13. März im Gasthaus Bingel konnte die 1. Vorsitzende Barbara Erdmann neben den Ortsvorstehern Manfred Daniel (Klein-Eichen) und Karlheinz Erdmann (Lardenbach) im Laufe des Abends auch den Schirmherren des letztjährigen Vereinsjubiläums, Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke willkommen heißen.

Vor dem Tätigkeitsbericht der 1. Vorsitzenden gedachte die Versammlung den verstorbenen Mitgliedern Ida Psiorz und Ernst Kratz. Als ein besonderes Ereignis im Vereinsleben bezeichnete Erdmann die Feiern zum 25-jährigen Bestehen im Juli des vergangenen Jahres. Dank zollte sie in diesem Zusammenhang auch besonders der Vereinsrechnerin Gerda Weeke, die wie der gesamte Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer Dieter Kraft und Marie-Luise Kratz von den Mitgliedern entlastet wurde.

Nicht ganz so positiv fiel hiernach die Bilanz des Fußball-Abteilungsleiters Reinhard Mölcher aus. Er berichtete von dem letzten Tabellenplatz der letzten Sasion. In dieser Runde stehe die 1. Mannschaft der Spielgemeinschaft Lardenbach/Klein-Eichen/Weickartshain etwas besser da. Die 2. Mannschaft beendete die Runde mit dem 7. Platz. In Rüdingshausen und Merlau habe man an Turnieren teilgenommen. Beim Stadtpokal in Lehnheim konnte in der Gruppe der 3. Platz belegt werden. Mölcher sah auf Grund des fehlenden Nachwuchses für die Zukunft keine so gute Aussichten. Erstmals habe im letzten Jahr eine Altherren-Mannschaft mit Erfolg einige Spiele ausgetragen.

Nicht viel besser sieht es beim Nachwuchs nach Aussage des Jugendleiters Eduard Schmidt aus. Aus den beiden Stadtteilen Klein-Eichen und Lardenbach spielten derzeit nur fünf Jungen aktiv Fußball, wobei man mit mehreren Nachbarvereinen eine Spielgemeinschaft bilde. Die Erfolge der verschiedenen Jugendmannschaften seien wechselhaft, wobei die C-Jugend in der Kreisklasse in der vergangenen Sasion als Meister hervorgegangen sei.

Tischtennis-Abteilungsleiter Gerhard Ruppel konnte von einem 6. Platz der 1. Mannschaft in der Kreisliga und einem 11. Platz der 2. Mannschaft in der Kreisklasse in der vergangenen Sasion berichten. Den Titel beim Stadtpokal habe man nicht verteidigen können. Und beim Kreispokal sei die 1. Mannschaft in der 2. Runde ausgeschieden. Wohingegen die 2. Mannschaft unter die letzten Acht gekommen sei. Derzeit spielen zwei Senioren- und eine Jugendmannschaft, die laut dem Jugendleiter Klaus Kratz in der letzten Runde den 2. Platz belegte und in diesem Jahr nur den letzten Platz belege.

Von einem vollen Programm im vergangenen Jahr bei den Gymnastikfrauen konnte deren Leiterin Annita Schmidt berichten. Neben zahlreichen Auftritten bei Veranstaltungen und Gymnastikshows habe man auch beim eigenen Jubiläum eine Veranstaltung mit großem Erfolg durchgeführt. Die Leiterin bedankte sich bei den Damen für die stets rege Beteiligung. Dank sprach auch Fanny Voll den Teilnemerinnen der Seniorengymnastikgruppe aus. Die Beteiligung sei erfreulich groß. Nun wünsche sie sich, dass auch Herren beitreten mögen.

Den Abschluß der Spartenleiter-Berichte machte Ernst Zimmer von der Wanderabteilung. Hierbei erfuhr die Versammlung, dass bei den insgesamt 54 EVG-Wanderungen des letzten Jahres 407 Teilnehmer vom SSV teilgenommen hatten. Das bedeutete in der Wertung der EVG den 39. Platz. Für ihre Berichte dankte Vereinsvorsitzende Barbara Erdmann allen Abteilungsleitern und überreichte eine kleine Anerkennung.

Für 15-jährige aktive Mitgliedschaft wurden Waltraud Mölcher und Kurt Scharmann sowie Ralf Mölcher mit der silbernen Vereinsnadel und Urkunde ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung nahm im Auftrag des Hessischen Tischtennis-Verbandes Gerhard Ruppel vor. Für 25 Jahre aktive Tischtennisspielen zeichnete er Gunter Berg mit der goldenen Ehrennadel und Urkunde aus. Mit der Bekanntgabe von Terminen beendete die Vereinsvorsitzende den offiziellen Teil. Zuvor dankte sie noch Werner Zimmer, der zum Abschluß der Versammlung einen Dia-Vortrag mit Bildern aus Klein-Eichen und Lardenbach sowie von dem letztjährigen Vereinsjubiläum zeigte.

(Karl-Ernst Lind)

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12. März 1992

Dorfgemeinschaftshaus vor der Eröffnung

Der Standort war lange umstritten, nun hat das Dorfgemeinschaftshaus für Lardenbach und Klein-Eichen einen Platz gefunden und kann nach gut einjähriger Bauzeit eingeweiht werden. Die Bürger beider Stadtteile haben viel Eigenleistung erbracht, unter Federführung der Ortsbeiräte über 1000 Arbeitsstunden in "ihr" gemeinsames Haus investiert.

Bürgermeister Siegbert Damaschke rief nochmals die recht lange Entstehungsgeschichte des Dorfgemeinschaftshauses in Erinnerung. Bereits 1980 reichte man eine erste Bedarfsanmeldung beim Land ein, 1985 wurde in Abstimmung mit Land und Kreis ein erster Antrag abgegeben.

Ein Jahr später trafen sich Ortsbeiräte und Vereinsvertreter zu einem Gespräch. Ergebnis war ein "gemeinsamer Antrag der Ortsbeiräte Lardenbach und Klein-Eichen zum Bau eines DGH". Im Februar 1988 brachte die Abschaffung der Einzelförderung die Pläne etwas durcheinander, doch sagte der Bürgermeister in einer Bürgeranhörung zu, dass in ein bis zwei Jahren gebaut werden könne, die Standortfrage war allerdings immer noch offen.

Die Entscheidung fiel schließlich zugunsten des Geländes Akazienweges in Lardenbach, dort sah man die besten Realisationschancen. Gemeinsam mit Bürgern und Vereinen entwickelten die Ortsbeiräte ein Raumprogramm, ganz auf die beiden Stadtteile zugeschnitten. So kam es, dass in dem Dorfgemeinschaftshaus auch ein Kelterraum eingeplant wurde, den der Kelterverein demnächst noch in Eigenleistung ausbauen wird.

Zwischen Februar 1990 und Januar 1991 folgten dann die Beauftragung des Architekten, Konkretisierung des Raumprogramms, Bauantrag und fünf Monate später Baugenehmigung sowie der erste Spatenstich. Da das Gebäude an der Grenze zu einer ehemaligen Grube steht, wurde das Fundament vertieft. Außerdem entschied man sich für eine Teilunterkellerung, um das natürliche Gefälle zu nutzen.

Nach dem Richtfest im Mai vergangenen Jahres begann der Innenausbau, im Juli/August wurde die Dachfläche eingedeckt. Deckenverkleidungen und Innenausbauarbeiten wurde von den Bürgern weitgehend in Eigenleistung vorgenommen. Nachdem im Februar noch Gardinen und der Bühnenvorhang angebracht wurden, präsentiert sich das Dorfgemeinschaftshaus nun in einem einladenden Zustand.

Da auch die Zapfanlage den Probelauf kürzlich bestanden hat, steht den Feierlichkeiten nichts mehr im Wege. Mit rund 1,1 Millionen DM blieb der Bau übrigens etwa im vorgegebenen Kostenrahmen, die endgültige Kostenaufstellung liegt allerdings noch nicht vor.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

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03. März 1992

Fassenachtsumzug in Freienseen, 1992

Der Fassenachtsumzug in Freienseen begeisterte auch im 22. Jahr die vielen Besucher. Bereits seit 1969 schlängelt sich der Faschingsumzug durch den Laubacher Ortsteil. Gut gelaunt, teils kostümiert und mit viel Helau treiben es die Narren auf den Straßen. Am Umzug am Dienstag (3. März 1992) nahmen auch Akteure aus umliegenden Dörfer teil. Wie schon öfters waren die Klein-Eichener "Grenzgrabenspritzer" wieder dabei. Der Motivwagen bezog sich auf den neuen Wirt des örtlichen Gasthauses. Den Mittelpunkt des Zuges bildete das Prinzenpaar Stephan I. und Bianca I. und die Prinzengarde. Und immer zieht die bunte Gesellschaft im Anschluss an den Umzug in die Mehrzweckhalle um dort kräftig den Kehraus zu feiern.

Die Narren aus dem ehemals freien Reichsdorf Freienseen nahmen sich u. a. eines Themas an, das seit Monaten die Bürger bewegt: Ein Motivwagen stellte die unter Denkmalschutz stehende Zwangsbaracke dar, in der ein Trägerverein eine Gedenkstätte einrichten will. Ein Vorhaben, das auf Widerstand im Dorf trifft.

(Gießener Allgemeine Zeitung)

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19. Februar 1992

Gemeinsame Ortsbeiratssitzung

Zu einer gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte Klein-Eichen und Lardenbach versammelte man sich am Mittwoch in der Gaststätte Bukow. Beraten wurde über den Programmablauf der Eröffnungsfeier des Dorfgemeinschaftshauses am 14. März. Der Ablauf der Einweihungsfeier, die um 15.30 Uhr beginnen soll, umfasst 13. Programmpunkte.

Anwesend waren: Manfred Daniel, Karlheinz Erdmann, Karl-Ernst Lind, Hermann Loob, Lothar Pleik, Klaus Weeke, Edwin Scharmann, Stefan Volp, Reinhard Mölcher, Ernst Zimmer und Herbert Kühn. Als Vertreter des Magistrates waren Bürgermeister Siegbert Damaschke und Gerhold Knöß anwesend. Auch Architekt Opper und einige Bürger geselten sich zur Runde.

 

 
15. Februar 1992

Jahreshauptversammlung FF-Klein-Eichen

Am 15. Februar 1992 fand die jährliche Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen in der Gaststätte Bukow statt. Vereinsvorsitzender und Wehrführer Herbert Kühn leidete die Versammlung und berichtete aus dem Vereinsjahr 1991. Der Kassenbericht wurde von Gerhard Schildwächter verlesen. Der Kassenbestand betrug 1815,31 DM. Auf Antrag der Kassenprüfer Manfred Daniel und Jürgen Müller stimmten die anwesenden Vereinsmitglieder der Entlastung von Rechner und Vorstand zu.

Eine rege Diskussion entwickelte sich im weiteren Verlauf der Sitzung, als Vorsitzender Herbert Kühn die zu geringe Beteiligung der Aktiven an den Feuerwehrübungen kritisierte. Er ging dabei sogar so weit, den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Eichen in Frage zu stellen. Wie oft in solchen Situationen verschob man eine Entscheidung. Man wollte die Entwicklung der Besuche bei den Übungen im nun folgenden Zeitraum eines Jahres abwarten, und dann erst, je nach Stand der Dinge, eventuelle Maßnahmen ergreifen. Die Abstimmung darüber erfolgte mit 26 Ja-Stimmen bei 3 Enthaltungen.

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08. Februar 1992

Faschingssitzung

Zu ihrer 11. Faschingssitzung hatte in diesem Jahr (8. Februar 1992) die Freiwillige Feuerwehr Lardenbach alle Freunde des Faschings geladen. In einer ausverkauften Narhalla (Saal Dietz) konnte der 1. Vorsitzende Karl-Ernst Lind auch den Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke und den Elferrat aus Groß-Eichen begrüßen. Weiterhin hieß der an diesem Abend durch das Programm führende Sitzungspräsident vom "Lardenbacher Dreirädchen" Reiner Roth den zuständigen Stadtrat Gerold Knöß sowie die aufspielenden "Golden Stars" herzlich willkommen.

Das Programm begann gleich mit dem Auftritt von Babett und Schorsch (Margit Müller und Gerda Weeke), die zum Gaudi des Publikums eine Entscheidung über die Mit- bzw. Nichtmitnahme eines Regenschirmes suchten. Mit Spannung wurde dann von Karlheinz Hollederer, Eduard Schmidt und Heinz Schwanke, die als Ortsdiener und Stammtischbrüder das Dorfgespräch mit den Geschehnissen der vergangenen zwei Jahren führten, von den Gästen verfolgt.

Etwas für das Auge boten die aktiven Mitglieder der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen Bärbel Erdmann, Marita Pernak, Gerda Weeke, Sigrid Ruppel, Helma Berg, Ursula Berg, Rosa Knöll, Karin Kratz, Sieglinde Mölcher, Waltraud Mölcher, Gerlinde Böcher und Annita Schmidt, die als Leiterin den Tanz "Babitschka" auch einstudiert hatte.

Artur Kratz trat als "Silberbräutigam" in die Bütt und munterte das Narrenvolk mit seinem Vortrag auf. Richtig urig ging es im Anschluß bei den vier "Urviechern aus Bayern" Sandra Schwanke, Kerstin Müller, Kornelia Dietz und Cornelia Nickel zu. Mit ihren Text- und Liedbeiträgen heizten sie die Stimmung im Saal weiter an.

Unter der Leitung des Chorleiters des Gesangvereins Ottmar Hasenpflug erlebten die Narren dann die Sangesfreunde Edwin Scharmann, Hans-Joachim Siebel, Karlheinz Erdmann, Klaus Kratz, Hans Mölcher, Reiner Roth und Bernd Kratz, die mit zwei stimmungsvollen Liedern den ersten Teil des Programmablaufes bildeten.

Nicht minder war dann die Stimmung im zweiten Programmteil, wo zunächst Hans Mölcher als erfahrener Freizeitgestalter mit seinen lediglich zwei Steckenpferden Kegeln und Fernsehen in die Bütt trat und dann auch wie alle Aktiven den "Lardenbacher Faschingsorden" erhielt. Dieser wurde auch dem Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke, dem Stadtrat Gerold Knöß und dem verantwortlichen und ausgezeichnet arbeitenden Tontechniker Jürgen Maus sowie dem Kulissenschieber Reiner Felsing verliehen.

Mit viel Beifall bedacht wurden die "Flash-Dancer" Sandra Schwanke, Kerstin Müller, Kornelia Dietz, Cornelia Nickel, Pia Scharmann sowie Natalie und Lilie Knöll, die in überwältigender Weise mit ihrer Leistung begeisterten.

Es folgte "Ihs Feuerwehr", die nach ihrem Aufmarsch in alten Uniformen sich schnell zu einer Schulklasse formierte. Hierbei brachten die Schüler Bernd Kratz, Eduard Schmidt, Karlheinz Erdmann, Artur Kratz, Herbert Rühl, Heinz Schwanke, Gunter Berg und Dieter Kraft ihren Lehrer Karlheinz Hollederer des Öfteren, zur Freude des Publikums, zum Verzweifeln.

Können und Beine standen hiernach beim Auftritt der Garde aus Groß-Eichen im Vordergrund. Die von Herta Sauer geleiteten neun Tänzerinnen kamen um eine Zugabe nicht herum.

Den Abschluß vor dem großen Finale, das von der Sängergruppe des MGVs geprägt war und bei dem alle Mitwirkenden nochmals auf die Bühne kamen, machten Doris Rühl und Sigrid Ruppel, die als kleine Kundin und als Bäckersfrau ein besonderes Verkaufsgespräch führten.

(Karl-Ernst Lind)

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01. Februar 1992

Gaststätte Bukow, 1992

Die Neueröffnung der Gaststätte "Zur Erholung" in Klein-Eichen wurde am 1. Februar 1992 gefeiert. Damit einher ging die Übergabe an die neuen Wirtsleute Ute und Herbert Bukow. Aufgebaut und betrieben hatten die Gaststätte am Galgenbergsweg seit 1967 Irmtraud und Walter Bingel. Zu Beginn war sogar eine Bäckerei integriert.

Nun übernimmt Tochter und Schwiegersohn die Klein-Eichener Dorfkneipe. An diesem Samstagabend kamen zahlreiche Gäste, auch aus Lardenbach, um sich das Ereignis nicht entgehen zu lassen. Vorneweg machte der Stammtisch der Feuerwehr, "die Grenzgrabenspritzer", der Gastwirtschaft ihre Aufwartung. Neben diesem Stammtisch, werden wohl weiterhin öffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen hier stattfinden. So von der Feuerwehr, dem Sportverein und des Ortsbeirates. Auch wird das Lokal wieder das einzige echte Wahllokal im Kreis sein.

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26. Januar 1992

Hauptversammlung des MGV

Zur ordentlichen Hauptversammlung des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen am Samstag (26. Januar 1992) im Gasthaus Dietz konnte der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke neben den vollzählig erschienen aktiven Sänger, den Chorleiter Ottmar Hasenpflug und die Ehrenmitglieder sowie die passiven Mitglieder begrüßen.

Nach dem Totengedenken der verstorbenen Vereinsmitglieder Klemens Merkle und Ernst Kratz erstattete der Vorsitzende den Tätigkeitsbericht. Hieraus ging hervor, dass die Aktiven im Jahre 1991 neben den 41 Singstunden noch 17 öffentliche Auftritte absolviert haben. Schwanke nannte das Auftreten beim Chorgruppentreffen in Rüddingshausen, das Singen im Altenheim des Laubacher Stiftes, den Auftritt beim Ortsvereinsabend, ein Dorfsingen in Lardenbach und Klein-Eichen sowie die Mitgestaltung des Programmes anlässlich des Sportvereinsjubiläums.

Daneben habe der Chor bei verschiedenen Jubiläen von aktiven und passiven Vereinsmitgliedern gesungen. Auftritte gab es auch in Freienseen und auf beiden Friedhöfen am Volkstrauertag. Selbst habe der Verein wieder die Gestaltung der öffentlichen Weihnachtsfeier vorgenommen. Als einen Höhepunkt des letzten Jahres bezeichnete Schwanke die Konzertreise nach Bad Salzschlirf mit einem Auftritt des Chores und einer Ausflugfahrt.

Der Dank des Vorsitzenden galt zum Abschluss den Sangesbrüdern und dem Chorleiter, die mit ihrem Wirken für eine Verbesserung des Ausbildungsstandes beigetragen hätten sowie allen Mitgliedern und Freunden, die sich der "Sängersache" angenommen hätten.

Nach dem Kassenbericht des Rechners Karl-Heinz Hollederer stimmten die Mitglieder auf Antrag der Kassenprüfer Gerhard Pernak und Reinhard Mölcher jr. für die Entlastung des Vorstandes. Als neue Kassenprüfer gewählt wurden Gerhard Pernak und Walter Müller.

Im Anschluss ehrte der Vereinsvorsitzende die fleißigsten Singstundenteilnehmer. Hier erhielten August Erdmann, Karl Krämer und Karl Ruppel für die stetige Teilnahme ein Geschenk. Weiterhin konnten Erich Dörr, Heinrich Frank, Emil Mölcher, Heinz Schwanke, Werner Siedler, Wilfried Berg, Günter Felsing, Ernst Paha und Herbert Rühl, die nur einmal bzw. zweimal gefehlt hatten, ausgezeichnet werden.

In Zusammenhang mit diesen Ehrungen appellierte Vorsitzender Schwanke und auch Chorleiter Hasenpflug, umgehend neue aktive Sänger für den Chor anzuwerben. Der ausgezeichnete Leistungsstand könne aufgrund des altersbedingten Ausscheidens von Sängern und durch das Fehlen des Nachwuchses in absehbarer Zeit nicht gehalten werden. Der Chorleiter forderte die Vereinsführung zum sofortigen Handeln und die bisherigen passiven Mitglieder zum Mitsingen auf.

Unter Punkt "Verschiedenes" gab der Vereinsvorsitzende die zahlreichen Termine für das Jahr 1992 bekannt. Festgelegt wurden von der Versammlung die Richtlinien für das Singen bei Jubiläen von Vereinsmitgliedern. Diskussion fand auch ein Antrag zur Beitragserhöhung, über den aber bei der nächsten Hauptversammlung abgestimmt werden soll.

Musikalisch umrahmt wurde diese Versammlung durch den Chor, der gleich vier Lieder darbot.

(Karl-Ernst Lind)

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22. Januar 1992

Ortsbeiratssitzung im Januar

Am 22. Januar begrüßte Ortsvorsteher Manfred Daniel, bei der Sitzung in der Gastwirtschaft Bukow, das neue Ortsbeiratsmitglied Herbert Kühn auf das herzlichste. Die Wahl eines Schriftführers war nach dem Ausscheiden von Gerhard Schildwächter erforderlich geworden. Es gab nur einen Vorschlag für dieses Amt, nämlich Herbert Kühn. Und einstimmig wurde er dann auch von dem Gremium gewählt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung widmete man sich dem Etatentwurf 1992. Nach gründlicher Diskussion stellte man fest, dass einige wichtige Anliegen nicht berücksichtigt sind. Zum einen handelt es sich um das Asphaltieren von drei Feldwegeinmündungen "Am Galgenbergsweg". Ferner wurde die Schaffung eines Versammlungsraumes, wenn Bedarf besteht, aus dem Investitionsprogramm herausgenommen.

Für 1993 war die Erschließung eines Baugebietes vorgesehen. Da aber inzwischen nur noch ein Bauplatz zur Verfügung steht, wünscht man diese Maßnahme bereits für dieses Jahr 1992. Durch diese Mißachtungen stimmte der Ortsbeirat dem Haushaltsentwurf nicht zu.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Stand der Bauarbeiten am gemeinsamen Dorfgemeinschaftshaus Klein-Eichen/Lardenbach. Im Moment geht man davon aus, dass die Arbeiten bis März vollendet sind. Der 14. März wird daher als Einweihungstermin genannt.

Zur Einweihung der Gaststätte Bukow wird der Ortsbeirat ein Geschenk überreichen. Hierzu stellte man fest, dass der neue Inhaber der Gaststätte "Zur Erholung" Herbert Bukow, genauso wie die Vorgänger Irmtraud und Walter Bingel, die Räumlichkeiten zur Ortsbeiratssitzung sowie den Wahlen weiterhin zu Verfügung stellen wird.

Bei der Sitzung anwesend waren Manfred Daniel, Hermann Loob, Thomas Zabel und Herbert Kühn. Gefehlt haben Dieter Faust und Stephan Volp.

(Grünberger Heimat Zeitung)

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16. Januar 1992

Ortsbeirat Klein-Eichen

Der Bürgermeister und Gemeindewahlleiter Damaschke lässt am 16. Januar 1992 in der Grünberger Heimat Zeitung veröffentlichen: Das gewählte Mitglied des Ortsbeirates Klein-Eichen, Herr Gerhard Schildwächter, muss aus Gründen des $ 37 HGO (Hinterungsgründe) aus dem Ortsbeirat Klein-Eichen mit sofortiger Wirkung ausscheiden.

Als nächstes, noch nicht berufenes Mitglied des Wahlvorschlages Liste 6 - FBG - wurde Herr Herbert Kühn in den Ortsbeirat Klein-Eichen berufen. Das Ausscheiden und das Nachrücken wird gemäß $ ... festgestellt und gemäß $ ... bekannt gemacht.

In der nächsten Ortsbeiratsitzung wird Herbert Kühn auch als Nachfolger von Gerhard Schildwächter zum Schriftführer gewählt.

 

 

 

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