| 27. Januar 1906 | Amtsgericht LaubachAm 25. Januar 1906 verweilte in Laubach und in Wetterfeld der Landtagsabgeordnete Weber aus Konradsdorf, um mit den betreffenden Gemeindevorständen in Beratung zu treten. Es handelte sich hier zunächst um die Erbauung des neuen Amtsgerichts, zu dem vor längerer Zeit die Stadt Laubach sich verpflichtet hat einen Zuschuß von 20 000 Mk. zu leisten und auch den Bauplatz kostenlos zu stellen. Auch sollen Veränderungen des Amtsgerichtsbezirks geplant sein; so bereitet man in Villingen eine Eingabe vor, die Lostrennung von dem hiesigen Bezirke und Eingliederung in den Amtsgerichtsbezirk Hungen bezweckt. Der Gemeinderat von Villingen hat dies Ansinnen aber einstimmig abgelehnt. Sollte dies doch erreicht werden, so bedeutet dies für den hiesigen Bezirk keine Verkleinerung, da verschiedene Orte des Seentales, wie z. B. Klein-Eichen und das bedeutendere Groß-Eichen die Angliederung an das Amtsgericht Laubach wünschen, indem nach Erbauung der Bahn Mücke - Laubach das letztere für die Bewohner dieser beiden Orte viel leichter zu erreichen ist, als das entfernterer Ulrichstein, zu dessen Amtsgerichtsbezirk sie bis jetzt gehören. Diese Darstellung ist jedoch falsch: Klein-Eichen gehört von jeher zu dem Amtsgericht Laubach. Und Groß-Eichen gehört zum Amtsgericht Grünberg. Von einer geplanten Zuteilung zu dem Amtsgericht Laubach ist nichts bekannt. (27. Januar 1906) (Grünberger Anzeiger) |
| 17. Januar 1906 | Unerwarteter Tod 1906Durch einen unerwarteten Tod wurde der Lardenbacher Einwohner Keller abgerufen. Er befand sich bei einer "Metzelsuppe", als ihn ein Schlaganfall ereilte, an dem er alsbald verschied. [ Konrad Keller (Haus Psiorz) ist am 13. Januar 1906 verstorben. Er könnte der Unglückliche sein.] [Die „Metzelsuppe“, oder die Wurstsuppe ist die Brühe, die bei der Herstellung von Brüh- und Kochwurst entsteht. Beim traditionellen Schlachtfest wurden vor den Würsten auch Fleisch und Leber im gleichen Kessel gegart, wodurch – besonders, wenn später auch noch Würste platzten – eine kräftige Brühe entstand.] (Grünberger Anzeiger)
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