Meldungen 1984

Der Deutsche Bund für Vogelschutz, Kreisverband Vogelsberg berichtete im April 1984 von den Problemen mit den ständigen Manövern. Die Forellenteichwiesen wurden von Panzern buchstäblich umgepflügt, und in der Breungeshainer Heide versank gar ein Panzer, der nur durch einen Bergetank wieder flott gemacht werden konnte. Die Naturschutzwacht muss sich hier wirklich fragen, welchen Sinn es gibt, monatelang vergleichsweise harmlose Zweibeiner fernzuhalten und über den Schutzzweck aufzuklären, wenn danach binnen Minuten dutzende von US-Kriegsmaschinen seltenste und hochempfindliche Lebensräume für Jahre zerstören. Solche Schäden sind auch mit noch so viel Entschädigungen nicht von heute auf morgen reparabel. Die ständigen Manöver im Vogelsberg sind nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für die Land- und Forstwirtschaft unerträglich geworden.

Den Ortsvorstehern, Ortsbeiräten und Ortslandwirten dankte Bürgermeister Damaschke in der Magistratssitzung für ihren aktiven Einsatz bei der Erfassung der Manöverschäden des letzten Jahres. Die Schäden wurden vor Ort erfasst, an die Bauabteilung weitergegeben, diese meldeten sie nach entsprechender Überarbeitung an die zuständigen übergeordneten Behörden weiter.
Die Begehung durch das zuständige Amt konnte in Grünberg, bedingt durch die Witterung und andere Umstände, erst in diesem Jahr erfolgen. Nach Anerkennung durch die Behörde und der Annahmeerklärung durch die Stadt können die Schäden nunmehr bei sich bessernder Witterung abgewickelt werden.
Die Erfassung der Manöverschäden in diesem Jahr hat sich sehr bewährt, zumal nunmehr keine unberechtigten Vorwürfe gegen die Verwaltung erhoben werden können, sie hätten irgendwo entsprechende Schäden nicht erfasst.

Am Sonntag, dem 29. April 1984, wurden in der Kirche zu Lardenbach konfirmiert: Sabine Hansel (Klein-Eichen), Dirk Michael Neuß (Klein-Eichen), Tanja Kratz (Lardenbach), Kerstin Müller (Lardenbach) und Marcus Weeke (Lardenbach).

 
 
Klein-Eichen
Militär am Stichswald 1983
 

 

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