Meldungen aus Ilsdorf und Groß-Eichen, 1952

Unter Einsatz eines Minensuchgerätes veranlaßte das Sprengkommando Fulda im April (1952) die Tiefenbereinigung der Feldgemarkung Ilsdorf. Bei der Kultivierung einer Rodung an der Bundesstraße 49 in der Gemarkung Ilsdorf, die durch ein bei Kriegsende detoniertes Munitionsfahrzeug verseucht worden war, waren unter Gefährdung des Bundesstraßenverkehrs wiederholt Granaten durch Holzfeuer zur Detonation gebracht worden. Nach Säuberung der Oberfläche wurde die Tiefenreinigung des Geländes unter Einsatz von Minensuchgeräten in Angriff genommen. Dabei konnten bis jetzt 26 Granaten, zwei Handkranaten, sowie Infantriemunition und Sprengpatronen geborgen werden. Die Bergungsarbeiten werden weiter fortgesetzt.

Die Sommerferien können im hiesigen Bezirk nicht einheitlich festgelegt werden, da die Orte höher im Vogelsberg meist viehzuchttreibende Gemeinden sind und die Ernte zu anderer Zeit ist als in den tiefer gelegenen, ackerbautreibenden Gemeinden. Es ergab sich folgende Anordnung: Groß-Eichen, Ilsdorf, Unter-Seibertenrod, Höckersdorf und Sellnrod beginnen die Ferien am 15. Juli und beenden sie am 12. August. Die Ferien der Orte Ober-Seibertenrod, Wohnfeld und Bobenhausen II beginnen am 26. Juli und dauern nur drei Wochen. Die Schulen haben dafür später eine Woche Heuferien.

(Grünberger Anzeiger)

 
 
Ilsdorf
Ilsdorf, im oberen Bildteil die B 49 am Waldrand
 

 

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