| 16. Januar 2026 | Kommunalwahl 2026Der Wahlausschuss hat unter der Leitung von Wahlleiter Marco Puchowski in seiner Sitzung am Freitag, dem 16. Januar, im Rathaus in Grünberg über die Zulassung der Wahlvorschläge für die Stadtverordnetenwahl sowie für die Wahlen der 14 Grünberger Ortsbeiräte entschieden. Die Sitzung fand in öffentlichem Rahmen statt, wobei an diesem Tag ausschließlich die Mitglieder des Wahlausschusses stimmberechtigt waren. Mehrere Vertrauenspersonen nahmen als Beobachter teil. Für die Stadtverordnetenwahl wurden sämtliche eingereichten Wahlvorschläge vom Ausschuss einstimmig zugelassen. Nun werden die Stimmzettel in den Druck gegeben. Der abgebildete Muster-Stimmzettel wird sich farblich vom endgültigen Stimmzettel unterscheiden. |
| 08. Januar 2026 | Rettungssanitäter Marten Faust referierte beim Seniorentreff in LardenbachMit seinem Fazit „Erste Hilfe ist keine Kür, sondern eine Notwendigkeit“ beendete der Rettungssanitäter Marten Faust von der Johanniter-Unfallhilfe seinen Vortrag bei dem monatlichen Treffen der über 50 anwesenden Seniorinnen und Senioren aus Lardenbach und Klein-Eichen. Wie er aufzeigte, ist sie ein entscheidender Schutzfaktor für die Gesundheit, Würde und Unabhängigkeit. Zu Beginn nannte er mit Stürzen, Herzinfarkten Bewusstlosigkeit und Schlaganfällen die am häufigsten auftretende Notfälle. Bei der Zahlen- und Statistikdarstellung standen die Reanimationen und die Wiederbelebung obenan. Faust stellte die einzelnen Hilfsmaßnahmen vor, wobei das Absetzen eines Notrufes mit an erster Stelle stehe. Erwähnung fanden die einzelnen Hilfsmaßnahmen durch eine Reanimation und die entsprechende Lagerung der verletzten Person. Zudem wurde mit einem Video die Anwendung des Defibrillators verdeutlicht. Der besondere Hinweis auf die Notrufnummern und die Vorstellung der Kat-Retter als private Ersthelfer folgten vor dem anschließenden gemeinsamen Kaffee- und Kuchengenuss. (Karl-Ernst Lind) |
| 04. Januar 2026 | Doppelaxtwerfer wieder in Klein-EichenUm seinem Hobby – dem Werfen der Doppelaxt – bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit nachgehen zu können, hat sich Berend Repp in Klein-Eichen eine komplette Wurfanlage eingerichtet. Die Anlage wurde nach allen Regeln der Kunst gebaut, inklusive abgesichertem Zuschauerbereich, Videodokumentation und sogar eigenem Catering. Am Wochenende (2. bis 4. Januar) hatte Berend erneut professionelle Werferinnen und Werfer eingeladen, die zwar unter Wettbewerbsbedingungen, aber dennoch vor allem aus Freude an der Sache die Axt schwangen. Die Teilnehmenden reisten aus mehreren Ländern eigens in den Vogelsberg, um bei diesem besonderen Event dabei zu sein. An zwei Tagen galt es, sich für die Endrunde zu qualifizieren. Dort musste die 1134 Gramm schwere Axt nicht nur die knapp einen Meter große Holzscheibe treffen, sondern auch möglichst viele Punkte erzielen. Für die Besten gab es am Ende sogar Pokale. Unter den rund 60 aktiven Teilnehmern mischten sich am Sonntag auch einige Mitglieder der Grünberger CDU-Fraktion unter die Zuschauer. Mit dabei war Bürgermeister Marcel Schlosser. Zwar durften die Herren selbst nicht werfen, doch zeigten sie sich sichtlich beeindruckt von der Atmosphäre und der professionellen Ausstattung in Berend Repps Axtwurfhalle. |
| 01. Januar 2026 | "1250" Jahre LardenbachNach heutiger Berechnung hätte Lardenbach im Jahr 1945 kein Jubiläum feiern können. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wäre das Dorf rechnerisch 1169 Jahre alt gewesen. Ein bedeutendes zeitgeschichtliches Dokument hinterließ Günter Felsing. In den letzten Jahren seines Lebens fertigte er ein Modell der Dörfer Lardenbach und Klein-Eichen an. Günter, in Klein-Eichen geboren und später nach Lardenbach verheiratet, verstarb im Februar 2025 im Alter von 90 Jahren. Sein Modell zeigt die Situation unmittelbar nach Kriegsende 1945; eine begleitende Bilderserie dokumentiert Dorfansichten und Häuser aus dieser Zeit. Im Mai 1976 feierte Lardenbach – bezogen auf die damals angenommene älteste urkundliche Erwähnung – sein 1200-jähriges Bestehen. Höhepunkte des umfangreichen Festprogramms waren der Festakt am 21. Mai, die Internationalen Feuerwehrwettkämpfe sowie der große bunte Abend mit Tanz am 22. Mai. Am 23. Mai folgte der historische Festzug. Auch die 1225-Jahr-Feier im September 2001 bot einen besonderen Höhepunkt: Der historische stehende Festzug am Sonntag, dem 9. September, begeisterte trotz wechselhaften Wetters zahlreiche Besucher mit vielfältigen Aktionen und Vorführungen. Im nun begonnenen Jahr 2026 feiern die Lardenbacher Bürgerinnen und Bürger das 1250-jährige Dorfjubiläum. Über das gesamte Jahr hinweg sind verschiedene Veranstaltungen, Aktionen und Feste geplant, um die „Ersterwähnung“ Lardenbachs zum dritten Mal zu würdigen. Die älteste gesicherte schriftliche Erwähnung Lardenbachs findet sich in einem Kopialbuch der Reichsabtei Hersfeld und wird in die Zeit zwischen 1036 und 1051 datiert: „usque ad Lardenbach, quodque etiam ad villam, qui similiter dictur Lardenbach“ – übersetzt: „Bis zum Lardenbach und weiter bis zu dem Dorf, das ebenfalls Lardenbach heißt.“ Nach diesen Angaben könnte man entweder 990 oder 975 Jahre Ersterwähnung feiern. Die frühere Annahme, Lardenbach sei bereits 776 im Lorscher Codex genannt worden, gilt heute als überholt. Sicher ist jedoch: Das Dorf existierte vermutlich schon vor diesen Jahreszahlen – nur lässt sich dies wissenschaftlich nicht belegen. Daher gilt: „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!“ Lardenbach liegt mit seinem Ortsteil Seenbrücke rund 6,5 km östlich von Grünberg. Der namensgebende Lardenbach am nördlichen Ortsrand markiert zugleich die Grenze zum angrenzenden Klein-Eichen. Im Westen bildet der Seenbach die Grenze zu Weickartshain und Stockhausen. Die Gemarkung umfasst 313 Hektar, davon 60 Hektar Wald. Vom 14. Jahrhundert bis 1846 gehörte Lardenbach zum Gericht Laubach, das zunächst den Grafen von Hanau bzw. den Herren von Falkenstein unterstand. Mit dem solmsischen Teilungsvertrag von 1432 fiel der Ort an Graf Johann von Solms. Nach 1806 gehörte Lardenbach zu den Souveränitätslanden der Solmser im Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Bis 1837 war es – mit einer kurzen Unterbrechung durch die Eingliederung in den Kreis Grünberg – dem Landratsamt Hungen zugeordnet. 1848 folgte die Regierungskommission Gießen, 1852 bis 1938 das Kreisamt Schotten, anschließend der Landkreis Gießen. Zwischen 1710 und 1822 setzte die Obrigkeit insgesamt 101 Schultheißen ein. Mit dem erstmals gewählten Bürgermeister Johann Heinrich Lind (1822) bis zur Eingemeindung nach Grünberg 1971 amtierten zehn Bürgermeister, zuletzt Reinhard Mölcher sen. Vor der Gründung einer eigenen evangelischen Pfarrei 1717 war Lardenbach Filiale von Laubach, Groß-Eichen und Freienseen. 1657 errichteten 22 Einwohner die heutige Fachwerkkirche. Die baufällige Vorgängerkirche, bis 1827 vom Kirchhof umgeben, wurde verkauft. Die Kirche wurde 1984/85 umfassend renoviert. Zeitweise gehörten Solms-Ilsdorf und der Stockhäuser Hof zur Kirchengemeinde. Das 1834 bezogene Pfarrhaus diente – wie sein Vorgänger – bis 1886 als Schule. Die 1886 gemeinsam mit Klein-Eichen errichtete Schule am „Grenzgraben“ wurde 1951 durch einen Neubau ersetzt, der seit 1979 Kindergarten und Vereinsheim des Sportvereins beherbergt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg zugezogenen katholischen Flüchtlinge besuchen bis heute die von Laubach betreute Kirche St. Anna in Seenbrücke. 1631 lebten in Lardenbach 28 Untertanen, 1657 waren es 22 Nachbarn – rund 100 Einwohner. 1759 zählte man 46 Untertanen, etwa 250 Einwohner. Trotz früher Auswanderung erreichte die Bevölkerung 1846 mit 384 Personen ihren Höchststand. Danach führten Abwanderung und Auswanderung nach Amerika zu einem Rückgang auf 325 Einwohner im Jahr 1939. Der Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen ließ die Zahl 1946 auf 558 steigen. 1950 lebten 49 Evakuierte und 169 Flüchtlinge im Dorf. In den 1950er Jahren sank die Einwohnerzahl wieder: 1961 waren es 427, 1976 410 und Mitte 2021 noch 364 Einwohner. Die Bevölkerung litt immer wieder unter Epidemien und Naturkatastrophen. Hagelschlag, monatelanger Regen und Überschwemmungen zerstörten Ernten und Gebäude. Während des Siebenjährigen Krieges und der Napoleonischen Kriege belasteten Einquartierungen alliierter und französischer Truppen die Dorfbewohner. Im Ersten Weltkrieg hatte Lardenbach 18 Gefallene, im Zweiten Weltkrieg 28 Gefallene und Vermisste zu beklagen. Ursprünglich war das Dorf geprägt von Ackerbau, Viehzucht und Leinenweberei – sichtbar im Ortswappen mit Flachsblüte und drei Weberschiffchen. Einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte der Eisenerztagebau in den Gruben Maximus Süd und Nord vom späten 19. Jahrhundert bis 1941. 1903 wurde die Poststelle eröffnet, die bis 2000 bestand. Die Bahnstrecke Mücke–Laubach mit dem Bahnhof Seenbrücke bestand von 1903 bis Ende der 1950er Jahre für die Dörfer Weickartshain, Lardenbach und Klein-Eichen. Im Gemeindesteinbruch wurde von 1875 bis 1908 Basalt abgebaut. 1911 entstand die Wasserleitung von der Quelle in Wohnfeld zum Hochbehälter Klein-Eichen. 1920 gründeten Lardenbach und Klein-Eichen eine Landwirtschaftliche Bezugs- und Kreditgenossenschaft. 1938 entstand eines der beiden Backhäuser. Die Stromversorgung wurde 1922 eingerichtet. Das Vereinsleben wird traditionell gemeinsam mit Klein-Eichen gestaltet: Männergesangverein „Eintracht“, Sportverein SSV, Obstbau- und Kelterverein sowie die Zusammenlegung der Feuerwehr-Einsatzgruppen und schließlich die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach/Klein-Eichen im Jahr 2012 stärkten die enge Verbindung der beiden Orte. Seit 1971 ist Lardenbach ein Stadtteil von Grünberg. 2005 wurden im Neubaugebiet „Am Triesch“ 18 Bauplätze erschlossen und bis heute bebaut. 2013 waren 37 Gewerbebetriebe gemeldet, 2022 bestanden noch 33. Im Oktober 2021 schloss das Gasthaus „Zur Linde“ – eine über hundertjährige Institution des dörflichen Lebens. Gleichzeitig sollte der Ausbau der Glasfaserleitungen bis in jedes Haus vorangetrieben werden, man wartet. Die Digitalisierung prägt inzwischen viele Bereiche des sozialen Lebens im Dorf. |
| 01. Januar 2026 | Lardenbach feiert 2026 mit zahlreichen Veranstaltungen seine ErsterwähnungMit einer zünftigen Silvesterfeier begannen für den Grünberger Stadtteil Lardenbach die Feierlichkeiten zur Ersterwähnung vor 1250 Jahren Anno 776. Für die über 100 mitfeiernden Bewohner aus Lardenbach und Klein-Eichen bot die Eröffnungsveranstaltungen im festlich dekorierten Dorfgemeinschaftshaus einen würdigen Einstand zu den im Jahr 2026 noch weiteren anstehenden Feierlichkeiten. Organisiert vom Ortsbeirat und von den Mitgliedern des Festausschusses stand den Besuchern ein von der örtlichen Metzgerei geliefertes kalt-warmen Buffet zur Stärkung bereit. Ergänzt wurde dieses durch die von zahlreichen Frauen zubereiteten Salate und Beilagen. Im Rahmen der Begrüßung durch Ortsvorsteher Christian Ruppel wurde unter dem Motto „Ein Jubiläum, das wir ein Jahr lang feiern“ ein Werbebanner und das geplante Festprogramm kurz vorgestellt. Eingebunden sind dabei die traditionell jedes Jahr durchgeführten Veranstaltungen wie der Lardenbacher Holzstrich mit der „Männerbräut“, der Himmelfahrtsgottesdienst, zwei Preisskat-Turniere, ein Fischerfest und das Oktoberfest. Zusätzliche Events sind ein Tischtennis-Turnier, eine Gemarkungswanderung, ein Dorfsingen, ein Dorfflohmarkt, der Ortssporttag, das Apfel- und Pfannenkuchenfest, ein Tag der offenen Sauna und der Lardenbacher Adventstreff. Zudem wird es im November einen Festkommers geben. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind durch einen Scan in dem ab sofort öffentlich ausliegenden Flyer erhältlich. Ruppel dankte Nina Böcher und allen bisherigen Unterstützern sowie besonders den zahlreichen Sponsoren. Zugleich stellte er die käuflich zu erwerbenden angefertigten T-Shirts und eine Tasse mit einem Luftbild von Lardenbach vor. In gemütlicher Runde und bei guter Unterhaltung erwarteten die Anwesenden dann den Jahreswechsel. Nach dem gemeinsamen Anstoßen, dem gegenseitig ausgesprochenen guten Wünschen für das Jahr 2026 und vor dem Gebäude verfolgten Feuerwerk feierte man noch bis in den frühen Morgen weiter. Eine Abwechslung wurde auch den Kindern durch das Einrichten einer Spielstätte im kleinen Saal geboten. (Karl-Ernst Lind) |