1. November 1987

Klärgruben

Auf Anordnung der Unteren Wasserbehörde muss die Stadt Grünberg dafür Sorgen, dass überall Hausklärgruben installiert sind. Für Klein-Eichen hat dies bis zum 1. November 1987 zu erfolgen. Bis zum Anschluss an eine Kläranlage hat die Stadt Grünberg auch die ordnungsgemäße Entsorgung der Hausklärgruben sicherzustellen.

 
28. August 1987

Das erste K.A.R.L.-Fest

"Man müsste mal was machen ..."! So hat es angefangen. Und weil Musik immer gut ist, war schnell klar, dass es ein Rockkonzert sein soll. Nun spielten auch noch zwei Klein-Eichener mit der Gruppe "Stop Smiling". Die suchten sowieso immer nach einer Gelegenheit um ihr Können einem Publikum vorzubringen. Und weil von den jungen Leuten im Dorf so gut wie jeder in der Feuerwehr war, stand der Mitveranstalter schnell fest. Da mit war die finanzielle Absicherung gegeben.

Für den Veranstaltungsort scheute man sich nicht über den Grenzgraben zu gehen. Der Lardenbacher Steinbruch eignete sich sehr gut. Hier konnte es auch mal etwas lauter zugehen. War man von den Dörfern doch etwas entfernt. Natürlich war es beschwerlich die ganze Infrastruktur da hoch zu fahren. Gerade die doch große Bühne erforderte Einsatz. Stromaggregat, Theke, Getränke und Essen, alles musste organisiert werden.

An einem Freitagabend im August 1987 (28.) konnte die Fete dann steigen. Es drehte sich alles um den Auftritt von "Stop Smiling". Als Sänger der Gruppe ging Michael Roth in die Vollen. An den Drums gab Uwe Zimmer den Takt an. Beider Väter waren und sind ja im Dorf musikalisch schon immer vorne dabei gewesen. Hinter der Theke kamen die weiteren Akteure des Festes ebenfalls nicht zur Ruhe. Unter das bunte junge Publikum mischten sich auch einige Ältere aus den Dörfern.

Diese Open-Air-Fete war der Anfang von K.A.R.L. Obwohl an diesem Abend noch niemand vom "Klein-Eichener-Arbeitskreis-Zur-Rettung-Der-Lebensfreude" sprach. Der Name wurde erst später erfunden. Dreimal nutzte die Klein-Eichener Feuerwehrjugend den Lardenbacher Steinbruch. Dann gab es die Veranstaltungen in Klein-Eichen.

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08. August 1987

Feuerwehr-Ausscheidungswettkämpfe

Grünberg stand am Samstag ganz im Zeichen der Freiwilligen Feuerwehr, waren doch 34 Freiwillige Feuerwehren aus ganz Hessen angetreten, um an den 9. Ausscheidungswettkämpfen des Hessischen Landesfeuerwehrverbandes teilzunehmen. Hier konnten sich sieben Mannschaften mit je neun Teilnehmern in der Gruppe A und zwei Mannschaften in der Gruppe B für die Teilnahme am Bundesendscheid 1988 in Hannover qualifizieren. Sieger in beiden Gruppen wurden jeweils die Mannschaften aus Nidderau-Eichen. Zweiter in der Gruppe A wurde Grünberg-Lardenbach I, den Vizetitel in der Gruppe B holte sich die Mannschaft Lardenbach III. Damit haben sich diese beiden Mannschaften ebenfalls für den Bundesentscheid qualifiziert.

Begonnen hatte der Wettkampftag mit dem Einmarsch der teilnehmenden Mannschaften zu den Klängen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Grünberg. Zur Eröffnung sprachen der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Hessen, Wilfried Köbler und Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke. Die Wettkampfleitung lag in den Händen von Kreisbrandinspektor Otto Schaaf, für die Organisation und Abwicklung war Helmut Felsing (Lardenbach) zuständig.

Um 12 Uhr begannen dann die Wettkämpfe, die so ausgelegt waren, dass vier Mannschaften zunächst den "Löschangriff" auf dem TSV-Sportplatz absolvierten. Den zweiten Teil bildete dann der Staffellauf, in den einige Hindernisse eingebaut waren. Für beide Disziplinen gab es dann eine bestimmte Punktzahl, die zusammengerechnet die Gesamtpunktzahl ergab.

Mit Spannung wurde von den Mannschaften am Nachmittag die Siegerehrung erwartet, die nach dem Einmarsch aller Teams von Helmut Felsing vorgenommen wurde. Nicht nur die Lardenbacher Mannschaften nahmen an den Ausscheidungswettkämpfen teil. Auch Klein-Eichen stellte sich mit einer Mannschaft dem Wettkampf. Die neun Männer der Feuerwehr waren Thilo Daniel, Bernhard Köcke, Uwe Zimmer, Frank Hollederer, Andreas Biedenkopf, Michael Roth, Dieter Kühn, Martin Zimmer und Herbert Kühn. Immerhin belegte die Mannschaft den 10. Rang. Das reichte zwar nicht für ein Weiterkommen im Wettkampf. Aber alleine die Teilnahme in Grünberg war schon was besonderes.

(gaz/tr)

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07. August 1987

Übung zum Feuerwehrwettkampf 1987

Fast jede Möglichkeit wird derzeit von den Feuerwehren Lardenbach und Klein-Eichen wahrgenommen, um sich bei Wettbewerben auf die bevorstehende Hessische Landesausscheidung für die in Krakau (Polen) stattfindende 9. Feuerwehr-Olympiade vorzubereiten. Hieran werden neben drei Lardenbacher Gruppen auch zwei Gruppen aus Lehnheim sowie eine Wettkampfmannschaft aus Grünbergs kleinstem Stadtteil Klein-Eichen teilnehmen.

Um dieses hohe Ziel erreichen zu können, beteiligten sich in den letzten Wochen wieder zwei Lardenbacher Mannschaften bei Wettkämpfen in Nidderau-Eichen und eine Gruppe in Neuweiler. In Eichen konnte mit einer bis dahin aufgestellten Bestzeit beim Löschangriff und einer guten Staffellauf-Zeit mit über achtzehn Punkten Vorsprung der 1. Platz belegt werden. Beteiligt an diesem Wettbewerb war auch die Klein-Eichener Gruppe, die innerhalb der starken Konkurrenz den 16. Platz einnahm.

Für den großen Tag der Landesausscheidung in Grünberg trainierte die Klein-Eichener Gruppe auf dem Sportplatz in Lardenbach am Freitagabend (7. August 1987).

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13. Juli 1987

Fußball-Fusion

"Es war eine vernünftige Entscheidung", sagt Lothar Döhler, der 1. Vorsitzende des FC 1927 Weickartshain, "früher oder später hätten beide Vereine wegen des geringen Spielermaterials echte Schwierigkeiten bekommen, den ordentlichen Spielbetrieb der Reserven zu erhalten, weil sowieso schon jetzt viele alte Herren Sonntag für Sonntag aushelfen". Die Rede ist von der Spielgemeinschaft (SG) Lardenbach/Klein-Eichen/Weickartshain, die in der Fußball-Sasion 1987/88 in der Kreisliga B Ost, Gruppe 1, spielen wird. "Die Vereine bleiben natürlich von der Struktur her eigenständig", fügt Döhler hinzu.

Der Optmismus besteht auch momentan beim Nachbarklub SSV Lardenbach/Klein-Eichen 1966, wo man sich von der Fusion der Fußball-Abteilungen einiges verspricht. In erster Linie bessere Plazierungen als im vergangenen Spieljahr: Position elf mit 22:34 Punkten und 38:66 Toren stand da in der Endbilanz für den SSV zu Buche, während der FC Weickartshain gar nur auf dem vorletzten Rang (14.) landete.

Die Heimspiele in der bevorstehenden Runde werden abwechselnd auf dem seit 1954 existierenden Rasenplatz in Weickartshain, bzw. dem Rasenplatz im 640-Einwohner-Dorf Lardenbach ausgetragen.

Erste Stimmen, die die Möglichkeit einer Spelgemeinschaft ins Gespräch brachten, wurden bereits nach Beendigung der Vorrunde laut. Schon 1981-1983 hatten Weickartshainer mit den SSV-Kollegen sehr erfolgreich in der Jugendspielgemeinschaft zusammen "gekickt". Döhler fallen da gleich Namen der damaligen Akteure ein: Ebenhoeh, Reitz, Herber, Neudert, Gill oder Torwart Biedenkopf. Aus Lardenbach und Klein-Eichen kamen Spieler wie Thomas Berkenkamp, Dieter und Günther Frank, Frank Hollederer, Ulrich Schwanke und Kurt Scharmann.

Außerdem gibt es schon seit acht Jahren die Jugendspielgemeinschaft Weickartshain/Lardenbach/Klein-Eichen, die in der Zwischenzeit mit Lehnheim erweitert wurde. Die E7- und D11-Jugendlichen werden 1987/88 in Weickartshain, die B-Jugend in Lardenbach trainiert bzw. betreut.

Der FC-Vorstand nahm Kontakt zu den Verantwortlichen des SSV Lardenbach/Klein-Eichen (mit dem 1. Vorsitzenden Arno Böcher an der Spitze) auf, und man traf sich zu zwei Sitzungen, in denen die FC- und SSV-Verantwortlichen über die grundsätzliche Bereitschaft zur Bildung einer Spielgemeinschaft sprachen. Eine positive Haltung in dieser Angelegenheit hatte sich im Vorfeld der Gespräche auch beim SSV gezeigt.

Beim zweiten Treffen wurde von beiden Seiten eine schriftliche Vereinbarung erarbeitet. Die wichtigsten Punkte der Abmachung lauteten: abwechselnde Durchführung des Trainings- und Spielbetrieb und Verpflichtung eines neutralen Trainers.

Auf der Kommandobrücke der Spielgemeinschaft, die künftig im orange-blauen Dreß auflaufen wird, steht 1987/88 Ottmar Becker. Hilfestellung können dem in Nieder-Ohmen wohnenten Becker dabei die Speilausschußvorsitzenden Reinhard Mölcher (Lardenbach) und Helmut Siedler (Weickartshain) leisten.

"Wir wollen zunächst einmal vom Tabellenende weg und peilen einen Mittelplatz an", formuliert Lothar Döhler die Zielsetzung der neuen SG Lardenbach/Klein-Eichen/Weickartshain. Vom Stamm der letztjährigen ersten Mannschaften haben beide Klubs keine Abgänge zu verzeichnen.

Mit Bernd Irlmeier, Rudi Felsing, Gunter Berg, Dieter Kraft (alle Lardenbach), Ulrich Ebenhoeh, Uwe Neudert und Helmut Siedler (alle Weickartshain) verfügt man über erfahrene Akteure, "die für die Unterstützung der zahlreichen jungen Spieler sehr wertvoll sind", so Lothar Döhler.

Der Trainingsauftakt erfolgte am vergangenen Montag (13. Juli 1987) in Lardenbach. Das erste Meisterschaftsspiel steht am 13. August gegen den SV Stangenrod auf dem Programm.

(gaz/sh)

 
07. Juni 1987

6. EVG-Wanderung

Zwar kein "Bilderbuch-Wetter" verbuchte die 6. EVG-Wanderung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen am vergangenen Pfingstwochenende (7. Juni 1987). Dennoch waren zu dieser vom Veranstalter hervorragend organisierten Wanderung aus 35 hessischen Vereinen 858 Teilnehmer an den Start gegangen, wobei 289 Wanderfreunde die Abendwanderung am Pfingstsamstag absolvierten.

Die drei über sieben, zwölf und zwanzig Kilometer angebotenen Strecken, denen so mancher Regenschauer nichts anhaben konnte, führten durch die reizvolle Landschaft Oberhessens. Hierbei wurden besonders durchs Waldgebiet bei Freienseen und Laubach gelaufen.

Für jeden Teilnehmer stand auf Wunsch und gegen ein entsprechendes Startgeld auch wieder eine persönliche Auszeichnung in Form eines Sternbodenseidels mit Jux-Motiv zur Verfügung.

Bei der vom 1. Vorsitzenden des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen Arno Böcher durchgeführten Siegerehrung erhielten die zehn stärksten EVG-Wandergruppen Pokale und Ehrenpreise. Den 1. Platz konnten die Wanderfreunde Lehnheim mit 57 Teilnehmern erringen. Auf den nächsten Plätzen folgten Horlofftal (53), Bauernheim (49), Atzenhain (43), Ober-Seibertenrod (42), Ulfa (37), Wölfersheim (37) und JSV Lehnheim (32).

(Karl-Ernst Lind)

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28. Mai 1987

Gottesdienst im Steinbruch

Weit über 300 Menschen besuchten am Himmelfahrt-Feiertag den Gottesdienst im Steinbruch Lardenbach, der von den Kirchengemeinden des heimischen Raumes wieder gemeinsam veranstaltet wurde. In dem von der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach errichteten Zelt fanden sich Besucher aus Ober-Ohmen, Groß-Eichen, Sellnrod, Freienseen, Klein-Eichen, Lardenbach, Weickartshain, Stockhausen, Mücke, Merlau, Flensungen und Ilsdorf ein. Nach den Eingangsworten von Pfarrer Schmidt predigte Pfarrer Günther aus Groß-Eichen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von dem Posaunenchor Sellnrod.

(Karl-Ernst Lind)

 
08. Mai 1987

Ortsbeiräte beantragen Dorfgemeinschaftshaus

In einer gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte Klein-Eichen und Lardenbach, die am Freitag (8. Mai 1987) im Evangelischen Gemeindesaal unter Leitung von Ortsvorsteher Manfred Daniel stattfand, ging es zunächst um den vom RP vorgelegten Personennahverkehrsplan Mittelhessen. Hierbei wurde einstimmig beschlossen, dass auf jeden Fall die für beide Stadtteile bestehenden Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs bestehen bleiben sollen. Zudem wurde vorgeschlagen, dass in den späteren Vormittagsstunden und am Nachmittag eine weitere Verbindung von und zur Kernstadt geschaffen werden müßte. Weiterhin soll in Zukunft wieder eine Verbindung nach Laubach entstehen.

Bei einer Enthaltung beantragten die beiden Gremien, ein Dorfgemeinschaftshaus für die beiden Stadtteile zu bauen. Zuvor hatten die Vertreter der örtlichen Vereine nochmals die Notwendigkeit dieser Maßnahme begründet. Mit dem gleichen Abstimmungsergebnis wurde auch ein Zusatzantrag verabschiedet, bei dem es um einen Versammlungsraum in Klein-Eichen ging.

Im weiteren Verlauf der Sitzung erörterten die Mitglieder der Ortsbeiräte mögliche Standorte und diskutierten über die Frage, welche Einrichtungen und Räume in einem DGH notwendig sind. Die Ortsbeiräte und interessierte Vereinsvertreter wollen demnächst einige benachbarte Dorfgemeinschaftshäuser besichtigen.

Zustimmung fand auch ein Vorschlag des Klein-Eichener Ortsvorstehers Manfred Daniel, dass von den Mitgliedern der Ortsbeiräte und auch von der interessierten Bevölkerung die Kläranlage in Ober-Bessingen besucht werden sollte. Zum Abschluss der Sitzung erklärte sich das Lardenbacher Gremium bereit, den Kinderspielplatz "Am Helgenstock" zu überholen. Hierbei hofft man auch auf die Hilfe der Bevölkerung.

(Karl-Ernst Lind)

 
26. April 1987

Ehrungen beim SSV

Für ihre langjährige aktive Tätigkeit beim SSV Lardenbach/Klein-Eichen wurden am letzten Wochenende vor dem Meisterschaftsspiel gegen den TSV Allendorf/Lda. vom 1. SSV-Vorsitzenden Arno Böcher und Fußball-Abteilungsleiter Reinhard Mölcher jun. die Spieler Dieter Kraft für 600 Spiele, Klaus Weeke für 400 Spiele, Peter Swoboda für 250 Spiele und Klaus Hansel für 300 Spiele.

(Karl-Ernst Lind)

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19. April 1987

Erster Sieg für den SSV 1987

In der Gruppe Ost der Kreisliga B Gießen hat der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen (19. April 1987) sein erstes Gruppenspiel gewonnen. Starker Seitenwind verhinderte aber ein gutes Spiel. Dennoch schaffte Gastgeber SSV seinen ersten Sieg in diesem Jahr gegen den FC Weickartshain. Dabei sah es nach dem 0:1 von Hartmann (44./Weickartshain) kurz vor der Pause nicht danach aus. Rudi Felsing konnte aber nach einer Stunde Spielzeit für den SSV egalisieren, und drei Minuten vor dem Ende lenkte Reitz den Ball zum 2:1 für den SSV ins eigene Netz. In der Tabelle stehen Lardenbach/Klein-Eichen nach wie vor auf dem 11. Platz.

(gaz)

 
17. April 1987

MGV im Laubacher Stift

Eine Freude bereiteten die Sänger des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen dieser Tage den älteren und kranken Menschen im Alten- und Pflegeheim sowie im Krankenhaus des Laubacher Stifts. Unter Leitung von Ottmar Hasenpflug (Saasen) wurde einige Chöre zu Gehör gebracht. Die Zuhörer äußerten den Wunsch, öfter etwas von dem Chor zu hören.

(Karl-Ernst Lind)

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12. April 1987

Ausflug der Nachwuchssportler

Zwanzig Jugendliche der Fußball- und Tischtennisabteilung des SSV Lardenbach/Klein-Eichen und vier Betreuer verbrachten das vergangene Wochenende in Gersfeld in der Röhn. Das abwechslungsreiche Programm bescherte den jungen Sportlern einen Abstecher auf Hessens höchsten Berg, die Wasserkuppe, die sich immer noch mit schneebedecktem Gewand zeigte.

Ein Besuch der Fuldaquelle und eine Wanderung auf den Kreuzberg und damit in die bayerische Röhn schlossen sich an. Für die sportliche Betätigung bot die schön gelegene Jugendherberge Gersfeld ausreichend Gelegenheit, so dass bei der Rückfahrt am Sonntag alle Beteiligten rundherum zufrieden waren.

(Karl-Ernst Lind)

 
05. April 1987

Landtagswahl

Zur erneut vorgezogenen Landtagswahl am 5. April 1987 konnten die Wählerinnen und Wähler Klein-Eichens wieder das Wahllokal Bingel aufsuchen. Das taten dann auch 132 der 183 Wahlberechtigten. Damit lag die Wahlbeteiligung bei rund 72 Prozent. In Lardenbach gingen deutlich mehr zur Wahl. Hier lag die Wahlbeteiligung bei 78 Prozent.

Bei den Landtagswahlen erleidete die SPD ihre bislang schwerste Wahlniederlage seit Bestehen des Landes. Die CDU wurde stärkste Partei und konnte ihren bei den Landtagswahlen 1983 erreichten Stimmenanteil von 39,4 % auf 42,1 % steigern. Das Wahlergebnis führte zur erstmaligen Übernahme der hessischen Landesregierung durch die CDU.

 

Das Ergebnis (ohne Briefwahl!):

  Klein-Eichen   Lardenbach
Wahlberechtigt: 183   339
Wähler: 132   ?
Wähler (mit Briefwahl): 14   ?
Ungültige Stimmen : 2   ?
Gültige Stimmen 130   265
       
Davon entfielen auf (ohne Briefwahl):      
CDU
61 (46,9%)   119 (44,9%)
SPD
36 (27,7%)   96 (36,2%)
FDP
16 (12,3%)   33 (12,5%)
Grüne
17 (13,1%)   16 (6,0%)
DKP
0   ?
 
03. April 1987

JHV des Obstbau- und Keltervereins

Zur Mitgliederversammlung des Obstbau- und Keltervereins begrüßte am vergangenen Freitag (3. April 1987) Vorsitzender Edwin Scharmann im Gasthaus Dietz neben den Mitgliedern und weiteren Gästen auch den Gießener Zauberkünstler Riconelly.

Der Vereinsvorsitzende berichtete zunächst der Versammlung, dass die gestellten Aufgaben des Auspressens von Obstsäften und die Information der Mitglieder über Anbau und Verarbeitung von verschiedenen Obstarten vollends erfüllt werden konnten. Weiterhin seien für den Kelterbetrieb wiederum notwendige Anschaffungen getätigt worden.

Eine wichtige Aufgabe hat nach Ansicht des Vereinsvorsitzenden der Verein mit der Übernahme der Pflege der 25 in der Klein-Eichener und Lardenbacher Gemarkung stehenden städtischen Obstbäume übernommen. Das Sommerfest soll auch im Jahre 1987, und zwar am 17. Juni wieder abgehalten werden.

Den Kassenbericht verlas Rechner Hans Mölcher. Er sprach auch über die zukünftige Finanzlage. Dem Vorstand wurde im Anschluß an den Bericht der Kassenprüfer Gudrun Voll und Helmut Fitzthum einstimmige Entlastung erteilt. Zu neuen Kassenprüfern bestimmten die Mitglieder Lothar Pleik und Gunter Berg.

Eine rege Beteiligung beim Keltern stellte Kassenwart Hans Mölcher fest und berichtete, dass im letzten Jahr 40 000 Liter Most gekeltert worden sind. Schriftführer Hans Zimmer führte die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Neupflanzen im letzten Jahr an. Er verwies nochmals auf die vom Kreis Gießen geförderten Maßnahmen hin

Mit der Verpflichtung des durch Bühne und Fernsehen bekannten Gießener Zauberkünstlers Riconelly hatte der Vorstand des jungen Stadtteilsvereins eine Besonderheit für seine Mitglieder geboten. Überzeugend präsentierte der Magier seine Tricks, wobei das Publikum in der Dorfwirtschaft immer mit einbezogen wurde und begeistert war.

(Karl-Ernst Lind)

 
24. März 1987

Hochwasser

Aufgrund der länger anhaltenden Niederschläge fragten sich viele Bürger im Kreis Gießen ob nun Hochwasser-Gefahr bestände. Laut Kreis-Brandinspektor Otto Schaaf war bis zum Mittag noch kein Anlaß zur Sorge; ihm lagen keine größeren Hochwasser-Meldungen vor. Aus dem Raum Grünberg hatte ihn die Nachricht erreicht, dass es lediglich im Bereich der Stadtteile Stockhausen, Klein-Eichen und Lardenbach hier und dort Überschwemmungen gebe.

(gaz/js)

 
13. März 1987

SSV Jahreshauptversammlung

In der Jahreshauptversammlung des Spiel- Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen stellte Vorsitzender Arno Böcher dieser Tage (13. März 1987) im Gasthaus Bingel die rege Vereinsarbeit des Jahres 1986 besonders heraus. So berichtete er von der EVG-Wanderung, dem Ortssporttag, der auf gute Resonanz gestoßen sei und dem Tischtennis-Stadtpokalturnier der Tischtennis-Abteilung. Als problematisch bezeichnete der Vorsitzende den Nachwuchsmangel bei der Fußballjugend. Auch für die Wandersparte erbat sich Böcher eine regere Unterstützung durch die Mitglieder. Als Anerkennung für die geleistete Jugendarbeit überreichte er den Jugendbetreuern Annita Schmidt, Klaus Kratz und Jürgen Schätzle sowie Peter Swoboda in Abwesenheit ein Präsent.

Nach dem positiven Kassenbericht von Gerda Weeke, dem Bericht der Kassenprüfer Artur Kratz und Dieter Ruppel sowie der Entlastung des Vorstandes durch die Versammlung berichteten die einzelnen Abteilungsleiter über die sportliche Arbeit im Vereinsleben.

Für die Fußballsenioren sprach Reinhard Mölcher jr. von einem 10. Platz der 1. Mannschaft in der abgelaufenen Meisterschaftsrunde. Erfolgreicher sei man jedoch bei Hallenturnieren gewesen, wo ein vierter und ein erster Platz belegt wurden. Auch die mit dem TSV Groß-Eichen in Spielgemeinschaft spielende Alt-Herren-Mannschaft habe in Stangenrod einen sechsten Pokal erringen können.

Jugendleiter Kurt Scharmann berichtete von Personalschwierigkeiten bei den drei gemeldeten und mit dem FC Weickartshain in Spielgemeinschaft stehenden Jugend-Fußballmannschaften.

Zufrieden mit den Leistungen der Tischtennisabteilung zeigte sich deren Spartenleiter Gerhard Ruppel. Er erwähnte den 4. Platz der 1. Mannschaft in der letzten Runde in der Bezirksklasse Fulda/West. Erstmals habe man eine Jugendmannschaft, die in der Verbandsrunde Alsfeld spielt, gemeldet.

Von einem Aufschwung bei der Gymnastik-Abteilung berichtete Bärbel Erdmann. Die Jugendgymnastikgruppe habe zwei Auftritte absolviert. Nicht ganz zufrieden ist man nach den Worten der Abteilungsleiterin mit dem Besuch des Kinderturnens.

Von einem ruhigen Jahr sprach Wanderwart Bernhard Nickel. Zum Abschluß seiner Ausführungen verwies er noch auf die am Pfingstsamstag und Pfingstsonntag stattfindende EVG-Wanderung in Lardenbach.

Im Amt des 1. Vorsitzenden wurde Arno Böcher für die nächsten drei Jahre bestätigt. Für den nicht mehr kandidierenden 2. Vorsitzenden Karl-Ernst Lind wurde Manfred Klimek neu gewählt. Gerda Weeke bleibt Kassenwartin, Bärbel Erdmann Schriftführerin und Beisitzer Reiner Roth. Zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit wird Karl-Ernst Lind sein.

Veränderungen gab es auch in den einzelnen Sparten. So wird neben dem wiedergewählten Abteilungsleiter der Fußballabteilung Reinhard Mölcher jr. nun Eduard Schmidt als dessen Stellvertreter fungieren. Die Leitung der Wanderabteilung übernimmt Klaus Weeke. Sein Stellvertreter wurde Jürgen Schätzle. Keine Veränderung gab es in der Tischtennisabteilung und bei der Damengymnastik. Hier versehen Gerhard Ruppel und Bernhard Sauer sowie Bärbel Erdmann und Sieglinde Mölcher weiterhin ihre Ämter. Stellvertretender Jugendleiter der Tischtennisabteilung wurde Klaus Kratz.

(Karl-Ernst Lind)

 
03. März 1987

Fastnachtsumzug in Freienseen 1987

Der Rosenmontagszug in Freienseen war auch diesmal wieder spontan zusammengestellt worden. Ob "Freudenhaus" oder "Gefängnis", der närrische Umzug im Nachbardorf kam ebenso bunt wie orginell daher. Etwa 15 Wagen mit unterschiedlichen Motiven und Themen waren unterwegs; ebenso einige Fußgruppen, darunter auch Gäste aus Klein--Eichen. Die "Grenzgrabenspritzer" machten das viel diskutierte Dorfgemeinschaftshaus zu ihrem Motivwagen. Ein mobiles DGH, könne mal in Lardenbach, mal mal in Klein-Eichen stehen. Ansonsten war alles "made in Freienseen". Das Prinzenpaar, Christine I. und Richard I., präsentierte sich dem närrischen Publikum, und das Kinderprinzenpaar Julia und Alexander stand den Großen nicht nach. Dem mittlerweile 16. Zug folgte dann noch zunftiges Feiern in der Turnhalle.

(gaz/av)

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01. März 1987

Kinderfassenacht 1987

Eine Kinderfassenacht mit jungen Nachwuchstalenten aus den Grünberger Stadtteilen Klein-Eichen und Lardenbach veranstaltete am Sonntag (1. März 1987) der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen. Durch das Programm führte Bärbel Erdmann, Abteilungsleiterin der Gymnastikgruppe.

Zunächst ließ sie durch den Lakaien Jens Pernak den ersten Büttenredner Karsten Berg aufmarschieren. Dieser machte dem närrischen Volk einmal klar, wie kindisch nicht nur die Kinder sind.

Tänze der Gymnastikgruppe, einstudiert von Pia Scharmann und Simone Fitzthum, sorgten anschließend für gute Stimmung. Als "Die Klee" betrat Anja Mölcher die Bütt. Gekonnt war auch Nadja Schmidts Bericht von dem Getöse der Eltern.

Den Abschluß des offiziellen Teils machte Stefan Weeke: "als geplagter Schüler" klagte er von seinem Leid.

(Karl-Ernst Lind)

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21. Februar 1987

Hallen-Fußballturnier

Ganz im Zeichen des Fußballs standen am Wochenende (21. Februar 1987) einige Sporthallen im heimischen Raum. So war u. a. der SV Queckborn Gastgeber eines Hallen-Turniers, mit dessen Verlauf sich der Veranstalter rundum zufrieden zeigte.

Sieger des Hallenturnieres für Senioren-Mannschaften am Samstag wurde etwas überraschend der SSV Lardenbach/Klein-Eichen. Der Verein ging aus dem Jeder-gegen-jeden-Vergleich mit vier weiteren Mannschaften ohne Verlustpunkt als Sieger hervor. Insgesamt boten alle Teilnehmer sehenswerten Fußball. Da die Spiele zudem ausgesprochen fair verliefen, war man beim Veranstalter am Ende recht zufrieden.

Der SSV konnte die Spiele gegen Queckborn mit 4:3, gegen Allertshausen ebenfalls mit 4:3, gegen Sellnrod mit 5:4 und gegen Bobenhausen mit 6:2 gewinnen. Das bedeutete an diesem Tag den ersten Platz mit 19:12 Toren und 8:0 Punkte.

(gaz)

 
14. Februar 1987

Fassenacht 1987

Mit einem kaum noch zu überbietenden Programm warteten am Samstag (14. Februar 1987) im Saale Dietz die Mitwirkenden der Faschingssitzung auf. Die Veranstaltung, die traditionell von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert wird, war erneut ausverkauft. Eröffnet wurde die Sitzung durch den Vereinsvorsitzenden Karl-Ernst Lind, der das Kommando an den bewährten Sitzungspräsidenten Hans Mölcher übergab.

Als erstes marschierten die Disco-Ladies auf. Inge und Cornelia Nickel berichteten von ihren Abenteuern. Gleich weiter ging es mit Karlheinz Erdmann weiter, der als Fremdenführer einigen "Stadtmenschen" das gesunde fruchtbare Landleben von Lardenbach erläuterte. Themen aus dem örtlichen Bereich präsentierten die Mitglieder des Feuerwehr-Stammtisches. Unter musikalischer Leitung von Reiner Roth und der entsprechenden Kostümierung wurden verschiedene Geschehnisse dem Narrenvolk nähergebracht.

Zwischen den Liedvortägen hörte man so manchen Wortbeitrag. Hier trat Bernhard Nickel als Alkoholvernichter auf. Mit dabei waren noch Bernd Kratz, Herbert Rühl, Leo Müller, Eduard Schmidt, Karlheinz Hollederer, Karlheinz Berkenkamp, Heinz Schwanke und Artur Kratz.

Nun endlich durfte er! Der schon zuvor zweimal den Versuch machende und vom Sitzungspräsidenten zur Ordnung gerufene "Kulissenschieber" Jürgen Maus betrat nun die Bütt und stellte fest, dass er sich bei seinem schweren Job wahrlich keine Pause gönnen kann.

Die Lacher auf seiner Seite hatte Artur Kratz, der als Tankwart viel Amüsantes zu berichten wußte. Mit Interesse verfolgte das Narrenvolk dann die drei Thekensteher (Heinz Schwanke, Reiner Roth und Karlhein Hollederer), die wie jedes Jahr das umfangreiche Dorfgeschehen unter die Lupe nahmen.

Orientalisch ging es dann zu, als ein Scheich mit seinem Harem die Bühne einnahm. In einer von vier Mulis (Klaus Weeke, Bernhard Nickel, Eduard Schmidt, Artur Kratz) getragenen Senfte hatte Arno Böcher als Scheich seine Macht unter Beweis gestellt. Er ließ sogleich seinen Harem mit Anja Kratz, Sandra Schwanke, Pia Scharmann, Simone Fitzthum, Cornelia Dietz, Cornelia Nickel, Regina Hassinger und Elisabeth Wahl, die als Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen unter Leitung von Annita Schmidt einen sehenswerten Tanz absolvierten, auftreten.

Von seinen umfangreichen Plagen und Aufgaben berichtete im Anschluß Hans Mölcher als Hausmann. Den Abschluß der Büttenreden machte dann vor dem großen Finale Karl-Ernst Lind, der als Playboy seine Lebensgeschichte aufzeigte.

Das Finale selbst wurde unter Mitwirkung aller Akteure von den "Bänkelsängern" Artur Kratz, Heinz Schwanke, Karlheinz Berkenkamp, Karlheinz Hollederer, Bernd Kratz, Herbert Rühl, Leo Müller, Eduard Schmidt, Bernhard Nickel, Kurt Scharmann, Frank Hollederer und Reiner Roth eingeleitet. Hierbei wurde ein spezieller Lardenbacher "Ohrwurm" zum besten gegeben.

Dem bunten und stimmungsvollen Finale folgte dann unter den Klängen der Tanzband "Golden Stars", die auch während der gesamten Veranstaltung die musikalische Unterstützung boten, der Tanz bis in den frühen Morgen.

(Karl-Ernst Lind)

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07. Februar 1987

Hauptversammlung des Männergesangvereins

Zur Jahreshauptversammlung hatte dieser Tage (7. Februar 1987) im Gasthaus Dietz der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen eingeladen. Nach dem Vortrag der Chöre "Im Dorf da klingt die Glocke schon" und "Schifferlied" folgte der Tätugkeitsbericht des Vorsitzenden Heinz Schwanke. Er berichtete, dass im letzten Jahr 40 Singstunden und zwölf öffentliche Auftritte durchgeführt wurden. Hierbei standen ein Kritiksingen in Nieder-Ofleiden, das Hasenpflugsche Chortreffen in Hattenrod und das Seenbachtaltreffen in Stockhausen im Vordergrunf.

Im Anschluß an den Tätigkeitsbericht folgte der Bericht des Kassenwartes Karlheinz Hollederer. Er berichtete von einem nicht ganz zufriedenstellenden Geschäftsjahr. Hinsichtlich des Singstundenbesuches forderte der Vorsitzende zu einer besseren Teilnahme auf. Als eifrigster Sänger stellte er Heinz Schwanke, Erich Dörr, Heinrich Rahn und Klaus Kratz heraus.

Für dieses Jahr sind nach den Worten des Vorsitzenden wieder zahlreiche Auftritte vorgesehen. So soll das Hasenpflug-Treffen, ein Kritiksingen in Grünberg, das Sängerfest in Sellnrod und das Seenbachtaltreffen besucht werden. Weiterhin seien Auftritte im Laubacher Stift und ein Dorfsingen geplant. Hierbei wurde von den Mitgliedern angeregt, dass auch ohne besondere Anlässe in den beiden Stadtteilen und während der Gottesdienste gesungen werden sollte.

(Karl-Ernst Lind)

 
31. Januar 1987

Hauptversammlung FF Klein-Eichen

In der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr berichtete am vergangenen Samstag (31. Januar 1987) in der Gastwirtschaft Bingel Gruppenleiter Andreas Biedenkopff, dass im vergangenen Jahr kein Einsatz zu verzeichnen gewesen sei. Das herausragende Ereignis für die mit 80 Mitgliedern kleinste Grünberger Stadtteilwehr dürfte wohl die Anschaffung der neuen Tragkraftspritze gewesen sein. Wie Biedenkopf weiter ausführte, seien von zwei aktiven Wehrmännern Erste-Hilfe-Lehrgänge besucht worden..

Neben zehn Einsatzübungen hätten die Wettkämpfer noch weitere 25 Übungen durchgeführt. Eingehend auf das rege Wettkampfgeschehen dankte er seinen Kameraden für die Teilnahme an Wettkämpfen in Nidderau-Eichen, in Lardenbach und in Roßdorf, wo man insgesamt mit den erreichten Ergebnissen zufrieden seinkönne.

Nach dem positiven Kassenbericht von Erhard Haeske und dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand auf Antrag einstimmig entlastet. Als neue Kassenprüfer gewählt wurden Frank Hollederer und Eduard Schmidt. Als neuer Beitragskassierer für 1987 wurde Werner Zimmer gewählt.

Bei den Wahlen des Wehrführers und dessen Stellvertreters wurden Andreas Biedenkopf als Wehrführer und Herbert Kühn als Stellvertreter von der Versammlung gewählt. Der seitherige Wehrführer und Vereinsvorsitzende Erwin Kühn, der dieses Amt nunmehr 25 Jahre innehatte, bleibt jedoch noch für dieses Jahr als Vorsitzender des Feuerwehrvereins tätig.

In seinem Grußwort würdigte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Richard Becker die Verdienste des scheidenden Wehrführers Erwin Kühn. Weiterhin zollte er den Klein-Eichener Wehrmännern für deren rege Wettkampftätigkeit seinen Dank.

(Karl-Ernst Lind)

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25. Januar 1987

Bundestagswahl 1987

Die Bundestagswahl zum 11. Deutschen Bundestag fand am 25. Januar statt. Für die Unionsparteien kandidierte erneut der CDU-Vorsitzende, Bundeskanzler Helmut Kohl. Die SPD stellte ihren stellvertretenden Bundesvorsitzenden Johannes Rau als Kanzlerkandidat auf. Die Wahlgewinner waren die kleinen Parteien, während die großen Parteien als Verlierer galten. Das Wahlergebnis ermöglichte die Fortsetzung der bisherigen schwarz-gelben Koalition. Helmut Kohl blieb Bundeskanzler, Johannes Rau Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen.

In Klein-Eichen waren 184 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Deutlich mehr waren das mit 353 Personen in Lardenbach. An der Wahlurne im Lokal Bingel wurden 144 gültige Stimmen gezählt. In Lardenbach waren 276 gültige Stimmen verbucht.

Die Ergebnisse für Klein-Eichen:

 
1987
1983
1980
1976
 
 
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
CDU
70/73
95/95
81/79
86/86
SPD
46/39
33/24
45/45
37/39
FDP
9/12
4/7
3/6
11/11
GRÜNE
14/17
11/18
-
-
NPD
3/3
-
-
-

 

Die Ergebnisse für Lardenbach

 
1987
1983
1980
1976
 
 
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
CDU
143/131
159/155
139/138
157/158
SPD
117/109
104/101
112/107
97/97
FDP
8/19
6/14
11/19
14/16
GRÜNE
9/16
7/5
-
-
NPD
?
-
-
-
 
06. Januar 1987

Sternsinger in Bonn

Zu Gast beim Bundeskanzler waren die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Anna Weickartshain am Dienstag, (6. Januar 1987) und die großen Erwartungen der kleinen Pfarrgemeinde wurden über alle Maßen hinaus erfüllt: Die Leiterin der Grünberger Sternsinger, Christel Schultheiß (Stockhausen), konnte ihre Eindrücke von dem Empfang bei Helmut Kohl in Bonn nurmehr mit den Worten fassen: "Es war ein ergreifendes Ereignis!"

Die heimischen Sternsinger waren als Diözesansieger aus einem Textwettbewerb des Kindermissionswerkes Aachen hervorgegangen. Stellvertretend für das Bistum Mainz wurden darauf die Sternsinger-Kinder, die auch durch Klein-Eichen und Lardenbach sowie weiterer Dörfer, die zu St. Anna Weickartshain gehören, ziehen, zum Empfang von Sternsingern aus allen Teilen der Republik in die Bundeshauptstadt eingeladen.

Mit dem Bus fuhr man am Dienstag Richtung Kanzleramt, und erst dort wurde die letzte Schminke für die Darsteller von Melchior, Kaspar und Balthasar aufgetragen. Mit ein wenig Herzklopfen unter den prächtigen Gewändern machten sich die ausgewählten Sternsinger zum Kanzlerempfang. Wie Christel Schultheiß berichtete, habe sich der Regierungschef über die große Zahl von 170 Kindern gefreut.

Gemeinsam und ganz in der Nähe des Kanzlers sangen die Kinder dann ein Lied. Zu einer Überraschung gestaltete sich für Christel Schultheiß schließlich die Erfüllung ihrer Grünberger-Bürgerpflicht: Als sie dem Kanzler im Auftrag von Bürgermeister Siegbert Damaschke und der katholischen Kirchengemeinde Präsente überreichte, mußte sie mit Erstaunen aus dem Kanzler-Munde vernehmen, Grünberg in Hessen sei ihm sehr wohl bekannt. Woher er das Fachwerkstädtchen kennt, habe er jedoch nicht verraten.

(gaz/tb)

Fotos

 
30. Dezember 1986

Sternsinger bald beim Bundeskanzler

Für die kleine katholische Pfarrgemeinde St. Anna Weickartshain wird der Dreikönigstag 1987 zum großen Ereignis: Sternsinger der Bastelgruppe sind am Dienstag nächster Woche in Bonn zu Gast bei Bundeskanzler Helmut Kohl. Der Grund für diesen herausragenden Empfang liegt wenige Wochen zurück. Anfang Dezember nämlich waren die Weickartshainer als Diözesan-Sieger aus dem Sternsinger-Wettbewerb des Kinder-Missionswerkes Aachen hervorgegangen. Sie vertreten demnach nicht nur die Christen aus den Dörfern Weickartshain, Stockhausen, Klein-Eichen und Lardenbach, sondern aus dem ganzen Bistum Mainz.

(GAZ/no)

 
14. Dezember 1986

Spielerehrung

Für ihre Einsätze bei 400 bzw. 500 Spielen in Fußball-Seniorenmannschaften des SSV Lardenbach/Klein-Eichen wurden am Sonntag (14. Dezember 1986 Eduard Schmidt und Reinhard Mölcher jun. nach dem Meisterschaftsspiel beim SV Geilshausen mit Pokal und Urkunde ausgezeichnet. Das Bild von Karl-Ernst Lind zeigt die Fußball-Jubilare mit dem ersten Vorsitzenden Arno Böcher (rechts) und dem Vorstandsmitglied Reiner Roth (links).

(Karl-Ernst Lind)

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13. Dezember 1986

Weihnachtsfeier des MGV

Mit einem weihnachtlich gestimmten Programm, das überwiegend von den Kindern und Sängern der beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen gestaltet wurde, begann der Männergesangverein dieser Tage (13. Dezember 1986) seine Jahresabschlußfeier im Saale Dietz. Eingerahmt wurde der offizielle Teil vom Männerchor unter Leitung von Chorleiter Ottmar Hasenpflug (Saasen) mit vier Chören.

Mit dem von Heike Sauer und Brigitte Ruppel einstudierten Lied- und Gedichtprogramm der Kinder wurde das Publikum immer wieder begeistert. Beifall gab es auch für die beiden Rollenspiele "Futter für den Esel" und "Das vergessene Geburtstagskind". Musikalisch unterstützt wurden die Akteure von Gisela Langohr (Gitarre) und Pia Scharmann (Klavier). Humorvolle Einlagen gaben Karlheinz Hollederer, Karlheinz Berkenkamp und Heinz Schwanke mit ihrem Mundart-Schwank "Der gemietliche Owend". Zu den Klängen der Kapelle "Golden Stars" konnte anschließend getanzt werden.

(Karl-Ernst Lind)

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27. November 1986

Fäkalschlammsatzung

Die Grünberger Stadtverordneten haben eine Fäkalschlammsatzung verabschiedet die außer der Kerngemeinde und Queckborn alle Grünberger Ortsteile betrifft. Diese Dörfer sind nämlich noch nicht an eine Groß-Kläranlage angeschlossen. Änderungen im hessischen Abfallgesetz und im Wassergesetz zwingen die Gemeinden dazu, den in Kleinkläranlagen (Hausklärgruben mit Überlauf) anfallenden Fäkalschlamm und das in abflußlosen Gruben gesammelte Abwasser zu beseitigen. Die Regelungen hierzu sind in einer Fäkalschlammsatzung festzulegen.

Für die Fäkalschlammbeseitigung erhebt nundie Stadt zur Deckung der Kosten Benutzungsgebühren. Das bedeutet für die Bürger in den Ortsteilen, die nicht an die Sammler der Großkläranlagen angeschlossen sind, vermehrte Ausgaben. Festgelegt wurde nun pro Kubikmeter Klärschlamm 33,- DM zu erheben. Davon ausgehend, daß in den meisten Grundstücken drei Kubikmeter fassende Klärgruben installiert sind und diese einmal im Jahr leergepumpt werden müssen, entstehen dadurch den Eigentümern Kosten von 99,- DM im Jahr.

Hinzu kommt, daß für viele Hauseigentümer noch die Kosten für eine zu installierende Hausklärgrube fällig werden. Und wenn jetzt Klärgruben gebaut werden, müssen sie mit dem Zeitpunkt, an dem die Ortsteile an eine Großkläranlage angeschlossen werden, wieder verfüllt, oder zumindest außer Betrieb gesetzt werden. Für die meisten Grünberger Stadtteile dürfte dies in fünf bis sechs Jahren der Fall sein.

Ein weiteres Problem bleibt. In den Ortsteilen sieht man nicht ein, warum der Fäkalschlamm nicht, wie seither auch, von den Landwirten abgepumpt und auf die Felder ausgebracht werden darf. Die Satzung verbietet das ganz klar. Ausgenommen sind nur Landwirte, sowie Gärtnereien und forstwirtschaftliche Betriebe, die auf Antrag den Schlamm aus ihrer Grube für die Düngung der Grundstücke benutzen können.

In den letzten Tagen war verstärkt zu beobachten, daß Landwirte auf den Ortsteilen bemüht waren, dem einen oder anderen noch schnell einmal die Grube zu entleeren.

 
21. November 1986

Ortsbeiräte beraten Gemeinschaftshaus

In einer gemeinsamen Sitzung und bei Anwesenheit von Bürgermeister Siegbert Damaschke und Einwohnern von Klein-Eichen und Lardenbach behandelten die Ortsbeiräte beider Grünberger Stadtteile dieser Tage (21. November 1986) den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses. In der von Ortsvorsteher Heinz Schwanke (Lardenbach) geleiteten Sitzung verlas er ein Schreiben des örtlichen Spiel- und Sportvereins, in dem dieser im Interesse seiner Sportler für die Schaffung besserer Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten plädierte.

Der Klein-Eichener Ortsvorsteher Manfred Daniel stellte nach einer von ihm gegebenen Stellungnahme den Antrag, dass man die soweit anwesenden Vereinsvorsitzenden in dieser Versammlung zu Wort kommen lassen sollte. Der Zustimmung dieses Antrages schloß sich Bürgermeister Damaschke mit seinen Ausführungen an. Er berichtete, dass beim Bau für Gemeinschaftshäuser mit einem Zuschuß bis zu einem Drittel der Bausumme zu rechnen sei.

Eine sichere Zusage für einen Zuschuß gebe es hierbei jedoch nicht. Die Förderung von neuen Gemeinschaftshäusern werde erst im Frühjahr 1987 entschieden. Für den Bau eines Bürgerhauses sei eine unbedingte Notwendigkeit wichtig. Auch die Standortfrage müsse zuvor geklärt sein.

In der anschließenden Diskussions- und Fragerunde wurden einzelne Punkte von dem Bürgermeister, den Ortsbeiratsmitgliedern und den Vereinsvertretern erörtert. Auch zu der Standort-Frage wurden schon Vorschläge gemacht. Eine endgültige Entscheidung hierüber sowie über den grundsätzlichen Entscheid über den Bau eines Gemeinschaftshauses sollte nach Ansicht des Bürgermeisters dann bis zum nächsten Frühjahr gefallen sein.

In weiteren Tagesordnungspunkten bestellten beide Ortsgremien den Wahlausschuss für die im Januar 1987 stattfindende Bundestagswahl. Der Lardenbacher Ortsbeirat beschäftigte sich noch mit der Ausführung einer Verkehrskontrolle bei Geschwindigkeitsdelikten in der Seentalstraße.

(Karl-Ernst Lind)

 
02. November 1986

Sanierung der Kirche

Nicht mal 10 Jahre ist es her, dass die Klein-Eichener Kirche eine Renovierung erlebte. Und nun, im Herbst 1986 hat man schon wieder Probleme mit dem Fachwerkgebäude. Ende der siebziger Jahre faßte man einen fast einhelligen Beschluß: die evangelische Landeskirche, der Kirchenvorstand, die Bürger und auch Grünbergs damaliger Bürgermeister Herzog waren, für eine Freilegung des Fachwerks, das hinter Putz und Schindeln versteckt lag.

Die Klein-Eichener Bürger unterstützten dieses Vorhaben. Man half in Eigenleistung bei der Sanierung und spendete zusätzlich über 10 000 Mark, um auch einen finanziellen Beitrag für die Maßnahme zu leisten. Schon damals erhoben sich aber auch Stimmen, die meinten, dass man die zur Straße liegende Seite vor Schlagregen schützen müsse. Von Experten wurde aber versichert, dass man das Fachwerk mit einem neuartigen Kunstharzverfahren "dicht" bekommen würde.

"Damit", so ein Baufachmann, "griff man aber in das, von unseren Vorfahren durch lange Erfahrungen ausgeklügelte System eines Fachwerkbaues ein". Die Folgen, so hört man von anderer Seite waren nicht vorhersehbar. Mit der "Versiegelung" der Außenwand unterbrach man das in einem Fachwerk funktionierende Austauschsystem von Wärme, Kälte und Luftfeuchtigkeit. Das Ergebnis war in Klein-Eichen, genau wie anderswo auch, wo so verfahren wurde, dass sowohl das Holz als auch die Fachwerke kaputt gingen.

Die Firma, die den Kunstharz eingebracht hatte, musste nun wieder anrücken, um ihn zu beseitigen. Hier aber entstand ein Mißverständnis in der Bevölkerung. Denn, nachdem das Kunstharz entfernt war und einige defekte Balken ausgetauscht waren, wurde ein Gerüst aufgestellt, und man begann die Wetterseite zu schindeln. Viele Bürger waren der Meinung, dass man versucht habe, die Schäden noch auszubessern, dies aber nicht geklappt habe und man jetzt doch schindele. Zudem sieht man jetzt die Arbeit der freiwilligen Hilfe beim Bau und die gespendeten 10 000 Mark hinter den Schindeln verschwinden.

Die Notwendigkeit des Schindelns, um einem weiteren Verfall vorzubeugen, sieht man allerdings weitesgehend ein. In diese Kerbe schlägt auch Pfarrer Schmidt. Auch er sieht es als notwendig an und meint, dass man die Bürger mehr über den Hergang aufklären müsse. Der Zorn ist aber bei den meisten Einwohnern noch nicht verraucht. Ein Unbekannter machte seinem Unmut sogar insoweit Luft, dass er an die Kirchenwand sprüte: "Herr, vergib ihnen ...". Ein Bürger meinte denn auch: "Wenn ein Privatmann so wirtschaften würde, dann wäre er bald Bankrott."

Von Seiten der Kirchenleitung machte man allerdings darauf aufmerksam, dass, wie in Klein-Eichen auch viele Bürger und Kirchenvorstände auf eine totale Fachwerkfreilegung gedrängt hätten. Dass dabei überall Fehler passiert sind, darauf verweist Pfarrer Schmidt: "Man braucht sich nur die Schäden in Alsfeld anzusehen. Da kommen noch Unsummen auf die Besitzer zu".

Ein anderer Geistlicher äußerte sich humorvoll: "Mit der Sanierung der Fachwerkkirchen hat uns der liebe Gott vielleicht ein Schnippchen geschlagen". Zu der Zeit laufenden Sanierung der Kirche in Klein-Eichen meinte ein Passant: "Für einige Verantwortliche ist bei der jetzigen Maßnahme das größte Problem, welche Farbe für die Balken benutzt werden soll."

(hz/B. Bräuning)

Fotos

 
15. Oktober 1986

Zuchtarbeit heimischer Landwirte

Einer der mit den jahrhundertealten Traditionen des Grünberger Gallusmarktes noch eng verbundenen Programmpunkte stieß auf besonderes großes Interesse bei jung und alt: Die Idee, die Bezirkstierschau gemeinsam mit der Fohlenschau des Pferdezucht-Kreisverbandes "In der Au" zu veranstalten, hat sich offensichtlich bewährt. Durch den Auftrieb von Rindern der rotbunten Rasse und Schafen und Ziegen wurde der Stand der Zuchtarbeit sowie das zunehmende Interesse an diesen Tieren dokumentiert.

Über 100 Tiere waren von 20 Ausstellern aus dem Landkreis Gießen zur seit vielen Jahren veranstalteten Bezirks-Tierschau am Gallusmarkt-Mittwoch (15. Oktober 1986) gebracht worden. Nach der Prämierung stellte der Schauleiter eine "hervorragende Beschickung" fest. Zum Stand der Rotbunten sagte er, hier seien sehr gute Tiere zur Bewertung gekommen. Als Zuchtziel der Rasse führte er aus, es werde ein langlebiges Rind mit regelmäßigen Kalbungen angestrebt. Ausgewachsene Kühe sollten 700 Kilogramm wiegen bei einer Kreuzhöhe von 140 Zentimetern. Die Jahresmilchleistung gab er mit rund 6000 Kilogramm an.

Die Preise des Ministers für Landwirtschaft und Forsten bei der Prämierung ergaben bei den Rotbunten für die beste Einzelzüchtung bis 19 Kühen die Preismünze in Bronze für Werner Biedenkopf aus Klein-Eichen. Den Ehrenpreis für die beste Kuhfamilie ging an Walter Müller aus Klein-Eichen. Walter Müller bekam auch den Ehrenpreis für die viertbeste Einzelzüchtung bis 19 Kühen.

Einen "sehr positiven Entwicklungsstand" und eine "Präsentation im gewünschten modernen Reitpferdtyp" wurde den heimischen Züchtern von den Preisrichtern der Fohlenschau des Kreispferdezuchtvereins Gießen attestiert. Wie der Geschäftsführer des Kreisverbandes, Klaus Biedenkopf feststellte, sei dieses Kompliment einem Großteil der bewerteten Fohlen ausgesprochen worden. Den Richtern stellten sich diesmal mit mehr als 60 Fohlen wesentlich mehr Tiere zur Bewertung. Wie Biedenkopf anmerkte, stammte ein Großteil der vorgestellten Fohlen von Hengsten der Deckstation in Hungen .

Gerichtet wurde in vier Altersklassen, getrennt nach Stuten- und Hengstfohlen. Auch hier war Werner Biedenkopf erfolgreich: Mit dem Hengstfohlen "Zampano"/"Zamiro" erreichte er den zweiten Platz in seiner Klasse.

(tb/gaz)

 
14. September 1986

Das vierte Grenzgrabenfest

Das Grenzgrabenfest bei Loobs auf dem Hof fand im September 1986 zum vierten Male statt. Der Stammtisch der Feuerwehr, die Grenzgrabenspritzer, sorgten wieder für ein stimmungsvolles Wochenende. So gab es am Samstagabend Musik und Tanz. Der Sonntag begann mit dem Frühschoppen. Zu den zahlreichen Gästen aus Klein-Eichen und Lardenbach gesellten sich auch Besucher umliegender Orte.

 
06. September 1986

Goldene Hochzeit

Goldene Hochzeit feierten am Samstag (6. September 1986) in Klein-Eichen, Wilhelm Funk und Berta geb. Peppler. Der 71jährige Funk stammt aus Freienseen, die 67jährige aus Klein-Eichen. Von Beruf war er Maurer, zuletzt Polier. Bei der Firma Böning in Freienseen arbeitete er 48 Jahre lang. Auch im Vereinsleben war und ist Wilhelm Funk sehr aktiv. So ist er Ehrenmitglied im Gesangverein "Eintracht" und im Sportverein. Darüber hinaus gehört er dem DRK, der Freiwilligen Feuerwehr und der Gewerkschaft an. Noch heute ist Wilhelm Funk aktiv im Angelsportverein, dem er auch schon seit 18 Jahren angehört.

Seine Ehefrau ist ein "Klein-Eichener Orginal", denn sie führt seit 26 Jahren das Amt des Ortsdieners ehrenamtlich aus. Daher war es selbstverständlich, dass neben zwei Kindern, fünf Enkeln und sieben Urenkeln ein großer Bekannten- und Verwandtenkreis gratulierte. Die Glückwünsche der Stadt, des Landkreises und des Landes übermittelte Bürgermeister Siegbert Damaschke, die des Ortsbeirates Ortsvorsteher Manfred Daniel.

(gaz)

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30. August 1986

Einbrüche am Galgenberg

Mindestens sechs Wochenendhäuser im Gebiet "Am Galgenberg" wurden nach bisherigen Feststellungen zwischen Sonntag und Freitag aufgebrochen. Die Diebe ließen unter anderem Fernsehgeräte, Ferngläser, Pistolen, Werkzeug und Bekleidung mitgehen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Mark.

(gaz)

 
23. August 1986

Neue Tragkraftspritze für Klein-Eichen

In Klein-Eichen wurde am Samstagmorgen (23.August 1986) der Freiwilligen Feuerwehr eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 übergeben. Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke gab dabei seiner Hoffnung Ausdruck, die neue Spritze werde in Zukunft zwar oft bei Übungen, aber weniger bei Einsätzen genutzt. Er dankte der örtlichen Wehr dafür, dass sie sich mit der vorhandenen Geräteausstattung begnüge und auf private Schlepper als Zugfahrzeuge für die Spritze zurückgreife.

Mit der 10.000 DM teuren und zu 55 Prozent von der Stadt bezahlten Tragkraftspritze werde die bereits 30 Jahre alte "Vorgängerin" ersetzt, wodurch der Brandschutz auch in Klein-Eichen verbessert worden sei. Wehrführer Erwin Kühn und Ortsvorsteher Manfred Daniel sowie Stadtbrandinspektor Ernst-Ludwig Ide dankten ihrerseits der Stadt für die schnelle Ersatzbeschaffung.

(gaz/tb)

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10. August 1986

Zweiter Ortssporttag

Mit einem Straßen-Fußballturnier begann dieser Tage im August 1986 der zweite Ortssporttag des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Sechs Mannschaften aus den beiden Stadtteilen traten auf dem Kleinfeld auf dem Sportplatz gegeneinander an.

Aus dem Turnier, dessen Spiele von den Schiedsrichtern Heinz Bär (Sellnrod) und Gisbert Repp (Grünberg) geleitet wurden, ging die Mannschaft "Am Larbach" vor der "Seentalstraße" als Sieger hervor. Auf den weiteren Plätzen folgten der "Pappelweg" und der "Hölzchesweg" vor den beiden Klein-Eichener Mannschaften "West" und "Ost".

Breiten Raum nahmen die Spiele und Wettkämpfe für die Kinder ein. Dazu zählten Sackhüpfen, Eierlaufen, Ringewerfen und Klettballwerfen. Als ein Höhepunkt erwies sich für viele Zuschauer der erste Auftritt heimischer Frauen-Fußballmannschaften. In einem von Bernd Kratz geleiteten Spiel zeigten die Akteure manch technisches Kabinettstückchen.

Im Rahmen des Ortssporttages hatte der Spiel- und Sportverein aufgrund seines 20jährigen Bestehens auch eine große Tombola vorbereitet. Die 400 Preise wurden zum Abschluß der Veranstaltung öffentlich verlost.

(Karl-Ernst Lind)

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06. Juli 1986

EVG-Wandern

Ein Bilderbuchwetter und 783 Wanderteilnehmer waren die äußeren Zeichen bei der am vergangenen Wochenende vom Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen veranstalteten 5. EVG-Wanderung. Mit drei herrlichen Strecken, die in die Gemarkungen von Sellnrod, Altenhain und Freienseen führten, bot der Veranstalter den Wandersleuten eine wunderbare Aussicht in die oberhessische Landschaft.

An der gut organisierten Veranstaltung beteiligten sich Wanderer aus zweiundvierzig Vereinen aus ganz Hessen. Jeder Wanderer erhielt neben einer Urkunde und dem Eintrag in sein persönliches Wanderbuch einen Keramikteller. Diesen Teller, der die Fachwerkkirche des Laubacher Stadtteiles Lauter zeigt, kann beim Spiel- und Sportverein erworben werden.

Bei der Siegerehrung bedankten sich 1. Vorsitzender Arno Böcher und Wanderwart Bernhard Nickel bei allen Teilnehmern und Helfern. Der Siegerpokal ging an die Wanderfreunde Lehnheim. Auch die nächstplazierten Vereine aus Horlofftal, Atzenhain, Wölfersheim, Ober-Mörlen, Grünberg, Lindenstruth, Bauernheim und Ranstadt erhielten jeweils einen Pokal.

(Karl-Ernst Lind)

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01. Juni 1986

Konfirmations-Jubiläum

Am 1. Juni 1986 begann der Sonntag mit einem Gottesdienst für 20 Konfirmanden und Konfirmandinnen der Jahrgänge 1926 und 1936 die Feier zur diamantenen und goldenen Konfirmation. Der Einladung gefolgt waren nicht nur die Konfirmanden, die in Lardenbach oder Weickartshain konfirmiert worden waren. Es nahmen auch Jubilare teil, die erst später nach Lardenbach gekommen waren und in deren ehemaligen Heimatgemeinden ein solches Jubiläum nicht gefeiert wird.

Nach einem von Pfarrer Tilmann Schmidt gehaltenen Gottesdienst gedachten die Anwesenden auf den Friedhöfen von Lardenbach und Klein-Eichen den verstorbenen Mitkonfirmanden. Am Nachmittag tauschte man Erinnerungen aus.

Das Bild zeigt von links nach rechts (sitzend): Erna Dörr, Frieda Thraum, Lina Lenzing, Margarethe Felsing, Margarethe Siebel und Lina Kraft. Stehend: Walter Schmidt, Gertrude Böcher, Tilly Lind, Erna Funk, Marie Görnert, Rudolf Jäger, Willi Berg. Zweite Reihe: Pfarrer Tilmann Schmidt, Emil Dörr, Emma Berg, Rosemarie Ruppel, Anna Berg, Albert Zeiler, Elfriede Nickel und Hedwig Schäfer.

(Karl-Ernst Lind)

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08. Mai 1986

"Vatertag" im Steinbruch

Schon seit einiger Zeit treffen sich die Klein-Eichener am "Vatertag" im Steinbruch über dem Buchholz, um in geselliger Runde diesen Feiertag zu genießen. Zwar nicht gerade im Sinne des kirchlichen Feiertages, aber doch als eine Feierlichkeit für die ganze Familie.

Für die Organisation und die Bewirtung sorgten die "Grenzgrabenspritzer". Vor drei Jahren hat sich dieser Stammtisch als Ableger des Feuerwehrvereins gegründet.

Die idyllische Örtlichkeit am Galgenberg lockte nicht nur Einheimische an, sondern es kamen auch Besucher einiger umliegender Dörfer. Als lohnendes Ausflugsziel nach anstrengender "Vatertags"-Wanderung ist der Klein-Eichener Steinbruch immer eine gute Wahl.

 
04. Mai 1986

Ehrungen beim SSV

Geehrt wurden verdiente Fußballer kürzlich (Mai 1986) beim B-Ligisten SSV Lardenbach/Klein-Eichen. Abteilungsleiter Reinhard Mölcher jr. (l) und Vorsitzender Arno Böcher (r) zeichneten Gunter Berg (2. v. l.) und Bernd Irlmeier für 600 bzw. 500 Einsätze für den Verein aus.

(Karl-Ernst Lind)

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01. April 1986

Dienstjubiläum

25jähriges Dienstjubiläum feierte am Dienstag Posthauptschaffner Erwin Port beim Postamt Grünberg. Erwin Port trat 1961 als Postjungbote beim Postamt Grünberg ein. Nach bestandener Laufbahnprüfung wurde er unter Berufung in das Beamtenverhältnis am 1. Oktober 1963 zum Postschaffner ernannt.

Es folgten die Beförderungen zum Postoberschaffner am 1. Januar 1968 und zum Posthauptschaffner am 1. Juli 1971. Nach einer Zeit des häufigen Dienstwechsels hat er inzwischen seinen festen Arbeitsplatz als Zusteller für die Ortsteile Lardenbach und Klein-Eichen gefunden. Bei seinen Kunden im Zustellbezirk ist Port durch seine freundliche und hilfsbereite Art beliebt und gern gesehen.

In einer kleinen Feierstunde beim Postamt Grünberg zeigte Postamtmann Robert Karle den Werdegang des Jubilars auf und würdigte die treu und gewissenhafte Arbeit. Der Amtsvorsteher des Postamtes Alsfeld dankte dem Jubilar und händigte die Urkunde sowie die Jubiläumsausgabe aus. Die Grüße und Glückwünsche des Personals übermittelte Personalratsmitglied Manfred Heßler.

(GAZ)

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14. März 1986

Hauptversammlung des Obstbau- und Keltervereins

Von den fast vollständig erschienenen Mitgliedern wurden dieser Tage in der Jahreshauptversammlung des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen in der Gaststätte Dietz die Vorstandsmitglieder des jüngsten Vereins der beiden Dörfer einstimmig wiedergewählt. Somit fungieren für die nächsten drei Jahre wieder Edwin Scharmann als 1. Vorsitzender, Bernhard Nickel als dessen Stellvertreter, Hans Mölcher als Kassenwart, Hans Zimmer als Schriftführer sowie Reinhard Mölcher jun. und Richard Dietz als technischer Berater und Keltermeister.

Vorsitzender Edwin Scharmann hielt den Rechenschaftsbericht. So habe sich der Verein im Jahre 1985 bei Festen in Lardenbach, Wohnfeld und Sellnrod mit einem Motivwagen beteiligt. Als eine gelungene Veranstaltung bezeichnete Scharmann das Sommerfest in der Grillhütte. Gleichzeitig teilte er hierzu mit, dass dieses Fest am 21. Juni eine Wiederholung erfahren soll. Als weiterer geselliger Höhepunkt konnte eine gemeinsam mit dem befreundeten Obst- und Gartenbauverein Sellnrod gemachte Ausflugsfahrt zur Bundesgartenschau nach Berlin angesehen werden. Dazu gab es später eine Diaschau zu sehen.

Dem Kassenbericht des Vereinsrechners Hans Mölcher sowie den Ausführungen der Kassenprüfer Hermann Loob und Bernd Kratz, folgte die Entlastung des Vorstandes. Hiernach wählten die Vereinsmitglieder mit Gudrun Voll und Helmut Fitzthum die zwei Kassenprüfer für dieses Jahr.

Einenen ausführlichen Bericht über das Keltern im letzten Jahr vermittelte Hans Mölcher. Er sprach dabei von neununddreißig Kelterungen mit einundsechzig Füllungen, die insgesamt viertausendzweihundert Liter Most ergaben. Wobei das Ergebnis des Jahres 1984 mit ca. zehntausend Liter aufgrund des weniger vorhandenen Obstes nicht erreicht werden konnte.

Zur Baumbepflanzung referierte ausführlich Schriftführer Hans Zimmer. Grundlage für seine Ausführungen war das Vorhaben von Neuanpflanzungen in diesem Jahr. Hierfür gibt es seitens des Kreises und des Landes entsprechende Zuschüsse, die nach den Worten des Vorsitzenden Scharmann von den Mitgliedern auch genutzt werden sollten. Den Abschluß der Versammlung bildete eine Tombola mit vielen Preisen.

(Karl-Ernst Lind)

 
07. März 1986

Jahreshauptversammlung des SSV

In der Hauptversammlung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen ging Vorsitzender Arno Böcher auf das rege Vereinsleben des Jahres 1985 ein. Neben den sportlichen Veranstaltungen erwähnte Böcher auch den Bau der Flutlichtanlage. Dabei haben, wie Reiner Roth ausführte, 39 Mitglieder 1130 freiwillige Arbeitsstunden verrichtet. Einen besonderen Dankzollte Vorsitzender Böcher den Jugendbetreuern. Als Anerkennung für ihre geleistete Arbeit überreichte er Annita Schmidt, Peter Swoboda und Jürgen Schätzle ein Geschenk.

Es folgte der Bericht des Fußballabteilungsleiters Reinhard Mölcher jun. Er sprach von einem Aufwärtstrend beim Seniorenfußball. Dieser werde belegt von Erfolgen bei Turnieren in Beltershain und Bobenhausen. Die 1. Mannschaft hatte in der Vorrunde auswärts keine Niederlage zu verzeichnen. Durch eine Spielgemeinschaft mit dem FC Weickartshain wurden für die laufende Sasion eine E-, C- und B-Jugend gemeldet.

Nach den Worten des Jugendleiters Peter Swoboda wurden auch die A-Jugendspieler durch einen Vereinswechsel zum TSV Groß-Eichen untergebracht. Von Erfolgen bei Turnieren in Saasen, Lardenbach und Merlau berichtete der Jugendleiter.

Als eine erfolgreiche Abteilung stellt sich die Tischtennisabteilung dar. Als größten Erfolg nannte Abteilungsleiter Gerhard Ruppel den Gewinn der erstmals ausgetragenen Grünberger Stadtpokale. Erfreut über den guten Besuch der Damen-Übungsstunden zeigte sich die Leiterin der Gymnastikabteilung Annita Schmidt. Positives von der Wanderabteilung berichtete deren Leiter Bernhard Nickel. Mit 967 Teilnehmern habe die EVG-Wanderung einen guten Besuch zu verzeichnen gehabt.

Wiedergewählt wurden für die Fußball-Senioren Reinhard Mölcher jun. und Klaus Weeke sowie für die Tischtennis-Abteilung Gerhard Ruppel und Bernhard Sauer. Eine Veränderung gab es bei den Jugendfußballern, wo Kurt Scharmann für den zurückgetretenen Peter Swoboda als neuer Jugendleiter gewählt wurde. Dessen Stellvertreter bleibt weiterhin Jürgen Schätzle.

In der Gymnastikabteilung übernahm für Annita Schmidt Bärbel Erdmann die Leitung. Als Stellvertreterin bestätigt wurde Sieglinde Mölcher. Neugewählt als Tischtennis-Jugendleiter wurde Klaus Kratz. In seinem Amt bleibt auch Wanderwart Bernhard Nickel.

Zu neuen Kassenprüfern wurden Artur Kratz und Dieter Ruppel vorgeschlagen und gewählt. Keine Veränderungen gab es bei den Beitragskassirerinnen Annelore Rühl und Brunhilde Schwanke, sowie den Platzkassirern Bernd Kratz und Ernst Zimmer.

Geehrt durch den 1. Vorsitzenden Arno Böcher wurden für 15jährige sportliche Tätigkeit Dieter Kühn, Klaus Hansel, Jürgen Maus und Hartmut Erdmann.

(Karl-Ernst Lind)

 
04. März 1986

Landschaftsplan der Stadt Grünberg

Äußerst kritisch unter die Lupe genommen haben Mitarbeiter der Justus-Liebig-Universität Gießen während der letzten eineinhalb Jahre die Gemarkung der Großgemeinde Grünberg. Am Dienstag, dem 4. März 1986 wurden nun die Ergebnisse dieser intensiven Arbeit Bürgermeister Siegbert Damaschke vorgelegt. Herzstück des über 200seitigen Landschaftsplanes, der - nach Beratung und Beschlussfassung - in den Flächennutzungsplan integriert wird, ist ein Biotop-Konzept. Mit 79 unterschiedlich graduierten, schutzwürdigen Flächen soll ein möglichst lückenloses Lebensraum-Netz ausgewiesen werden, das den Tieren einen unproblematischen Standort-Wechsel ermöglicht.

Der Landschaftsplan gliedert sich in drei Planungsteile. Letztere haben das Gesamtkonzept der Landschaftsplanung, das Biotop-Konzept mit Ausweisung von Naturschutzgebieten und geschützten Landschaftsteilen sowie letztlich Stellungnahmen der Landschaftsplaner zu einzelnen städtischen Fachplanungen zum Inhalt.

Die Wissenschaftler schlagen die Ausweisung von zwei Naturschutzgebieten vor. Und weitere 27 der 79 schutzwürdigen Flächen sollten qualifiziert ausgewiesen werden; analog des Naturschutz-Gesetzes als Landschaftsschutzgebiet, geschützter Landschaftsbestandteil oder Naturdenkmal. Die übrigen Areale, schlagen die Planer vor, können als "örtliche Biotope" belassen werden. Schwerpunkte des Biotop-Konzeptes sind unter anderem Anpflanzungen von "ausgeräumten Agrarlandschaften", die Verbesserung der Fließgewässer, die Einbindung der Teiche sowie der Erhalt von Streuobstbeständen und Magerrasen.

Mit Interesse nahm die Stadtverwaltung nicht nur die Detail-Erläuterungen zu den Biotopen zur Kenntnis, sondern auch die landschaftsplanerischen Kommentare zur weiteren Besiedlung eines jeden Stadtteiles. So etwa heißt es, dass Grünberg als zentraler Fremdenverkehrsort außerhalb des großräumigen Fremdenverkehrsgebietes Vogelsberg eingestuft sei. Die Stadtteile Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain gehören dem Fremdenverkehrsgebiet jedoch an.

Für die Landschaftsplanung folgt daraus, dass in Grünberg insgesamt; besonders aber im östlichen Gemarkungsbereich, Flächen und Einrichtungen für den Fremdenverkehr einen hohen Stellenwert besitzen. Bei der Abwägung mit den anderen, insbesondere ökologisch bedingten Faktoren, gilt es, dies zu berücksichtigen. Andererseits muß die Landschaftsplanung darauf drängen, dass die für die Erhaltung notwendige Mannigfaltigkeit der Landschaft und ihr naturnaher Charakter erhalten bleibt.

In der Charakterisierung und Darlegung der Entwicklungsziele der Schutzwürdigen Flächen und Objekte für Klein-Eichen und Lardenbach heißt es über den Galgenberg, dieser sei eine Hügelkuppe mit kleinparzeliertem Acker- und Grünland, Hecken, Baumgruppen und Magerwiesen. Das Landschaftsbild sei vielfältig mit reich gegliederter Biotopstruktur, wenngleich keine seltenen Pflanzenarten festgestellt wurden. Der Galgenberg sei ein Lebensraum für Singvögel.

Als Maßnahen für diese Gebiet wird die geplante Aufforstung als mit dem Naturschutz unvereinbar angesehen. Das Wochenendgebiet dürfe nicht ausgedehnt werden. Die jetzige Nutzungsstruktur mit den Hecken soll beibehalten werden. Und die Ackerränder an Hecken und Wegen würden sich für den Wildkrautschutz eignen.

Zum ehemaligen Steinbruch am Hilgesberg heißt es: Einer der wenigen Basaltaufschlüsse im Gebiet und daher schon aus geologischen Gründen nicht zu verfüllen. Die Sukzession (zeitliche Aufeinanderfolge der an einem Standort einander ablösenden Pflanzen- und Tiergesellschaften) mit Gebüsch, Baumaufwuchs und Staudenfluren sei ohne Besonderheiten - daher sei die Grillhütte kein Problem. Als Maßnahme wird hier die natürliche Entwicklung ausgewiesen. Und das die Freizeitnutzung nicht weiter intensiviert werden solle.

Als Zielvorstellungen für die städtebauliche Entwicklung wird für Klein-Eichen und Lardenbach ausgeführt, dass besonders in Klein-Eichen noch Baulücken vorhanden sind. Um die besondere Bausubstanz in den Ortskernen weitesgehend zu erhalten und unter dem Aspekt der Dorferneuerung (13 Jahre später) weiter zu entwickeln, werden südlich Lardenbachs Flächen für Siedlungserweiterungen (Am Triesch) vorgesehen. Ortsrandverbessernde Maßnahmen werden am östlichen Ortsrand von Klein-Eichen empfohlen. Die bauleitplanerische Absicherung des Wochenendgebietes am Galgenberg wird von den Wissenschaftlern als erforderlich.angesehen (geschehen 1993).

 
25. Januar 1986

Faschingsveranstaltung

Hochstimmung herrschte am Samstag (25. Januar 1986) bei der Faschingsveranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr. Für den Ablauf des Programmes zeichnete wieder das "Lardenbacher Dreirädchen" verantwortlich, das Hans Mölcher, Bernd Kratz und Herbert Rühl bildeten.

Bereits beim ersten Büttenvortrag von Artur und Anja Kratz, die als "altes Verlobungspaar" auftraten, kam Stimmung im närrischen Volk auf. Weiter ging es mit der "Dorfchronik", die wieder von Heinz Schwanke, Eduard Schmidt und Karlheinz Hollederer vorgetragen wurde.

Dem Vortrag von Karl-Ernst Lind als "Fan" des Damenfußballs folgte die Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereines Lardenbach/Klein-Eichen, die "Karneval in Rio" tanzte (Choreographie; Annita Schmidt).

Zwei weitere Büttenvorträge von Lilo Müller als "Ehefrau", die sich mit dem Auto ihres Mannes vergleicht, und von Rudi Hassinger als "Bauer Knolle" ließen die Stimmung weiter steigen. Hans Mölcher als "Spanien-Urlauber" und Karlheinz Erdmann als "Fußball-Schiedsrichter" klagten ebenfalls ihr Leid.

Einen musikalischen Leckerbissen erlebten die Gäste beim Auftritt der "Jungen Singers". Michael Roth, Stefan Rühl, Stefan Hassinger, Frank Hollederer, Kai Kratz und Dirk Kratz sangen von einer Fahrt einiger Fußballfreunde nach Frankfurt.

Eine schauspielerische Einlage boten Annita und Eduard Schmidt bei der Darbietung einer Geburtstagsfeier, die auch als "Dinner for one" bekannt ist.

Auch der am Mischpult arbeitende Jürgen Maus wurde mit einem Karnevalsorden ausgezeichnet. Mit dem "Nordseeküste"-Finale, zu dem alle Akteure nochmals auf der Bühne erschienen, endete eine Faschingssitzung, die entsprechend ihrem Motto "Schee war's" alles Versprochene gehalten hatte.

(Karl-Ernst Lind)

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11. Januar 1986

Hauptversammlung des Gesangvereins

Dieser Tage (11. Januar 1986) fand die Jahreshauptversammlung des Männergesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen statt. Vorsitzender Heinz Schwanke berichtete, dass man neben 44 Singstunden 21 Auftritte absolviert habe. Er nannte die Teilnahme am Hasenpflugschen Chortreffen, das Kritiksingen in Londorf, das Pokalsingen in Grünberg, das Freundschaftssingen in Queckborn und das Seenbachtal-Treffen.

Der Höhepunkt seien die Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen des Vereins gewesen. Schwanke dankte allen Helfern, die zum Gelingen dieses Jubiläums beitrugen. Dank zollte er auch dem seit über zehn Jahren für den Grünberger Stadtteilverein tätigen Chorleiter Ottmar Hasenpflug (Saasen).

Wie der Vereinsvorsitzende weiter ausführte, wurde dem Männergesangverein anläßlich seines Jubiläums die Zelterplakette verlihen. Gut angekommen sei auch ein Altennachmittag, der aller Wahrscheinlichkeit auch im Jahre 1986 wieder veranstaltet werden soll.

Nach dem Verlesen des Kassenberichtes durch Karlheinz Hollederer, dem Bericht der Kassenprüfer Helmut Felsing und Ernst Kratz und der Wahl von Ernst Paha und Arno Böcher zu neuen Kassenprüfern, ging Vorsitzender Schwanke auf die Vorhaben des laufenden Jahres ein.

Für ihren regelmäßigen Singstundenbesuch wurden Karl Ruppel, Karl Krämer und Heinrich Frank mit einem Geschenk bedacht.

Einen breiten Raum nahm die Frage der Nachwuchsarbeit ein. Hier forderte Schwanke alle Mitglieder auf, die Zahl der Sänger durch eine geziehlte Werbung zu erhöhen. Auch müsse die Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit verbessert werden. Nur so sei sichergestellt, dass der Verein nicht in einigen Jahren zum Auflösen verurteilt sei.

Umrahmt wurde die Chorversammlung durch Darbietungen des Chores selber.

(Karl-Ernst Lind)

 
07. Dezember 1985

Weihnachtsfeier des MGV

Bis auf den letzten Platz besetzt war dann am Samstag (7. Dezember 1985) der Saal im Gasthaus Dietz bei der Weihnachtsfeier des Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen. Mit einem von Ida Psiorz einstudierten Programm begeisterten Kinder aus beiden Stadtteilen ihre Zuhörer. Sie erhielten reichlich Beifall.

Unter Leitung ihres Dirigenten Ottmar Hasenpflug waren die Sänger der "Eintracht" zu höhren. Im Rahmen der öffentlichen Familienfeier stellte der 1. Vorsitzende Schwanke eine Ehrentafel vor. Gefertigt wurde sie von Edwin Scharmann und enthält die Namen aller Sänger, denen eine Ehrung für über 40jährige Sangestätigkeit zuteil wurde. Für die musikalische Umrahmung der Familienfeier sorgten die "Horlofftaler", die auch zum Tanz aufspielten.

(ld/HZ)

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01. Dezember 1985

Altennachmittag des MGV

Unter Mitwirkung seiner aktiven Sänger veranstaltete der Männergesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen am vergangenen Sonntag (1.12.1985) im Gasthaus Dietz einen Altennachmittag. Eingeladen hierzu waren alle passiven und aktiven Mitglieder über sechzig Jahre, sowie auch die Ehegatten bereits verstorbener Mitglieder.

Heinz Schwanke, als Vorsitzender des Vereins erinnerte in seiner Begrüßung nochmals auf das 100jährige Jubiläum, das man bereits im Sommer gebührend gefeiert habe. Der Grund für diesen Altennachmittag, bei dem es für die zahlreich erschienen Gäste auch eine Kaffeetafel gab, sei die Erinnerung an das erstmalige Auftreten des Vereins, in der Adventszeit im Jahre 1885. Damals bestand der Gesangverein aus rund 60 Sängern und Sängerinnen.

Für ein abwechslungsreiches Chorprogramm zur Umrahmung sorgten die Sänger des gastgebenden Vereins mit acht Chören unter Leitung von Ottmar Hasenpflug (Saasen). Eine ausgezeichnete Ergänzung des Programms waren das Gesangsduo "Waltraud & Christel", die mit ihrem Vortrag sehr gut ankamen.

Einen überzeugenden und mit viel Beifall bedachten Auftritt erlebten die Anwesenden durch die jüngsten Einwohner beider Grünberger Stadtteile. Einstudiert von Gisela Langohr, wurde es dankbar aufgenommen, dass die Jüngsten mit großem Engagement bemüht waren, den Älteren eine Freude zu machen.

(ld/HZ)

 
23. November 1985

Chortreffen 1985

Einen abwechslungsreichen und von musikalischen Höhepunkten geprägten Liederabend erlebten am Samstag (23. November 1985) die Besucher des diesjährigen Treffens der Gesangvereine des Seenbachtales. Im Saal des Gasthauses Dietz begrüßte der 1. Vorsitzende der gastgebenden "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen Heinz Schwanke neben den Gästen und Sängern aus den Seenbachtalgemeinden Stockhausen, Weickartshain, Klein-Eichen und Lardenbach auch den Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke. Willkommen hieß der Vereinsvorsitzende auch den Vorsitzenden des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes Siegfried Wegener (Ruppertenrod), sowie den für alle vier Orte zuständigen Pfarrer Tilman Schmidt und die Chorleiter der auftretenden Gesangvereine.

Heinz Schwanke sah mit der Durchführung dieses traditionellen und freundschaftlichen Chortreffens für seinen Verein einen würdigen Abschluß des Jubiläumsjahres - indem im Sommer als Höhepunkt der 100. Geburtstag gefeiert werden konnte. Eröffnet wurde das Programm, durch das übrigens Reiner Roth der als Ansager führte, durch die Jagdhornbläser "Seenbachtal" unter Leitung von Otto Biedenkopf.

Die weitere Programmgestaltung oblag den Aktiven der drei Seenbachtal-Vereine, die mit jeweils vier Beiträgen vor das fachkundige Publikum traten. Der Gastgeberverein unter Leitung von Ottmar Hasenpflug (Saasen) begann. Es folgte der Gemischte Chor "Liederkranz" Stockhausen mit Dirigent Werner Berg (Flensungen). Sein Können stellte auch der Männergesangverein Weickartshain unter Leitung von Musikdirektor Helmut Buß (Grünberg) unter Beweis.

Nach einem Grußwort des 1. Vorsitzenden des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes, Siegfried Wegener, bei dem der Redner auch auf die Tradition dieses Sängertreffens verwies, zeichnete er im Auftrag des Deutschen Sängerbundes Herbert Schmidt aus Weickartshain für dessen 25-jährige aktive Sangestätigkeit aus. Nach Beendigung des offiziellen Programmes spielten die "Golden Stars" zum Tanze auf.

(Karl-Ernst Lind)

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18. Oktober 1985

Flutlichtanlage für den SSV

In Anwesenheit von Vertretern des Landkreises Gießen und des Hessischen Fußballverbandes sowie des Architekten Dierksmöller wurde am gestrigen Abend (18. Oktober 1985) die neu errichtete Flutlichtanlage auf dem Lardenbacher Sportplatz in Betrieb genommen.

Der 1. Vorsitzende des Spiel- und Sportvereins Arno Böcher zeigte zunächst den Werdegang dieser Maßnahme mit über 65.000 DM Kosten auf. Die Errichtung wurde zum größten Teil durch die Vereinsmitglieder vorgenommen, die mit etwa zwölfhundert Arbeitsstunden einen wesentlichen Beitrag leisteten. Der Vorsitzende sprach gleichzeitig allen Helfern, sowie den zuständigen Gremien, die durch Zuschüsse für die Finanzierung sorgten, den Dank des Vereins aus.

Für den Landkreis Gießen übermittelte der Leiter des Sportamtes Bernd Müller die Grüße und Glückwünsche. Er überreichte dem Vorsitzenden Böcher einen Scheck. Als Vertreter des Hessischen Fußballverbandes war der stellvertrtende Kreisfußballwart und Klassenleiter Walter Nachtigall (Londorf) erschienen. Auch er zeigte sich über den Bau dieser Anlage erfreut. Er wünschte den Fußballern des SSV Lardenbach/Klein-Eichen für die Zukunft den erhofften Erfolg und übergab gleichzeitig ein Präsent.

Unter den zahlreich erschienen Gästen und Helfern weilten auch die beiden Ortsvorsteher Manfred Daniel (Klein-Eichen) und Heinz Schwanke (Lardenbach). Bedauert wurde nicht nur vom Verein, dass trotz Einladung von der Stadt Grünberg kein Vertreter anwesend war.

(Karl-Ernst Lind)

 
30. August 1985

Landesehrenbriefe

Ehrenbriefe des Landes Hessen erhielten am 30. August 1985 in der Stadtverordneten-Versammlung in der Grünberger Gallushalle Bürger aus mehreren Stadtteilen. Landrat Ernst Klingelhöfer überreichte sie im Namen des Hessischen Ministerpräsidenten in Anerkennung ihrer Verdienste um die Allgemeinheit.

Die Ehrenbriefe erhielten auch die Klein-Eichener Manfred Daniel (9. v.l.), Hermann Loob (5. v. r.) und Walter Müller (6. v. r.). Aus Lardenbach mit dabei waren Edwin Scharmann und Heinz Schwanke. Nach der Urkunden-Überreichung stellten sich die Geehrten mit Bürgermeister Siegbert Damaschke und dem Landrat zum Gruppenfoto ohne Damen auf.

Den Ehrenbrief des Landes Hessen können Personen erhalten, die mindestens zwölf Jahre kommunalpolitisch tätig waren oder in gemeinnützigen Vereinen mit kulturellen oder sozialen Zielen sich ehrenamtlich engagiert hatten.

(GAZ)

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30. August 1985

Bürgermeisterwahl 1985

Eine große Überraschung bei der Abstimmung über die Wiederwahl des Bürgermeisters war nicht zu erwarten, dennoch herrschte am Freitagabend reges Interesse für die Stadtverordneten-Sitzung. Rund 400 Zuhörer kamen in die Gallushalle. Für die Wiederwahl des 44jährigen Siegbert Damaschke (CDU) stimmten 20 der 37 Stadtverordneten; 17 sprachen sich gegen eine weitere Amtszeit aus. Die Gegenstimmen kamen von der SPD und den Grünen der aus 14 CDU-, 14 SPD-, vier FWG- und zwei FDP-Vertretern bestehende Stadtverordneten-Versammlung.

Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses der geheimen Wahl durch Stadtverordneten-Vorsteher Jürgen Schmidt (SPD) gab es lang anhaltenden Applaus der Zuhörer. Unter den Gratulanten waren führende Vertreter der Öffentlichkeit, darunter viele Bürgermeister-Kollegen und Damaschkes Amtsvorgänger Gerulf Herzog und Karl Anschütz.

(GAZ/js)

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11. August 1985

Erster Ortssporttag

Als einen großartigen Erfolg kann der Spiel- und Sportverein Lardenbach/Klein-Eichen seinen ersten Ortssporttag am vergangenen Wochenende (10. und 11. August 1985) verbuchen. Bei dem angebotenen Programm, das überwiegend von den einzelnen Abteilungen erstellt wurde, beteiligte sich doch eine Vielzahl der Bevölkerung von Lardenbach und Klein-Eichen.

Ein Querschnitt der Vereinsarbeit wurde so vermittelt, wobei lediglich die Tischtennisabteilung aus Witterungsgründen im Freien eine Präsentation nicht vornehmen konnte. Selbst Regenwetter hielt am Samstagabend fünfzig Wanderfreunde nicht ab, um bei einer gemeinsamen Wanderung die heimische Natur zu erleben. In kameradschaftlicher Weise endete dieser Abend dann an der Schutzhütte auf dem Sportgelände.

Einen breiten Rahmen nahmen am Sonntag die Fußballspiele der einzelnen Straßenmannschaften von Lardenbach und Klein-Eichen ein. Das Turnier, bei dem doch mehr "Nichtfußballer" zum Einsatz hätten kommen sollen, verlief in einer sehr fairen Weise. Die beiden Schiedsrichter Gisbert Repp (Grünberg) und Hans Bär (Sellnrod) hatten keinerlei Probleme bei der gestellten Aufgabe.

Nach einem 1:1 gegen die Bodenweg-Hölzchesweg-Am Helgenstock-Kombination und einem 2:1 Sieg gegen die Seentalstraße, einem 2:0-Erfolg gegen die Pappelweg-Akazienweg-Auswahl, sowie einem 1:0 gegen die Straße "Am Larbach" errang das Team aus Klein-Eichen den 1. Platz. An zweiter Stelle folgte mit einem Unentschieden, zwei Siegen und einer Niederlage die Straßenfußballer der "Am Larbach". Dieser Mannschaft folgte mit 4:4 Punkten die Seentalstraße. Die weiteren Plätze belegten die Auswahlteams des Bodenweg-Hölzchesweg-Am Helgenstock und des Pappelweg-Akazienweg.

Ein besonderer Höhepunkt dürfte der Auftritt der jungen Gymnastikgruppe des gastgebenden Vereins gewesen sein. Unter der Regie von Annita Schmidt zeigten die jungen Turnerinnen in ihren roten Anzügen auf dem grünen Rasen ihr Können und ließen ihre Aufführungen zu einer Augenweide für die vielen begeisterten Zuschauer werden.

Mit einem Kinderfest wurde im Anschluß auch an die jüngsten Bewohner beider Dörfer gedacht. Bei zahlreichen Spielen, die den kleinen viel Freude bescherten, gab es eine Menge Preise zu gewinnen. Freude und Begeisterung beherrschten auch die Szene, als für die Erwachsenen ein Spiel- und Sportprogramm anstand. Die Sieger der Wettbewerbe Tauziehen, Eierwerfen, Bierfass-Rollen und das speziell für Damen durchgeführte Schubkarren-Rennen mit Eiertransport erhielten für die gezeigten Leistungen Geschenke überreicht.

(Karl-Ernst Lind)

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16. Juli 1985

Bundesgartenschau in Berlin

Eine herrliche Fahrt zur Bundesgartenschau nach Berlin unternahmen in der letzten Woche (Juli 1985) die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Sellnrod und des Obst- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen. Die heimischen Naturfreunde konnten sich auf dieser wohl einmaligen Ausstellung über die Vielseitigkeit der Pflanzenwelt informieren. Verbunden damit war am gleichen Tag die Besichtigung des "Luftbrückendenkmals" auf dem Flughafen Tempelhof. Auch eine Rundfahrt durch den wohl bekanntesten Berliner Stadtteil Kreuzberg war dabei.

Am nächsten Tag stand unter der Führung von Lothar Müller, einem zur Zeit in Berlin lebender gebürtiger Sellnröder, eine große Stadtrundfahrt auf dem Programm. Für die immer gutgelaunten Oberhessen dürfte sie ein Höhepunkt gewesen sein. Unter den vielen Sehenswürdigkeiten konnten besonders die Siegessäule, das Brandenburger Tor, das Reichstagsgebäude, das Schloß Charlottenburg, die Gedenkstätte Plötzensee, das Olympia-Stadion und das Bellevue, Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten, beeindrucken. Auch eine Schiffahrt auf der Havel und ein Abstecher nach Ost-Berlin war sehr informativ. Reiseleiter Winfried Halbich (Sellnrod) zeichnete für die gute Organisation verantwortlich.

(Karl-Ernst Lind)

 
16. Juni 1985

1000 Teilnehmer bei EVG-Wanderung

Mit 997 Teilnehmern verzeichnete die 4. EVG-Wanderung am 15. und 16. Juni 1985 eine ausgezeichnete Beteiligung. Bei gutem Wetter gingen bei der am Samstagabend stattfindenden Nachtwanderung bereits 391 Wanderer auf die sieben bzw. dreizehn Kilometer lange Strecke. Diese beiden Routen, sowie eine weitere Strecke über Zweiundzwanzig Kilometer lang, konnten auch am Sonntag absolviert werden. Dabei sei besonders die Mühlentour im Kreuzseener Grund in sehr reizvoller Landschaft erwähnt.

Bei der Siegerehrung, die vom Schirmherren, dem Lardenbacher Ortsvorsteher Heinz Schwanke vorgenommen wurde, gingen die Wanderfreunde Lehnheim mit 166 Teilnehmern vor dem Eisenbahner-Sportverein Grünberg (65) und der Wandergruppe Aulatal (47) als Sieger hervor. Auf den Plätzen folgten Mücke (43), Lindenstruth (35), Ober-Mörlen (33), Bauernheim (31), Wölfersheim (31), Ober-Seibertenrod ((31) und JSV Lehnheim (30).

Für den einzelnen Wanderer standen von seiten des Veranstalters ebenfalls Preise zur Verfügung. Eine besondere Auszeichnung dürften hierbei ein Wandteller aus Porzellan mit dem Motiv der Fachwerkkirche Ilsdorf gewesen sein.

(Karl-Ernst Lind)

 
07. Juni 1985

LKW Unfall

Am Freitagmorgen, gegen 11 Uhr, kam es an der etwas unübersichtlichen Kreuzung Sellnrod, Lardenbach, Klein-Eichen zu einer Kollision zweier Laster. Ein Lehnheimer LKW wollte an der Kreuzung nach links Richtung Klein-Eichen weiter, bremste ab und stellte nach rechts und links blickend "Freie Fahrt" fest. Im gleichen Augenblick, als er sein Fahrzeug startete, kam von links ein Weitershainer Lastkraftwagen. Beide Fahrzeuge kollidierten. Festgestellt wurde ein Sachschaden von etwa 11.000 DM.

(HZ)

 
02. Juni 1985

Festzug 100 Jahre MGV

Der farbenprächtige Festzug, der am Sonntag (2. Juni 1985) bei herrlichem Wetter durch die geschmückten Straßen Lardenbachs und Klein-Eichens zog, dürfte den Höhepunkt des 100jährigen Jubiläums des Gesangvereins "Eintracht" gewesen sein.

Etwa vierzig Gastvereine aus nah und fern beteiligten sich an dem Umzug. Nach der Aufstellung gegen 13.30 Uhr auf dem Sportplatz, zogen die Fußgruppen und Wagen durch die Straßen beider Grünberger Stadtteile. Angeführt wurde der Zug von den Festdamen. In einem Kutschenwagen, geführt von Hermann Loob und Klaus Hansel, hatten Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke und der Vorsitzende des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes Siegfried Wegener Platz genommen. In ihrer Mitte Grünbergs Marktfaru Marianne Holmelin. Die Ehrenmitglieder des Jubiläumsvereines hatten es sich auf einem Motivwagen bequem gemacht. Mit Bändern grüßte die Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereines Lardenbach/Klein-Eichen. Der Nachwuchs des Sportvereines präsentierte sich ebenfalls. Einen Motivwagen hatte auch der örtliche Obsbau- und Kelterverein. Dieser Verein schenkte gleichzeitig an die Zuschauer selbstgemachten Apfelwein aus. Mit einem alten Schlauchwagen war die Klein-Eichenr Feuerwehr in alten Uniformen unterwegs. Der Jubiläumsverein mit seinen aktiven Sängern bildete das Ende des Festzuges.

Mit dem Prolog der Festdamen, dem Singen einiger Gastvereine und dem Bühnenspiel der Musikzüge und Kapellen fand dieser Nachmittag im vollbesetzten Zelt seinen Abschluß. Für die nötige Stimmung zum Tanzen sorgten die "Lahntal-Musikanten".

(Karl-Ernst Lind)

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31. Mai 1985

Kommersabend zum 100jährigen des Gesangvereins

Ein umfangreiches Programm wurde den Besuchern beim Kommersabend zum 100jährigen Bestehen des Gesangvereines "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen am Freitag, dem 31. Mai 1985 geboten. Nach der musikalischen Eröffnung des Festaktes durch den Musikverein Grünberg unter Leitung von Helmut Buß umriß der 1. Vorsitzende des Jubiläumsvereines, Heinz Schwanke, die Vereinsgeschichte und wünschte allen Anwesenden einige frohe Stunden.

Schirmherr Bürgermeister Siegbert Damaschke ging ausführlich auf den Gesangverein beider Grünberger Stadtteile ein. Er äußerte, dass dieser Verein ein Bindeglied zwischen zwei Dörfern sei, die trotz Großgemeinde immer noch Eigenständigkeit zeigten. Im Jubiläumsverein, der vor 100 Jahren als gemischter Kirchenchor gegründet worden war, spiegele sich die Geschichte zweier Dörfer wider. Damaschke erwähnte auch den langjährigen Dirigenten Ernst Nicolai (Großen-Buseck) und den kürzlich verstorbenen Vorsitzenden Günther Zimmer. Beide hätten den Verein entscheidend geprägt.

Der hauptamtliche Erste Kreisbeigeordnete Gerhard Keil übermittelte die Glückwünsche des Kreises. Das Jubiläum beweise, wie lange in diesem Raum schon Kultur von der Bevölkerung getragen, erarbeitet und geschätzt werde. Im Auftrag des Deutschen Sängerbundes übermittelte der Vorsitzende des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes Siegfried Wegener Glückwünsche. Er bescheinigte dem Männergesangverein Lardenbach/Klein-Eichen einen hohen Leistungsstand. Das 100jährige Jubiläum sei ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Es solle Auftakt für die weitere Arbeit im Verein für das deutsche Liedgut sein.

Im Auftrag des Deutschen Sängerbundes zeichnete der Vertreter das Mitglied des Jubiläumsvereines, August Erdmann, für 50jährige Sängertätigkeit mit der Ehrennadel in Gold und Urkunde aus. Erdmann erhielt, ebenfalls wie die Vereinsmitglieder Wilhelm Lein und Willi Berg, die goldene Vereinsnadel. Die Vereinsnadel in Silber wurde Erich Funk, Albert Roth, Emil Mölcher II., Erich Dörr, Helmut Felsing, Georg Kielbassa und Felix Darga verliehen.

Das Festprogramm, durch das Reiner Roth führte, gestalteten einige Gastvereine mit Liedvorträgen mit. Unter der Leitung des Dirigenten Ottmar Hasenpflug (Saasen) traten die "Concordia" Rüddingshausen und der gemischte Chor "Eintracht" Hattenrod auf. Auch der Grünberger Musikdirektor Helmut Buß absolvierte mit seinen Chören "Sängerkranz" Beltershain und dem Männergesangverein Weickartshain ihre Auftritte. Mit weiteren Chorvorträgen folgten Sellnrod, Ober-Ofleiden, Saasen sowie die gemeinsame Darbietung von Lardenbach/Klein-Eichen und Rüddingshausen.

Für einen mit viel Beifall bedachten instrumentalen Auftritt sorgte die Jagdhorngruppe Seenbachtal, die unter Leitung von Otto Biedenkopf in gekonnter Weise verschiedene Jagdsignale darbot. Höhepunkt des Abends waren die Vorführungen des Rock-'n'-Roll-Centers Gießen und der Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Die zwei Gießener Tanzpaare und die von Annita Schmidt einstudierte heimische Gruppe kamen um Zugaben nicht herum.

Im Anschluß übermittelten der örtliche Spiel- und Sportverein durch Arno Böcher, die Freiwillige Feuerwehr Lardenbach durch Artur Kratz und der Obstbau- und Kelterverein durch Hans Mölcher ihre Glückwünsche. Die Gastvereine aus Rüddingshausen, Hattenrod, Sellnrod und Weickartshain und Ober-Ofleiden schlossen sich den Grüßen an.

(Karl-Ernst Lind)

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26. Mai 1985

"Zelter-Plakette"

Die höchste Auszeichnung in der Bundesrepublik Deutschland für die Würdigung des Chorgesanges erhielten am Sonntag 41 hessische Gesangvereine in der Groß-Sporthalle Alsfeld im Rahmen des 25. Hessentages. Es ist die "Zelter-Plakette", die nur an Vereine vergeben wird, die mindestens 100 Jahre bestehen. Aus dem Landkreis Gießen waren dies fünf Vereine. Darunter auch der Gesangverein "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen.

Der Namensgeber der verliehenen Plakette, Karl Friedrich Zelter, habe das selbstbewußter werdende Bürgertum zu Beginn des 19. Jahrhunderts verkörpert; Menschen, die in Kunst und Musik ihre Verwirklichung gesucht und gefunden hätten, erklärte Dr. Vera Rüdiger, Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Selbstverwirklichung durch die Musik und Chorgesang habe bei sich wandelnder Musikliteratur ihren Stellenwert erhalten.

In den Gesangvereinen würden sich Menschen aus unterschiedlichsten Lebens- und Tätigkeitsbereichen sowie aus den verschiedenen Generationen unter der Gemeinsamkeit des Singens treffen. Insofern komme dem Chorgesang eine die Menschen verbindende Bedeutung zu.

(rs/GAZ)

 
25. Mai 1985

Festgottesdienst zu 100 Jahre Gesangverein

Mit einem Festgottesdienst und einem Totengedenken mit Kranzniederlegung auf den Friedhöfen von Lardenbach und Klein-Eichen begannen am Pfingstmontag (27. Mai 1985) die Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen des Männergesangvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Durch die Mitwirkung der Sänger des Jubiläumsvereins erhielt dieser Gottesdienst in der neu renovierten Kirche von Lardenbach einen würdigen Rahmen.

Pfarrer Tilman Schmidt, der die Predigt hielt, ging auch auf das Bestehen und die Bewegungen seit Gründung des Gesangvereins ein. Pfarrer Kleberger als Gründer und Pfarrer Weinberger, der dem Verein ebenfalls starke Impulse verlieh, hätten in der schweren Zeit des Vereins auch mit dem Gebet für den Fortbestand dieser Sängervereinigung gesorgt.

Der Verein verbinde heute. Es sei im Jahre 1985 ein Verein, der die Menschen zweier Dörfer, aber einer Kirchengemeinde verbinde. Der Pfarrer stellte heraus, dass der Gesangverein mit seinem Liedgut auch eine Stütze für manche Menschen darstelle. Die Sänger seien somit auch Träger einer Botschaft. Zum Abschluß seiner Festpredigt wünschte Pfarrer Schmidt dem Verein noch viel Freude am Gesang.

Unter Beteiligung der Gottesdienstbesucher und der Bevölkerung von Lardenbach und Klein-Eichen gedachte der Jubiläumsverein seiner verstorbenen Mitglieder. Erster Vorsitzender Heinz Schwanke legte an den Ehrenmalen auf beiden Friedhöfen einen Kranz nieder. Auch Pfarrer Schmidt und die Sänger beteiligten sich an dieser Feier mit Gebet und Chorvorträgen.

(Karl-Ernst Lind)

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16. Mai 1985

"Vatertag" im Steinbruch

Schon seit einiger Jahren treffen sich die Klein-Eichener am "Vatertag" im Steinbruch über dem Buchholz, um in geselliger Runde diesen Feiertag zu genießen. Zwar nicht gerade im Sinne des kirchlichen Feiertages, aber doch als eine Feierlichkeit für die ganze Familie.

In diesem Jahr (16. Mai 1985) spielte auch das Wetter bestens mit. Für die Organisation und die Bewirtung sorgten die "Grenzgrabenspritzer". Gerade erst vor zwei Jahren hat sich dieser Stammtisch als Ableger des Feuerwehrvereins gegründet.

Die idyllische Örtlichkeit am Galgenberg lockte nicht nur Einheimische an, sondern es kamen auch Besucher einiger umliegender Dörfer. Als lohnendes Ausflugsziel nach anstrengender "Vatertags"-Wanderung ist der Klein-Eichener Steinbruch immer eine gute Wahl.

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05. Mai 1985

Grenzgang in Klein-Eichen

Zahlreiche Bürger beteiligten sich beim ersten Grenzgang im Jagdbezirk Stockhausen/Klein-Eichen. Ziel der Veranstaltung war es, den Bürgern den genauen Grenzverlauf sowie die Flurnamen und Bezeichnungen in der Gemarkung Klein-Eichen näherzubringen. Jagdvorsteher Karl Bräuning, sein Stellvertreter Walter Müller und der Vorsitzende des Jagdgenossenschaftsausschusses Erich Funk führten die Gruppe an.

Mit dabei waren am 5. Mai 1985 auch Stadtrat Alfred Jochim, die beiden Ortsvorsteher Helmut Nickel (Stockhausen) und Manfred Daniel (Klein-Eichen), Jagdpächter Karl Jüngst und als Vertreter des Hessischen Forstamtes Grünberg Karl Keitzer aus Weickartshain.

Für die richtige Einstimmung sorgten die Jagdhornbläser Seenbachtal unter der Leitung von Otto Biedenkopf (Flensungen). Vom Klein-Eichener Neubaugebiet führte der Weg durch die Wochenendhaussiedlung und die "Wann", von der die Klein-Eichener sagen: "Wenn die Wann nicht wär, läge das "Buchholz" viel näher".

Vom Steinbruch ging es weiter in Richtung Gemarkungsgrenze Klein-Eichen/Groß-Eichen. Hier zeigte Erich Funk bereits die erste Besonderheit des Grenzverlaufs auf, denn jenseits der Gemarkungsgrenze liegen einige Parzellen, die Eigentum der Stadt Grünberg sind. Wenige Schritte weiter kam die Gruppe an die "Unschuldshecke". In dessen schützendem Dickicht die Dorfschönheiten in früherer Zeit "etwas verloren" haben sollen.

Ein Teil dieses Wäldchens gehört bereits zur Gemarkung Groß-Eichen, doch haben die Jagdpächter durch eine interne Regeling diesen Streifen gegen ein Wiesenstück eingetauscht. Auf der anderen Seite des Wäldchens soll die ursprüngliche Siedlungsfläche Klein-Eichens gewesen sein. Über den Grund für den Umzug des Dorfes in die Nachbarschaft von Lardenbach gibt es unterschiedliche Ansichten.

Auch in diesem Teil der Grünberger Gemarkung sind noch die Folgen des vernichtenden Sturmes vom vergangenen Jahr sichtbar. Forstamtmann Karlheinz Keitzer meinte, dass nach dem Abtransport der Stämme die kostspielige Arbeit des Aufräumens beginne. Entlang des Flutgrabens marschierte die Gruppe weiter zu den Fischteichen.

Jagdvorsteher Bräuning konnte den Jagdgenossen mitteilen, dass bis zur Heuernte drei Wildretter angeschafft werden. Mit einigen Vorträgen der Jagdhornbläser fand die Wanderung an den Teichen ihren Abschluß.

(HZ)

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16. April 1985

Neuer Ortsvorsteher von Klein-Eichen

Am Dienstag, dem 16. April 1985, fand die erste Ortsbeiratsitzung in Klein-Eichen nach der Kommunalwahl statt. Um 20 Uhr begann die öffentliche Sitzung in der Gaststätte Bingel. Geladen hatte zu diesem Abend Walter Müller als stellvertretender Ortsvorsteher.

Der bisherige Ortsvorsteher, Günther Zimmer war erst vor kurzer Zeit, am 24. März plötzlich verstorben. Bei der Kommunalwahl am 10. März, wurde Günther Zimmer noch in den Ortsbeirat wiedergewählt. Der Verstorbene war ununterbrochen von 1964 bis zuletzt Mitglied der Gemeindevertretung bzw. des Ortsbeirates und der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Grünberg. Von 1967 bis 1970 war Günther Zimmer ehrenamtlicher Kassenverwalter der ehemals selbständigen Gemeinde Klein-Eichen.

In der Ortsbeiratsitzung wurde nun Manfred Daniel zum neuen Ortsvorsteher gewählt. Dessen Stellvertreter wurde Walter Müller. Weitere Ortsbeiratsmitglieder sind Ottmar Behrendt, Hermann Loob, Dieter Faust und Thomas Zabel. Nachrücker Herbert Kühn wurde sogleich zum neuen Schriftführer gewählt.

Nach 21jähriger Tätigkeit im Ortsbeirat wurde Erwin Kühn mit einem Präsentkorb verabschiedet. Zu den ersten Gratulanten der Klein-Eichener Ehrenamtsträger gehörte auch Magistratsmitglied Alfred Jochim aus Stockhausen.

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01. April 1985

Überdachter Steinbruch

Kennern der örtlichen Verhältnisse ist es seit langem bekannt: Weder Lardenbach noch Klein-Eichen verfügen über ein eigenes Bürgerhaus. Die öffentlichen Kassen sind leer, kurzfristige Lösungen sind nicht in Sicht. So setzte man sich denn in Grünbergs kleinstem Stadtteil dorfgemeinschaftlich zusammen und entwickelte ein in die Praxis mit geringen Mitteln zu übersetzendes Konzept. Dies brachte die Heimat Zeitung in ihrer Ausgabe vom 30. März 1985.

Der alte Steinbruch, ein sehr geschützt liegender Landschaftsteil wird - nach Überprüfung durch zuständige Fachleute - in allernächster Zeit überdacht, innen ausgebaut und so ein Platz für Geselligkeit geschaffen. In Verbindung damit ist auch die Anlage eines Biotops geplant.

Am kommenden Montag, gegen 17 Uhr, treffen sich Bürgermeister Damaschke, der Ortsbeirat und ein Vertreter des Kreisbauamtes zur Ortsbesichtigung vor Beginn der Detailplanung. Dazu sind alle interessierten Dorfbewohner von Klein-Eichen und Lardenbach eingeladen.

Nach verlässlichen Aussagen ortsansässiger Firmen kann man schon jetzt sagen, dass die Maßnahme "Steinbruch-Überdachung" nur ein Viertel von dem kosten wird, was normalerweise für ein Dorfgemeinschaftshaus veranschlagt wird. Etwa 500 Personen werden in dem "Felsenhaus" Platz finden. Zudem sind die Unterhaltungskosten gering.

Felsenkeller-Ausbauten in der näheren und weiteren Umgebung, als Vereinsräume oder Gaststätten genutzt, waren der eigentliche Aufhänger für diese zukunftsträchtige Idee, unter dem Motto: Kleine Dorfgemeinschaft ganz groß!

April! April! "Nix wars mit dem Bürgerhaus im überdachten Steinbruch. Damit kam die Zeitung am 2. April an die Öffentlichkeit. Wenn auch, wie man hörte, hier und da recht ernsthaft über diese Möglichkeit diskutiert wurde.

 
23. März 1985

10 Jahre Chorleiter

Zu einem anwechslungsreichem Liederabend begrüßte der 1. Vorsitzende des gastgebenden Vereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen Heinz Schwanke alle Sangesfreunde am Samstag (23. März 1985) im Saal des Gasthauses Dietz. Sein besonderer Gruß galt den Chören und den Chorleitern Ottmar Hasenpflug (Saasen) und Erhard Münch (Bernsfeld).

In seiner Ansprache zeigte sich Schwanke sehr erfreut, dass das Treffen der "Hasenpflug-Familie" in einem für den örtlichen Männergesangverein historischen Jahr stattfindet. Mit Stolz blicken die Sänger aus Lardenbach und Klein-Eichen auf das bevorstehende 100jährige Vereinsjubiläum.

Dies zeige nach den Worten des Vorsitzenden, dass auch im Vogelsberg eine frühzeitige Sängerbewegung begonnen habe. Er forderte daher auch zum Hegen und Pflegen des Liedgutes auf. Das Erbe der Großväter sollte jederzeit hochgehalten werden.

Das Hasenpflugsche Chorgruppentreffen, dass traditionsgemäß einmal jährlich abwechselnd in Hattenrod, Lardenbach und Rüdingshausen stattfindet, hatte in diesem Jahr durch das 10jährige "Dienstjubiläum" des Chorleiters eine noch größere Bedeutung. Die Dankesworte der drei Vorsitzenden verdeutlichten Können und Begeisterung für den Chorgesang des noch jungen Chorleiters Ottmar Hasenpflug.

Menschlichkeit und Kameradschaft stellte der geehrte Chorleiter als wesentliche Punkte zum Erfolg in den Vordergrund seiner Dankesrede. Er habe in den zehn Jahren seiner Chorleitertätigkeit viel gelernt. So fühle er sich auch als Mitbürger der Heimatgemeinden seiner Chöre.

Das musikalische Programm, das von den Gastgebern eröffnet wurde, zeigte den hervorragenden Ausbildungsstand der Hasenpflug'schen Chöre. Mit zwei Liedern folgten die Sängerinnen und Sänger aus Hattenrod. Viel Beifall gab es dann für die Kinderchöre aus Saasen und Hattenrod. Stimmungsvoll erklang der Männerchor Rüdingshausen. Danach trat der Gastverein aus Saasen auf, der aufgrund seiner freundschaftlichen Beziehungen zur "Eintracht" als Heimatverein des Dirigenten Ottmar Hasenpflug durch sein Können das Programm bereicherte.

Nach weiteren Auftritten aller Chöre, sorgte zum Abschluss für die weitere Unterhaltung der Gäste bis in die Morgenstunde das Trio "Die Tramps", bei deren Klänge auch das Tanzbein geschwungen wurde.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
16. März 1985

Obstbau- und Kelterverein

In der Hauptversammlung des Obstbau- und Keltervereins Lardenbach/Klein-Eichen am Samstag (16. März 1985) im Gasthaus Dietz erstattete 1. Vorsitzender Edwin Scharmann den fast vollzählig erschienen Mitgliedern den Tätigkeitsbericht. Danach wurde eine rege Vereinsarbeit betrieben, wobei die Pflanzung und Pflege von den verschiedensten Obstbäumen im Vordergrund stand. Unter Anleitung des Vorstandsmitgliedes Hans Zimmer wurde ein notwendiger Schnitt an privaten und städtischen Obstbäumen vorgenommen.

Eine große Aufgabe sah der Verein in seinem Kelter-Angebot. Von dem machten siebenundzwanzig Mitglieder, sowie siebenundzwanzig Nichtmitglieder in der vereinseigenen Einrichtung mit etwa zehntausend Liter Mostauspressung Gebrauch.

Erfreut zeigte sich Scharmann darüber, dass der Verein nun in den "Kreisverband Gießen zur Förderung des Obstbaues, der Garten- und Landschaftspflege" aufgenommen wurde. Hierbei verwies der Redner auf das Vorhaben, den Mitgliedern durch verschiedene Lehrgänge und Dia-Vorträge von Seiten des Kreisverbandes wichtige Informationen vermitteln zu können.

Im Anschluß gab Vereinsvorsitzender Scharmann den Mitgliedern noch einen Einblick in die Arbeit des laufenden Jahres. Als erwähnenswert bezeichnete er die Fahrt nach Berlin zur Bundesgartenschau, wo zur Zeit noch Plätze für zwei Personen frei seien. Der Verein werde am 6. Juli auch ein Sommerfest, sowie wieder einen gemeinsamen Einkauf von Obstbäumen und die Versteigerung des städtischen Obstes durchführen.

Mit der Unterstützung des bevorstehenden 100jährigen Jubiläums des örtlichen Gesangvereins und die Kontaktpflege zu gleichgesinnten Nachbarvereinen werde auch die kameradschaftliche Seite des Vereins erkennbar. Weiterhin müssten für den Kelterbetrieb einige notwendige Anschaffungen ins Auge gefasst werden. Deren Kosten durch die Eigenhilfe von Mitgliedern jedoch in Grenzen gehalten werden sollen.

Nach dem Verlesen des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung durch den Schriftführer Hans Zimmer und dem Bericht des Kassenwartes Hans Mölcher ging man zum gemütlichen Teil über - dem auch die Frauen der Mitglieder beiwohnten. Er begann mit einer Verlosung, bei der die "Glücksfee" Heidi Dittrich für jedes Mitglied dann auch einen Preis parat hatte.

(Karl-Ernst Lind)

 
15. März 1985

Jagdgenossen Stockhausen/Klein-Eichen

Die Jagdhornbläsergruppe Seenbachtal unter Otto Biedenkopf gab das musikalische Startzeichen zur Generalversammlung des Jagdbezirks Stockhausen/Klein-Eichen, die am Freitag (15. März 1985) im Gasthaus Bingel stattfand. Jagdvorsteher Karl Bräuning begrüßte besonders den Vertreter der Stadt Grünberg, Stadtrat Alfred Jochim (Stockhausen). Forstamtmann Karlheinz Keitzer vom Hessischen Forstamt Grünberg und den Jagdpächter Karl Jüngst (Mitpächter Dr. Burk hatte sich entschuldigt).

Der im vergangenen Jahr entstandene Wildschaden sei zur Zufriedenheit der Jagdgenossen durch die Jagdpächter ausgeglichen worden, berichtete Bräuning. Dies unterstreiche die seit Jahren gute Zusammenarbeit zwischen Jagdgenossen, Vorstand und Pächtern. Rechner Otto Reitz (Stockhausen) legte Rechenschaft über die Verwendung der Gelder aus dem Jagdpachterlös ab. In Klein-Eichen wurden Mittel für den Feldwegeausbau verwandt. Im Bezirk Stockhausen werden Rücklagen für die Asphaltierung eines Feldweges gebildet.

Zufrieden mit dem Wildbestand im Revier war Jagdpächter Karl Jüngst. Eine Treibjagd wurde nicht durchgeführt, trotzdem konnte der Abschußplan erfüllt werden. Auch Rebhühner sind wieder im Jagdbezirk zu finden. In der Stockhäuser Gemarkung wurde ein Tollwutfall bei einem Fuchs registriert. Ärgerlich sei die Tatsache, beklagte Jüngst, dass einige Hundehalter ihre Tiere immer noch frei und unbeaufsichtigt im Revier umherstreifen lassen. Soweit er habe feststellen können, seien die Tiere jedoch aus Nachbargemeinden gekommen.

Der Vorsitzende des Jagdgenossenschafts-Ausschusses, Erich Funk (Klein-Eichen), bescheinigte dem Rechner eine einwandfreie Führung der Kassengeschäfte. Seinem Antrag auf Entlastung des Vorstandes wurde einstimmig stattgegeben.

Wenig Mühe hatte Wahlleiter Alfred Jochim bei der Wahl des Vorstandes und des Jagdgenossenschaftsausschusses Karl Bräuning (Jagdvorsteher), Otto Reitz (Rechner) bilden wieder gemeinsam den neuen Jagdvorstand. In den Jagdgenossenschaftsausschuss wurden gewählt: Erich Funk (Vorsteher), Otto Bingmann (Stockhausen) und Erwin Kühn (Klein-Eichen) als Ausschussmitglieder. Ihre Stellvertreter sind: Walter Müller, Manfred Daniel (beide Klein-Eichen) und Alfred Jochim.

Karl Bräuning dankte den Jagdgenossen im Namen der Gewählten für das entgegengebrachte Vertrauen. Der Jagdpachterlös wird wieder für den Feldwegeausbau verwandt.

Stadtrat Jochim und Forstamtsleiter Keitzer baten die Jagdgenossen um ihre Mithilfe bei der Erhaltung des Wildbestandes. Besonders wichtig sei es, dass die Landwirte vor der Heumahd den Jagdpächter informieren, damit dieser die notwendigen Schritte einleiten kann, um die Rehkitze vor einer Verstümmelung durch die Maschinen zu schützen.

Dazu will man versuchsweise einen Wildretter anschaffen, der, an das Mähwerk angeschlossen, das Wild abweist. Einen Teil der Finanzierung übernimmt Jagdpächter Karl Jüngst. Auch vom Kreis ist mit einem Zuschuß zu rechnen.

Wegen der anstehenden Neuverpachtung soll im Frühjahr eine Revierbegehung in Klein-Eichen stattfinden. Mit dem Zweck, dass die Jagdgenossen die Grenzen des Bezirks besser kennenlernen. Vorstand, Jagdgenossen und Pächter sollen daran teilnehmen. Im nächsten Jahr soll die gleiche Aktion in Stockhausen stattfinden.

Jagdpächter Karl Jüngst dankte noch einmal für die gute Zusammenarbeit und lud die Genossen zu einem Essen und einem Umtrunk ein. Jagdvorsteher Karl Bräuning schloß die harmonisch verlaufene Versammlung mit dem Wunsch, dass auch weiterhin alle bereit sind, dabei mitzuhelfen, für das Wild und die Natur das Beste zu tun.

(br/HZ)

 
10. März 1985

Kommunalwahl 1985

Die Kommunalwahl vom 10. März 1985 hat so manche Überraschung gebracht. So ist die FDP im Kreistag nicht mehr vertreten. Die SPD konnte ihre Sitzzahl von 34 auf 37 erhöhen, die CDU ging von 37 auf 31 zurück, die FWG von sieben auf sechs, während die Grünen mit sechs Abgeordneten einziehen werden, so dass SPD und Grüne rein rechnerisch die Mehrheit stellen können.

Die Abstimmung der Klein-Eichener zum Kreistag:

Klein-Eichen
 
Wahlberechtigte
187
 
Wähler
140
 
     
SPD
32
 
CDU
73
 
FDP
8
 
Grüne
16
 
FWG
9
 
Friedensliste
1
 

Im Grünberger Stadtparlament hat die CDU zwei Sitze abgeben müssen und zieht jetzt mit 14 Stadtverordneten in das Parlament ein. Die SPD kletterte um einen Sitz auf 14, die FDP ging um ein Mandat auf zwei zurück, die FWG von 5 auf 4, während die Grünen mit drei Mandaten neu vertreten sind. CDU und FDP können also nicht mehr die Mehrheit bilden. Die verstärkte Zusammenarbeit mit der FWG ist notwendig, wenn es bei den bisherigen Gepflogenheiten bei den Abstimmungen bleibt.

Die Abstimmung der Klein-Eichener und Lardenbacher zur Grünberger Stadtverordnetenversammlung:

Klein-Eichen
  Lardenbach  
Wahlberechtigte
187
     
Wähler
140
     
         
SPD
32
  SPD
87
CDU
70
  CDU
124
FDP
10
  FDP
12
Grüne
18
  Grüne
14
FWG
8
  FWG
9


Die Überparteiliche Liste zur Ortsbeiratswahl in Klein-Eichen umfasste 14 Bewerber des zugelassenen Wahlvorschlags. Gewählt wurde in der Gaststätte Bingel im Galgenbergsweg:

Ortsbeirat
Stimmen
 
1
Hermann Loob
97
 
2
Manfred Daniel
95
 
3
Thomas Zabel
72
 
4
Walter Müller
71
 
5
Günther Zimmer
68
 
6
Ottmar Behrendt
63
 
7
Dieter Faust
38
 
8
Herbert Kühn
26
 
9
Erwin Kühn
25
 
10
Werner Zimmer
18
 
11
Dieter Bienek
16
 
12
Erwin Roth
16
 
13
Holger Hermann
14
 
14
Werner Schildwächter
11
 
 
09. März 1985

Sportverein im Gasthaus Bingel

Zur Hauptversammlung des SSV Lardenbach/Klein-Eichen am vergangenen Samstag (9. März 1985) im Gasthaus Bingel konnte der 1. Vorsitzende Arno Böcher neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern auch das Ehrenmitglied Wilhelm Funk begrüßen. In seinem Geschäftsbericht wies der Vereinsvorsitzende auf die umfangreichen Aktivitäten des letzten Jahres hin.

So erwähnte er neben der Fahrt der Fußballjugend zu einem Bundesligaspiel, auch die Auftritte der Gymnastikgruppe beim 50jährigen Jubiläum der Lardenbacher Feuerwehr und beim Lardenbacher Fasching. Zufrieden zeigte sich Böcher über den Ablauf und Beteiligung bei der 3. EVG-Wanderung, die am 16. und 17. Juni stattfand. Gut besucht war auch das Sommer- und Kinderfest.

Eingehend auf den bevorstehenden Bau einer Flutlichtanlage erstattete das Vorstandsmitglied Reiner Roth einen ausführlichen Bericht. Er forderte gleichzeitig alle Mitglieder zur tatkräftigen Unterstützung bei der Baumaßnahme auf.

Dem Kassenbericht von Gerda Weeke folgten die Berichte der einzelnen Sparten. Für die Seniorenfußballer führte Abteilungsleiter Reinhard Mölcher jun. aus, dass die 1. Mannschaft mit dem 10. Tabellenplatz die vergangene Sasion abschloß. Nach guten Vorbereitungen liegen beide Mannschaften zur Zeit im letzten Tabellendrittel. Er berichtete auch von der Verpflichtung von Erwin Port als neuen Trainer, der im Laufe der Sasion für Eduard Schmidt einsprang. Zum Abschluß forderte Mölcher von den Aktiven eine rege Trainingsbeteiligung und eine gute Kameradschaft.

Für die Jugendfußballer konnte Jugendleiter Peter Swoboda nur von hinteren Tabellenplätzen berichten. Bedingt durch eine dünne Spielerdecke, die trotz Spielgemeinschaft mit dem FC Weickartshain nicht zu beseitigen war, konnte kein besseres Ergebnis erreicht werden. Erwähnung fand auch die Teilnahme der Jugendlichen am Festzug beim Feuerwehrjubiläum, sowie der für die jungen SSV-Sportler interessante Besuch beim Sportkalender des Hessischen Rundfunks.

Für die Gymnastikabteilung konnte Annita Schmidt Erfreuliches berichten. Durch eine junge Tanzgruppe, die u. a. auch bei der 5. Gymnastikschau in Pohlheim ihr Können zeigte, erlebte diese Abteilung einen neuen Aufschwung. Aufgrund großer Nachfrage wird ab nächsten Donnerstag eine Kindergymnastik eingeführt, die neben den bestehenden Übungsstunden der Erwachsenen ebenfalls eine feste Einrichtung werden soll.

Bernhard Nickel dankte als Wanderwart allen Helfern und Wanderfreunden für die großartige Unterstützung der eigenen EVG-Wanderung und der Teilnahme an fast allen Wanderungen der EVG. Zum Abschluß seiner Ausführungen teilte er der Versammlung noch einige Termine mit.

Für den verhinderten Spartenleiter der Tischtennisabteilung Gerhard Ruppel verlas der 2. Vorsitzende Karl-Ernst Lind dessen Bericht. Aus diesem ging hervor, dass die 1. Mannschaft die letzte Runde mit dem 5. Platz beendete. Bei den Bezirkslokalspielen in Bebra sei man in der 2. Runde ausgeschieden. Den bisher größten Erfolg erlebte jedoch die 2. Mannschaft, die mit großem Vorsprung von der D-Klasse Alsfeld in die C-Klasse aufstieg.

Aufgrund ihrer 15jährigen aktiven Vereinszugehörigkeit verlieh im Anschluß der 1. Vorsitzende Arno Böcher Hanni Felsing, Ernst Drefs, Ulrich Schwanke, Joachim Rühl und Hansjürgen Böcher die silberne Vereinsnadel mit Urkunde. Zum Ehrenmitglied wurde in Abwesenheit August Erdmann ernannt. Gleichzeitig erhält er die Vereinsnadel in Gold. August Erdmann ist Gründungsmitglied des Vereins und steht auch heute noch den Fußballern sehr nahe, wobei er auch den Verein sehr oft bei den anfallenden Arbeiten unterstützt.

Bei der Spartenleiterwahl gab es kaum eine Veränderung. Lediglich in der Gymnastikabteilung, die weiterhin von Annita Schmidt geführt wird, fungiert nun Sieglinde Mölcher als deren Stellvertreterin. Für die Fußballer wurde Reinhard Mölcher jun. bestätigt und Klaus Weeke als Stellvertreter neu gewählt. Mit Peter Swoboda und Jürgen Schätzle (Fußball-Jugend), Bernhard Nickel und Wilfried Berg (Wandern), sowie Gerhard Ruppel und Bernhard Sauer (Tischtennis) erhielten die seitherigen Verantwortlichen eine Bestätigung.

Zu den neuen Kassenprüfern wurden Karlheinz Berkenkamp und Klaus Hansel bestimmt. Brunhilde Schwanke und Annelore Rühl kassieren weiterhin die Beiträge. Mit den Hinweisen auf das am 15. und 16. Juni stattfindende 4. EVG-Wandern in Lardenbach, ein erstmals am 17. Juni angesetztes Jugend-Fußballturnier und dem am 10. August geplanten Ortssporttag beendete der 1. Vorsitzende diese harmonisch verlaufende Generalversammlung in Klein-Eichen.

(Karl-Ernst Lind)

 
09. März 1985

Kommunalwahlen

Am morgigen Sonntag (10. März 1985) sind die Bürger des Kreises Gießen aufgerufen, von ihrem bedeutsamen demokratischen Grundrecht Gebrauch zu machen: Wie im ganzen Hessenland werden auch hier die neuen Kommunalparlamente gewählt, deren Legislaturperiode wieder vier Jahre dauert. Kreiswahlleiter Robert Bouffier äußerte sich zu den Wahlvorbereitungen in einem Interview.

Bis auf wenige Ausnahmen gibt es in allen Wahllokalen des Kreises drei Stimmzettel für jeden Wähler: einen roten für den Kreistag, einen weißen für das Gemeindeparlament und einen gelben für den Ortsbeirat. Letzteres aber nur in den Gemeinden, in denen Ortsbeiräte bestehen.

Im Kreis Gießen gibt es vier Gemeinden, die keine Ortsbeiräte haben. Dies sind Heuchelheim, Langgöns, Linden und Wettenberg. Außerdem besteht in der Kernstadt Lich kein Ortsbeirat. In Klein-Eichen und Lardenbach, Stadtteile von Grünberg, gibt es nur je eine Gemeinschaftsliste, auf der keine Parteien, sondern nur Personen genannt sind. Hier erfolgt eine sogenannte Persönlichkeits- oder Mehrheitswahl.

(gaz/gd)

 
31. Januar 1985

Ortsgericht

In der Sitzung der Grünberger Stadtverordneten am Donnerstag fand die Vorschlagsliste für die Besetzung der Grünberger Ortsgerichte einstimmige Billigung. Für die Stadtteile Klein-Eichen, Lardenbach, Stockhausen und Weickartshain wurden dem Amtsgericht als Vorsteher der Lardenbacher Helmut Felsing genannt. Als Schöffen genannt wurden Karl Schmidt und Horst Deucker aus Weickartshain, Karl Bräuning aus Stockhausen und Günther Zimmer aus Klein-Eichen.

(gaz/gs)

 
26. Januar 1985

Fremdensitzung

Begrüßt von Wehrführer Artur Kratz wurden am vergangenen Samstag (26. Januar 1985) die Närrinen und Narren in der zur Narhalla umgewandelten Gaststätte Dietz zur diesjährigen Fremdensitzung der Freiwilligen Feuerwehr Lardenbach. Willkommen hieß der Feuerwehr-Boß auch den Grünberger Bürgermeister Siegbert Damaschke. Mit der Übernahme der Programmansage durch das "Lardenbacher Dreirädchen" wobei sich Hans Mölcher und Reiner Roth abwechselten, ging es dann auch sofort richtig los.

Beim Durchforsten des örtlichen Dorfgeschehens, bei dem auch die unwahrscheinlichsten Ereignisse des letzten Jahres zum Vorschein kamen, wurde das Publikum zum erstenmal richtig zum Lachen gebracht. Heinz Schwanke, Karlheinz Hollederer und Reiner Roth verstanden es hierbei in einem Stammtischgespräch den einen oder anderen Einheimischen so richtig auf die Schippe zu nehmen.

Als ein wohl nicht beneidenswerter leidgeprüfter schottischer "Ehemann" erschien nun Artur Kratz in der Bütt. Sein Vortrag dürfte den anwesenden Gleichgesinnten wahrscheinlich einen moralischen Auftrieb vermittelt haben. Danach kamen die beiden, die vom Lardenbacher Fasching nicht wegzudenken sind. Marie und Lisbeth (Hanni Felsing und Waltraud Berkenkamp) die Tratschweiber, die gekonnt das närrische Volk in einen Lachrausch versetzten.

Weiter angeheizt wurde die Stimmung durch den Auftritt der jungen Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Die mit Schlafanzügen, Schnullern und Kinderwagen erscheinenden Mädchen führten einen von Annita Schmidt einstudierten "Baby-Boggie" vor, bei dem es neben dem verdienten Beifall auch, wie für jeden auftretenden Akteur, den von Hans Mölcher eigens hergestellten Faschingsorden "Die Lardenbacher Speckmäus". Mit seinem Beitrag aus dem "Ritterleben" stieg Kai Kratz in die Bütt. Gekonnt vermittelte er den Zuhörern den Unterschied des Ritterlebens zum heutigen Dasein.

Seine Erfahrungen bei einem Reeperbahn-Besuch präsentierte Hans Mölcher. Das mitgehende Narrenvolk kam auch bei dieser Büttenrede wieder auf seine Kosten. Wahrscheinlich hat sich durch die gekonnt vorgetragene Reden auch Bürgermeister Siegbert Damaschke anstecken lassen, so dass er überraschend in die Bütt ging. Er stellte sich seinen Untertanen als würdevolles Grünberger Stadtobehaupt vor.

Das "Lied vom Kaufmann" dem eine Parisfahrt eines Lardenbacher Kegelclubs zugrunde lag, wurde eindrucksvoll von den "Jungen Sängern" mit Gitarrenbegleitung von Michael Roth vorgetragen. Karlheinz Berkenkamp sorgte danach mit seiner sehr bedächtig servierten Büttenrede als "Soldat" für die weitere Anstrengungen der Lachmuskeln der vom Programm begeisterten Gäste. Sein Wirken als "Schönheitsberater" dokumentierte im Anschluß Karl-Ernst Lind bei seinem Auftritt. Und danach kam sie noch einmal! Die Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins mit dem Tanz "Bobby's Girl". Auch diesmal konnten sie das Publikum wieder so richtig mitreißen.

Von den Stühlen gerissen wurde das Narrenvolk dann jedoch beim Auftritt des Lardenbacher Feuerwehrstammtisches, der eine Darstellung aus dem Feuerwehralltag zeigte. Heinz Schwanke, Leo Müller, Bernd Kratz, Günter Felsing, Karlheinz Berkenkamp, Karlheinz Hollederer und Reiner Roth brachten die Narhalla zum Überkochen. Es dürfte wohl keine Trauerträne geflossen sein, als die stämmigen Wehrmänner dann in ihren ausgefallenen Kostümen eine feuerwehrtechnische Sportübung absolvierten.

Mit dem Stimmungslied "So ein Tag ..." begann dann das Finale dieser überzeugenden Faschingsveranstaltung. Alles närrische Volk zeigte hierbei beim Schunkeln, wie stimmungsgeladen es doch war. Selbst amerikanische Gäste, die anlässlich des Manövers in Lardenbach weilten, waren von diesem Abend und insbesondere von der Gymnastikgruppe angetan.

Bei der ausgezeichneten Arbeit des Büttenschiebers Jürgen Maus und des Zeremonienmeisters Michael Roth, sowie die hervorragende musikalische Unterstützung des "Busecker Trios" endete ein Programm, das bestimmt bis zur nächsten Fremdensitzung allen Narren in Erinnerung bleiben wird. Das "Busecker Trio" spielte dann bis in den frühen Morgen zum Tanz auf.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
19. Januar 1985

Hauptversammlung des MGV

In der sehr gut besuchten und harmonisch verlaufenden Generalversammlung des Gesangvereins "Eintracht" Lardenbach/Klein-Eichen am vergangenen Samstag (19. Jan. 1985) im Gasthaus Dietz begrüßte der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke neben den aktiven und passiven Mitgliedern auch den Chorleiter Ottmar Hasenpflug (Saasen). Nach einer Totenehrung und dem Vortrag zweier Chöre durch die aktiven Sänger, bedankte sich Chorleiter Hasenpflug für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Gleichzeitig erwähnte er, dass im letzten Jahr viel geleistet wurde. Er erhoffe sich von den Mitgliedern auch das Aufbringen notwendiger Energien für das bevorstehende Jubiläumsjahr.

Erster Vorsitzender Heinz Schwanke berichtete der Versammlung im Anschluß von einem arbeitsreichen Jahr, wo fünfundvierzig Singstunden und sechzehn öffentliche Auftritte bei den verschiedensten Anlässen zu verzeichnen waren. Herausragend dürften hierbei die Teilnahme beim Hasenpflug'schen Sängertreffen in Rüddingshausen, das Kritiksingen in Grünberg, das Seenbachtaltreffen in Weickartshain, der Liederabend in Saasen und das Auftreten beim 50-jährigen Jubiläum der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr gewesen sein.

Erfolgreich seien die Sangesfreunde auch aus einem Pokalsingen in Grünberg hervorgegangen. Daneben habe man auch noch mit einem Motivwagen das Feuerwehrfest in Bobenhausen und Lardenbach besucht, sowie auch die traditionelle öffentliche Weihnachtsfeier für die heimische Bevölkerung durchgeführt. Der Vorsitzende dankte hierbei allen Sängern und dem Chorleiter für deren Vereinsarbeit. In diesem Zusammenhang verlas er auch die Singstundenbeteiligung, aus der die Sänger Emil Mölcher I., Karl Krämer und Heinz Schwanke mit keiner Fehlstunde hervorgingen.

Nach dem Kassenbericht durch Rechner Karlheinz Hollederer und der Entlastung des Vorstandes wählte die Versammlung einen neuen Vorstand. Eine Veränderung in der Vereinsführung gab es jedoch nicht. So bleibt Heinz Schwanke 1., Karlheinz Berkenkamp 2. Vorsitzender. In ihren Ämtern als Kassenwart und als Schriftführer wurden Karlheinz Hollederer und Peter Keller bestätigt. Auch die Beisitzer Herbert Rühl, Albert Roth, Heinrich Rahn und Erich Dörr wurden einstimmig wieder gewählt. Zu neuen Kassenprüfern bestimmte die Versammlung Ernst Kratz und Helmut Felsing.

Mit einer Vorschau auf das Jahr 1985, wo neben dem Hasenpflug'schen Sängertreffen, ein Kritiksingen in Londorf und ein Pokalsingen in Grünberg anstehen, ging man auch ausführlich auf das vom 31. Mai bis 2. Juni bevorstehende 100-jährige Vereinsjubiläum ein.

Nach den Erläuterungen des 2. Vorsitzenden Karlheinz Berkenkamp wird am 31. Mai ein Kommersabend mit zahlreichen Gastvereinen stattfinden. Am Samstag steht dann die Lardenbacher Kirmes auf dem Programm. Das Fest wird dann am Sonntag mit einem Festzug durch Lardenbach und Klein-Eichen seinen Höhepunkt erreichen. Wie der 2. Vorsitzende weiterhin mitteilte, sei für den Pfingstmontag bereits ein Festgottesdienst und eine Gedenkfeier am Ehrenmal vorgesehen.

(Karl-Ernst Lind)

Fotos

 
22. Dezember 1984

Weihnachtsfeier des Gesangvereins

Mit dem Chor "Hymne an die Nacht" von Ludwig van Beethoven eröffneten die Sänger des Männergesangvereins Lardenbach/Klein-Eichen die schon zur Tradition gewordene Weihnachtsfeier für die beiden Grünberger Stadtteile Lardenbach und Klein-Eichen am vergangenen Samstag (22. Dezember 1984) im Saale Dietz. Der 1. Vorsitzende Heinz Schwanke hieß die zahlreich erschienenen Gäste willkommen. Besonders begrüßte er den Chorleiter Ottmar Hasenpflug mit Sohn (Saasen) und den örtlichen Pfarrer Tilmann Schmidt mit Gattin.

Nach einem weiteren Liedvortrag durch die Sänger bestimmten nun hauptsächlich die Kinder aus beiden Orten den weiteren Ablauf des Abendprogrammes. Mit weihnachtlichen Liedern und Gedichten, die von Ilse Hansel und Brigitte Ruppel einstudiert wurden, unterhielten die jungen Akteure das aufmerksame Publikum, das dann auch nicht mit Beifall geizte. Die notwendige musikalische Umrahmung boten Melanie und Ina Zabel, Pia Scharmann (Flöte und Klavier), sowie Giesela Langohr (Gitarre und Klavier).

mit dem besinnlichen Spiel, vom "Engel der Weihnacht", der es verstand, den Menschen die Hektik des bevorstehenden Weihnachtsfestes zu nehmen, endete das Programm der Jugendlichen, für das diese neben dem verdienten Applaus am Ende noch ein kleines Präsent erhielten.

Mit den Liedern "Der Lindenbaum" von Franz Schubert und "Laßt uns wandern" von Robert Pappert traten nun noch einmal die Sänger des Vereins in Erscheinung. Danach konnte das Publikum dann eine Gerichtsverhandlung, in der eine Schlägerei zur Verhandlung anstand, verfolgen. Reiner Roth, Heinz Schwanke und Günter Felsing brachten die Anwesenden zum herzhaften Lachen.

Doch dann dürfte dieses Lachen dem einen oder anderen Kleinen schnell vergangen sein, als schwer beladen der Nikolaus den Saal betrat. Mit seinen Geschenken erfreute er dann auchso manch "großes Kind".

Mit der Verabschiedung des guten alten Nikolauses durch den 1. Vorsitzenden Heinz Schwanke endete der offizielle Teil dieser stimmungsvollen Weihnachtsfeier. Gleichzeitig lud der Vorsitzende zum Tanz bei den Klängen des Duos "Herz Ass" ein. Der Einladung wurde dann auch bis in die frühen Morgenstunden gefolgt.

(ld)

 
23. November 1984

Windhose fegt übers Land

In den Morgenstunden des 23. Novembers 1984 fegte eine Windhose von Richtung Grünberg kommend über Klein-Eichen und Lardenbach. Nur wenige Minuten dauerte die Sturmböe und hinterließ schwere Schäden in einem schmalen Streifen über dem Land und in den Wäldern. Große Flächen, gerade mit Fichtenbestand wurden Opfer des Windbruchs. Teilweise wurde der Holzeinschlag von mehreren Jahren in einem Moment niedergemacht. In den Waldgemarkungen reckten nur noch kahle Baumstümpfe sich gegen den Himmel.

Die Windhose ist eine Trombe, also eine besondere, eng begrenzte Form eines Wirbelsturms. Dabei rotiert die Luft sehr schnell um eine vertikale Achse. Sie bildet sich bei starker lokaler Erhitzung, wenn sich Konvektionsblasen vom Boden lösen und in Rotation geraten. Dabei wirbelt sie je nach Untergrund Sand, Wasser oder Staub auf. Die bei uns vorkommenden Windhosen sind eigentlich eher geringen vertikalen Ausmaßes und Stärke.

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18. November 1984

Bürgerversammlung in Klein-Eichen

Unter der Leitung des Ortsvorstehers Günther Zimmer fand eine Bürgeranhörung in der Gaststätte Bingel statt. Erfreut zeigte sich der Ortsvorsteher, dass 10% der Bevölkerung erschienen waren.

Der Haushalt der Stadt Grünberg zeigt eine sehr positive Tendenz. So Bürgermeister Siegbert Damaschke zu Beginn seiner Informationen. Das Haushaltsvolumen steigt im Nachtragshaushalt um 1,5 Mio. auf 23,3 Mio. an. Der Verwaltungshaushalt und der Vermögenshaushalt erhöhen sich jeweils um 900.000 DM was eine Steigerung von 5,8 bzw. 15,6 % bedeutet. Diese Leistungen sind ohne zusätzliche Kreditaufnahme möglich geworden. Darüber hinaus kann sogar der Rücklage ein Betrag von rd. 650.000 DM zugeführt werden. Mit 1,4 Mio. DM liegt die Rücklage damit um rd. 1,1 Mio. über der gesetzlichen Mindestrücklage. Trotzdem werden wir an dem bisherigen Sparkurs festhalten, so Damschke.

Denn nur durch eine anhaltende Begrenzung der Ausgaben kann eine weitere Konsolidierung und Gesundung unserer Haushaltswirtschaft erreicht und erhalten werden. Diese positive Finanzsituation konnte durch Mehreinnahmen bei Steuern, Gebühren und Zuweisungen nicht zuletzt durch Einsparungen erreicht werden. Desweiteren hob Bürgermeister Damaschke die freiwilligen Leistungen hervor. Bedingt durch die Jugend- und Sportförderungsrichtlinien wissen nunmehr die Vereine, in welcher Weise sie gefördert werden können. Die Herausgabe der Förderungsrichtlinien hat sich als richtig und wichtig herausgestellt.

Den Krankenpflegeverein gilt es durch möglichst viele Bürger zu unterstützen. Seine Arbeit erleichtert die Betreuung der Bedürftigen gerade in den Stadtteilen. Bürgermeister Damaschke hofft, dass auch in Klein-Eichen weitere Mitglieder gewonnen werden können.

Grosses Interesse fanden Ausführungen in Bezug auf die Abwasserleitung im Seenbachtal. Es wurde deutlich gemacht, dass eine Einzelanlage für die Stadtteile von Grünberg nicht sinnvoll, sondern eine größere Lösung mit Mücke notwendig ist.

Die Planungen werden mit Nachdruck vorangetrieben. Für den Stadtteil Klein-Eichen wird im Haushaltsplan 1985 eine Untersuchung des gesamten Kanalsystems vorgesehen, damit die Stadt jederzeit handeln kann.

Weiterhin werden für die Sanierung der Brunnen in Wohnfeld Mittel im Haushalt bereitgestellt. Bürgermeister Damaschke bedauerte, dass es durch den Ausfall eines Gerätes in der Vergangenheit zu starken Chlorungen gekommen sei. Diese Mängel konnten in der Zwischenzeit behoben werden. Darüber hinaus konnte er die erfreuliche Mitteilung machen, dass die letzte Wasseruntersuchungen zu keineerlei Beanstandungen Anlaß gaben.

Die Unstimmigkeiten im Bezug auf den Bürgersteigausbau im Baugebiet "Am Kahlsberg" konnten in einem separaten Gespräch der Anlieger mit dem Bürgermeister beigelegt werden. Dieser gab der Hoffnung Ausdruck, dass alle Anlieger der gefundenen Regelung zustimmen. Er bedauerte, dass der weitere Ausbau von seiten des Unternehemers noch nicht in Angriff genommen wurde, konnte aber mitteilen, dass dieser gewillt ist, die Arbeiten kurzfristig nach Abschluß anderer Arbeiten aufzunehemn.

Im neuen Jahr (1985) ist auch der abschließende Ausbau des Friedhofes in Klein-Eichen vorgesehen. Über den Ausbau eines Weges soll vorher mit den Anliegern noch ein Gespräch geführt werden.

In der abschließenden Diskussion die Ortsvorsteher Günther Zimmer leitete, wurde der Wunsch geäußert, die Gemeindewaage in Ordnung zu bringen. Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass im Bereich des Larbachs sich Büsche und kleine Bäume angesiedelt haben, die im Laufe des Winters entfernt werden müßten, um einen geregelten Ablauf des Wassers sicherzustellen.

Bürgermeister Damaschke brachte zum Ausdruck, dass er nicht gewillt sei, dem Wunsch anderer Behörden Rechnung zu tragen und die Halbschalen, die im Bach verlegt sind, zu entfernen. In früheren Zeiten habe man diese wegen der schwierigen Abflußsituation gelegt. Heute gibt es keinen einsichtigen Grund um eine andere Haltung einzunehemn. Weiterhin wurde auf die Notwendigkeit der Grabenräumung in einzelnen Bereichen hingewiesen. Diese Arbeiten sollen bei entsprechender Wetterlage ausgeführt werden.

(HZ)

 
17. Oktober 1984

Klein-Eichener erfolgreich beim Viehmarkt in Grünberg

Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen waren die hervorragenden äußeren Bedingungen für die Bezirkstierschau, die das Tierzuchtamt Gießen beim 504. Gallusmarkt am 17. Oktober 1984 auf den Temperwiesen in Grünberg veranstaltete. Vorgestellt wurden in diesem Jahr Deutsches Rotbuntes Rind, Schafe und Ziegen. Beim Rotbunten Rind wurden 64 Tiere bewertet, darunter sechs Bullen und 58 weibliche Tiere, zwei Kuhfamilien, zwei Nachzuchtsammlungen und neun Einzelsammlungen. Bei den Schafen waren 40 Tiere in vier Schafsammlungen zu sehen. Bei den Ziegen war eine kleine Kollektion vertreten. An einem Stand konnte man Ziegenprodukte wie Milch und Käse erwerben.

Der Landwirtschaftsdirektor des Tierzuchtamtes wies darauf hin, dass bei den Bezirkstierschauen in Grünberg Schwarzbuntes und Rotbuntes Rind im jährlichen Wechsel gezeigt werden, zwei Rassen die im hiesigen Tieramtsbezirk überwiegend vertreten seien. Es werde sowohl auf hohe Milchleistung wie auch auf gute Fleichleistung Wert gelegt. So erhält man von einer Kuh rund 6000 Liter Milch im Jahr. Auch heute in Zeiten der Milchkontingentierung sei eine hohe Milchleistung gefragt. Bei den Schafen stehe nach wie vor die Fleischleistung im Vordergrund, doch dürfe die Wolle als wertvolles Naturprodukt nicht vernachlässigt werden.

Im Medaillenspiegel der Bewertungen tauchen auch einige Klein-Eichener Landwirte auf. So erhielt Werner Biedenkopf einen Ehrenpreis für die Siegerkuh in der alten Klasse. Die beste Kuhfamilie stellte Walter Müller vor. Bei den Betrieben über 18 Kühen stellte die zweitbeste Einzelzüchtersammlung wiederum Werner Biedenkopf vor. Und die viertbeste Einzelzüchtersammlung kam von Walter Müller.

(GAZ)

Fotos

 
07. Oktober 1984

Verdiente Fußballer

Vor dem Punktspiel der Kreisliga B gegen den SV Saasen am Sonntag, wurden verdiente Fußballer des SSV Lardenbach/Klein-Eichen geehrt. Spielausschußmitglied Manfred Klimek, Vorstandsmitglied Rainer Roth und Abteilungsleiter Reinhard Mölcher ehrten Rudi Felsing für 500 Spiele und Joachim Rühl für 250 Spiele. Ebenso wie Hans-Jürgen Böcher und Dieter Kühn für ebenfalls 250 Spiele.

(GAZ)

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10. August 1984

Fragen des Ortsbeirates, Wunschliste

Am 10. August 1984 befasste sich der Klein-Eichener Ortsbeirat in der Gaststätte Bingel mit verschiedenen innerörtlichen Problemen. Eingangs teilte Ortsvorsteher Günther Zimmer den anwesenden Ortsbeiratsmitgliedern mit, dass die Manöverschäden im Ortsteil zur Zeit beseitigt werden.

Mit vier Problemen will man bei der Stadtverwaltung vorstellig werden: Einmal geht es um die Beantwortung der Frage, warum das Grundstück an der Zisterne noch nicht gemäht ist. Desweiteren wird von verschiedenen Bürgern die zu starke Chlorung des Trinkwassers beanstandet und die Frage gestellt, ob die Chlorung nicht reduziert oder eingestellt werden kann. Beanstandet wird die noch immer nicht erfolgte Reinigung des Winkel- und des Grenzgrabens.

Kritik wurde an einigen Wochenendhausbesitzer geübt, die Gartenabfälle und Unrat einfach auf die Straße werfen. Der Ortsbeirat ist guter Hoffnung, dass der Gehsteig Kahlsberg, wie vorgesehen, fertiggestellt wird. Aus diesem Grund wird der Punkt nicht mehr in den Investitionsplan aufgenommen.

Für die nächsten drei Jahre hat der Ortsbeirat folgende Punkte auf der Wunschliste: Für 1985- Ausbesserung sämtlicher Gehsteige im Ortsteil, Verbesserung der Wasserversorgung (Rohrnetz), Renovierung der Randmauern vom Brandweiher, Ausbau des Weges zum Mentersloch, Restausbau des Friedhofes. Für 1986- Kanalisation vervollständigen wie im Haushaltsplan vorgesehen, Renovierung der Brücke über den Grenzgraben. Für 1987- Verbindung Kahlsberg zum Stockhäuserweg, Erweiterung der Neubaugebiete im Ortsteil Klein-Eichen.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Klein-Eichen kann in diesem Jahr auf ihr 50jähriges Bestehen zurückblicken. Mit einer kleinen Feierstunde will man des Jubiläums gedenken.

Die Mitglieder des Klein-Eichener Ortsbeirates in der Zeit von 1981 bis 1985 waren: Günther Zimmer, Walter Müller, Hermann Loob, Erwin Kühn, Manfred Daniel, Thomas Zabel und Ottmar Behrendt.

Anmerkung: Der Zustand der Ortsstraßen und Gehwege ist seit Jahren immer ein Thema. Die Wasserversorgung muss und wird immer in Stand gehalten. Die Mauer am Löschteich wurde im letzten Jahr (2013) saniert. Der angesprochene Feldweg wird wohl nie ausgebaut (Feldwege werden nicht mehr asphaltiert). Der Friedhof ist in einem guten Zustand. Das Abwassersystem muss immer in Ordnung sein. Die Renovierung der Grenzgrabenbrücke ist nach 30 Jahren erledigt worden. Auch ohne Ausbau der Verbindung zum Stockhäuserweg, beschwert sich so mancher über den Durchgangsverkehr. Und das Neubaugebiet Eichwiesenfeld wartet auf Bauwillige - die wollen lieber in die Kernstadt.

Bei dem 50jährigen Feuerwehrjubiläum handelt es sich um die Gründung der Pflichtfeuerwehr im Jahre 1934. Der Verein der Freiwilligen Feuerwehr wurde erst 1954 gegründet.

 
04. August 1984

Neue Fußball-Sasion

In Anbetracht der Gruppen-Neueinteilung in der Kreisliga B Gießen ist es vor Sasionbeginn besonders schwer, einen eindeutigen Favoriten zu nennen. Nicht jedoch in der Gruppe 1, in der sich nahezu sämtliche Vereine bereits festgelegt haben: Hoch im Kurs stehen etwa Geilshausen, Stangenrod und Göbelnrod.

Mit weniger zufrieden geben will sich dagegen der SSV Lardenbach/Klein-Eichen. Dem würde ein Platz im Mittelfeld genügen. Als Neuzugänge kann der Verein mit Michael Roth und Günter Frank auf zwei Spieler aus der eigenen Jugend zählen. Der Klein-Eichener Andreas Biedenkopf hat die Mannschaft Richtung Sellnrod verlassen. Als Trainer steht nun im zweiten Jahr Eduard Schmidt zu Verfügung.

Die Mannschaftsaufstellung des SSV zu Sasionbeginn: Im Tor Bernd Irlmeier und Kurt Scharmann. Die Abwehr bilden Gunter Berg, Dieter Kraft, Hans-Jürgen Böcher, Reinhard Schulz, Joachim Rühl, Michael Roth und Frank Hollederer. Im Mittelfeld und im Angriff stehen Dieter Frank, Dieter Kühn, Günter Frank, Erwin Port, Rudi Felsing, Thomas Berkenkamp und Ulrich Schwanke.

(GAZ)

 
17. Juni 1984

EVG-Wanderung

Bei schönstem Wanderwetter beteiligten sich am Samstag und Sonntag (16. und 17. Juni 1984) an der 3. Europa-Volkswanderung des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen 1344 Wanderfreunde. Unter den eifrigen natur- und heimatverbundenen Teilnehmern war auch Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke und der 1. Stadtrat Alfred Hammerschick.

Die drei vom Veranstalter ausgesuchten Wanderstrecken über 8, 13 und 22 Kilometer vermittelten die herrlichsten Aussichten auf die Dörfer rundum. So war es auch nicht verwunderlich, dass sich etwa zweihundert Personen auf die längste Kilometer-Strecke begaben, um die oberhessische Landschaft noch länger genießen zu können.

Nach dem Durchwandern der einzelnen Strecken standen für die Teilnehmern auch in diesem Jahr wieder Erinnerungsteller bereit. Dieser hatte nun die Fachwerkkirche von Sellnrod zum Motiv. Die Anzahl der Teilnehmer, die für insgesamt vierzig Wandervereine und -gruppen meldeten, bestimmte letztendlich über die Plazierung bei der Gruppenwertung. Somit ging der Eisenbahner-Sportverein Grünberg mit 94 Meldungen in der EVG-Wertung als Sieger hervor.

Auf den weiteren Plätzen folgten Lehnheim, Trais-Horloff, Mücke und Lindenstruth. Diese Gruppen erhielten jeweils einen Pokal. Mit Ehrenpreisen wurde die auf den weiteren Plätzen folgenden Vereine aus Ober-Mörlen, Ranstadt, Stadten, Bauenheim und Lumda ausgezeichnet. Dies machten übrigens der Schirmherr der Veranstaltung, der 1. Kreisbeigeordnete Gerulf Herzog und der 1. Vorsitzender des SSV Lardenbach/Klein-Eichen Arno Böcher.

Die beiden dankten allen Wanderfreunden und allen Helfern für das Gelingen dieser Veranstaltung. Herzog verwies während der Siegerehrung auf den europäischen Gedanken, der auch bei derartigen internationalen Veranstaltungen zum Tragen komme. Besonders erfreut zeigte er sich über die Teilnahme von amerikanischen Armee-Angehörigen, die er besonderes herzlich Willkommen hieß.

(K.-E. Lind)

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27. Mai 1984

Festzug - 50jähriges Bestehen der Lardenbacher Feuerwehr

Mit zahlreichen Veranstaltungen hat die Lardenbacher Feuerwehr ihr 50jähriges Bestehen gefeiert. Vom 25. bis 27. Mai 1984 gab es den Kommersabend im Festzelt, einen Wettkampf der Feuerwehren mit über 600 Aktiven, eine Hubschrauber-Vorführung des Feuerwehr-Flugdienstes mit anschließenden Rundflügen für Jedermann (und Frau). Am Sonntag stand ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Programm. Danach schloss sich der Frühschoppen an. Verbunden mit den Feierlichkeiten war auch die Übergabe des neuen Löschfahrzeuges LF 8.

Das Ende der Festlichkeiten bildete der Festzug am Sonntagnachmittag. Wobei der Regen erst eine halbe Stunde vor Beginn des Umzuges aufhörte. Über 70 Gruppen und Vereine formierten sich auf dem Sportplatz. Rund zwei Stunden lang schlängelte sich der Zug mit annähernd eintausend Teilnehmer durch die mit Bäumen, Zweigen und Fahnen geschmückten Straßen Lardenbach's und Klein-Eichens. Es dürften ebensoviele Zuschauer die Parade verfolgt haben.

Neben örtlichen Vereinen begleiteten auch Motivwagen aus angrenzenden Gemeinden den Festzug. Den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand wurde im Zug die Entwicklung der feuerwehrtechnischen Ausrüstung vorgestellt. Außer der Klein-Eichener Gruppe in historischen Uniformen und dem Schlauchwagen von 1911 wurde auch ein altes Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr aus Schotten gezeigt, sowie das neue Fahrzeug der Lardenbacher Wehr. Zum anschließenden Prolog der Festdamen und der Siegerehrung der Wettkampfgruppen füllten fast dreitausend Menschen das Festzelt.

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14. Februar 1984

Faschingssitzung

Mit einem ausgezeichneten und abwechslungsreichen Programm, das zum größten Teil von Mitgliedern der Lardenbacher Feuerwehr gestaltet wurde, erfreuten zahlreiche Aktive am Samstag das närrische Volk. Im überfüllten Saal der Gaststätte Dietz weilte unter den Anwesenden auch das Grünberger Stadtobehaupt Bürgermeister Siegbert Damaschke. Wehrführer Artur Kratz hieß alle in der Narhalla willkommen und ließ durch den "Dreiradspräsidenten" Hans Mölcher die Feuerwehr-Singers "Die Backhaus-Lerchen" aufmarschieren. Diese belichteten musikalisch, was sich in letzter Zeit in den Grünberger Stadtteilen Lardenbach und Klein-Eichen alles so zugetragen hatte.

Als Mondfahrer landete Artur Kratz in der Bütt. Er brachte mit seinen Erlebnissen während seiner nicht immer gut verlaufenden Mondbesichtigung das Publikum so richtig zum Lachen. Traditionsgemäß erschienen dann die zwei Tratschweiber Hanni Felsing und Waltraud Berkenkamp, die wiederum kein gutes Haar an den Männern ließen. Vom letzten Winterschlussverkauf erzählte anschließend Bernd Hofmann als "Wäs vom Vogelsberg". Diese Einkaufserfahrungen in Gießen dürften dem närrischen Volk irgendwie bekannt vorgekommen sein.

Mit der Dorfchronik des letzten Jahres befassten sich innerhalb einer "Äppelwoi-Probe" in Wort und Gesang Reiner Roth, Heinz Schwanke und Eduard Schmidt. Sie wußten wieder alle Neuigkeiten und brachten diese für manchen vielleicht auch nicht so angenehme Tatsachen unter das närrische Volk. Trotz eines "müden städtischen Beamten" wurde es im Saal nicht zum Einschlafen. Karlheinz Berkenkamp erschien in der Bütt und berichtete unter den Augen des Bürgermeisters von der Arbeit in der Grünberger Stadtverwaltung.

Nun trat mit Kai Kratz als "Lehrling" ein Newcomer in die Bütt. Auch er fand bei den Närrinnen und Narren viel Beifall. Diesem folgte die Gymnastikgruppe des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen mit eiem "Mohrentanz". Dieser Tanz war von Annita Schmidt einstudiert worden und erhöhte die Stimmung im Saal weiter. Als Lehrer einer Mädchenklasse marschierte nun Karl-Ernst Lind auf. Er berichtete von dem Umgang mit den Gören und klagte von seinen Sorgen. Im Anschluß folgte Inge Nickel, die als "Mirchfraa" von ihrerer Arbeit und der Wirkung ihrer Ware erzählte.

Mit den Geschehnissen des alljährlichen örtlichen Holzstriches befasste sich als alter Kenner der Auktion Hans Mölcher. Er trug den aufmerksamen Zuhörern Einzelheiten verschiedener "Männerbräute" vor, wobei er die Frauen aufforderte, die Männer an diesem Tage einmal alleine ausgehen zu lassen. Für seinen Beitrag erhielt auch er wie alle anderen Akteure von dem nun als "Dreiradspräsidenten" fungierenden Reiner Roth den Karnevalsorden überreicht.

Mit einem eigens geschriebenen "Reisepaß-Lied" ernteten die zum erstenmal öffentlich auftretenden jungen "Grenzgraben-Singers" in der instrumentalen Begleitung von Michael Roth vom vollnesetzten Haus riesigen Applaus. Gekonnt zeigte Rudi Hassinger dann als mehrfacher Kosenamenbesitzer seinen Lebenslauf und Werdegang von Lehnheim nach Lardenbach auf. Sein Auftreten als Professor Hackethal riss das Publikum von den Sitzen. Hoch her ging es auch in dem Vortrag von Ilse Hansel, die als "Lisbeth" ihren Kummer darlegte. Es war wirklich amüsant, was sie von ihrem Ehemann August zu erzählen wußte.

Vor dem großen Finale, bei dem alle Mitwirkenden unter den Klängen von Faschingsliedern auf der Bühne des Narrenhauses erschienen, boten die Damen der Gymnastikgruppe noch einen ansehbaren "Hexentanz" dar. Manch Anwesenden dürfte es hierbei vielleicht doch etwas gruselig geworden sein, wie die zehn Geister umnebelt und angestrahlt versuchten den Narren Angst einzujagen. So endete ein wohl langer, aber eben nicht langweiliger Faschingsabend mit Bombenstimmung, die dann auch noch bei den Klängen des "Busecker Trios" bis zu den frühen Morgenstunden anhielt.

(kl, HZ)

Fotos

 
21. Januar 1984

Hauptversammlung des Gesangvereins

Umrahmt von den aktiven Sängern mit 3 Chören wurde am vergangenen Samstag (21. Januar 1984) in der Gaststätte Dietz die Hauptversammlung des Gesangvereins Lardenbach/Klein-Eichen. Die Leitung des Chores hatte für den an diesem Abend verhinderten Chorleiter Ottmar Hasenpflug (Saasen) Reiner Roth übernommen.

Vor dem Jahresbericht des 1. Vorsitzenden Heinz Schwanke gedachten die Anwesenden des verstorbenen Ehrenmitgliedes Otto Alexander. Aus dem Bericht des Vorsitzenden ging hervor, dass mit einundvierzig Singstunden und sechzehn Veranstaltungen für die Sänger ein arbeitsreiches Jahr 1983 anstand.

Schwanke dankte allen Sangesfreunden für deren Freizeit und den somit geleisteten Dienst am "Deutschen Lied". Wie er weiter ausführte, war der Verein durch Auftritte und Festzugteilnahmen in Stockhausen, Beltershain, Reinhardshain, Freienseen, Lehnheim und Laubach vertreten.

Schwanke wies auch auf das traditionelle Karfreitag-Singen des Vereins im Laubacher Krankenhaus und Altenheim hin. Daneben standen für die Sänger noch das Seenbachtaltreffen in Stockhausen und die Gestaltung der alljährlichen öffentlichen Weihnachtsfeier für die heimische Bevölkerung auf dem Programm. Erfreut zeigte sich Schwanke auch, dass in letzter Zeit einige Sänger neu gewonnen werden konnten und gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Trend anhalten möge.

Nach dem Bericht des Kassenwartes Karlheinz Hollederer und der Entlastung des Vorstandes erfolgte mit Eduard Schmidt und Bruno Trapp die Neuwahl der Kassenprüfer. Anschließend wurde das Mitglied Reiner Roth für 25-jährige aktive Sängertätigkeit mit einer Urkunde und der silbernen Ehrennadel des Ohm-Lumdatal-Sängerbundes durch den Vorsitzenden des Gesangvereins geehrt.

Eingehend auf das im Jahre 1985 anstehende 100-jährige Bestehen des Vereins teilte Heinz Schwanke den Anwesenden mit, dass das Jubiläum vom 31. Mai bis 2. Juni begangen werde. Man habe für diesen Termin auch schon zwei Kapellen verpflichtet. Gleichzeitig benannte er noch einige Mitglieder für den Festausschuß, der den genauen Ablauf der Feierlichkeiten ausarbeiten soll.

Mit den Hinweisen auf eine Teilnahme des am 7. April stattfindenden Kritiksingens, des am 24. Juni in Grünberg geplanten Pokalsingens und eines Liederabends am 17. August in Saasen endete die Hauptversammlung offiziell.

(kl, HZ)

Fotos

 
14. Januar 1984

JHV des Spiel- und Sportverein

In einer harmonisch verlaufenen Hauptversammlung am vergangenen Samstag (14. Januar 1984) im Gasthaus Dietz in Lardenbach wählten die Mitglieder des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen mit Arno Böcher einen neuen Vorsitzenden. Dieser tritt die Nachfolge des aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierenden Reiner Roth an. Reiner Roth, der fünfzehn Jahre im Vorstand, zunächst als 2. und später als 1. Vorsitzender fungierte, erhielt zum Dank für seine geleistete Arbeit aus den Händen des neuen Vorsitzenden ein Geschenk überreicht. Der scheidende Vorsitzende erklärte in seinen Dankeswortenseine Bereitschaft, den Verein jederzeit noch tatkräftig zu unterstützen. So wird er auch weiterhin dem Vorstand als Beisitzer angehören, sowie auch die Betreuung der A-Jugendmannschaft fortführen.

Zum 2. Vorsitzenden wählte die Versammlung den seitherigen Schriftführer Karl-Ernst Lind. Dessen Amt wird nun von Bärbel Erdmann übernommen. Das Kassenwesen wechselt nun von Klaus Weeke über zu Gerda Weeke. Bei den Wahlen zu den Spartenleitern und deren Stellvertretern gab es lediglich in der Damen-Gymnastikabteilung und bei den Fußball-Jugendleitern eine Änderung. Bei den Damen löst Annita Schmidt Ida Psiorz ab, die nun als Stellvertreterin fungiert. Zum neuen Jugendleiter wurde Peter Swoboda, und zu dessen Stellvertreter Jürgen Schätzle bestimmt.

Bei der Fußballabteilung bleiben Reinhard Mölcher und Eduard Schmidt; bei der Tischtennisabteilung Gerhard Ruppel und Bernhard Sauer; bei der Wanderabteilung Bernhard Nickel und Wilfried Berg im Amt. Auch die Beitragskassiererinnen Annelore Rühl und Brunhilde Schwanke erfuhren eine Bestätigung durch die Versammlung. Neue Kassenprüfer wurden Herbert Rühl und Rudi Felsing. Mit Bernd Kratz und Dieter Ruppel fanden sich auch zwei Sportplatzkassierer.

Zu Beginn der Versammlung hatte der scheidende Vorsitzende besonders die Ehrenmitglieder Ida Psiorz, Reinhard Mölcher sen., Otto Günther und Willi Albrecht willkommen geheißen.

Aus dem Jahresbericht ging hervor, dass wieder zahlreiche sportliche Veranstaltungen im Raum standen. So erwähnte Roth das Volkswandern, das Kinderfest, das 3. EVG-Wandern und das Turnier um den Pokal der Stadt Grünberg besonders. Wenn auch das Wetter bei den Wanderungen nicht mitspielte, so könne der Verein mit der Beteiligung doch zufrieden sein. Neben den sportlichen Aktivitäten nannte Roth noch den in Eigenleistung erstellten Toilettenanbau an die Schutzhütte. Zum Schluss seiner Ausführungen dankte er allen Helfern, Gönnern und Freunden, die sich für den Verein im letzten Jahr einsetzten.

Dem Bericht der Fußballsenioren, verlesen von Eduard Schmidt, entnahmen die Mitglieder, dass die laufende Sasion bisher mit wechselhafter Tendenz verbunden mit Pech und Glück, absolviert wurde. Aufgrund des Einsatzes von Nachwuchsspielern hoffe man jedoch für die Zukunft auf eine Leistungssteigerung der 1. Mannschaft. Erfolgreicher, bedingt auch durch den neuen Modus war der Verein mit dem ausgezeichneten 4. Platz beim Grünberger Stadtpokalturnier auf heimischem Sportgelände. Eine bessere Leistung der Reserve ist aufgrund von Abgängen und dem enorm hohen Durchschnittsalter von 34 Jahren nicht zu erwarten.

Auch die Jugendarbeit erbrachte nur durchschnittliche Ergebnisse für den Verein. Die mit dem FC Weickartshain gebildete Spielgemeinschaft konnte bei der derzeitigen Spielrunde meist nur mittelmäßige Erfolge verbuchen. Lediglich ein 1. Platz der D-Jugend beim Hallenturnier ist nach Aussage des Jugendleiters Karlheinz Erdmann nennenswert. Durchgeführt hat der Verein für seine Jugendlichen auch wieder eine Mehrtagesfahrt und eine Weihnachtsfeier.

Gerhard Ruppel informierte die Mitglieder über das Geschehen in der Tischtennisabteilung. So hat die 1. Mannschaft die vergangene Sasion in der Bezirksklasse Fulda West mit dem 5. Platz abgeschlossen. Die 2. Mannschaft belegte in der D-Klasse Alsfeld den 2. Platz. Heute steht diese Mannschaft in der laufenden Runde als ungeschlagener Herbstmeister auf Platz eins.

Für die Damengymnastikgruppe gab es im vergangenen Jahr lediglich einen Auftritt beim Faschingsvergnügen der Feuerwehr. Hier boten die Damen einen Pinguintanz und zwei Büttenreden dar. Die Leiterin Ida Psiorz gab in ihrem Bericht der Hoffnung Ausdruck, dass in Zukunft die Beteiligung besser werde.

Den Abschluss der Abteilungsberichte machte Bernhard Nickel für die Wanderfreunde. Danach nahm der Verein mit 1280 Meldungen an 52 Wanderungen teil. Bei der Hessenwertung belegte der Verein von 46 Vereinen einen guten 15. Platz. Er verwies noch auf den Gewinn von acht Ehrenpreisen. Trotzdem forderte er alle Mitglieder auf, sich bei den zukünftigen Wanderungen stärker zu beteiligen.

Im Anschluss an die Tätigkeitsberichte erfuhren die Mitglieder Bernd Kratz, Eduard Schmidt, Reiner Roth, Annelore Rühl, Waltraud Berkenkamp, Erna Hassinger, Annita Schmidt, Brunhilde Schwanke und Monika Stöhr eine Ehrung für 15jährige aktive Vereinszugehörigkeit. Sie wurden mit der silbernen Vereinsnadel und einer Urkunde ausgezeichnet.

Mit dem Hinweis des neuen Vorsitzenden Arno Böcher auf das 3. EVG-Wandern am 16. und 17. Juni und auf das am 7. und 8. Juli stattfindende Sommer- und Kinderfest des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen endete der offizielle Teil dieser Mitgliederversammlung.

(HZ, kl)

 
25. September 1983

Herbstmanöver 1983

Wenn man heute an die Zeit zurück denkt, als in Europa noch der „Kalte Krieg“ wütete, dann kann man eigentlich nur mit wenig Wehmut an diese Zeit zurück denken. Zum einen war die Sicherheitslage „übersichtlicher“, d.h. es gab nur zwei große Parteien, nämlich die NATO und den Warschauer Pakt, zum anderen hatte man zwar Angst vor einem dritten Weltkrieg, aber im Nachhinein muss man die damalige Zeit weitaus sicherer bewerten als heute. Kein Terror, keine neuen Atommächte, keine fundamentalistischen Staaten, die die freie Welt bedrohten.

Manöver der Großverbände wurden in den Jahrzehnten der Ost-West-Konfrontation in großer Anzahl durchgeführt. Während die Ausbildung bis auf Bataillons-Ebene auf den größeren Truppenübungsplätzen stattfinden konnte, war es nötig das Zusammenwirken der Kräfte beim Einsatz von Großverbänden bis hinauf zur Korpsebene in freilaufenden Übungen außerhalb dieser Plätze zu trainieren. Große Manöver zeigten den Einsatz zehntausender Soldaten auf einer Fläche, die mehrere hundert Quadratkilometer umfassen konnte.

Für die Allgemeinheit wurde die während des Kalten Krieges große Anzahl an im Lande stationierten Streitkräften vor allem während der Manöver ersichtlich. Aus heutiger Perspektive ist es kaum noch vorstellbar, dass Massen an Militär durch die zivile Landschaft rollten. Größere Städte wurden von den Übungen meist gemieden, ansonsten fanden Bewegungen in allen Gebieten statt. Die Bevölkerung hatte mit allerlei Einschränkungen zu rechnen. Es gab Lärmbelästigungen durch Land- und Luftfahrzeuge sowie beim Abfeuern von Manövermunition. Auch nachts sind viele Truppenbewegungen und Gefechte durchgeführt worden. Stets ergaben sich durch den Übungsbetrieb etliche Manöverschäden an Straßen, Feldern und Wäldern.

Die Manöver waren vor allem im Herbst angesetzt. Damit wurde Rücksicht auf die Landwirtschaft genommen, die Ernte sollte zuvor von den Feldern eingefahren werden können. Es galt während des Kalten Krieges der Begriff: Herbstzeit = Manöverzeit. Die Übungen fanden keineswegs nur in den real eingeplanten Verteidigungsabschnitten statt, sie wurden oft wechselnd in anderen Regionen durchgeführt. Klassischer Fall eines Manövers war das Antreten der Verteidiger "Blau" gegen den angreifenden Feind "Rot".

"Fulda-GAP", dieser Begriff stand Jahrzehnte als Synonym für eine mögliche Auslösung des Dritten Weltkrieges. Er bezeichnete die wahrscheinlichste Einmarschrichtung eines durch die Sowjetunion vorgetragenen Angriffes. Im Raum dieses "Fulda-GAP", dass sich ganz grob zwischen Hanau und Gießen sowie Mellrichstadt bis Witzenhausen erstreckte, wurden detaillierte Abwehrpläne entwickelt, und militärische Einrichtungen geschaffen.

Während des Kalten Krieges fanden im gesamten Vogelsberger Raum mehrere Manöver der Amerikaner und deren Verbündeten statt. Reforger 83 FTX-Confident Enterprise - so der Titel des Manövers im Herbst 1983 - umfasste ein Truppenstärke von 61.000 Teilnehmern. Überall begegnete man militärischen Fahrzeugen. Jeeps, Lastkraftwagen und Panzer bestimmten dann nicht nur das Straßenbild. In Dörfern, auch in Klein-Eichen, standen die Höfe voll mit getarntem Kriegsgerät. In Feld, Wald und Flur blieben nach solchen Manövern große Schäden zurück.

Und die Tiefflüge der Düsenjäger, die Tag und Nacht übers Land fegten, war ein großes Thema der ganzen 80er Jahre. Selbst Grünbergs Bürgermeister Siegbert Damaschke machte sich im September 1983 extra auf den Weg nach Köln um bei der Flugbetrieb- und Informationszentrale der Luftwaffe nachzufragen, ob nicht der Flugbetrieb über dem neuen Luftkurort Grünberg eingeschränkt werden könne. Natürlich musste der Bürgermeister unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren. Für sein Städtchen würde es keine Sonderregelung geben.

Alle Fotoaufnahmen wurden auf und über, sowie in unmittelbarer Nachbarschaft der Klein-Eichener Gemarkung gemacht.

Fotos

 
29. Mai 1983

Wandern im Regen

Das schlechte Wetter konnte die 165 Teilnehmer des Volkswanderns (am Pfingstsonntag, 22. Mai 1983) nicht abhalten, sich auf die 8,2 Kilometer lange Strecke zu begeben. Der Spiel- und Sportverein, der diesen Wandertag mit anschließendem Kinderfest veranstaltet, hatte eine Strecke ausgesucht die bei Sonnenschein jedem Wanderfreund große Freude bereitet hätte. Trotz der aufgeweichten Schlamm- und Wasserwege herrschte bei den Teilnehmern Zufriedenheit über die Streckenführung durch die Fluren und Wälder der engeren Heimat.

Leid konnten einem jedoch die Kinder tun, für die mit einem Kinderfest dieser Familientag des SSV Lardenbach/Klein-Eichen enden sollte. Da die Durchführung jedoch unmöglich war, verlegte der Verein kurzentschlossen dieses Kinderfest auf den nächsten Sonntag.

Eine Woche später, am 29. Mai 1983, regnete es schon wieder. Da ließen sich einige Wanderer davon abhalten beim EVG-Wandern an den Start zu gehen. Es wagten sich dann doch 823 Wanderer zu diesem Abenteuer der 2. EVG-Veranstaltung des SSV. Die drei Strecken waren 7, 12 und 20 Kilometer lang. Als Gruppenpreise wurden bei der Siegerehrung 5 Pokale und 5 Ehrenpreise vergeben. Vom 1. Vorsitzenden des Spiel- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen, Reiner Roth erhielt die Gruppe aus Trais Horloff den Siegerpokal. Die Wanderer erhielten als Auszeichnung eine Urkunde und einen Wandteller. Dieser ca. 19 cm im Durchmesser große Teller zeigte als Motiv die Fachwerkkirche von Klein-Eichen. Damit setzte der SSV die Serie fort, die er den oberhessischen Fachwerkkirchen widmete. (Anmerkung: Ist solch ein Wandteller noch vorhanden?)

(kl)

 
14. Mai 1983

Bürgeranhörung zur Kläranlage

Im Mai 1983 fand eine Bürgeranhörung der Stadt Grünberg im Dorfgemeinschaftshaus Stockhausen statt. Bürgermeister Siegbert Damaschke erläuterte zu Beginn den Sinn und Zweck solcher Bürgeranhörungen. Solche Gespräche mit den Bürgern sei zwar durch die Hessische Gemeindeordnung (HGO) vorgeschrieben, dass er aber über diese vorgeschriebene Anhörung hinausgehen wolle und in jedem Ortsteil eine Bürgeranhörung durchführen werde, um sich mit den Bürgern über deren kommunalpolitischen Probleme auseinandersetzen zu können.

Ein Hauptpunkt in den Ausführungen des Bürgermeisters an diesem Abend war die Gründung eines Abwasserzweckverbandes der Gemeinde Mücke mit den zur Stadt Grünberg gehörenden Seenbachtalgemeinden Weickartshain, Lardenbach, Klein-Eichen und Stockhausen. An Hand von Kartenmaterial erläuterte Damaschke wie sich dieser Zweckverband zusammensetzt sowie die Lage der Kläranlage und den Verlauf der Sammler.

Die Kläranlage wird ihren Standort hinter dem Mücker Ortsteil Nieder-Ohmen in Richtung Gemünden haben. Für den Bau und die Unterhaltung dieser Kläranlage kommen auf die Stadt Grünberg Kosten in Millionenhöhe zu. Damaschke meinte, dass die Stadt nicht umhin könne, einen Teil dieser Kosten auf die Abwassergebühren umzulegen. Eine Erhöhung der Kanalgebühren auf annähernd 5,- DM sei deshalb nicht auszuschließen.

Auf die Frage eines Bürgers, warum man die Anlage erst jetzt baue und nicht schon vor 10 oder 15 Jahren, wo ein Bau bereits geplant war, und die Kosten wesentlich geringer gewesen seien, antwortete Damaschke, dass vom Land Hessen andere Projekte, wie zum Beispiel den Bau von Dorgemeinschaftshäusern bevorzugt habe. Außerdem seien Anlagen, die vor 15 Jahren gebaut wurden, heute nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand und müssten deshalb schon wieder erneuert werden.

(BB HZ)

 
12. Mai 1983

Vatertag im Steinbruch

Zum Vatertag gehören für viele Männer feuchtfröhliche Bräuche, oft mit Bierfass und Leiterwagen im Grünen. Schon seit einiger Zeit bieten an Christi Himmelfahrt die Klein-Eichener eine Anlaufstelle für solche im Umlauf befindliche Grüppchen. So war es auch wieder am Donnerstag. Allerdings waren die Besucher natürlich nicht nur Wandergesellen. So kam jeder und jede die wollten hoch zum Steinbruch. Zahlreich waren wieder die Gäste aus den Nachbarorten Lardenbach und Stockhausen vertreten. Bis zum Abend wurde die Bewirtung aufrecht erhalten.

Fotos

 
26. März 1983

10 Jahre gemeinsamer Jagdbezirk Stockhausen/Klein-Eichen

Einen harmonischen Verlauf nahm die Hauptversammlung der Jagdgenossen vom Jagdbezirk Stockhausen/Klein-Eichen, zu der Jagdvorsteher Karl Bräuning für vergangenen Samstag (26. März 1983) in der Gaststätte Bingel in Klein-Eichen neben den zahlreich erschienenen Jagdgenossen auch den Jagdpächter Karl Jüngst aus Flensungen (der zweite Pächter, Dr. Burk aus Grünberg, war beruflich verhindert), den Vertreter des Magistrates, Stadtrat Alfred Jochim aus Stockhausen und den Vertreter des Hessischen Forstamtes Grünberg, Karl-Heinz Keitzer, begrüßen konnte. Zuvor jedoch hatte die Jagdhornbläsergruppe unter Leitung von Otto Biedenkopf mit einigen Jagdsignalen für die richtige Einstimmung gesorgt.

In seinem Geschäftsbericht verwies Jagdvorsteher Bräuning darauf, dass der Jagdbezirk Stockhausen/Klein-Eichen nun seit genau 10 Jahren bestehe. Man habe vor 10 Jahren die Zusammenlegung der ehemals selbständigen Jagdbezirke Stockhausen und Klein-Eichen beschlossen, weil diese, in Folge der Gebietsreform, nicht mehr die vorgeschriebene Flächengröße hatten.

Ansonsten war der Geschäftsbericht wie immer sehr kurz, was der Jagdvorsteher als gutes Zeichen wertete, denn wenn man viel über einen Jagdbezirk zu berichten habe, dann sei meistens auch viel Negatives dabei, wie etwa Wildschäden. Im vergangenen Jahr habe man keine nennenswerten, durch Wild verursachten Schäden verzeichnen müssen.

Dem Kassenbericht des Rechners Otto Reitz war zu entnehmen, dass die durch die Jagdpacht eingenommenen Gelder zum Feldwegebau verwand wurden.

Auf die immer wieder im Kreis und auch im Jagdbezirk auftretenden Fälle von Tollwut und ihre Gefahren machte noch einmal der Jagdpächter Karl Jüngst aufmerksam. Weiterhin wies er darauf hin, dass im vergangenen Jahr keine Treibjagd stattfinden konnte, da der Bestand in Hasen zur Zeit sehr gering sei. Fasanen und Rebhühner gäbe es fast überhaupt keine mehr im Jagdbezirk. Zum Abschluss seiner Ausführungen bedankte er sich für das gute Verhältnis zu den Jagdgenossen und zum Jagdvorstand.

An der Kassenführung hatten sich keine Beanstandungen ergeben, so dass dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt wurde. Die Jagdpacht soll auch in diesem Jahr, sowohl in Stockhausen, als auch in Klein-Eichen, wieder für den Feldwegeausbau verwand werden.

Auch der Vertreter des Magistrates, Alfred Jochim, stimmte diesem Entschluss zu, meinte jedoch, dass man versuchen sollte Rücklagen zu bilden, um damit eventuell wieder ein Stück Feldweg teeren zu können. Andererseits sollte man aber auch darauf achten, dass die bisher geschaffenen Teerwege nicht so vernachlässigt würden, wie das in der vergangenen Zeit desöfteren geschehen sei. Hier müsse jeder Anlieger darauf achten, dass die Wege nicht unnötig verschmutzt werden. Man solle sich doch einmal überlegen, dass ein Kilometer Feldwegeausbau ca. 60.000 DM kostet.

Auf Anfrage eines Jagdgenossen teilte der Jagdvorsteher mit, dass die Jagd noch auf drei Jahre verpachtet ist. Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Bräuning noch einmal bei den Jagdgenossen sowie beim Jagdvorsteher für das gute zusammenwirken und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die nächsten 10 Jahre genauso harmonisch verlaufen wie die zurückliegenden. Für den sich anschließenden gemeinsamen Umtrunk stiftete der Jagdpächter freie Getränke sowie für jeden Jagdgenossen ein Essen.

(BB)

 
06. März 1983

Bundestagswahl 1983

Die Unionsparteien verfehlen bei der Bundestagswahl am 6. März 1983 die absolute Mehrheit nur knapp und erreichen 48,8 Prozent der Stimmen. Die F.D.P. erhält trotz des Koalitionswechsels 6,9 Prozent. Die christlich-liberale Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl verfügt damit über eine klare Mehrheit. Die SPD, die mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Hans-Jochen Vogel als Kanzlerkandidaten in den Wahlkampf gegangen war, muss deutliche Verluste hinnehmen und kommt nur auf 38,2 Prozent der Stimmen. Den Grünen gelingt mit 5,6 Prozent erstmals der Einzug in den Bundestag. Den hart und kontrovers geführten Wahlkampf dominieren Finanz- und Wirtschaftsfragen sowie die Auseinandersetzung um den NATO-Doppelbeschluss.

Die Ergebnisse aus Klein-Eichen:

 
1983
1980
1976
1972
 
 
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
SPD
33/24
45/45
37/39
36/36
CDU
95/95
81/79
86/86
78/79
FDP
4/7
3/6
11/11
10/15
GRÜNE
11/18
-
-
-
 
Feb.-Mär. 1983

Die alte Fichtenhecke auf dem Friedhof wird gerodet.
Ein neuer Zaun und eine neue Hecke werden angelegt.

Fotos

 
03. Februar 1983

Obst- und Kelterverein gegründet

Einen Obst- und Kelterverein gründeten vergangene Woche (1983) Bürger von Lardenbach und Klein-Eichen im Gasthaus Dietz. Sinn und Zweck des Vereins soll die Herstellung von Säften und Weinen aus verschiedenen Obstarten zum Eigenbedarf für die Vereinsmitglieder sein. Weiterhin hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, den Obst- und Gartenbau durch Informationen und Initiativen in den beiden Grünberger Stadtteilen Lardenbach und Klein-Eichen zu erhalten und zu fördern.

In der Gründungsversammlung, in der über eine Vereinssatzung diskutiert wurde, wurde auch gleichzeitig ein Vorstand gewählt. Bei den Wahlen ging Edwin Scharmann als 1. Vorsitzender hervor. Desweiteren wurden Bernhard Nickel als 2. Vorsitzender, Hans Zimmer als Schriftführer, Hans Mölcher als Kassenwart und Reinhard Mölcher jun. als technischer Kellermeister, sowie Richard Dietz als dessen Stellvertreter einstimmig gewählt.

Die Gründungsversammlung beriet auch über die Anschaffung und Finanzierung der für die Kelterung notwendigen Geräte nebst Zubehör. Wie hier durch verschiedene Teilnehmer festgestellt wurde, werde durch den überwiegenden Eigenbau der Kelteranlage doch eine bedeutsame Senkung der Anschaffungskosten erreicht.

Weitere Einzelheiten sollen nach eingehender Beratung innerhalb des Vorstandes dann in einer Mitgliederversammlung in naher Zukunft erörtert werden. Hier können dann auch noch weitere Interessenten, die ihren 1. bzw. 2. Wohnsitz in Lardenbach oder Klein-Eichen haben, dem Verein beitreten.

(kl)

 
29. Januar 1983

Karneval in Lardenbach

Bei ausverkauftem Saal im Gasthaus Dietz fand am vergangenen Samstag die dritte Lardenbacher Faschingsveranstaltung statt. In diesem Jahr hatte sich die Freiwillige Feuerwehr als Veranstalter wieder einiges einfallen lassen. So wurde auch ein Rat eingesetzt, was dieser Veranstaltung den Rahmen einer Fremdensitzung verlieh.

Der Präsident des Rates, Helmut Felsing, der zusammen mit Reiner Roth durch das Programm führte, begrüßte alle Narren und Närrinnen und ließ sogleich die "Lardenbacher-Stammtisch-Singers" aufmarschieren. Diese, mit Feuerwehruniform und B-Schlauch ausgerüsteten Wehrmänner, brachten mit dem von Lothar Pleik geschriebenen Lied über die Wehr gleich eine gute Stimmung unter das närrische Volk.

Als "armer Vater" zog dann "Berliner Schnauze" Günter Gleibs in die Bütt, dem Annita Schmidt als "Türkenfrau" mit ihren Plagen und Sorgen folgte.

Viel Amüsantes erfuhr dann der Saal von den "Drei von der Tankstelle", die von Reiner Roth, Heinz Schwanke und Eduard Schmidt dargestellt wurden, durch die örtliche Dorfchronik. Die einzelnen Texte und Lieder dieses Vortrages brachten die Narren immer wieder zum Lachen.

Nicht nur Neuigkeiten tauschten anschließend die beiden "Tratschweiber" (Hanni Felsing und Waltraud Berkenkamp) aus. Sie zogen auch kräftig über die Männer her, was von den Anwesenden mit viel Beifall bedacht wurde.

Aus dem Leben eines "Armen Mannes" berichtete nun Hans Mölcher. Er stellte in seinem Vortrag immer wieder den Vergleich zu den Reichen an, und somit hatte auch er das närrische Volk auf seiner Seite. Diesem folgte nun Karl-Ernst Lind, der als "Hebamme" in die Bütt ging und seinen Berufsstand würdevoll vertrat.

Danach gab es etwas für das Auge. Denn nun brachte die Damengymnastikgruppe des Speil- und Sportvereins Lardenbach/Klein-Eichen unter der Leitung von Ida Psiorz den "Ententanz" auf das Parkett. In Begleitung eines Eisbären (Michael Roth) ernteten die als Pinguine auftretenden Frauen vom Publikum viel Beifall.

Aus dem Leben eines "sportlichen Opas" berichtete im Anschluß Karlheinz Berkenkamp. Was für den Zuhörer zum Lachen war, dürfte bei dem unter Obhut der Oma stehenden Freizeitsportler eine Qual gewesen sein. Hoch her ging es aber auch in dem Vortrag der "Goall aus Dreihause". Inge Nickel heizte damit dem Publikum noch einmal richtig ein.

Zum Finale folgten Protokollführer und Büttenschieber Artur Kratz und Jürgen Maus. Unter den Klängen des Schlagers "Bauernball im Hühnerstall" ließen sie nochmal alle Akteure des Abends erscheinen. Das in Stimmung geratene Narrenvolk ging so richtig mit und ließ eine Bombenstimmung aufkommen, die bei den Klängen des "Busecker Trios" noch bis in den frühen Morgen anhielt.

(kl)

 
8. Januar 1983

Jahreshauptversammlung des SSV

Zu der Hauptversammlung des SSV Lardenbach/Klein-Eichen am vergangenen Samstag im Gasthaus Bingel begrüßte Vorsitzender Reiner Roth neben den erschienen Mitgliedern auch die Ehrenmitglieder Ida Psiorz und Reinhard Mölcher sen.. Aus dem Geschäftsbericht entnahmen die Anwesenden, dass die Jugendarbeit des Vereins einen breiten Raum einnimmt. So führte der Verein wieder eine Mehrtages-Freizeit nach Diez für die Jugendfußballer durch. Der Vorsitzende berichtete weiter, dass am 8. und 9. Mai das 1. EVG-Wandern in Lardenbach durchgeführt wurde. Diese Veranstaltung mit nahezu 1.400 Meldungen war ebenso erfolgreich, wie auch das traditionelle Pfingstwandern mit Kinderfest, das der Verein nunmehr schon viele Jahre durchführt. Aus Anlass der Schutzhütten-Einweihung auf dem Sportgelände veranstaltete der Verein auch ein Pokalturnier, an dem acht Mannschaften teilnahmen.

Wie Roth weiter berichtete, habe der Verein auch dringend notwendige Anschaffungen getätigt. Für die Tischtennis-Abteilung seien zwei neue Platten, für die Jugendfußballer zwei Tore angeschafft worden, die zum Teil aus öffentlichen Kassen bezuschußt wurden. Auch habe der Verein zur Pflege des Sportplatzes einen neuen Mäher anschaffen müssen. Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte der 1. Vorsitzende allen Helfern und Spendern, die im Jahre 1982 den Verein unterstützten.

Nach dem Bericht des Kassenwartes Klaus Weeke über die finanzielle Lage des Vereins, berichteten die einzelnen Anteilungen von ihrer Arbeit. So führte Eduard Schmidt für die Fußball-Senioren aus, dass die 1. Mannschaft in der letzten Runde nur einen hinteren Tabellenplatz belegen konnte. Die Resevemannschaft schnitt etwas besser ab. In der laufenden Sasion liegt diese Mannschaft auf dem 4. Platz. Die 1. Mannschaft begann auch vielversprechend, konnte aber leider diese Leistung nicht halten, wie auch der Verein den damaligen Trainer Klimek nicht halten konnte, der den Verein aus persönlichen Gründen überraschend verließ. Doch sieht der jetzige Trainer durch den Einsatz von jungen Spielern einen Aufschwung in der Fußballabteilung.

Für die Jugendabteilung berichtete Karlheinz Erdmann, dass es im letzten Jahr wechselhafte Leistungen gab. Nach nur mittelmäßigen Platzierungen in der Meisterschaftsrunde geb es aber bei einem Jugendturnier in Schwarz einen Pokalerfolg durch die C-Jugend. Der Bericht des Jugendleiters beinhaltete jedoch auch, dass die Förderung von Kameradschaft eine große Bedeutung beim SSV Lardenbach/Klein-Eichen hat. So führte der Verein für seine Jugendfußballer wieder verschiedene Fahrten und Feiern durch. Abschließend dankte er allen Helfern und Betreuern.

Von einem sportlich erfolgreichen Jahr berichtete Tischtennis-Abteilungsleiter Gerhard Ruppel. Die 1. Mannschaft belegte nach Abschluß der letzten Runde den 7. Platz in der Bezirksklasse Fulda. Bei Bezirks-Pokalspielen sei diese Mannschaft unter die letzten acht Teams gekommen. Besonders erfolgreich sei die Jugendarbeit, wobei in der letzten Meisterschaftsrunde ein ausgezeichneter 2. Platz erreicht werden konnte. Als erfolgreichster Einzelspieler sei hier Frank Hollederer zu nennen, der in der Einzelwertung ebenfalls den 2. Platz belegte. Aufgrund der guten Jugendarbeit konnte in dieser Runde wieder eine zweite Seniorenmannschaft gemeldet werden. Diese befindet sich in der laufenden Runde in der D-Klasse auf dem 2. Platz.

Die Wanderabteilung habe 1982, so Wanderwart Bernhard Nickel, an 56 Wanderungen der EVG mit 2.245 Meldungen teilgenommen. Diese überaus große Beteiligung habe zu 18 Pokalgewinnen und 10 Ehrenpreisen geführt. In der EVG-Hessenmeisterschaft belegte der Verein einen hervorragenden 13. Platz. Bernhard Nickel wünschte sich auch für die Zukunft weiterhin eine rege Teilnahme an den Wanderungen.

Zum Abschluss der Spartenberichte teilte die Leiterin der Gymnastikabteilung Ida Psiorz mit, dass es im letzten Jahr regelmäßig Gymnastikstunden gegeben habe. Auch einen öffentlichen Auftritt bei der Lardenbacher Faschingsveranstaltung habe man gehabt. Mit einer fröhlichen Weihnachtsfeier sei dann das Jahr für die Damen abgeschlossen worden.

Bei den anschließenden Wahlen der Abteilungsleiter und deren Stellvertreter gab es nur Wiederwahlen. So fungieren Reinhard Mölcher, Eduard Schmidt (Fußball-Senioren), Gerhard Ruppel, Bernhard Sauer (Tischtennis), Karlheinz Erdmann, Peter Swoboda (Fußball-Jugend), Ida Psiorz, Annita Schmidt (Gymnastik) und Bernhard Nickel, Wilfried Berg (Wandern) in ihren Ämtern weiter. Als Kassenprüfer und Beitragskassierer wurden Günther Gleibs, Gerhard Pernak sowie Annelore Rühl und Brunhilde Schwanke gewählt.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden dann die Mitglieder Helmut Fitzthum, Rudi Hassinger und Roland Kamenik für ihre 15-jährige aktive Vereinstätigkeit mit der Vereinsnadel in Silber und einer Urkunde ausgezeichnet.

Zum neuen Ehrenmitglied und mit der Vereinsnadel in Gold ausgezeichnet wurde Willi Albrecht für seine Verdienste für den Verein, insbesondere für die Wanderabteilung. Vereinsvorsitzender Roth gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Geehrten auch in der Zukunft dem Verein treu bleiben mögen.

Zum Abschluss gab der Vorsitzende einen Überblick über Zukunftspläne des Vereins. So ist es beabsichtigt an die Schutzhütte eine Toilette, sowie in den nächsten Jahren eine Flutlichtanlage zu erstellen. Weiterhin informierte er, dass am 23. Mai das Volkswandern mit Kinderfest, am 28. und 29. Mai das 2. EVG-Wandern und vom 30. Mai bis 5. Juni das Pokalturnier der Stadt Grünberg in Lardenbach stattfinden werden.

(kl)

 

18. Sep. 1982
19. Sep. 1982

An diesem Wochenende im September findet das erste Grenzgrabenfest statt.
Ein kleines Kirmeszelt mit Theke, Tischen und Bänken wird bei Loobs auf dem Hof aufgebaut.
Als "Schirmherr" der Veranstaltung tritt Herbert Loob auf.
Aus diesem Fest enstehen im nächsten Jahr die "Grenzgrabenspritzer".
 
September 1982

Der Plattenweg wird geteert.

Fotos

 
31. Januar 1980

Gerulf Herzog scheidet aus dem Amt des Bürgermeisters der Stadt Grünberg.

Neuer Bürgermeister wird Siegbert Damaschke (CDU).

 

 

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