Bundestagswahl 1976

Gebietsweise neblig-trüb und vereinzelt etwas Regen, so lautete der Wetterbericht für die erste Hälfte des Wahlsonntags. Später wurde das Wetter freundlicher. Und da gingen dann auch mehr Wähler in die Wahllokale. Neu an dieser Wahl war nach der Herabsetzung des Volljährigkeitsalters von 21 auf 18 Jahre am 1. Januar 1975, dass nun auch das Mindestalter für das passive Wahlrecht zum Bundestag von 21 Jahren auf 18 sank.

Die Bundestagswahl am Sonntag (3. Oktober 1976) brachte im Wahlkreis Gießen-Alsfeld der CDU wesentliche Stimmengewinne, die aber nicht ausreichten, um die SPD zu überflügeln, wohl aber ihren Vorsprung bis auf drei Prozent zusammenschmelzen ließ.

In der Stadt Gießen ging die CDU mit Erna-Maria Geier bei den Erst- und Zweitstimmen knapp in Führung, die jedoch durch die Wähler in den beiden Landkreisen Gießen und Alsfeld wieder umgekehrt wurden. In direkter Wahl ging der Bundestagsabgeordnete Erwin Horn als „Einheimischer“ wieder durchs Ziel. Sowohl er als auch seine Konkurrentin Geier sind durch die Landesliste abgesichert und ziehen auf alle Fälle in den Bundestag ein.

Die CDU erhöhte im Wahlkreis ihren Erststimmen-Anteil um 9000 und ihre Zweitstimmen ebenfalls um 9000. Die SPD gab etwa 6000 Erststimmen ab und nur 1000 Zweitstimmen. Bei den Erststimmen konnte die FDP 2000 hinzugewinnen und mußte bei den Zweitstimmen etwa 2000 abgeben. Der Abwärtstrend bei der NPD setzt sich fort. Sonstige Splitterparteien hatten auch hier keine Chance.

Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis werden die vier seitherigen Bundestagsparteien in folgenden Stärken in Bonn einziehen: SPD 213 (230), CDU 191 (177), CSU 53 (48), FDP 39 (41). Die seitherige Koalition in Bonn muß nun mit einer knappen Mehrheit von acht Mandaten regieren. In Klammern die Stärkeverhältnisse des letzten Bundestages.

(Grünberger Heimat Zeitung)

Die Ergebnisse für Klein-Eichen:
Wahlberechtigt 161, Wahlbeteiligung 137, Gültige Erststimmen 136, Gültige Zweitstimme 137

1976
1972
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
SPD
37/39
36/36
CDU
86/86
78/79
FDP
11/11
10/15
DKP
1/1
3/2
NPD
1
4/2

Die Ergebnisse von Lardenbach:
Wahlberechtigt 316, Wahlbeteiligung 272, Gültige Erststimmen 269, Gültige Zweitstimmen 271

1976
1972
Erst-/Zweitstimme
Erst-/Zweitstimme
SPD
97/97
108/100
CDU
157/158
145/148
FDP
14/16
8/17
DKP
1
1
NPD
-
2/2

 

 
 
Klein-Eichen
Wahllokal in der Gaststätte Bingel
 

 

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