Festzug und Kommersabend zur Vereinsgründung des SSV 1966

Die Gründung des neuen Spiel- und Sportvereins sowie die Einweihung des neuen Sportplatzes war für die Sportler Grund genug, ein Fest zu veranstalten, an dem sich die gesamte Bevölkerung der beiden Gemeinden beteiligte.

Nach einem Umzug durch die Straßen der beiden Dörfer am Samstagmittag (23. Juli 1966) unter Vortritt des Jugendblasorchesters Röthges versammelte sich Jung und Alt in dem großen Festzelt, das man eigens zu diesem Zweck aufgeschlagen hatte. Auf dem Platz hinter der Bürgermeisterei waren Zuckerstände und Schießbude errichtet worden, und für die Kinder stand ein Karussell zur Verfügung.

Bürgermeister Reinhard Mölcher richtete im Namen des Spiel- und Sportvereins herzliche Willkommensgrüße an die Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung, unter ihnen die Bürgermeister aus Grünberg, Göbelnrod, Freienseen, Weickartshain und Stockhausen. Er unterstrich noch einmal die Notwendigkeit der sportlichen Betätigung. Sport sei der Ausdruck einer inneren Haltung. Es gelte, durch sportliche Betätigung sich für die berufliche Arbeit stark zu machen. Ein guter Sportler sei auch ein guter Arbeiter.

Im Sport komme aber auch die Kameradschaft zum Ausdruck. Gerade der neu errichtete Sportplatz trage dazu bei, das sportliche, kameradschaftliche und gesellschaftliche Leben in den beiden Gemeinden zu stärken und zu festigen. Mölcher wies darauf hin, dass der neu gegründete Verein bereits über eine Fußballmannschaft, eine Schießsportabteilung und eine Tischtennisabteilung verfüge. Es sei das gemeinsame Ziel der Mitglieder, sich voll für den Verein einzusetzen, wahre Kameradschaft zu pflegen und die Zwietracht vom Verein fernzuhalten.

Der Kommersabend entwickelte sich nun zu einem gelungenen Akt. Walter Schmidt (Kolbenmühle), der sich als humoristischer Ansager betätigte, sorgte durch Witz und Humor für manchen Beifallssturm. Die drei Laubacher Humoristen „Lulu, Anton und Piccolo“ mit ihren artistischen „komischen Nummern“ verdienten sich viel Beifall.

In einem bunten Programm erfreute der Gesangverein Lardenbach/Klein-Eichen die Besucher durch die beiden Chöre „Brüder, reicht die Hand zum Bunde“ und „Mein Heimatland“. Damit umrahmten sie die Feier.

Die Rhönradgruppe der TG Laubach wartete mit gekonnten Übungen auf. Ebenso überzeugte Mie Baierl und ihre Mädchen von der Tanzgruppe Laubach mit ihren Volkstänzen.

Großen Anklang fanden die schmissigen Märsche, die von der Festkapelle und dem Jugendblasorchester Röthges unter Leitung von Bürgermeister Kauß gespielt wurden. Diesem gehören auch Mitglieder aus Münster, Ober-Bessingen, Wetterfeld, Nonnenroth, Villingen, Merlau und Stockhausen an.

Nach Beendigung des offiziellen Teils blieb man bei Unterhaltung und Tanz unter den Klängen der Kapelle Stühler (Merlau) noch etliche Stunden bis zum Sonntagmorgen froh und gemütlich beisammen.

Der Große Frühschoppen am Sonntagmorgen (24. Juli 1966) mit der Kapelle „Die Triveros“ wurde zu einem Bombenerfolg. Im Ganzen gesehen durfte man dem Spiel- und Sportverein zu dem gelungenen Gründungsfest gratulieren. Vor allen Dingen aber dürfte das schöne Wetter (nach dem vielen Regen in der letzten Woche) einen Teil dazu beigetragen haben.

(t/z/Grünberger Heimat Zeitung/Gießener Allgemeine Zeitung)

 

 
 
Lardenbach
 
 
Lardenbach
Festzug durch die Dörfer und die Mädchen von der Tanzgruppe Laubach
 
Lardenbach
Isa Zimmer, Felix und Ilse Darga, Raimond und Monique Tessera, ERna Funk, Georg Dittrich, Helmut Zimmer
 
Lardenbach
Margit Müller, Doris und Dieter Faust, Walter Müller, Manfred und Ingrid Daniel
 

 

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