Dorferneuerung Auftaktveranstaltung, 1999

"Jetzt geht's los", ist nicht nur ein bekannter Schlachtruf bei Sportveranstaltungen aller Art, sondern auch die Marschrichtung für das Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen für die Grünberger Stadtteile Klein-Eichen und Lardenbach. Vorgegeben wurde die Richtung von Grünbergs Bürgermeister Damaschke am Donnerstag abend (22. April 1999) im Bürgerhaus, wo die "Kläeungsphase" mit einer Informationsveranstaltung eingeläutet wurde. Am Gespräch nahmen neben interessierten Bürgern auch die Ortsvorsteher Manfred Daniel (Klein-Eichen) und Karlheinz Erdmann (Lardenbach) sowie Jürgen Schneider (ARLL) teil.

Ferner auf dem Podium saß Thomas Schmidt von der "Arbeitsgemeinschaft Vogelsberg, Meißner, Röhn" (Alsfeld). Das Büro ist ein Zusammenschluß der Disziplinen Architektur, Landschaftsarchitektur, Soziales und Kultur und wurde nach der Ausschreibung vom Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft (ARLL) mit dem Projekt beauftragt. Schmidt leitet die sechsmonatige Klärungsphase des Dorferneuerungs-Programms, während der ein örtliches Handlungskonzept erarbeitet werden soll, das zur Grundlage für die im Herbst beginnende Planungsphase wird.

In der nächsten Zeit werden die Vorschläge strukturiert, Proritäten festgelegt und nach einer Kostenplanung mit der Stadt abgestimmt. Dazu kommt noch eine Stärken-Schwächen-Analyse unter dem Aspekt der identitätsstiftenden Merkmale und Maßnahmen, wie etwa erweiterte Angebote für ein besseres Zusammenleben.

Optimistisch und voller Tatendrang präsentierten sich alle Beteiligten. Geht es nach Bürgermeister Damaschke, soll bereits in einem Jahr in die Umsetzung eingestiegen werden. Bis dahin gibt es allerdings für die Bürger noch eine ganze Menge zu tun. Jürgen Schneider appelierte an alle interessierten, Planungsleiter Schmidt so gut wie möglich zu unterstützen, um vielleicht schon nach den Sommerferien in die eigentliche Planung gehen zu können.

Im vergangenen Jahr erstellten zwei Arbeitsgruppen aus den beiden Stadtteilen eine 68 Seiten starke Selbstdarstellung, die mit dem Antrag der Stadt Grünberg und Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm, im September 1998 beim ARLL einging. Dieser Antrag wurde am 20. Januar diesen Jahres anerkannt und somit läuft die Maßnahme bis zum Jahr 2007. "Diese Selbstdarstellung ist beispielhaft für ganz Hessen. Aufgrund dieser hervorragenden Vorarbeit dürfte das Programm leicht und gut fortzuführen sein", lobte Jürgen Schneider die eingereichte Selbstdarstellung. Er machte allerdings auch klar, dass es am Ende nur einen "Arbeitskreis Dorferneuerung" geben kann, die beiden Arbeitsgruppen sich also zusammenfinden müssen.

Erste Gespräche wird Planungsleiter Thomas Schmidt bereits in der nächsten Woche führen. Am 27. April trifft er sich mit den interessierten Bürgern aus Lardenbach um 20 Uhr im Feuerwehrgerätehaus, und zwei Tage später ist er in Klein-Eichen, ebenfalls um 20 Uhr, im "Backhaus" zu Gast.

Die inhaltliche und thematische Arbeit, die nun vor den Arbeitsgruppen liegt, teilt sich in fünf Bereiche auf. Die Schwerpunkte liegen in Kultur, Freizeit und Sozialem, Infrastruktur und Verkehr, Siedlungsstruktur und Dorfbild, Handel, Handwerk und Dientleistungen sowie Landwirtschaft und Landschaftspflege. Das daraus resultierende Handlungskonzept ist zwar die Grundlage für die weitere Planung und dient als roter Faden, kann jedoch im Bedarfsfall noch einmal geändert werden.

"Das Dorferneuerungsprogramm ist ein sich ständig verändernder Prozeß", so Schneider, der abschließend noch einmal in Richtung aller Beteiligten deutlich machte: "Jetzt liegt's an ihnen."

(gäd/gaz)

 
 
Klein-Eichen
Treffen im Dorf vor der Auftaktveranstaltung: Müller, Daniel, Gerbig, Wyche, Hollederer, Feldbusch, Glatthaar, Becker.
 
Klein-Eichen
 
Klein-Eichen

OV Lardenbach Karlheinz Erdmann, Bürgermeister Siegbert Damaschke, OV Klein-Eichen Manfred Daniel,
ARLL Jürgen Schneider und Thomas Schmidt von der ARGE.

 
Klein-Eichen
Bürgerinnen und Bürger aus Lardenbach und Klein-Eichen
 
 

 

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