Dorferneuerung - Stand der Dinge, 1999

Insgesamt 18 öffentliche Maßnahmen sollen in Lardenbach und Klein-Eichen im Rahmen der Dorferneuerung durchgeführt werden. Am Donnerstag (2. Dezember 1999) stellten die Mitglieder der Arbeitskreise zusammen mit Planer Thomas Schmidt eine Prioritätenliste der Projekte vor, die Bestandteil des örtlichen Handlungskonzepts ist. Offiziell abgeschlossen wurde bei der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus die Klärungsphase der Dorferneuerung. In Kürze werde der erste Abschnitt der Umsetzungsphase beginnen, in der die Projekte auf ihre Realisierbarkeit untersucht werden. Einige Maßnahmen werden in dieser Phase aber bereits durchgeführt, erklärte Jürgen Schneider vom ARLL in Wetzlar.

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen "Baumtore", die an den Ortseingängen der beiden Dörfer gepflanzt werden sollen. Ziel der Maßnahme sei es, alte Alleen wiederherzustellen. Durch die Torwirkung hoffe man auch auf eine Beruhigung des Verkehrs an den Ortseingängen.

Der Treffpunkt "Helgenstock" in Lardenbach steht an zweiter Stelle: Das alte Backhaus, das nicht mehr genutzt wird, solle durch ein Häuschen ersetzt werden, in dem verschiedene Informationen, die das Dorf betreffen, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Außerdem soll die Außenanlage des Backhauses umgestaltet werden. Ein alter Dorfmittelpunkt soll mit diesem Projekt wiederbelebt werden.

Auch in Klein-Eichen wolle man den Ortskern ein "neues Gesicht" geben. Der ehemalige Brunnen soll wieder aktiviert und der Eingang zur Kirche behindertengerecht ausgebaut werden. Es sollen Bäume gepflanzt und Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Geplant sei es, den gesamten Platz mit Natursteinpflaster auszulegen.

Ein weiteres großes Projekt sind die Umbauarbeiten am Bürgerhaus in Lardenbach. Mit einem Anbau soll ein zusätzlicher Abstellraum geschaffen und somit die Funktionalität des Gebäudes verbessert werden. Auch die Außenanlage soll umgestaltet werden.

Geplant ist auch, sowohl die Außenanlage als auch das Gebäude des Kindergartens zu verbessern. Alte Fenster und Türen sollen ausgewechselt werden. Außen sollen neue Spiel- und Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Weiterhin in dem örtlichen Handlungskonzept verankert sind Umbauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus und Dorfteich, Erstellung von Dorfarchiven, Funktionalitätsverbesserung der Spielplätze, Neugestaltung der Kreuzung "Hinterdorf" in Klein-Eichen sowie der Brücke am Grenzgraben und der Friedhofsanlage in Klein-Eichen. Außerdem sollen die innerörtlichen Fußwege instandgesetzt und historische Gebäude mit Schildern versehen werden.

Claudia Gottschalck vom Hessischen Lendesamt für Regionalentwicklung und Landwirtschaft gab den beiden Dörfern für ihre Projekte einen Rahmen von 850000 Mark an förderfähigen Kosten vor. Die Zuschüsse werden 65 Prozent dieser Kosten betragen. Der Rahmen sei, so Gottschalck, vorläufig und könne sowohl nach oben als auch nach unten korrigiert werden. In den 850000 Mark sind auch Planungs- und Beratungskosten bereits enthalten.

Zu Beginn der Sitzung hatten Bürgermeister Damaschke, die Ortsvorsteher Manfred Daniel und Karlheinz Erdmann sowie ARLL- Mitarbeiter Schneider eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit gezogen. "Viele Diskussionen haben viele Ideen gebracht", sagte Klein-Eichens Ortsvorsteher Daniel. Trotz des großen Zeitaufwands habe sich die Erstellung des Handlungskonzepts gelohnt. Lardenbachs Ortsvorsteher Erdmann dankte allen Mitgliedern für ihr Durchhaltevermögen. Viele von denen, die bei den ersten Sitzungen dabei waren, arbeiteten immer noch aktiv mit.

"Hier wurde intensive Arbeit geleistet, an der nicht nur die Ortsbeiräte, sondern auch viele Bürger beteiligt waren", lobte Bürgermeister Damschke. Und auch Schneider (ARLL) würdigte das "große Engagement" der Lardenbacher und Klein-Eichener. "Machen sie weiter so", sagte er.

(yr/gaz)

 
 
Lardenbach
Daniel, Mollenhauer, Damaschke, Schneider, Schmidt
 
Lardenbach
 
Lardenbach
 
Lardenbach
 
Lardenbach
Glatthaar, Daniel, Mollenhauer, Damaschke, Schneider, Gottschalck, Geißler
 
 

 

back top next