Dorfrundgang mit einem BürgermeisterkandidatenDer Wahlkampf für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr wirft bereits früh seine Schatten voraus. Die Grünberger Sozialdemokraten gehen mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen. Bei einer Mitgliederversammlung sprachen sich die Mitglieder einstimmig für Maurice Kimmel aus. Der 27-jährige Finanzwirt arbeitet in der öffentlichen Verwaltung und verfügt über Erfahrungen sowohl in der Landes- als auch in der Kommunalverwaltung. Kimmel, der inzwischen in Grünberg lebt, möchte die Zeit bis zur Wahl nutzen, um mit möglichst vielen Menschen in den einzelnen Stadtteilen ins Gespräch zu kommen und deren Anliegen kennenzulernen. Darin liegt auch ein Grund für die frühzeitige Nominierung. Schließlich steht die Bürgermeisterwahl erst im kommenden Jahr an. Bei 14 Stadtteilen, so seine nachvollziehbare Feststellung, lasse sich ein solches Kennenlernen nicht innerhalb weniger Wochen erledigen. Seinen offiziellen Wahlkampf eröffnete er am Mittwoch, dem 7. Oktober, auf dem Grünberger Marktplatz. Zum Auftakt seiner Rundgänge durch die Stadtteile führte ihn sein Weg am Mittwochnachmittag gemeinsam mit Grünberger Sozialdemokraten nach Klein-Eichen und Lardenbach. Obwohl sich das Wetter mit Regen nicht gerade von seiner einladenden Seite zeigte, hatten sich auch einige interessierte Bürgerinnen und Bürger eingefunden, die den Rundgang begleiteten. Gesprächsstoff gab es genügend. Besonders die aktuellen Straßenbaumaßnahmen in beiden Stadtteilen standen im Mittelpunkt. In Klein-Eichen beschäftigte die Teilnehmer vor allem die für das kommende Jahr geplante grundhafte Erneuerung der Ortsdurchgangsstraße. Im Zusammenhang mit diesem großen Bauvorhaben kamen auch die Gehwege, die Wasserversorgung und die künftige Unterbringung der Altglascontainer zur Sprache. Beim Rundgang wurde zugleich immer wieder deutlich, wie stark die frühere Dorferneuerung das Erscheinungsbild von Klein-Eichen und Lardenbach bis heute geprägt hat. Nach dem Weg quer durch Klein-Eichen führte die Runde weiter in das Nachbardorf Lardenbach. Dort gehörten das Backhaus in der „Untergasse“, das Dorfgemeinschaftshaus und die inzwischen leerstehende Flüchtlingsunterkunft am Sportplatz zu den Stationen. Vom Kindergarten und dem Feuerwehrgerätehaus führte der weitere Weg zum „Helgenstock“ und zur dortigen Straßenbaustelle. Gesprächsbedarf gab es auch beim neu errichteten Mast für die Sirenentechnik. Insbesondere der gewählte Standort bot Anlass zu einer Diskussion unter den Teilnehmern. Inzwischen setzte bereits die Dämmerung ein, als die Gruppe schließlich wieder am Brunnen in Klein-Eichen ankam. Dort endete der Rundgang nach mehreren Stationen und zahlreichen Gesprächen, bevor sich die Teilnehmer voneinander verabschiedeten. Der Rundgang hatte an diesem Nachmittag allerdings noch einen etwas anderen Charakter als eine klassische Wahlkampfveranstaltung. Im Vordergrund stand zunächst, dem Bürgermeisterkandidaten Klein-Eichen und Lardenbach, ihre örtlichen Gegebenheiten sowie einige derzeit besonders wichtige Themen näherzubringen. Eine eigentliche Vorstellung des Kandidaten vor einer größeren Zahl von Bürgerinnen und Bürgern war damit noch nicht verbunden. Dazu dürfte sich im weiteren Verlauf des Wahlkampfes sicher noch Gelegenheit bieten.
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Start des Ortsrundgang in Klein-Eichen |
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Maurice Kimmel und Sebastian Engel |
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Auf dem Weg im Hinterdorf |
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Ein aktuelles Thema sind die Altglascontainer |
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