Jung-Farmer in Oberhessen, 1950

Die amerikanischen College-Studenten Elaine aus Pennsylvania, Dean aus Michigan und Javan aus Kansas, das war die kleine Reisegesellschaft, die am Montagabend beim Gießener Residenzoffizier, Mr. Didlo, in der Wilhelmstraße eine Zwischenstation auf ihrer Reise eingelegt hatte. Elaine, die Studentin, wird zu Bürgermeister Desch nach Laubach gehen, einer der beiden Herren nach Klein-Eichen, während des Dritten Unterkunft noch nicht entgültig festliegt. Am vergangenen Mittwoch waren sie als Teilnehmer eines Landjugend-Austauschprogramms in Deutschland angekommen und hatten sich inzwischen mal in Wiesbaden umgesehen.

Bis zum November werden sie nun die deutsche Landwirtschaft kennenlernen. Und wenn sie zurückkehren, werden ihre Mitstudenten auf ihre Berichte gespannt sein. "Vielleicht können wir auch einige Dollars machen, mit Artikeln für Zeitungen", lächelte Elaine. Später servierte Mr. Didlo nach einigen Tischtennisrunden eisgekühlte Coke, und man plauderte über Amerika und die ersten Eindrücke in Deutschland. "Swell", meinten die drei, was soviel wie "prima" bedeutet, und erzählten von Weizenpreisen, wie das zünftige Farmer tun. Und das beste von allem: keine Spur irgendeines Ressentiments, nur ehrliches Bemühen um gegenseitiges Verstehen.

(ba/gaz)

 
 
Klein-Eichen

Im Garten des Residenzbüros werden die Gedanken ausgetauscht.
V. l. n. r.: Residenzoffizier Mr. Didlo, der Referent für Erziehungsfragen, Robert Herschel, Miß Elaine Serfass, Dean Allan und Ivan Schmedemann.

 
 

 

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