Ortsbeiräte tagen zum neuen DGH, 1990

In einer gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte von Klein-Eichen und Lardenbach am Donnerstag (5. April 1990) im Gasthaus Bingel, an der auch der Grünberger Bürgermeister Damaschke, der Stadtrat Gerhold Knöß und der Architekt Helmut Opper teilnahmen, entschieden sich die Mitglieder beider Gremien für einen vom Architekten vorgelegten Entwurf.

Wenn alles glattgeht, wird der MGV im Frühherbst 1991 zum ersten Konzert im langersehnten Dorfgemeinschaftshaus seine Stimme erheben: So zumindest lautet die Prognose von Bürgermeister Siegbert Damaschke in Sachen Zeitplan für das Bürgerhaus im Akazienweg. Eine wesentliche Voraussetzung für solche günstige Vorhersage ist mit der Erstellung der ersten Planentwürfe durch den Architekten gegeben. Der Magistrat hat sie "abgesegnet", gestern abend beschäftigten sich erstmals die Ortsbeiräte der beiden Stadtteile damit.

Den örtlichen Beratungsgremien und Vereinen dürfte die Planung nicht gar so fremd erscheinen, wurde man doch in die Entwurfsphase einbezogen, wie das Stadtoberhaupt weiter betonte. Nach den Beratungen der Ortsbeiräte und einer Einarbeitung eventueller Abänderungsvorschläge werden die Entwürfe dann in den Bauausschuss kommen. Sollte auch dieses Gremium seine Zustimmung geben, könnte der Beschluß der Stadtverordneten im Mai oder Juni und im Verlauf des Frühherbstes der erste Spatenstich fürs Bürgerhaus erfolgen.

Das vorläufige Raumprogramm für das von der Größenordnung her mit dem Bürgerhaus Lumda vergleichbare, funktionelle und der Topographie gemäße Bauwerk: Im Erdgeschoß sind - dem Wunsch der Ortsbeiräte entsprechend - zwei Säle mit einer Gesamtfläche von rund 185 Quatratmetern vorgesehen, die sich zu einem großen Raum vereinen lassen. Es schließt sich an der heutzutage von vielen Stadtteilen im Nachhinein herbeigewünschte Bühnenanbau, das Foyer ist großzügig gehalten, eine Küche mit Theke, ein Stuhllager und die Toiletten finden sich auf gleicher Ebene.

Der Hanglage angemessen wurde der Keller für weitere öffentliche Nutzungen miteingeplant. In einem Mehrzweckraum könnte ein Jugendzentrum eingerichtet werden. Dem Kelterverein soll ebenfalls ein Raum vorbehalten werden, schließlich ist ein Getränkelager dort vorgesehen.

Die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen sind gegeben, mit der anstehenden Veröffentlichung des Bebauungsplans erlangt dieser Rechtskraft. Die finanziellen Voraussetzungen ebenso: Das Stadtparlament hat im Haushalt 1990 eine erste Rate von 500 000 DM sowie Verpflichtungsermächtigungen eingestellt. Die Gesamtkosten werden auf 1 056 000 DM veranschlagt, laut Damaschke haben die Ortsbeiräte zugesagt, durch Eigenleistungen für das Unterschreiten der Millionen-Marge zu sorgen.

Keine Probleme erwartet man bei der Stadtverwaltung durch den Standort am Rande einer früheren Erzbergbaustätte. Im Vorfeld hatte man eigene Schürfungen vorgenommen, um so die Bedenken des Bergamtes, das von der Stadt freigestellt wurde, zu entkräften. Die Grenze verlaufe zwar durch das Bürgerhaus-Grundstück, der Baukörper wurde jedoch etwas "verschoben", befindet sich dadurch nicht im Stollenbereich, sondern auf gewachsenem Boden.

Zur Absicherung der Gründung soll überdies ein Gutachten mit Bodenuntersuchungen in Auftrag gegeben werden. Allenfalls "an einer Ecke" könnte eine Verstärkung erforderlich werden, insgesamt aber sieht auch Bauamtsleiter Eckhard Körber "kein Problem".

(tb/gaz/hz)

 
 
Klein-Eichen
 
Klein-Eichen
 
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Klein-Eichen
 
 
Lardenbach
 
Lardenbach
Erster Planentwurf für das Dorfgemeinschaftshaus Lardenbach/Klein-Eichen
 
Lardenbach
 
 

 

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