Umweltschäden in Grünberg 1976Der Kreisverband Gießen der "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald" hatte zu einem Vortragsabend für vergangenen Freitag (13. Februar 1976) in die Gallushalle eingeladen. Nach Begrüßungsworten des ersten Vorsitzenden ergriff zunächst Forstoberrat Walter Corell zum Thema "Umweltschäden im Bereich Grünberg" das Wort. Er ging nacheinander auf die Landschaftselemente Gewässer, Äcker, Wiesen, Wald, Straßen, Wege und auf die Umweltschäden ein. Lapidar stellte der Redner fest: Keines unserer Gewässer ist in Ordnung: Äschersbach, Seenbach, Lumda und Wieseck sind verdreckt und stinken. Das biologische Gleichgewicht ist gestört, vor allem aufgrund der mineralischen Düngung. Begradigungen zerstören den Uferbewuchs und lassen das Wasser zu schnell ablaufen. Die Folge davon sind Senkung des Grundwasserspiegels und Trockenheit. Äcker und Wiesen leiden an einem Überangebot an mineralischem Dünger. Das Abbrennen von Stroh und das Flämmen von Wiesen vernichten die lebenswichtigen Mikroorganismen und die Kleintierlebewelt.. Monokulturen führen zur vermehrter Schädlingsausbreitung und dadurch zu erhöhtem Einsatz von Unkrautbekämpfungsmitteln, wodurch nicht immer nur mehr Gift in unseren Böden dringen, sondern auch die Insekten als Nahrungsquelle für viele Tiere vernichtet werden. [...] Leider habe man unter Naturschutz früher nur Artenschutz verstanden und zu spät erkannt, dass dieser nur im Verein mit Umwelt- und Landschaftsschutz möglich ist. (Grünberger Heimat Zeitung)
Mangelnde Fahrpraxis 1976Ein Lardenbacher Pkw-Fahrer kam am Mittwochmittag (18. Februar 1976) auf der Fahrt von Grünberg in Richtung Weickartshain in einer Linkskurve ins Schleudern, nach rechts von der Fahrbahn, stieß gegen einen Kilometerstein, überschlug sich und kam auf einem Acker zum Liegen. Der Fahrer und ein sechsjähriger Junge wurden verletzt. Der Junge kam nach Lich, der Fahrer nach Laubach ins Krankenhaus. Der Schaden am Wagen beträgt 3000 DM. (Grünberger Heimat Zeitung)
Magistrat Grünberg 1976In seiner letzten Sitzung (vor dem 21. Februar 1976) hat der Magistrat beschlossen, für den Lardenbacher Kindergarten die Einrichtungsgegenstände zu beschaffen, da die Baumaßnahme im Laufe des Monat März 1976 abgeschlossen sein wird. (Grünberger Heimat Zeitung)
Ehrenbriefe 1976In der "Gallushalle" Grünberg fand am Sonntag (22.02.1976) ein Altennachmittag mit karnevalistischem Einschlag für die älteren Mitbürger der gesamten Großgemeinde statt, der von der Karnevalistischen Vereinigung Grünberg, den Brunnentalbläsern und der Stadt Grünberg veranstaltet wurde. Zu Beginn des Nachmittags überreichte Landrat Ernst Türk an 51 verdiente Bürger aus Grünberg und seinen Stadtteilen den Ehrenbrief des Landes Hessen. Diese Ehrung, so führte Türk dazu aus, habe schon lange angestanden. Die geehrten Bürger hätten sich in langjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit um das Wohl ihrer Gemeinde verdient gemacht. Sie hätten nach 1945 die Gemeinwesen aufgebaut, und ihnen sei es zu verdanken, dass wir heute in einem friedlichen und demokratischen Gemeinwesen leben. Diese Menschen, die zum Wohle der Gemeinschaft gewirkt hätten, gebühre Dank und Anerkennung für ihren Einsatz. Im Auftrag des hessischen Ministerpräsidenten überreichte Türk die Auszeichnungen, Urkunden und Ehrennadeln an Bürger aus Grünberg, Stangenrod, Queckborn, Weitershain, Reinhardshain, Lumda, Lehnheim, Weickartshain, Klein-Eichen, Harbach, Göbelnrod und Stockhausen. Aus Klein-Eichen geehrt wurden: Karl Biedenkopf, Ernst Lein, Erich Funk, Heinrich Zimmer und Albert Müller. Unter seinem Dirigenten, dem Hofkapellmeister Helmut Buß, leitete dann der Musikverein Grünberg in den närrischen Teil des Altennachmittags über und brachte mit seinen beschwingten Weisen bald Stimmung in den bis auf den letzten Platz besetzten Saal. (gs/Gießener Allgemeine Zeitung))
Fußball 1976Nachdem in der Vorwoche die Mehrzahl der ausgesetzten Spiele den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer gefallen waren, blieb die Fußball-B-Klasse Gießen auch am 21. Spieltag von Ausfällen nicht verschont. Am schlimmsten erwischte es erneut die Gruppe 1, wo nur der FC Weickartshain und der VfL Bersrod sowie der TSV Bernsfeld und der SSV Lardenbach/Klein-Eichen am Sonntag (22. Februar 1976) die Klingen kreuzten. Der TSV Bernsfeld verlor beim torlosen Unentschieden gegen den Konkurrenten SSV Lardenbach/Klein-Eichen einen Punkt im Kampf um die Placierung in der Spitzengruppe. Der SSV steht weiterhin auf Rang drei der Tabelle. (Gießener Allgemeine Zeitung)
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Aus Klein-Eichen geehrt wurden: Karl Biedenkopf (2. Reihe li.),, rechts daneben Ernst Lein, daneben Heinrich Zimmer, Albert Müller und Erich Funk. |