Ortsbeiratsitzung 1990

In der letzten Ortsbeiratssitzung (2. August 1990) befand man noch einmal über den Flächennutzungsplan, soweit er Klein-Eichen betraf. Überrascht stellte man fest, dass der gesamte Dorfkern in die vorläufige Denkmalsliste eingetragen ist. Man trat dafür ein, alle Hausbesitzer über diese neue Situation zu informieren, da sie mit erheblichen Erschwerungen bei Um- und Anbauten zu rechnen haben, in manchen Fällen sogar mit einer Veränderungssperre und hohen Auflagen bei Sanierungen, falls das Verfahren bis hin zum vollen Denkmalschutz durchgezogen wird.

Wie Ortsvorsteher Daniel weiter berichtete, kann man dem behördlichen Ansinnen nicht zustimmen, für Klein-Eichen zur künftigen Entwicklung nur drei Bauplätze vorzuhalten. Man fordert nach wie vor, eine zweite größere Fläche mit einzubeziehen, die zusätzlich sechs bis acht Häuser ermöglichen würden.

Das Wochenendgebiet in der Steinkaute verfügt über Wasser, Strom und eine ordentliche Straße. Der Ortsbeirat stimmte dem Ansinnen der Behörden zu, hierfür einen Bebauungsplan aufzustellen und einen Kanal zu verlegen. Ganz und gar nicht einverstanden ist man mit der Maßnahme, die Heckenlandschaft des Steinbruches am Galgenberg als Naturschutzgebiet auszuweisen. Derzeit wird hier nämlich gegrillt. Dies wäre dann später unmöglich. Die Bevölkerung hätte keinen Treffpunkt mehr.

Der Kinderspielplatz erhält zwei neue Spielgeräte. Anhand eines Kataloges, den die Stadtverwaltung zur Auswahl vorlegte, entschied man sich für ein Häuschen und eine Holzlokomotive mit Anhänger, auf denen man nach Herzenslust herumturnen kann.

Außergewöhnlich an dieser Sitzung des Klein-Eichener Ortsbeirates am Donnerstagabend war, dass sie in der Wohnung des Ortsvorstehers Manfred Daniel stattfand. Anwesend waren außerdem noch Dieter Faust, Hermann Loob, Gerhard Schildwächter, Stephan Volp und Thomas Zabel.

(HZ)

 
 
Klein-Eichen
Klein-Eichen 1990
 
 

 

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