Bullen unter dem Hammer, 1970

Die 93. Absatzveranstaltung (10. Mai 1970) von Zuchtbullen des schwarz- und rotbunten Rindes in der Hessenhalle in Gießen war nicht so gut besucht wie die früheren Versteigerungen, was auf den überraschenden Beginn der wärmeren Jahreszeit zurückzuführen ist. Aufgetrieben waren Vatertiere in der gleichen Anzahl wie bisher. Von 36 vorgestellten schwarzbunten Bullen wurden durch die Körkommission 31, von 32 rotbunten Vatertieren 27 angekört. Die schwarzbunten Tiere waren ausgeglichener und zum Teil auch etwas ausgeprägter in Form und Leistung.

Die Körungskommission stellte einen dieser Bullen in die I., neun in die II., zwölf in die IIb- und 10 in die III. Zuchtklasse. In der II. Zuchtklasse standen vorwiegend Tiere aus Oberhessen. Bei den rotbunten Bullen gab es neun Tiere in der II., 15 in der IIb- und nur drei in der III. Klasse. An der Spitze stand wieder einmal ein Bulle von W. Müller aus Staufenberg. An zweiter Stelle folgte ein Bulle von H. Becker aus Alsfeld. Der nächste Bulle war von G. Gries (Oberseener Hof). Danach stand der Bulle von Werner Biedenkopf aus Klein-Eichen und von G. Bischoff (Rainrod).

Je sechs der ersten Bullen wurden vom Verband außerdem mit einem I., je zwei mit einem II. Preis ausgezeichnet. Die Versteigerung nahm Auktionator K. Wehrun vor. Mit dem Absatz der rotbunten Bullen hatte er weniger Mühe als mit dem der schwarzbunten Vererber. Aber auch diesmal sind alle verkauft worden.

Der Bulle aus Klein-Eichen brachte es auf 3600 DM, die ein Käufer aus Marienborn im Rheingau bezahlte. Die Käufer kamen aus allen Teilen Südhessens. Für die Bullen der II. Klasse wurden 2500 bis 3600 DM, für die übrigen 2200 bis 3100 DM bezahlt. Der schwarzbunte Spitzenbulle ging für 3700 DM an die Gemeinde Bobenhausen, die Gemeinde Ulfa erstand für 3800 DM einen Bullen. Für die Tiere wurde insgesamt ein Durchschnittspreis von 2587 DM erzielt.

(k/gaz)

 
 

 

 

back top next