Ortsbeiratsitzung, 1990

Nach intensiven Haushaltsberatungen, zu denen auch Stadtrat Hans Pigors in die Gaststätte Bingel (24. Januar 1990) gekommen war, wurde der Etat für 1990 einstimmig befürwortet. Unter dem Vorsitz von Ortsvorsteher Manfred Daniel sahen die Ortsbeiräte alle für Klein-Eichen geforderten Maßnahmen erfüllt. Mit lediglich einer Ausnahme: Statt der geforderten 10 000 Mark für den Kindergarten wurde nur ein Betrag von 5 000 Mark bereitgestellt.

Einer Bauvoranfrage im Wochenendgebiet stand der Ortsbeirat positiv gegenüber. Das zur Debatte stehende Gelände macht durch ein heruntergekommenes Wohnmobil und ein älteres verlassenes Haus einen verwahrlosten Eindruck. Der Ortsbeirat rät dem Magistrat jedoch, darauf zu achten, dass das zu errichtende Gebäude die Größe eines Wochenendhauses behält. Der Ortsbeirat trifft sich am 6. Februar zu einer Besichtigung.

Wie Manfred Daniel mitteilen konnte, ist durch die Unterstützung des Magistrates inzwischen der geforderte Glascontainer aufgestellt worden. Überrascht war der Ortsbeirat allerdings, dass der Kreis eine Mindesmenge von jährlich fünf Tonnen vorschreibt, so dass es sich bei dem Glasbehälter um ein probeweises Aufstellen handelt. Wie Daniel dazu erklärte, seien die Bürger bemüht, das Müllaufkommen zu verringern, indem sie Mehrwegflaschen benutzten, auf der anderen Seite werden jetzt vom Kreis Auflagen für eine Mindestmenge gemacht.

Die im Steinbruch gewünschte Schutzhütte ist jetzt auch von der Bauaufsicht des Kreises abgelehnt worden, die sich damit der Unteren Naturschutzbehörde anschließt. Als Grund wurde angeführt, dass sich seltene Tiere wie Dachse und Eidechsen in dem naturschutzgebiet angesiedelt hätten, was der Ortsbeirat allerdings bestreitet. Nach Aussage von Klein-Eichener Bürgern sind diese Tiere noch nie dort gesichtet worden.

Dem Klein-Eichener Ortsbeirat gehören zu dieser Zeit folgende Mitglieder an: Manfred Daniel, Dieter Faust, Hermann Loob, Gerhard Schildwächter, Stephan Volp und Thomas Zabel.

(ta/hz)

 
 

 

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