Die Lardenbacher Glocken läuten wieder, 1980

Auch in Klein-Eichen kann man sie höhren: mit einem täglichen zweimaligen Läuten der Kirchenglocken wurde am Mittwoch (15. Oktober 1980) ein alter Brauch Lardenbacher Vergangenheit wieder neu aufgenommen. Für die heimische Bevölkerung ging damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung, da das tägliche Läuten vor Jahren aus verschiedenen Gründen zum Bedauern vieler Bürger eingestellt werden musste.

Durch ein neues elektrisches Läutwerk wurde die Wiederaufnahme dieser in vielen Dörfern gewohnten Tradition ermöglicht. Für den Kauf der Elektromotoren und des dazugehörigen Materials musste die Kirchengemeinde etwa 10.000 DM aufbringen. Somit werden nun in der über 300jährigen Geschichte der Lardenbacher Kirche erstmals die drei Glocken nicht mehr durch Menschenhand in Gang gesetzt.

Durch die Technik werden die Glocken, gesteuert von einer Zeituhr, jeden Tag um 10 und 17 Uhr zum Läuten gebracht. An den Sonntagen werden die Glocken mehrmals zu höhren sein, denn dann fordern sie ja auch zum Kirchgang auf. Das Läuten gilt aber auch als Zeit- und Orientierungshilfe für die auf den Feldern arbeitenden Landwirte.

(Karl-Ernst Lind)

 
 
Lardenbach
Auf der Sohle mit Blick zum Lardenbacher Kirchturm, 1980
 
 

 

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