Stadtverordnetensitzung in Grünberg, 1970

Zu einer kurzen Sitzung trafen sich am Dienstag (29. Dezember 1970) die Stadtverordneten im Rathaus. Der Termin war notwendig geworden, da Harbach und Lardenbach sich noch entschlossen hatten, im Zuge der Verwaltungszusammenlegung Grenzänderungsverträge mit Grünberg abzuschließen. Die Stadtverordneten billigten einstimmig die Aufnahme der beiden Gemeinden.

Bürgermeister Anschütz berichtete, dass Reinhardshain ebenfalls um einen Zusammenschluß bemüht sei, der wohl aber erst später zustandekomme. Außerdem soll noch eine Bürgerversammlung abgehalten werden. Desweiteren wurde darauf hingewiesen, dass die einzelnen Stadtteile verkehrsmäßig an die Kerngemeinde angebunden werden müßte, wenn der Zusammenschluß echt praktiziert werden solle.

Grünberg haben sich bis heute elf Gemeinden angeschlossen. Es zählt damit nun um 10 000 Einwohner. Nach der Genehmigung in Wiesbaden hat die Kerngemeinde noch folgende Stadtteile: Beltershain, Stangenrod, Lumda, Weitershain, Lardenbach, Klein-Eichen, Weikartshain, Stockhausen, Queckborn, Göbelnrod und Harbach. Der Bürgermeister vertrat die Ansicht, dass sich in nächster Zeit noch weitere Gemeinden dem Verband anschließen wollen.

Stadtverordnetenvorsteher Hanisch regte an, dass man zu den folgenden Sitzungen jetzt schon die Bürgermeister und ersten Beigeordneten der Stadtteile einladen solle. Da der Sitzungssaal im Rathaus diese Versammlung nicht aufnehmen kann, regte CDU-Fraktionssprecher Damaschke an, die Termine draußen in den Stadtteilen anzusetzen, um auch so schon die Zusammengehörigkeit zu dokumentieren.

(Grünberger Heimat Zeitung)

 
 
Gruenberg
Grünberg, Rathaus am Marktplatz, ca. 1975
 

 

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